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#361 RE: Populärwissenschaftliche News von mithut 24.06.2019 21:33

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Ich glaube, auf FB gibt es eine Gruppe "Plastik-Fasten" = schon beim Einkauf möglichst vermeiden (tu ich auch) ...
und ich möchte, wenn's schon kein Entkommen gibt, eine Karte ohne Limit ...

#362 RE: Populärwissenschaftliche News von Aluhut 25.06.2019 14:17

Manche von diesen Plastik – Vermeiden – Versuche sind aber auch schon ziemlich naiv. Ich kenne einige, die kompostierbare Blumentöpfe kaufen und die dann ernsthaft in den Biomüll werfen obwohl man überall lesen kann, dass dies verboten ist. Die müssen per Hand kostenaufwendig rausgesucht werden und verbrannt.
Ein Blumentopf der Jahrzehnte zum Kompostieren braucht, hat halt nichts im Kompost zu suchen der als Schnellkompost in ein paar Monaten reif ist.

#363 RE: Populärwissenschaftliche News von mithut 25.06.2019 14:21

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Ja, leider ... Wahnsinn!

Beispiel, ich hab 3 Kaffee-Filter-Halter aus Porzellan - kann zurzeit keinen Kaffe machen ... was seh ich!? ... meine Frau verwendet den uralten aus Kunstoff ... zur Rechtfertigung ... der sitzt stabiler auf der Kanne ... die anderen verrutschen relativ leicht ... und wer die Sauerei eines Umkippens kennt ... vermeidet sie tunlichst ... oder macht sie weg ...

#364 RE: Populärwissenschaftliche News von Joker 25.06.2019 15:59

Der größte Witz sind ja die neunmalklugen Ratschläge, wie man angeblich Mikroplastik vermeidet.

dumme Tipps à la
"Duschgels ohne Plastikpeelingkügelchen, die in die Umwelt gehen können"
oder
"Nehmen Sie eine Jutetasche zum Einkauf"

Dadurch wird vielleicht weitere Umweltverschmutzung vermieden, aber nicht dass man selbst weiterhin Mikroplastik aufnimmt, das bereits fast überall ist.

Das meiste Mikroplastik (>90 %) wird durch das Wasser aufgenommen, das man trinkt. Der Schaden ist schon passiert.

#365 RE: Populärwissenschaftliche News von Dr.Faust 25.06.2019 16:22

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Wozu braucht man Duschgel? Die Jutetasche ist nicht schlecht. ich nehme nur diese.
Leider stammen sie von einem Kreuzfahrtschiff.

Woher ist die Info: 90% über Wasser? Und welcher Schaden ist passiert?
Ich hatte dasGefühl, man weiß es nicht.

#366 RE: Populärwissenschaftliche News von Joker 25.06.2019 16:30

Zitat von Dr.Faust im Beitrag #366


Woher ist die Info: 90% über Wasser? Und welcher Schaden ist passiert?
Ich hatte dasGefühl, man weiß es nicht.


Du solltest das Faktenblatt des WWF lesen, die in dem von mir geposteten Artikel verlinkt ist. Dort steht das mit dem Trinkwasser drin sowie mehr Information.

Faktenblatt des WWF

Auch das hier ist interessant

https://www.theguardian.com/environment/...d-study-reveals

#367 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 04.07.2019 06:02

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Ich dusche mich fast immer nur morgens und habe noch nie darüber nachgedacht, ob es abends vielleicht besser sein könnte


Morgens oder abends duschen?
Bloggerin startet Umfrage über Duschverhalten und löst Diskussion aus

Eine Schweizer Bloggerin befragte ihre Fans auf Instagram nach deren Duschverhalten: Sie wollte wissen, ob sie am Abend oder am Morgen duschen. Das Ergebnis war gespalten. Auch Knigge-Experten und Dermatologen sind sich nicht einig.

Zitat
Dermatologen sprechen sich für die Abenddusche aus
Dermatologen hingegen brechen eine Lanze für die Abendduscher: Schmutz- und Ölrückstände sollten am Abend abgeduscht werden, um verstopfte Poren zu reinigen, wie "20 Minuten" berichtet. Die Ölproduktion sei mittags herum am stärksten, in der Nacht jedoch sehr gering. Morgens genüge eine Katzenwäsche.


https://www.focus.de/gesundheit/news/mor...id_8922757.html






Körperpflege
Morgens oder abends duschen: Es ist nicht egal

Macht es wirklich einen Unterschied, ob man morgens oder abends unter die Dusche steigt? Die Antwort lautet ganz klar: ja. Denn Kreislauf, Muskeln und Haut reagieren je nach Tageszeit ganz unterschiedlich auf die Brause. Welcher Duschtyp sind Sie?


Zitat
Wer gerne heiß und lange duscht, profitiert von der Dusche am Abend. Denn das heiße Wasser entspannt die Muskeln und senkt den Blutdruck etwas ab, da sich die Gefäße weiten. In Folge wird man schneller müde und kann besser einschlafen. Das ist besonders nach einem stressigen Tag von Vorteil.

Kerzenlicht im Bad fördert den Schlaf
Wer zusätzlich das Licht im Bad dimmt oder sogar bei Kerzenschein duscht, unterstützt den Körper zudem bei der Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Außerdem ist die abendliche Brause für diejenigen von Vorteil, die morgens nur schwer aus dem Bett kommen und immer bis zur letzten Minute warten. Denn wer morgens nicht duschen muss, kann länger liegen bleiben.

Trockene Haut? Abends lauwarm duschen
Trockene Haut profitiert ebenfalls von der abendlichen Dusche. Über Nacht kann sich der Schutzmantel der Haut leichter wieder regenerieren: Es reibt keine enge Kleidung am Körper und auch die Körperpflege hat genügend Zeit zum Einziehen. Vor dem Schlafengehen ist zudem der ideale Zeitpunkt, um Beine, Achseln, Intimzone oder Bart zu rasieren. Bis zum nächsten Morgen hat sich die Haut wieder beruhigt und Rötungen sind abgeklungen.

Sauber auch ohne Duschgel
Bei sehr empfindlicher und trockener Haut stellt man die Wassertemperatur am besten lauwarm ein, um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren. Auf Duschgel kann man manchmal sogar ganz verzichten: "Wer nur verschwitzt, aber nicht verschmutzt ist, kommt gegebenenfalls auch ohne Reinigungshilfen aus. Die erwünschte Erfrischung bringt das Duschen ohnehin mit sich und das Wasser hat einen Abspüleffekt", sagt Dr. Ernst Tabori, Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene (BZH). "Ob es für einen selbst ausreichend ist, muss jeder selbst entscheiden. Krank macht der Verzicht auf ein Duschgel jedenfalls nicht."

Wer lieber mit Schaum unter der Brause steht, sollte laut dem Hygieneexperten darauf achten, zu milden Produkten zu greifen. "Je weniger aggressive oder reizende Wirkstoffe an die Haut kommen, desto weniger wird sie in ihrer natürlichen Funktion beeinträchtigt", sagt Tabori.

Wer nachts schwitzt, duscht am besten morgens
Wer nachts häufig schwitzt, ist mit der morgendlichen Dusche besser dran. Sie spült den Schweiß ab und beugt so einer Geruchsbildung vor. Auch bei fettigen Haaren ist die Brause am Morgen von Vorteil. Nächtliche Talg- und Fettablagerungen werden von Kopfhaut und Haaren gespült und die Frisur sieht nicht platt oder strähnig aus.

Morgens duschen und erfrischt in den Tag starten
Auch wer seinen Kreislauf in Schwung bringen und Energie für den Tag sammeln möchte, duscht am besten morgens. Dann empfehlen sich allerdings etwas kühlere Wassertemperaturen. Sie regen die Blutzirkulation an und erfrischen Körper und Geist. Und manchmal entstehen unter der morgendlichen Dusche sogar die besten Ideen für den Arbeitstag.

Duschen: Weniger ist mehr
Zu welcher Tageszeit man am meisten von einer Dusche profitiert, ist auch eine Typfrage. Doch egal ob morgens oder abends: Für die meisten gehört das tägliche Duschen zum Wohlfühlprogramm. Manche duschen sogar zweimal am Tag. Doch das sollte man nur in Ausnahmefällen machen, um die Haut nicht zu sehr auszutrocknen. Ist der natürliche Säureschutzmantel angegriffen, haben Keime leichteres Spiel. Dermatologen raten sogar, zum Schutz der Haut nur alle zwei bis drei Tage zu duschen.


https://www.t-online.de/gesundheit/gesun...nicht-egal.html





Ist es besser, morgens oder abends zu duschen?
Abends eine warme Wanne zur Entspannung - oder morgens eine frische Dusche zum Wachwerden? Wann ist die perfekte Zeit, um sich zu waschen? Über diese Frage rätseln ganze Internetforen. Hier kommt die Antwort.
https://www.welt.de/icon/beauty/article1...an-duschen.html




https://www.focus.de/wissen/videos/uni-h...id_6092048.html

#368 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 22.07.2019 13:00

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Forschung, die ankommt
Die Heilkraft des Lichts

Schmerzbehandlung, verbesserte Wundheilung, mehr Energie für die Zellen - neueste Erkenntnisse am Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatolgie.

https://www.krone.at/1957417

#369 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 28.07.2019 14:46

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Das Geheimnis des Alterns
Wie bleiben wir ewig jung?

Das Wissen über das Altern wächst rapide – und auch wie es aufgehalten werden kann. Was Tiere im Labor länger leben lässt, probieren auch Menschen aus.

https://www.tagesspiegel.de/politik/das-...g/24845382.html

#370 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 29.07.2019 13:09

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Bewusster leben
Wir sind vielleicht die letzte Generation, die über gute Bedingungen für ein gesundes Leben verfügt. Unsere Kinder und Enkelkinder werden einmal in einer anderen Welt leben, und wir tragen mit unserem Konsum dazu bei. Das wissen wir – und ändern dennoch nichts an unserem Verhalten. Schuld daran ist ein »Bug« im Programmcode des Gehirns, erklärt der französische Neurobiologe Sébastien Bohler. In seinem neuen Buch erläutert er, wie wir den veralteten neuronalen Code umschreiben können.
https://www.spektrum.de/news/bewusster-leben/1662326

#371 RE: Populärwissenschaftliche News von Speedy 02.08.2019 01:11

'Wildling' mice could help translate results in animal models to results in humans
https://medicalxpress.com/news/2019-08-w...sszw0Cz2LVvR1sA

#372 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 21.08.2019 15:45

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Luft, in der sich Dampf von E-Zigaretten befindet, ist genauso zu meiden, wie Luft die mit Rauch belastet ist.

EXPERTE WARNT
Auch E-Zigaretten begünstigen Herz-Erkrankungen

Doppeltes Risiko für Herzanfall, wenn man täglich dampft. Nur bei völligem Rauchstopp gewinnen versteifte Arterien wieder an Elastizität.

https://www.kleinezeitung.at/lebensart/g...erzErkrankungen




Nach E-Zigarettenkonsum – Schwere Lungenerkrankungen häufen sich
https://www.welt.de/gesundheit/article19...Zigaretten.html

E-Zigaretten könnten Schuld an Hunderten Lungenkranken sein
Lungenkrank durch E-Zigaretten? Diese Nachricht hat Medien, Forscher und Konsumenten diese Woche aufgeschreckt. In den USA untersuchen die Behörden immer mehr Fälle.
https://www.aerztezeitung.de/medizin/kra...genkranken.html

Fälle in den USA
E-Zigaretten unter Verdacht: Rätselhafte Lungenkrankheit breitet sich bei Teenagern aus

Eine bis dato unbekannte Lungenkrankheit breitet sich derzeit in den USA aus. Die Gesundheitsbehörden prüfen etwa 100 Fälle - die meisten Betroffenen sind noch sehr jung. Gemein ist ihnen, dass sie E-Zigaretten geraucht haben. Die Behörden prüfen nun einen Zusammenhang.

https://www.focus.de/gesundheit/news/usa...d_11049862.html

#373 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 30.08.2019 09:36

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WALDSTERBEN
Dem Wald geht es schlecht

Schädlinge, Waldbrände, Orkanstürme und extreme Trockenheit – die Folgen des Klimawandels machen den Bäumen ganz schön zu schaffen.

https://www.spektrum.de/podcast/dem-wald...chlecht/1669344




ESCHENSTERBEN
Europas Bäume unter Attacke

Immer neue Pilze, Insekten und Bakterien machen Europas Bäumen zu schaffen. Experten plädieren daher für strenge Quarantäne- und Überwachungsmaßnahmen. Und sie setzen auf die Widerstandskraft der Bäume selbst.

https://www.spektrum.de/news/eschensterb...chaerft/1669144




Patient Wald
Ist der deutsche Wald noch zu retten?

Vertrocknete Blätter, gelichtete Kronen und vom Borkenkäfer zerfressene Rinde: Vielen Bäumen in Deutschland geht es schlecht. Ganze Waldstücke sind bereits verdorrt, in Feuern niedergebrannt oder mussten wegen Schädlingsbefall gerodet werden. Einige Forstexperten rufen bereits den Notstand für den Wald aus. Aber was ist dran am neuen Waldsterben? Sind unsere Wälder wirklich in Gefahr?

https://www.scinexx.de/dossier/patient-wald/

#374 RE: Populärwissenschaftliche News von Lazarus Long 05.09.2019 19:11

https://www.spiegel.de/plus/molekularbio...cb-db5c1bc96e79

#375 RE: Populärwissenschaftliche News von Dr.Faust 05.09.2019 19:30

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Leider hab ich kein Spiegel-Abo ... es lohnt sicher auch nicht.

#376 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 07.09.2019 07:31

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17-jähriger Brite erblindet nach Mangelernährung
Seine Fehlernährung hat einen britischen Teenager nahezu das Augenlicht gekostet und sein Gehör geschädigt. Der junge Mann ernährte sich jahrelang ausschließlich von Pommes, Chips und Wurstprodukten.
https://www.welt.de/vermischtes/article1...ernaehrung.html




Jahrelang nur Fast Food: Teenager wird blind und fast taub durch falsche Ernährung
Dauerhafter Verzehr von Fast Food soll dafür verantwortlich sein, dass ein 17-jähriger Teenager erblindete und fast sein Gehör verlor. Jahrelang soll er sich nur von Pommes, Chips und Weißbrot ernährt haben. Dadurch nahm er zu wenig wichtige Vitamine zu sich.
https://www.infranken.de/ratgeber/gesund...t154607,4421639

#377 RE: Populärwissenschaftliche News von Prometheus 18.09.2019 06:54

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Abnehmen durch Frieren: So effektiv ist der Fitness-Trend "Brrrn"
https://www.elle.de/abnehmen-mit-fitness-trend-brrrn

#378 RE: Populärwissenschaftliche News von Dr.Faust 18.09.2019 10:30

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Tim Ferris hat in "The 4-Hour-Body" die Methode beschrieben, sich in eine
mit eiskaltem Wasser gefüllt Badewanne zu stzen, um Fett zu verbrennen.
Gibt es in D schon Anbieter für Training in der Kälte? Im Winter könnte man das
ja draussen machen.

Aber ich will ja nicht abnehmen.

#379 RE: Populärwissenschaftliche News von vera8555 18.09.2019 12:28

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Der Effekt entsteht wohl auch beim schwimmen. Das Wasser muss dabei nicht mal so kalt sein.

#380 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 20.09.2019 07:58

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Bonobos fressen ja in Jodarmer Umwelt gezielt Pflanzen mit viel Jod, doch das ist noch lange nicht alles!

Heilkunst der Affen - 13 Millionen Jahre alte Medizin
https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x...-affen-100.html
https://www.raum-und-zeit.com/oekologie/...s-apotheke.html

Die Medizin der Tiere: Wie sich Tiere selbst heilen können
https://www.heilpraxisnet.de/naturheilve...bei_Schimpansen

Was Tiere über Medizin wissen
Hunde, Affen und auch Insekten wissen sich bei Krankheit selber zu helfen. Wissenschaftsautorin Manuela Lenzen berichtet im DW-Interview über das medizinische Wissen ihres Kaninchens und anderer Tiere.

Zitat
Gibt es ein Tier, dessen medizinisches Wissen Sie besonders beeindruckt?
Ich habe mich über die Kenntnisse der Insekten gewundert. Bekannter ist es, dass die nicht-menschlichen Primaten über Kenntnisse von Heilpflanzen verfügen. Schimpansen zum Beispiel legen weite Wege zurück, um Pflanzen zu finden, die keinen Nährwert haben. Sie bereiten diese Pflanzen zu, indem sie sie abschälen oder falten und unzerkaut herunterschlucken.

Dass auch Insekten Selbstmedikation betreiben, ist weniger bekannt. Aber sie tun es: Sie legen zum Beispiel ihre Eier zum Schutz vor Parasiten in vergärende Früchte.

Kann sich der Mensch von dem Wissen der Tiere etwas abschauen?
Die meisten Arzneimittel gehen auf Heilpflanzen zurück. Deshalb haben Forscher großes Interesse daran, neue Pflanzen und ihre medizinische Wirkung zu entdecken. Es gibt in der Ethnobotanik und Ethnomedizin viele Geschichten von Menschen, die kranken Tieren in den Urwald gefolgt sind und beobachtet haben, welche Pflanzen sie zu sich nahmen. Und dass sie diese dann auch selbst ausprobiert haben und so neue Erkenntnisse über die Heilkraft von Pflanzen gewonnen haben.


Zitat
Wie kann der Mensch von den medizinischen Kenntnissen der Tiere profitieren?
Würde der Mensch zum Beispiel die Fähigkeit zur Selbstmedikation von Nutztieren stärker nutzen, könnte er den Masseneinsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft verringern. So hat der Forscher Juan Villalba von der Utah State University herausgefunden, dass Paarhufer bevorzugt Futterpflanzen mit hohem Gerbstoffgehalt fressen, wenn sie unter Wurmbefall leiden. Ist die Infektion bekämpft, kehren sie zu ihren gewöhnlichen Fressvorlieben zurück. Das setzt natürlich voraus, dass die Tiere Zugang zu solchen Futterpflanzen haben und dass sie es in der Herde lernen und das Wissen weitergeben können.


https://www.dw.com/de/was-tiere-%C3%BCbe...ssen/a-17756850

Also, erspart man sich vermutlich viele Tierarzneimittel, wenn Nutztiere sich frei in intakter Nautr, mit großer Artenvielfallt bewegen können und sich aussuchen, was sie wann fressen.


Den Heilkünsten von Schimpansen auf der Spur
Auf der Suche nach neuen Medikamenten schauen sich Forscher in den Regenwald Ugandas um. Dortige Schimpansen entpuppten sich als exzellente Mediziner. Leiden die Menschenaffen unter Fieber oder Darmwürmern, kurieren sie sich erfolgreich mit den Pflanzen der Umgebung.
https://www.welt.de/wissenschaft/article...f-der-Spur.html


Auch Affen kurieren Krankheiten mit Heilkräutern

Zitat
Wenn sie krank werden, greifen Affen gezielt zu Kräutern und Heilpflanzen, um sich zu therapieren. So schlucken Schimpansen gelegentlich haarige Blätter im Ganzen, weil sie den Magen reizen und Durchfall verursachen. Damit spülen die Tiere Bandwürmer und andere Parasiten aus dem Darm. Insgesamt 39 Primatenarten wurden bislang beim Fressen von Erde beobachtet, denn die Erde saugt Giftstoffe auf und erlaubt den Genuss von andernfalls giftigen Pflanzen.

Japanische Forscher von der Universität Kyoto haben nun erstmals beobachtet, dass Affenweibchen durch Kräuterkost gezielt den Verlauf ihrer Schwangerschaft beeinflussen können. Die schwangeren Weibchen der so genannten Larvensifaka (Propithecus verreauxi), einer auf Madagaskar beheimateten Affenart, fressen besonders viele Pflanzen, die den bitteren Gerbstoff Tannin enthalten. Die Forscher stellten fest, dass die schwangeren Affenweibchen die Tannine zu sich nahmen, weniger Fehlgeburten hatten als Weibchen einer Gruppe, die die Pflanzen mieden.
Noch fehlt allerdings der Beweis, dass allein die Tannine für den Effekt verantwortlich sind.


https://www.welt.de/print-welt/article36...lkraeutern.html


Zitat
Forscher vermuten, dass die Kenntnis von bestimmten Heilpflanzen innerhalb von Affengruppen von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Menschenaffen verbringen Jahre mit ihren Müttern und lernen dabei, was genießbar ist und was nicht. Die Gefahr, sich mit giftigen Pflanzen zu schaden, werde so begrenzt, erklärt Huffman. Inzwischen wird die Selbstmedikation der Affen erforscht. Zoopharmakognosie heißt die neue Disziplin, von der eines Tages auch die Menschen profitieren können.


https://www.welt.de/print-welt/article38...ie-Medizin.html

Zitat
Für Aufregung hat aber jüngst eine Meldung gesorgt, wonach Schimpansen ganz gezielt Heilkräuter aus der Natur nutzen, etwa bei Magenkoliken, und in anderen Fällen zu Pflanzen greifen, die natürliche Antibiotika enthalten.

Im venezulanischen Regenwald sollen sich Affen Tausenfüßler ins Fell schmieren, um Moskitos abzuhalten. Zweifellos eine sehr intelligente Art von Werkzeugverwendung. Auch schmerzstillende Substanzen und sogar Halluzinogene sollen in die Hausapotheke der Primaten gehören.


https://sciencev1.orf.at/news/23162.html


Kann die Pharmaindustrie das Wissen von Dr. Schimpanse nutzen?
Kranke Schimpansen kurieren sich gezielt mit Heilpflanzen. Tierärztin Sabrina Krief führte wissenschaftliche Beobachtungen von Schimpansen durch, um Medikamente für den Menschen zu finden. Kann die Pharmaindustrie das Schimpansen-Wissen nutzen?

An einem frühen Morgen im Regenwald Ugandas: Yogi, ein Schimpansenmännchen, entfernt sich von seiner Gruppe und sucht gezielt einen bestimmten Strauch auf.

Vorsichtig zupft er mit den Lippen eines der haarigen Blätter ab, faltet es mit seiner Zunge und schluckt es, unzerkaut, mit Mühe herunter. Bis zu 30 Blätter würgt Yogi herunter. Einige Stunden später scheidet er einen Klumpen Blätter mitsamt Darmwürmern aus.

Die Tierärztin Sabrina Krief vom staatlichen Naturkundemuseum in Paris hat solche Szenen wiederholt beobachtet: Seit 15 Jahren erforscht sie die Heilkünste der Schimpansen im ugandischen Nationalpark Kibale. «Es ist die erste wissenschaftliche Beobachtung von Schimpansen, die durchgeführt wird, um Medikamente für den Menschen zu finden», sagt Krief.


Zitat
Viele Tiere therapieren sich selbst
So leiden Schimpansen, aber auch Bonobos und Gorillas, die wie Yogi haarige «Blattpillen» schlucken, immer an Würmern. Die rauen, unzerkauten Blätter wirken mechanisch: Sie regen die Darmtätigkeit stark an, sodass die Würmer leichter ausgeschieden werden.
Auch an Malaria erkrankte Schimpansen wissen sich zu helfen: Sie fressen dann die extrem bitteren Blätter des Baumes Trichilia rubescens. «Wir haben die chemische Struktur der Moleküle bestimmt, und sie wirken ähnlich wie Chloroquine – ein gängiges Malariamittel des Menschen», sagt Krief.

Anders als der Mensch verlassen sich Schimpansen aber nicht nur auf eine Substanz: «Sie nutzen acht weitere Pflanzenarten, deren Extrakte alle gegen den Malariaerreger aktiv sind.» Die Substanzen unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur und ihrer Wirkweise. Das macht es den Malariaerregern schwer, Resistenzen zu entwickeln – ein häufiges Problem der Malariabekämpfung beim Menschen.
Einer der Pioniere der Selbstmedikation ist Michael Huffmann von der Universität Kyoto. Schon vor 30 Jahren beobachtete er Schimpansen, die bei Wurmbefall das bittere Mark der Pflanze Vernonia amygdalina aussaugten. Untersuchungen ergaben, dass sie antibakteriell und antiparasitär wirkende Substanzen enthält und in Afrika auch von Menschen genutzt wird.

«Evolutionsbiologisch betrachtet, ist die Erhaltung der Gesundheit überlebenswichtig. Es ist zu erwarten, dass alle heute lebenden Tiere Mechanismen entwickelt haben, sich gegen Parasiten zu schützen», sagt Huffmann.
Tatsächlich betreiben sehr viel mehr Tierarten Selbstmedikation als zu Beginn gedacht: Manche Vögel reiben sich Ameisen ins Gefieder, weil Ameisensäure Läuse und Milben vertreibt. Die gleiche Wirkung hat Nikotin. Weswegen Spatzen gerne Zigarettenstummel in ihre Nester legen. Auch Hunde und Katzen wissen sich bei Verdauungsproblemen zu helfen und fressen Gras.

Und selbst Insekten verteidigen sich – manche beugen sogar vor und schützen ihre Nachkommen: Bei drohendem Parasitenbefall legt der Monarchfalter seine Eier auf Seidenpflanzen, deren Inhaltsstoffe Parasiten abschrecken. Und Taufliegen legen ihre Eier in vergorene Früchte, deren hoher Alkoholgehalt räuberische Wespen fernhält.

Doch woher wissen Schimpansen, welche Pflanzen bei Durchfall helfen, woher wissen Spatzen, dass Zigarettenstummel Milben vertreiben, und Taufliegen, dass Wespen keinen Alkohol mögen?
«Ob sich Schimpansen bewusst behandeln, wissen wir nicht», sagt Krief. Ihr Verhalten – und auch das der Tiere, die mit weniger Intelligenz gesegnet sind – lässt sich auch mithilfe der natürlichen Selektion erklären: Durch Zufall (Mutation) hat Yogi eine veränderte Genvariante, die ihn «neugierig» auf neue Nahrung macht. Er frisst die Blätter des Baumes X, die von seinen Artgenossen gemieden werden. Er ist dadurch gesünder und lebt länger als die anderen Schimpansen. Entsprechend mehr Nachkommen – mit der gleichen Genvariante – zeugt er, die ebenfalls eine Vorliebe für diese Blätter haben, usw. So lassen sich auch die Zigarettenstummel und die vergorenen Früchte erklären.

Es braucht neue Wirkstoffe
Bei Affen spielt auch das Lernen eine Rolle: Yogi könnte sich an die wohltuende Wirkung des Baumes X erinnern und ihn bei Bauchgrummeln erneut aufsuchen. Da Primaten viel voneinander lernen, vor allem Jungtiere von der Mutter, verbreitet sich das Verhalten in der Gruppe – auch von Generation zu Generation.

Krief ist überzeugt, dass auch wir von den Heilkünsten der Schimpansen lernen können. Die Tierärztin hat in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit der ugandischen Universität sowie der Behörde zur Erhaltung der Flora&Fauna und dem CNRS (Centre national de la recherche scientifique) über 1000 Pflanzenextrakte analysiert.

20 pharmakologisch wirksame Substanzen wurden identifiziert. Ob daraus Medikamente entstehen, wird man erst in einigen Jahren wissen – die Entwicklung ist mit aufwändigen Tests verbunden und entsprechend langwierig.
Tatsächlich werden neue Wirkstoffe dringend benötigt. Gegen viele Volkskrankheiten – Arteriosklerose, bestimmte Krebsformen, rheumatische und allergische Erkrankungen – gibt es nach wie vor keine wirksamen Arzneien.

«Etwa 30 bis 40 Prozent aller Medikamente gehen auf Pflanzenverbindungen zurück», schätzt Peter Proksch vom Institut für Pharmazeutische Biologie und Biotechnologie der Universität Düsseldorf. Dabei sind von den weltweit bekannten 300 000 Pflanzenarten gerade einmal 10 bis 20 Prozent biologisch und chemisch vollständig erforscht.

Heilpflanzen, mit denen Tiere zum Teil schon seit Jahrmillionen experimentieren, könnten sich hier als eine Art Wegweiser entpuppen – vorausgesetzt, der Mensch lässt die Regenwälder noch lange genug stehen.


https://www.aargauerzeitung.ch/leben/ges...utzen-128976671



Skurril: Tausendfüßler als Medizin
Lemuren wehren Darmparasiten mit dem Saft der Gliederfüßer ab

Tierische Arznei: Was für uns Tabletten und Tropfen, sind für Rotstirnmakis Tausendfüßler. Forscher haben herausgefunden, dass die Primaten die Gliederfüßer als Medizin benutzen. Sie reiben sich mit deren Sekreten ein und schlucken sie sogar. Diese Form der Selbstmedikation dient wahrscheinlich als Therapie gegen lästige Magen-Darm-Parasiten – und wird von den Affen womöglich sogar zur Prävention eingesetzt.

https://www.scinexx.de/news/biowissen/sk...er-als-medizin/

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