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#401 RE: Populärwissenschaftliche News von Aluhut 28.12.2019 14:19

Eine israelische Studie das Cannabis positive Effekte für ältere Menschen hat.

Die Teilnehmer der Studie litten unter Krebs, chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, posttraumatischem Stress, Spastizität und anderen Beschwerden.Während des Studienzeitraums begannen 184 Patienten mit der Einnahme von Cannabis, 63,6 Prozent waren weiblich, und das Durchschnittsalter betrug 81,2 ± 7,5 Jahre. Nach halbjähriger Behandlung konsumierten noch 58,1 Prozent der älteren Herrschaften Cannabis. Von den Patienten, die den Konsum von medizinischem Cannabis länger fortsetzten, berichteten 79 Prozent entweder über eine „signifikante“ oder „moderate Verbesserung“ durch die Behandlung. 84,8 Prozent aller Befragten berichteten über eine Verbesserung ihres Allgemeinbefindens.33,6 Prozent der Patienten beklagten unerwünschte Nebenwirkungen, wobei Schwindel (12,1 Prozent) sowie Schläfrigkeit und Müdigkeit (11,2 Prozent) neben Mundtrockenheit am häufigsten auftraten.

https://norml.org/news/2019/12/12/study-...-older-patients

#402 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 04.01.2020 19:34

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Diclofenac könnte Fruchtbarkeit bei Frauen stören
Die Wirkstoffe Diclofenac, Naproxen oder Etoricoxib helfen gegen Rheuma und Rückenschmerz. In einer kleinen Studie senkten diese Mittel aber auch die Fruchtbarkeit von Frauen – schon nach zehn Tagen.
https://www.welt.de/gesundheit/article14...en-stoeren.html



Hormonelle Nebenwirkungen
Ibuprofen und Fruchtbarkeit – ein Zusammenhang?

So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Dieses Motto gilt nicht nur bei der Einnahme von Arzneimitteln in der Schwangerschaft. Dennoch wird gerade bezüglich Schmerzmitteln in der Schwangerschaft immer wieder zu besonderer Vorsicht gemahnt. Aktuell, weil Ibuprofen die Fruchtbarkeit beeinflussen könnte – und das nicht nur bei Frauen. Besitzt Ibuprofen hormonelle Nebenwirkungen?

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.d...in-zusammenhang



Frühe Familienplanung zahlt sich aus
Die Fruchtbarkeit der Frau endet viel früher, als die meisten denken

Das Alter nimmt großen Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Frau. Die Karriere steht der frühzeitigen Familienplanung oft im Weg. Allerdings sollten Sie das Alter nicht unterschätzen. Schon mit 35 Jahren ist die Fruchtbarkeit eingeschränkt. Daran ändert auch ein gesunder Lifestyle nichts.

https://www.focus.de/familie/eltern/spae...id_6145408.html

#403 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 08.01.2020 09:40

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Ein Herz von Tieren
In Deutschland könnten Patienten bald Schweineherzen transplantiert werden

Sechs Monate lebte ein Affe mit einem Schweineherz. Es stammte von Tieren, die nördlich von München gezüchtet werden. Ein Besuch im Hightech-Stall.

Zitat
Nach der Arbeit im Schweinestall duschen zu wollen, leuchtet jedem ein – jedem, der den Geruch von Gülle schon einmal in der Nase hatte. In diesen Stall nördlich von München jedoch kommt nur, wer vorher gründlich duscht, dann in penibel saubere Arbeitskleidung und Gummistiefel schlüpft und vor allem sein Wurstbrot draußen lässt.

„Es geht darum, die Schweine vor uns, vor den Viren und Bakterien, die wir mitschleppen könnten, zu schützen“, sagt Barbara Kessler. Denn einige der 350 Schweine, um die sich die Veterinärin im „Moorversuchsgut“ der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in Oberschleißheim bei München kümmert, sind etwas ganz Besonderes: Sie sind genetisch so verändert, dass ihre Organe in den Menschen verpflanzt und etwa Patienten mit Herz- oder Nierenversagen das Leben retten könnten.

Weltweit arbeiten Forscher seit Jahrzehnten daran, derartige „Xenotransplantationen“ Realität werden zu lassen, um eine Lösung für den chronischen Organmangel zu finden. Jetzt sieht es so aus, als könnten es Patienten aus Deutschland sein, denen als Ersten ein Herz aus einem Schwein implantiert wird – eines aus Oberschleißheim.

Die Voraussetzungen dafür sind gegeben
, seit ein deutsches Forscherteam um den Herzchirurgen Bruno Reichart und Eckhard Wolf, dem Leiter des Versuchsguts und des LMU-Instituts für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie, im Dezember vergangenen Jahres im Fachblatt „Nature“ einen Rekord verkünden konnte: 195 Tage hielt das Herz eines der Oberschleißheimer Schweine einen Affen am Leben.


https://www.tagesspiegel.de/wissen/ein-h.../25238374.html#

#404 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 14.01.2020 08:27

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Geschmacksverstärker:
Ist Glutamat vielleicht sogar gesund?

Köchen und Gourmets nicken, wenn sie hören: Glutamat stört im Essen. Womöglich schade es gar der Gesundheit. Tatsächlich ist eine gewisse Skepsis berechtigt.

https://www.spektrum.de/wissen/ist-gluta...-gesund/1697398

#405 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 21.01.2020 18:37

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SEPSIS
Warum jeder fünfte Mensch an Blutvergiftung stirbt

Eine Sepsis ist schwer zu erkennen, oft tödlich und betrifft weltweit viel mehr Menschen als bislang gedacht. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu der Krankheit

Zitat
Sie beginnt mit Fieber, einem niedrigen Blutdruck und einem schwachen, schnellen Puls – und wird oft nicht erkannt. Doch die Sepsis, von Laien oft auch Blutvergiftung genannt, ist eine lebensbedrohliche Krankweit. Häufig sind Kinder in Entwicklungsländern betroffen. Wie gefährlich sie ist, zeigt eine aktuelle Studie im Fachmagazin »Lancet«: Ihr zufolge gab es 2017 weltweit rund 49 Millionen Sepsisfälle, doppelt so viele wie bisher gedacht. Elf Millionen Menschen starben 2017 daran. Da pro Jahr weltweit insgesamt rund 58 Millionen Menschen sterben, geht damit fast jeder fünfte Tod auf das Konto der Sepsis.


https://www.spektrum.de/news/warum-jeder...-stirbt/1699092




CORONAVIRUS
Wie gefährlich ist das neue Coronavirus aus China?

Die Zahl der Infizierten mit dem neuen Coronavirus in China steigt. Doch selbst wenn es weniger gefährlich sein sollte als Sars, wollen Epidemiologen es rasch eindämmen.

https://www.spektrum.de/news/wie-gefaehr...s-china/1700048

#406 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 23.01.2020 07:53

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Extreme Dürre
"Noch zwei Jahre würde der Ackerbau bei uns nicht überleben"

Staubtrockene Böden, kaum Regen und abgestorbene Wälder: Im vergangenen Sommer ist wohl niemand mehr am Thema Dürre vorbeigekommen. Tatsächlich haben wir zwei besonders extreme Jahre hinter uns, die ihre Spuren hinterlassen haben. Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig haben sich Wissenschaftler, Praktiker und Politiker zu einer transdisziplinären Konferenz getroffen. Denn klar ist in Anbetracht der fortschreitenden Klimaerwärmung: Das waren nicht die letzten Dürren.

https://www.mdr.de/wissen/extreme-duerre...heraus-100.html


Trockenheit in Deutschland:
Die Dürre, die nicht enden mag

Auf Dürre im Sommer folgt Dürre im Winter: Weil es an Wasser im deutschen Boden mangelt, sind Ernten und Wald in Gefahr. Im Osten und in Teilen Bayerns ist es besonders trocken.

Zitat
Viel Regen hat das neue Jahr noch nicht gebracht, und Schneeflocken sind vom Bodensee bis nach Rügen bislang keine gesichtet worden. Glaubt man den Wettermodellen, wird sich daran in absehbarer Zeit nur wenig ändern: Ein kräftiges Hoch hat sich über Mitteleuropa gelegt; es versorgt den Kontinent mit subtropischer Luft, sogar von Westrussland bis nach Sibirien ist es außergewöhnlich warm. Atlantiktiefs ziehen über Großbritannien und Skandinavien – nur im Norden und Westen ist es hin und wieder nass. Große Mengen Regen kommen jedoch nicht vom Himmel.

Ein kalter, feuchter Winter lässt also auf sich warten. Die Trockenheit, die den Böden schon 2018 und im Jahr 2019 zusetzte, dauert vielerorts an. Schon jetzt sorgen sich Landwirte um Ernten. Zu fürchten ist aber vor allem um die Zukunft der Wälder.

In den großen Dürregebieten der vergangenen beiden Jahre fällt erneut nur wenig Regen, besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Bayern fehlt es an Nässe. Dort zeigt die Deutschlandkarte des Dürremonitors vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig immer noch tiefrote Flächen, es herrscht nach wie vor die höchste von fünf Trockenstufen, Forscher sprechen von einer außergewöhnlichen Dürre. Bis in eine Tiefe von 1,8 Metern ist kaum noch Wasser vorhanden, die Böden haben sich von der Dürre nicht erholt. Daran konnte auch der einigermaßen nasse Herbst nichts ändern.


Zitat
»Die Situation ist für den Wald insgesamt gefährlicher als für die Landwirtschaft«


https://www.spektrum.de/wissen/die-duerr...den-mag/1697924


Dürremonitor:
Meteorologen warnen vor Dürre in Deutschland

Nach zwei regenarmen Jahren sei die Lage in einigen Regionen "dramatisch", heißt es vom Deutschen Wetterdienst. Vor allem Wälder litten unter der Trockenheit.

Zitat
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor einer beginnenden Dürre gewarnt. Weil es in den vergangenen beiden Jahren deutlich weniger geregnet hat, litten die Böden in weiten Teilen des Landes "dramatisch" unter Trockenheit, teilten die Meteorologinnen und Meteorologen des DWD mit. Der Wetterdienst berief sich dabei auf Daten des Dürremonitors des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ).


https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2020-0...and-trockenheit





Kakao:
Die größte Bedrohung, seit es Schokolade gibt

In den kommenden 10 bis 30 Jahren könnte Schokolade zur Mangelware werden. Vom Klimawandel geschwächte Kakaobäume in Westafrika sind immer öfter von Seuchen befallen. Forscher sorgen sich dabei besonders über einen Ausbruch der Swollen-Shoot-Krankheit in Ghana.

https://www.spektrum.de/news/schokolade-...-werden/1696364





Weihrauch in Gefahr?
Überalterten Populationen der Boswellia-Bäume droht der Kollaps

„Heiliges“ Harz: Weihrauch wird seit Jahrtausenden genutzt, doch bald könnte dieses Duftharz knapp werden. Denn den Hauptlieferanten des Weihrauchs, den Boswellia-Bäumen, geht es schlecht. Ihre Populationen sind überaltert, geschwächt und schon seit Jahrzehnten sind keine neuen Pflanzen nachgewachsen, wie Forscher festgestellt haben. Es droht ein Kollaps der Populationen. Schon in den nächsten 20 Jahren könnte dadurch die Weihrauchernte auf die Hälfte sinken.

https://www.scinexx.de/news/biowissen/weihrauch-in-gefahr/

Baumsterben
Wird Weihrauch in Zukunft so wertvoll wie Gold?

Wissenschaftler schlagen Alarm: Bald wird es fast kein Weihrauch mehr geben. Ursache ist der rapide schrumpfende Bestand an Boswellia-Bäumen.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/...l-wie-Gold.html

#407 RE: Populärwissenschaftliche News von Tizian 02.02.2020 19:01

Die NASA gibt zu, dass der Klimawandel aufgrund von Veränderungen der Sonnenbahn der Erde stattfindet und NICHT aufgrund von SUVs und fossilen Brennstoffen.

https://telegra.ph/Die-NASA-gibt-zu-dass...BrBMgQGLAbkoj7o

#408 RE: Populärwissenschaftliche News von mithut 02.02.2020 20:07

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Natürliche Klima-Veränderungen finden immer wieder mal statt ...
ich denke nur,
dass wir diesmal und bis auf weiteres ...
ziemlich kräftig zu unserem Nachteil mitmischen ...

NASA-Statements zum Klima dürften trotz Hoch-Technologie ...
ungefähr so langlebig und fundiert sein,
wie aktuell die der WHO zur Weltgesundheit ...

#409 RE: Populärwissenschaftliche News von mithut 19.02.2020 19:27

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https://www.welt.de/mediathek/dokumentat...Sterben-ab.html

#410 RE: Populärwissenschaftliche News von Prometheus 21.02.2020 15:15

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Zitat von mithut im Beitrag #410
https://www.welt.de/mediathek/dokumentation/gesellschaft/year-million/sendung174316997/Year-Million-Unsterblich-Schaffen-wir-das-Sterben-ab.html


Nur noch 5 Tage zu sehen!

#411 RE: Populärwissenschaftliche News von Speedy 24.02.2020 00:23

@Julie

Rejuvenate Bio launches to help dogs live longer, healthier lives
https://wyss.harvard.edu/news/rejuvenate...dQPdrRjZw1Tbm0s

#412 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 24.02.2020 14:02

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SPANISCHE GRIPPE
„Die schwerste Seuche, die jemals über die Erde fegte“

Die letzte echte Pandemie suchte die Welt am Ende des Ersten Weltkriegs heim: Die Spanische Grippe forderte 1918/19 allein in Europa mehr als zwei Millionen Tote. Bis zu 50 Millionen sollen es weltweit gewesen sein.

https://www.welt.de/geschichte/article20...Erde-fegte.html

#413 RE: Populärwissenschaftliche News von Julie 26.02.2020 09:00

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@Speedy

vielen Dank

#414 RE: Populärwissenschaftliche News von mithut 20.03.2020 09:32

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zu #391/Gadolinium ... immerhin scheint sich was tun ...

Was kommt nach Gadolinium!?

Neues Kontrastmittel erleichtert Frueherkennung von Metastasen im-Gehirn ...

Bitte um Verschiebung in den Thread"Schwertmetalle" ...
(ich glaube, da passt es ein wenig besser ... sry)

#415 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 28.03.2020 20:37

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Neue Forschungen:
Neandertaler aßen Fische, Muscheln und Delfine

Regelmäßiger Verzehr könnte Entwicklung der Neandertaler beeinflusst haben.

Zitat
Menschen haben das Meer früher als Nahrungsquelle genutzt als bisher angenommen. Forschungen von Universitäten in Göttingen und Barcelona ergaben, dass sich auch Neandertaler regelmäßig von Muscheln, Fischen und anderen Meerestieren ernährten. Die Ergebnisse einer Ausgrabung in der Höhle von Figueira Brava in Portugal wurden am Donnerstag im Fachmagazin Science veröffentlicht.

Bisher waren Forscher davon ausgegangen, dass erst der Homo sapiens Meerestiere aß. Regelmäßiger Fischverzehr könnte dabei die Entwicklung der Neandertaler beeinflusst haben.
Muschel-Ernte und Robbenjagd

Den Nachweis, dass auch Neandertaler Fische aßen, brachten Untersuchungen von Kalzitablagerungen, die wie Stalagmiten aus Tropfwasser entstehen. Diese sogenannten Sinterlagen sind zwischen 86.000 und 106.000 Jahre alt. Sie stammen aus dem Zeitraum, in dem die Neandertaler Europa besiedelten.


Zitat
Bisher wurde vermutet, dass der Konsum von Meerestieren die kognitiven Fähigkeiten der afrikanischen Populationen des Homo sapiens steigerte. Damit wurde laut den Forschern das frühe Auftreten einer symbolischen Kultur unter den modernen Menschen erklärt.

Ein Beispiel dafür sei die Dekoration von Behältern aus Straußeneiern mit geometrischen Motiven. "Solche Verhaltensweisen spiegeln die Fähigkeit des Menschen zum abstrakten Denken und zur Kommunikation durch Symbole wider, die auch zur Entstehung organisierterer und komplexerer Gesellschaften des modernen Menschen beitrug", erklärte der Göttinger Forscher Dirk Hoffmann.

Sollte der gewohnheitsmäßige Verzehr von Meeresbewohnern eine wichtige Rolle bei der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten gespielt haben, gelte dies nun für den Homo sapiens und den Neandertaler. In einer vorherigen Studie hatten Hoffmann und weitere Forscher herausgefunden, dass Neandertaler vor 65.000 Jahren Malereien in drei Höhlen auf der Iberischen Halbinsel angefertigt hatten. Dort entdeckte bemalte und perforierte Muscheln werden ebenfalls den Neandertalern zugeordnet.


https://kurier.at/wissen/wissenschaft/ne...lfine/400793426
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten...ungsquelle.html

#416 RE: Populärwissenschaftliche News von lupor 28.03.2020 20:46

Zitat von La_Croix im Beitrag #416
Neue Forschungen:
Neandertaler aßen Fische, Muscheln und Delfine

Regelmäßiger Verzehr könnte Entwicklung der Neandertaler beeinflusst haben.



Nicht zu vergessen: Einige Meerestiere sind eine gute Vitamin D Quelle! Makrele fällt mir da z. B. ein. Es wäre doch sehr überraschend, wenn Menschen in sonnenarmen Gebieten früher ohne Meerestiere ausgekommen wären. Wo sollte sonst das Vitamin D im Winter hergekommen sein?

#417 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 30.03.2020 08:07

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Mittelalterliches Lepra-Rätsel gelöst
Genvergleich zeigt: Bakterium hat sich bis heute genetisch kaum verändert

Sie verhüllten ihre entstellten Körper mit Bandagen, mussten eine Warn-Glocke tragen und waren aus der Gesellschaft ausgestoßen: Leprakranke gehörten zum Alltag im mittelalterlichen Europa. Doch das änderte sich ab dem 16. Jahrhundert: Die vormals weit verbreitete Erkrankung verschwand zunehmend. Warum, war bisher unklar. Ein internationales Forscherteam hat nun anhand genetischer Analysen festgestellt, dass der Erreger seine Infektionskraft damals nicht verloren hat. Vermutlich bildeten sich in der Bevölkerung stattdessen Resistenzen gegen das Bakterium, die für den Rückgang der Lepra verantwortlich war, so die Forscher im Fachmagazin „Science“.

https://www.scinexx.de/news/medizin/mitt...aetsel-geloest/


Lepra hat das Genom der Europäer (an einer Stelle) verändert
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/9...lle)-veraendert


Menschliches Genom hat sich an Lepra-Erreger angepasst
https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Men...sst-225309.html
https://www.archaeologie-online.de/nachr...tifiziert-3909/

#418 RE: Populärwissenschaftliche News von Aluhut 05.04.2020 08:30

SmartBra: Schweizer Studenten erfinden BH, der Brustkrebs frühzeitig erkennen kann

Einer Gruppe Studenten von der Schweizer Universität EPFL in Lausanne hat eine neue Technologie für BHs entwickelt, mit der sich erste Anzeichen von Brustkrebs frühzeitig erkennen lassen sollen. Daraus entstanden ist der sogenannte SmartBra, für den derzeit noch Fundraising betrieben wird, damit das Produkt möglichst schon im kommenden Jahr an die Frau gebracht werden kann.

https://stadt-bremerhaven.de/smartbra-sc...-erkennen-kann/

#419 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 10.04.2020 07:33

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Langzeit-Vorhersage für 2020
Sommer-Wetter in Deutschland: Experte stellt „Schockprognose“

Wetter-Experten stellen eine erste Prognose für den Sommer 2020. Das Resultat ist beunruhigend und deuten auf eine der extremsten Wetterlagen seit 70 Jahren hin.

Zitat
Wetter in Deutschland 2020: Experte warnt vor „Schockprognose“
Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net ist extrem beunruhigt. Er betitelt die Vorhersage des britischen Wetterdienstes als „Schockprognose“. Die Zahlen des Met Office deuten auf eine neuerliche Rekordhitze in ganz Europa hin.

Extreme Hitze soll das ganze Jahr 2020 im Griff haben. Für den Sommer erwarten Experten stetig Temperaturen jenseits der 40 Grad. Rekordverdächtige Werte werden befürchtet. „Das ist eine schlimme Prognose“, ordnet Dominik Jung ein. 2020 könnte das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1850 werden.


Zitat
Wetter in Deutschland 2020: Befürchtete Mega-Hitze mehr als nur Vermutung
Natürlich handelt es sich nach wie vor lediglich um eine Prognose, doch der britische Wetterdienst bewies unlängst seine Genauigkeit. „Damals hatten die Kollegen aus Großbritannien für 2019 eine Abweichung von 1,10 Grad Celsius prognostiziert. Aktuell liegen wir bei 1,11 Grad Celsius. Das war wirklich eine hervorragende Prognose. Sollte das in 2020 ähnlich gut laufen, dann kann man sich jetzt schon ausmalen was das bedeutet“, erläutert Wetter-Experte Dominik Jung.


Zitat
Heiße Sommer in Deutschland: Neue Rekord-Hitze könnte verheerende Folgen haben
Viele werden die Mega-Hitze des vergangenen Sommer noch nicht vergessen haben. Neben den Menschen leiden allerdings vor allem Tier- und Pflanzenwelt. Eine neuerliche Dürre könnte darüber hinaus auch der Agrarwirtschaft schwer zu schaffen machen. Landwirte klagten bereits im letzten Jahr unter den extremen Bedingungen. 2020 könnte es noch schlimmer werden.


https://www.merkur.de/welt/wetter-deutsc...r-13376332.html


Und der Zustand der Wälder ist jetzt schon massiv schlecht, durch die letzten zwei Jahre mit Dürre!

Waldzustandserhebung 2019:
Deutsche Wälder durch Hitze und Dürre gefährdet

Der Klimawandel wirkt sich auf die Wälder in Deutschland aus. Wegen Dürren in den Wachstumsphasen haben viele Bäume weniger Blätter und Nadeln. Besserung ist nicht in Sicht.

Zitat
Zu wenig Blätter und viele Schädlinge: Noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984 war der Anteil der Bäume mit gesunden Kronen in Deutschland so gering wie im Jahr 2019. Das geht aus dem aktuellen Waldzustandsbericht der Bundesregierung hervor. Demnach sind derzeit bereits rund 180 000 Hektar Wald abgestorben.

»Die letzten beiden Jahre, 2018 und 2019, haben gezeigt, dass der Klimawandel endgültig und für alle sichtbar im deutschen Wald angekommen ist«, schreibt das Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde, das den Bericht erstellt hat. Die anhaltende Dürre in den Vegetationszeiten habe verbreitet zum vorzeitigen Abfallen der Blätter geführt.

»Die Perioden mit Trockenstress haben in den letzten fünf Jahren deutlich zugenommen«, sagte Nicole Wellbrock vom Thünen-Institut laut Mitteilung. Gegen diese Entwicklung helfe nur »konsequenter Klimaschutz, die Minderung von Stickstoffeinträgen aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft und begleitend ein nachhaltiger Waldumbau«. Die Waldwissenschaftlerin rechnet auch für das Jahr 2020 nicht mit einer Besserung. »Schädigungen offenbaren sich meist erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung.« Durch den milden Winter bleibe zudem die Population der Schädlinge auf einem hohen Niveau.


https://www.spektrum.de/news/deutsche-wa...aehrdet/1720988

#420 RE: Populärwissenschaftliche News von La_Croix 11.04.2020 09:55

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Neue Hinweise darauf, dass Kohlenhydrathaltige Lebensmittel, schon viel länger eine Hauptnahrung des Menschen sind!

Geographic mosaics and changing rates of cereal domestication.

Zitat
Domestication is the process by which plants or animals evolved to fit a human-managed environment, and it is marked by innovations in plant morphology and anatomy that are in turn correlated with new human behaviours and technologies for harvesting, storage and field preparation. Archaeobotanical evidence has revealed that domestication was a protracted process taking thousands of plant generations. Within this protracted process there were changes in the selection pressures for domestication traits as well as variation across a geographic mosaic of wild and cultivated populations. Quantitative data allow us to estimate the changing selection coefficients for the evolution of non-shattering (domestic-type seed dispersal) in Asian rice (Oryza sativa L.), barley (Hordeum vulgare L.), emmer wheat (Triticum dicoccon (Shrank) Schübl.) and einkorn wheat (Triticum monococcum L.). These data indicate that selection coefficients tended to be low, but also that there were inflection points at which selection increased considerably. For rice, selection coefficients of the order of 0.001 prior to 5500 BC shifted to greater than 0.003 between 5000 and 4500 BC, before falling again as the domestication process ended 4000-3500 BC. In barley and the two wheats selection was strongest between 8500 and 7500 BC. The slow start of domestication may indicate that initial selection began in the Pleistocene glacial era.


ttps://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29061901

Crops evolving ten millennia before experts thought
Ancient hunter-gatherers began to systemically affect the evolution of crops up to thirty thousand years ago -- around ten millennia before experts previously thought -- according to new research.

Professor Robin Allaby, in Warwick's School of Life Sciences, has discovered that human crop gathering was so extensive, as long ago as the last Ice Age, that it started to have an effect on the evolution of rice, wheat and barley -- triggering the process which turned these plants from wild to domesticated.

Zitat
In Tell Qaramel, an area of modern day northern Syria, the research demonstrates evidence of einkorn being affected up to thirty thousand years ago, and rice has been shown to be affected more than thirteen thousand years ago in South, East and South-East Asia.

Furthermore, emmer wheat is proved to have been affected twenty-five thousand years ago in the Southern Levant -- and barley in the same geographical region over twenty-one thousand years ago.

The researchers traced the timeline of crop evolution in these areas by analysing the evolving gene frequencies of archaeologically uncovered plant remains.


Zitat
The study shows that crop plants adapted to domestication exponentially around eight thousand years ago, with the emergence of sickle farming technology, but also that selection changed over time. It pinpoints the origins of the selective pressures leading to crop domestication much earlier, and in geological eras considered inhospitable to farming.

Demonstrating that crops were being gathered to the extent of being pushed towards domestication up to thirty thousand years ago proves the existence of dense populations of people at this time.


https://www.sciencedaily.com/releases/20...71023094942.htm


Humans Foraged Wild Wheat 30,000 Years Ago

Zitat
If you're a student of human pre-history, you've probably read that pre-historic people began farming around ten to twelve thousand years ago. And that might seem like a long time ago, but ants were farming much earlier than that.

Anyway, back to people. According to researchers at the University of Warwick, in England, humans began to affect how wild crops evolved much earlier – up to thirty thousand years ago.


Zitat
The scientists learned this by analyzing the DNA from the remains of ancient plants from the Middle East and Southeast Asia. Wild plants typically have seed pods and casings that shatter, allowing the seeds to naturally spread and find their way into the surrounding soil.

But the genetic record shows that as humans began gathering larger and larger amounts of certain wild plants, the plants' genetic makeup began to evolve. Instead of shattering and spreading their seeds, the plants transitioned to keeping their seeds.

It's not clear exactly how or why that happened. It's possible that ancient humans selected wild plants whose pods were already shattering and just gathered the seeds, leaving behind plants less likely to have non-shattering pods.


Zitat
Plus, the fact that wild plants were being gathered in such large amounts is evidence that people were already living in pretty dense populations as far back as 30,000 years ago.


https://indianapublicmedia.org/amomentof...s-evolution.php

Das würde zeitlich, auch recht gut mit den neuesten Erkentnissen, zum Zeitpunkt der Domestizierung des Hundes zusammen passen!
https://www.scinexx.de/news/biowissen/wi...tand-in-europa/

Wenn die Bevölkerungsdichte am Ende der Eiszeit wirklich schon sehr viel höher war, als bisher vermutet, dann hat der Kometeneinschlag, am Ende der Eiszeit, für den es immer mehr Hinweise gibt, weit mehr Menschen getötet, als man bisher dachte...

Erlebte die Erde einen „Weltenbrand“?
Vor rund 12.800 Jahren könnten rund zehn Prozent der Landfläche gebrannt haben

Globale Katastrophe: Vor knapp 12.900 Jahren könnte ein wahrer „Weltenbrand“ weite Teile der Erde in Flammen gesetzt haben. Auf rund zehn Prozent der Landfläche wüteten damals Feuer, wie Analysen von Eisbohrkernen und Sedimentproben aus 170 Orten weltweit belegen. Ursache dieser gewaltigen Brände könnte die Kollision der Erde mit den Trümmern eines großen Kometen gewesen sein, wie die Forscher im Fachmagazin „Journal of Geology“ berichten.

https://www.scinexx.de/news/geowissen/er...en-weltenbrand/
https://weather.com/de-DE/wissen/klima/n...nd-auf-der-erde

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