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#161 RE:Wichtigste Forschung 2018 von Julie 05.12.2018 12:16

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Oh, das ist ja toll! Dann können sie noch viel mehr Chemotherapien verkaufen. Da jubelt das Herz von Big Pharma.

https://www.vitaminum.net/blog/krebs/hab...-menschen-krebs..

#162 RE:Wichtigste Forschung 2018 von La_Croix 07.12.2018 11:36

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Das von einigen, schon vor Jahren genannte Ziel, dass Xenotransplantationen Anfang der 2020 Jahre an Menschen erfolgreich durchgeführt werden können, scheint in Reichweite zu sein.

Gerade gab es neue Nachrichten dazu:

Affen überleben mit Schweineherz
Artfremdes Organ funktioniert bis zu sechseinhalb Monate in transplantierten Tieren

Meilenstein: Forscher haben Affen erfolgreich gentechnisch veränderte Schweineherzen transplantiert. Dank eines neuen Verfahrens überlebten die Tiere dabei bis zu sechseinhalb Monate – und damit deutlich länger als jemals zuvor. Dieser Erfolg könnte die sogenannte Xenotransplantation als potenzielle Alternative zur herkömmlichen Organspende entscheidend voranbringen. Möglicherweise sind schon bald erste klinische Tests mit Menschen machbar, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

Zitat
Anstatt die Herzen wie bei menschlichen Transplantationen üblich auf Eis zu legen, versorgten sie das Organ während der Implantation über eine spezielle Herz-Lungen-Maschine. Alle fünfzehn Minuten wurde es mit Sauerstoff und einer speziellen Nährlösung versorgt. Durch diese Perfusion gaukelten sie dem Organ in gewisser Hinsicht vor, sich noch im Körper zu befinden – und konnten so eine bessere Konservierung sicherstellen. „Das Herz schlägt dann in den Pavianen von der ersten Sekunde gut und regelmäßig“, berichtet Reichert.

Modifiziertes Erbgut
Der zweite Schlüssel zum Erfolg: Die Wissenschaftler erkannten, dass das Herz im Affenkörper entsprechend der Größe von Schweinen wächst – zu stark für den Brustkorb eines Pavians. Als Folge wird die benachbarte Leber gestaucht und versagt schließlich. Als Gegenmaßnahme verabreichten die Forscher ihren tierischen Probanden blutdrucksenkende Mittel sowie Wirkstoffe, die das Zellwachstum kontrollieren.

Wie in früheren Versuchen auch modifizierte das Team zudem das Erbgut der Spenderschweine: Unter anderem schalteten sie bestimmte Gene bei den Tieren aus und sorgten dafür, dass deren Herzen bestimmte menschliche Proteine exprimieren – zum Beispiel das für die Blutgerinnung wichtige Thrombomodulin und das sogenannte CD46. Diese gentechischen Eingriffe sollten eine akute Abstoßungsreaktion gegen die artfremden Organe verhindern.

Neuer Überlebensrekord
Längin und seine Kollegen verfeinerten ihr Verfahren sukzessive an insgesamt 16 Pavianen, die in drei unterschiedliche Gruppen eingeteilt wurden. Bei der letzten Gruppe mit fünf Affen gelang ihnen schließlich der größte Erfolg: Von den fünf Tieren überlebten vier bei bester Gesundheit mindestens drei Monate lang – eines von ihnen war sogar noch nach sechseinhalb Monaten mit Schweineherz topfit.

„Die Überlebenszeit und die Funktion der Schweineherzen bis zu 195 Tage ist ein Meilenstein und wurde weltweit bislang nicht durch andere Forschergruppen erreicht“, kommentiert der nicht an den Transplantationen beteiligte Ralf Tönjes vom Paul-Ehrlich-Institut in Langen. Auch die Studienautoren hoffen, dass ihre Resultate nun den Weg zu einer klinischen Xenotransplantation von Schweineherzen ebnen.

Bald schon klinische Versuche?
Laut den Richtlinien der International Society of Heart Lung Transplantation wären erste klinische Versuche am Menschen grundsätzlich dann zu rechtfertigen, wenn in Experimenten an Pavianen 60 Prozent der Tiere drei Monate überleben und die Versuchsreihe mindestens zehn Tiere umfasst. „Die aktuelle Studie kommt diesen Kriterien bereits sehr nahe“, schreibt Christoph Knosalla vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung in Berlin in einem Kommentar in „Nature“.

„Der erreichte Fortschritt ist so relevant, dass erste klinische Anwendungen von Organen aus genetisch veränderten Schweinen zu erwägen sind. Allerdings sind nach diesen ersten Ergebnissen in bisher kleinen Versuchsgruppen noch eine Reihe weiterer Entwicklungsschritte bis zur klinischen Reife zu machen“, ergänzt Gustav Steinhoff von der Universitätsmedizin Rostock.

Genau das haben die Wissenschaftler nun vor: Sie werden künftig daran arbeiten, die Spenderherzen und das Prozedere der Xenotransplantation weiter zu verbessern – und hoffen auf schnelle Erfolge. Auf die Frage, wann der erste Patient im Rahmen einer klinischen Studie mit einem solchen Herzen behandelt werden könnte, antwortet Reichert: „In drei Jahren sollten wir soweit sein.


https://www.scinexx.de/news/medizin/affe...t-schweineherz/


Tierische Spenderorgane:
Paviane überleben mit Schweineherzen

Durchbruch in der Biotechnik: Erstmals überleben Tiere mit fremden Herzen. Mit dem Resultat des Teams aus München sind auch erste Versuche an Menschen in Reichweite.

https://www.spektrum.de/news/paviane-ueb...eherzen/1612400

Da Schweineherzen, die selbe Größe haben wie Menschenherzen, sollte es theoretisch sogar leichter sein, Menschen Schweineherzen einzupflanzen. An Menschen sollte man sich die Therapie, die das Wachstum des Herzens verhindert sparen können.
Generell sollten die Transplantationsmediziner auch weit routinierter werden, wenn durch weit größere Verfügbarkeit von Transplantierbaren Organen, plötzlich weit öfter Transplantationen durchgeführt werden.
Die Pharmafirmen, hätten mehr Anreiz an Medikamenten zu forschen, die das Immunsystem regulieren, wenn plötzlich weit mehr Menschen da sind, die Medikamente gegen Abstoßungsreaktionen benötigen.







Das ist für Big Data in der Medizin relevant:

Künstliche Intelligenz als Meister-Stratege
KI-System AlphaZero erreicht selbstständig Weltmeisterniveau in gleich drei Strategiespielen

Meisterspieler mit Maschinenhirn: Eine künstliche Intelligenz hat es erstmals geschafft, in gleich drei Strategiespielen Topniveau zu erreichen – ohne menschliche Hilfe. Das KI-System AlphaZero brachte sich innerhalb weniger Stunden Schach, Go und Shogi selbst bei und besiegte dann jeweils Spezialprogramme auf Weltmeisterniveau, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Vom innovativen Spiel der KI waren selbst Schachweltmeister beeindruckt.

Zitat
Erster Schritt zur universellen Lernmaschine
Nach Ansicht der Forscher ist Alpha Zero ein erster Schritt hin zu künftigen Computersystemen, die komplexe Probleme auch in der realen Welt lösen können. „Mein Traum ist es, ein solches System nicht nur für Spiele einzusetzen, sondern für alle Arten von Anwendungen in der wirklichen Welt – beispielsweise bei der Entwicklung von Arzneimitteln, neuen Materialien oder in der Biotechnologie“, sagt Silver.
Ähnlich sieht es auch der nicht an AlphaZero beteiligte KI-Forscher Klaus-Robert Müller von der TU Berlin: „Dies ist ein wichtiger erster Schritt hin zu einer universellen strategischen Lernmaschine“, kommentiert er. Auch wenn eine Spielumgebung ein kontrolliertes Umfeld darstelle und daher einfacher zu bewältigen sei, sei dies ein vielversprechender Anfang.


https://www.scinexx.de/news/technik/kuen...ister-stratege/

#163 RE:Wichtigste Forschung 2018 von La_Croix 13.12.2018 07:39

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Weihnachten:
Eine gefährliche Zeit für Herzen

Schwedische Studie zeigt: Am späten Heiligabend ist das Risiko eines Herzinfarkts am größten.


Zitat
Die Mediziner hatten mehr als 280 Herzinfarkte anhand von Daten eines schwedischen Gesundheitsregisters im Zeitraum von 1998 bis 2013 analysiert und unter anderem Ferien und Feiertage mit den zwei vorangehenden oder folgenden Wochen verglichen. Demnach kam es in den Weihnachtsferien im Schnitt zu 15 Prozent mehr Herzinfarkten als im vergleichbaren Zeitraum davor und danach. Die gefährlichste Zeit des Jahres war der Heiligabend selbst mit einem um 37 erhöhten Risiko, mit einem besonderen Höhepunkt gegen 22 Uhr.

Am größten sei das Risiko zwar für die über 75-Jährigen, doch auch bei den Jüngeren lag es im genannten Zeitraum höher. Auf die Ursachen kann man aus den vorliegenden Daten nicht schließen; manche allerdings drängen sich auf: Verstärkter Alkoholkonsum und Schlafmangel in der Neujahrsnacht etwa stehen im Verdacht, den Peak am Folgetag zu verursachen. Wie Erlinge und seine Kollegen aus vorangehenden Metaanalysen schließen, könnten außerdem Stress, Wut, Traurigkeit und andere belastende Gefühle vor allem bei Menschen mit Vorerkrankungen einen akuten Infarkt auslösen. Unabhängig von Ferien- und Feiertagen ereigneten sich Infarkte gehäuft an Montagen und generell gegen acht Uhr morgens, was die Forscher unter anderem auf den zu dieser Tageszeit erhöhten Cortisolspiegel zurückführen.


https://www.spektrum.de/news/eine-gefaeh...-herzen/1613752

#164 RE:Wichtigste Forschung 2018 von jayjay 20.12.2018 06:48

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Habe ich gerade gelesen...ob es wirklich News sind weiß ich nicht.

https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpr...-20181217434181

https://www.sciencedirect.com/science/ar...306453018301963

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