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#61 RE: Wasser - sollte es gereinigt werden und wenn ja - wie? von La_Croix 21.04.2020 11:03

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Grenzwerte der Chemikalie PFC drastisch verschärft | Kontrovers | BR24



Krebserregende Chemikalien
So gefährlich ist PFC in Kleidung, Bechern und Pfannen

Was noch wenig bekannt ist – viele Nahrungsmittel, Wasser und sogar Luft enthalten PFC. Die Chemikalien könnten das Erbgut schädigen und Krebswachstum begünstigen. FOCUS Online erklärt, wie Sie sich vor der versteckten Gefahr schützen können.

Zitat
-Viele Produkte, die wasser-, fett- und schmutzabweisend sind, enthalten die Chemikalien PFC.
-Gelangen diese einmal in die Umwelt, baut es sich nicht mehr ab.
-Beispielsweise über das Trinkwasser gelangt der Stoff in unseren Körper.
-PFC begünstigt Nierenkrebs.


Wer sich morgens einen Kaffee im Coffee-to-go-Becher mitnimmt und sich abends eine Pizza vom Italiener gönnt, denkt beim Genuss wahrscheinlich nicht an giftige Stoffe. Doch in den Verpackungen verstecken sich oft gesundheitsschädliche Chemikalien.

Bekannt ist, dass Medikamentenrückstände und Gifte aus Industrie und Landwirtschaft oder Bisphenole im Plastik in Trinkwasser und Lebensmittel stecken. Dieser Giftcocktail enthält jedoch noch weitere, mindestens ebenso gefährliche Zutaten, die bisher wenig beachtet wurden:

PFC, also perfluorierte und polyfluorierte Chemikalien. Am bekanntesten darunter sind Perfluoroktansäure (PFOA) und Perfluoroktansulfonsäure (PFOS). Sie sind einerseits giftig, andererseits wahrscheinlich krebserregend.

Hodenkrebs durch Perfluoroktansäure (PFOA)?
„PFOA, also Perfluoroktansäure, steht im Verdacht, Hoden- und Nierenkrebs auszulösen“, sagt Annegret Biegel-Engler, PFC-Expertin am Bundesumweltamt. Hinweise darauf gab eine Studie von Wissenschaftlern in West Virginia, USA.

Sie untersuchten die Auswirkungen von PFC auf Menschen, die nahe einer Fabrik lebten, die diese Chemikalien herstellte. Bei ihnen traten neben Krebs und zusätzlich folgende Krankheiten häufiger auf als in Gegenden, in denen PFOA nicht im Trinkwasser vorkommt:
-Dickdarmentzündungen
-Schilddrüsenerkrankungen
-hohe Cholesterinwerte
-Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Fest steht, dass PFOA giftig für das Ungeborene ist. Tierstudien zeigten außerdem, dass die Chemikalien in Zusammenhang mit Leberkrebs stehen und die Fortpflanzung gefährden können.

Besonders tückisch: Sogar Embryos bekommen die Chemikalien ab. Die Substanz wird sozusagen weiter vererbt. Das heißt, bereits während der Schwangerschaft ist das Ungeborene der mütterlichen PFOA-Belastung ausgesetzt. In der Stillzeit überträgt die Mutter PFOA durch die Muttermilch auf den Säugling.

PFC ist überall - von der Antarktis bis zum Meeresgrund
Doch nicht nur in der Nähe entsprechender chemischer Werke kann eine Belastung mit den gefährlichen Stoffen drohen. An PFC kommt keiner vorbei. Die riskante Substanzgruppe, zu der mehr als 800 Verbindungen zählen, ist heute überall zu finden – von der Antarktis über den Himalaya bis zum Meeresboden, in allen Pflanzen, Tieren und dem Wasser.

Doch woher stammen die PFC? „Wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Fähigkeiten werden PFC bereits seit den 60er-Jahren in den verschiedensten Verbraucherprodukten verwendet“, berichtet Biegel-Engler.
Das sind vor allem:
-Regen- und Outdoorkleidung
-Teppiche
-Polstermöbel
-Tischdecken
-antihaftbeschichtes Kochgeschirr wie Pfannen
-wasser- und fettabweisendes Papier und Pappe (z. B. Backpapier, Pappbecher)
-Lebensmittelverpackungen wie fettabweisende Fast-Food-Behälter und Pizzaschachteln
-Baustoffe, Wetterschutzfarben- und -lacke, Imprägnierungsmittel, Feuerlöschschäume

PFC kann die Natur nicht abbauen
Die Chemikalien gelangen aus diesen Quellen während der Herstellung und Abfallbeseitigung, bei der Verwendung und beim Waschen in die Umwelt – bleiben dort und werden immer mehr. Denn das große Problem bei PFC: Sie sind in der Natur nicht abbaubar. Die Fakten, warum PFC so stabil sind:
-Sie sind hitze- und UV-beständig,
-widerstehen bakteriellem und enzymatischem Abbau. Mikroorganismen können sie in unter umweltrelevanten Bedingungen nicht abbauen, wie das mit anderen Giften manchmal gelingt.

Auf diese Weise kontaminieren sie Oberflächengewässer, Böden, Grundwasser, damit auch unser Trinkwasser und viele Nahrungsmittel, wie etwa Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst. Und über die Nahrung, verunreinigtes Trinkwasser und die Luft gelangen PFC in den Körper.


https://www.focus.de/gesundheit/ernaehru...id_5816579.html

Wasserqualität: Bayernweite Belastung: Gefährliche Chemikalien im Trinkwasser? BR Fernsehen



Krebsgefahr durch Löschschaum? | Panorama 3 | NDR


PFC im Löschschaum krebserregend | defacto


Gefahr im Trinkwasser?


PFC: Leben mit dem Gift | Zur Sache Baden-Württemberg!


PFC im Anglersee | Zur Sache Baden-Württemberg

#62 RE: Wasser - sollte es gereinigt werden und wenn ja - wie? von CRONos 12.05.2020 17:40

Ich trinke Leitungswasser (wenn ich mich in Regionen aufhalte, deren Trinkwasserqualität es zulässt), weil es günstig ist und mir schmeckt. Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist (auch im europäischen Vergleich) hoch, Grenzwerte werden sehr selten überschritten. Zudem dürfte der Eintrag von Schadstoffen über Nahrungsmittel und Atemluft deutlich größer ausfallen. Das Trinkwasser privat aufzubereiten erscheint mir nicht sinnvoll.

#63 RE: Wasser - sollte es gereinigt werden und wenn ja - wie? von mithut 12.05.2020 22:18

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Zitat von CRONos im Beitrag #62
Das Trinkwasser privat aufzubereiten erscheint mir nicht sinnvoll.

Ich halte es für nötig! ... Jedem seine Meinung ... und sein Wasser ...

#64 RE: Wasser - sollte es gereinigt werden und wenn ja - wie? von La_Croix 09.06.2020 11:44

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So sicher ist unser Leitungswasser | Quarks



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