#1 THC von Aluhut 22.05.2020 14:06

Nachdem Medizinisches Cannabis seit März 2017 in Deutschland legal ist, ist es mal Zeit einen Thread über THC zu erstellen. Über CBD gibt es schon einen.
Obwohl THC legal vom Arzt verschrieben werden kann, würde ich niemand empfehlen unter 25 Jahren es zu nehmen. Bis 25 ist das Gehirn noch im Wachstum und kann schwere Schäden nehmen durch Substanzen wie Alkohol, THC und anderen.
Hier im Forum sind die meisten Teilnehmer weit über 25, und hier geht es wohl eher darum dem Gehirn zu helfen, es wiederherzustellen und zu schützen.

Eine chronisch niedrige Dosis von Δ 9 -Tetrahydrocannabinol (THC) stellt die kognitive Funktion bei alten Mäusen wieder her.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28481360/

Wissenschaft/Mensch: Cannabis reduziert die kognitive Funktion bei älteren Erwachsenen nicht, kann aber die Gesundheit des Gehirns verbessern
Eine Untersuchung von Wissenschaftlern der School of Public Health der Universität Haifa, Israel, kam zu dem Schluss, dass "die begrenzte Evidenz zu diesem wichtigen Thema darauf hindeutet, dass der Konsum im höheren Alter nicht mit einer schlechteren kognitiven Leistung in Verbindung gebracht werden kann, so dass sich die schädlichen Auswirkungen des Cannabiskonsums im frühen Alter möglicherweise nicht auf den Konsum im höheren Alter übertragen lassen. Vielmehr kann der Konsum im Alter in Übereinstimmung mit den bekannten neuroprotektiven Eigenschaften verschiedener Cannabinoide mit einer verbesserten Gehirngesundheit in Verbindung gebracht werden. Dennoch können aus der gegenwärtigen Evidenzbasis keine festen Schlussfolgerungen gezogen werden, da es keine Forschung mit einem starken methodischen Design gibt".
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32109605/

Aktuell laufen gerade Studien über Cannabis bei der Behandlung von Demenz:
https://thewest.com.au/business/public-c...-trial-c-736556

Ansonsten gibt es viele andere Untersuchungen, wie etwa diese hier, die es Wertvoll machen die verschiedenen Bestandteile von Cannabis im Auge zu behalten:

Wissenschaft/Mensch: Eine hohe Zahl von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen profitiert von der Selbstmedikation mit Cannabis
https://medicalxpress.com/news/2020-04-s...lian-usage.html

#2 RE: THC von mithut 22.05.2020 16:53

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nun, es gibt unzählige Studien zu C. ...
(meine verläuft äußerst zufrieden-stellend) ...

die Frage stellt sich jetzt @Prometheus ... ob das Thema hier erlaubt und erwünscht ist ... !?

#3 RE: THC von parcel 22.05.2020 19:59

Cannabis: Was Deutschland aus der Legalisierung in Kanada lernen kann

Zitat
Wichtige Eckpunkte der Cannabisfreigabe in Kanada sind das Verkaufsmonopol des Staates und der eingeschränkte Zugang zur Droge über eine begrenzte Zahl staatlicher Verkaufsstellen. Hinzu kommen Jugendschutzmaßnahmen, Preis- und Qualitätskontrollen sowie ein Werbeverbot. Vorgesehen sind auch Investitionen in Aufklärung und Prävention, gerade im Hinblick auf das Autofahren unter Cannabis, und die Ausweitung von Behandlungsangeboten für Abhängige.

Der Markt, der sich durch die Legalisierung auftut, ist bedeutend: Schon 2017 gaben die Kanadier für Cannabisprodukte im medizinischen Bereich und für den freien Gebrauch mehr als 5,5 Milliarden kanadische Dollar aus. Dabei ist der Preis für die Droge seit der Jahrtausendwende gesunken, sonst würde diese Zahl noch viel höher liegen, wie Prof. Schütz erläuterte.

Er ist überzeugt davon, dass die Umsätze mit den Produkten rund um das legale Cannabis weiter steigen werden. Marktforscher rechnen bis zum Jahr 2022 mit einem Wachstum auf weltweit 32 Milliarden US-Dollar. Das dürfte den Regierungen, die den Cannabisgebrauch freigegeben haben, zusätzliches Geld bescheren. So nehmen etwa die US-Bundesstaaten, die Cannabis legalisiert haben, mit mehr als einer Milliarde US-Dollar derzeit fast so viel Steuern mit der Droge ein wie mit den Abgaben auf Bier, Wein und Hochprozentiges.


https://www.medical-tribune.de/medizin-u...da-lernen-kann/

https://www.medical-tribune.de/medizin-u...chter-als-ohne/

Mit Cannabis geht es Schmerzpatienten eher schlechter als ohne

Zitat
Patienten mit chronischen, nicht krebsbedingten Schmerzen scheinen kaum von Cannabis zu profitieren. Im Gegenteil: Nach vier Jahren Eigentherapie haben Hanfkonsumenten stärkere Schmerzen und häufiger Angst als die Kontrollgruppe.

Ärzte und Patienten versprechen sich einiges von Cannabis sativa. Besonders groß sind die Erwartungen in der Schmerztherapie. Die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten prospekiven Kohortenstudie könnten diese Hoffnungen jedoch rasch in Rauch aufgehen lassen. Ihnen zufolge scheinen Pflanzendrogen aus Cannabis chronische Schmerzen nämlich nicht so wirksam zu lindern wie vielfach angenommen.



Zitat
Nach vier Jahren gab knapp ein Viertel der Patienten im Alter von rund 60 Jahren an, bereits Präparate aus der Hanfpflanze zur Schmerzlinderung genutzt zu haben. Das Interesse an der vermeintlichen Alternative zu den ärztlich verordneten Opioiden hatte sich in dieser Zeit fast verdoppelt (60 % vs. 33 %).

Unabhängig davon, ob sie Cannabis selten oder nahezu täglich konsumierten, berichteten die Anwender aber von mehr Schmerzen (Relatives Risiko, RR: 1,14 bzw. 1,17), mehr schmerzbedingten Beeinträchtigungen (RR: 1,21 bzw. 1,14) und von mehr Ängsten (RR: 1,07 bzw. 1,10) als diejenigen, die sich die Droge nicht beschafft hatten. Auch gaben die Cannabisverbraucher an, schlechter mit ihren Schmerzen zurechtgekommen zu sein (RR: 0,97 bzw. 0,98).


#4 RE: THC von mithut 24.05.2020 07:18

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hier eine ganz gute Übersicht zum Stand der Cannabis-Forschung ...Übersicht zum Stand der Cannabis-Forschung ...

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