Seite 1 von 3
#1 Granatapfelsaft von Prometheus 16.08.2014 13:18

avatar

http://aging-und-praevention.de/verschie...saft-t7955.html

Um den Thread aus dem alten Forum hier einmal fortzuführen:

Granatapfelsaft ist reich an Polyphenolen, wirkt antiinflaammatorisch, krebsvorbeugend und schützt die Gefäße!
Aus Anti-Aging sicht ein klares must-have... und lecker ist er auch!

#2 RE: Granatapfelsaft von LeeYa 20.01.2015 09:09

Wie man Granatäpfel verarbeitet:

http://www.focus.de/kultur/videos/der-kl...id_4387942.html

#3 RE: Granatapfelsaft von Prometheus 22.03.2015 22:14

avatar

Ein Granatapfel-Inhaltsstoff, Punicalagin, wirkt sich positiv gegen Entzündungen im Gehirn aus.

Punicalagin inhibits neuroinflammation in LPS-activated rat primary microglia
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.10...400163/abstract

Kommentar Prometheus: Die antiinflammatorischen Eigenschaften dürften nicht nur auf das Gehirn beschränkt sein!

#4 RE: Granatapfelsaft von Prometheus 18.12.2015 15:47

avatar

Die positive Wirkung von Granatäpfeln zur Demenz-Vorbeugung wird erst durch die "Vorbearbeitung" durch die Darmflora ermöglicht. Nur so gelangen die Stoffe durch die Blut-Hirn-Schranke:


Pomegranate’s Neuroprotective Effects against Alzheimer’s Disease Are Mediated by Urolithins, Its Ellagitannin-Gut Microbial Derived Metabolites
http://pubs.acs.org/doi/10.1021/acschemneuro.5b00260

#5 RE: Granatapfelsaft von La_Croix 22.12.2015 11:59

avatar

Meist wurde bei den Studien zu Granatäpfen ja etwa 1/4L Granatapfelsaft benutzt oder Reinsubstanzen genutzt wie Punicalagin.
Auch dieser Tread heißt ausdrückich Granatapfelsaft und nich Granatapfel.

Warum eigentlich?
Mit dem Verzehr von einem ganzen Granatapfel pro Tag, sollte man doch auch schon einen Efekt haben oder etwa nicht?

Weiß jemand, wie viele Granatäpfel man etwa verbraucht, für 1/4L Saft?

#6 RE: Granatapfelsaft von Scout 22.12.2015 13:37

Typisch sind 70 bis 80ml Saft je Granatapfel als Direktsaft. Bis zu 5 Gramm Polyphenole je Liter sind möglich.

#7 RE: Granatapfelsaft von kisska 23.12.2015 01:08

Es gibt den Saft ja als Muttersaft,quasi aus der ganzen Frucht und welchen,der aus 'nur' Kernpressung gewonnen wird. Weiss jemand welcher gesundheitlich der bessere ist?

#8 RE: Granatapfelsaft von Prometheus 28.12.2015 08:40

avatar

@kisska

Zitat
[...]für die in bekannten Studien nachgewiesenen Gesundheitseffekte scheint der Vollfrucht-Saft weniger geeignet, weil die herben Ellagitannine wie Punicalagin wichtig zu sein scheinen


http://www.granatapfelsaft.de/?Granatapfel-Produkttest

#9 RE: Granatapfelsaft von La_Croix 15.01.2016 12:55

avatar

Es gab jetzt wieder eine neue Studie, laut der Granatapfelsaft sich auch positiv auf die Muskelfunktion auswirkt.
Außerdem, sollen dei PSA werte schon nach 1 Monat sinken, wenn man täglich 1/4L Granatapfelsaft trinkt. Also auch für die Prostata sehr gut.

http://kurier.at/lebensart/gesundheit/so...fel/173.352.868

#10 Granatapfelsaft von Prometheus 17.01.2016 20:14

avatar

Übrigens: Wer einmal Granatapfelsaft frisch aus dem Entsafter gekostet hat, kauft sich danach garantiert NIE WIEDER die abgestandenen Flaschen aus dem Einzelhandel!

#11 RE: Granatapfelsaft von lupor 18.01.2016 00:04

Zitat von Prometheus im Beitrag #10
Übrigens: Wer einmal Granatapfelsaft frisch aus dem Entsafter gekostet hat, kauft sich danach garantiert NIE WIEDER die abgestandenen Flaschen aus dem Einzelhandel!


Nimmst du die ganze Frucht, schälst du sie vorher oder nur die Kerne?

#12 RE: Granatapfelsaft von Prometheus 18.01.2016 08:01

avatar

Zitat von lupor im Beitrag #11

Nimmst du die ganze Frucht, schälst du sie vorher oder nur die Kerne?


Halbieren, umstülpen, und ohne Außenschale aber mit den weißen Häutchen zusammen in den Entsafter!

Wenn man die Küche nicht rotfärben möchte, kann man Granatäpfel auch folgendermaßen öffnen:

#13 RE: Granatapfelsaft von La_Croix 20.01.2016 10:28

avatar

Und wie viele Früchte verbrauchst du für ein Glas in etwa?

#14 RE: Granatapfelsaft von Prometheus 20.01.2016 11:46

avatar

Ein größerer frischer Granatapfel ergibt ca. 200ml.

#15 RE: Granatapfelsaft von La_Croix 12.07.2016 06:16

avatar

Granatapfel: Anti-Aging-Geheimnis gelüftet
Abbauprodukt der Frucht reaktiviert Aufräum-Prozess in den Muskelzellen

Jungbrunnen für die Muskeln: Ein Wirkstoff aus dem Granatapfel erweist sich als wirksames Anti-Aging-Mittel. Denn das Urolithin A bekämpft die alterstypische Muskelschwäche, indem es das "Aufräumsystem" der Muskelzellen reaktiviert, wie Experimente belegen. Bekamen Mäuse-Senioren einige Wochen lang diese Substanz verabreicht, stieg ihre Muskelausdauer dadurch wieder um 42 Prozent, wie Forscher im Fachmagazin "Nature Medicine" berichten. Erste klinische Studien mit Menschen sollen bereits begonnen haben.


Granatapfel: Anti-Aging-Geheimnis gelüftet
Abbauprodukt der Frucht reaktiviert Aufräum-Prozess in den Muskelzellen
Jungbrunnen für die Muskeln: Ein Wirkstoff aus dem Granatapfel erweist sich als wirksames Anti-Aging-Mittel. Denn das Urolithin A bekämpft die alterstypische Muskelschwäche, indem es das "Aufräumsystem" der Muskelzellen reaktiviert, wie Experimente belegen. Bekamen Mäuse-Senioren einige Wochen lang diese Substanz verabreicht, stieg ihre Muskelausdauer dadurch wieder um 42 Prozent, wie Forscher im Fachmagazin "Nature Medicine" berichten. Erste klinische Studien mit Menschen sollen bereits begonnen haben.

Zitat
Mitophagie reaktiviert
Bei beiden Tierarten stellten die Wissenschaftler zudem klare Unterschiede in der Mitophagie der Muskelzellen fest: In den Zellen der behandelten Tiere fanden sich weniger beschädigte und leistungsschwache Mitochondrien als bei ihren Altersgenossen. "Die verbleibenden Mitochondrien aber waren robust und dazu fähig, den Energiebedarf der Zellen zu decken", berichten Auwerx und seinen Kollegen.

Nach Ansicht der Forscher ist dies ein Meilenstein der Anti-Aging-Forschung. "Es ist das einzige bisher bekannte Molekül, das den mitochondrialen Aufräum-Prozess reaktivieren kann", erklärt Aebischer. Zumindest für die Muskelzellen scheint der Granatapfel-Wirkstoff wie ein Jungbrunnen zu wirken. "Die Wirkung von Urolithin A ist stark und messbar und noch dazu handelt es sich um eine komplett natürliche Substanz."

Erste klinische Studien laufen bereits
Die Wissenschaftler halten es für durchaus wahrscheinlich, dass das Urolithin A auch beim Menschen die Muskelalterung aufhalten kann. "Wenn so evolutionär entfernte Arten wie Fadenwürmer und Mäuse auf die gleiche Weise auf diesen Granatapfel-Wirkstoff reagieren, dann spricht dies dafür, dass wir an einem fundamentalen Mechanismus aller lebenden Organismen ansetzen", so Aebischer.

Aebischer und seine Kollegen sind so überzeugt von ihrem Fund, dass sie ein Start-up-Unternehmen gegründet haben. In diesem haben sie bereits Methoden entwickelt, um Urolithin A genau dosiert verabreichen zu können. Eine erste klinische Studie mit Menschen hat bereits in mehreren europäischen Kliniken begonnen, wie sie berichten.

Allerdings: Wer nun massenhaft Granatäpfel kauft und isst, sollte nicht zu viel erwarten. Denn das Urolithin A wird nur dann in unserem Darm produziert, wenn unsere Darmflora die richtige Zusammensetzung hat. Daher kann es sein, dass das Granatapfel-Abbauprodukt in unserem Körper gar nicht oder nur in sehr geringer Menge entsteht. Unter anderem deshalb setzen die Forscher auf die direkte Gabe des Urolithins.



http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20376-2016-07-12.html






Review: Der Granatapfel in der Prävention und adjuvanten Ernährungstherapie bei Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen
http://www.drjacobsinstitut.de/?Granatapfel

#16 Granatapfelsaft von mithut 15.08.2016 17:10

avatar

Passt, glaub ich, gut ins Thema ...
http://edubily.xobor.de/t2304f12-The-bio...n.html#msg29626

#17 Granatapfelsaft von Prometheus 25.01.2017 09:27

avatar

Granatapfelsaft hilft bei der Blutdrucksenkung:

Effects of pomegranate juice on blood pressure: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials
http://www.sciencedirect.com/science/art...043661816307848

#18 RE: Granatapfelsaft von Prometheus 25.01.2017 10:34

avatar

Granatapfelsaft verhindert die nichtalkoholische Fettleber von Ratten:

Pomegranate juice prevents development of non-alcoholic fatty liver disease in rats by attenuating oxidative stress and inflammation
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jsfa.8042/full

#19 RE: Granatapfelsaft von Timar 25.01.2017 12:25

avatar

Granatapfelsaft ist schon eine feine Sache, aber es gibt etwas noch besseres: Granatäpfel!

Betrachtet man den Gehalt von Polyphenolen im Granatapfel, fällt auf, dass die saftreichen Kerne zwar reich an Anthocyanen sind (Überraschung!), aber die beim Granatapfel besonders interessanten Polyphenole - insbesondere die Ellagitannine, die in der bahnbrechenden, in Beitrag #15 vorgestellten Studie als Substrat für die intestinale, mikrobielle Produktion von Urolithin A identifiziert wurden - fast auschließlich in der bitteren, weißen Haut (Mesocarp) enthalten sind.

Von dort gelangen sie auch in den Saft. Jedenfalls, wenn man Glück hat und einen Saft bekommt, bei dem die Granatäpfel im Ganzen gepresst wurden, so dass der Saft aus den Kernen die Schale mazeriert und die wertvollen Tannine aus ihr herauslöst. Ein solcher Granatapfelsaft ist daran zu erkennen, dass er trüb und relativ bitter ist. Klarer, mild schmeckender Saft wird hingegen durch die Pressung der zuvor von der Schale separierten Kerne gewonnen und ist enthält kaum Ellagitannine.

Wie auch immer der Saft gewonnen wird, die Schale fällt am Ende als Abfallmaterial an. Mittlerweile ist sie bei Herstellern von NEMs jedoch ein gefragtes Rohmaterial für die Produktion von Granatapfelextrakt, der auschließlich aus Schale bzw. Mesocarp gewonnen wird. In dem folgendem Video der EPFL präsentieren Auwerx et al. ihre Forschungsergebnisse. Man kann darin auch beobachten, wie das Mesocarp zur Extraktion präpariert wird:

https://www.youtube.com/watch?v=Lf1vCyfaosE

Hier einmal eine Tabelle, die ich einer der sorgfältigsten Studien zum Polyphenolgehaltes von Granatäpfeln entnommen habe:



Der Gesamtphenolgehalt des Mesocarp liegt also um den Faktor 20-100 über dem der unterschiedlichen Säfte, der der besonders wertvollen Ellagitannine um den Faktor 20-500. Saftvarianten 1 und 2 wurden aus den ganzen Früchten gepresst, mit einem Druck von 10 bar (Variante 1) oder 150 bar (Variante 2). Variante 3 wurde ausschließlich aus den Kernen gewonnen. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass es erstens wohl kaum einen kommerziell erhältlichen Saft geben dürfte, der mit einem Druck von 150 bar(!) gepresst wird, und zweitens, dass sich die Angaben zu Schale und Mesocarp auf die Trockenmasse beziehen und der Wassergehalt bei 58% (Schale) bzw. 80% (Mesocarp) liegt.

Ich hatte nun schon lange bevor die Forschungsergebnisse von Auwerx et al. publik wurden, die Angewohnheit, Granatäpfel samt dem Großteil des Mesocarps zu verspeisen und sehe mich jetzt natürlich um so mehr darin bestärkt. Wer sich fragt, wie man das nun praktisch am besten anstellt, oder überhaupt das Essen von Granatäpfel zu kompliziert findet, dem sei dieses kurze "Lehrvideo" empfohlen:

https://www.youtube.com/watch?v=rnujQquKCQY

Hat man den Granatapfel auf diese Weise in seine Segmente zerteilt, lassen diese sich einfach wie ein Stück Melone essen. Dabei beiße ich das Mesocarp, auf dem die Samen sitzen, einfach mit ab. Pur ist es zwar selbst für Bitter-Enthusiasten wie mich starker Tobak, aber zusammen mit den süßen Kernen gegessen finde ich es durchaus lecker.

Um abzuschätzen, wieviel Ellagitannine man sich durch das Essen eines mittelgroßen Granatapfels samt Mesocarp zuführt, habe ich den essbaren Teil des Mesocarps fein säuberlich abgepult und abgewogen und bin auf gut 50 g gekommen. Bei einem Ellagitannin-Gehalt von 4% in der Trockenmasse und einem Trockenmasseanteil von 20% komme ich auf 400 mg pro Granatapfel, entsprechend also etwa 1 Liter Saft der phenolreichen Variante 1.

Hinzu kommt, dass die in den Kernen steckenden Samen auch sehr interessante Fettsäuren (Punicinsäure) und Fettbegleitstoffe enthalten, die sich natürlich nicht im Saft wiederfinden. Doch dazu ein anderes mal mehr.

#20 RE: Granatapfelsaft von Windsurfer 25.01.2017 16:48

avatar

Ausschnitt aus Live Ext. Health Protocol Prostata Cancer:Pomegranate

Use of pomegranate (Punica granatum L. var. spinosa) juice, peel, and oil has been shown to possess anticancer activities, including interference with tumor cell proliferation, cell cycle, invasiveness, and angiogenesis (Lansky 2007). Apoptosis was implicated as a mechanism for this interference with prostate cancer cell proliferation in a laboratory study in which researchers found that pomegranate extract increases expression of a protein that promotes cancer cell death, while decreasing expression of a protein that inhibits cancer cell death (Malik 2005). Later, in a 2012 study, scientists found that the in vitro cytotoxic activity of an extract of pomegranate against prostate cancer cells was dose-dependent—and they also suggested that this antiproliferative effect followed an apoptosis-dependent pathway (Sineh Sepehr 2012).

Further clarifying pomegranate’s effects against prostate cancer cells, scientists found evidence of induced beneficial gene expression—inhibiting proinflammatory, DNA-related protein nuclear factor kappa B (NF-kB) (Heber 2008) and downregulating production of cancer-stimulating androgen receptors in prostate cells (Hong 2008). The suggested dosage for prostate cancer prevention is 80-120 milligrams daily (of punicalagins), and for adjuvant cancer therapy, 280-375 milligrams daily (of punicalagins), with or without food.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz