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#81 RE: Darmflora optimieren von vera8555 26.11.2017 13:38

Hallo Timar,
das ist der Beipackzettel:

PATENTED PROBIOTIC STRAINS AND A PATENTED DELIVERY SYSTEM ★ All 10 of our probiotic strains are patented and sourced through DuPont™ Danisco®. All are specific acid and bile resistant strains to ensure they reach your gut to grow and reproduce. To guarantee the 50 billion CFU strength we use Activ-Polymer™ bottles and an Oxyfree® desiccant to ensure our probiotics stay virtually moisture free and reduce oxygen levels in the bottle to only 0.01%.

#82 RE: Darmflora optimieren von Timar 26.11.2017 19:06

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Nun, das sind eine Menge "Buzzwords", aber von magensaftresistenten Tabletten oder zeitverzögerter Freisetzung ist definitiv nicht die Rede.

Wie gesagt, letzlich sind die Behauptungen alle nicht belegt. Ausschlaggebend ist, ob man gute Erfahrungen mit einem Produkt gemacht hat.

#83 RE: Darmflora optimieren von Aluhut 27.11.2017 12:27

Zitat von Timar im Beitrag #82
Ausschlaggebend ist, ob man gute Erfahrungen mit einem Produkt gemacht hat.

Auch schwierig. Ist nach der Antibiotika Einnahme der Magen / Darmbereich wirklich durch die Probiotika wieder in Ordnung gekommen oder wäre er das bei meiner Frau auch ohne geschehen? Doppelt Blind Versuche macht man da ja nicht bei akuten Problemen. Habe ich durch NEM oder Superpflanzen und Superfrüchte in 10 Jahren Krebs, weil die nicht untersucht sind und ich sie nicht auf Pflanzenschutzmittel etc. testen kann? Mehr als meinen "Joghurt Test" habe ich nicht zu bieten.
Ich gebe die ganzen Supermittel von Amazon gerne in eine Analyseseite ein und entscheide mich dann eher für oder gegen ein Mittel.
https://reviewmeta.com/
Sollte die Analyse zeigen das sehr viele Bewertungen wieder gelöscht wurden, oder sehr viele Bewertungen von 1x angemeldet für genau 1xProduktbewertung Usern stammen (gekaufte Bewertungen) etc. dann nehme ich zumindest dieses Produkt nicht und nehme eines mit ehrlicheren Bewertungen.

#84 RE: Darmflora optimieren von jayjay 27.11.2017 16:21

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Hallo Aluhut,
ich mache derzeit auch wieder einen Joghut-Test.
Kijimea, Mood von LEF, und die von Dm, bin gespannt wie es wird. Falls sich was tut, mische ich die mit ins neue selbstgemachte Joghurt.

PS: Wenn die Milch nicht mal ansäuert, ist es schon etwas merkwürdig...ich warte noch bis Morgen

#85 RE: Darmflora optimieren von Timar 27.11.2017 19:27

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Zitat von Aluhut im Beitrag #83
Zitat von Timar im Beitrag #82
Ausschlaggebend ist, ob man gute Erfahrungen mit einem Produkt gemacht hat.

Auch schwierig. Ist nach der Antibiotika Einnahme der Magen / Darmbereich wirklich durch die Probiotika wieder in Ordnung gekommen oder wäre er das bei meiner Frau auch ohne geschehen?

Höchst wahrscheinlich auch ohne. Aber es gibt eine Reihe von Studien, die zeigen, dass es mit schneller geht bzw. Vedauungsprobleme vollständig vermieden werden können. Laut einer aktuelle Meta-Analyse verringert sich das Risiko für Antibiotika-assoziierten Durchfall im Durchschnitt immerhin auf die Hälfte:

Probiotics for the Prevention of Antibiotic-Associated Diarrhea in Outpatients-A Systematic Review and Meta-Analysis.

Zitat
A common adverse effect of antibiotic use is diarrhea. Probiotics are living microorganisms, which, upon oral ingestion, may prevent antibiotic-associated diarrhea (AAD) by the normalization of an unbalanced gastrointestinal flora. The objective of this systematic review was to assess the benefits and harms of probiotics used for the prevention of AAD in an outpatient setting. A search of the PubMed database was conducted and yielded a total of 17 RCTs with 3631 participants to be included in the review. A meta-analysis was conducted for the primary outcome: the incidence of AAD. The pooled results found that AAD was present in 8.0% of the probiotic group compared to 17.7% in the control group (RR 0.49, 95% CI 0.36 to 0.66; I² = 58%), and the species-specific results were similar regarding the probiotic strains L. rhamnosus GG and S. boulardii. However, the overall quality of the included studies was moderate. A meta-analysis of the ten trials reporting adverse events demonstrated no statistically significant differences in the incidence of adverse events between the intervention and control group (RD 0.00, 95% CI -0.02 to 0.02, 2.363 participants). The results suggests that probiotic use may be beneficial in the prevention of AAD among outpatients. Furthermore, the use of probiotics appears safe.



Zitat
Doppelt Blind Versuche macht man da ja nicht bei akuten Problemen. Habe ich durch NEM oder Superpflanzen und Superfrüchte in 10 Jahren Krebs, weil die nicht untersucht sind und ich sie nicht auf Pflanzenschutzmittel etc. testen kann?


Nicht auszuschließen. Das Leben ist voller Risiken und dummer Zufälle - und gerecht ist es sowieso nicht. Man kann auch mit großer Disziplin und ebenso großen Erfolg einen Anti-Aging-Lebensstil pflegen und dann mit 50 vom Auto überfahren werden...

Zitat
Ich gebe die ganzen Supermittel von Amazon gerne in eine Analyseseite ein und entscheide mich dann eher für oder gegen ein Mittel.
https://reviewmeta.com/
Sollte die Analyse zeigen das sehr viele Bewertungen wieder gelöscht wurden, oder sehr viele Bewertungen von 1x angemeldet für genau 1xProduktbewertung Usern stammen (gekaufte Bewertungen) etc. dann nehme ich zumindest dieses Produkt nicht und nehme eines mit ehrlicheren Bewertungen.


Tolles Tool, kannte ich noch nicht. Danke für den Tipp!

#86 RE: Darmflora optimieren von jayjay 28.11.2017 17:31

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Milchtest gelungen... Eingedickt und sauer :)

#87 RE: Darmflora optimieren von Aluhut 06.12.2017 10:54

Da Walnüsse gut für die Darmflora sein sollen und ich täglich eine Hand voll konsumiere, hier mal ein Versuch das sie auch LDL-Cholesterin senken, sowie weitere Vorteile von Nüssen.
Es ist ein Video von 3Sat, also seriöser und auf Deutsch:

Schlank trotz Fett
Die richtige Menge Nüsse ist gesund - und gut für die Figur: Acht Wochen eine Handvoll Walnüsse essen - und das LDL-Cholesterin im Blut wird um sieben Prozent gesenkt. Das legt ein Versuch der Uniklinik München nahe.
http://www.3sat.de/mediathek/?obj=70469

#88 RE: Darmflora optimieren von Aluhut 12.01.2018 18:13

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22257-2018-01-02.html

Lactobacillus ist Mikrobe des Jahres 2018

Irgendwie finde ich es schon ganz schön cool das es eine Mikrobe des Jahres gibt. Das trägt schön dazu bei das die Darmflora mehr beachtet und erforscht wird.

#89 RE: Darmflora optimieren von Aluhut 18.01.2018 18:07

Hat eigentlich schon jemand versucht seine Darmflora mit teuren Polymethylsiloxanpolyhydrat Produkten zu optimieren?
Quasi Silicium?
https://de.wikipedia.org/wiki/Polymethylsiloxanpolyhydrat
Die Theorie finde ich ganz nett "wie beispielsweise pathogene Bakterien", frage mich aber natürlich wie es pathogene Bakterien von guten Bakterien unterscheiden soll.
Die Theorie ist natürlich laut einigen Internetärzten und Wikipedia größer,

#90 RE: Darmflora optimieren von scooter44 14.08.2018 09:47

Probiotika wirken offenbar auch gut bei Depressionen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5319175/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27405349

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25470391

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27509521


VitaminExpress bietet ein neues Präbiotika an, abgefüllt in magensaft-resistenten pflanzlichen Kapseln.

#91 RE: Darmflora optimieren von Julie 15.08.2018 07:10

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Schönen guten Morgen,
ich denke, dass Wichtigste ist erst einmal alle eventuellen Parasiten zu eliminieren. Danach dann den Darmaufbau zu machen.
Ich bin da gerade dran und nehme täglich Papayakerne zu mir.
Die gebe ich auch gleich meinen Haustieren.

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/parasitenbefall.html

#92 RE: Darmflora optimieren von Dr.Faust 15.08.2018 10:49

#91 Kann vll sogar ein ernsthaftes Problem sein. Bin da aber vorsichtig, auf
den Darm stürzen sich sehr viele Ratgeber ... was man alles braucht und machen soll
und kaufen ... Na, da haben wir ja noch ein Argument für MCT-Öl, sollte gleich mal
die Dosis verdoppeln, also einen zweiten Shot :-)

#93 RE: Darmflora optimieren von La_Croix 29.08.2018 09:49

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Erdbeeren gegen Darmentzündungen?
Obst hemmt bei Mäusen Autoimmunreaktion der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Hoffnung für Betroffene: Täglich eine Portion Erdbeeren könnte helfen, die Symptome von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu lindern. Darauf deuten nun Versuche mit Mäusen hin. Bei diesen hemmte der Erdbeergenuss die Entzündungen im Darm und die damit verbundenen Schäden. Gleichzeitig verringerte das Obst die Zahl der entzündungsfördernden Immunzellen und -Botenstoffe im Darm. Ob diese "Erdbeer-Diät" auch beim Menschen hilft, wollen die Forscher nun als nächstes testen.


Zitat
Das Ergebnis: Die Erdbeer-"Diät" wirkte. "Die Erdbeeren besserte die Krankheitssymptome, verringerte die Schäden an den Darmgeweben der Mäuse und verhinderte die Verkürzung des Darms", berichten die Forscher. "Auch die Menge der entzündungsfördernden Immunzellen in der Darmschleimhaut wurde durch die Gabe des Erdbeer-Komplettpulvers gesenkt."
Als Folge litten die Mäuse nicht mehr unter blutigen Durchfällen und nahmen auch wieder an Körpergewicht zu, wie Xiao und seine Kollegen berichten. Im Laufe der Erdbeer-Diät begann sich zudem die Darmflora der Tiere zu normalisieren. "Die Zahl der Akkermansia- und Dorea-Bakterien sank, dafür nahm die Menge von Lactobacillus und Bifidobacillus zu", so die Forscher. Dadurch wiederum normalisierte sich auch der Darmstoffwechsel.



Zitat
Noch haben die Forscher diese heilsame Wirkung der Erdbeeren nur bei Mäusen nachgewiesen. Doch Xiao und seine Kollegen halten es für durchaus wahrscheinlich, dass auch menschliche Patienten mit chronischen Darmentzündungen vom Verzehr von Erdbeeren profitieren könnten. Sie wollen dies nun in ersten Tests mit Darmpatienten untersuchen.

Dass die Ernährung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eine wichtige Rolle spielt, ist schon länger bekannt. "Der bewegungsarme Lebensstil und die Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen hier bei uns – viel Zucker, viel tierisches Fett, aber wenig Ballaststoffe – könnten zu chronischen Darmentzündungen beitragen", sagt Xiao.

Sollte sich nun der Effekt der Erdbeeren bestätigen, dann hätten Betroffene eine weitere Möglichkeit, ihr Leiden durch einfache Maßnahmen zumindest zu lindern – schon eine Dreiviertel Tasse voller Erdbeeren am Tag könnte dafür ausreichen. Allerdings sollten Darmpatienten immer erst Rückspräche mit ihrem Arzt halten, weil Erdbeeren auch Allergien auslösen können, betonen die Forscher.


http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-23061-2018-08-21.html

#94 RE: Darmflora optimieren von Aluhut 19.09.2018 11:23

Eigenimpfstoff
Autovaccine sollen die Immunabwehr des Körpers unterstützen: Chronische Blasenentzündungen werden oft durch Darmbakterien verursacht. E.coli als Autovaccine könnten helfen.
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=75757

#95 RE: Darmflora optimieren von La_Croix 29.09.2018 08:23

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Drei Typen von Bakterien-Besiedlung
Menschen lassen sich anhand ihrer Darmbakterien einem von drei verschiedenen Darmtypen zuordnen. Ob ein Mensch dick ist oder nicht, könnte auch an dieser Besiedlung liegen. Das hat eine internationale Forschergruppe unter Federführung des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg herausgefunden.

Zitat
»Wir haben entdeckt, dass die Zusammensetzung von Mikroben im menschlichen Darm nicht zufällig ist«, erläuterte Peer Bork vom EMBL. »Unsere Darmflora kann in drei verschiedene Typen eingeteilt werden, je nachdem, wie häufig bestimmte Bakterienarten in einem Darm vorkommen. Nach den vorherrschenden Spezies werden sie als Bacteroides-, Prevotella- und Ruminococcus-Typ bezeichnet. Man könnte auch von drei verschiedenen Ökosystemen sprechen.« Diese scheinen nicht von Geografie, Diät, Geschlecht oder Alter abzuhängen. Jeder Mensch könne einer der drei Darmtypen zugeordnet werden, ähnlich wie bei Blutgruppen, erklärte Jeroen Raes von der Universität Brüssel. Wie die sogenannten Enterotypen entstehen und ob es möglich ist, dass Menschen im Laufe ihres Lebens den Typ wechseln, ist noch unklar.


Zitat
Die Darmtypen arbeiten auf unterschiedliche Weise, je nachdem, welche und wie viele Bakterien in ihnen enthalten sind. So seien manche Bakterien effektiver in der Verarbeitung von verschiedenen Stoffen als andere. Raes: »Das könnte erklären, warum die Menschen Medikamente oder Nährstoffe unterschiedlich gut aufnehmen.« Die Forscher erhoffen sich von der Studie unter anderem die Möglichkeit, individuelle Therapien für Patienten zu erstellen. So könnte die Behandlung und Dosierung der Medikamente je nach Darmtyp festgelegt werden, erläutern die Wissenschaftler.


https://www.pharmazeutische-zeitung.de/a...ien-besiedlung/




Bakterienwelten
Darmflora entscheidet mit über das Gewicht

Das im menschlichen Darm vorkommende Bakterium Clostridium ramosum fördert Übergewicht, hat der Potsdamer Mikrobiologe Michael Blaut herausgefunden.

Es begünstigt anscheinend die Zucker- und Fettaufnahme aus dem Dünndarm. Die genaue Zusammensetzung der Darmflora variiert aber mit der Ernährung.

Gerade die Ballaststoffe, die Übergewicht vorbeugen sollen, können es fördern, wenn die Bakteriengruppe der Fimicuten in der Darmflora stark vertreten ist, haben US-amerikanische Forscher herausgefunden. Sie können Ballaststoffe viel besser verdauen als andere Bakterien. Dabei entstehen Zucker und Fettsäuren, aus denen der menschliche Organismus Fette aufbaut. Kalorienwerte müssten deshalb der individuellen Darmflora entsprechend berechnet werden.

Zitat
Drei Grundtypen von Darmflora medizinisch wichtig
"Darmbakterien spielen eine große Rolle auch bei Immunkrankheiten wie Multipler Sklerose", sagt der Ernährungswissenschaftler Prof. Dirk Haller. Der menschliche Organismus beherbergt knapp 200 verschiedene Bakterienarten. Die meisten dieser Mikroorganismen befinden sich im Darm. Dabei sind ihre Wechselwirkungen mit dem Menschen noch nicht umfassend geklärt.

Forscher unterscheiden zwischen drei verschiedenen Besiedlungsmustern: Bacteroides, Prevotella oder Ruminococcus. Der jeweilige Typ entscheidet über die Nahrungsverwertung. Der Bacteroides-Typ macht aus dem Nahrungsbrei große Mengen Kohlehydrate verfügbar. Menschen dieses Typs neigen zur Fettleibigke


http://www.3sat.de/page/?source=/nano/me...7759/index.html






Zitat
Denn wir können über die Ernährung unsere Darmflora stark beeinflussen. Die Partnerschaft zwischen Bakterie und Homo sapiens beruht auf einem Pakt, den der Mikrobiologe Gero Beckmann vom Institut Romeis in Bad Kissingen als Win-win-Situation beschreibt: "Der Mehrzeller bietet seinen mikrobiotischen Gästen Kost und Logis, und die stellen ihm dafür ihr Expertenwissen im Gebiet der Verdauung zur Verfügung."

Doch ein Mensch mit starkem Hang zu Fleisch braucht andere bakterielle Verdauungsexperten als jemand, der sich vegetarisch ernährt – und so variiert der sogenannte Enterotyp, wie Mikrobiologen die Zusammensetzung der Darmflora bezeichnen, je nachdem, was sein Herbergsvater zu sich nimmt.

Eine aktuelle brasilianisch-amerikanische Studie belegt, wie sensibel das Darmmilieu auf die Ernährung reagiert. Die Forscher hatten die Speisepläne von 98 Männern und Frauen erfasst und dann deren Stuhl auf DNA-Fragmente untersucht, um Aufschlüsse über ihre Enterotypen zu erhalten. Es zeigte sich: Je nach Ernährungsvorliebe gedeihen bestimmte Darmbakterien besonders gut, während andere ins zweite Glied zurückgedrängt werden.

So dominiert in Vegetarierdärmen der Prevotella-Bakterienstamm, der sich auf den Abbau von Zucker-Protein-Komplexen sowie auf die Synthese von Folsäure und Thiamin (Vitamin B1) versteht. Die konkurrierenden Bacteroides schaffen es hingegen nur bei jedem zehnten Obst- und Gemüseliebhaber, eine Führungsrolle im unteren Verdauungstrakt einzunehmen.
Der Grund: Diese Mikroben sind auf die Energiegewinnung aus Mehrfachzucker, tierischen Eiweißen und gesättigten Fettsäuren spezialisiert. Davon gibt es im Bauch des Vegetariers allerdings nur wenige.


Allerdings produzieren Bacteroides-Arten große Mengen der Vitamine Biotin (B7), Riboflavin (B2), Pantothensäure (B5) und C. "Der Bacteroides-Enterotyp ist geradezu charakteristisch für den Fleischkonsumenten der westlichen Welt", erklärt Studienleiter Gary Wu von der Pennsylvania University in Philadelphia.
Denn Fleischesser müssen nicht nur gesättigte Fette und tierische Eiweiße gut verdauen, sondern auch Vitamin C in Eigenregie herstellen können, denn das findet man bekanntlich nur in Obst und Gemüse, die bei ihnen eher selten auf den Tisch kommen.


Am häufigsten, mit bis zu 70 Prozent, wird der menschliche Darm von Ruminococcus-Bakterien dominiert. Man findet sie auch billionenfach im Pansen und Darm einer Kuh, was bereits deutlich macht, worin ein wesentlicher Sinn ihres Daseins besteht: nämlich im Verdauen pflanzlicher Hartfasern, also der Zellulose. Was aber nicht heißen soll, dass die meisten Menschen sozusagen verhinderte Wiederkäuer sind, die eigentlich auf Gräser, Vollkornprodukte und andere hartfaserige Nahrungsmittel geeicht sind.
Denn eine große Stärke der Ruminococcen besteht auch darin, dass sie die bei der Proteinverdauung anfallenden Zuckermoleküle gut verwerten können. Für Allesesser sind sie also genauso nützlich wie für Wiederkäuer.


https://www.welt.de/gesundheit/article13...hoeren-Sie.html





Zitat
Es gibt den Darmtyp 1, bei dem Bakterien der Gattung Bacteroides dominieren. Bei Darmtyp 2 sind es Bakterien der Gattung Prevotella und bei Darmtyp 3, dem häufigsten aller drei Typen, sind es Bakterien der Gattung Ruminococcus.
Jede Gattung hat ihre eigenen Vorlieben und einen anderen Stoffwechsel.
Auffällig ist, dass beim Darmtyp 1 eine geringere Bakterienvielfalt vorliegt – was Krankheiten zu begünstigen scheint. So leiden Menschen mit diesem Darmtyp häufiger unter Morbus Crohn oder Autismus.
Bacteroides-Bakterien sind Meister der Kohlenhydrataufspaltung. Sie können Zucker besser abbauen und dem Körper schneller zur Verfügung stellen. Wer zu Fettleibigkeit neigt, hat es mit diesem Darmtyp wohl besonders schwer.
Bei Darmtyp 2 kommt es häufiger zu Reizdarm und Diabetes. Bei Fleischessern dominiert meist Bacteroides im Darm, bei Vegetariern dagegen Prevotella.



Zitat
Darmbakterien und Krankheiten – Haben Krankheiten ihren Ursprung im Darm?
Auch in Sachen Gesundheit und Immunabwehr scheint ein artenreicher Bakterienmix von Vorteil zu sein. Fest steht: Im Darm treffen Bakterien und das Abwehrsystem des Menschen aufeinander. Hier befindet sich der größte Teil unseres Immunsystems (etwa 80 Prozent).
Mit einer Verarmung des Mikrobioms steigt die Häufigkeit von Krankheiten, wie Versuche mit keimfreien Tieren zeigten. Multiple Sklerose, chronische Darmentzündung wie Colitis ulcerosa und selbst Darmkrebs werden mit einer artenarmen Darmflora in Zusammenhang gebracht.
Auch bei Herzerkrankungen, Asthma und rheumatoide Arthritis wird ein Zusammenhang mit Darmbakterien diskutiert. Natürlich spielen auch Lebensstil, Umwelteinflüsse und Genetik dabei eine Rolle.
Fest steht aber: Eine artenreiche Darmflora geht oft mit einem starken Immunsystem einher. Doch noch ist nicht geklärt, ob die gefährliche Bakterienflaute im Darm die Ursache von Krankheiten ist oder deren Folge.



Zitat
Vom Bauch zum Kopf (Darm-Hirn-Achse) – Kommunikation der Bakterien
Die noch recht junge Disziplin der Neuromikrobiotik beschäftigt sich mit der sogenannten "Darm-Hirn-Achse". Dabei gilt das Interesse der Neurowissenschaftler der Frage, wie das Darm-Mikrobiom die Gehirnentwicklung und unsere Psyche beeinflusst.
Rund ein Drittel aller Stoffwechselprodukte im menschlichen Blut stammen von unseren Mikroben im Körper. Vor allem von unseren Darmbewohnern, die ihren chemischen Einfluss auf diese Weise bis ins Gehirn ausüben.
Denn zu den Stoffwechselprodukten gehören auch Botenstoffe, mit denen die Mikroben untereinander, aber wohl auch mit uns kommunizieren.
Wie genau die Verbindung zwischen Darm, Gehirn und Psyche funktioniert, können die Forscher bis jetzt nur vermuten. So könnten etwa die Gelüste nach bestimmten Nahrungsmitteln, wie etwa der Heißhunger einer Schwangeren auf Essiggurken, möglicherweise mit solchen Signalen von unseren Bakterien zu tun haben.
Auch seelische Erkrankungen bringt man mittlerweile in Verbindung mit der Darmflora, wie etwa Depressionen oder Migräne.
Noch deutlicher ist der Zusammenhang bei neurologischen Erkrankungen wie Autismus und Parkinson. So weisen etwa autistische Kinder eine artenarme Darmflora auf.
In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass eine erfolgreiche Stuhltransplantation in 17 von 18 Fällen eine deutliche Verbesserung brachte.
Offenbar beeinflusst unsere Darmflora selbst die Art, wie wir die Welt sehen. Es gibt also noch viele ihrer Geheimnisse zu entschlüsseln.


https://www.planet-wissen.de/natur/mikro...mflora-100.html

#96 RE: Darmflora optimieren von La_Croix 31.10.2018 10:24

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Mikrobiom:
Darmflora in den Kinderschuhen

Eine natürliche Geburt, Muttermilch sowie häusliche Mitbewohner beschleunigen die Besiedlung des Verdauungstrakts in den ersten Lebensjahren.


Zitat
Der Darm von Neugeborenen ist weitgehend unbewohntes Land. Im Verlauf der ersten Lebensjahre siedeln sich dort Millionen Kleinstlebewesen an und stärken unter anderem die Widerstandskraft gegen Krankheitserreger. Wie diese Entwicklung vom Neubaugebiet zur mikrobiellen Metropole verläuft, hat jetzt ein Forschungsteam um Joseph Petrosino vom Baylor College of Medicine in Houston anhand von rund 12 000 Stuhlproben von mehr als 900 Kindern analysiert.

Die Besiedlung des Darms lasse sich in drei Phasen gliedern, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift »Nature«: zunächst die »Entwicklungsphase« vom 3. bis 14. Monat, die »Übergangsphase« vom 15. bis 30. Monat und die »stabile Phase« vom 31. bis zum 46. Monat. Dabei förderten besonders vier Bedingungen die Vielfalt der Mikrobengemeinschaften: eine vaginale Geburt, die Stilldauer, der Ort und das Zusammenleben mit Geschwistern oder Haustieren. Ob das Kind – zumindest phasenweise – gestillt wurde, hatte im Schnitt den stärksten Einfluss auf seine Darmflora.

Hatten die Babys den Geburtskanal der Mutter passiert, befanden sich in ihrem Darm in der Folge mehr Bakterien der Gattung Bacteroides, die unabhängig von der Art der Geburt zur schnelleren Entwicklung und größeren Vielfalt der Darmbewohner beitrugen. Stillte die Mutter ihr Kind zumindest phasenweise, traten außerdem vorübergehend vermehrt zwei Arten von Bifidobakterien auf, und je länger sie die Brust gab, desto früher erreichte das kindliche Mikrobiom die »stabile Phase«, gekennzeichnet unter anderem durch mehr Bakterien vom Stamm Firmicutes. Und auch das Zusammenleben mit Geschwistern oder mit felligen Haustieren beschleunigte das Heranreifen des Mikrobioms. Das typische Mikrobenprofil unterschied sich zwar von Land zu Land, aber die Vielfalt der Bakteriengemeinschaft entwickelte sich ortsunabhängig in vergleichbarer Weise.


https://www.spektrum.de/news/darmflora-i...schuhen/1604952

#97 RE: Darmflora optimieren von jayjay 01.11.2018 12:33

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Mich beschäftigt gerade ob es wirklich ein Besiedelung des Hirns mit nützlichen Bakterien gibt.

http://www.homeopathy.at/gehirn-voll-mit-bakterien

Naja, als ob wir uns in 80 000 Jahren so verändert haben, wegen Gehirnbakterien?
Die kulturelle Weitergabe von Wissen ist halt sehr erfolgreich...bis jetzt.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wachstumsfaktor_BDNF

BDNF hört sich interessant an. Überwindet es die Blut-Hirn-Schranke? WWW sagt wieder Mal alles mögliche dazu.

#98 RE: Darmflora optimieren von Aluhut 02.11.2018 14:51

Die Blut-Hirn-Schranke wird sicherlich viel aufhalten, aber so evolutionär Wandlungsfähig die Natur ist, ist es unwahrscheinlich das nichts in unseren Körber und ins Erbgut eingegangen ist und uns gut oder böse beeinflusst.
Toxoplasma gondii soll befallene Menschen beeinflussen, dass sie weniger Risikobehaftet sind, also schneller Autofahren, und andere Sachen mit einem erhöhten Todesrisiko.
https://www.swr.de/odysso/verrueckt-durc...tw8n/index.html
https://www.imageberater-nrw.de/selbstze...t-unser-gehirn/

Ob ein Bakterium im Gehirn wirklich nützlich ist oder schädlich, ist die eigentliche Frage.

#99 RE: Darmflora optimieren von Dr.Faust 02.11.2018 20:53

#90
Der zweitgenannte Artikel schein mir allerdings etwas zu verschwörungstheoretisch und konstruiert.
Die politischen Entscheidungen sind durch Bakterien gesteuert? Die Bakterien wollen etwas, nämlich
ihren Wirt umbringen? Wenn das eine Epedemie wird ... oder schon ist. Ich weiß nicht ob das so
stimmt. Richtig, da fällt mir doch gleich der Präsident eines großen Landes ein. Man müsste mal
untersuchen, ob er dieses Bakterium trägt.

Naja, vielleicht ist alles ganz ganz anders als wir denken?

#100 RE: Darmflora optimieren von La_Croix 06.11.2018 08:34

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Wie probiotische Darmbakterien Entzündungen hemmen
Bestimmte Polysaccharide der Zellwand von Bifidobakterien bewirken eine verstärkte Produktion regulatorischer T-Zellen, die Immunreaktionen unterdrücken

Zitat
Koreanische Biologen haben jetzt herausgefunden, worauf diese positive Wirkung im Fall von Bifidobacterium bifidum beruht: Bestimmte Bestandteile der Zellwand der Bakterien verstärken die Produktion entzündungshemmender Immunzellen in der Darmwand, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Science Immunology“. Die nun identifizierten bakteriellen Polysaccharide könnten sich für die Behandlung chronischer Darmentzündungen besser eignen als Präparate lebensfähiger probiotischer Bakterien.



Zitat
Mit Hilfe von Zellkulturen testeten die Forscher zahlreiche Stämme probiotischer Bakterien auf ihre Fähigkeit, die Bildung regulatorischer T-Zellen zu verstärken. Dabei erwies sich ein Stamm von Bifidobacterium bifidum als besonders effektiv. Wenn diese Bakterien in den Darm keimfrei aufgezogener Mäuse übertragen wurden, bewirkten sie innerhalb von drei Wochen eine gesteigerte Produktion der hemmenden Immunzellen und senkten das Risiko einer Darmentzündung stärker als andere übertragene Bakterien. Wie chemische Analysen ergaben, war dafür eine Oberflächenstruktur der bakteriellen Zellwand verantwortlich, die aus speziellen Polysacchariden bestehen. Solche Glucane und Galactane sind ähnlich wie Zellulose oder Stärke aus langen Ketten von Zuckermolekülen aufgebaut.


https://www.wissenschaft-aktuell.de/arti...1015590632.html




Darmflora schützt vor Gebrechlichkeit im Alter
Bei Würmern, Fliegen und Mäusen verringert eine verstärkte Indolproduktion durch Darmbakterien das altersbedingte Nachlassen der körperlichen Fitness

Zitat
Die richtige Darmflora könnte helfen, bis ins hohe Alter körperlich fit zu bleiben. Das sei erstrebenswerter, als die Lebenserwartung lediglich weiter zu verlängern, berichten amerikanische Mediziner. Ihre Experimente zeigen, dass Darmkeime, die Indolverbindungen als Stoffwechselprodukte freisetzen, Würmer, Fliegen und Mäuse gesünder altern lassen. Die maximale Lebensdauer der Tiere änderte sich dabei kaum. Ein erhöhter Indolspiegel im Darm älterer Würmer beeinflusste eine Gruppe von Genen so, dass deren Aktivitätsmuster dem von jüngeren Tieren entsprach, berichten die Forscher im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“. Möglicherweise könnten ausgewählte Nahrungsmittel und probiotische Bakterien oder aber spezielle Indolpräparate auch beim Menschen der Gebrechlichkeit im Alter entgegenwirken.
„Indole lassen alte Tiere mehr wie junge aussehen“, sagt Daniel Kalman von der Emory University in Atlanta.



Zitat
Mehrere Arten von Darmbakterien produzieren Indole beim Abbau tryptophanhaltiger Proteine sowie aus Inhaltsstoffen von Pflanzen wie Brokkoli und Kohl. Die Arbeitsgruppe von Kalman hatte bereits herausgefunden, dass E. coli-Bakterien im Darm von Würmern und Mäusen Indolverbindungen freisetzen, die die Tiere widerstandsfähiger gegen Infektionen machen. In ihren neuen Experimenten fütterten die Forscher Fadenwürmer (Caenorhabditis elegans) entweder mit normalen indolbildenden E. coli-Bakterien oder mit Mutanten, die kein Indol mehr produzieren konnten. Die Verfütterung der Indolproduzenten bewirkte, dass die Würmer im Alter beweglicher blieben, Hitzestress besser überstanden und als Weibchen doppelt so lange fruchtbar blieben wie die Vergleichsgruppe. Eine ähnliche Wirkung auf Beweglichkeit und altersbedingte Beeinträchtigungen zeigten die indolbildenden Bakterien bei Taufliegen.



Zitat
Die Forscher wissen auch noch nicht, wie die nachgewiesene Schutzwirkung am besten therapeutisch umgesetzt werden könnte. Denkbar wären Präparate probiotischer indolproduzierender Darmbakterien, wozu neben E. coli auch viele Bacteroides- und Lactobacillus-Arten zählen. Zusätzlich würden Nahrungsmittel hilfreich sein, bei deren Abbau im Darm größere Mengen an Indolen entstehen. Möglicherweise, vermuten die Autoren, könnte auch die Einnahme konzentrierter Pflanzenextrakte oder bestimmter Indolpräparate die Altersgesundheit verbessern.


https://www.wissenschaft-aktuell.de/arti...1015590418.html

Siehe auch: News aus der Forschung (12)

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