#1 Gesunde Zucker-Alternativen von _Tabea_ 19.09.2014 14:24

Zitat von La_Croix im Beitrag RE: Trehalose
Darüber welcher Süßstoff unter welchen Gesichtspunkten der Beste ist, könnte man ja auch einen eigenen Thread aufmachen. Ich benutze manchmal Oligofructose, weil es nicht ins Blut geht (null Kalorien und keine glykierung) und als Ballasstoff wirkt mit allen entsprechenden positiven Eigenschaften.


Hallo La_Croix,

gute Idee! Gerade habe ich nämlich mal wieder so einen SPON-Artikel gelesen...

Zucker-Alternativen: Süßstoffe könnten Diabetes-Risiko erhöhen
Sie gelten als hilfreich gegen Übergewicht und Diabetes. Doch jetzt zeigt sich, dass künstliche Süßstoffe wie Aspartam und Saccharin ebenfalls den Blutzuckerspiegel bedenklich in die Höhe treiben können.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...n-a-992313.html

Lg Tabea

#2 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von Prometheus 20.09.2014 23:22

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Die These der Forscher, dass durch gewisse Süßstoffe eine ungünstige Darmflora hervorgerufen werden könnte, ist gar nicht mal so abwegig. Das Mikrobiom des Darms ist derzeit noch eine große "Blackbox". Grundsätzlich dürfte aber die Faustformel gelten, dass eine geringere Diversität der Darmflora sich gesundheitlich ungünstig auswirken könnte. Die Erforschung des menschlichen Mikrobioms erlebt aber derzeit geradezu einen Hype, und mit mehr Daten aus der Grundlagenforschung rückt auch eine Mikobiom-basierte Diagnostik näher.

Ob die Forscher recht damit haben, dass durch Aspartam & Co der Blutzucker steigt und insbesondere, ob das auch für dich persönlich gilt und wenn ja, bei welchen Süßstoffen?

Wenn dich das interessiert, gibt es eine Methode das zu überprüfen: Stichwort Selbstexperiment (siehe hier: 1x1 der Selbstexperimente)

Einige Tage bevorzugt mit der sonst maximal von dir verwendeten Menge des jeweiligen Süßstoffes süßen und Blutzucker-Tagesprofile erstellen. Dabei die Ernährung in diesen Tagen möglichst gleichförmig ( zeitlich, stofflich und mengenmäßig) gestalten.

#3 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von Prometheus 21.09.2014 21:19

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Nachtrag:

für ein Selbstexperiment wie oben beschrieben bräuchte man die ersten Tage des Experiments noch kein Blutzuckertagesprofil, da die Hypothese ja lautet, dass sich die Darmflora durch den Süßstoff verändert. 3 Tage Adaptation würde ich also mindestens einplanen.

#4 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von La_Croix 23.09.2014 07:05

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Die LEF hat zu dem Thema auch was geschrieben:

http://blog.lef.org/2014/01/3-safe-healt...ternatives.html
http://blog.lef.org/2011/10/artificial-s...a-approved.html

#5 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von Methos 04.11.2014 13:15

Hallo,

was haltet ihr von Glycin zum Süßen?

Gruß
Methos

#6 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von Tizian 22.01.2016 12:03

Hallo,

anbei keine Studie, aber mal ein interessanter Artikel, der sich gegen die heutige allg. "Verteufelung" von Zucker ausspricht. Wohlgermerkt, nicht für exzessiven Gebrauch!

Zucker: Teufelszeug oder Verteufelung?

http://www.novo-argumente.com/magazin.ph...l/0003130#_edn3

#7 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von Curious 24.02.2016 22:01

Tach Allerseits,

was ist eigentlich mit Erythrithol aka Sukrin oder Xucker?
Wednn ich es richtig gelesen habe, dann ist es kalorienfrei und wird nicht verstoffwechselt. Erhöht auch nicht den Blutzucker. Das wäre dann doch was.
Was damit allerdings im Darm passiert, weiß ich nicht. Ob's die Darmflora durcheinander bringt?

#8 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von Prometheus 26.02.2016 23:21

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@Curious

Herzlich willkommen hier!

Ja, Xylit und Erythrit sind gute Zuckeralternativen, es sind Zuckeralkohole.
Für Xylit sind zahlreiche positive Eigenschaften dokumentiert, z.B. die Wirkung gegen Karies.

Für Zuckeralkohle gilt: "Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken", wobei Erythrit diese Nebenwirkung weniger besitzt als z.B. Xylit.
Ob sich diese Zuckerausstauschstoffe auf das Mikrobiom auswirken, ist in der Tat eine interessante Frage.

Erythrit wird von der Darmflora nicht verstoffwechselt, verhält sich gegenüber der Darmflora also neutral:
http://journals.cambridge.org/action/dis...007114505002291

Allerdings sind trotzdem (positive!) Auswirkungen auf die Darmflora zu erwarten, WENN man dank Erythrit WENIGER Saccharose zu sich nimmt!

Siehe auch: Womit süßt ihr?

#9 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von Curious 27.02.2016 15:50

Hi Prometheus,

danke für deine Antwort.
Ich süße seit geraumer Zeit alles mit Sukrin (Erythritol). Habe damit gute Erfahrungen gemacht. Bin "grenzwertig" mit meinem Zuckerstoffwechsel und habe festgestellt, dass ich spikes nach dem Essen dadurch verhindern kann. "Resistente Stärke" hilft mir auch dabei.

#10 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von La_Croix 23.05.2019 20:00

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Die besten Alternativen zu Zucker | Galileo | ProSieben



Zuckerersatz: Welche Alternativen sind gut und sinnvoll?


Zuckerersatz - Was taugen Aspartam und Co? | Doku Deutsch/HD

#11 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von lupor 06.08.2019 01:44

Ich nehme Honig statt Zucker, wenn es praktikabel ist. Ansonsten halte ich es für sinnvoller, den Zuckerkonsum zu reduzieren, anstatt auf den künstlichen Müll (=moderne Süßstoffe) umzusteigen.
Ich stelle mir immer die Frage: Wird es schon lange von Menschen (z. B. Urvölkern) konsumiert? Bei Honig und z. B. Stevia ist die Antwort eindeutig Ja! Bei Zucker eher ein "Jain". Bei modernen Süßstoffen ein Nein!
Zweite Frage: Was sagen die Studien? Die sagen, dass es bei vielen Süßstoffen negative Nebenwirkungen gibt.
Dritte Frage: Was sagt mein Körper zu den Zuckeralternativen, die in den Studien noch gut weggekommen sind? Hier hatte ich dann Blähungen, weshalb die für mich auch weggefallen sind.

Einige pflanzliche Zuckeralternativen finde ich auch geradezu idiotisch; wieso sollte ich etwas konsumieren, das quasi nur aus Fructose besteht, die ja bekanntlich schlechter verstoffwechselt wird als Glucose? Da ködern die Firmen die Leute doch nur mit dem Label "pflanzlich"...

#12 RE: Gesunde Zucker-Alternativen von bul 04.03.2020 17:23

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Hier ein interessanter Artikel zur Succralose und dessen Wirkung im Gehirn bei Kombination mit Kohlehydraten.

Bitte im Hinterkopf behalten, dass die Autoren den Kohlehydrathauslalt der Western Diet vermutlich als normal ansehen und Änderungen als abnormal interpretieren.
https://www.wissenschaft-aktuell.de/arti...1015590789.html

Grüße,
Bul

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