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#21 RE: Lithium von Prometheus 17.03.2017 10:18

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Jungbrunnen: Lithium verlängert Leben signifikant

Zitat
Die in "Cell Reports" veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass Fruchtfliegen nach der Veranbreichung von geringen Mengen Lithium 16 Prozent länger als im normalen Durchschnitt lebten. Große Mengen des Medikaments verringerten jedoch die Lebensspanne. Laut Mitautorin Ivana Bjedov vom UCL Cancer Institute verlängerten geringe Dosierungen nicht nur das Leben, sondern schützten die Fruchtfliegen auch vor Stress und Ansammlungen von Fett bei einer zuckerreichen Ernährung.

https://www.pressetext.com/news/20160408013

Hier der Origninaltext:

Lithium Promotes Longevity through GSK3/NRF2-Dependent Hormesis
http://www.cell.com/cell-reports/fulltex...2816%2930297-2#

In der Studie wurden viele Supplementierungs-Varianten durchgespielt.
Hier die wesentlichen Ergebnisse:

►Lithium verlängert die gesunde Lebensspanne von Fruchtfliegen
►Auch kurzfristige Lithium-Gaben bei jungen Fruchtfliegen wirken lebensverlängernd
►Lithium verringert die negativen Auswirkungen einer zuckerreichen Ernährung
►Durch Lithium werden teilweise die gleichen Reparaturmechanismen aktiv wie bei Kalorienrestriktion
►Lithium wirkt unabhängig von Autophagie (Im Gegensatz zu Kalorienrestriktion)
►Eine der Hauptwirkungen von Lithium ist die Hemmung von GSK-3 und die Aktivierung von CncC
►Lithium verbessert durch Aktivierung von Entgiftungsmechanismen die Verstoffwechselung anderer Fremdsubstanzen
►Lithium wirkt klar hormetisch, d.h. als ein Gift das sich in kleinen Mengen positiv auswirkt, in größeren Dosierungen aber schädlich ist.

#22 RE: Lithium von Scout 17.03.2017 10:21

Interessant ist auch der Wirkmechanismus von Lithium im ZNS

Zitat
Gefunden in einer ollen Kanelle 1) von 1979, über Lithium:

To our surprise we found that chronic treatment with lithium enhances the effects of exogenous choline on brain choline and acetylcholine, probably by preferentially suppressing choline’s efflux from the brain.

Cholin wird zwar etwas schlechter aufgenommen, aber dafür wird die Acetylcholinesterase und somit der Abbau von Acetylcholin noch potenter gehemmt. In Summe steigt durch Lithium somit der Acetylcholinwert im Hirn was bereits einen Großteil der antidepressiven, stimmungsaufhellenden, Anti-Alzheimer Wirkungen von Lithium erklären würde.

1) Millington, McCall, Wurtman. Choline and Lecithin in Brain Disorders. In: Barbeau, Growdon, Wurtman, editors. Nutrition and the Brain. Volume 5. New York: Raven Press, 1979. P. 417-24.



Quelle

PS: selber nehme ich 5 mg Lithiumorotat EOD. Eines der wenigen NEM, die ich bei Einführung auch wirklich direkt merkte.

#23 RE: Lithium von Ununheilig 17.03.2017 10:45

Hallo Scout,

welche Wirkungen spürst du?

Gruß Ununheilig

#24 RE: Lithium von Scout 17.03.2017 10:49

Lithium wirkt bei mir stimmungsaufhellend, weniger grüblerisch. Also so in Richtung "take it easy". Der Effekt war nach gut einer Woche merkbar. Und wenn ich es für etwa 2 Wochen weglasse so bemerke ich wieder den alten Basalzustand. Das ist wahrscheinlich ein Effekt des höheren Acetylcholinspiegels. Versuche mit Cholin in Form von DMAE und Alpha-GPC waren in dieser Hinsicht nie von solchem Erfolg gekrönt gewesen.

#25 RE: Lithium von Ununheilig 17.03.2017 10:55

Und bei der Form Lithiumorotat muss man nicht auf den Blutspiegel aufpassen?

Ich würde es gerne mal ausprobieren, ein bisschen mehr "take it easy" kann nicht schaden.

Gruß Ununheilig

#26 RE: Lithium von Scout 17.03.2017 11:09

Lithiumorotat geht schnell vom Blut in die Zellen über- im Blut wirst du es daher kaum messen können. Zudem ist eine Überwachung der Blutserumwerte nur bei Gabe von Lithiummedikamenten nötig- die Lithiumsalze werden eher im dreistelligen mg-Bereich verabreicht. Lithiumorotat dagegen meist in Kapseln von 5 mg.


RE:Lithium

Und ein Auszug aus "Revolution in Medizin und Gesundheit" von Dr. Hans Nieper, MIT-Verlag, ergänzte Neuauflage Sept. 1994, S. 59.

Zitat
Lithium ist ein Element, welches sich in der Behandlung von Krankheiten als nützlich erwiesen hat.

Es verdrängt zufolge seiner physikalischen Eigenschaften Natrium im zellulären System. Es scheint, daß seine wünschenswerten therapeutischen Wirkungen damit zusammenhängen.

Die 'Schule' verordnet Lithium in der Regel in der Form gängiger Salze, beispielsweise als Lithiumcarbonat. Dabei muß man ziemliche Quantitäten applizieren, um die gewünschten Wirkungen zu erreichen. Diese sind: Besserung von manischen und depressiven Zuständen, Besserung von Neigungen zu Alkoholismus, Bremsung einer Schildrüsenüberfunktion und gelegentlich die Verbesserung der Produktion von weißen Blutzellen, beispielsweise in der Abwehr einer Krebskrankheit. Leider sind die Nebenwirkungen nicht unerheblich: Störungen des Wasserhaushaltes, feines Muskelzittern (Fibrillieren) und die Notwendigkeit, relativ häufig den Spiegel des Lithiums im Blut untersuchen zu lassen. Dieser soll in der Regel etwa 0,6 mval erreichen.

Um diese unbefriedigenden Nebenwirkungen zu überwinden, kann man den Trick anwenden: Statt der gängigen Salze gibt man das Lithiumsalz der Molkensäure (Lithium-Orotat), welches bevorzugt in jene Zellsysteme wandert, welche man beeinflussen möchte. Beispielsweise die Zellen des Hirngerüstes, die Gliazellen, dann die Zellen des Herzschrittmachers und Herz-Reizleitungssystemes und die Zellen des Knochenmarkes.

Auf diese Weise kann man die spezifische Wirkung des Lithiums um etwas das 20fache verbessern. 5 mg Lithium aus Lithium-Orotat sind klinisch etwas so wirksam wie 100 mg Lithium aus Lithiumcarbonat.

Die Untersuchungen des Blutserums können entfallen, weil eine besondere Lithiumerhöhung im Serum nicht mehr auftritt, ja nicht einmal erreichbar ist.

Das Muskel-Fibrillieren entfällt, ebenso die unbotmäßige Wirkung auf die Schilddrüse, die Entstehung von Kropf wird vermieden, unerwünschte Störungen des Wasserhaushaltes gibt es auch nicht. Während nach den Untersuchungen von Dr. Kline in New York mit Lithiumcarbonat etwas 37 % der Alkoholiker günstig beeinflusst werden können, sind es mit Lithium-Orotat vermutlich etwa 70%."

#27 RE: Lithium von Prometheus 17.03.2017 16:56

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Lithium spielt eine entscheidende Rolle für die Homöostase von Stammzellnischen (Stichwort GSK3-Hemmung; WNT-Aktivierung):

Pivotal role for glycogen synthase kinase–3 in hematopoietic stem cell homeostasis in mice

"One important regulator of HSC homeostasis is suggested by the highly prevalent clinical finding that therapeutic lithium increases circulating HSCs (as CD34+ cells; ref. 1) and peripheral blood counts (2–4) in greater than 90% of patients taking lithium and the laboratory findings that lithium also increases transplantable HSCs in mice (2, 3). Because lithium directly inhibits glycogen synthase kinase–3 (GSK-3; ref. 5), activating critical signaling pathways such as the Wnt and PI3K/PTEN/Akt pathways (6, 7), these clinical and laboratory observations implicate GSK-3 as an important regulator of HSC homeostasis (6, 8, 9). Support for this hypothesis comes from pharmacological studies showing that HSCs and hematopoietic progenitor cells (HPCs) are increased, and hematopoietic repopulation is enhanced, when BM transplant recipient mice are treated with alternative GSK-3 Inhibitors"

https://www.jci.org/articles/view/40572#sd



Und Lithium kommt in höherer Konzentration in der Keimbahn vor:

Is lithium essential for epididymal sperm maturation?
http://www.sciencedirect.com/science/art...306987716301876

Zufall?

#28 RE: Lithium von Fichtennadel 17.03.2017 17:07

Lithium rescues synaptic plasticity and memory in Down syndrome mice:

https://www.jci.org/articles/view/64650

#29 RE: Lithium von mithut 17.03.2017 23:41

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Ich hoffe (trotz Suche), dass dies jetzt keine Doublette ist,
ein "Lithium"-Link von Markus im edudubily-Forum:
Lithium increases PGC-1a expression and mitochondrial biogenesis in primary bovine aortic endothelial cells
Ian T. Struewing, Corey D. Barnett, Tao Tang and Catherine D. Mao (2007)

#30 RE: Lithium von Wolfgang aus Berlin 18.03.2017 16:15

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Zitat von Ununheilig im Beitrag #25
Und bei der Form Lithiumorotat muss man nicht auf den Blutspiegel aufpassen? Gruß Ununheilig


Ich nehme Lithiumorotat seit einigen Jahren. Anfangs hatte ich den Blutspiegel geprüft. Das genaue Ergebnis habe ich nicht mehr im Kopf. Es war kein spezieller Anstieg erkennbar.

#31 RE: Lithium von jayjay 18.03.2017 22:12

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Also, da mein Gemüt etwas down ist und Denken schwer fällt, möchte ich auch wieder Lithium probieren. Ich nahm schon mal Lithiumorotat 5mg. Josh Mitteldorf und Wiki sagt, ich könnte genauso gut Lithiumcarbonat nehmen. Das wäre halt einiges günstiger und ich könnte es mir ins Wasser mischen.
Auf jedenfall habe ich mir Orotat gegoogelt und das hat sich interessant angehört. Allerdings steht auch etwas von mutagen!?Hm, Vitamin B13 gut für Herz und Hirn?
Vielleicht als Magnesoumorotat...naja ich weiß auch nicht wieviel gut ist?

#32 RE: Lithium von mithut 19.03.2017 07:47

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@jayjay
Schau dir vielleicht das mal an ... Mineral-Transporter

Flavonoide haben den Ruf, gute Chelatisierer zu sein.
(Ob sie in beide Richtungen - Resorption und Ausleitung - wirken, konnte ich bis jetzt noch nicht ganz rausfinden ... )

Nichts gegen Lithium - im Gegenteil!,
aber nicht nur (Zufall !?) wegen der von Dir genannten Befindlichkeiten,
auch weil es mir persönlich etwas zu versprechen scheint,
habe ich Mucuna ab nächste Woche im Test (am Freitag bestellt) ...

#33 RE: Lithium von jayjay 21.03.2017 20:48

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@mithut
Ich probiere einfach mal Lithiumcarbonat...

Wie wirkt den deine Juckbohne?
Habe sie als Kind als Juckpulver "genossen" :)
Bin gespannt wie das mehr an Dopamin bei dir wirkt. Ich habe mal das Dopamind von LEF genommen. Es hatte eine Wirkung,aber ob sie gut war, kann ich gar nicht sagen. Mein MAO-Hemmer ist Kaffee ;)

#34 RE: Lithium von Fichtennadel 22.09.2017 12:25

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16874097

Inositol and IP3 levels regulate autophagy: biology and therapeutic speculations.

We recently showed that lithium induces autophagy via inositol monophosphatase (IMPase) inhibition, leading to free inositol depletion and reduced myo-inositol-1,4, 5-triphosphate (IP3) levels. This represents a novel way of regulating mammalian autophagy, independent of the mammalian target of rapamycin (mTOR). Induction of autophagy by lithium led to enhanced clearance of autophagy substrates, like mutant huntingtin fragments and mutant alpha-synucleins, associated with Huntington's disease (HD) and some autosomal dominant forms of Parkinson's disease (PD), respectively. Similar effects were observed with a specific IMPase inhibitor and mood-stabilizing drugs that decrease inositol levels. This may represent a new therapeutic strategy for upregulating autophagy in the treatment of neurodegenerative disorders, where the mutant protein is an autophagy substrate. In this Addendum, we review these findings, and some of the speculative possibilities they raise.

http://evolutionarypsychiatry.blogspot.d...-longevity.html

dazu ein Erfahrungsbericht aus den Kommentaren zu o.g. Link:

I am familiar with the mecanism by which lithium depletes inositol levels. This is concerning and perplexing as low inositol levels are implicated in anxiety and depressive disorders. Speaking personally I have seen tremendous mental health benefit by supplementing 4800 mg of inositol per day. In addition to depression (mild bipolar?) I have a history of obesity, blood glucose dysregulation, and PCOS.

The relationship between PCOS and inositol deficiency is very clear; women with PCOS seem to not properly make d-chiro-inositol (a metabolite of myo-inositol, the sort you buy OTC) and this causes ovulatory dysfunction which turns into cystic follicles and significant endocrine disorder. D-chiro-inositol, along with proper catecholamine stimulation in the ovary, is necessary for ovulation to complete successfully.

The research on inositol as an important mediator of normal insulin receptor and serotonin receptor function is well established. Again, I have seen tremendous mental health benefits. Seroquel and abilify could not do what inositol did.

Perhaps I respond so well because I am inositol deficient (as evidenced by my history of PCOS/glucose disorder/depression).

I am concerned that many take lithium for exhibited behavior, but then gradually begin to experience signs of inositol deficiency like psoriasis, type 2 diabetes/hypoglycemia, and worsening of depressive tendency.

They say lithium is antidepressant but considering what I know about inositol I do not see how the antidepressant effect can be sustained, as inositol depletion is well implicated in serotonerigic dysfunction leading to depression and anxiety.

#35 RE: Lithium von Fichtennadel 22.09.2017 12:33

Und noch einer:

http://dukannstes.blogspot.de/2015/03/lithium.html

#36 RE: Lithium von Julie 22.09.2017 22:35

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Hallole ihr Lieben,
Lithium würde ich gerne Mal ausprobieren, aber ich meine gelesen zu haben, dass es bei Hashimoto kontraindiziert ist. Stimmt das?
Liebe Grüße von Julie

#37 RE: Lithium von Fichtennadel 23.09.2017 12:17

Schwer zu beantworten. Mit einem Lithium-haltigen Heilwasser wie Fachinger, Heppinger etc. die alle etwas unter 1mg/l Li enthalten ist ein eventuelles Risiko vielleicht geringer als mit einer Supplementierung per Präparat.
Es gibt Studien die die positiven Effekte des Lithium für Alzheimer-rävention, mentale und mitochondriale Gesundheit auch bei solch einer geringen, aber chronischen Zuführung nahelegen.

#38 RE: Lithium von Tizian 23.09.2017 15:35

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Wieviel Liter Fachinger muß man denn trinken, damit eine theoretisch wirksame Dosis erreicht wird?

#39 RE: Lithium von Julie 23.09.2017 23:15

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@Tizian
Hey, ein Superman mit Wasserbauch wird nicht arg witzig und obs dann noch mit dem Fliegen so klappt?

#40 RE: Lithium von Fichtennadel 24.09.2017 11:34

@Tizian

Ich vermute, dass ein Glas pro Tag (0,3l) auf Dauer, also bei "Fachinger" z.B ~ 250-280mcg, nicht zu wenig wäre.


https://www.originalhealth.net/3606

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