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#1 RE: Kaffee von La_Croix 07.05.2014 15:49

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Kaffee regt Selbstreinigung der Zellen an

Gute Nachrichten für Kaffeeliebhaber: Grazer Forscher entdeckten einen neuen gesundheitsfördernden Aspekt des Kaffees. Das tierisches Protein Methionin hemmt den Effekt aber, daher sollte Kaffee schwarz getrunken werden.

Ohne Milch ist Kaffee nicht nur ein kalorienarmes Getränk, sondern kann auch den zellulären Selbstreinigungsprozess, die Autophagie, auslösen. Grazer Biowissenschafter haben den molekularen Mechanismus hinter diesem erwünschten Effekt erkannt und in "PLOS Genetics" und "Cell Cycle" veröffentlicht.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/g...n-anregen.story

Wieder ein Punkt mehr für Methionin-Restriktion...

#2 RE: Kaffee von Lazarus Long 07.05.2014 16:17

Also den Kaffee trinke ich schon immer schwarz und vor Allem auch viel. Aber wie verbinde ich diese schöne Information mit Low Carb?

#3 RE: Kaffee von La_Croix 08.05.2014 07:14

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Zitat
Also den Kaffee trinke ich schon immer schwarz und vor Allem auch viel. Aber wie verbinde ich diese schöne Information mit Low Carb?


In dem du vor und unmittelbar nach dem Kaffeekonsum nach Möglichkeit eben keine Tierischen Produkte konsumierst.

Mit 58 Jahren wird der deutsche Mann krank
In Europa gibt es beim Gesundheitszustand der Menschen große Ungleichheiten. So leben in Deutschland überdurchschnittlich viele Diabetes-Kranke. Überhaupt ist der Deutsche weniger gesund als andere.
EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg ist besorgt über die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohe Zahl an Diabetes-Erkrankungen in Deutschland. Nach seinen Angaben leben deutsche Männer durchschnittlich 57,9 Jahre ohne besondere gesundheitliche Einschränkungen und Frauen 58,7 Jahre. "Die Zahl der gesunden Lebensjahre liegt damit in Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt von 61,8 Jahren für Männer und 62,2 Jahren für Frauen", sagte der Kommissar aus Malta der "Welt".


EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg ist besorgt über die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohe Zahl an Diabetes-Erkrankungen in Deutschland. Nach seinen Angaben leben deutsche Männer durchschnittlich 57,9 Jahre ohne besondere gesundheitliche Einschränkungen und Frauen 58,7 Jahre. "Die Zahl der gesunden Lebensjahre liegt damit in Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt von 61,8 Jahren für Männer und 62,2 Jahren für Frauen", sagte der Kommissar aus Malta der "Welt".

http://www.welt.de/politik/ausland/artic...Mann-krank.html

#4 Kaffee von Prometheus 10.10.2014 00:49

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Ein Kaffee-Thread war eigentlich schon längst mal fällig ;)

Hier zum Einstieg in die Kaffee-Story eine brandaktuelle Studie:

Drinking decaf or regular coffee maybe good for the liver
http://www.sciencedaily.com/releases/201...41009112642.htm
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.10....27367/abstract

Salopp forumuliert: Kaffe schmeichelt der Leber! Und das sogar, wenn er entcaffeiniert ist...
Ob das wohl an den Polyphenolen liegt?

#5 RE: Kaffee von Prometheus 15.11.2014 15:02

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Die in Kaffee enthaltene Chlorogensäure kann einer Insulinresistenz und Leberverfettung entgegenwirken:

Chemical in coffee may help prevent obesity-related disease
http://www.sciencedaily.com/releases/201...41114124907.htm

#6 RE: Kaffee von Joker 20.11.2014 13:36

Man kennt so grob gesagt 2-3 hochwirksame Stoffe im Kaffee:

1.) Koffein - welches positive und negative Wirkungen gleichermaßen hat

positiv - hilft der Leber, wirkt Hepatitis etc.. entgegen
negativ - macht z.B. hochgradig süchtig - man braucht dann ständig Kaffee/Koffein

2.) Chlorogensäure, welche aus Kaffeesäure und Chinasäure besteht, sowie in einer Kaskade anderer hochinteressanter Säuren abgebaut wird: Ferulasäure, Vanillinsäure etc.... Ein einzelner Stoff entfaltet sich in sehr viele Wirkstoffe.

Eine der interessantesten Anti-Aging-Substanzen überhaupt.

Allerdings ist die Chlorogensäure im normalen Kaffee nur noch in Spuren enthalten, da diese größtenteils zerstört wird bei der Röstung.

Wenn man es auf die Chlorogensäure abgesehen hat, kommt eigentlich nur grüner Kaffee in Frage, der aber momentan leider nur schwer verfügbar ist. Der Nestle-Verschnitt ist auch nur sehr bedingt tauglich, hat jedenfalls nicht die gleiche Wirkung wie der "richtige grüne". Es gibt nur wenige trinkbare reine grüne Kaffees mit ausreichendem Gehalt an Chlorogensäure.

Trinkbar wäre mir wichtig, keine Lust noch mehr Kapseln zu schlucken!

3.) Niacin (ein Vitamin, auch bekannt als "B3")

Der Kaffeetrinker kann seinen Niacinbedarf über Kaffee decken. Allerdings ist Niacinmangel selten, daher ist dieser Aspekt eher unwichtig!

4.) Weitere Stoffe / Gerb- und Röstsstoffe

Macht Zähne dunkel, verdauungsfördernd etc...



Die Chlorogensäure ist der wesentliche Anti-Aging-Bestandteil im Kaffee! An zweiter Stelle ist Koffein, welches eine unter Umständen positive Wirkung auf Nervenzellen und Leber ausüben kann. Der Rest ist Zugabe.

Es ist eben die Frage, ob Chlorogensäure unter Kaffee diskutiert werden sollte, da dieser ja nicht so viel davon enthält wie der grüne Kaffee, den es aber kaum noch gibt. Oder ein neues Thema "Chlorogensäure"?

#7 RE: Kaffee von Cornelius 20.11.2014 17:44

"Es gibt zahlreiche organische Säuren, die alle Derivate der Chlorogensäure sind. Ihre Gehalt ist stark von dem Röstgrad abhängig. Hell gerösteter Kaffee enthält viel Säure, er schmeckt daher auch deutlich saurer als stark gerösteter Kaffee. Die Chlorogensäure wird auch die Magenreizung verantwortlich gemacht. Spezielle Röstverfahren sollen sie daher reduzieren. Gegen diese Theorie spricht, dass sie auch in anderen Lebensmitteln vorkommt und diese nicht magenreizend sind. Chlorogensäure erhöht allerdings auch die Homocysteinkonzentration im Blut. Dies gilt als ein Risikofaktor um an koronaren Herzerkrankungen zu erkranken. (Arteriosklerose, Herzinfarkt)."
http://www.bernd-leitenberger.de/kaffee.shtml

->Helle Röstung bevorzugen? Oder ist zuviel Chlorogensäure doch schlecht?

#8 RE: Kaffee von Prometheus 20.11.2014 19:13

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Zitat
Man kennt so grob gesagt 2-3 hochwirksame Stoffe im Kaffee:

1.) Koffein - welches positive und negative Wirkungen gleichermaßen hat

positiv - hilft der Leber, wirkt Hepatitis etc.. entgegen
negativ - macht z.B. hochgradig süchtig - man braucht dann ständig Kaffee/Koffein

2.) Chlorogensäure, welche aus Kaffeesäure und Chinasäure besteht, sowie in einer Kaskade anderer hochinteressanter Säuren abgebaut wird: Ferulasäure, Vanillinsäure etc.... Ein einzelner Stoff entfaltet sich in sehr viele Wirkstoffe.

Eine der interessantesten Anti-Aging-Substanzen überhaupt.

Allerdings ist die Chlorogensäure im normalen Kaffee nur noch in Spuren enthalten, da diese größtenteils zerstört wird bei der Röstung.



Die Kaffeesorte "Arabica" enthält ca. 65 g Chlorogensäure, die Sorte "Robusta" ca. 85 g Chlorogensäure pro Kilogramm Kaffee. Also nicht viel, aber immerhin! Wichtig ist vor allem die Frage, wieviel Chlorogensäure optimal ist, wenn es ums Anti-Aging geht. In vielen Studien zeigt sich, dass man bei Röstkaffee ca. 3-5 Tassen/Tag benötigt, um die erwünschten Effekte zu erzielen. Gut möglich, dass bei grünem Kaffe nur eine halbe Tasse ausreichen würde. Aber wenn sich etwas Gutes tun kann UND dabei auch noch genießen kann, darf es von mir aus gerne auch Röstkaffee sein. Fragt sich nur, ob man bei 5 Tassen Kaffee pro Tag nicht endgültig zum Koffein-Junkie mutiert. In diesem Fall gibt es aber auch koffeinfreien Kaffee. Schmeckt auch und hat trotzdem die gewünschte Anti-Aging Wirkung.

#9 RE: Kaffee von Lazarus Long 20.11.2014 22:01

Also, das Koffeinproblem ist mir wurscht. Da bin ich eh süchtig. Was mich beunruhigt ist der Post von Cornelius:

Zitat von Cornelius im Beitrag #4

"Chlorogensäure erhöht allerdings auch die Homocysteinkonzentration im Blut. Dies gilt als ein Risikofaktor um an koronaren Herzerkrankungen zu erkranken. (Arteriosklerose, Herzinfarkt)."


Das was ich hier über Kaffee lese, könnte erklären wieso ich trotz teilwese heftigen Alkoholkonsums nie Leberprobleme hatte, aber bei nicht übertrieben fetter Ernährung Artheriosklerose.

#10 RE: Kaffee von Prometheus 20.11.2014 22:49

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Homocystein muss nicht vom Kaffeetrinken abhalten.

@Wolfgang: Darf ich zitieren?

Zitat von Wolfgang aus Berlin im Beitrag RE: methioninarme Diät


[...]
Wie stellt man fest, ob man viel oder wenig Methylation hat? Ganz einfach: Homocystein bestimmen lassen. Es ist einer von vielen toxischen Metaboliten der Methylation. Hoch ist schlecht, niedrig ist gut.

S. 172 f.f. Kurzweil und Grossman.

Weshalb hat man viel Homocystein? Es gibt verschiedene Ursachen: Ernährung, fehlende Nährstoffe, Genetik.

Zielwert für Homocystein kleiner 7,5 mcmol/L. N a c h dem Essen bestimmen lassen. Ich kenne das übrigens auch so für Cholesterin.

Wenn zu hoch dann pro Tag:

Vitamin B12 100 - 2.000mcg
Folsäure 800 bis 10.000mcg
Vitamin B2 25 100 mg
Vitamin B6 50 - 100 mg
Betain 100 - 300 mg
Zink 15 - 50 mg
Magnesium 400 - 800
TMG (trimethylglycine) 500 - 3.000 mg

Wenn die Genetik schlecht ist, müssen die oberen Werte erreicht werden, oder vielleicht mehr.
[...]



Noch ein paar Ergänzungen zu den Wirkungen von Kaffee (by Ray Peat):

http://raypeat.com/articles/articles/caffeine.shtml

#11 RE: Kaffee von Speedy 21.11.2014 00:53

Die Kaffeesäure sollte nicht unerwähnt bleiben und weist so einige positive Effekte auf.
z.B. Caffeic acid protects mice from memory deficits induced by focal cerebral ischemia.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25171077

Interessant ist auch die Kombination von Chlorogensäure und Mariendistel:
Potential impact of silymarin in combination with chlorogenic acid and/or melatonin in combating cardiomyopathy induced by carbon tetrachloride.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24955012

P.S. Wer übrigens Koffein nicht so gut verträgt und stattdessen entkoffeinierten Rohkaffee kauft sollte wissen, dass der Chlorogensäuregehalt in diesem nur noch sehr gering ausgeprägt ist, da bei den gängigen Entkoffeinierungsverfahren die Chlorogensäure mit hinausgelöst wird.

#12 RE: Kaffee von Nic2014 06.12.2014 15:46

Hallo,

was ist denn aus Anti-Aging-Sicht die beste Art, Kaffee zuzubereiten?
Kaffeekapseln aus Alu sind doch eher schlecht, oder? Und endokrine Dysruptoren in den Plastikschläuchen der Kaffeemaschinen?
(Oder ist das jetzt Paranoia???)

Wie lösen sich die wertvollen Inhalststoffe am besten aus dem Pulver?

#13 RE: Kaffee von Prometheus 16.12.2014 23:23

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Do caffeine's effects differ with or without sugar?
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2...i-dce121614.php

#14 RE: Kaffee von La_Croix 22.12.2014 23:32

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Zitat von Nic2014 im Beitrag #12
Hallo,

was ist denn aus Anti-Aging-Sicht die beste Art, Kaffee zuzubereiten?
Kaffeekapseln aus Alu sind doch eher schlecht, oder? Und endokrine Dysruptoren in den Plastikschläuchen der Kaffeemaschinen?
(Oder ist das jetzt Paranoia???)

Wie lösen sich die wertvollen Inhalststoffe am besten aus dem Pulver?




Ich würde sagen, am besten Trinkt man Mokka.

Macht Mokka langlebiger?
Senioren, die griechischen Kaffee trinken, haben besonders gesunde Gefäße

Warum sind Menschen in manchen Gebieten so besonders langlebig? Zumindest für eine dieser Inseln der Hundertjährigen könnte die Antwort ganz einfach sein: Es ist der Kaffee. Forscher haben herausgefunden, dass die fittesten Alten auf der griechischen Insel Ikaria besonders viel von dem typischen gebrühten Kaffee dieser Region trinken. Dieser Kaffee enthält besonders viele gesunde Inhaltsstoffe und wenig Koffein. Das wiederum könnte erklären, warum die Gefäßwände der Vieltrinker besonders gut in Schuss waren, berichten die Forscher im Fachmagazin "Vascular Medicine".

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-15799-2013-03-20.html

#15 RE: Kaffee von Prometheus 14.01.2015 09:27

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Koffein ist für Honigbienen offenbar ein wahres Langlebigkeitselixir:

Unexpectedly Strong Effect of Caffeine on the Vitality of Western Honeybees (Apis mellifera).
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25540004

Und diese Grafik aus der Arbeit finde ich auch sehr aufschlussreich:

Methylation.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

#16 RE: Kaffee von Lazarus Long 14.01.2015 19:18

Ist die beste Methode um Koffein in größerer Menge aufzunehmen, nicht grüner Tee. Vor allem ohne Homocystein!

#17 RE: Kaffee von Methos 14.01.2015 20:50

Hallo LL,

Ich schätze, dass Hcy auch durch Grüntee etwas steigen kann, allerdings vielleicht nicht ganz so viel wie bei Kafee, da im grünen Tee schon B-Vitamine mit drin sind!

Gruß
Methos

#18 RE: Kaffee von Lazarus Long 14.01.2015 22:09

Wie kommt denn das Hcy in den Trinkkaffee. Ich denke Hcy ist ein Methioninzerfallsprodukt. Also kann es doch nur aus dem Fett der Kaffeebohne(nuss) kommen.
Wo soll es denn bei den Teeblättern herkommen? Es hat doch nichts mit dem Koffeein zu tun oder?

#19 RE: Kaffee von Prometheus 14.01.2015 22:30

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Nein, im Kaffee selbst sind keine relevanten Homocysteinmengen. Kaffee scheint eher einen komplexen Einfluss auf den gesamten Methylierungsprozess zu haben!

#20 RE: Kaffee von Lazarus Long 15.01.2015 09:38

Und wie ist es mit grünem Tee @Prometheus?

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