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#61 RE: Progesteron für Männer von parcel 20.11.2016 20:33

Zitat von Curious im Beitrag #49
Richtig Parcel!
Hochdosiertes Progesteron sollte immer engmaschig durch Blut- oder Speichelanalysen begleitet werden.
Man weiß nie, wie genau der Stoffwechsel das eingenommene Progesteron vertoffwechselt und man kann sich sehr leicht unerwünschte Nebenwirkungen einfangen, z. B. eine Östrogendominanz. Das wäre insbesondere für Männer ganz schlecht.

"Progesteron kaufen":
Progesteron ist rezeptpflichtig mit Ausnahme der homöopathischen D4.




Ich halte absolut nichts von Speicheltest, sie sind in hohem Maße unzuverlässig. Eine Progesteron Substitution braucht auch nicht ständig durch BE überwacht werden, das machen nicht einmal Gynäkologen. Wenn Probleme auftreten, kann eine Hormonanalyse bei Männern Sinn machen, weil hier die hochdosierte Progesteron Einnahme noch nicht so weit verbreitet ist.

#62 RE: Progesteron für Männer von Fichtennadel 24.11.2016 19:46

Diese aktuelle Studie hat die Menge verschiedener zirkulierender Steroide bei Männern gemessen, mit dem Ziel, steroidale Biomarker für Depressionen und Angsstörungen zu finden.
Die Ergebnisse sind teils erstaunlich. In Bezug auf Progesteron ist auffällig, dass die Kontrollgrupe der "Gesunden" deutlich höhere Progesteronwerte aufwies als die Depessionsgruppe und als die Anxietygruppe. Der quantitaiv massivste und aus allen Relationen hervorbrechende Unterschied besteht aber in der Menge des Progesteron-Metaboliten 5beta-Pregnane-3ß,20a-diol, genauer: des nicht näher genannten Konjugats desselben (dürfte Glucoronid sein?). Während es bei der Dep-Gruppe durchschnittlich 17 nmol/l und der Anx-Gruppe ca. 19 nmol/l waren, weist die "gesunde" Kontrollgrupee 326 nmol/l auf.

http://www.biomed.cas.cz/physiolres/pdf/...202/64_S275.pdf

Wer weiß mehr zu dieser Substanz, was hat es damit auf sich. Ich weiß nur, dass es einige Pregnan/Progesteron abgeleitete Pharamazeutika gibt oder erforscht werden, die bzgl. neurologischer Erkrankungen den NMDA-Rezeptor negativ modulieren können/sollen.

#63 RE: Progesteron für Männer von Fichtennadel 24.11.2016 20:40

SHBG ist in der Kontrollgruppe ebenfalls deutlich niedriger, sulfatierte Steroide oft höher (die selber wirksam sind und nicht nur als Reserve oder zur Inaktivierung dienen),
und DHT ist trotz höherem Progesteron ebenfalls höher in der Kontrollgruppe.
Das hinsichtlich Krebsprophylaxe, Oxytocinstoffwechsel und HPA-Achse-Regulierung interessante 3ß-Diol, ein DHT-Metabolit, ebenfalls höher.


Wie kann man diese Ergebnisse schüssig interpretieren?


Gibt es einen Zusammenhang zwischen niederigem SHBG und hohen sulfatierten Steroiden, wie beides in der Kontrollgruppe auffällt?

Wie wichtig sind diese sulfatierten Steroide in neurologischer Hinsicht? Es heißt, sie seien eher hydrophil und würden daher die Blut-Hirn-Schranke schlecht überwinden?
Stimmt das wirklich? Meine Erfahrung mit aerosolem, ihalierten DHEA-S und Androsteronsulfat lässt mich anderes schlussfolgern. Ich glaube, die Moleküle kommen sehr gut im CNS an.

Spielen die Sulfotransferasen eine entscheidene Rolle im Steroidmetabolismus oder sind die hohen Sulfate nur eine Folge anderer Stoffwechsellagen? Spielen Leber- oder Nierenfunktion eine Rolle?

Die gerne als Supplement verwendeten Steriode DHEA und Pregnenolone sind in ihrem Grundzustand in beiden pathologischen Gruppen höher als in Control. Offenbar sind sie, wenn
überhaupt, als zugeführte Substanzen nur über ihre Metbaoliten positiv wirksam. Sind also die verschiedenen metabolischen Pfade und die dafür benötigten Enzyme in den pathologischen Gruppen irgendwie "kompromittiert"?

Die sulfatierten Steroide sind negative allosterische Modulatoren der GABAa-Rezeptoren. Anscheinend ist eine dämpfende, sedierende Wirkung wie von Benzos bekannt, nicht gleichzusetzen mit echter depressions- und angstlösenden Wirkungen, evtl. sogar negativ und der Pathogenese förderlich? Vlt. spielt GABAa in dem komplexen Rezeptorgeflecht des CNS eine nur untergeordnete Rolle was Kognition usw. angeht.

Cortisol ist in der Depressionsgruppe am höchsten, ebenso DHEA. Diese beiden stehen bewiesenermaßen in Zusammenhang - hohes DHEA scheint ein Coping-Mechanismus zu sein. Offenbar führt es aber dennoch nicht zu langfristig niedrigeren Cortisol-Werten, wie gerne postuliert wird, sondern ist eben nur eine "schlechtere" Kompensationslösung mit wahrscheinlich anderen negativen Begleiterscheinungen.

In dem Zusammenhang wieder die Frage nach Huhn und Ei? Was ist Auslöser? Hohes Cortisol = hohes DHEA = ungünstge Metaboliten evtl. Anpassung der Enzyme
oder
Ein bestehendes metabolisches "Problem" im Enzymsystem, das diesen Zustand begünstigt

Progesteron und Metbaoliten, ebenso DHT und Metaboliten scheinen sehr wichtig zu sein. Über Mechanismen ist vergleichsweise wenig bekannt.


Einige paradox erscheinende Werte können evtl. mit den in diesem umfangreichen Paper erwähnten "Possible Explanations for the Paradoxical Effect of GABA-Steroids" erklärt werden, zu finden unter gleichnamigem Absatz:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3356040/
Allopregananolone scheint bei bis zu 36% der Studienteilnehmer eine Inverse Stimmungs/Quantität-Beziehung aufzuweisen.



Was zum Geier hat es mit genanntem Prog-Metaboliten 5beta-Pregnane-3ß,20a-diol auf sich? Wieso ist es "so hoch" in der Kontrollgruppe. 5ß-Reductase ... 3ß-Hydroxylase, wer kennt sich damit schon aus, alles konzetriert sich auf die alpha-Geschwister. Sind wir nicht alle ein bisschen binär?

Dann gibt es, lt. dem hier verlinkten Paper, auch noch
Steroids such as 11-keto derivative of PS are of particular interest, as it behaves as a positive, negative, or neutral modulator on the GABAA-receptor. It is suggested that 11-keto pregnenolone sulfate (11-keto PS) exerts a dual action on distinct positive and negative steroid modulation sites associated with the GABAA-receptor

11-Keto Preg-Sulfat also, ein bzgl. GABAa-Modulation adaptiver Metabolit, leider im Blut nicht untersucht worden. Solche 2wild cards" spielen sicher auch noch eine Entscheidene Rolle in dem ganzen Wirrwarr.

#64 RE: Progesteron für Männer von spoon79 26.11.2016 07:00

Hatte ich bereits mal gepostet:
http://www.sagerx.com/programs.php#547

http://www.sagerx.com/programs.php

Hier geht es den Metaboliten Allopregnanolon.

Aus dem Link von Fichtenadel entommen:

Depressive men (D)
Allopregnanolone [nmol/l] 0.126 (0.106, 0.162)

Men with anxiety (A)
Allopregnanolone [nmol/l] 0.137 (0.0967, 0.174)

Controls (C)
Allopregnanolone [nmol/l] 0.194 (0.137, 0.236)


"There is considerable evidence for the
involvement of neurosteroids in the aetiology of anxiety
disorders. Neurosteroids such as allopregnanolone and
tetrahydrodeoxycortisone (THDOC) are potent anxiolytic
agents (MacKenzie and Maguire 2013, Nuss 2015).
Progesterone also has anxiolytic activity in animal
models. Administration of progesterone produces similar
sedative-anxiolytic effects in men and women (Bristot et
al. 2014). In our hands men with depression and men
with anxiety differed mainly in the levels of 20α-dihydropregnenolone
sulfate, estradiol and cortisol, and
in 17-hydroxypregnenolone sulfate, 5-androstene
3β,7β,17β-triol, progesterone and estrone sulfate."

"Einige paradox erscheinende Werte können evtl. mit den in diesem umfangreichen Paper erwähnten "Possible Explanations for the Paradoxical Effect of GABA-Steroids" erklärt werden, zu finden unter gleichnamigem Absatz:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3356040/
Allopregananolone scheint bei bis zu 36% der Studienteilnehmer eine Inverse Stimmungs/Quantität-Beziehung aufzuweisen."

Thus allopregnanolone seems to have a biphasic effect on mood with an inverted U-shaped relationship between concentration and effect. In postmenopausal women receiving progesterone, a biphasic relation between the negative mood symptoms and the plasma concentrations of allopregnanolone was observed. The negative mood increased with the elevating serum concentration of allopregnanolone up to the maximum concentration seen at the luteal phase. With further increase in allopregnanolone concentration there was a decrease in symptom severity (Andreen et al., 2005, 2006). An inverted U-shaped relation between allopregnanolone dosage and irritability/aggression has also been noted in rats (Miczek et al., 2003).

Das beschreibt Römmler in seinem Buch ebenfalls, jedoch bezogen auf das Progesteron.

#65 RE: Progesteron für Männer von Fichtennadel 26.11.2016 16:09

Beide für mich sehr auffälligen Metaboliten, also 3ß-Diol-Konjugat und 5beta-Pregnane-3ß,20a-diol-Konjugat sind also von 5ß-Reductase und 3ß-HSD abhängig. Liegt hier ein Ansatzpunkt bei neurologischen Störungen wie Depression und Angsstörungen? Wie kann man ein Hormon- und Enzymsystem beeinflußen dass es diese Pathways begünstigt?

#66 RE: Progesteron für Männer von Fichtennadel 29.11.2016 09:02

Ich misbrauche noch einmal diesen Thred und beziehe mich noch einmal auf die Steroid-Messungen im Blut in der oben genannten Studie. Aufgefallen waren also auch große quantitative Unterschiede bei sulfatierten Steroiden - größer in der Kontrollgruppe.

Dazu ein sehr gutes Review bzgl. der Bedeutung der am Sulfatierungsmechnaismus beteiligten Enzyme gefunden:
http://press.endocrine.org/doi/10.1210/er.2015-1036

Sulfatierte Steroide hängen offenbar von bestimmten Peptiden ab um in Zellen transportiert zu werden. Dann spielen sie auch in Geweben eine große Rolle, die sonst keine Steroidgenese betreiben könnten (Hirn, Prostata), da dort das Enzym P450scc fehlt.

Das Review zitiert eine Menge weiterführender interessanter Studien und beleuchtet die Bedeutung von sulfatierten Steroiden und den beteiligten Enzymen auch hinsichtlih Aging, verschiedenen Krebsarten (Prostata) und anderen Pathologien.

#67 RE: Progesteron für Männer von Fichtennadel 30.11.2016 09:03

5alpha-Dihydroprogesteron:

https://raypeatforum.com/community/threa...-for-r-d.13743/

https://raypeatforum.com/community/attac...kdoor-png.3963/


Der 5alpha-Reductase Metabolit des Progesteron, der sich angeblich nicht in Östrogene aromatsieren lässt und als Precursor so interessanter Androgene wie Allopregnanolone, DHT, Androsteron und Androstandiol gilt. Das ideale "Progesteron für Männer"?

#68 RE: Progesteron für Männer von Wolfgang aus Berlin 30.11.2016 09:19

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Zitat aus dem oberen Link: "However, due to its 5-AR derived nature 5α-Dihydroprogesterone (5α-DHP) can serve as a pro-hormone to potent androgens such as DHT, androstanedione, and androsterone through a recently discovered alternative pathway."

DHT wollte man in Bezug auf Prostata nicht in großen Mengen haben. Ich kenne das so, das man(n) versucht DHT am unteren Ende des Normbereiches einzustellen. Mein letzter Laborwert war allerdings mit der Bemerkung versehen, es wäre derzeit kein Normbereich verfügbar. Es wurde ein Orientierungswert vorgeschlagen.

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben hatte, ist das Thema extrem kompliziert. Ich glaube nicht, dass man die Hormone optimal beeinflussen kann. Es besteht stets die Möglichkeit, dass man Prozesse anschiebt, die man nicht haben möchte. Insofern überprüfe ich stichpunktweise.

#69 RE: Progesteron für Männer von Fichtennadel 30.11.2016 11:17

Zitat von Wolfgang aus Berlin im Beitrag #68
Z
Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben hatte, ist das Thema extrem kompliziert. Ich glaube nicht, dass man die Hormone optimal beeinflussen kann. Es besteht stets die Möglichkeit, dass man Prozesse anschiebt, die man nicht haben möchte. Insofern überprüfe ich stichpunktweise.


Das ist allerdings auch meine Auffassung. Der Hormonstoffwechsel ist zu komplex und verzahnt, als dass Substituierung von Stoffen aufgrund der gegenwärtigen Kenntnisse ein fiktives Optimum herbeiführen könnte.
Das Thema DHT u. Prostata zeigt ja schon, dass man keine absoluten Wahrheiten propagieren kann. DHT scheint sowohl Prostatakrebs verschlimmern, mitauslösen als auch vorbeugen zu können. Ich glaube nicht, dass ein gesunder Mann niedriges DHT anstreben sollte, im Gegenteil, wenn es um andere metabolische Parameter wie Enzyme, die nötige metabolische Energie etc. "gut bestellt" ist, scheinen DHT und/oder enige Metaboliten sehr positive Eigenschaften haben zu können - andererseits befeuern DHT und/oder einige Metaboliten einige gravierende Pathologien. Homöostase mal wieder.

#70 RE: Progesteron für Männer von wmuees 30.11.2016 14:28

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Ich habe - bedingt durch einen hohen Testosteronspiegel - sehr viel DHT im Körper, jedenfalls weit über dem üblichen Maß.
Interessanterweise scheint dies nicht den PSA-Wert zu beeinflussen. Vielmehr scheint der PSA-Wert mit steigendem Östrogen anzusteigen.
Seitdem ich mein Östrogen in Schach halte, dümpelt der PSA-Wert bei 0,9 rum. Wollen nur hoffen, dass es lange so bleibt!

#71 RE: Progesteron für Männer von Wolfgang aus Berlin 30.11.2016 15:37

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Nach Dr. Friedman, theoretischer Biologe, von mir hier im Forum mehrfach erwähnt, ist Estradiol eine Hauptursache von hormonabhängigem Krebs. Da der Wert im Blut geringer als in Geweben von "Hormonorganen" ist, weil dort besonders viel Aromatase vorliegt, schlägt er vor, bei Prostatakrebs dauerhaft einen Aromatasehemmer zu verwenden. Sollte Estradiol im Blut zu niedrig werden (z.B. Osteoporosegefahr), würde man Estradiol (z.B. Pflaster) substituieren und den Aromatasehemmer beibehalten. Estradiol und Estron sollten sowieso nicht zu hoch sein. Ich denke, präventiv könnte eine Ernährung die aromatasehemmende Bestandteile hat, nicht schaden. Oder umgekehrt, östrogenfördernde Nahrung sollte eingeschränkt werden.

Friedman schlägt vor, mit dem DHT im Dreimonats-Zyklus (90 Tage Zellwachstum) zwischen niedrig normal und hoch normal zu variieren. Gleichzeitig schlägt er dauerhafte Testosteronsubstitution vor, weil Testosteron Prostatakrebs verhindert. Es gibt ein paar spezielle Ausnahmen. Dieser Wechsel von niedrig zu hoch kann mit Finasterid erreicht werden. Avodart ist wegen der langen Halbwertzeit dafür nicht geeignet.

Bis die Schulmedizin derartige Ansätze prüft und übernimmt, werden wohl noch ein paar Jahrzehnte lang Männer sich Prostataentfernungen (RPE) unterziehen und schwerwiegende Nebenwirkungen in Kauf nehmen müssen.

Außerdem: Hat man Mutationen in den Brustkrebsgenen (BRCA1/BRCA2), verbietet sich die Gabe von Progesteron. Dies gilt auch für Frauen.

#72 RE: Progesteron für Männer von Prometheus 08.12.2016 08:01

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Progesteron kann schläfrig machen und verbessert die REM-Schlafphasen:

Progesterone-induced changes in sleep in male subjects
http://ajpendo.physiology.org/content/272/5/E885.short

#73 RE: Progesteron für Männer von spoon79 31.12.2016 12:26

http://www.alzforum.org/news/research-ne...-tau-alzheimers

"To see if allopregnanolone could be a marker in AD, Wang is analyzing a cohort of 16,000 people followed at UMiss for 30 years. They donated plasma samples five times during the course of the study, starting at the beginning when everyone was still cognitively healthy. Wang and colleagues are using Simoa to measure allopregnanolone quantities down to fg/ml, he said. Preliminary data suggest this method can detect small decreases in the hormone about 10 to 15 years before cognitive symptoms appear, hinting it might be prognostic. Wang is still analyzing how well these low allopregnanolone levels predict future risk of neurodegenerative disease.—Madolyn Bowman Rogers"

#74 RE: Progesteron für Männer von Wolfgang aus Berlin 07.02.2017 20:06

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@parcel NEM-Anbieter (3)

Zitat von parcel: "Dr. Jonathan Wright schreibt in seinem Buch "Bio identische Hormone", dass man Östriol im Blut gar nicht messen kann, vermutlich wegen der kurzen Halbwertzeit. Östriol kann man nur im 24 Stunden Urin bestimmen, schreibt er.

Onas Progesteron Creme habe ich auch schon mal angewandt, mir persönlich hat die Konsistenz nicht so gut gefallen, aber sie hatte natürlich 10% Progesteron. Im Moment habe ich noch Progesteron Creme, aber wenn ich wieder welche brauche, werde ich mir eine Creme selber rühren. Ich habe jede Menge Utrogest Kapseln mit 100mg da liegen, deren Inhalt besteht ja aus einer cremeartigen Flüssigkeit, die lässt sich mit Sicherheit gut mit einer anderen Creme mischen.
"

Ich werde bei Jonathan Wright nachlesen. Danke für den Hinweis. Man liest so viel und kann sich nicht alles merken. Die Idee mit den Progesteronkapseln ist gut.

Irgendwo habe ich gelesen, wenn man Progesteron transdermal appliziert, dass dann eine geringere Umwandlung in andere Hormone erfolgen soll. Ich konnte das bisher noch nicht wiederfinden. Mir geht es darum, bei Prostatakrebs nicht zu viel DHT und Estron und/oder Estradiol zu erzeugen. Es gibt sicher nicht viele Männer, die bei Prostatakrebs derartig vorgehen. Wenn mein Urologe das wüsste, würde er verrückt werden und sein Weltbild zusammenbrechen.

Bei transdermaler Applikation reicht eine geringere Dosis, weil die Umwandlung in Metabolite in der Leber entfällt. Wahrscheinlich sind für einen Mann 100 mg transdermal zu viel.

Eine Packung Progestan (als Reimport; davon habe ich diverse) enthält 90 Kapseln a 100 mg Progesteron und kostet ca. 29,- €. Das hört sich doch gut an.

#75 RE: Progesteron für Männer von Fichtennadel 07.02.2017 22:00

@Wolfgang aus Berlin

Die englischsprachige Ray Peat - Community befasst scih viel mit transdermaler Verwendung von Steroiden. Dort ist man überzeugt, dass diese ganz anders verstoffwechselt werden und man daher viel geringere Mengen als oral benötigt. Datu kursieren dort auch viele Studien, um dass zu untermauern. Bin momentan zu bequem, davon ein paar zu suchen und zu verlinken.

Progesteron gelöst in Vitamin E zur transdermalen Applikation beruht im Übrigen auf einem Patent von Dr. Ray Peat höchstselbst, das Produkt dazu heißt Progest-E.

#76 RE: Progesteron für Männer von parcel 08.02.2017 12:11

@Wolfgang aus Berlin

ich zitiere einmal Dr. Jonathan Wright, so steht es in seinem Buch „ Bioidentische Hormone“ Seite 303.

Bluttests sind auch nicht optimal für die Überwachung der Östriolwerte, einem der wichtigsten Östrogene zum Schutz des Körpers; genau genommen lässt sich im Labor Östriol im Serum praktisch gar nicht bestimmen. Der Grund dafür ist noch nicht vollständig aufgeklärt; laut einer Studie wird Östriol aufgrund seiner sehr kurzen Halbwertzeit (rasche Verstoffwechselung) aus dem Blut entfernt.

Mein Mann nimmt an 5 Tagen in der Woche knapp einen halben Hub (ungefähr 7mg) einer 2% Progesteron Creme, er hat damit seinen starken Haarausfall gänzlich gestoppt und wieder volleres Haar bekommen. Er hat früher andere Produkte ausprobiert, aber keines hatte eine zufriedenstellende Wirkung, der Haarausfall ist geblieben.

#77 RE: Progesteron für Männer von Wolfgang aus Berlin 08.02.2017 20:33

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@parcel Da werde ich morgen mal die Seite 303 nachlesen.

Ich nehme morgens gegen 6 Uhr einen Hub einer 2%igen Östriol-Creme. Das Blutergebnis, gegen 9.30 Uhr bestimmt, beträgt <0,08 ng/ml. Das Labor schreibt: "Das Ergebnis wurde durch eine zweite Messung bestätigt" Dann gehen die wohl davon aus, dass bei einem Mann ein höheres Ergebnis möglich ist.

Jetzt ist mir noch eingefallen, dass ich unter gleichen Einnahmebedingungen mal einen 24-h-Sammelurin (alle Steroidhormone und diverse Metaboliten) machen lassen habe. Das Ergebnis für Östriol ist 36,1 mcg/g Kreatinin (Referenz: 3,10 - 15,05). Somit habe ich tatsächlich einen hohen Wert. Dr. Jonathan Wright liegt richtig.

Übrigens, das 24-h-Profil kostet so ca. 360,- € und enthält ca. 30 verschiedene Hormone bzw. Hormonmetaboliten, sowie 5-alpha-Reduktase und Aromatase. Enthalten sind beispielsweise die interessanten Östronmetaboliten wie 2-Hydroxy,- 4-Hydroxy,- 2-Methoxy,- 4-Methoxy,- 16-Hydroxy - Östron.

Ein Flussbild erklärt die diversen Umwandlungswege, sodass man zur Beeinflussung entsprechende Nahrung (Kohlgemüse [I3C, DIM] usw.) heraussuchen kann. Bei einer zweiten Messung hatte meine veränderte Nahrung und NEM schon Verschiebungen gebracht.

So eine Bestimmung kann nicht schaden. Ein Arzt sieht das locker und verzichtet meist auf solch genaue Arbeitsweise, ich jedoch bin Ingenieur.

Ein Onkologe, der wirklich gut Ahnung von Hormonen hat, war ganz erstaunt, wie unterschiedlich einige Blut- und Urinergebnisse waren. Da es sich um eine 24-h-Dauerwirkung auf z.B. Krebszellen handelt, sind Testosteron, DHT, Östrogene usw., einmalig früh abgenommen, eben nur eine ungenaue Stichprobe. Bei der Bestimmung von DHEA-S dürfte es wiederum egal sein.

Gruß
Wolfgang

#78 RE: Progesteron für Männer von Fichtennadel 09.02.2017 11:04

Für den Notfall/Schlaganfall ruhig etwas Progesteron als Nasenspray vorhalten ;):

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26079443

#79 RE: Progesteron für Männer von spoon79 12.02.2017 07:13

Kurzes Update:
Ich habe die Dosis von 400mg auf 200mg verringert. In der Tat gab es bei dieser Dosierung zuletzt doch Nebenwirkungen in Form von "Unwohlsein" bis hin zu leichten Angstzuständen. Habe darauf mal meinen Blutdruck wie auch meinen Blutzucke gemessen, jedoch ohne Auffälligkeiten. Nach der Reduzierung sind diese Symptome schrittweise zurückgegangen. Jemand eine Idee, ob orales (!) Progesteron auch im Fettgewebe gespeichert wird? Konnte bisher dazu nichts finden.

#80 RE: Progesteron für Männer von BizzActionDrive 15.04.2017 20:50

Da es sehr wenige Diskussionen über Progesteron creme gibt und mir einige Sachen unklar sind bring ich mich hier mal mit ein.

Ich creme zur zeit mit 8-10mg nach dem 5tage on 2tage off Schema.
Ich möchte mit meinem Progesteron Wert nicht all zu sehr über den referenzwert hinausschießen. Wie sieht die aktuelle Lage zur Zeit aus , ist ein Wert darüber hinaus als bedenklich einzustufen? Ist ein erhöhter Wert schlecht wenn ich ein Kind zeugen will?

Mein Ausgangswert ist 0,38ng/ml, der minimalste wert den ich für Progesteron mal dokumentiert habe der war 0,12ng/ml, der höchste 0,60ng/ml.

Cremen schlägt gut an, ich schlafe besser, und es sozialisiert mich auch, neige eher zu depressiven Verstimmung und Anxiety, beides dadurch deutlich besser in den Griff zu bekommen. Libido na

Wird sich der Wert mit diesem Schema irgendwo einpendeln, oder steigt er stätig solange ich supplementiere.

Des weiteren wie wirkt es sich beim Mann jetzt auf Östrogen aus?

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