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#1 Kochsalz von La_Croix 23.09.2015 12:26

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Hallo,

Ich wollte mal nachfragen, ob ihr auf eine salzarme Ernährung achtet.

Salz, scheint ja generell eher ein alterstreiber zu sein.

So beschleunigt Salz bereits bei Teenagern die Telomerverkürzung:
Salz und Übergewicht lassen Teenager vorzeitig altern
Viele Teenager möchten zwar älter erscheinen als sie tatsächlich sind, aber so haben sie sich das wahrscheinlich nicht vorgestellt: Eine Kombination von Übergewicht und zu viel Salz scheint bereits bei Jugendlichen die Zellalterung zu beschleunigen. Dies berichteten US-Wissenschaftler auf einer Tagung der American Heart Association in San Francisco, USA.
http://www.aponet.de/aktuelles/forschung...ger-altern.html


Der Blutdruck wird durch Salz erhöht, was den Alterungsprozess auf allen Ebenen beschleunigen dürfte, vor allem aber den der Gefäße.
https://de.wikipedia.org/wiki/Speisesalz#Bluthochdruck
http://www.jameda.de/gesundheit/herz-kre...f-blutgefaesse/

Auch scheint Salz das Immunsystem stark zu aktiveren, allerdings eher unspezifisch und fördert so auch Autoimmunkrankheiten.

Übeltäter: Salz
Der Körper braucht es, und es verbessert den Geschmack vieler Speisen. Auf der anderen Seite ist nach wie vor unklar, ob zu viel davon nicht vielleicht doch den Blutdruck und damit das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten erhöht. Und damit nicht genug – gleich zwei neue Studien lassen jetzt einen weiteren Verdacht aufkommen: Ist zu viel Salz möglicherweise auch noch Schuld an der Zunahme von Autoimmunerkrankungen, die in den vergangenen Jahren beobachtet wurde?
http://www.wissenschaft.de/home/-/journa...6/12054/915397/

Zu viel Salz könnte Entstehung von Autoimmun­erkrankungen fördern
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53...kungen-foerdern


Immerhin, die Haut und Wundheilung könnte von erhöhtem Salzkonsum profitieren.

Salz bringt das Immunsystem in der Haut gegen Infektionen auf Trab
Zu viel Salz im Essen ist ungesund. Es löst nicht nur Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Krankheiten aus, sondern fördert auch die Entstehung von Autoimmunerkrankungen. Jetzt haben Dr. Jonathan Jantsch, Valentin Schatz (bisher Universität Erlangen-Nürnberg, FAU, jetzt Universität Regensburg) sowie Prof. Friedrich Luft (Experimental and Clinical Research Center, ECRC, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) und Prof. Jens Titze (FAU und Vanderbilt University, Nashville, USA) gezeigt, dass hoher Salzkonsum jedoch auch die Fresszellen (Makrophagen) des Immunsystems auf Trab bringt, die bei Mäusen bakterielle Infektionen der Haut bekämpfen. Auch bei Patienten sammelt sich Salz verstärkt um Entzündungsherde der Haut an.
https://www.mdc-berlin.de/44283830/de/ne..._in_der_haut_ge


Salz fördert Immunsystem der Haut
Forscher konnten zeigen, dass hoher Salzkonsum die Fresszellen des Immunsystems in der Haut auf Trab bringt. Demnach sammelt sich Salz verstärkt um Entzündungsherde.
http://derstandard.at/2000012747298/Salz...system-der-Haut


Salz ist (in den Mengen, wie sie in Europa konsumiert wird), meiner Meinung nach, was die Alterung betrift, fast so schlimm wie reiner Zucker.

Wie haltet ihr es mit dem Salzkonsum?

Sollte man Salz einfach wo es nur geht vermeiden, oder würzt ihr mäßig mit Salz?

Ich vermute mal, wer ein paar mal pro Woche Meeresfisch und Meeresfrüchte ist, wird auch auf genug Salz kommen oder?
Und wer nicht gerade Low oder No-Carb lebt, wird ja auch mit Brot immer einiges an Salz zu sich nehmen.
Eine unterversorgung mit Salz ist wohl so gut wie ausgeschlossen, oder habt ihr disbezüglich schon mal was gehört, in unseren Breiten?

#2 RE: Kochsalz von Ununheilig 23.09.2015 14:04

Also mein Natriumwert ist immer im unteren Bereich, manchmal auch unterhalb des unteren Normalwertes. Lebe gemäßigtes Low carb mit viel Sport. Hängt sicherlich von vielen Faktoren ab, Stress, Schwitzen etc.

Gruß Ununheilig

#3 RE: Kochsalz von Prometheus 24.09.2015 12:40

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@La_Croix
Danke für dieses wichtige Thema!

Kochsalz gehört strenggenommen zu den essentiellen Substanzen. Heißt übersetzt: Brauchen wir. Fragt sich nur, in welcher Menge...
Im Gegensatz zu vielen anderen essentiellen Substanzen haben wir bei Max Mustermann in der Regel eine Überversorgungs-Situation. Das kann im Einzelfall aber ganz anders aussehen!

Möglicherweise sind die derzeit geltenden empfohlenen Verzehrmengen für Bluthochdruck-Patienten sogar ein wenig ZU STRENG?
Schaut man sich zum Beispiel das Verhältnis von im Urin ausgeschiedenem Kochsalz zu kardiovaskulären Ereignissen an, sieht man auf den ersten Blick, dass es bei Kochsalz einen Optimalbereich gibt:
(siehe Anhang). Quelle:
Urinary Sodium and Potassium Excretion and Risk of Cardiovascular Events
http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1105553

Wichtig ist auch, dass das Verhältnis von aufgenommenem Kochsalz zu den aufgenommenen Kaliummengen ausbalanciert ist. Wird häufig vergessen!


Josh Mitteldorf hat in seinem Blog passend zum Thema angemerkt, dass man auch bei Kochsalz und Bluthochdruck nicht "Assoziation" mit "Kausalität" verwechseln darf:

Dietary Salt: Medical Science Corrects a Long-Standing Error
http://joshmitteldorf.scienceblog.com/20...standing-error/

#4 RE: Kochsalz von La_Croix 25.05.2016 08:26

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Auch salzarme Kost kann krank machen
Eine zu geringe Salzaufnahme erhöht sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Es klingt paradox: Bei den meisten Menschen schadet nicht zuviel Salz der Gesundheit, sondern zu wenig – das legt eine internationale Studie mit 130.000 Menschen nahe. Demnach steigt das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfall bei denjenigen, die weniger als drei Gramm Salz täglich zu sich nehmen, wie die Forscher im Fachmagazin "The Lancet" berichten.

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Umstritten ist allerdings, ob die Enthaltsamkeit beim Salz allen Vorteile bringt – oder nicht sogar nachteilig für die Gesundheit sein kann. Andrew Mente von der kanadischen McMaster University und seine Kollegen haben dies nun in einer Studie mit mehr als 130.000 Teilnehmern aus 49 Ländern überprüft. Sie untersuchten den Zusammenhang von Salzaufnahme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und frühem Tod bei Menschen mit und ohne erhöhtem Blutdruck.

Zu wenig Salz schadet
Das überraschende Ergebnis: Diejenigen, die weniger Salz zu sich nahmen als der Durchschnitt, litten sogar häufiger an Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Weniger als drei Gramm Salz pro Tag wirkten sich eher negativ auf ihre Gesundheit aus – und das sowohl bei Patienten mit erhöhtem Blutdruck als auch bei solchen mit normalen Werten, wie die Forscher berichten.


"Eine solche geringe Salzaufnahme senkt den Blutdruck zwar leicht, aber der Salzmangel hat dafür andere Effekte, darunter die Erhöhung bestimmter schädlicher Hormone"
, erklärt Mente. "Dies kann gegenüber den positiven Effekten überwiegen." Seiner Ansicht nach sei es daher wichtig, nicht nur auf die Blutdruck-Wirkungen des Salzes zu schauen, sondern darauf, wie die Wirkung auf die gesamte Gesundheit sei.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20208-2016-05-24.html

Wenn ich mal Zeit habe, muss ich mir mal die original Papers durchlesen, was genau die schädlichen Hormone waren...

#5 RE: Kochsalz von La_Croix 18.08.2016 10:00

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Studie: Zu wenig Salz ist auch schlecht für das Herz
Wer weniger als sechs Gramm Kochsalz pro Tag zu sich nimmt, erhöht sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hat eine aktuelle Studie ergeben

Mainz – Bekanntlich wird Hypertonikern geraten, sich beim Salzkonsum zurückzuhalten, denn dadurch können sie ihren Blutdruck positiv beeinflussen. Neu ist: Für Menschen, die nicht an Bluthochdruck leiden, gilt das nicht. Ihr Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall wird durch hohen Salzkonsum nicht beeinflusst. Im Gegenteil: Das Risiko steigt sogar, wenn zu wenig Salz gegessen wird. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die nun im Fachjournal "Lancet" erschienen ist. Erwachsene sollten höchstens sechs Gramm Kochsalz zu sich nehmen, empfiehlt etwa die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Tatsächlich liegt die Bevölkerung in Ländern wie Österreich oder Deutschland im Schnitt deutlich darüber. In Österreich dürfte jeder zweite um die zehn Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen. Frühere Studien legten den Verdacht nahe, dass zu viel Kochsalz den Blutdruck erhöht und damit Organe und Gefäße schädigt. "Das im Kochsalz enthaltene Natrium bindet Wasser und erhöht damit das Blutvolumen. Der Druck in den Gefäßen wird höher und damit auch der Blutdruck, so eine vereinfachte Erklärung eines komplexen Vorgangs", sagt Helmut Schatz vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Doch so simpel sei die Angelegenheit nicht: "Heute weiß man, dass Bluthochdruck viele Ursachen hat. Bluthochdruck einfach mit viel Natrium gleichzusetzen, trifft nicht zu. Lange Zeit galt in Bezug auf Salz die Devise 'je weniger, desto besser'. Das müssen wir nach den Ergebnissen der Lancet-Studie nun differenzierter betrachten", so der Endokrinologe. Nicht weniger als sechs Gramm Die Forscher um Andrew Mente von der McMaster University in Hamilton in Kanada verglichen in einer Meta-Analyse vier Studien mit insgesamt 133.000 Probanden aus 49 Ländern. In der Analyse wurden die Herz-Kreislauf-Ereignisse, die Anzahl der Gesamttodesfälle und die tägliche Urinausscheidung von Natrium berücksichtigt. An der Natriumausscheidung im Harn kann die Aufnahme von Kochsalz, das aus Natrium und Chlor besteht (NaCl), ermittelt werden. Fünf Gramm Kochsalz entsprechen demnach etwa 2,3 Gramm Natrium. Mente und seine Mitarbeiter unterschieden in ihrer Metaanalyse zwischen Menschen mit und ohne Bluthochdruck. Bei Hochdruckpatienten stieg die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Zwischenfällen erwartungsgemäß bei einer Natriumaufnahme, die über vier bis fünf Gramm pro Tag (etwa neun bzw. elf Gramm Kochsalz) hinausging. Bei Menschen mit normalem Blutdruck war das allerdings nicht der Fall. Ein weiteres Detail: Bei einer Zufuhr von Natrium unter drei Gramm pro Tag (etwa sechs Gramm Kochsalz) waren Herz-Kreislauf-Ereignisse und Gesamttodesfälle sowohl bei Menschen mit als auch ohne Bluthochdruck erhöht. Bröckelnde Salz-Dogmen Es ist nicht die erste Arbeit, die das Salz-Dogma infrage stellt: Bereits 2011 zeigte eine europäische Populationsstudie, dass bei niedrigem Salzkonsum eine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität besteht, allerdings handelte es sich dabei um ein relativ kleines Sample mit knapp 4.000 Teilnehmern. Für Matthias Weber von der DGE haben diese Erkenntnisse durchaus gesundheitspolitisches Potenzial: "Die Lancet-Arbeit zeigt uns, dass zu wenig Salz auch nicht gut ist – unabhängig davon ob der Mensch einen erhöhten oder einen normalen Blutdruck hat. Das Problem stellt sich aber angesichts der Produktionsbedingungen und Ernährungsgewohnheiten in Deutschland nicht." Denn Fertiggerichte, Brot, Wurst und Käse enthalten üblicherweise reichlich Kochsalz. "Bluthochdruckpatienten sollten Salz nach wie nur sparsam verwenden. Dies gilt auch für Patienten mit Herzinsuffizienz. Menschen mit normalem Blutdruck müssen weniger auf Ihren Salzkonsum achten", resümiert Weber.

http://derstandard.at/2000042595395/Stud...t-fuer-das-Herz




Studie aus Kanada
Zu viel oder zu wenig: Ab wann ist Salz ungesund?

Osnabrück. Seit Jahrzehnten wird vor zu viel Salz im Essen gewarnt, das zu Herz-Kreislauferkrankungen führen könnte. Eine neue Studie zeigt nun, dass auch zu wenig Salz schädlich sein könnte.

Im Mittelalter war Salz so wertvoll, dass es als Zahlungsmittel verwendet wurde. Heute hat Salz keinen so guten Ruf mehr. Es gilt als ungesund, weil ein zu hoher Konsum zu Bluthochdruck und damit zu einem höheren Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfälle führen kann. Wie kanadische Forscher nun aber herausgefunden haben wollen, kann aber auch ein zu geringer Salzkonsum schädlich sein. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht.

Zu wenig Salz ist auch nicht besser

In einer Meta-Analyse verglichen Forscher von der McMaster University in Hamilton (Kanada) vier Studien mit insgesamt 133000 Teilnehmern aus 49 Ländern miteinander. Sie unterschieden dabei zwischen Menschen mit und ohne Bluthochdruck. Es zeigte sich, dass Menschen mit Bluthochdruck häufiger von Herz-Kreislauf-Problemen betroffen waren, wenn sie mehr als neun bis elf Gramm Kochsalz pro Tag zu sich nahmen. So weit, so bekannt. Bei gesunden Menschen ohne Bluthochdruck ließ sich dieser Zusammenhang jedoch nicht erkennen. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass sowohl Probanden mit als auch ohne Bluthochdruck häufiger Herz-Kreislauf-Probleme hatten, wenn sie weniger als sechs Gramm Kochsalz pro Tag zu sich nahmen. Zudem waren auch Todesfälle häufiger.

Deutsche essen zu viel Salz

Die pauschale Empfehlung, grundsätzlich weniger Salz zu essen, wäre damit obsolet. Ein Gesundheitsrisiko durch zu wenig Salz in der Nahrung sei aber in Deutschland kaum möglich, meint Helmut Schatz vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. „Brot, Wurst und andere Fleischwaren, Käse und Milchprodukte enthalten reichlich Kochsalz“, schreibt er in einem Beitrag auf der Homepage des Verbandes . Im Gegenteil: Die meisten Deutschen würden deutlich mehr Salz konsumieren, als die täglichen sechs Gramm, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als Tagesdosis empfohlen werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schätzt die durchschnittliche tägliche Salzaufnahme bei Männern auf etwa 9 Gramm, bei Frauen auf 6,5 Gramm. Helmut Schatz empfiehlt Bluthochdruckpatienten weiterhin, Salz möglichst zu meiden oder den Konsum zu reduzieren. „Menschen mit normalem Blutdruck – und ohne Herzinsuffizienz – können so essen, wie es ihnen schmeckt.“

http://www.noz.de/deutschland-welt/gut-z...t-salz-ungesund

#6 RE: Kochsalz von LeeYa 02.09.2016 10:52


Gesalzene Rechnung


Sollten wir weniger Kochsalz essen? Eine neue Studie deutet darauf hin, dass der Verzicht manchmal sogar schaden könnte.

http://www.zeit.de/2016/35/salz-konsum-verzicht-studie

LG
LeeYa

#7 RE: Kochsalz von mithut 02.09.2016 12:50

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@LeeYa ,
bitte nicht persönlich nehmen, ist ja, wie man sieht, ein wichtiges Thema.

Man macht es sich wieder einfach:
Eine "Studie" zu Salz ist rausgeschmissenes oder leichtverdientes Geld!

Wo bleibt das Verhältnis aller Elektrolyte, die notwendigen Interaktionen (intrazellulär:extrazellulär und was weiß ich ...), die Zusammensetzungen, die Verstoffwechselung, die Chelatierung?

Jeden Sch ... -Pathway erforschen sie und halten sie uns populistisch kommerziell vor die Nase, von den Ionenpumpen liest und hört man nichts, außer wenn man meint, sie mit künstlichen Mitteln (z.B. Valproinsäure) beeinflussen zu müssen.

Da waren selbst Schüßler und Leisen (Letztere trotz ihrer unwissenschaftlichen Methode) schon weit.
Kann es sein, dass wir von Leuten wie Reams und Jacobs etwas lernen können und sollten?

Hier was zu bedenken/(nicht streiten!), weil der Weisheit letzter Schluss dürfte es auch nicht sein ...

http://www.drjacobsinstitut.de/?Salz_und...he_Gegenspieler
http://www.drjacobsinstitut.de/?S%C3%A4ure-Basen-Haushalt

#8 RE: Kochsalz von Ununheilig 03.09.2016 21:32

Kleine Anekdote:

vor ca. 16 Jahren bekam ich plötzlich massive Extrasystolen (Herzstolpern), welche als harmlos diagnostiziert wurden, aber meine Lebensqualität massiv beeinträchtigten. Ich wagte mich kaum noch, Sport zu treiben, weil die ES dabei auch massiv auftraten (Edubily schreibt auch irgendwo von ähnlichen Erfahrungen). Glücklicherweise verschrieb mir damals der Kardiologe (relativ gleichgültig) Tromcardin (Kalium-Magnesium-Präparat). Nach einer Einnahmezeit von ca. 3 Wo waren sämtliche ES verschwunden! Seitdem nehme ich Tromcardin und kann meinen geliebten Sport ausüben etc.

Viele Grüße
Ununheilig

#9 RE: Kochsalz von Wolfgang aus Berlin 04.09.2016 09:51

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Dr. James L. Wilson erklärt in seinem hervorragenden Buch "Grundlos Erschöpft? -Nebennieren-Insuffizienz - das Stress-Syndrom des 21. Jahrhunderts" genau, wieso Kochsalz in ausreichender Menge lebenswichtig ist.

Der Zusammenhang besteht mit dem Hormon Aldosteron, welches "dafür verantwortlich (ist), eine bestimmte Flüssigkeitsmenge (Wasser) und die Konzentration bestimmter Mineralien (Natrium, Kalium, Magnesium und Chlor) im Blut, im Bereich zwischen den Zellen und innerhalb der Zelle aufrechtzuerhalten"

Weiteres Zitat:" In Zusammenspiel mit anderen Hormonen ..., sorgt Aldosteron für ein Flüssigkeitsgleichgewicht und die richtige Salzkonzentration, die ungefähr der des Meerwassers entspricht" "Falls Sie an einer mittelschweren oder ernsthaften Nebennierenschwäche erkrankt sind, müssen Sie aufpassen, wie Sie Ihren Flüssigkeitsbedarf decken. Wenn Sie zu viel Wasser oder andere Flüssigkeiten trinken, ohne Ihrem Körper auch gleichzeitig Natrium zuzuführen, werden Sie sich schlechter fühlen.
"

Hinweis: Wer Antriebsschwäche hat, sich ausgelaugt fühlt und/oder kurz vor dem Burnout steht, der hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine NNI.
Beachten: Der Endokrinologe greift erst ein, wenn man schon fast tot ist. Eine einfache NNI gibt es in der klassischen Schulmedizin nicht.

Viele denken, Sie hätten eine Depression (auch die Ärzte!!) und werden mit Psychopharmaka behandelt, dabei ist es eine NNI!

Ich schreibe das deshalb so ausführlich, weil es ein Massenphänomen ist.

Das Buch gibt eine genaue Handlungsanleitung, wie man in 6 Monaten bis 2 Jahren die NNI wieder los wird. Ernährung umstellen, Stress abbauen. Freundeskreis ändern. Vielleicht auch den Kontakt mit stressigen Personen aus der Familie verringern usw. usf.

Gruß
Wolfgang

#10 RE: Kochsalz von La_Croix 28.08.2017 17:55

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Salzreiche Kost erhöht das Herzschwäche-Risiko
Zu hoher Salzkonsum schadet dem Herzen – unabhängig vom Blutdruck

Zu viel Salz macht herzkrank: Ein zu hoher Salzkonsum erhöht das Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln, deutlich. Das legt nun eine finnische Langzeitstudie mit mehr als 4.000 Probanden nahe. Wer täglich über 13,7 Gramm Salz aufnimmt, ist demnach doppelt so anfällig für die Herzkrankheit wie Menschen, die weniger als 6,8 Gramm pro Tag konsumieren. Besonders interessant: Der Effekt scheint unabhängig vom Blutdruck zu sein.


Zitat
Salz hat einen ambivalenten Ruf: Einerseits ist es ein wichtiger Mineralstoff für den menschlichen Körper, den wir täglich von außen zuführen müssen – etwa um Verluste durch Schweiß auszugleichen. Denn bekommt unser Organismus zu wenig davon, können wir krank werden. Zu viel Salz kann andererseits jedoch schädlich sein.

So soll eine salzreiche Ernährung den Blutdruck in die Höhe treiben und dadurch unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle fördern. Viele Mediziner plädieren daher für eine eher salzarme Kost: Mehr als sechs Gramm täglich sollten es nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nicht sein, einige Forscher halten sogar maximal drei Gramm täglich für besser.

Salzkonsum im Fokus
Dass es sich lohnt, mit dem Salzstreuer sparsam umzugehen, bestätigt nun eine finnische Langzeitstudie mit 4.630 Teilnehmern. Für ihre Untersuchung befragten Pekka Jousilahti vom National Institute for Health and Welfare in Helsinki und seine Kollegen Probanden zu ihrem gesundheitsbezogenen Verhalten und erhoben Gewicht, Größe, Blutdruck sowie diverse Laborparameter im Blut.


Außerdem analysierten sie über einen Zeitraum von 24 Stunden gesammelte Urinproben, um den individuellen Salzkonsum zu berechnen. Die Forscher wollten wissen: Wie wirkt sich die Salzaufnahme auf das Risiko aus, eine Herzschwäche zu entwickeln? Um das herauszufinden, beobachteten sie die Studienkohorte zwölf Jahre lang weiter.

Doppelt so hohes Risiko
Im Laufe dieses Zeitraums wurde bei insgesamt 121 vormals herzgesunden Teilnehmern eine Herzschwäche diagnostiziert. Die auch Herzinsuffizienz genannte Erkrankung entsteht durch eine Unterversorgung des Pumporgans und kann zum Beispiel durch Bluthochdruck oder Herzmuskelentzündungen ausgelöst werden.

Der Blick auf die Betroffenen offenbarte einen deutlichen Zusammenhang: Je mehr Salz Probanden konsumierten, desto häufiger wurde ihr Herz krank. "Wer mehr als 13,7 Gramm Salz pro Tag aufnahm, hatte ein doppelt so hohes Risiko wie Personen, die weniger als 6,8 Gramm täglich konsumierten", berichtet Jousilahti. Bei 6,8 bis 8,8 Gramm Salz pro Tag war das Herzschwäche-Risiko immerhin um das 1,4-Fache erhöht.

Unabhängig vom Blutdruck
Erstaunlich dabei: Die bekannten negativen Auswirkungen einer salzreichen Ernährung auf den Blutdruck können das erhöhte Risiko nicht erklären. "Der salzbedingte Anstieg des Herzinsuffizienz-Risikos war unabhängig vom Blutdruck", sagt Jousilahti. Demnach scheint Salz dem Herzen nicht nur durch seinen Effekt auf den Blutdruck schaden zu können.


http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21820-2017-08-28.html




"Das Herz mag kein Salz"
Hängt ein hoher Salzkonsum nicht nur mit hohem Blutdruck als Risikofaktor für KHK und Schlaganfall zuzsammen? Auf dem ESC haben finnische Forscher nun Studiendaten präsentiert, die eine Verbindung von Salz und Herzinsuffizienz herstellen.

Zitat
BARCELONA. Wer viel Salz zu sich nimmt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Herzinsuffizienz. Das ergibt eine finnische Follow-up-Studie mit 4630 Probanden (Alter: 25 bis 64 Jahre). Diese wurde jetzt auf dem Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Barcelona vorgestellt.

Ein Team um Prof. Pekka Jousilahti vom National Institute for Health and Welfare hat die Teilnehmer der Studienkohorte über einen Zeitraum von 12 Jahren miteinander verglichen. Die Wissenschaftler untersuchten die aufgenommene Salzmenge und erhoben Gewicht, Größe sowie Blutdruck. Daneben wurden weitere Blutparameter analysiert. Die Menge an aufgenommenem Salz ermittelte das Team anhand von 24-Stunden-Urinproben. Im Labor wurden das Urinvolumen bestimmt und 100 ml-Proben analysiert. Ein Gramm Salzkonsum wurde dabei gleichgesetzt mit 17,1 mmol Natriumexkretion.
Hoher Salzkonsum = hohes Risiko

Die Forscher stellten dabei fest, dass innerhalb der 12 Jahre 121 Teilnehmer eine Herzschwäche entwickelten. Dabei hatten Menschen, die mehr als 13,7 Gramm Salz pro Tag konsumierten, ein doppelt so hohes Risiko für Herzinsuffizienz wie jene, die weniger als 6,8 Gram zu sich nahmen.


https://www.aerztezeitung.de/medizin/kra...-kein-salz.html

https://kurier.at/wissen/wie-hoher-salzk...cht/283.066.029

#11 RE: Kochsalz von Tizian 07.01.2018 13:06

Nun ja, es ist ja bekannt, das viele wissenschaftliche mediz. Studien nicht neutral und ergebnisoffen sind, sondern Aussagen und Thesen belegen oder widerlegen sollen. Und das oftmals ganz im Sinne des Auftraggebers der Studie. Das könnte auch zum Thema Salz so sein. Also, trau keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht oder entsprechend hingebogen hast!

https://www.team-andro.com/salz-bodybuil...sibilitaet.html

Auch auf edubily gibt es dazu eine interessante und mittlerweile längere Diskussion.

http://edubily.xobor.de/t2986f3-Noch-meh...o-um-die-g.html

Passend hierzu:

https://www.youtube.com/watch?v=ABfI9EDr0_c

#12 RE: Kochsalz von La_Croix 16.01.2018 09:22

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Schadet Salz unserem Gehirn?
Salzreiche Kost beeinträchtigt bei Mäusen Hirndurchblutung und Gedächtnis

Beunruhigender Effekt: Forscher haben eine bisher unbekannte Wirkung von Salz auf unser Gehirn entdeckt. Demnach kann eine zu salzreiche Kost zu messbaren kognitiven Einbußen führen und die Hirndurchblutung verschlechtern, wie Versuche mit Mäusen nahelegen. Das überraschende daran: Dieser Effekt ist unabhängig von Blutdruck oder Gefäßentzündungen. Stattdessen sind von Immunzellen im Darm freigesetzte Botenstoffe entscheidend, wie die Forscher im Fachmagazin Nature Neuroscience" berichten.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22303-2018-01-16.html




Schadet eine salzreiche Ernährung dem Gehirn?
Ein hoher Salzkonsum gilt schon länger als ungesund. Nun zeigt ein Experiment: Bei Mäusen schlägt er sich nicht nur in Bluthochdruck, sondern auch in Denkschwierigkeiten nieder.
http://www.spektrum.de/news/schadet-eine...-gehirn/1532601

#13 RE: Kochsalz von La_Croix 11.08.2018 18:28

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Salzkonsum: Doch nicht so schädlich wie gedacht
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=78017

#14 RE: Kochsalz von mithut 15.01.2019 18:12

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Extra salzen tu ich kaum, verwende auch keine Fertig-Gewürzmischungen - dafür konsumiere ich mit meinem geliebten Käse, selten Wurst, ganz gerne Weißbrot genug an verstecktem Salz (dessen Qualität ich wahrscheinlich gar nicht kennen möchte!) und anderen Beigaben ...
Um dem allen etwas zu entkommen, koche ich sehr oft selbst, obwohl dies für mich tw. sehr mühsam und umständlich ist.

#15 RE: Kochsalz von Licht 15.01.2019 18:26

#12Meine Erklärung, warum Salz zu Denkschwierigkeiten führt: Das Deuterium-Isotop des Wasserstoffs wird durch Salzanwesenheit stärker im Körper gehalten. Das HDO reichert sich damit im Vergleich zum HHO im Körper an. Das HDO wandelt elektromagnetische Signale in Bewegungsenergie um, in Mechanische Energie. Die Kommunikation der Nervenzellen wird dadurch eingetrübt, wie man auch die Eintrübung in der Atmosphäre beobachtet, die in der flüssigen Phase nur auftreten kann, wenn ein entsprechendes Gemisch aus aus HDO und HHO vorliegt. Wird das HDO aus den Wolken entfernt, lösen sie sich als Barriere auf, die das Licht streut. Wird das HDO aus dem Gehirn entfernt, wird damit auch diese Barriere entfernt. Erhöhter Salzgehalt behindert das Entfernen des HDO.

Für andere Organe ist nicht so sehr die Eintrübung der schädliche Faktor des HDO, sondern die durch das HDO hervorgerufenen mechanischen Beschädigungen und die vom Körper dagegen getroffenen Abwehrmaßnahmen, die nur bis zu einem bestimmten Grad unschädlich bleiben können.

#16 RE: Kochsalz von La_Croix 23.02.2019 15:39

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Fördert Salz Allergien?
Salzreiche Kost könnte die Aktivität allergiefördernder Immunzellen beeinflussen

Salz als Risikofaktor: Eine salzreiche Kost kann womöglich die Entstehung von Allergien fördern. Wie Zellversuche nahelegen, beeinflusst Natriumchlorid die Aktivität bestimmter Immunzellen – Zelltypen, die eine wesentliche Rolle für allergische Reaktionen spielen. Dieser Zusammenhang könnte erklären, warum die Zahl der Allergiker in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen hat. Denn mit vermehrtem Fast-Food-Verzehr erhöht sich auch die Salzaufnahme.

https://www.scinexx.de/news/medizin/foerdert-salz-allergien/

#17 RE: Kochsalz von La_Croix 15.06.2019 17:33

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Wie viel Salz darf in die Suppe? | Faszination Wissen | Doku | BR

#18 RE: Kochsalz von La_Croix 26.03.2020 07:41

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Schwächt Salz das Immunsystem?
Salzreiche Kost könnte Durchschlagskraft von Immunzellen gegen Bakterien hemmen

Gestörte Abwehr: Eine salzreiche Kost hemmt offenbar die Immunabwehr. Wie Experimente mit Mäusen und Menschen nahelegen, stört der übermäßige Salzkonsum die Fähigkeit bestimmter Immunzellen, bakterielle Erreger zu bekämpfen. Dabei schwächt das Salz die Immunfunktion gleich auf doppelte Weise. Als Folge verlaufen Infektionen schwerer und heilen langsamer, berichten die Forscher im Fachmagazin „Science Translational Medicine“. Ob dies auch für die Abwehr gegen Viren gilt, ist aber noch unerforscht.

https://www.scinexx.de/news/medizin/schw...as-immunsystem/

#19 RE: Kochsalz von Prometheus 28.07.2020 16:46

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Wenn Kochsalz den Blutdruck steigen lässt, könnte ein Klotho-Mangel die Ursache sein:

Salt causes aging-associated hypertension via vascular Wnt5a under Klotho deficiency
https://www.jci.org/articles/view/134431

Siehe auch:
RE:Klotho (2)

#20 RE: Kochsalz von Roger 29.07.2020 01:00

Hallo,

in der Küche wäre evtl. Meersalz oder Himalaja Salz zu empfehlen (enthält alle Spurenelemente) und ich verwende es fast täglich.

Viele Grüße

Roger

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