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#21 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 28.03.2014 15:18

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Das eine langfristige Kortisonbehandlung Hautatrophie verursachen kann, ist altbekannt. Aber in der unten stehenden Studie ist man auf die Idee gekommen, das auch lokal gebildetes Kortison im "normal" gealterter Haut für die Hautalterung verantwortlich sein könnte. Tatsächlich scheint eine Blockade eines Enzyms die die Kollagenbildung wieder zu ermöglichen:

11β-Hydroxysteroid dehydrogenase blockade prevents age-induced skin structure and function defects

Zitat
These findings suggest that elevated 11β-HSD1 activity in aging skin leads to increased local GC generation, which may account for adverse changes occurring in the elderly, and 11β-HSD1 inhibitors may be useful in the treatment of age-associated impairments in dermal integrity and wound healing.



http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3696573/

#22 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 01.04.2014 11:43

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In dieser kürzlich erschienenen Publikation konnte gezeigt werden, dass Gallsäure, die z.B. in grünem Tee reichlich vorkommt, einen protektiven Effekt gegen AGEs hat:

Regulatory mechanism of gallic acid against advanced glycation end products induced cardiac remodeling in experimental rats

Zitat
Thus the present study shows the protective effect of GA [gallic acid] on the fibrotic response and cardiac remodeling process induced by advanced glycation end products from external sources.



http://www.sciencedirect.com/science/art...009279713003153

#23 RE:Wichtigste Forschung 2014 von La_Croix 01.04.2014 15:06

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Bisher dachte ich eigentlich immer, dass Autophagie immer ein guter Prozess ist. Aber anscheinend können die Zellen sich auch zu stark selbst anknabbern?

Zitat
Den Förderpreis der Stiftung DHD wird der 30-Jährige erhalten, weil er belegen konnte, dass die myokardiale Autophagie durch Insulin-Rezeptor-Substrate (IRS) reguliert wird. Autophagie ist ein zellulärer Recycling-Mechanismus, der abhängig vom Ausmaß sowohl protektiv als auch schädlich sein kann. Riehle hat die Insulinresistenz als Schlüsselmechanismus für erhöhte Autophagieraten identifiziert. Die Daten seiner Forschungsarbeit zeigen, dass Autophagie in gesteigertem Maße das Auftreten von Herzversagen bei Patienten mit Typ-2-Diabetes beschleunigt. Eine mögliche Therapie könnte die Unterdrückung der Autophagie in IRS-defizienten Herzen sein.



http://www.juraforum.de/wissenschaft/insulinresistenz-foerdert-herzversagen-stiftungspreis-wird-in-mannheim-vergeben-474827

Hat sonst schon mal jemand von negativen Folgen einer zu starken Autophagie gehört?
Bisher hatte ich wirklich nur gute Dinge über Autophagie gehört un habe öfters Dinge getan um sie zu fördern.

#24 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Wolfgang aus Berlin 01.04.2014 20:57

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Eine neue Entwicklung: Medikamente mit einem 3D-Drucker selbst herstellen. Zur Zeit: Metamizol, Ibuprofen, Ramipril, L-Thyroxin, Amlodipin, Diclofenac, Pantoprazol, Simvastatin, Metformin, Torasemid sowie Placebo blau und Placebo weiß.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/58179

#25 RE:Wichtigste Forschung 2014 von LeeYa 02.04.2014 08:26

Hihi Wolfgang, habe auch schon so ein Ding im Keller stehen

#26 RE:Wichtigste Forschung 2014 von LeeYa 02.04.2014 08:26

Prostatakrebs: Liliengewächs stoppt Tumore

Ein pflanzliches Östrogen kann möglicherweise gegen Prostatakrebs helfen: Ein Wirkstoff aus der Wurzel eines Liliengewächses hat im Laborversuch das Wachstum von entsprechenden Krebszellen gehemmt.

https://www.berlin.de/special/gesundheit...2-4a449809.html

#27 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Wolfgang aus Berlin 02.04.2014 11:42

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Metformin, an anderer Stelle als vorbeugendes und therapeutisches Krebsmedikament erwähnt,

wird aus der Galega officinalis (Französische Lilie)

Zitat von LeeYa im Beitrag #27
Prostatakrebs: Liliengewächs stoppt Tumore

Ein pflanzliches Östrogen kann möglicherweise gegen Prostatakrebs helfen: Ein Wirkstoff aus der Wurzel eines Liliengewächses hat im Laborversuch das Wachstum von entsprechenden Krebszellen gehemmt.

https://www.berlin.de/special/gesundheit...2-4a449809.html


hergestellt. http://www.diabetes.hexal.de/behandlung/tabletten/ Zitat:" Der genaue Wirkmechanismus auf molekularer Ebene ist bis heute nicht genau bekannt."

Die hier genannte östrogene Wirkung (https://www.berlin.de/special/gesundheit...2-4a449809.html) dürfte nicht den gewünschten Erfolg haben, höchstens vorbeugend, wie auch festgestellt "dass die pflanzliche Substanz eines Tages auch vorbeugend gegen Prostatakrebs eingesetzt werden könne, berichtete die Krebshilfe."

Was hemmt im Zellversuch nicht alles Krebs.

Zitat von LeeYa im Beitrag #26
Hihi Wolfgang, habe auch schon so ein Ding im Keller stehen


Ich werde das prüfen, weil ich ja Metformin laufend verbrauche. Man muss sehen, wie man einen Import aus China bewerkstelligt. Wenn die FDA derartige Herstellung für gut befindet, ist es sicher.

In Deutschland bleibt wie immer alles verboten. Nun gut, bald ist Europawahl. Da werde ich mit Sicherheit keine der Blockparteien wählen, die uns alles vermiesen, auch den Bezug simpelster Substanzen.

#28 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 02.04.2014 22:33

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Die Herzfrequenz ist ein wichtiger Parameter hinsichtlich der allgemeinen Sterblichkeit und insbesondere der kardiovaskulären Sterblichkeit. Ein möglicher Grund hierfür: Das Herz arbeitet um so ineffektiver, je höher die Herzfrequenz ist. Die Durchblutung der Herzmuskulatur findet im wesentlichen in der Diastole statt, also der Füllungsphase zwischen den Muskelkontraktionen.

Ausdauersport senkt bekanntlich die Ruhefrequenz, das passt ganz gut ins Bild.
Die folgende Arbeit befasst sich vorwiegend mit der präventiven (!) und therapeutischen Senkung der Herzfrequenz:

Zitat
As a therapeutic target, heart rate is accessible via numerous pharmacological interventions. The concept of selective heart rate reduction by the I(f) current inhibitor ivabradine provides an option to intervene effectively along the chain of events and to define the specific and prognostic role of heart rate for patients with coronary artery disease and heart failure. Future interventional studies will further clarify the significance of heart rate and targeted heart rate reduction for primary and secondary prevention in cardiovascular and cerebrovascular events.



http://www.sciencedirect.com/science/art...914508713001123

Ivabradin wäre sicherlich auch eine interessante Substanz für Langlebigkeitsstudien an Mäusen...

#29 RE:Wichtigste Forschung 2014 von La_Croix 03.04.2014 07:41

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Affen auf Diät leben doch länger
Verlängert Fasten das Leben? Bei Würmern und Fliegen dürfte eine reduzierte Kalorienzufuhr wirken, in Bezug auf Primaten sind Forscher noch uneins. Eine aktuelle Studie stellt nun fest: Mäßigung beim Fressen bringt auch Affen zusätzliche Lebensjahre.

http://science.orf.at/stories/1736052

#30 RE:Wichtigste Forschung 2014 von La_Croix 03.04.2014 07:54

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Obst und Gemüse statt Krebs und Herzinfarkt
Dass Obst und Gemüse gesund sind, ist nichts Neues. Das Ausmaß, das britische Forscherinnen errechnet haben, ist aber erstaunlich: Wer mehr als sieben Portionen frisches Obst und Gemüse pro Tag isst, senkt laut ihrer Studie das Sterblichkeitsrisiko im Vergleich zu Apfel- und Karottenverweigerern um 42 Prozent.

Gemüse ist noch wirksamer als Obst, von Tiefkühl- oder Dosenvarianten raten die Forscherinnen hingegen ab.

Zitat
Man muss aber nicht gleich zum "Grünzeug-Vielfraß" werden, um die gesundheitlichen Folgen zu spüren. Schon bei ein bis drei Portionen Obst oder Gemüse pro Tag senkt sich das Gesamt-Sterblichkeitsrisiko (im Vergleich zu jenen, die weniger als eine essen) um 14 Prozent, bei drei bis fünf Portionen sind es 29 Prozent und bei fünf bis sieben 36 Prozent.

Frisches Gemüse ist im Allgemeinen am besten für die Gesundheit. Zwei bis drei Karotten oder ähnliches pro Tag reduzieren das Sterblichkeitsrisiko um 19 Prozent, bei einer vergleichbaren Menge Obst sind es "nur" zehn Prozent.



http://science.orf.at/stories/1736003/

#31 RE:Wichtigste Forschung 2014 von La_Croix 03.04.2014 08:29

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Lebensdauer: Mehr Uralte im Norden
In Deutschland konzentrieren sich besonders viele über Hundertjährige im Nordwesten und in Berlin
Nordlichter werden älter: Wer im Nordwesten Deutschlands oder in Berlin geboren wurde, hat die höchsten Chancen, mehr als hundert Jahre alt zu werden. Denn dort leben die meisten Uralten in Deutschland. Das zeigen neue Auswertungen deutscher Forscher. Ihre Karte belegt erstmals, dass es Deutschland regionale Hotspots extremer Langlebigkeit gibt. Überraschend dabei: Großstädte scheinen trotz Stress und Umweltproblemen ein hohes Alter zu fördern.

Zitat
Aus Japan, eines Gebirgsregionen des Kaukasus und Sardinien kennt man das: In diesen Gebieten werden die Menschen erstaunlich alt und bleiben dabei zudem noch fit. Die rüstigen Senioren sind zwar mehr als hundert Jahre alt, aber sie haben kaum Probleme mit Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes oder ähnlichem und sind körperlich und geistig so rege wie 30 Jahre Jüngere. Schon länger erforschen Wissenschaftler die Gründe, warum einige Menschen besonders alt werden. Auch in Deutschland laufen Studien, die solche Höchstbetagten untersuchen.



http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17411-2014-04-02.html

#32 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 03.04.2014 22:17

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Eigentlich ist es fast unsinnig, Studien wie die nachfolgend präsentierte durchzuführen, da der Ausgang der Studie im Grunde absehbar ist. Andererseits wirft sie ein Schlaglicht auf die gigantischen komplexen biochemischen Kaskaden, die der Verzehr von "banalem gesunden Gemüse" auslöst:


Modulation of plasma antioxidant levels, glutathione S-transferase activity and DNA damage in smokers following a single portion of broccoli: a pilot study

Zitat
One portion of broccoli increased plasma antioxidant levels, modulated plasma GST activity and improved cell resistance against H2O2-induced DNA damage in healthy smokers. These results support the importance of consuming fruit and vegetable regularly



http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.10...a.6283/abstract

Fortsetzung gefällig? Bitteschön:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23992556

P.S.: Ich wage mal die mutige Prognose, dass derartige Effekte auch bei Nichtrauchern auftreten dürften...

#33 RE:Wichtigste Forschung 2014 von La_Croix 04.04.2014 07:25

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Zitat von Prometheus im Beitrag #33
Eigentlich ist es fast unsinnig, Studien wie die nachfolgend präsentierte durchzuführen, da der Ausgang der Studie im Grunde absehbar ist. Andererseits wirft sie ein Schlaglicht auf die gigantischen komplexen biochemischen Kaskaden, die der Verzehr von "banalem gesunden Gemüse" auslöst:



Ich finde es nicht unnötig solche Studien zu präsentieren. Ich finde es immer wieder faszinierend welchen großen Effekt selbst kleinste Ernährungsumstellungen auf den Körper und die Gesundheit haben können!





Morgenlicht macht schlank
Experiment findet überraschend deutlichen Effekt von Tageslicht am Morgen auf den BMI
Wer abnehmen will, sollte sich einen Morgenspaziergang angewöhnen. Denn wie US-Forscher feststellten, wirkt Tageslicht am Morgen fast wie ein Schlankheitsmittel: Probanden, die morgens rausgingen, hatten schon nach einer Woche einen geringeren BMI als erst später auftauchende Morgenmuffel – trotz gleicher Ernährung und Bewegung. Offenbar beeinflusst der Zeitpunkt der Lichtexposition unsere innere Uhr und unseren Stoffwechsel erstaunlich stark, wie die Forscher im Fachmagazin "PloS ONE" erklären.


Zitat
Die Ursache für diesen Effekt ist die innere Uhr: "Wenn wir morgens nicht genügend Licht bekommen, desynchronisiert sich unsere innere Uhr – und das verändert den Stoffwechsel und kann zur Gewichtszunahmen führen, wie man weiß", erklärt Seniorautorin Phyllis Zee. Über welchen Mechanismus genau diese Prozesse ineinandergreifen, muss aber erst noch untersucht werden. Aber ein ähnlicher Effekt auf das Körpergewicht wurde auch schon bei Tierversuchen beobachtet, wie die Forscher berichten.

Nach Ansicht der Forscher eröffnet ihre Erkenntnis einen neuen Weg, um Menschen mit Gewichtsproblemen auf einfache Weise beim Abnehmen zu unterstützen. "Ähnlich wie ausreichend Schlaf beim Abnehmen hilft, ist der Einfluss des Lichts ein weiterer Weg, um mehr Gewicht zu verlieren", so Reid. Wer ein paar Pfunde loswerden will, sollte daher ruhig mal morgens einen Spaziergang machen oder vormittags eine kurze Pause beim Arbeiten einlegen und rausgehen. Es könnte sich lohnen.



http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17417-2014-04-03.html

#34 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Wolfgang aus Berlin 05.04.2014 12:25

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aus diesem Artikel: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehr...r-a-961073.html

Ich laufe seit Jahren auf meiner Lauf-Maschine ähnlich. 30 Minuten gesamt und 5 mal Zwischenspurt an der Leistungsgrenze a 1 Minute.

Gruß
Wolfgang

Zitat:

"Doch was ist effektiver: wenige Wiederholungen mit längeren HIIT-Einheiten - oder mehr kurze? Das war die Fragestellung einer aktuellen Studie um den Norwegischen Forscher Bent Rønnestad von der Hochschule Lillehammer. Dabei zeigte sich interessanterweise, dass sich sowohl die Leistungsfähigkeit als auch wichtige Parameter wie die maximale Sauerstoffaufnahme durch drei Kurzeinheiten (13 Mal 30 Sekunden hart + 15 Sekunden locker; anschließend drei Minuten locker) stärker verbesserten als mit langen HIIT-Intervallen (viermal fünf Minuten hart + 2,5 Minuten locker).

In einer zweiten Studie hatte Rønnestad nachweisen können, dass semi-professionelle Fußballer ihre Form in der Saisonpause bereits erhalten können, wenn sie nur ab und an eine HIIT-Einheit einlegten. Interessanterweise spielte es dabei keine Rolle, ob die Sportler jede Woche trainierten - oder nur alle 14 Tage: In beiden Gruppen blieb die maximale Sauerstoffaufnahme vollständig erhalten.

Wem normales HIIT-Training dagegen immer noch zu weich erscheint, der kann es mit einem sogenannten Wingate Anaerobic Test (WAnT) versuchen. Der "Wingate" ist eines der wichtigsten Messverfahren für die anaerobe Leistungsfähigkeit eines Athleten. Nachdem sich der Sportler warmgefahren hat, folgen insgesamt vier Zyklen à 30 Sekunden schier unmenschlicher Anstrengung, gefolgt von jeweils vier Minuten Pause. Unbedingte Voraussetzung für HIITT-Einheiten wie diese allerdings ist, dass der Sportarzt sein Okay gibt, sonst kann es gefährlich werden.

Für die meisten dagegen dürfte viel wichtiger sein, dass man mit vergleichsweise kleinem Aufwand von kaum 30 Minuten Training pro Woche seine Fitness und den Stoffwechsel deutlich verbessern kann - und sei es durch forciertes Treppensteigen. Doch allen Erkenntnissen zum Trotz bleibt es dabei: "Nur HIIT reicht natürlich nicht", sagt Manunzio. "Man sollte sich trotzdem regelmäßig bewegen.""

#35 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 05.04.2014 21:09

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Ein hoher Faseranteil in der Ernährung hat einen protektiven Effekt hinsichtlich des Auftretens von Allergien:

http://www.nature.com/nm/journal/v20/n2/full/nm.3444.html

#36 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 06.04.2014 21:43

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Der Alterungsprozess wird ja nach wie vor noch von vielen Forschern als Ansammlung von molekularen Schäden angesehen.
Doch das Bild wandelt sich langsam:

Es ist schon länger bekannt, dass Zellen in einen als Seneszenz bezeichneten Status eintreten können. Dies wurde lange Zeit als aktiver Selbstschutz vor Krebserkrankungen angesehen. Sozusagen als "Notschalter" wenn die molekularen Schäden ein nicht mehr tolerables Ausmaß angenommen haben. Dabei hat man anscheinend völlig übersehen, dass Seneszenz schon immer eine entscheidende Rolle im normalen Wachstumsprozess hatte:

The benefits of aging: cellular senescence in normal development

Zitat
Given the potential role of cellular senescence in aging, insights in this area may also relate to why organisms age. Until now, the most plausible explanation for the benefit of senescence was based on its tumor-suppressive role. The recent studies provide an additional and perhaps even more compelling reason: cellular senescence may have originated in evolution as a crucial part of normal development, and perhaps damage-induced senescence was later adopted as a mechanism to eliminate potentially dangerous cells.



http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.10....201387401/full

#37 RE:Wichtigste Forschung 2014 von La_Croix 07.04.2014 17:10

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Wäre ja dann wieder ein Punkt mehr für die "Hyperfunction Theory of Aging"...

#38 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 07.04.2014 23:11

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Zitat von La_Croix im Beitrag #39
Wäre ja dann wieder ein Punkt mehr für die "Hyperfunction Theory of Aging"...


Ja, Mr. M. Blagosklonny wird bestimmt weise nicken, wenn er davon hört... und Mr. J. Mitteldorf erst recht.

Wo wir schonmal dabei sind:
In dieser erst vor einigen Wochen erschienenen aktuellen Studie von Blagosklonny wurde mit verschiedenen Rapamycin-Dosierungen und -Intervallen experimentiert:

Zitat

Target of Rapamycin (TOR) is involved in cellular and organismal aging. Rapamycin extends lifespan and delays cancer in mice. It is important to determine the minimum effective dose and frequency of its administration that still extends lifespan and prevents cancer. Previously we tested 1.5 mg/kg of rapamycin given subcutaneously 6 times per two weeks followed by a two-week break (1.5 × 6/bi-weekly schedule: total of 6 injections during a 4-week period). This intermittent treatment prolonged lifespan and delayed cancer in cancer-prone female FVB/N HER-2/neu mice. Here, the dose was decreased from 1.5 mg/kg to 0.45 mg/kg per injection. This treatment was started at the age of 2 months (group Rap-2), 4 months (Rap-4), and 5 months (Rap-5). Three control groups received the solvent from the same ages. Rapamycin significantly delayed cancer and decreased tumor burden in Rap-2 and Rap-5 groups, increased mean lifespan in Rap-4 and Rap-5 groups, and increased maximal lifespan in Rap-2 and Rap-5 groups. In Rap-4 group, mean lifespan extension was achieved without significant cancer prevention. The complex relationship between life-extension and cancer-prevention depends on both the direct effect of rapamycin on cancer cells and its anti-aging effect on the organism, which in turn prevents cancer indirectly. We conclude that total doses of rapamycin that are an order of magnitude lower than standard total doses can detectably extend life span in cancer-prone mice.


https://www.landesbioscience.com/journals/cbt/article/28164/

Frei übersetzt: Rapamycin verlängert die Lebensspanne der Tiere in diesem Mäuse-Krebsmodell über zwei Mechanismen:
Einerseits durch einen direkten Anti-Tumor-Effekt, andererseits durch die Anti-Aging-Wirkung. Und das funktioniert (zumindest in diesem Model) sogar in geringen(= potentiell nebenwirkungsärmerem) Dosierungen.

In den nächsten Tagen werde ich noch ein bisschen ausführlicher auf diese "Hyperfunction-Theory"-basierte Strategie eingehen.
Nur soviel vorab: Man muss dabei aufpassen, nicht in eine Sackgasse zu geraten...

#39 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 09.04.2014 22:01

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Wer jünger aussieht als es dem chronologischem Alter entspricht, hat ein geringeres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.
In der folgenden Datenanalye hat sich das Aussehen im übrigen sogar als eigenständiger Faktor herausgestellt:

Zitat
Facial appearance and skin wrinkling at a sun-protected site reflect the propensity to reach an extreme old age, and facial appearance reflects the risk of succumbing to CVD independently of chronological age, smoking, photodamage, and BMI.



http://biomedgerontology.oxfordjournals..../68/2/145.short

#40 RE:Wichtigste Forschung 2014 von Prometheus 09.04.2014 22:27

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Hier ist noch eine ähnliche Studie:

Zitat

The present study demonstrates that, also among non-diabetic subjects, higher glucose levels are associated with a higher perceived age. Future research should be focused on elucidating possible mechanisms linking glucose levels to perceived age.



http://link.springer.com/article/10.1007/s11357-011-9339-9

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