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#1 Psychologie von Dr.Faust 16.09.2016 21:50

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Mich würden auch einmal die psychologischen Aspekte von "Anti-/Reverse-Aging" interessieren, und zwar
in folgendem Sinne: inwieweit unterstützt das Denken, die Selbstwahrnehmung und die äußere Erscheinung
den Anti-Aging-Effekt? Insbesondere:
- Ich kümmere mich um eine möglichst gute Körperkomposition und Fitness/Kraft (siehe Kraftsport).
- Ich bewege mich entsprechend (z.B. aufrechter Gang, zügig).
- Ich kleide mich nicht so, dass ich schon allein dadurch alt wirke.
- Ich habe Anti-Aging verinnerlicht und bin von den Möglichkeiten überzeugt.
u.s.w.

Wenn ich schon äußerlich "alt" wirke und "alt" denke, werde ich mich auch nicht verjüngen.
Die Erwartungshaltung der Gesellschaft, dass "alte" Menschen sich auch entsprechend
zu geben und zu kleiden haben, darf nicht bedient werden (wird besser). Sie steckt leider in
vielen Köpfen drin. Was angemessen ist, muss natürlich jeder selber entscheiden, aber man
sollte da eher progressiv denken.

"Anti-Aging" heißt ja gerade, sich nicht selbst aufzugeben, sondern: "Yes, we can".

#2 RE: Psychologie von mithut 16.09.2016 23:23

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Bruce Lipton's Epigenetik: "Der Geist ist stärker als die Gene." ;)

Egal, woher man das nimmt und wie man das nennt, einer meiner "geheimen Freunde" meint,
dass es ein falscher Glaubenssatz wäre, anzunehmen, Alter müsse automatisch mit Krankheit und Verfall einhergehen ...

#3 RE: Psychologie von Tizian 17.09.2016 01:36

Hallo,

leider weiß ich nicht mehr die seitens des Augenzeugen vollkommen seriösen Quelle. Gelesen habe ich davon vor einiger Zeit, aber wahrscheinlich gibt es viele davon. Ein weltberühmter Pianist, alt, von Arthrose geplagt und sonstig auch körperlich vom Alter gebeugt, wächst am Klavier zu einem beweglich jungen Mann und Pianisten sozusagen empor. Also kein "Wunder" im mythischen oder religiösen Sinne, sondern ein "Memory-Effekt", ein Erinnern des Körpers an frühere und jüngere Zeiten, neben all den Begleitfaktoren. Also alles "Steifheit", sprich Krankheit weg, in dem Moment eine "Verwandlung" stattfindet. Kennt sicher jeder von uns, vor dem Arzttermin sind die Sympthome alle weg, man will eigenlich als "selbstgeheilt" nur noch nach Hause...;-)

Mir erscheint das natürlich schwer vorstellbar, aber jeder kennt das selbst, wenn man daran denkt, was bei dem eigenen Können "früher" möglich war, was bei aktueller Forderung und was obendrauf bei entsprechender Motivation dann trotz wieder möglich ist(Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit usw.).

Wie auch immer, der Geist beherrscht den Körper! Ein gesunder Geist macht einen gesunder Körper aus und ist aus meiner Sicht richtiger als umgekehrt! Wie viele vergebens versuchen. Insofern ist die Psychologie aus meiner Sicht wichtig. Kein Glaube an fremdgesteuerte selbsternannte Gurus, sondern den Appell an den eigenen Körper und die eigenen Selbstheilungskräfte. Die Buddhisten nennen das Mantra. Im Zweiofel besser an den eigenen Körper als an diese Fremden! ;-)


Gruß Bernd

#4 RE: Psychologie von La_Croix 17.09.2016 07:24

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Eine Haltung, wie sie gesunde und junge Menschen haben, führt umgekehrt auch dazu, dass der Körper gesünder wird!
Genauso, wie ein Freundlicher Gesichtsausdruck auch den Menschen wirklich fröhlicher machen kann!

So wie der Gedanke an eine Mahlzeit den Speichelfluss und die Magensaftsekretion erhöhen kann, so scheint auch die Vorstellung von Sport bereits dazu zu führen, dass sich der Körper darauf vorbereitet!

Mentale Gymnastik Gedanken lassen die Muskeln wachsen
Allein Gedankenkraft kann den Bizeps deutlich stärken, haben Forscher in neuen Versuchen nachgewiesen. Das mentale Training könnte Kranken beim Aufbau ihrer Muskulatur helfen.

Selbst große Muskeln lassen sich offenbar kräftigen, indem man bloß an körperliche Übungen denkt. Forscher um Guang Yue von der Cleveland Clinic Foundation in Ohio haben gezeigt, dass durch Mentaltraining auch Armmuskeln zum Wachsen gebracht werden können, berichtet das Fachmagazin "New Scientist" in seiner Online-Ausgabe.

Muskeln bewegen sich, wenn sie ein entsprechendes Signal von den so genannten motorischen Nervenzellen erhalten. Das Feuern dieser Neuronen hängt wiederum von der Stärke der vom Gehirn gesandten elektrischen Impulse ab. "Das legt nahe, dass man die Muskelstärke auch erhöhen kann, indem man bloß vom Gehirn ein stärkeres Signal an die motorischen Neuronen übermittelt", spekuliert Yue.

Zusammen mit seinen Kollegen hatte der Forscher bereits herausgefunden, dass allein die Gedanken an ein entsprechendes Training einen Muskel im kleinen Finger aufbauen. Nun erprobte das Team den Effekt an einer Gruppe von zehn Freiwilligen im Alter von 20 bis 35 Jahren, die im Geiste einen ihrer Bizeps spielen ließen. Die Probanden sollten sich die Anspannung des Armmuskels mit größtmöglicher Konzentration vorstellen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...n-a-168959.html



Gedanken-Workout: Muskelaufbau durch Kopfkino
http://www.menshealth.de/artikel/mehr-mu...kout.18065.html


Bodybuilding durch Mentaltraining?

Zitat
Was bringt Ihnen dieses Wissen?

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen wunderbar die Kraft und Wirkung unseres Geistes und den Effekt, den Übung und regelmäßige Wiederholung auf unseren Körper und auch die geistigen Prozesse bewirken kann. Sie zeigen weiterhin, dass wir auch einen Teil unseres täglichen Fitnessprogramms fernab von Geräten betreiben können.

Die Möglichkeiten sind schier unendlich und können so manche Warteminute füllen:

Liegestütz im Sitz des Zuges auf der Fahrt zur Arbeit – gerne auch einhändig
Klimmzüge in der U-Bahn (stellen Sie sich vor, Sie hängen an der Festhaltestange oder den Schlaufen und reißen ihre 20 Wiederholungen ab!)
Dips und Sit-Ups am Sofa – nur dass Sie auf dem Sofa sitzen bleiben

So witzig diese Vorstellung auch sein mag – die Wissenschaft hat wieder einmal gezeigt, dass unser Gehirn nicht wirklich entscheiden kann, was Wirklichkeit ist. Sich das täglich zunutze zu machen für körperliche Kraft- oder auch Ausdauersteigerung oder Erreichen Ihrer Ziele (nämlich bei durch Visualisieren der Ziele) ist eine Übung, die anfangs Konzentration und Aufmerksamkeit fordert, aber im Laufe der Zeit – wie auch bei den „echten“ Fitnessübungen – in eine Routine übergeht, die Ihnen gut tut.

Auch für Ihre Liebsten im Krankenhaus (manche von uns haben Eltern oder Großeltern, die sogar über längere Zeiträume dort ohne große Bewegung liegen) hat das positive Folgen: die ansonsten nicht möglichen Stärkungsprogramme, die außerhalb des Bettes stattfinden, können durch mentales Training in ähnlichem Ausmaß geschehen, um Muskelkraft zu erhalten oder sogar zu vergrößern.

Aus Erfahrung meines Habit-Programmes bei dem bekannten Blogger Leo Babauta weiß ich, dass die Gedankenübungen die sind, die anfangs am ehesten Ablenkung zulassen. Zu schnell ist man in Gedanken dann plötzlich doch im Einkaufszentrum und greift ins Käseregal anstatt sich wieder hochzudrücken vom letzten Liegestütz.


http://www.tomoff.de/bodybuilding-durch-mentaltraining/

Richtigen Sport wird man so wohl nicht ersetzen können, aber interessant ist es auf jeden fall, auch dann wenn man z.B. einige Zeit keinen Sport betreiben kann.



Ich habe auch mal von einer Studie gelesen, derzufolge Menschen angeben sollten, ob sie damit rechnen einen Herzinfarkt zu erleiden oder nicht. Laut den Ergebnissen der Studie, schien es auch wirklich so zu sein, dass die negative Einstellung das Risiko erhöhte, wenn man alle andern Faktoren mit berücksichtigte.
Leider finde ich die Studie nicht und vielleicht gab es ja methodische Mängel, etwa dass irgend ein Faktor nicht berücksichtigt wurde (Blutdruck, Cholesterol und Triglyceride, Ernährung, Rauchen, Bewegung... oder die genetische Vorbelastung, von der Teilnehmer wussten aber nicht die Studienleiter...).

Hier ein bischen was zu dem Thema zum lesen:

Körper und Seele – nur gemeinsam stark
Neue Studien offenbaren verblüffende Verbindungen zwischen Körper und Psyche: Nicht nur kann seelisches Leid der Gesundheit schaden, auch der Körper steuert umgekehrt unsere Gefühle.
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/03/k...komplettansicht


Wie die Psyche das Herz steuert
In manchen Redewendungen kommt der Einfluss von Emotionen auf das Herz zum Ausdruck. Auch wissenschaftlich ist inzwischen gut erforscht, was passiert, wenn „vor Schreck das Herz fast stehen bleibt“ oder es „schwer ums Herz“ ist.
http://www.fr-online.de/wissenschaft/her...8,20694858.html


Wie Herzerkrankungen und Psyche zusammenhängen
https://www.herzbewusst.de/leben-nach-de...zusammenhaengen



Passend zu dem Thema, hatten wir auch schon 2 andere Threads!
Krankheit und Autosuggestion
Stress

#5 RE: Psychologie von La_Croix 17.09.2016 07:47

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Zitat von Tizian im Beitrag #3
Hallo,

leider weiß ich nicht mehr die seitens des Augenzeugen vollkommen seriösen Quelle. Gelesen habe ich davon vor einiger Zeit, aber wahrscheinlich gibt es viele davon. Ein weltberühmter Pianist, alt, von Arthrose geplagt und sonstig auch körperlich vom Alter gebeugt, wächst am Klavier zu einem beweglich jungen Mann und Pianisten sozusagen empor. Also kein "Wunder" im mythischen oder religiösen Sinne, sondern ein "Memory-Effekt", ein Erinnern des Körpers an frühere und jüngere Zeiten, neben all den Begleitfaktoren. Also alles "Steifheit", sprich Krankheit weg, in dem Moment eine "Verwandlung" stattfindet. Kennt sicher jeder von uns, vor dem Arzttermin sind die Sympthome alle weg, man will eigenlich als "selbstgeheilt" nur noch nach Hause...;-)

Mir erscheint das natürlich schwer vorstellbar, aber jeder kennt das selbst, wenn man daran denkt, was bei dem eigenen Können "früher" möglich war, was bei aktueller Forderung und was obendrauf bei entsprechender Motivation dann trotz wieder möglich ist(Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit usw.).

Wie auch immer, der Geist beherrscht den Körper! Ein gesunder Geist macht einen gesunder Körper aus und ist aus meiner Sicht richtiger als umgekehrt! Wie viele vergebens versuchen. Insofern ist die Psychologie aus meiner Sicht wichtig. Kein Glaube an fremdgesteuerte selbsternannte Gurus, sondern den Appell an den eigenen Körper und die eigenen Selbstheilungskräfte. Die Buddhisten nennen das Mantra. Im Zweiofel besser an den eigenen Körper als an diese Fremden! ;-)


Gruß Bernd



Ich las mal von einem Versuch, bei dem in einem Altersheim alles so eingerichtet wurde wie es in den 50er (die Jugend der Heimbewohner) war. Die Möbel und die gesamte Einrichtugn wurde so eingerichtet wie damals, in dem alten Radio wurde ständig Musik aus ihrer Jugend gespielt. Vermutlich konnten sie auch immer Filme von damals ansehen usw.

Auf jedenfall, schienen die Bewohner nach kürzerer Zeit den Pflegern wieder sehr viel selbstständiger. Sowohl was ihre Kraft als auch ihre psychische Leistungsfähigkeit betraf.


Vielleicht findet jemand wieder etwas dazu, ich finde leider gar nichts mehr, bin mir aber sehr sicher davon gelesen zu haben...

#6 RE: Psychologie von mithut 17.09.2016 08:19

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Ich glaube, die Story mit dem Pianisten hab ich bei Anthony Robbins gelesen - es dürfte sich um Vladimir Horowitz handeln oder um seinen Schüler, Byron Janis.

Das mit dem Muskelaufbau "im Geiste nennt sich Carpenter-Effekt"
und dass bestimmte Körperhaltungen, Gesten und Mimiken "rückwirken", haben Schamanen (z. B: Felicits Goodman,Carlos Castaneda), Yogis usw. schon lange im Programm.

Zum Thema Gurus: "Prüfet alles und behaltet das Beste!", rät Freund Paulus (uns und) den Korinthern.

#7 RE: Psychologie von Dr.Faust 17.09.2016 10:32

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Zum Thema "Erinnern" und "Musik": Ich habe mir eine CD mit 22 meiner Lieblingstitel (Rock)
aus den 70ern und 80ern zusammengestellt, spiele sie dann öfter mal richtig laut ab. Es
wirkt Wunder, man merkt direkt die körperlichen, auch hormonellen Auswirkungen.
Ja, Körper und Geist erinnern sich an diese Zeiten. Es muss natürlich etwas sein, worauf
man wirklich abfährt.

Um es mit dem originalen Dr.Faust zu sagen:
"Ich fühle junges, heil'ges Lebensglück
Neuglühend mir durch Nerv und Adern rinnen ..."
(der Kontext war zwar nicht Musik, sondern Nostradamus' Buch)

#8 RE: Psychologie von jayjay 17.09.2016 11:27

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@Dr.Faust
;-) Also wer nimmt den heute schon noch CD auf? Die Jugend macht das nicht mehr.

Das der Körper/Geist so geprägt wurde, während der Sturm und Drang Zeit, und dieses geschehen nicht wiederholbar ist, zeigt doch, daß man "alt" ist. Aktuelle Musik bringt nicht mehr diese "großen" Gefühle. Wenn man sich jetzt in solch eine junge Hormonlage reinhört, ist man deswegen trotzdem nicht mehr jung, und könnte bei entsprechend jungen Verhalten sehr peinlich wirken.

Gesundheit wird definiert durch körperliche und psychische. Also klar ist man "Gesund" besser dran.
Ich habe den geistigen Focus all zu oft bei mir (gehabt). Es ist nicht gut! Ich sehe hier eine Parallele zu Antiaging. Wenn alle Gedanken und Handlungen nur um die "Jungerhaltung" kreisen.

Zu dem Altersheim mit der 50er Einrichtung. Man soll Menschen mit Demenz in ihrer Welt lassen und nicht ständig Korrigieren. Dann werden sie ruhiger, ohne diesen Konflikt zur "Realität".

#9 RE: Psychologie von Dr.Faust 17.09.2016 12:24

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Hallo jayjay,
welche Medien und Formate man verwendet, das weiß ich als Informatiker, der aktiv an Projekten
der Signalverarbeitung beteiligt ist, ziemlich gut. Die CD ist keineswegs out, sie ist ein Objekt, das
man entsprechend gestalten kann und auch mal weitergeben. Im übrigen ist die Titelauswahl auch
bei 20jährigen sehr gut angekommen. Und ich kann mich auch in neue Musik gut reinhören.

Ich denke, wir reden hier von "Reverse Aging"? Wenn ich schon so denke: ich höre "alte" Musik,
spreche darauf an, also bin ich "alt". Ich weiß nicht, ob das zielführend ist. Ich ahme nicht die
Jugend nach, oder vielmehr das Klischee, das man von der Jugend hat, ich finde schon
meinen eigenen Stil, aber ich habe auch nicht die Schere im Kopf, dass man gefälligst auch
"alt" rüberkommen muss, weil das so erwartet wird.

Alle Gedanken kreisen nicht um "Jungerhaltung", aber Gedanken muss man sich schon
machen. Sollen die Gedanken um "Alt sein" kreisen? Das kann es doch auch nicht sein.

Das mit dem "geistigen Fokus" und der Parallele zu Antiaging habe ich nicht verstanden.

Dr. Faust brauchte übrigens die Verjüngung in der "Hexenküche", bevor er sich
(mit Teufels Hilfe) wieder ins Leben stürzen konnte. Vielleicht suchen alle hier
auch nach dem "Zaubertrank"?

Die Idee mit dem Alterheim finde ich auch nicht so toll. Aber ich denke, die
ständige Konfrontation mit der Realität ist ein gutes Mittel gegen Demenz, nur
irgendwann könnte es natürlich zu spät sein.

#10 RE: Psychologie von mithut 17.09.2016 16:17

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Gute Mucke kann schon was!
Ein anderer meiner "geheimen Freunde" hat gesagt, dass Töne die Heilmittel der Zukunft wären. War allerdings auch zu seiner Zeit schon längst nichts Neues mehr: Rhythmen und Töne = Musik ist mit Sicherheit eins der ältesten Heilmittel der Menschheit.
Wie überhaupt jede Form des künstlerischen und symbolischen Ausdrucks und dessen Genuss und Interpretation.

@Dr.Faust,
hi und welcome - jetzt fehlen nur noch Dr. Frankeinstein, Fulcanelli und Rabbi Löw hier.
Und Du als Informatiker weißt sicher, dass die Supersubstanz unserer Zeit System heißt.
Daran feilen wir wahrscheinlich alle, um das Beste aus unseren Gegebenheiten herauszuholen, und diese möglichst nützlich zu kombinieren und einzusetzen - dankbar für jedes Heureka und in gespannter Erwartungshaltung.

lg,
and keep on rockin' ...

obwohl Dr. Klaus Miehling ganz anders darüber denkt und schreibt.
(Hab sogar einmal auf pagewizz ein wenig mit ihm darüber diskutiert.),
weil meine Stones und Allman Brothers lass ich mir nicht nehmen.

#11 RE: Psychologie von Dr.Faust 17.09.2016 17:49

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Hallo mithut,
danke für den Beitrag. "keep on rockin' " ist sehr gut, denke genauso.
Hab auch mal kurz in die Miehling-Seite reingesehen, den Begriff
"Gewaltmusik" kannte ich noch nicht. Obwohl ich destruktive und
rechte Musik auch ablehne, aber den guten alten Rock damit in einen
Topf zu werfen, finde ich völlig unangemessen. Meine Frau geht
gern in Philharmonische Konzerte - ist nichts dagegen zu sagen -
aber seitdem ich da mehrmals eingeschlafen bin, geht sie mit einer Freundin.
Nichts gegen Orchestermusik. Wer darauf abfährt, ok. Aber wenn ich mich
erst theoretisch mit der Musik beschäftigen muss, bevor sie mich anspricht,
ist es halt nicht meine Musik. Gilt auch für Bildende Kunst.

Ja, Rockmusik, auf die man steht, kann schon mal den Testo-Spiegel
erhöhen und man kommt vielleicht auf dumme Gedanken. Was soll
das Gerede über den ach so schlimmen Sex und "Hedonismus"?
Irgendwie muss ja Anti-Aging auch Sinn machen.

"System" habe ich gefühlt 100000 mal gehört und geschrieben. Das
Denken in Systemen, bestehend aus "Black Boxes" ist mir sehr vertraut.
Hoffe, dass ich das auch im hier diskutierten Kontext einmal anwenden
kann. Mein Sohn als Mediziner sagt mir zwar immer, dass alles sehr viel
komplizierter ist, als ich es mir vorstellen kann. Was der Ingenieur nicht
(gleich) versteht, steckt er in eine Black Box und schon wird alles übersichtlich.
Und im übrigen ist ein Intel-Prozessor auch kompliziert und funktioniert doch.

Und mit Dr.Faust hat es schon eine Bewandtnis, die ich hier nicht
erklären will. Aber die darin steckende Reverse-Aging-Story ist mir
erst jetzt aufgegangen. Und mit welchem Ziel läßt er sich wohl verjüngen ...?

LG Michael

#12 RE: Psychologie von mithut 17.09.2016 18:22

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Nochmal hi, Michael,

... ich halte meinen Musik-Geschmack(!) relativ offen.

Systemik und Kybernetik, die ich meine, beschränkt sich nicht auf noch(?) silizium-getragene Nullen und Einsen ...
(Der Polarität wegen ist z. B. das "Positive Denken" fast immer zum Kippen verurteilt - und Hypnose führt oft zu Symptomverschiebung.)
Ich versuche halt, das "unerwünschte" Gegenteil (den sogenannten Jungschen Schatten) wenigstens anzuerkennen, dann Standpunkt zu beziehen und nach Möglichkeit, weitere Perspektiven, sog. Effektive Punkte, zu finden ...
Systemische Psychologie und Therapien beinhalten oft sogar "Paradoxe Interventionen". :)
Oder wie Watzlawick meint:"Wenn die Lösung zum Problem wird ..."

Das alles könnte man endlos philosophieren oder psychologisieren ... andererseits bin ich ein pragmatischer (routine-gesteuerter) Sturschädel mit einem Faible für Nicht-Alltägliches.

lg

#13 RE: Psychologie von parcel 17.09.2016 19:11

@jayjay

Mit Deinem Beitrag hast Du es sehr gut auf den Punkt gebracht , ich sehe es ähnlich.

Nur denke ich über Anti-Aging anders als Du, ich sehe es als sehr sinnvoll an. Wir hier im Forum wissen ja alle, was man mit NEM und Hormonen alles erreichen kann. Natürlich kann es auch, wie alles im Leben zum Problem werden, wenn man nur noch von dem Gedanken beseelt ist, jung auszusehen oder wieder jung zu werden. Das ist dann in der Tat ein psychologisches Problem. Aber Anti-Aging bedeutet ja, dass man die Gesundheit weitestgehend erhalten möchte und sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben will, durch geistigen Verfall .

#14 RE: Psychologie von Dr.Faust 17.09.2016 20:58

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Hallo parcel,
also erstens habe ich noch ein paar andere Probleme, als jung auszusehen, nämlich
z.B. wie ich mein Geld für meine NEMs und alles, was dazugehört :) verdiene und
u.a. mit meinen Computerprogrammen, die nicht immer wollen, was ich will.
Gibt noch mehr davon.

Und zweitens habe ich gar kein Problem damit, jung bzw. jünger auszusehen. Könnte
besser sein. Trotzdem habe ich mir mit einigem Aufwand die Körperkomposition und Kraft
zugelegt, die ich schon immer wollte. Und es war ein wunderbares Gefühl, neue
Sachen in normalen Größen kaufen zu können. Und kein "metabolisches Syndrom" mehr,
wieder Klimmzüge etc.

Warum soll das ein psychologisches Problem sein? Nur weil ich vielleicht anders
darüber denke? Warum immer gleich Probleme erfinden? Ich meine, Anti-/Reverse-Aging
bedeutet: Jünger denken, jünger aussehen und "intern" verjüngt sein. Leider
fällt das Aussehen immer zuerst auf, deswegen muss man es eben auch pflegen.

Viele Grüße M.

#15 RE: Psychologie von jayjay 17.09.2016 21:10

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@parcel
ich nehme auch noch manche NEMs, aber ich kann nicht behaupten, dass sie mir etwas gebracht haben. Könnte auch nichts empfehlen im Sinne von, wie hieß er "Reverse Aging". Aber wer einen gesundheitlicher Mangel hat, dem kann das richtige NEM helfen.
Wie es mir Hormonen ausschaut, kann ich schlecht beurteilen. Es scheint mir auch sehr kompliziert zu sein, die richtige Dosierung zu finden. Zumindest scheint es so, wenn ich die Beiträge über Hormone lese.
Bringt es das wirklich, die Wechseljahre mit Hormonen wegzuschmieren. Meine Mutter bekam noch vom Arzt Hormonpflaster verschrieben, war wohl in den 80/90ern. Sie sieht fitter aus als ihre Schwestern, die Hormone? Vera sollte das auch gut beurteilen können. Sie ist die Älteste im Forum.

@Dr.Faust
Die Gemeinsamkeit von Antiaging und den Focus auf sich selbst zu haben, ist Besessenheit. Den "Teufel" Einlass gewähren. Ich neigte/neige dazu unbarmherzige Gedanken, gegen mich zu haben. Kurt Cobain war mein Idol. Musik kann durchaus negativ sein. Bei Antiaging ist es das Gedankenkreisen um, hab ich das richtige Programm, hab ich genügend genommen, genügend bewegt, genügend...
Es frisst wie auch Depressionen, Platz für anderes. Antiaging-Sucht???

"Reverse Aging" kauf ich sobald es auf dem Markt ist. Aber ich als wirtschaftlicher Versager bin wohl zu arm dafür.

#16 RE: Psychologie von mithut 17.09.2016 21:27

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@jayjay,

bringst mich zum Grinsen. Danke!

Läuft Dein Kryonik-Laden noch nicht? ;)

Als kleiner Trost: Siehste, ich bin ein wissenschaftlicher Versager. :)

#17 RE: Psychologie von Dr.Faust 17.09.2016 21:30

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Hallo jayjay, ich denke nicht, dass ich "besessen" bin. Im extremen Sinne war ich es wohl nie.
Aber wenn ich ein Thema angehe, dann mit Energie und Ausdauer. In Mark Maslows Blog
ist man ein "Dranbleiber". Fand ich cool, hat mir gefallen. Viele Leute sind nämlich keine
Dranbleiber und kriegen dann auch nichts zu Ende (z.B. beim Krafttraining).

Naja, wenn der "Teufel" helfen kann.... Beim richtigen Dr.Faust ist es am Ende auch gut
ausgegangen, letztlich hat Faust den Teufel nur benutzt. Hatte nie unbarmherzige
Gedanken gegen mich, hatte aber immer das Image, das ich gut und erfolgreich sein muss.
Das kann auch stressen. Wie sagte mir mal jemand: "Der Unterschied zwischen Genie
und Wahnsinn ist der Erfolg". Wenn "Reverse Aging" erfolgreich sein sollte, wird es leider
niemand mehr beurteilen können ...

Natürlich muss man sehen, ob man das richtige Programm hat, aber ich stelle es nicht
täglich in Frage. Ich habe ein Programm und ziehe es bis zum nächsten Check durch.
Gilt für Nahrung, für NEMs, für Hautcremes und natürlich auch für Training. Aber ständig
zweifeln und prüfen - dafür habe ich gar keine Zeit. Anti-/Reverse-Aging ist zumindest
bei mir keine Sucht, nur ein zunehmend spannendes Thema. Und ein bisschen "Sucht"
darf ja auch sein ... :).

Viele Grüße M.

#18 RE: Psychologie von parcel 18.09.2016 11:24

@jayjay

Wenn die Östrogene in den Wechseljahren unter normale Schwellenwerte sinken, treten zunächst einmal Entzugserscheinungen auf, die mit der Zeit aber wieder verschwinden. Später entwickeln sich dann degenerative Folgeerkrankungen, denn ein chronischer Östrogenmangel hat schlimme Folgen für den gesamten Organismus. Die Haut altert, die Schleimhäute trocknen aus, Knorpel und Knochen werden abgebaut, der Blutdruck steigt ect. Um einen altersbedingten Hormonmangel zu vermeiden, kann man Östrogene nehmen.

Es handelt sich also keineswegs nur darum, jung oder jünger auszusehen, dafür nehmen mit Sicherheit die wenigsten Frauen Hormone.

#19 RE: Psychologie von parcel 18.09.2016 11:32

@Dr.Faust

Natürlich stellt es noch kein psychologische Problem dar, wenn einem Schönheit und Jugendlichkeit wichtig erscheinen und man viel dafür tut. Ich habe auch geschrieben, es kann zum Problem werden und meine damit, wenn man diesem Ziel alles andre unterordnet. Ansonsten, kenne ich Dich ja gar nicht und kann in Bezug auf Deine Person gar nichts dazu sagen.

#20 RE: Psychologie von Dr.Faust 18.09.2016 11:57

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Hallo parcel, danke für die Klarstellung. Ich hatte ein psychologisches Problem, als ich mit 1.69 m 90 kg
wog und 4x täglich Insulin gespritzt habe, dazu Blutdrucksenker etc. Vom Bauchumfang nicht zu reden.
Mein Vater ist mit 56 an einem Schlaganfall verstorben, meine Mutter ist 98 geworden.

Meine Kraft war zwar nicht bei 0, aber wenn ich meine "Anfangslast" im Fitnessstudio mit den
heutigen Werten vergleiche, einfach nur traurig. Über die Kleidungsgröße will ich lieber nicht
reden. Ich habe das ignoriert, die Strategie war eher: möglichst viel noch schaffen bis zum +.
Um etwas für die "Ewigkeit" zu tun, habe ich eine 500-Seiten-Familiengeschichte geschrieben.

Jetzt habe ich kein psychologisches Problem, auch nicht im Fitnesstudio, wenn ich so sehe,
was die U30-Jugend da so bringt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Sicher habe ich auch
mal zuviel trainiert, mache das jetzt intelligenter. Bin immer noch in der Muskel-Aufbauphase.

Von "Schönheit" in Vollendung kann natürlich keine Rede sein. Ich meine nur, dass "Anti Aging"
auch in diese Richtung gedacht werden muss. Auf jeden Fall kann ich nun wieder "unter Leute"
gehen. Haut und Haare könnten noch "Reverse Aging" vertragen, da bin ich noch am Suchen.
Die äußere Erscheinung bestimmt immer das Bild, für meine Mitochondrien interessiert
sich kein Mensch. Ich weiß aber, die sollten auch ok sein, da folgt dann vieles nach.

Ich bin übrigens verheiratet, habe zwei Kinder und zwei kleine Enkel. Also nicht nur selbstbeobachtend.

LG Michael

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