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#161 RE: Psychologie von Dr.Faust 06.08.2019 19:17

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Ja, alles sicher richtig. Warum reagiert die Politik da kaum bis garnicht bei so eindeutiger
Faktenlage?

Aber man muss auch einsehen, dass man Handys nicht verbieten kann ohne die Wirtschaft
existenziell zu schädigen. Das sehe ich auch als Fakt. Alles andere als Utopie.

Meine Frau hat z.B. ein Diensthandy aufgrund ihres Jobs. Dann noch ein privates. Ich habe
mir die Links bereits früher angesehen. Ob das Schadenspotential so groß ist wie dargestellt,
kann ich letztlich auch nicht beurteilen. Ich verstehe aber schon die Mechanismen.

Ich habe bereits ziemlich lange Mobiltelefone. Natürlich kann man alles irgendwie auch
anders lösen. Ich will da garnicht weiter diskutieren. Mal abgesehen von dem schädlichen
Strahlungen. wer es kennt, weiss was er daran hat. Man muss sich halt entscheiden
und etwas gegensteuern. Ich will die Alternativlösungen nicht kommentieren oder entkräften.
Man muss aber auch realistisch sein.

Es werden auch viele Menschenleben dank der Handys gerettet.

Aber ich möchte immer eine ganzheitliche Betrachtung. Nicht nur die Nachteile.
Realistisch bleiben und keine Panik.
Die Welt ist dialektisch: Kampf und Einheit der Gegensätze.

Mich würde mal eine Umfrage interessieren: Wer hat aufgrund unguter biologischer Wirkungen
kein Handy oder dasselbe abgeshaft.

#162 RE: Psychologie von Tizian 06.08.2019 19:38

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Also ich habe natürlich auch ein Handy/Smartphone, bin aber kein "Handyman". Soll heißen, ich habe es zwar immer dabei, wenn ich unterwegs bin, aber eben nur an, wenn ICH jemanden erreichen möchte oder sehr selten, man auf einen avisierten Anruf wartet. Auch wenn ich ein Handy so selten wie es nur geht benutze, gar nicht so sehr aus gesundheitlichen Gründen, auch wenn mir die Zusammenhänge durchaus klar sind, sondern in erster Linie weil ich den ganzen Schwachsinn mit ständiger Erreichbarkeit etc. nicht mitmachen möchte.

Aber ich bin dennoch der Meinung, daß das Handy eines der besten, wichtigsten und nützlichsten neuzeitlichen Erfindungen ist. Die Möglichkeit praktisch von jedem Ort der Welt und jederzeit anrufen zu können oder erreichbar zu sein (sei es familiär, privat, beruflich, sei es ein mediz. oder sonstiger Notfall usw.) oder jederzeit ein Foto machen und auch verschicken zu können (sei es familiär, privat, beruflich, sei es ein Unfall, eine kriminelle Handlung usw.) ist eine sehr positive Sache.

Wie alles hat auch dieses techn. Gerät sicher auch gesundheitl. Nachteile oder Risiken, aber ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen durch den Besitz oder das Vorhandensein eines Handy aus mediz. oder sonstigen Notfällen gerettet oder vor diesen gewarnt worden sind usw.

Wie immer ist doch die Dosis (der Gebrauch) das Gift. Leider hat der Umfang der techn. Möglichkeiten dieses Gerätes (Spiele, unzählige Apps usw.) bei vielen Menschen aller Altersgruppen zu suchtähnlichem Verhalten geführt. Das ist aus meiner Sicht der größte und gefährlichste Nachteil und nicht der "normale" Gebrauch dieses Gerätes. Da ist aus meiner Sicht viel Panikmache dabei, wie zu vielen anderen Themen auch.

#163 RE: Psychologie von parcel 06.08.2019 19:40

Zitat von Dr.Faust im Beitrag #161

Ich habe bereits ziemlich lange Mobiltelefone. Natürlich kann man alles irgendwie auch
anders lösen. Ich will da garnicht weiter diskutieren. Mal abgesehen von dem schädlichen
Strahlungen. wer es kennt, weiss was er daran hat. Man muss sich halt entscheiden
und etwas gegensteuern. Ich will die Alternativlösungen nicht kommentieren oder entkräften.
Man muss aber auch realistisch sein.

Es werden auch viele Menschenleben dank der Handys gerettet.

Aber ich möchte immer eine ganzheitliche Betrachtung. Nicht nur die Nachteile.
Realistisch bleiben und keine Panik.
Die Welt ist dialektisch: Kampf und Einheit der Gegensätze.

Mich würde mal eine Umfrage interessieren: Wer hat aufgrund unguter biologischer Wirkungen
kein Handy oder dasselbe abgeschaft.

Niemand, würde ich sagen . Handys gehören heutzutage einfach zum Leben dazu, genau wie früher das Telefon.

Wer eines einmal hatte, wird niemals mehr freiwillig darauf verzichten. Ich habe ein Smartphone und vorher hatte ich jahrelang die unterschiedlichsten Handys.

#164 RE: Psychologie von Dr.Faust 06.08.2019 20:25

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#162 Ja, das Suchtverhalten hatte ich vergessen, es steht sicher auf der Liste der Nachteile.
Für Spielkram hab ich weder Interesse noch Zeit. Ich muss dieselbe ja nun nicht totschlagen,
die ich vll mühvoll hinzugewonnen habe. Zeit ist eine ziemlich wertvolle sache, nur die Jugend sieht
das natürlich etwas anders. Ich bin nicht sicher ob ich noch unendlich viel Zeit habe...

Ja, man muss auch umgehenkönnen mit den Möglichkeiten ...

Das mit der Erreichbarkeit sehe ich durchaus positiv. Vor allem umgekehr. Wenn ich mal was dringendes
mitteilen will und der andere ist nicht erreichbar. Denke immer, nun haben wir diese ganze
Supertechnik, aber erreichen kannste doch keinen. Oder ich sag das laut.

#165 RE: Psychologie von h.c. 06.08.2019 22:00

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Zitat von Dr.Faust im Beitrag #161
Ja, alles sicher richtig. Warum reagiert die Politik da kaum bis garnicht bei so eindeutiger
Faktenlage?

Wiel Sie nie selber reagiert hat? Weil das nicht im Sinne der wirtschaftlichen Profiteure ist?
-> Späte Lehren aus frühen Warnungen – Das Vorsorgeprinzip 1896-2000, Europäische Umweltagentur, Umweltbundesamt, 2001: https://www.umweltbundesamt.de/sites/def...n/long/2697.pdf
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #161
Aber man muss auch einsehen, dass man Handys nicht verbieten kann ohne die Wirtschaft existenziell zu schädigen. Das sehe ich auch als Fakt. Alles andere als Utopie.

Also war das Wirtschaften bis vor ca. 20-25 Jahren nicht möglich? Warum komme ich ohne Mobiltelefon aus?
Und warum ist die Wirtschaft wichtiger als die Menschen?

Eine Wirtschaft soll den Bedürfnissen von Menschen dienen - nicht umgekehrt.

Sorry - ich bin etwas entsetzt wenn solche Aussagen von Menschen kommen die sicher 10-20 Jahre älter sind als ich - und aufgrund Ihrer Erfahrung und Lebensperspektiven weiser sein sollten.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #161
Aber ich möchte immer eine ganzheitliche Betrachtung. Nicht nur die Nachteile.

Ich bin ganz realistisch. Rate mal, warum ich 19 Teile zu EMF geschrieben habe... sicher nicht aus Spass an der Sache - sondern als Betroffener.
Rate mal warum ich solche Artikel schreibe: https://hcfricke.com/2019/06/12/essen-su...ress-co-teil-i/

Rate mal wie viele klar Betroffene es gibt. Viele schweigen.. kenne genug davon.. wollen nicht als "Spinner, "Schwach", "etc," gelten.... haben Angst hintenan zu stehen... : https://hcfricke.com/2019/01/23/emf-15-e...-2015-ca-10-20/
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #161
Mich würde mal eine Umfrage interessieren: Wer hat aufgrund unguter biologischer Wirkungen kein Handy oder dasselbe abgeshaft.

Ich. Und WLAN aufgegeben, alles mit Funk verkauft, und umgezogen, und ÖPNV aufgegeben..... und ich meide alle Massenaufläufe und Städte wie/wo ich nur kann.

Echt entsetzt wie das Thema hier nicht aufgegriffen & nicht verstanden wird....

VG
H.C.

P.S.: Wer aus meiner Sicht EMF und dessen Schadenspotential nicht versteht - der hat sich wirklich nicht mit Biochemie, Mitochondrien, Oxidativem- und Nitrostress, Glutahtion & Antioxizanzien, chronischen Entzündungen und Entzündungsmediatoren, etc. pp. auseinandergesetzt.... das sind aus meiner sicht die Basics für "langes leben" ....

P.P.S: Hier DAS Paper was man komplett gelesen haben sollte - für langes Leben: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2248324/

#166 RE: Psychologie von Dr.Faust 06.08.2019 23:40

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#165 @h.c.
Nein , DAS paper hatte ich noch nicht in meiner Sammlung. Ich schätze es auch sehr, dass du so tiefgehende
Untersuchungen zu der Thematik EMF machst und veröffentlichst. Die Thematik "Nitrosativer Stress" ist mir
von Kuklinski bekannt. EMF werden bei ihm ja auch als ein Faktor der mitochondralen Schädigung genannt.

Mir erscheint dieser Aspekt mehr Beachtung wert. Allerdings muss man auch sehen, dass es weitere Einflüsse gibt
und dass EMF jetzt nicht der Grund sein können, warum Menschen halt nur so zwischen 80 und 90 werden.
Alle Generationen ohne Handy sind auch krank geworden und letztlich gestorben. Also nur an EMF kann
es nicht liegen. Allerdings habe ich mitochondrale Probleme und Energiemangel schon immer als einen
wesentlichen Aspekt der Alterung betrachtet und das hier auch in vielen Beiträgen geschrieben.

Ich hatte das deshalb auf dem Schirm, weil ich die MELAS-Mutation habe. Meine Schwester ist zumindest indirekt
daran gestorben (2008 mit 56, Symptomatik seit ca. 1996). Das ist der Grund, warum mich Mitochondrien sehr interessiert
haben und ich nach Wegen suchte, die Folgen von MELAS abzumindern. Ich war Jahre psychisch sehr gestresst wegen der
Angst dasselbe Schicksal zu erleiden. Ich habe alles gelesen was ich über Mitos finden konnte und das gemacht,
was so empfohlen wurde. Ich bin Informatiker, und ernsthaft beschäftige ich mich erst seit 2015 mit Anti-Aging
und Biochemie.

Ich habe damals eine gewisse Hypochodrie entwickelt. Aber - wenn man mehr weiss - entwickelt man Selbstvertrauen,
dass man die Dinge in den Griff bekommt. Und ich habe riesen Forschritte gemacht. 20 kg verloren, Muskelaufbau, Leichtigkeit ...
Insofern bin ich schon ein wenig vertraut mit dem was in der Zelle so vor sich geht. Bei aller Komplexität versuche
ich allerdings immer, zu den wesentlichen Dingen vorzudringen. So interessiert mich sehr, was Leben eigentlich ist
oder Quantenprozesse, Wasser etc, Epigenetik ...

Man lernt nie aus, und ich werde den Aspekt der EMF doch mal stärker in den Focus rücken. Aber wie gesagt,
für die tiefere Ursache des begrenzten Lebens halte ich ihn nicht. Vielleicht bin ich auch nicht so EMF-empfindlich.

Steht in meinem Profil - ich bin numerisch 68. Im Denken hoffentlich etwas jünger. Ich bin nicht weise. Vll. im wesentlichen
vernünftig, aber nicht nur. Ich bin gleichzeitig auch unvernünftig. Echter Spass ist mir auch wichtig. Man kann nicht nur einzahlen
in A-A, man muss auch mal abheben vom Konto.

Ich find nicht alles was neu ist - "geil". Aber ich versuche es zu verstehen und auch mal auszuprobieren. Rein von den Interessen
und der Ausbildung her waren Handys für mich natürlich die tollste Erfindung der letzten 20 Jahre. Ich bin auch überzeugt, dass sie
auch einen erheblichen Vorteil, auch Wettbewerbsvorteil, bringen.

Es gibt nicht die "Wirtschaft" und den "Menschen" auf der anderen Seite. Ja, Wirtschaft wird von Menschen für Menschen gemacht.
Die Lenkung geht allerdings manchmal ein wenig in die falsche Richtung.

Die Wirtschaft hat auch eine rasante Evolution durchlaufen, und da ist alles drahtlose enorm gewachsen, nicht nur der Gebrauch von Handys.
Wir sind nicht allein auf der Welt, und es gibt einen enormen Konkurrenzdruck. Wir können es uns nicht aussuchen, ob wir eine Wirtschaft ohne
Handys wollen. Ausgehend vom momentanen technisch-organisatorischen Stand wäre es m.E. der Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft.
Den Rückbau der Atomwirtschaft haben wir ja dank Kompensataion relativ gut überstanden.

Selbstverständlich kann der Einzelne ohne Handy leben. Aber es ist keine Option für den Großteil der Menschen, abgesehen davon, dass
sie das garnicht wollen. Es ist auch ein Stück Freiheit. Erst ist Mensch und Computer zusammengewachsen. Computer als natürliche Erweiterung
des Geistes. Für mich waren Computer einfach das, worauf ich schon immer gewartet habe, ohne es zu wissen. Der nächste logische Schritt
ist die unbegrenzte Kommunikation. Für mich genial und logisch.

Eigentlich schade, dass es nun einen Schadensaspekt hat. Aber ich sage für mich allein, dass ich momentan die Entscheidung für den Gebrauch des Handys
treffen würde, den öffentlichen Nah- und Fernverkehr benutze ich eher marginal und auf Städte kann ich nicht verzichten. Ich fahre ja extra hin, um sie zu besichtigen.
In DD hab ich Glück, so schön am grünen Elbufer. Da lässt es sich wohnen.

#167 RE: Psychologie von La_Croix 27.08.2019 04:57

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Optimisten werden älter
Positive Lebenseinstellung scheint Langlebigkeit zu fördern

Auf die Einstellung kommt es an: Wer optimistisch durchs Leben geht, hat gute Chancen besonders alt zu werden. Denn Forscher haben herausgefunden, dass Optimisten im Schnitt länger leben als eher pessimistisch eingestellte Personen. Diese Menschen erreichen demnach besonders oft ein sehr hohes Alter und erleben häufiger ihren 85. Geburtstag. Wie genau dieser Effekt der positiven Denkweise zustande kommt, ist allerdings noch unklar.


Zitat
Konkret ergaben die Auswertungen, dass die optimistischsten Männer und Frauen im Schnitt eine um elf bis 15 Prozent längere Lebensdauer hatten als die Personen mit den niedrigsten Optimismuswerten. Bei ihnen war auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie ihren 85. Geburtstag erlebten – und zwar um 50 bis 70 Prozent.

„Psychologische Ressource“
Das Entscheidende: Diese Zusammenhänge galten, obwohl die Wissenschaftler den Einfluss anderer Faktoren wie chronische Erkrankungen bereits herausgerechnet hatten. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Optimismus als eine psychologische Ressource fungiert, die Langlebigkeit fördert“, konstatieren die Forscher.

Wie genau die positive Lebenseinstellung den Menschen beim Altwerden hilft, ist ihnen zufolge zwar noch unklar. Es könnte aber zum Beispiel sein, dass der bessere Umgang mit Stress eine Rolle dabei spielt. Denn chronischer Stress und die damit verknüpfte Ausschüttung von Stresshormonen können Krankheiten und Alterserscheinungen fördern. Zusätzlich könnte eine optimistische Einstellung auch bestimmte Verhaltensweisen fördern, die der Gesundheit zuträglich sind, etwa mehr Bewegung.

Gesund Altwerden
Bestätigen künftige Untersuchungen den nun beobachteten Zusammenhang, ergeben sich daraus womöglich auch neue Möglichkeiten für Therapien: „Eine längere Lebensspanne scheint oft mit einer längeren gesunden Lebenszeit einherzugehen. Daher spielen unsere Ergebnisse auch eine Rolle für das Verständnis der psychologischen Faktoren, die ein gesundes Altwerden fördern“, erklärt das Team.

Vielleicht könnten dabei schon einfache Maßnahmen helfen. So legen Studien nahe, dass Meditation oder kognitive Verhaltenstherapien Menschen optimistischer machen können. „Optimismus könnte beeinflussbar sein“, schließt Lee.


https://www.scinexx.de/news/medizin/opti...-werden-aelter/

Also, immer schön optimistisch bleiben und niemals verzweifeln!

#168 RE: Psychologie von Dr.Faust 28.11.2019 00:18

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Mark Maslows starke Gedanken für Dranbleiber: Psychologie ist die Basis.
https://www.marathonfitness.de/starke-gedanken/

#169 RE: Psychologie von Nurdug 28.11.2019 07:56

Optimistische Menschen passen meiner Beobachtung nach, auch besser auf sich auf.
Ausserdem denke ich, ihr soziales Umfeld ist stabiler, sie gehen anderen nicht so auf den Keks und sind besser gelitten als Meckerfritzen und Schwarzmaler.
Wer laufend "halb leere Gläser" vor sich sieht, kommt schnell in eine unzufriedene Gemütslage. Allein das löst schon ordentlich Stress aus

Eigentlich ein Thema, was schon uralt ist. Haben wir schon im Studium drüber gesprochen, dass eine zufriedene Gemütslage das Leben direkt und indirekt verlängert.
Lustig, diese Fragestellung wird immer mal wieder ausgegraben.

#170 RE: Psychologie von Dr.Faust 28.11.2019 11:17

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Hallo kleiner Einwand: bei dem verlinkten Artikel geht es nicht allgemein um eine
"zufriedene Gemütslage", sondern um "Dranbleibertum". Das ist nicht dasselbe.
Viele Menschen mit einer "zufriedenen Gemütslage" bleiben halt nicht an irgendetwas dran.

Es geht auch garnicht um Lebensverlängerung. Das hat Maslow garnicht als primäres Ziel.
Es geht darum, wie man ein Ziel erreicht, nämlich indem man "dranbleibt".

Ein bisschen Unzufriedenheit ist notwendig, sonst wird nichts verändert. Unzufriedenheit
heißt ja nicht meckern. Es heißt z.B. über das Arbeitsergebnis (als Ing. z.B. typisch)
nachzudenken, ob das wirklich gut ist, oder über den eigenen Körper, ob der nicht besser sein könnte.

Es gibt Dysstress und Eustress :-). Letzterer hält mich wach. Er verkürzt auch nicht das Leben,
denn ich muss ja "dranbleiben" bis das Ziel erreicht ist. Allerdings werden ich dann wohl auch nicht
ganz zufrieden sein ...

Allerdings wie immer: Whom it may concerrn

#171 RE: Psychologie von La_Croix 30.12.2019 10:05

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Gesundmacher Lebenssinn
Wer einen Sinn im Leben sieht, ist psychisch und körperlich gesünder

Sinnhafter Einflussfaktor: Wer einen Sinn im Leben sieht, dem geht es gesundheitlich besser. Denn diese Menschen sind nicht nur zufriedener und seelisch ausgeglichener. Auch ihre körperliche Gesundheit ist besser, wie eine Studie enthüllt. Besonders stark zeigt sich dieser Zusammenhang demnach bei älteren Menschen über 60. Sie sind auch diejenigen, die häufig (wieder) nach einem Sinn im Leben suchen.


Zitat
Der Jahreswechsel ist traditionell eine Zeit, in der wir das Vergangene Revue passieren lassen und verstärkt über unser Leben nachdenken. Was habe ich im letzten Jahr erreicht? Erkenne ich einen Sinn in dem, was ich tue – und im Leben generell? Wer diese Frage mit ja beantworten kann, hat es gut. Denn Studien zeigen: Einen Lebenssinn zu haben, trägt wesentlich zu unserem subjektiven Wohlbefinden bei. Es macht uns glücklich.

Forscher um Awais Aftab von der University of California in San Diego haben nun untersucht, wie sich dieser Faktor auf die psychische und körperliche Gesundheit auswirkt. „Die Medizin beginnt gerade zu verstehen, dass der Sinn des Lebens klinisch relevant ist“, erklärt Aftab. „Viele denken eher aus einer philosophischen Perspektive über dieses Thema nach, doch es könnte auch Einfluss auf die Gesundheit und vielleicht sogar die Langlebigkeit haben“, ergänzt sein Kollege Dilip Jeste.

Zufriedener und gesünder
Um mehr über diesen Zusammenhang herauszufinden, werteten die Wissenschaftler Daten von 1.042 Erwachsenen im Alter zwischen 21 und 100+ Jahren aus. Die Studienteilnehmer waren für eine großangelegte Langzeitstudie unter anderem zu ihrem subjektiv empfundenen Lebenssinn befragt worden. Dabei bewerteten sie Aussagen wie „Ich suche noch nach einer Bestimmung in meinem Leben“ oder „Ich habe eine erfüllende Aufgabe für mein Leben gefunden“. Außerdem wurden Daten zu ihrem gesundheitlichen Zustand erhoben.

Die Auswertungen enthüllten: Tatsächlich gab es einen Zusammenhang zwischen den beiden Faktoren. Wer einen Sinn im Leben gefunden hatte, dem ging es demnach mental, aber auch körperlich besser. „Diese Menschen sind zufriedener und gesünder als Menschen ohne Lebenssinn“, berichtet Jeste.

Abhängig vom Alter
Wie deutlich sich dieser Zusammenhang zeigte, war jedoch auch abhängig vom Alter. Besonders stark war die Verknüpfung zwischen Lebenssinn und körperlicher Gesundheit bei Probanden über 60. Dies ist vor allem deshalb interessant, weil diese Menschen zu einer von zwei Gruppen gehören, die häufiger keinen Sinn im Leben erkennen als der Rest der Bevölkerung.

So stellten die Forscher fest: Gerade jüngere und ältere Menschen über 60 suchen noch oder wieder nach einem Sinn im Leben. „Wer jung ist, ist häufig unsicher über seine Karriere, seinen Lebenspartner und so weiter. Mit zunehmendem Alter wird man gefestigter und findet damit auch seinen Lebenssinn. Doch bei Senioren ändert sich das wieder – zum Beispiel, weil sie in Rente gehen oder vermehrt ihre Verwandten und Freunde sterben“, erklärt Jeste.

Therapeutischer Ansatzpunkt
Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte betroffenen Senioren mithilfe spezieller Maßnahmen geholfen und so auch deren Gesundheit gefördert werden. Denn Zufrieden-Sein und einen Sinn im Leben sehen, lässt sich üben. „Es handelt sich um einen potenziell veränderbaren Faktor, auf den wir abzielen können, um das Wohlergehen von Patienten zu verbessern“, sagt Aftab.

In Zukunft wollen er und seine Kollegen herausfinden, welche weiteren Einflussfaktoren in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen: Wie wirken sich etwa Aspekte wie Lebenserfahrung, Einsamkeit und Mitgefühl auf den empfundenen Lebenssinn aus? „Außerdem wollen wir untersuchen, ob Biomarker für Stress und Altern mit dem Suchen und Finden eines Lebenssinns in Verbindung stehen“, schließt Aftab.


https://www.scinexx.de/news/medizin/gesundmacher-lebenssinn/

Die Originalstudie:
Meaning in Life and Its Relationship With Physical, Mental, and Cognitive Functioning: A Study of 1,042 Community-Dwelling Adults Across the Lifespan
https://www.psychiatrist.com/JCP/article...1/19m13064.aspx

#172 RE: Psychologie von Dr.Faust 30.12.2019 11:35

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#171 Ich schreibe das ja wieder und wieder - kann man alles unter Psychosomatik buchen.
Es gibt viele Möglichkeiten.

Allerdings bin ich nicht der Mensch, der die Vergangenheit ständig Revue passieren lässt.
Sie erscheint mir heute wie hinter Glas - museumsähnlich. Zum Zweck der Rejuvenation
würd ich davon abraten zu sehr in der Vergangenheit zu kramen.

Ich hab das u.a. damit abgeschlossen, dass ich vor einigen Jahren eine umfangreiche Familienchronik
geschrieben habe. War ein tolles Projekt über 3 Jahre. Das wäre auch mal ein sinnstiftendes Projekt für "Senioren".
Übrigens find ich dies Bezeichnung bereits psychosomatisch negativ.

Und Biochemie, Anti-Aging. Englisch lernen wers noch nicht kann. Kreuzworträtsel halte ich für sinnlos.

Über den Sinn des Lenens denke ich nicht nach. Ich lebe und habe meine "Projekte". Das reicht mir. Habe auch
einen Vollzeitjob als externer Entwickler. Ich muss da nicht ständig grübeln, das bringt doch nichts. Das ist
so ein "Script", das man im Zuge einer psychischen Erneuerung recyclen sollte.

Also, mach es einfach. Und im übrigen: Kraftsport hilft da ungemein weiter.

#173 RE: Psychologie von Dr.Faust 31.12.2019 16:59

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Gestern in der Buchhandlung gesehen. Bisschen gelesen, scheint mir ganz intertessant.
Halte es mal fest.
https://www.amazon.com/Scheiß-drau...7807695&sr=8-11

#174 RE: Psychologie von Dr.Faust 01.01.2020 11:32

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Mark Maslow hat zum Jahresbeginn was über Ziele und Dranbleibertum geschrieben.
Nicht schlecht, aber wer dranbleibt, kennt es natürlich.

https://www.marathonfitness.de/gute-vorsaetze/?omhide=true

Ich wünsche allen Foristen ein erfolgreiches 2020 voller Gesundheit,
Tatendrang und Reverse Aging!

#175 RE: Psychologie von Dr.Faust 21.01.2020 22:49

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https://www.amazon.com/Scheiß-drau...7807695&sr=8-11
von Detlef Soost

hab ich heute erworben. 15 EUR.
Hab nicht viel gelesen, aber find ich schon jetzt toll. Es stützt genau meine These, wie man
den Körper durch mentale Veränderungen verändern kann. Vieles habe ich hier oder durch eigene Erfahrungen
gestützt schon vorweggenommen, aber man kann aus dem Buch wirklich was lernen. Trotz
des reißerischen Titel - ich kann es schon jetzt empfehlen. Es ist nicht vordergründig Anti-Aging,
aber im Grunde natürlich doch. Das Mentale ist der Master, nach dem alle suchen.

#176 RE: Psychologie von parcel 18.04.2020 10:44

Zitat
Kampf gegen Einsamkeit

ZukunftsangstCorona verursacht massenhaft psychische Probleme – Maßnahmen schützen vor Kollaps

Das Leben in einem Kriegsgebiet ist ganz anders als das Leben während einer Pandemie, aber sie sieht Parallelen im Verlust der Freiheit und im Gefühl der Gefahr. "Wir hatten auch die Wahl, den Lockdown zu verlassen", reflektiert sie. "Jetzt ist anders, dass niemand entkommen kann." Im Irak wandten sich viele ihrer Altersgenossen dem Alkohol zu, um die Langeweile und die Angst zu betäuben. Die gestiegenen Alkoholverkäufe deuten darauf hin, dass viele heute dasselbe tun. In Großbritannien sind sie in der Woche bis zum 21. März im Vergleich zu 2019 um zwei Drittel gestiegen, so das Marktforschungsunternehmen Nielsen.



Zitat
Diejenigen, die sich bereitwillig unter weniger traumatischen Umständen isoliert haben, können Beispiele dafür liefern, wie die gegenwärtige Krise gemildert werden kann. Astronauten leiden neben der Einsamkeit, die sie durch die längere Trennung von ihren Lieben oder anderen Menschen erleben, unter Schlafstörungen, Herzrasen, Angstzuständen und Stimmungsschwankungen. Zusammen eingepfercht kann es auch passieren, dass sie sich mit ihren Besatzungskollegen zerstreiten.

Paare, die sich plötzlich in erzwungener Nähe befinden, können das vielleicht nachempfinden. Es gibt Berichte, dass es in einigen Städten Chinas, wie Xi'an und Dazhou, seit der Aufhebung des Lockdowns in Teilen des Landes Anfang März zu einem sprunghaften Anstieg der Scheidungsverfahren gekommen ist.


https://www.focus.de/perspektiven/kampf-...d_11881559.html


Durch die Pandemie kommt es, bei dafür disponierten Menschen, auch zu psychischen Problemen. Im Alltag merkt man nichts davon, aber man kann natürlich nicht hinter die Fassaden schauen, eventuell werden sich Psychologen und Psychotherapeuten nach der Pandemie vor Patienten gar nicht mehr retten können.

#177 RE: Psychologie von La_Croix 07.05.2020 18:20

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Wer glaubt, sich zu wenig zu bewegen, stirbt früher

Zitat
Jene Teilnehmer, die glaubten, sie würden sich im Vergleich zu anderen Menschen in ihrem Alter zu wenig bewegen, hatten ein 71 Prozent höheres Risiko, das Ende des Beobachtungszeitraums nicht mehr zu erleben. Dieses Ergebnis blieb auch bestehen, als die Forscherinnen den Einfluss weiterer Faktoren miteinbezogen wie das Alter, das Einkommen, den Zugang zu medizinischen Einrichtungen, körperliche und psychische Vorerkrankungen und sogar das tatsächliche Bewegungsverhalten der Teilnehmer. Aber selbst wenn diese sich in Wahrheit gar nicht weniger bewegten, blieb die negative Selbsteinschätzung mit einer kürzeren Lebenserwartung verknüpft!

Ob sie auch die Ursache für den frühen Tod darstellt, bleibt allerdings unklar. Es gibt jedoch andere Untersuchungen, die auf ähnliche Verbindungen zwischen Gesundheit und Selbstwahrnehmung gestoßen sind. So scheinen etwa Menschen, die sich selbst zu dick finden, eher an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden, selbst wenn sie eigentlich Normalgewicht haben.


https://www.spektrum.de/magazin/wer-glau...frueher/1499041

#178 RE: Psychologie von La_Croix 03.07.2020 08:07

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Positive Psychologie:
Glück macht gesund

Der Glücksforscher Ed Diener hat den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang in einem Langzeitexperiment belegt: Wer sein Glück steigert, fühlt sich daraufhin seltener krank.

https://www.spektrum.de/news/glueck-macht-gesund/1748346

#179 RE: Psychologie von parcel 03.07.2020 10:49

https://www.businessinsider.de/leben/kin...zufuehren-sein/

Kinderschutz-Expertinnen warnen: „Die Zahl der gemeldeten Kindesmisshandlungen wird 2021 in die Höhe schnellen — und es wird auf die Coronakrise zurückzuführen sein“

Zitat
Die Sozialwissenschaftlerin Kathinka Beckmann macht sich gerade Sorgen um Deutschlands Kinder. Denn die Coronakrise trifft auch die Benachteiligten unter ihnen, diejenigen, die aus sogenannten Krisenfamilien stammen. Die in Heimen leben oder zusammen mit Eltern, die mit ihnen überfordert sind.



Zitat
„Vielerorts spielen sich da gerade Dramen ab“, erzählt die Professorin, die an der Hochschule Koblenz den Schwerpunkt Kinderschutz und Diagnostik leitet. Die ambulante Betreuung sei von vielen Jugendämtern aufgrund der aktuellen Lage komplett eingestellt, viele Heimkinder gar zurück in ihre hochproblematischen Herkunftsfamilien geschickt worden.


https://www.n-tv.de/panorama/Corona-Kris...le21858474.html

Corona-Krise begünstigt Kindesmissbrauch

Zitat
Im März verzehnfacht sich im Internet die Zahl von Inhalten, die Kindesmissbrauch zeigen. Europol sieht einen Zusammenhang mit den Pandemie-Maßnahmen. Als Reaktion fordern die Innenminister eine Vorratsdatenspeicherung für Verbindungsdaten. Doch ohne "Spielräume" scheint das ausgeschlossen.



parcel: Es hat viel damit zu tun, dass die Gesellschaft in den letzten Jahren zunehmend ihre sozialen Kompetenzen verloren hat. Sie ist nicht mehr in der Lage, "Familie zu leben", sondern sieht zunehmend nur noch sich selbst.

#180 RE: Psychologie von jayjay 03.07.2020 13:51

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Mich nervt diese Coronagetue diese pseudo übermoralische Politik. Vorratsdatenspeicherung muss sein!!!
Meiner Psyche tut es nicht gut, darum kümmern ich mich nur noch um meine Dinge.

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