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#1 Regenerative Medizin von La_Croix 25.10.2016 10:28

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Da sich auf diesem Gebiet einiges tut, dachte ich wir könnten mal dazu einen eigenen Thread aufmachen!

Zum Einstieg Wikipedia!

Zitat
Die Regenerative Medizin (v. lat. regeneratio = Neuentstehung) ist ein relativ neues Feld der Biomedizin. Sie befasst sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe und Organe sowohl durch den biologischen Ersatz, beispielsweise mit Hilfe gezüchteter Gewebe, wie auch durch die Anregung körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse.

Man erhofft sich durch die regenerative Medizin neue Ansätze in der Therapie von Morbus Parkinson, Querschnittlähmung oder Krebs. Aber auch Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Koronare Herzkrankheit oder Fettsucht sollen durch die regenerative Medizin in Zukunft geheilt werden. Die Lebensstilmedizin versucht, Regenerationsprozesse im Körper zu aktivieren, indem dafür ein optimales biologisches Umfeld (Ernährung, körperliche Aktivität und psychosoziale Faktoren) geschaffen wird.

Die Prinzipien der regenerativen Medizin werden bei der Stammzelltransplantation bereits seit mehr als vierzig Jahren erfolgreich zur Behandlung von Leukämien und Lymphomen eingesetzt; in der Organtransplantation allgemein wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Neuere Felder der regenerativen Medizin sind das sogenannte 'Tissue Engineering' (Züchten von Gewebe- und Zellverbänden) und die 'Gentherapie' (Reparatur oder Ersatz defekter Erbinformationen).


https://de.wikipedia.org/wiki/Regenerative_Medizin


Hier eine aktuelle Studie dazu:
Nasenknorpel soll Kniegelenke heilen
Ersatzgewebe aus Nasenknorpel heilt in erstem Test erfolgreich ein

Innovative Behandlungsmethode: Knorpelzellen aus der Nase könnten zukünftig kaputte Kniegelenke ersetzen. Dazu wird aus den Zellen Gewebe gezüchtet, das an den verletzten Stellen im Knie eingesetzt wird. Eine erste Studie mit dieser neuen Methode war schon erfolgreich, der Ersatzknorpel heilte problemlos und ohne Komplikationen ein, wie die Forscher in der Fachzeitschrift "The Lancet" berichten.


Zitat
Das neue Verfahren ist auf gleich zweifache Weise innovativ: Zum einen verwendeten die Forscher Knorpelzellen aus der Nasenscheidewand, weil diese bessere Regenerationseigenschaften aufweisen als Gelenkknorpel. Zum anderen implantierten sie keine Zellen, sondern funktionsfähiges Gewebe, welches zuvor im Labor gezüchtet wurde.


In einem ersten Test der Methode behandelten Martin und seine Kollegen zehn Personen unter 55 Jahren mit der neuen Methode. Alle wiesen durch Verletzungen Knorpelschäden mit einer Größe von 2 bis 6 Quadratzentimetern in ihren Kniegelenken auf. Aus dem zuvor aus der Nase der Patienten entnommenen und herangezüchteten Knorpelgewebe schnitten die Forscher ein passendes Knorpelimplantat zu und setzten es ein.

Knorpelzellen aus der Nase eignen sich hervorragend
Die Ergebnisse sind vielversprechend: Das Knorpelgewebe aus der Nase nahm die Eigenschaften des typischen Knieknorpels an und wuchs an der beschädigten Stelle im Gelenk der Patienten ein. Dadurch bildete sich Reparaturgewebe, welches dem natürlichen Knorpel sehr ähnlich ist, wie die Forscher berichten.

Die Patienten berichteten außerdem von einer deutlichen Verbesserung ihrer Beschwerden. Zudem wurden nach der Implantation keine unerwünschten Nebenwirkungen festgestellt, welche vom Transplantat herrühren könnten. Zumindest diese erste Studie spricht demnach dafür, dass sich Knorpelzellen aus der Nase hervorragend eignen, um Knorpelschäden am Knie zu heilen.



http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20758-2016-10-24.html

#2 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 22.12.2016 10:24

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Werden wir dank neuer Medizin bald 115 Jahre alt?
Die Pharmaindustrie interessiert sich je länger je mehr für die regenerative Medizin. Damit könnten unter anderem die degenerativen Prozesse der Alterung bekämpft werden.

«Ich glaube, dass sich die Lebenserwartung in den nächsten 20 Jahren dramatisch erhöht». Diese Prognose stellt nicht irgendjemand, sondern Novartis-Chef Joe Jimenez. Es sei der technologische Fortschritt, der ihn optimistisch stimme. «Wir haben eine Plattform für regenerative Medizin. Wir forschen, wie man Muskeln, Seh- und Hörvermögen wie auch Knorpel regenerieren kann», sagt Jimenez im Interview mit dem «Sonntagsblick».

http://www.20min.ch/panorama/news/story/...e-alt--30710550

#3 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 27.08.2017 10:18

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Auf dem Weg zu Organen aus dem Labor
Werden Bioingenieure bald Ersatzorgane für den menschlichen Körper künstlich herstellen? Ein Blick auf die Forschung an sogenannten Organoiden
https://derstandard.at/2000062993420/Auf...m-Labor?ref=rec

#4 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 12.10.2017 13:11

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Forscher implantieren Ratte künstlichen Dünndarm
Ersatzorgan konnte Glucose und Fettsäuren erfolgreich vom Inneren des Darms an die Blutgefäße weitergeben

Zitat
Dem aus Österreich stammenden Chirurgen Harald Ott von der Harvard Medical School (USA) und seinem Team ist es gelungen, ein vollständiges, funktionierendes Stück Dünndarm herzustellen und in eine Ratte zu transplantieren, berichten sie im Fachblatt "Nature Communications". Ott hat in den vergangenen Jahren mit seiner Arbeit an künstlichen biologischen Organen bereits mehrmals für Aufsehen gesorgt. Er baute in Bioreaktoren Herz, Lunge und Nieren von Ratten nach, die – wenn auch in reduziertem Ausmaß – funktionsfähig waren und in lebende Tiere transplantiert teilweise für mehrere Wochen arbeiteten. Auch mit der Nachbildung eines menschlichen Lungen-Blutgefäßsystems aus Stammzellen waren die Wissenschafter erfolgreich.


http://derstandard.at/2000065740593/Fors...enndarm?ref=rec

#5 RE: Regenerative Medizin von Prometheus 22.03.2018 14:51

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Neuigkeiten aus dem Gebiet der Nerven-Regeneration:

Engineering new neurons: in vivo reprogramming in mammalian brain and spinal cord
https://link.springer.com/article/10.1007/s00441-017-2729-2

In Vivo Transient and Partial Cell Reprogramming to Pluripotency as a Therapeutic Tool for Neurodegenerative Diseases
https://link.springer.com/article/10.1007/s12035-018-0888-0

Direct Reprogramming of Spiral Ganglion Non-neuronal Cells into Neurons: Toward Ameliorating Sensorineural Hearing Loss by Gene Therapy
https://www.frontiersin.org/articles/10....2018.00016/full

#6 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 17.04.2018 21:07

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Forscher züchten Gelenkknorpel aus Stammzellen
Wissenschaftern konnten aus Knochenmark-Stammzellen von Erwachsenen stabile Gelenkknorpel herstellen

Zitat
Basel – Bestimmte Stammzellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen sind ein viel versprechender Ansatz für die Regeneration von Skelettgewebe. Das haben Forscher der Universität Basel herausgefunden. Die adulten Stammzellen entwickeln sich in der Regel zu Knorpelgewebe und später zu Knochengewebe weiter. Auch wenn sie zur Differenzierung zu Knorpelzellen angeregt werden, reifen sie spontan zu einem so genannten "hypertrophen" Zustand heran, der schließlich zur Bildung von Knochengewebe führt. Nun konnten Forscher der Universität Basel zeigen, dass sich die Entwicklung von Gelenkknorpeln zu stabilen Knorpelzellen von außen programmieren lässt. Dazu muss der Signalweg eines bestimmten Proteins (Bone Morphogenetic Protein, BMP) gehemmt werden. Konkret haben die Wissenschafter zwei hochspezifische BMP-Rezeptor-Inhibitoren in einem Spezialgerät, einer sogenannten mikrofluiden Plattform, untersucht.


https://derstandard.at/2000078109496/For...aus-Stammzellen

#7 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 04.10.2018 22:13

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Abgekürzte Verwandlung: Aus "alten" Blutzellen "junge" Hirnzellen gemacht
Umprogrammierte weiße Blutkörperchen für die Behandlung neurologischer Störung

Zitat
Die Reprogrammierung von menschlichen Zellen hat in den vergangenen Jahren neue Wege zur Therapierung zahlreicher Krankheiten aufgezeigt. Dabei waren vor allem zuletzt große Fortschritte gelungen. Nun haben deutsche Wissenschafter Blutzellen von Erwachsenen über eine Abkürzung in neurale Stammzellen verwandelt und sie dabei gleichzeitig verjüngt. Diese Multifunktionszellen lassen sich dazu nutzen, um neurologische Krankheiten zu erforschen und zukünftig Ersatz für defektes Hirngewebe zu züchten. Als Ausgangsmaterial dienten den Wissenschaftern vom Universitätsklinikum Bonn und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) ganz normale weiße Blutkörperchen. Diese hatten sie zuvor erwachsenen Spendern unterschiedlichen Alters entnommen. In die Zellen schleusten sie zwei so genannte Transkriptionsfaktoren ein; das sind Proteine, die selektiv die Aktivität bestimmter Gene steuern. Dadurch gelang es ihnen, die Blutkörperchen zu neuralen Stammzellen umzuprogrammieren. Aus diesen wiederum konnten sie dann sowohl Nerven- als auch unterschiedliche Arten von Gliazellen züchten – also jene Gewebetypen, die den Großteil des menschlichen Gehirns ausmachen.

Überraschende Verjüngung
Die eingeschleusten Transkriptionsfaktoren sind nicht stabil und gehen später wieder verloren. "Wir haben also Blut- in Gehirnzellen umgewandelt, ohne sie genetisch in irgendeiner Form zu verändern", betont Michael Peitz von der Universität Bonn. Interessanterweise ging mit dieser Verwandlung auch eine Verjüngung einher. In Zellen werden manche Gene im Laufe ihrer Alterung mit einem chemischen Etikett versehen und dadurch hoch- oder heruntergefahren. Alte Zellen haben daher ein charakteristisches Genaktivitätsmuster, das sich von dem junger Zellen unterscheidet. "Bei unserer Reprogrammierung wurde die altersbedingte Etikettierung nahezu vollständig rückgängig gemacht", sagt Oliver Brüstle, Direktor des Instituts für Rekonstruktive Neurobiologie am LIFE & BRAIN Center. "Die Stammzellen unterschieden sich daher in ihrer Genaktivität und ihrer Funktion kaum von denen eines Neugeborenen." Diese "jugendlich-fitten" Zellen eignen sich vermutlich besonders gut für Gewebeersatz-Therapien.


https://derstandard.at/2000088527797/Abg...nzellen-gemacht




Erstmals Hörzellen im Reagenzglas gezüchtet
Schweizer Wissenschaftern ist es gelungen, menschliche Innenohr-Zellen im Labor zu erzeugen

Zitat
Dem Team um Marta Roccio vom Department of Biomedical Research (DBMR) der Universität Bern ist es nun in Zusammenarbeit mit weiteren Beteiligten des internationalen Konsortiums "OTOSTEM" gelungen, die Entwicklung von menschlichen Haarzellen, die im Innenohr für die Geräuschrezeption zuständig sind, im Labor nachzuahmen. Damit wird es in Zukunft möglich sein, neue Behandlungsmethoden für Hörbeeinträchtigung direkt an menschlichen Zellen zu erproben.


https://derstandard.at/2000088507934/Hoe...uechtet?ref=rec

#8 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 22.11.2018 15:40

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Die Ersten die es schaffen werden, in den nächsten Jahren transplantierbare komplexe Organe mittels Bioprinting herzustellen, werden wohl bald zu den reichsten Menschen der Geschichte aufsteigen. Ähnlich den Pionieren der Erdölindustrie wie Davide Rockefeller oder Informatik, wie Bill Gates!

3D Bioprinting Medicines Will Change the Way We Think About Aging and Treating Disease
3D Bioprinting is Medicines Next Frontier by Sam Wadsworth
http://bioprintingworld.com/3d-bioprinti...eating-disease/




Bio-Printing: Organe aus dem 3D-Drucker
Weltweit herrscht ein Mangel an Spenderorganen. Moderne Technik könnte das Problem eindämmen: das Bio-Printing von Organen. Schweizer Forscher präsentierten kürzlich ein komplettes künstliches Herz aus dem 3D-Drucker.
https://www.profil.at/wissenschaft/bio-p...drucker-8273728




Bioprinting organs and the future of healthcare
The artificial creation of human skin, tissue and internal organs may sound like something from the distant future, but much of it is happening right now in research facilities around the globe and providing new options for treatment.
https://pharmaphorum.com/views-and-analy...-of-healthcare/




United Therapeutics to Develop CollPlant Technologies for 3D Bioprinted Lung Transplants

Zitat
Option for Up to 3 More Organs

In addition to the initial focus on lung manufacturing, the agreement grants United Therapeutics an option, in its sole discretion, to expand the field of its license to add up to three additional organs. “We are excited to work with CollPlant’s extraordinary Israeli technology to transform the tobacco plant that is so associated with lung disease into a collagen-expressing plant that will be essential to the production of an unlimited number of transplantable lungs,” United Therapeutics Chaifrman and CEO Martine Rothblatt, Ph.D., said in a statement.

United Technologies agreed to pay CollPlant $5 million upfront, and up to $15 million in payments tied to achieving operational and regulatory milestones related to the development of manufactured lungs.

CollPlant is also eligible for up to $9 million in payments tied to United Therapeutics exercising options, and up to $15 million in payments tied to achieving additional developmental milestones should United Therapeutics opt to develop manufactured organs other than lungs using CollPlant’s technology.

United Technologies has also agreed to pay CollPlant royalties on sales of commercialized products covered by patents licensed from CollPlant, as well as reimbursement for unspecified costs.

The agreement is subject to closing conditions that include receipt of approval of the agreement by the Israel Innovation Authority (formerly, the Office of Chief Scientist).

“This strategic agreement is a major achievement for CollPlant as it aligns us with a global leader, validates our technology and creates value for our shareholders,” added CollPlant CEO Yehiel Tal. “We are honored to have established this important collaboration with United Therapeutics and look forward to working together to bring lifesaving organs to humanity.”


https://www.genengnews.com/topics/transl...ng-transplants/





CollPlant and United Therapeutics sign major licensing agreement for bioprinted lungs
CollPlant will license its rhCollagen and BioInk technology to United Therapeutics to commercialize bioprinted lungs
https://www.3dprintingmedia.network/coll...oprinted-lungs/
https://www.bizjournals.com/washington/n...ufacturing.html




Hier ein Review Artikel:
Transplantation of Bioprinted Tissues and Organs
https://pdfs.semanticscholar.org/c861/18...a33efda249d.pdf

Das wäre auch das effektivste Anti-Aging überhaupt. Damit würde man auf einen Schlag einen haufen alter Zellen los werden und ein Organ aus lauter verjüngten, voll funktionsfähigen Zellen bekommen.

#9 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 22.11.2018 19:46

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Organe für Transplantationen, mithilfe des von alten Zellen befreiten Extrazellulären Stützgerüsts von einem alten Organ zu züchten, könnte noch weit schneller möglich sein.

Grow-your-own organs could be here within five years, as scientists prove they work in pigs
https://www.telegraph.co.uk/science/2018...ientists-prove/
https://www.mirror.co.uk/science/scienti...-lungs-13026632

Hier das Paper der Forschungsgruppe:
Production and transplantation of bioengineered lung into a large-animal model.
The inability to produce perfusable microvasculature networks capable of supporting tissue survival and of withstanding physiological pressures without leakage is a fundamental problem facing the field of tissue engineering. Microvasculature is critically important for production of bioengineered lung (BEL), which requires systemic circulation to support tissue survival and coordination of circulatory and respiratory systems to ensure proper gas exchange. To advance our understanding of vascularization after bioengineered organ transplantation, we produced and transplanted BEL without creation of a pulmonary artery anastomosis in a porcine model. A single pneumonectomy, performed 1 month before BEL implantation, provided the source of autologous cells used to bioengineer the organ on an acellular lung scaffold. During 30 days of bioreactor culture, we facilitated systemic vessel development using growth factor-loaded microparticles. We evaluated recipient survival, autograft (BEL) vascular and parenchymal tissue development, graft rejection, and microbiome reestablishment in autografted animals 10 hours, 2 weeks, 1 month, and 2 months after transplant. BEL became well vascularized as early as 2 weeks after transplant, and formation of alveolar tissue was observed in all animals (n = 4). There was no indication of transplant rejection. BEL continued to develop after transplant and did not require addition of exogenous growth factors to drive cell proliferation or lung and vascular tissue development. The sterile BEL was seeded and colonized by the bacterial community of the native lung.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30068570



Wie realistisch ist eine "Lunge aus dem Reagenzglas"?
An der Harvard University forschender Österreicher Harald Ott bilanzierte den aktuellen Forschungsstand
https://derstandard.at/2000089694198/Wie...dem-Reagenzglas

Interview:
Der aus Tirol stammende Harvard-Forscher Harald Ott über seine bahnbrechende Methode, Herz-und Lungengewebe zu züchten und Organe eines Tages auszutauschen wie ein kaputtes Radio.
https://www.profil.at/wissenschaft/forsc...terview-8461962

Regenerative Medizin:
Bauanleitung für ein Herz

Tausende Menschen brauchen eine Herztransplantation. Ein neues Verfahren könnte die Zucht natürlicher Organe im Labor endlich möglich machen.

https://www.spektrum.de/news/bauanleitun...in-herz/1201438

Hoffen wir mal, es gibt genug Forschungsmittel!

#10 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 23.11.2018 10:27

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Frisches Hirn
Zum ersten Mal haben japanische Stammzellforscher verjüngtes Gewebe in das Gehirn eines Parkinsonpatienten übertragen. Die Prozedur ist nicht nur ein Experiment: Sie ist auch ein Realitätscheck für die weltweit größte Biobank der regenerativen Medizin.

Zitat
Als erster Parkinsonpatient in der Geschichte hat ein 50-jähriger Parkinsonkranker in Japan neue Nervenzellen aus sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen, kurz iPS-Zellen, ins Gehirn implantiert bekommen. Wie das Wissenschaftsmagazin Nature jetzt auf seiner Website berichtet, fand die Operation bereits im Oktober am Kyoto University Hospital statt. Dabei wurden 2,4 Millionen der neuen Zellen übertragen. Sie sollen abgestorbene Neuronen ersetzen, die für die Produktion des Botenstoffs Dopamin verantwortlich sind.

iPS-Zellen sind eine relativ junge Errungenschaft der Stammzellforschung, erst vor gut zehn Jahren hat der Japanaer Shinya Yamanaka gezeigt, dass sich normale Körperzellen des Menschen, zum Beispiel aus der Haut, direkt in einen embryonalen Zustand zurückversetzen und neu zu beliebigen Geweben entwickeln lassen. 2012 wurde Yamanaka dafür mit dem Medizinnobelpreis ausgezeichnet. Zwei Jahre später bekam eine Frau mit Makuladegeneration ein aus eigenen iPS-Zellen entwickeltes Pigmentgewebe ins Auge eingepflanzt. 2017 erhielt ein zweiter Patient ein solches Gewebe, dieses Mal aber aus iPS-Zellen eines Spenders. Japan baut derzeit eine Biobank für iPS-Zellen auf, sie soll regenerative Therapien für die gesamte, stark alternde Bevölkerung Japans ermöglichen.


https://www.sueddeutsche.de/wissen/biome...-hirn-1.4210554

#11 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 25.11.2018 09:45

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Hier noch ein guter Review-Artikel zur Technik:
3-D bioprinting technologies in tissue engineering and regenerative medicine: Current and future trends
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6003668/

Hier ein Artikel über die ethischen Auswirkungen dieser Technologie:
3D bioprint me: a socioethical view of bioprinting human organs and tissues
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5827711/



Researchers Able to Bioprint Genetically Engineered Pig Cells
https://www.porkbusiness.com/article/res...eered-pig-cells





Tissue-Engineering im Femtosekunden-Takt
Organe aus dem Drucker – davon träumen nicht nur Patienten, sondern auch Pharmahersteller, die an künstlich erzeugten Gewebeproben die Wirkung neuer Medikamente untersuchen wollen. Je näher Forscher diesem Traum kommen, desto schneller wächst der Markt und wird auch für andere Branchen attrkativer.

Zitat
Die Wirklichkeit ist zu schnell, um sie zu begreifen. Im Mikrosekundentakt schießt eine winzige Fontäne aus dem Probenbehälter und trifft auf ein mit Gel beschichtetes Glasplättchen. Innerhalb weniger Sekunden entsteht eine dreidimensionale Struktur aus lebenden menschlichen Zellen. Um Details erkennen zu können, braucht man Zeitlupenaufnahmen. Prof. Heinz P. Huber von der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik der Hochschule München sitzt mit seinem Team vor dem Monitor und betrachtet die Abläufe in Slow-motion: »Wir können hier sehen, wie die Lichtpulse des Femtosenkundenlasers die Flüssigkeit im Probenbehälter anregen und sich unter der Oberfläche eine undurchsichtige Plasma-Blase bildet«, erklärt der Physiker. Wenige Augenblicke später explodiert die Blase und eine Fontäne, dünner als ein Haar, schießt mit 50 Stundenkilometern nach oben. Dieser Jet besteht aus winzigen Wassertröpfchen, und diese enthalten lebende Zellen.

»Mit diesem Jet können wir Zellstrukturen drucken«, erläutert Jun Zhang, der gerade eine Doktorarbeit über die neue Technik schreibt: Die Anlage lässt sich so steuern, dass die Zellen in einer Ebene, aber auch drei-dimensional und in hoher Auflösung aufgebracht werden können. So entstehen Keimzellen für neues Gewebe.

Je nachdem, welche Zellen auf das Glasplättchen aufgedruckt werden, bildet sich Haut-, Herzmuskel- oder Knorpelgewebe. Zhang arbeitet derzeit mit Sehnen-Zellen. Aus denen will er, zusammen mit den Medizinern an der Universität Regensburg, künstliche Sehnen für Implantate herstellen. Weil diese aus körpereigenen Zellen der Patienten gewonnen werden können, sind keine Abstoßungsreaktionen zu befürchten. Bis Patienten mit Sehnenverletzungen von der neuen Technik profitieren, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. »Noch sind wir in der Entwicklungsphase«, betont Huber.

Wettkampf um die ersten 3D-Organe
Schon seit Jahren wetteifern Forscherteams auf der ganzen Welt um die beste Technik zur Herstellung von künstlichem Gewebe, englisch Tissue Engineering. Ziel ist es, im Labor Gewebeersatzmaterialien zu erzeugen, die in Aufbau und Funktion identisch sind mit menschlichem Gewebe. Aus diesem sollen dann Implantate aber auch Gewebeproben für die Untersuchung neuer Wirkstoffe hergestellt werden. Das hat längst auch die Wirtschaft auf den Plan gerufen. Erst im Aprill startete Evonik das Projekthaus Tissue Engineering (Gewebezüchtung). Bis zu 20 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen arbeiten dort daran, verlässliche Lösungen für die Regeneration von Gewebe etwa nach Unfällen oder Krankheiten zu ermöglichen. Ziel sind Materialien für biologische Implantate in der Medizin. Das Projekthaus hat seinen Sitz in Singapur und wird mit Evonik-Experten in den USA und Deutschland eng zusammenarbeiten.

Der Markt für Materialien, die beim Tissue Engineering benötigt werden, wächst Schätzungen von Experten zufolge mit rund 30 Prozent pro Jahr und wird bis 2021 die drei Milliarden-$-Marke erreichen. Alexander König, Leiter des Projekthauses, sagt: »Wir wollen an verlässlichen, reproduzierbaren und effektiven Lösungen zum Tissue Engineering und für regenerative Medizin forschen.« Und fügt hinzu: »Bei der Weiterentwicklung dieser Materialien werden wir neue Kompetenzen aufbauen und auch mit dem Kompetenzzentrum Medizintechnik in Birmingham eng zusammenarbeiten.« Die Nachbildung der gewünschten Gewebestrukturen etwa bei Verletzungen mit Hilfe von 3-D-gedruckten Gerüstmaterialien ist für ihn ein Zukunftsthema. Darüber hinaus sollen die Bedingungen, unter denen Gewebezellen auf den Gerüsten wachsen, optimiert werden.


https://www.medizin-und-elektronik.de/so...artikel/158463/




Zitat
Bioprinter: Das nächste große Abenteuer
Manche Wissenschaftler bei Novartis drucken mit Kunststoff, andere experimentieren mit noch ungewöhnlicheren Materialien. Die nächste große Herausforderung in der generativen Fertigung ist der Biodruck. Hierbei werden lebende Gewebe Schicht für Schicht aus Zellen und Stützstrukturen aufgebaut. In der Zukunft könnte es damit sogar möglich sein, ganze Organe herzustellen.

Ein Team des Genomics Institute der Novartis Research Foundation hat einen Bioprinter gebaut, der für Forscher des Standorts im kalifornischen San Diego Teile des menschlichen Körpers modelliert. Damit können nicht nur Zellen und Stützstrukturen extrudiert werden. Der Drucker zeichnet auch feine Linien aus Zucker auf, die später abgeschmolzen werden können, so dass im erzeugten Gewebe «Gefässe» entstehen.

«Wir haben verschiedene Dinge zusammengeführt und damit einen ganz schön vielseitigen Bioprinter gebaut», freut sich Daniel Sipes, Director of Advanced Automation Technologies in San Diego. «Dazu haben wir Arbeiten externer Forschergruppen repliziert und auch begonnen, mit anderen Zelltypen zu experimentieren.»

Eine andere Gruppe von Novartis in Basel experimentiert ebenfalls mit Biodruckern. In ihrem Fall geht es um die Erforschung von Erkrankungen des Bewegungsapparats. Gemeinsam mit einem Labor der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, einem Bioprinting-Unternehmen und einem Kunststoffhersteller baut sie 3D-Modelle von menschlichem Sehnen- und Skelettmuskelgewebe. Das Projekt wird von der Schweizerischen Kommission für Technologie und Innovation finanziert. Das Gewebe wird auf winzige Vertiefungen von Plastikplatten aufgedruckt und mit verschiedenen Chemikalien versetzt, um festzustellen, welche Substanzen einen Effekt auf das Gewebe haben.

«Im Grunde», so Smith, «sind den Möglichkeiten des 3D-Drucks nur durch die Fantasie Grenzen gesetzt.»


https://transkript.de/meldungen-des-tage...uro-kosten.html




Bioprinting: Chancen, Grenzen und Herausforderungen beim gezielten Drucken von Zellen
Niere aus dem Drucker? Sag niemals nie

Auch wenn der Hype darum groß ist und das Potenzial ebenfalls: Bioprinting – also die additive Herstellung von menschlichem Gewebe – steckt noch in den Kinderschuhen. Zu wenig standardisiert sind Maschinen, Verfahren und Biomaterialien.

https://medizin-und-technik.industrie.de...ag-niemals-nie/

#12 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 28.11.2018 13:51

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3D-Bioprinter und Stammzellen zur Behandlung von Schädel-Hirn-Traumatas
Das in Miami, Florida, ansässige Unternehmen Qrons nutzt 3D-Bioprinter sowie Stammzellenforschung zur Regeneration und Reparatur von neurologischen Schäden sowie zur Behandlung von TBI, traumatischen Hirnverletzungen.

Zitat
Vor allem aber konzentriert sich Qrons Technologie jedoch auf Forschungen in Bezug auf Schädel-Hirn-Traumatas (TBI = Traumatic Brain Injury). Ebenso könnte diese Technologie aber zur Behandlung einer breiten Palette an neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. Die TBI-Technologie integriert proprietäre, konstruierte mesenchymale Stammzellen (MSCs), 3D-gedruckte Gerüste ebenso wie intelligente Materialien und ein neuartiges „Transportsystem“. Ziel der Behandlung ist eine Reduktion in Bezug auf den Verlust von Nervenzellen und funktionellen Beeinträchtigungen, während sich Gehirngewebe und –Funktion des Patienten regenerieren.



Zitat
Die aktuell verwendeten Behandlungen konzentrieren sich vorwiegend auf die Reduzierung von Sekundärverletzungen, können jedoch meist das Gehirn selbst nicht heilen. Im Rahmen seiner Forschungen möchte Qrons nicht nur den Verlust von Nervenzellen und funktionellen Beeinträchtigungen reduzieren. Ebenso ist ein weiteres Ziel des Unternehmens eine Lösung zu finden, um Gehirngewebe und –Funktion nach einer Verletzung zu regenerieren.

Qrons ist der Ansicht, dass jeder verletzte Ort einen kontinuierlichen Fluss von neuro-protektiven und neuroregenerativen Wirkstoffen erhalten muss, um dieses Ziel zu erreichen. Eben diese Wirkstoffe sollen weitere neuronale Schäden verhindern indem Neuronen stimuliert werden. Diese Stimulation soll die Neuronen dazu bewegen zur Verletzungsstelle zu wandern und so axonale Prozesse nachwachsen zu lassen während sich das Gehirngewebe regeneriert.

Um TBI-Reparaturmechanismen kontinuierlich und sicher zu betreiben setzt Qrons auf gentechnisch veränderte mesenchymale Stammzellen (MSCs), welche einen einzigartigen potentiellen Mechanismus bieten, um diese Mittel zu sezernieren.


https://3druck.com/forschung/qrons-biopr...n-fuer-4772686/

#13 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 18.01.2019 08:23

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Neue Netzhaut aus Stammzellen
Gewebe-Transplantation repariert Retina von Ratten und Schweinen

Hoffnung für Patienten mit Makuladegeneration: Aus Stammzellen gewonnenes Gewebe könnte Menschen mit Netzhaut-Erkrankungen vor dem Erblinden bewahren. Forschern ist es nun gelungen, ein solches Ersatzgewebe aus menschlichen Stammzellen zu züchten und erfolgreich in die zerstörte Retina von Ratten und Schweinen einzupflanzen. Dank eines optimierten Verfahrens konnten sie dabei mit der Methode verbundene Risiken minimiere
n.

https://www.scinexx.de/news/medizin/neue...us-stammzellen/

#14 RE: Regenerative Medizin von Prometheus 25.01.2019 08:13

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Auch Stammzellen altern. Sind dafür eher Mutationen oder eher die Epigenetik verantwortlich?
Die Datenlage spricht klar für die Epigenetik:

Zitat

[...]our results fail to support the view that accumulations of DNA mutations in genes critical for haematopoiesis would be the principal/only mechanism for aged-dependent functional decline of HSCs. Instead, our results favour an altered epigenome to be a major contributor to HSC ageing



Clonal reversal of ageing-associated stem cell lineage bias via a pluripotent intermediate
http://www.nature.com/articles/ncomms14533

#15 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 18.04.2019 06:57

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Erstes vollständiges Herz aus dem 3D-Drucker
Forscher drucken Organ mit menschlichem Gewebe

Gedrucktes Pumporgan: Forscher haben erstmals ein vollständiges Herz mittels 3D-Druck erzeugt. Das Organ besteht komplett aus menschlichem Gewebe und verfügt über alle wichtigen Strukturen wie zum Beispiel Blutgefäße. Zwar ist das gedruckte Herz noch deutlich kleiner als das natürliche Vorbild und kann noch nicht koordiniert pumpen. Trotzdem könnte das Verfahren künftig genutzt werden, um lebensrettende Organe für herzkranke Patienten zu produzieren, so die Hoffnung.

https://www.scinexx.de/news/medizin/erst...dem-3d-drucker/

#16 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 25.04.2019 13:16

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The Promise of Human Regeneration: Forever Young



Healing from Within: The Promise of Regenerative Medicine


Prof. Dr. Anthony Atala | Regenerative Medicine: New Approaches to Healthcare


The future of regenerative medicine | Clemens van Blitterswijk | TEDxMaastricht


What is Regenerative Medicine? - with Pamela Habibović and Paolo De Coppi




3D Bioprinting in Skeletal Muscle Tissue Engineering.
Skeletal muscle tissue engineering (SMTE) aims at repairing defective skeletal muscles. Until now, numerous developments are made in SMTE; however, it is still challenging to recapitulate the complexity of muscles with current methods of fabrication. Here, after a brief description of the anatomy of skeletal muscle and a short state-of-the-art on developments made in SMTE with "conventional methods," the use of 3D bioprinting as a new tool for SMTE is in focus. The current bioprinting methods are discussed, and an overview of the bioink formulations and properties used in 3D bioprinting is provided. Finally, different advances made in SMTE by 3D bioprinting are highlighted, and future needs and a short perspective are provided.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31012262




Fully 3D Bioprinted Skin Equivalent Constructs with Validated Morphology and Barrier Function.
Development of high throughput, reproducible, three-dimensional bioprinted skin equivalents that are morphologically and functionally comparable to native skin tissue is advancing research in skin diseases, and providing a physiologically relevant platform for the development of therapeutics, transplants for regenerative medicine, and testing of skin products like cosmetics. Current protocols for the production of engineered skin rafts are limited in their ability to control three dimensional geometry of the structure and contraction leading to variability of skin function between constructs. Here we describe a method for the biofabrication of skin equivalents that are fully bioprinted using an open market bioprinter, made with commercially available primary cells and natural hydrogels. The unique hydrogel formulation allows for the production of a human-like skin equivalent with minimal lateral tissue contraction in a multiwell plate format, thus making them suitable for high throughput bioprinting in a single print with fast print and relatively short incubation times. The morphology and barrier function of the fully three-dimensional bioprinted skin equivalents are validated by immunohistochemistry staining, optical coherence tomography, and permeation assays.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31007132





Harnessing cell pluripotency for cardiovascular regenerative medicine.
Human pluripotent stem cells (hPSCs), in particular embryonic stem cells and induced pluripotent stem cells, have received enormous attention in cardiovascular regenerative medicine owing to their ability to expand and differentiate into functional cardiomyocytes and other cardiovascular cell types. Despite the potential applications of hPSCs for tissue regeneration in patients suffering from cardiovascular disease, whether hPSC-based therapies can be safe and efficacious remains inconclusive, with strong evidence from clinical trials lacking. Critical factors limiting therapeutic efficacy are the degree of maturity and purity of the hPSC-derived differentiated progeny, and the tumorigenic risk associated with residual undifferentiated cells. In this Review, we discuss recent advances in cardiac-cell differentiation from hPSCs and in the direct reprogramming of non-myocyte cells for cardiovascular regenerative applications. We also discuss approaches for the delivery of cells to diseased tissue, and how such advances are contributing to progress in cardiac tissue engineering for tackling heart disease.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31011193





Platelet-rich plasma combined with allograft to treat osteochondritis dissecans of the knee: a case report.
BACKGROUND:
Osteochondritis dissecans of the knee is a prevalent pathology in young, active people that is brought about by either traumatic, developmental, or iatrogenic etiologies.
CASE PRESENTATION:
A 40-year-old Caucasian man reporting pain, swelling, and functional reduction was evaluated and diagnosed with internal condyle osteochondritis dissecans of the knee. Harnessing the trophic, chondroprotective, anti-inflammatory, and immunomodulatory properties of platelet-rich plasma, we carried out a knee open-sky surgical technique in which we combined autologous therapy with osteochondral allograft to treat the focal, large, and deep traumatic-iatrogenic osteochondritis dissecans of the knee. The axial computed tomographic scan taken 1 year after surgery revealed an area of abnormal signal intensity that was reduced on a computed tomographic scan 2 years later. The computed tomographic scan obtained 2 years later and the magnetic resonance imaging scan 3 years later also showed a clear reattachment and incorporation of the graft. Seven years after the surgery, the patient resumed his daily routine without any recurrent symptoms.
CONCLUSION:
Platelet-rich plasma application in osteochondral allograft implantation open surgery could enhance the healing process of medial condyle osteochondritis dissecans of the knee.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31014387




Stem-cell regenerative medicine as applied to the penis.
PURPOSE OF REVIEW:
Tissue engineering and regenerative medicine has emerged as a new scientific interdisciplinary field focusing on developing new strategies to repair or recreate tissues and organs. This review gathers findings on erectile dysfunction and, Peyronie's disease from recent preclinical and clinical studies under heading of stem-cell regenerative medicine.
RECENT FINDINGS:
Over the last 2 years, preclinical studies on rat models demonstrated the tangible beneficial role of stem cells and stromal vascular fraction in the context of preventing fibrosis and restoring erectile function in different animal models of Erectile dysfunction and Peyronie's disease. There are not solid evidences in the clinical settings.
SUMMARY:
Large randomized, double blind clinical trials are needed to prove the efficacy of stem-cell therapy on human patients. Owing to the lack of solid evidences, the stem-cell therapy should be only administrated in a clinical research setting.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31008782




Regeneration – A New Therapeutic Dimension in Otorhinolaryngology
Zusammenfassung
Die Regeneration als therapeutisches Prinzip und damit die Regenerative Medizin ist ein vielversprechender Ansatz künftig die therapeutischen Optionen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde um eine weitere Dimension zu erweitern. Während heute rekonstruktive chirurgische Verfahren, Medikamente und Prothesen wie bspw. das Cochlea Implantat die Funktionen defekter Gewebe im Kopf-Hals-Bereich ersetzen, sollen durch die Regenerative Medizin die defekten Gewebe und deren Funktion selbst wiederhergestellt werden. In dieser Übersichtsarbeit werden neue Entwicklungen wie das 3D-Bioprinting und dezellularisierte, natürliche Biomaterialien für regenerative Ansätze vorgestellt und durch eine Zusammenstellung aktueller präklinischer und klinischer Studien im Bereich der Regenerativen Medizin in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ergänzt.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6290928/




Lung tissue engineering: An update.
Pulmonary disease is a worldwide public health problem that reduces the life quality and increases the need for hospital admissions as well as the risk of premature death. A common problem is the significant shortage of lungs for transplantation as well as patients must also take immunosuppressive drugs for the rest of their lives to keep the immune system from attacking transplanted organs. Recently, a new strategy has been proposed in the cellular engineering of lung tissue as decellularization approaches. The main components for the lung tissue engineering are: (1) A suitable biological or synthetic three-dimensional (3D) scaffold, (2) source of stem cells or cells, (3) growth factors required to drive cell differentiation and proliferation, and (4) bioreactor, a system that supports a 3D composite biologically active. Although a number of synthetic as well biological 3D scaffold suggested for lung tissue engineering, the current favorite scaffold is decellularized extracellular matrix scaffold. There are a large number of commercial and academic made bioreactors, the favor has been, the one easy to sterilize, physiologically stimuli and support active cell growth as well as clinically translational. The challenges would be to develop a functional lung will depend on the endothelialized microvascular network and alveolar-capillary surface area to exchange gas. A critical review of the each components of lung tissue engineering is presented, following an appraisal of the literature in the last 5 years. This is a multibillion dollar industry and consider unmet clinical need.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30972749




Human Adipose-Derived Stem Cells with great Therapeutic Potential.
The potential use of stem cell-based therapies for the repair and regeneration of various tissues and organs offers a paradigm shift in regenerative medicine. The use of either embryonic stem cells (ESC) or induced pluripotent stem cells (iPSC) in clinical situations is limited because of regulations and ethical considerations even though these cells are theoretically highly beneficial. While clinically, adipose-derived stem cells (ADSCs) are one of the most widely used types of stem cells used more than five years in clinically setting. It has many advantages including; yields a high number of ADSCs per volume of tissue, high rate of proliferation, anti-fibrotic, anti-apoptotic, anti-inflammation, immunomodulation, and paracrine mechanisms have been demonstrated in various preclinical studies. It is much easier to harvest compared with bone marrow stem cells. Results of clinical studies have demonstrated the potentials of ADSCs for stem cells therapy for a number of clinical disorders. The aim of this paper was to provide an update on the most recent developments of ADSCs, by highlighting the properties and features of ADSCs, critically discussing its clinical benefit and its clinical trials in treatment and regeneration. This is a multi-billion dollars industry with huge interest to clinician, academia and industries.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30973112




Chemically defined and growth-factor-free culture system for the expansion and derivation of human pluripotent stem cells.
The large-scale and cost-effective production of quality-controlled human pluripotent stem cells (hPSCs) for use in cell therapy and drug discovery would ideally require a chemically defined xenobiotic-free culture system. Towards the development of such a system, costs associated with the use of recombinant proteins as supplements in basal culture media need to be reduced. Here, we describe a growth-factor-free culture medium that uses just three chemical compounds and a lower number of recombinant proteins than used in commercially available media. We show that the culture medium supports the long-term propagation of hPSCs, as confirmed by karyotype, the expression of pluripotency markers and the capacity to differentiate into cell types derived from the three embryonic germ layers. hPSCs growing in the medium were less dependent on glycolytic pathways than cells grown in medium containing growth factors. Moreover, the medium supported the generation of induced pluripotent stem cells derived from either human dermal fibroblasts or peripheral blood mononuclear cells. Our findings should facilitate the ongoing development of a completely xeno-free, chemically defined, synthetic culture system for hPSCs.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31015717

#17 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 27.04.2019 19:48

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http://bioprintingworld.com/
https://cellink.com/category/3d-bioprinting/
https://medicalfuturist.com/3d-bioprinting-overview
https://lifesciences.solutions/
https://allegro3d.com/

#18 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 28.04.2019 14:16

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Das ist eine Organisation, die zu unterstützen es sich lohnt:

Zitat
The Alliance for Regenerative Medicine (ARM) is an international community of small and large companies, non-profit research institutions, patient organizations, and other sector stakeholders dedicated to realizing the promise of regenerative medicine for patients around the world.

Working with our members and policymakers, ARM fosters investment, research & development, commercialization, and access to safe, effective, and transformational treatments and cures.


https://alliancerm.org/fact-sheet/

Zitat
We support the development of safe and effective regenerative medicines and advanced therapies worldwide.
The Alliance for Regenerative Medicine (ARM) is an international community of small and large companies, non-profit research institutions, patient organizations, and other sector stakeholders dedicated to realizing the promise of regenerative medicine for patients around the world.


https://alliancerm.org/


Zitat
Mission & Role
The Alliance for Regenerative Medicine (ARM) is the preeminent international organization focused specifically on the issues facing regenerative medicine and advanced therapies. We are advocates for progress in gene therapy, cell therapy, and tissue engineering.
Working with our members and policymakers, we foster investment, research & development, and successful commercialization of safe, effective, and transformational therapies for patients around the world.


https://alliancerm.org/mission-and-role/

Regenerative Medicine Is Here: New Payment Models Key To Patient Access
Potentially curative regenerative medicine therapies are no longer theoretical, but instead have become reality. As more and more gene, cell and tissue-based therapies reach the market, the need for payment solutions is becoming more pressing. The Alliance for Regenerative Medicine has consulted with payers and other stakeholders to consider the barriers to alternative payment models and look at possible solutions.
https://alliancerm.org/wp-content/upload..._IV1807_LRS.pdf





https://alliancerm.org/publication/2018-annual-report/

https://alliancerm.org/in-the-news/

https://alliancerm.org/press-releases/

#19 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 30.04.2019 13:20

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Extending Human Longevity With Regenerative Medicine
Lizards can regrow entire limbs. Flatworms, starfish, and sea cucumbers regrow entire bodies. Sharks constantly replace lost teeth, often growing over 20,000 teeth throughout their lifetimes. How can we translate these near-superpowers to humans?

The answer: through the cutting-edge innovations of regenerative medicine.

While big data and artificial intelligence transform how we practice medicine and invent new treatments, regenerative medicine is about replenishing, replacing, and rejuvenating our physical bodies.

In Part 5 of this blog series on Longevity and Vitality, I detail three of the regenerative technologies working together to fully augment our vital human organs.

Replenish: Stem cells, the regenerative engine of the body
Replace: Organ regeneration and bioprinting
Rejuvenate: Young blood and parabiosis
https://singularityhub.com/2019/03/28/ex...d5cvmnsewzd6jm4




Ears Grown From Apples? The Promise of Plants for Engineering Human Tissue
Inspiration for game-changing science can seemingly come from anywhere. A moldy bacterial plate gave us the first antibiotic, penicillin. Zapping yeast with a platinum electrode led to a powerful chemotherapy drug, cisplatin.

For Dr. Andrew Pelling at the University of Ottawa, his radical idea came from a sci-fi cult classic called The Little Shop of Horrors. Specifically, he was intrigued by the movie’s main antagonist, a man-eating plant called Aubrey 2.

What you have here is a plant-like creature with mammalian features, said Pelling at the Exponential Medicine conference in San Diego last week. “So we started wondering: can we grow this in the lab?”

Pelling’s end goal, of course, isn’t to bring a sci-fi monster to life. Rather, he wanted to see whether grocery-store-bought plants can supply the necessary structure for engineering replacement human tissues.
https://singularityhub.com/2018/11/13/an...d5cvmnsewzd6jm4




New Technique Heals Wounds With Reprogrammed Skin Cells
People with severe burns, bedsores, or chronic diseases such as diabetes are at risk for developing wounds known as cutaneous ulcers, which can extend through multiple layers of the skin.

Apart from being extremely painful, these wounds can lead to serious, sometimes deadly, infections or amputations. Typically, these ulcers are treated by surgically transplanting existing skin to cover the wound. However, when the ulcer is especially large, it can be challenging to graft enough skin. In such cases, researchers may isolate skin stem cells from a patient, grow them in the laboratory and transplant them back into the patient. But the procedure is time-consuming, risky for the patient, and not necessarily effective.
https://singularityhub.com/2018/09/14/ne...d5cvmnsewzd6jm4

#20 RE: Regenerative Medizin von La_Croix 08.05.2019 20:48

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Organ bioprinting gets a breath of fresh air
Bioengineers clear major hurdle on path to 3D printing replacement organs

Bioengineers have cleared a major hurdle on the path to 3D printing replacement organs. It's a breakthrough technique for bioprinting tissues with exquisitely entangled vascular networks that mimic the body's natural passageways for blood, air, lymph and other vital fluids.


Zitat
The new innovation allows scientists to create exquisitely entangled vascular networks that mimic the body's natural passageways for blood, air, lymph and other vital fluids.

The research is featured on the cover of this week's issue of Science. It includes a visually stunning proof-of-principle -- a hydrogel model of a lung-mimicking air sac in which airways deliver oxygen to surrounding blood vessels. Also reported are experiments to implant bioprinted constructs containing liver cells into mice.

The work was led by bioengineers Jordan Miller of Rice University and Kelly Stevens of the University of Washington (UW) and included 15 collaborators from Rice, UW, Duke University, Rowan University and Nervous System, a design firm in Somerville, Massachusetts.

"One of the biggest road blocks to generating functional tissue replacements has been our inability to print the complex vasculature that can supply nutrients to densely populated tissues," said Miller, assistant professor of bioengineering at Rice's Brown School of Engineering. "Further, our organs actually contain independent vascular networks -- like the airways and blood vessels of the lung or the bile ducts and blood vessels in the liver. These interpenetrating networks are physically and biochemically entangled, and the architecture itself is intimately related to tissue function. Ours is the first bioprinting technology that addresses the challenge of multivascularization in a direct and comprehensive way."

Stevens, assistant professor of bioengineering in the UW College of Engineering, assistant professor of pathology in the UW School of Medicine, and an investigator at the UW Medicine Institute for Stem Cell and Regenerative Medicine, said multivascularization is important because form and function often go hand in hand.

"Tissue engineering has struggled with this for a generation," Stevens said. "With this work we can now better ask, 'If we can print tissues that look and now even breathe more like the healthy tissues in our bodies, will they also then functionally behave more like those tissues?' This is an important question, because how well a bioprinted tissue functions will affect how successful it will be as a therapy


https://www.sciencedaily.com/releases/20...90502143518.htm

This 3D Bioprinted Organ Just Took Its First "Breath"



Could Printed Organs Be The Key To Immortality?


Scientists 3D Print Human Heart!


Bioprinting and Pig Chimeras: The Possible Future of Organ Transplants




Biomaterial kurbelt Nervenheilung an
Gerüst aus Nanofasern hilft durchtrennten Nervenbahnen bei der Regeneration

Heilungsfördernde Spritze: Forscher haben ein Biomaterial entwickelt, das die Heilung geschädigter Nervenfasern unterstützt. Ihre Flüssigkeit mit Nanofasern aus Peptidketten kann in Wunden injiziert werden und dort als stabilisierendes Gerüst für nachwachsende Zellen dienen. Bei Mäusen regenerierten sich durchtrennte Gesichtsnerven dank dieser Stützstruktur erheblich schneller, wie Experimente zeigten. Dies weckt neue Hoffnung für die Behandlung schlecht heilender Nervenschäden auch beim Menschen.

https://www.scinexx.de/news/medizin/biom...-nervenheilung/

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