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#1 Low-Carb Strategie von Prometheus 16.03.2014 22:58

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Eine radikale Möglichkeit, um abzunehmen und Entzündungsprozesse zu hemmen, ist der Verzicht auf Kohlenhydrate, wie sie von R. Atkins, U. Strunz, W. Lutz, J. Kwasniewski, A. Felix und anderen empfohlen wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Low-Carb

Aus Sicht der Lebensverlängerung kann diese Strategie nur eingeschränkt empfohlen werden; allenfalls in Form von Diät-Zyklen. Als gezielte Maßnahme bei bereits vorhandenen Grunderkrankungen bietet Low-Carb-Ernährung aber ein bislang oft unterschätztes Potential.

#2 RE: Low-Carb Strategie von Methos 17.03.2014 18:20

Hallo,

also ich mache hauptsächlich Low-Carb, und habe damit gute Erfahrungen gemacht!

#3 RE: Low-Carb Strategie von T_Ruth 19.03.2014 20:43

Hallo,

seit ca. 4 Jahren lebe ich weitestgehend Low Carb und fühle mich bisher wohl damit. Brot, Kuchen, Kartoffeln etc. seitdem nur als absolute Ausnahme aus Sozialverträglichkeits-Gründen, Pizza und sonstige Convenience-Sachen nie.... Dennoch kann ich nicht vorhersagen, ob ich das mein Leben lang so konsequent weiter mache.

#4 RE: Low-Carb Strategie von Prometheus 19.03.2014 22:23

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Hallo Methos, Hallo T_Ruth,

herzlich willkommen im Forum!

Ja, Low-Carb hat viele gesundheitliche Vorteile! Die Verminderung von hyperglykämischen Phasen reduziert das Diabetes-Risiko deutlich. Außerdem werden tendentiell weniger AGE ("Advanced glycation endproducts") gebildet, die das Bindegewebe altern lassen. Zudem sind die Glykogenspeicher nicht vollständig gefüllt, so dass der Körper bei längeren Phasen der Nahrungskarenz schneller auf Fettverbrennung umstellt. Der Alterungsprozess an sich wird aber dadurch allenfalls geringfügig verlangsamt.

#5 RE: Low-Carb Strategie von Ununheilig 20.03.2014 11:28

Ich mache auch seit ca. 2 Jahren moderates Low-Carb. Habe dadurch ca. 7-8 Kg abgenommen, war auch vorher eigentlich einigermaßen schlank, nunmehr wieder schön definiert.[smile]

Allerdings esse ich sehr gerne Brot. Für das Frühstück habe ich auch noch keine vernünftige Alternative gefunden, Quark usw. schmeckt mir morgens noch nicht so und passt auch nicht zu Kaffee bzw. Tee. Auch Rühreier sind morgens gewöhnungsbedürftig.
Auf mein Gewicht hat der morgentliche Brot/Brötchenkonsum jedoch scheinbar keinen wesentlichen Einfluss.

Als gute Alternative haben sich für mich die von Tavarlin (Dr. Coy) angebotenen Eiweißbrotsorten erwiesen. Davon esse ich auch mal Abends einzwei Scheiben zur Abwechslung. Sind allerdings recht teuer.

Gruß Ununheilig

#6 RE: Low-Carb Strategie von Rola 20.03.2014 21:20

Seit ich weiß, dass KH Entzündungsprozesse hervorrufen und einiges mehr gelüstet mich ganz ganz selten mal nach einem Brötchen. "Die Weizenwampe" hat mir den Rest gegeben.
Ein Tip für morgens: ich nehme einen Vanilleeiweißshake mit einer Kleinen Birne, 1EL Leinöl, 1EL Leinsamenschrot und 1EL Flohsamenschalen und ein großer TL Zimt, prüriere das Ganze (übrigens mit ungesüßter Sojamilch) und das Leckerli hält dann von 6 Uhr bis 12 Uhr. Falls mal nicht, gibts eine Handvoll Nüsse. In der Regel ist das auch alles an Obst was ich am Tag esse.

Lg
Rola

#7 RE: Low-Carb Strategie von Methos 21.03.2014 15:07

Hallo,

ein interessanter Artikel passend zum Thema von Dr. Strunz:

http://strunz.com/news.php?newsid=313&tag=Allergie&ab=0

#8 RE: Low-Carb Strategie von Wolfgang aus Berlin 13.04.2014 20:00

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Zitat von Prometheus im Beitrag #4
... Außerdem werden tendentiell weniger AGE ("Advanced glycation endproducts") gebildet, die das Bindegewebe altern lassen. ...


Ich verwende zum Süßen Erythritol. Dieser Zucker ist vom menschlichen Körper nicht verwertbar und hat somit für uns Null Kalorien. Aber werden vielleicht AGE's gebildet? Bisher konnte ich noch keine Information finden.

#9 RE: Low-Carb Strategie von La_Croix 13.04.2014 20:50

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Zitat von Wolfgang aus Berlin im Beitrag #8
Zitat von Prometheus im Beitrag #4
... Außerdem werden tendentiell weniger AGE ("Advanced glycation endproducts") gebildet, die das Bindegewebe altern lassen. ...


Ich verwende zum Süßen Erythritol. Dieser Zucker ist vom menschlichen Körper nicht verwertbar und hat somit für uns Null Kalorien. Aber werden vielleicht AGE's gebildet? Bisher konnte ich noch keine Information finden.



Hallo Wolfgang,

Leider kann ich dir dazu keine Studie nennen. Aber wenn ich mir die Chemische Struktur von Erythritol ansehe, dann fällt mir auf, dass Erythritol mal zumindes keine Carboxyl-gruppe hat.

Rein theoretisch sollte das Molekül dadurch Stabiler sein als die Zucker Glukose, Fruktose und Galaktose.
Wenn das Molekül stabiler ist geht es wohl auch seltener mit Proteinen Verbindungen ein und bildet seltener AGE`s.

Aber du könntest zum süßen ja auch z.B. auf Oligofructose umsteigen.
Oligofructose wird im gegensatz zu Erythritol nicht ins Blut aufgenommen, sondern bleibt im Verdauungstrakt.
Dadurch ist es ein Ballaststoff und davon haben wir in unserer Ernährung ohnehin meist zu wenig!

#10 RE: Low-Carb Strategie von Wolfgang aus Berlin 14.04.2014 08:33

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Danke La_Croix,

das ist, denke ich, eine gute Idee. Diesen Link habe ich u.a. gefunden: http://www.wissensforum-backwaren.de/fac...-backwaren.html

Zitat:"Inulin und Oligofructose sind Ballaststoffe
Die Bindungen zwischen den Fruktosemolekülen der beiden Fruktantypen Inulin und Oligofructose können von den menschlichen Verdauungsenzymen des Dünndarms nicht abgebaut werden(4). Als unverdauliche Substanzen gelangen sie nahezu quantitativ in den Dickdarm(5). Dort werden Inulin und Oligofructose vollständig von der Mikroflora des Dickdarms fermentiert. Das verstärkte Wachstum der Dickdarmflora führt zu einer Stuhlvolumenerhöhung(6,7) und zu einer erhöhten Stuhlhäufigkeit(8). Beide Ballaststoffeffekte erklären die verdauungsfördernde Wirkung von Inulin und Oligofructose bei Obstipation.
"

Inulin habe ich schon und nehme es täglich. So könnte ich mal Oligofructose probieren. Allerdings für das Süßen von Kaffee wird es wohl nicht geeignet sein.

Weiter im Text: " Bislang wurden mehr als 60 Studien veröffentlicht. Seit Bekanntgabe der Ballaststoffwirksamkeit und der prebiotischen Effekte konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten auf die sich daraus ableitenden Sekundäreffekte. Die neuesten Ergebnisse sind mehr als viel versprechend. Tier- und humanexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Inulin und Oligofructose zu einer verbesserten Aufnahme von Mineralstoffen wie Kalzium führen und dass eine erhöhte Mineralstoffverfügbarkeit auch mit einer Erhöhung der Knochendichte korreliert. Daraus lassen sich weitere bedeutende Konsequenzen für die Prävention von Osteoporose ableiten. In Vorversuchen konnten erste Zusammenhänge zwischen den Effekten von Inulin und Oligofructose auf die Zusammensetzung der Darmflora und der Krebsentstehung gezeigt werden. Durch Inulin und Oligofructose kann die Entwicklung von nachteiligen Zellveränderungen und Tumoren bei Tieren verlangsamt werden. Dies könnte ein Indiz für eine potentiell präventive Wirkung von Inulin und Oligofructose gegen Dickdarmkrebs sein. "

Danke
Wolfgang

#11 RE: Low-Carb Strategie von La_Croix 14.04.2014 13:28

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Freut mich, dass ich helfen konnte!

Zitat von Wolfgang aus Berlin im Beitrag #10
In Vorversuchen konnten erste Zusammenhänge zwischen den Effekten von Inulin und Oligofructose auf die Zusammensetzung der Darmflora und der Krebsentstehung gezeigt werden. Durch Inulin und Oligofructose kann die Entwicklung von nachteiligen Zellveränderungen und Tumoren bei Tieren verlangsamt werden. Dies könnte ein Indiz für eine potentiell präventive Wirkung von Inulin und Oligofructose gegen Dickdarmkrebs sein. [/i]"



Soviel ich weis senken ALLE Ballaststoffe die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken.

Zitat
Allerdings für das Süßen von Kaffee wird es wohl nicht geeignet sein.


Gewöhn dir einfach an Kaffee und Tee immer ungesüsst und ohne Milch zu trinken!
Hab ich auch, man gewöhnt ich sehr schnell daran!

#12 RE: Low-Carb Strategie von Tizian 24.04.2014 16:14

Vielleicht schon einigen bekannt, mir bis dato neu. Auf jeden Fall interessant, wie ich finde.

Die ketogene Ernährung bei Krebserkrankungen -Prof. Dr. U. Kämmerer/Uniklinikum Würzburg

http://www.krebszellen-lieben-zucker-pat...Ketogen1011.pdf

#13 RE: Low-Carb Strategie von Wolfgang aus Berlin 24.04.2014 17:48

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Das Buch zum Thema kenne ich und finde es gut und inhaltlich richtig. Dazu gibt es seit einiger Zeit reichlich Kontroversen.

Hier der wesentliche Gegenartikel: https://www.thieme-connect.com/products/.../s-0032-1314699

Dazu gibt es dann wieder diverse Gegenstellungnahmen, wie
http://krebszellen-lieben-zucker-patient...ief-an-die-dzo/
http://www.tavarlin.com/dzo.php
http://www.ugonder.de/krebszellen-lieben...achliche-infos/ (bekannte Wissenschaftsautorin)

#14 RE: Low-Carb Strategie von Tizian 24.04.2014 18:48

Erstaunlich finde ich weniger, daß man zu so einem Thema unterschiedlicher Meinung sein kann, auch meinetwegen deutlich unterschiedlich, aber mich verwundert doch, wie völlig konträr die Standpunkte und Aussagen sind und jeweils belegt oder angeführt werden. Für einen Lainen sicher schwer zu beurteilen, wer die besseren und "richtigen" Argumente hat und wo die Tatsachen liegen.

Ich meine, mal davon abgesehen, daß ich der offensichtlich irrigen Annahme war, daß nach jahrzehntelanger und millardenschwerer Krebsforschung grundlagenmäßig mittlerweile bekannt wäre, wie sich Krebszellen überwiegend "ernähren" bzw. verstoffwechseln, müßte man sich doch zumindest sicher sein, wenn man zu so einer elementaren Frage Stellung nimmt und Gegenstellung bezieht.

Aber das hört sich insgesamt eher danach an, daß zu so einer in meinen Augen entscheidenden und wichtigen Frage auch nur wieder im Nebel gestochert wird. Schade eigentlich, denn das Thema ist ja doch sehr interessant und könnte ja auch für den Einzelnen sehr bedeutsam sein, unabhängig von den Pharmaunternehmen, den Ärzten und der "Krebsindustrie". Aber auch wieder nicht verwunderlich, denn der Krebsmarkt ist ja sehr lukrativ und die Pharmaindustrie profitiert ja in erster Linie von den Kranken und nicht den Gesunden und Genesenen.

#15 RE: Low-Carb Strategie von Prometheus 25.04.2014 14:39

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@Tizian

1) Es gibt sehr unterschiedliche Krebsdiagnosen. Selbst bei identischer Diagnose gibt es unterschiedliche OP-Varianten, Chemotherapie-Schemata, Bestrahlungsoptionen usw. Selbst wenn bei Tumor „X“ die eine oder andere Ernährungsweise erfolgreich sein sollte, läßt sich das noch lange nicht auf Tumor „Y“ übertragen.

2) Selbst ein einziger Tumor innerhalb eines Menschen verfügt über zahlreiche Subklone mit unterschiedlicher Genexpression und unterschiedlichem Stoffwechselmustern.

3) In Tumoren läuft die Evolution im Zeitraffer. Medikamente, die vor wenigen Monaten noch phänomenale Wirkung zeigten, können im nächsten Moment durch neu hinzugenommene Resistenzen ihre Wirkung völlig verlieren. Selbst wenn Tumoren Zucker als Nährstoff bevorzugen, unter dem entsprechenden Selektionsdruck vermehren sich dann die z.B die Tumorzellen, die keine TKTL1-Mutation besitzen.


Ernährungsstrategien bei Krebserkrankungen sollten darauf ausgerichtet sein, das Immunsystem zu stärken. Darüber hinaus können Nahrungsmittel, z.B. Kohlsorten wie Grünkohl oder Brokkoli, Kurkuma, Knoblauch und viele andere Nahrungsmittel positive Auswirkungen haben. Falls ein Chemotherapiezyklus erfolgt, kann man überlegen ob es individuell Sinn macht, vorher zu fasten.

http://www.wissenschaft-aktuell.de/artik...1015588272.html

#16 RE: Low-Carb Strategie von Tizian 25.04.2014 17:30

Hallo Prometheus,

ich verstehe Deine Antwort. Aber für mich persönlich ist das Ganze dennoch überraschend, weil es für mich das naheliegenste und auch "natürlichste" wäre, zunächst zu schaun, wovon ernähren sich die Krebszellen überhaupt, wie verstoffwechseln sie und durch welche Stoffe, auch aus der Nahrung, vermehren sie sich oder wird die Vermehrung gehemmt. Oder das Thema der Unterbrechung der Blutzufuhr, was ja meines Wissens auch schon etwas stärker ins Forschungsblickfeld gerückt ist.All das ist für mich naheliegender als sozusagen ins Blaue zu forschen, mit welchem Gift oder welcher Strahlung man Krebszellen zerstören kann und sich dann wundert, das es nicht so wirklich klappt, zumindest nicht dauerhaft und langfristig, oder die gesunden Zellen mehr schädigt als die Krebszellen selbst.

#17 RE: Low-Carb Strategie von Prometheus 25.04.2014 22:46

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@Tizian

Zitat
[...]oder die gesunden Zellen mehr schädigt als die Krebszellen selbst.



Ja, das große Problem liegt aber weniger an einer fehlenden Systematik der Krebsforschung, sondern eher daran, dass sich "gesunde Zellen" und "Krebszellen" gar nicht unbedingt so leicht unterscheiden lassen.
Jeden Tag werden in unseren Körpern vermutlich abertausende Krebszellen vom Immunsystem erfolgreich eliminiert. Auch Krebszellen sind körpereigene Zellen. Ja, einige Krebszellen teilen sich rasant, aber das tun viele "gesunde Zellen" ebenfalls.
Krebszellen weisen zwar mehr Mutationen auf als normale Zellen, aber auch normale Zellen tragen eine Vielzahl genetischer Mutationen, erst recht mit steigendem Alter. Krebszellen haben auch keinen einheitlichen Stoffwechsel, auf den man abzielen könnte.
Sogar dem eigenen Immunsystem gelingt es unter Umständen nicht, sie zweifelsfrei zu identifizieren.

#18 RE: Low-Carb Strategie von Tizian 28.04.2014 14:16

Ich bin ja nun wahrlich kein Freund von Dr. Strunz, aber wie es der Zufall will hat er heute genau diese Thematik angesprochen, die auch mich hier in diesem Thread etwas näher beschäftigt und nachdenklich gestimmt hat.

http://www.drstrunz.de/news/2014/04/1404...stammzellen.php

Nun kann man natürlich sagen, Strunz ist kein Onkologe oder Krebsexperte, aber er ist Mediziner und spricht hier Gedankengänge an, die auch aus meiner Sicht Sinn machen.

#19 RE: Low-Carb Strategie von Prometheus 28.04.2014 15:01

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@Tizian

Das der Glukosestoffwechsel eine zentrale Rolle für Krebszellen und insbesondere die Krebszellen mit Stammzell-Eigenschaften besitzt, ist ja durchaus eine richtige Aussage. Siehe z.B. hier:

Metabolic regulation of cancer cell side population by glucose through activation of the Akt pathway

http://www.nature.com/cdd/journal/v21/n1...dd2013131a.html

Die Behauptung, dass unter Low-Carb (bzw No-Carb) kein Krebs auftreten würde, oder gar jeder Krebs geheilt würde, ist aber bis zum Beweis des Gegenteils nichts weiter als optimistisches Wunschdenken.

#20 RE: Low-Carb Strategie von Ununheilig 04.05.2014 22:17

Sollte es tatsächlich möglich sein, aggressive, chemotherapieresistente, vergärendeTumorformen in weniger aggressive, behandelbare Formen durch low carb zu verändern, so wäre dies schon ein erheblicher Gewinn für den einzelnen Patienten.

Ich frage mich in diesem Zusammenhang immer wieder, was an den Argumenten von Dr. Strunz bezüglich Inuit usw. dran ist. Eine befriedigende Antwort habe ich bisher nicht erhalten.

Passend dazu eine kleine Anekdote:

Meine Frau war vor kurzem beim Endokrinologen und kam mit ihm auch bezüglich low carb ins Gespräch. Dieser erzählte ihr, dass ein junger Kollege von ihm an Prostatakrebs erkrankt war und diesen mit low carb "ausgehungert" also geheilt habe. Anstatt dies jedoch als einen sensationellen Erfolg zu würdigen, äußerte der Endokrinologe lapidar sinngemäß : "Daran wäre er sowieso nicht gestorben..."


Gruß Ununheilig

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