Umfrage: Hast du einen Organspendeausweis?

Antworten Anteil der Stimmen Abgegebene Stimmen
Ja 14% 2
Nein 86% 12

Abgegebene Stimmen: 14
#1 Organspende von Prometheus 02.12.2016 08:23

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Bin mal gespannt, wie unsere Community zu diesem Thema denkt.

Was sind deine Gedanken zum Thema Organspende?
Warum hast du dich so entschieden?

Welche Argumente sprechen dafür, welche dagegen?

#2 RE: Organspende von mithut 02.12.2016 09:05

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Ich gebe keines und nehme keines - auch kein Blut oder Plasma.
Meine Organe wären zu alt, hätte aber auch früher keines gegeben.
(abergläubisch oder epigenetisch "begründet"?)

#3 RE: Organspende von parcel 02.12.2016 19:32

Ich habe mich vor Jahren eingehend mit dem Thema Organspende beschäftigt, seit dieser Zeit habe ich immer einen Organspende Ausweis in meiner Brieftasche. In diesem Ausweis steht ganz klar, dass ich KEIN Organspender bin. Ich habe auch allen meinen Familienmitgliedern ans Herz gelegt, ihre Organe nicht zu spenden. Für mich wäre es schrecklich, wenn ich miterleben müsste, wie ein geliebter Mensch, vor seinem eigentlichen Tod derart ausgeschlachtet wird.

Ich lehne Organspenden ganz klar ab, es sind schließlich nicht irgendwelche Ersatzteile, alles hat seine Grenzen.

#4 RE: Organspende von Windsurfer 02.12.2016 23:33

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Das Lebensalter ist m.E. nicht maßgebend, sondern die "Verwertbarkeit" der Organe und Gewebe.
Ich habe schon mehrere Anläufe gemacht zu einem positiven Spenderausweis, konnte mich aber bislang nie dazu Durchringen.

#5 RE: Organspende von MisterS 22.02.2018 19:50

schade, dass man nicht alternative methoden entwickelt, anstatt auf mittelalterliche art und weise organe aus leichen rauszuschneiden und die empfänger mit medikamenten gegen abstoßung vollzupumpen.

man sollte organe im labor züchten, oder besser noch gleich im empfänger an ort zu stelle.
sowas ist alles nur eine frage des standes der medizin.
nur fallen solche methoden nicht einfach vom himmel, und bis sie zufällig entdeckt werden vergeht meist sinnlos viel zeit. - also sollte gezielt geforscht und entwickelt werden.

freilich kann man nicht einen menschen nachklonen und ihn dann als ersatzteillager missbrauchen.
anders sieht das aber aus, wenn man einzelne organe (mit ausnahme des gehirns) nachzüchtet.
wer hier ein ethisches problem sieht, definiert ethik anders als ich.
meiner meinung nach ist es hochgradig unethisch, milliarden menschen sinnlos früh sterben zu lassen, wenn man das ändern könnte.

in der hauptverantwortung sehe ich jeden einzelnen staat. die westlichen staaten (und auch einige andere) haben das geld um etliche medizinische fortschritte zu finanzieren. jedoch sind ihnen andere dinge wichtiger - das ist für mich unterlassene hilfeleistung mit todesfolge in endlosen fällen - und verstößt gegen mein verständnis von moral und ethik aufs schärfste.

#6 RE: Organspende von jayjay 22.02.2018 20:00

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@MisterS
Hi hi, ich finde auch, dass sich die Welt moralisch schuldig macht, mich nicht endlich in einen unsterblichen Zustand zu bringen ;)
Bist du Organspender? Ich leider nicht, was moralisch auch nicht ganz Ok ist.

#7 RE: Organspende von La_Croix 05.04.2018 18:54

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Der Streit um den Hirntod
Organspende auf dem Prüfstand

Lebendig oder tot? Neben dem Herztod gilt seit 1968 auch der Hirntod als Ende des Lebens. Doch Wissenschaftler äußern zunehmend Zweifel. Dabei benötigt die Transplantationsmedizin ein Todeskriterium, denn nur Toten dürfen lebenswichtige Organe entnommen werden. Aber sind Organspender wirklich tot?

https://www.arte.tv/de/videos/063627-000...um-den-hirntod/

Hier auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=LUqzBXVH8gE

#8 RE: Organspende von Julie 06.04.2018 07:48

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Ich hatte lange Zeit einen Organspendeausweis. Da habe ich auch noch unserem medizinischen System getraut.
Mittlerweile sehe ich sehr viel, was an Machenschaften abläuft und nachdem ich mich ausführlicher mit dem Thema beschäftigt habe, ist mein Ausweis in den Abfall geflogen.
Liebe Grüße von Julie

#9 RE: Organspende von parcel 06.04.2018 12:04

@Julie

Ich kann die Datei nicht öffnen die Du verlinkt hast, ich werde sie aber später über Google Chrom oder Handy lesen.

Mir ist es auch kein Bedürfnis irgendwelchen fremden Menschen, mit meinen Organen, ein längeres Leben zu ermöglichen. Es kann ja kein glückliches Leben mehr sein und meine Organe werden dann durch unzählige Medikamente gequält, damit sie nicht wieder abgestoßen werden.

Ich halte gar nichts von Organspenden, vielleicht wäre eine neue Denkweise angebrachter, die uns die Angst vor dem Tod nimmt. Irgendwann müssen wir ohnehin alle sterben, das macht das Leben ja gerade so wertvoll.

#10 RE: Organspende von Dr.Faust 06.04.2018 12:54

Also mir scheint, dass die Leute im allg. keine Angst vor dem Tod haben. Sonst wäre sie alle
an Anti-/Reverse-Aging interessiert. Ist aber bei weitem nicht so.

Ich kann nicht finden, dass das Leben durch den Tod wertvoll wird. Ganz im Gegenteil. Man
könnte ja auch denken, ist eh alles egal, ich werde ja sterben. Denke, das ist nur Schönrederei.
Und das oben Gesagte ist Energiemangel.

#11 RE: Organspende von parcel 06.04.2018 13:48

Ich habe den orangenen Ausweis und ich hatte auch schon den Gedanken, dass es zu Verwechslungen kommen kann, sofern er nicht richtig gelesen wird. Ich werde also auch umsteigen auf den blauen oder einfach ganz dick, mit einem schwarzen Filzstift, noch einmal quer ein "NEIN" darüber schreiben.


Zitat:
Ich sehe den Vorteil darin, dass er eine andere Farbe hat. Aus Insiderkreisen wurde mir berichtet, dass es schon vorgekommen ist: Man sah den orangenen Ausweis, schaute gar nicht so genau hin (erkannte also nicht das angekruzte NEIN - und los gings. DAS kann bei dem blauen nicht passieren.

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