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#21 RE: Epigenetische Reprogrammierung von Prometheus 27.04.2017 09:26

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@kisska

Zitat von Prometheus im Beitrag #19
Die erste epigenetische Reprogrammierung wird für das blutbildende System erhältlich sein. Die Zellen werden per Blutabnahme oder Knochenstanze entnommen, im Reagenzglas umprogrammiert und nach mehrere Qualitäts-Checks wieder zurückgegeben.



Sowohl die autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation als auch die Herstellung von iPS ist - rein technisch gesehen - bereits heute möglich.
Die Stammzellen müssen dann wieder in junge hämatopoetische Stammzellen zurücküberführt werden, auch das ist technisch seit einigen Jahren gelungen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23670574)

ABER:
1)Welche Klinik ist bereit, diese Prozeduren zu einer Therapie zusammenzufügen und sie kommerziell anzubieten?
2)Wo sind derartige Therapien rechtlich legal durchführbar?
3)Wer will schon gerne als Versuchskaninchen für die ersten Therapieversuche am Menschen herhalten? Die Risiken für Erstanwender sind nach meiner Einschätzung IMMENS!

P.S.: Im Fightaging-Blog kalkuliert Reason mit etwa 5 Jahren, bis erste echte Rejuvenation-Therapien in Übersee erhältlich sein werden, z.B. auch Senolyse-Behandlungen. Er rät dringend dazu sich jetzt schon finanzielle Rücklagen zu diesem Zweck anzulegen:

If Much Older than 30, Save More Aggressively Over the Next Decade or Two
https://www.fightaging.org/archives/2017...-decade-or-two/

#22 RE: Epigenetische Reprogrammierung von Prometheus 12.01.2018 16:36

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Eine aktuelle Übersichtarbeit zur Reprogrammierung und die Aussichten für die regenerative Medizin:

Elixir of Life

Thwarting Aging With Regenerative Reprogramming

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29301845

#23 RE: Epigenetische Reprogrammierung von Prometheus 30.01.2018 18:49

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Epigenetic Regulation of Bone Marrow Stem Cell Aging: Revealing Epigenetic Signatures associated with Hematopoietic and Mesenchymal Stem Cell Aging
http://www.aginganddisease.org/EN/10.14336/AD.2017.1213

#24 RE: Epigenetische Reprogrammierung von Prometheus 13.02.2018 13:52

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Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass Alterung entscheidend durch epigenetische Veränderungen hervorgerufen wird - und dass man mit epigenetischen Medikamenten die Alterung rückgängig machen könnte :

Epigenomics and Aging

Zitat

Thus, epigenomic signatures can serve as biomarkers of aging and may be druggable targets, in order to delay or reverse age-related disease.


https://link.springer.com/chapter/10.100...981-10-7614-5_9

#25 RE: Epigenetische Reprogrammierung von Fichtennadel 21.03.2018 12:07

https://www.whatisepigenetics.com/vitami...c-marks-on-dna/

http://www.pnas.org/content/pnas/early/2...679113.full.pdf

#26 RE: Epigenetische Reprogrammierung von Prometheus 21.03.2018 17:05

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@Fichtennadel

Ja, die Kombination von Vitamin C und Retinol ist gut für die Reprogrammierung!
Der Haken ist, dass Retinol eine lange Halbwertszeit hat, daher ist es schwierig es zyklisch zu verwenden.

Zitat
Zyklisch ON: (Sa/So): Retinol (Klf-4-Aktivierung), Lithium-Orotat (Wnt-Aktivierung), Forskolin (c-Myc-Aktivierung), Ghee, Lecithin, Vitamin C, Apigenin (Sellerie) und Luteolin (Thymian, Petersilie) zur Oct4 -Aktivierung


Tissue Rejuvenation Program

#27 RE: Epigenetische Reprogrammierung von Julie 21.03.2018 22:43

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@Prometheus,

das mit Lithium Orotate erschreckt mich jetzt ein bisschen. Das würde ja bedeuten, dass über die WNT-Aktivierung nicht nur die eventuellen Selbstheilungskräfte gefördert würden, sondern auch ein potenzielles Tumorwachstum.
Liebe Grüße von Julie

#28 RE: Epigenetische Reprogrammierung von Prometheus 22.03.2018 08:36

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@Julie
Eine WNT-Aktivierung allein reicht nicht aus um Krebs entstehen zu lassen.
Litihum wird seit über 150 Jahren beim Menschen therapeutisch eingesetzt. Ein erhöhtes Krebsrisiko ist dabei nicht zu beobachten.

Lithium treatment and cancer incidence in bipolar disorder.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26880208

Allerdings ist Lithium-Orotat trotzdem nicht unkritisch in der Anwendung. Zuviel Lithium im Körper wirkt toxisch!

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