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#1 Selen- zuviel des Guten? von Prometheus 05.05.2014 18:11

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Mal wieder Negativpresse für Nahrungsergänzung.
Selenmangel begünstigt das Auftreten von Krebserkrankungen.
In der folgenden Studie fanden sich jedoch Hinweise darauf, bei bereits guter Selenversorgung eine zusätzliche Selengabe auch schädlich sein kann:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/58...in-E-schaedlich
http://jnci.oxfordjournals.org/content/e...djt456.abstract

#2 RE: Selen- zuviel des Guten? von Tizian 05.05.2014 20:16

Das hier geht ja in dieselbe Richtung, nur NAC und Vitamin-E betreffend.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57...tum-bei-Maeusen

Man weiß wirklich so langsam nicht mehr, wer recht hat und wem man glauben soll.

#3 RE: Selen- zuviel des Guten? von Chuby Chacker 05.05.2014 20:35

Hallo
Ich habe die beiden Quellen überflogen und finde wieder mal keine Hinweise auf die genauen Selenspiegel oder das verwendete Vitamin E. Soweit mir bekannt, sind die Blutspiegel in Amerika, besonders in Südamerika um vieles höher als im Durchschnitt in D, Deutschland ist Selenmangelland und dementsprechend niedrig sind auch die Referenzwerte der Labore. Mir wurde gesagt, dass Blutspiegel bis 200 (weiß die Einheit nicht auswendig, aber egal) sicher und bei Krebs empfehlenswert seien. Soweit ich weiß, sind Werte im oberen Bereich in den USA eher Standard, in Südamerika sogar noch darüber. DAss dann ein Mehr nichts bringt oder sogar negativ ist, ist nachvollziehbar. In Deutschland liegt die obere Grenze bei den Referenzwerten meist so bei 110. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Außerdem geht das Gerücht, dass Selen Diabetes fördert, weil es da anscheinend viele Übergewichtige mit metabolischem Syndrom gibt, denen man Selen verordnet hat und die dann Diabetes bekommen haben, was ja dann am Selen gelegen haben muss.

Bei Vitamin E wird üblicherweise nur Alpha-Tocopherol verwendet. Dass das in höheren Dosen schädlich ist, ist ja lang bekannt. Es heißt im Text wieder mal lapidar "Vitamin E". Also recht schwammig.

Grüße
Chuby

#4 RE: Selen- zuviel des Guten? von Scout 06.05.2014 09:19

Hallo Chuy,

es geht um diese Studie:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24563519

Bei Männern "im besten Alter" (über 55) wurden zu Studienbeginn der Selenspiegel in den Fußnägeln bestimmt und danach ein Alpha-Tocopherol ("Vitamin E") sowie ein Selen-Supplement von 200mcg/Tag verabreicht.


Der Ausgangsspiegel von Selen war nicht mit einem Prostatakrebsrisiko (PKR) korreliert.
bei Männern oberhalb des 60en Perzentils stieg das PKR um 62 bei nur Selen und um 224% beii Selen plus Vitamin E.
bei Männern unterhalb des 60en Perzentils änderte sich das PKR nicht, weder bei Selen alleine noch in Verbindung mit Vitamin E.


Interessanterweise ergab die SELECT-Studie an der Harvard-Universität auf den ersten Blick gegenteiliges:

"Just two years after the 1996 report, Harvard’s Health Professionals Follow-up Study weighed in with a study of 33,737 men between the ages of 40 and 75. The researchers did not administer selenium supplements, nor did they measure blood levels of the mineral. Instead, they asked the volunteers to submit toenail clippings at the start of the study. The clippings were analyzed for selenium concentration.

When the scientists tracked the men for six years, they found that the men with the highest selenium levels at the start of the study had a 65% lower incidence of advanced prostate cancer than the men with the lowest levels. The Harvard team calculated that a daily consumption of 159 micrograms of selenium would prove protective."

http://www.health.harvard.edu/fhg/update...te-cancer.shtml

Wenn man jetzt aner weiß daß der duchrschnittliche Selenspiegel im Serum iden USA eh schon deutlich höher ist als in Mitteleuropa, etwa um den Faktor 2 bis 3 kann man aus diesen beiden Studien bezüglich Selen (Vitamin E lassen wir erst mal aussen vor!) wohl aussagen, dass beim gemessenen Spiegel bezüglich des PKR so etwas wie eine U-Kurve zu existieren scheint, also das Risiko steigt bei geringen wie auch zu hohem Selenspiegel. Ist dieser zu niedrig wie meistens in Mitteleuropa lohnt sich eine Supplementierung, ist er normalhoch (nach US-Stand!) schlägt eine ebensolche irgendwann in das Gegenteil um.

Dies erklärt wiederum diese Studie mit 58000 Teilnehmenr aus den Niederlanden (eher Selenmangelgebiet), die eine Senkung des PKR bei Ergänzung mit Selen fand:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23878355

Was laut Laboren "nnormale" Selenspiegel sind hat Dr. Strunz in diesem Artikel mal zusammengeschrieben:

Deutschland
53-79 ug/l
Schweiz
120 ug/l
Japan
110-250 ug/l
USA 76-256 ug/l
http://www.drstrunz.de/news/2008/12/081229_selen.php

Meine Empfehlung: messen lassen und bedarfsweise ergänzen, so um die 200 ug/l anpeilen, das sollte dann nahe am Optimum sein- zumindest bezüglich des PKR, wie das für andere Krebsarten aussehen mag? Keine Ahnung- aber eventuell(!) unterschiedlich.

PS: Interessant wäre es auch zu wissen, mit welchem Selen-Supplement ergänzt wurde: Selenomethionin, Selenocystein, Natriumselenit oder Selenhefe. Je nachdem ist die antioxidative Wirkung des Selen stark unterschiedlich, eventuell hat es auch damit zu tun. Analog zui Alpha-Tocopherol zu Gamma-Tocopherol ala "Vitamin E"....

#5 RE: Selen- zuviel des Guten? von Ununheilig 06.05.2014 09:23

Dr. Dirk Klante hat eine schöne Kritik zur SELECT-Studie geschrieben:

http://www.mehrvitamine.eu/Vitamin_E-homepage.pdf

Und wenn ich mich richtig erinnere, hat auch Dr. Schmitt-Homm im alten Forum zur obigen Studie schon umfassend Stellung bezogen. Insofern gibt es doch eigentlich nichts Neues, oder?


Gruß
Ununheilig

#6 RE: Selen- zuviel des Guten? von Prometheus 06.05.2014 18:32

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@Ununheilig
Neu war nur die nachträgliche Auswertung bezüglich der Selensupplementierung.

@Scout
Willkommen im Forum!

Zitat von Scout
[...]kann man aus diesen beiden Studien bezüglich Selen (Vitamin E lassen wir erst mal aussen vor!) wohl aussagen, dass beim gemessenen Spiegel bezüglich des PKR so etwas wie eine U-Kurve zu existieren scheint, also das Risiko steigt bei geringen wie auch zu hohem Selenspiegel. Ist dieser zu niedrig wie meistens in Mitteleuropa lohnt sich eine Supplementierung, ist er normalhoch (nach US-Stand!) schlägt eine ebensolche irgendwann in das Gegenteil um.




ich sehe das genauso.

#7 RE: Selen- zuviel des Guten? von La_Croix 07.05.2014 06:48

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Warum haben die Amerikaner eigentlich mehr Selen im Blut?

Selen kommt meines wissens nur in Seefisch oder Meeresfrüchten in nennenswerten Mengen vor.

Essen dei Amerikaner mehr Fisch als wir, oder sind deren Böden Selenhaltiger. sodass auch andere Nahrungsmittel bei ihnen eiine ausreichende Selenversorgung sicherstellen?

#8 RE: Selen- zuviel des Guten? von Chuby Chacker 07.05.2014 07:33

Hallo
Soweit ich weiß, enthalten in Amerika die Böden deutlich mehr Selen als in D. Das soll besonders für Südamerika gelte, wo Blutspiegel von um 300 vorkommen sollen, ohne dass substituiert wird.

Bei uns wurden ja angeblich durch die Eiszeiten das Jod ausgewaschen (und damit in tiefere Bodenschichten verschoben, was an den oberbayrischen Jodbädern erkennbar ist) und damit wohl auch das Selen. Sprich: Es passt eigentlich zusammen: Wenig Jod und auch wenig Selen im Boden. Wird dann Lebensmittel einseitig nur jodiert, so kommt es dann eben zu Dysbalancen.
LG
Chuby

#9 Selen von Prometheus 07.04.2016 23:33

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Gesund mit über 100 Jahren - aktuell ist das leider noch eine seltene Spezies, doch es gibt sie wirklich.
Aber was ist das Geheimnis dieser gesunden Hundertjährigen?

Ein pfiffiges Forscherteam hat jetzt einmal die Spurenelemente im Blut gemessen.
Im Gegensatz zur normal alternden älteren Bevölkerung fanden sich

  • mehr Selen,
  • aber weniger Kupfer


Im Blut!

Trace elements levels in centenarian 'dodgers'.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27049133

#10 RE: Selen von Curious 08.04.2016 13:11

Höhere Selenwerte gehen ja mit einer verringerten Krebssterblichkeit einher. Das wäre eine mögliche Variable.
Aber "100 Jahre alt werden" ist sicherlich ein komplexes Geschehen, das nicht nur durch einige Spurenelemente erklärbar ist.

#11 RE: Selen von Scout 08.04.2016 13:30

Wobei die Unterschiede in den Selenwerten so hoch auch nicht gewesen waren, Hundertjährige (85.7 (43.0, 256.7) ng/ml) vs. Kontrollgruppe (77.8 (24.3, 143.8)).

Ein Krebsschutz in der Epidemologie wurde dagegen meist erst so ab 130 ng/ml beobachtet- die Triagetheorie von Bruce Ames
http://www.bruceames.org/Triage.pdf

behauptet ja auch genau dies: die dem kurzfristigeren Überleben dienenden Funktion (Deiodinasen, Glutathionperoxidase-4) werden bei niedrigen Selenwerten zuerst bedient, die dem langfristigen Überleben (etwa Glutathionperoxidase-3, hier bei Leberkrebs: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2533326) dagegen erst bei höherer Selenzufuhr.

#12 RE: Selen von Prometheus 09.04.2016 21:10

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@Curious
@Scout

Stimmt. Und natürlich handelt es sich um eine Assoziationsstudie - das bedeutet sie liefert keinen Hinweis darauf ob Selen nur die Ursache oder ein Begleiteffekt einer langen gesunden Lebensspanne ist.

Außerdem passen die ebenfalls erhöhten Eisenwerte aus der Studie nicht so recht ins Bild.

#13 RE: Selen von Scout 04.05.2016 21:40

Zitat
So wurde die mittlere tägliche Selenaufnahme von Frauen in Deutschland mit 30 μg/d und von Männer mit 41 μg/d berechnet [17]. Damit erfüllt die Selenaufnahme in Deutschland bei der Mehrzahl der Be völkerung lediglich die Minimalanforderungen, so dass Teile der Bevölkerung marginal versorgt sind. Im Allgemeinen gelten insbesondere ältere Personen als häufig von Selendefiziten betroffen [52].

Die zur Erzielung protektiver Effekte benötigte Selenmenge ist wahrscheinlich deutlich höher als die aktuelle Zufuhrempfehlung
. Von entscheidender Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die Blut- und Gewebekonzentrationen, die mit einer bestimmten Selenzufuhr erreicht werden. Bei der in Deutschland realisierten Aufnahme von 30 bis 40 μg/d wurden im Rahmen der VERA-Studie durchschnittliche Serumkonzentrationen von 82 μg/l bei Männern und 83 μg/l bei Frauen gemessen [39]. Die maximale Aktivität der Glutathionperoxidase wird bei etwa 95 μg/l erreicht, bei Konzentrationen von >121 μg/l zeigte sich die niedrigste Inzidenz von Krebserkrankungen (s.u.).
Für das Erreichen dieser Plasmaspiegel errechneten die Autoren eine optimale Zufuhr von 1,5 μg/kg Körpergewicht und Tag [6]. Dieser Wert liegt um mehr als das Doppelte über der durchschnittlichen Selenaufnahme in Deutschland von 0,67 μg/kg täglich [38].





http://www.dr-moosburger.at/pub/pub070.pdf|addpics|7fm-1-ecf2.png-invaddpicsinvv|/addpics|

#14 RE: Selen- zuviel des Guten? von Julie 05.05.2016 11:06

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Hallole,
und was soll man jetzt machen? Ich nehme schon ewig lange ne 200er Selen :-(.
Ist das nun falsch? Langsam blicke ich nicht mehr durch.
Liebe Grüßle von Julie

#15 RE: Selen- zuviel des Guten? von Scout 05.05.2016 11:38

Na, ich würde empfehlen den Serumwert messen zu lassen. So gut 130 μg/l sollten es sein, die Datenlage gibt noch positivere Aussagen für deutlich höhere Werte jedenfalls momentan nicht her.

Die Dosis kannst du anhand deines persönlichen Blutwerts dann ggf. anpasssen.

PS: welche Selenform ist denn genau enthalten?

#16 RE: Selen- zuviel des Guten? von La_Croix 26.08.2016 17:21

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Spurenelement Selen senkt Krebsrisiko
Ein Mangel an Selen ist ein starker Risikofaktor für Leberkrebs, hat eine Untersuchung ergeben. In europäischen Böden ist das Element nur wenig enthalten

Selen ist ein Spurenelement und essentieller Bestandteil unserer Nahrung. Deutsche Wissenschaftler haben nun gezeigt, dass ein hoher Selenwert im Blut für ein vermindertes Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, sorgt. Die aktuelle Studie der Charité-Universitätsmedizin Berlin in Zusammenarbeit mit der International Agency for Research on Cancer hat auch weitere Risikofaktoren einbezogen und den Einfluss der Selenversorgung auf die Entwicklung anderer Krebsarten untersucht. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht. Selen (Se) ist unter anderem in Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch, Milch und Ei enthalten, auch einige südamerikanische Nüsse wie die Paranuss sind gute Selenquellen. Das Element findet seinen Weg über den Boden und die Pflanzen im Zuge der Ernährung in Mensch und Tier. Im Gegensatz zu anderen Regionen der Erde sind die europäischen Böden eher selenarm, was sich in einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Selenmangel der Bevölkerung niederschlägt. In Deutschland etwa, wird das Spurenelement daher bereits in der Tiermast ergänzend eingesetzt. Bis zu zehnfach höheres Risikio Durch eine selenreiche Ernährung oder eine angemessene Supplementation entstehen keine Nachteile. Selenmangel dagegen kann ein Risikofaktor für eine Reihe von Erkrankungen sein. "Wir konnten nachweisen, dass ein Mangel an Selen einen starken Risikofaktor für Leberkrebs darstellt", sagt Lutz Schomburg vom Institut für Experimentelle Endokrinologie. "Das Drittel der Bevölkerung mit dem stärksten Selenmangel hat unseren Daten entsprechend ein fünf- bis zehnfach höheres Risiko für ein hepatozelluläres Karzinom, auch Leberkrebs genannt", so der Wissenschaftler. Bei der aktuellen Untersuchung handelt es sich um eine Fall-Kontroll-Studie. Aus einer Kohorte von 477.000 Probanden wurden diejenigen identifiziert, die in den folgenden zehn Jahren ein hepatozelluläres Karzinom entwickelt hatten. Die Analyse der Blutproben auf den Selenstatus erfolgte, als die Probanden noch gesund waren. "Unsere Studie zeigt nicht direkt, dass eine Supplementation mit Selen vor Leberkrebs schützt. Sie untermauert allerdings erneut die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung, in der das Spurenelement Selen nicht fehlen darf", erklärt Schomburg. Vorangegangene Studien hatten bereits ähnliche Zusammenhänge von Selenstatus und Darmkrebsrisiko oder der Wahrscheinlichkeit von Schilddrüsenerkrankungen nahe gelegt.

http://derstandard.at/2000043399993/Spur...ert-Krebsrisiko

#17 RE: Selen- zuviel des Guten? von mithut 26.08.2016 17:54

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So giftig wie wichtig!

Und oft macht's die Verbindung ...
http://bodysports-nutrition.com/selenselenium-2

#18 RE: Selen- zuviel des Guten? von Scout 20.09.2016 08:55

Nicht nur das Krebsrisiko- in Kombination mit Q10 wird auch das Herzsterblichkeitsrisiko gesenkt. Deutlich!

Zitat
CoQ10 and selenium are both involved in the management of cellular energy. Each compound works to influence energy production and utilization of this energy by organs throughout the body.8 Studies now show that CoQ10 and selenium have effects that help protect against tissue-damaging oxidative stress.8-10

Researchers from Sweden conducted a double-blind, placebo-controlled study that included 443 healthy adults between 70 and 88 years old.1 The participants received either a placebo or a combination of 200 mg a day of CoQ10 and 200 mcg a day of selenium tablets.

During an extensive follow up time of 5.2 years, 12.6% of the placebo recipients had died of cardiovascular disease, compared to only 5.9% in the supplement group, which is an impressive and significant difference.1

Those taking the combination of CoQ10 and selenium also had significantly better scores on cardiac function compared to those taking the placebo, as determined by an echocardiogram. In addition, levels of a biomarker for heart failure called NT-proBNP (“N-terminal pro-brain natriuretic protein”) were significantly reduced,1 which is a favorable finding that indicates reduced cardiovascular disease risk.11
...
For this follow-up analysis from the initial Swedish study, when subjects were matched by age, gender, and baseline heart function, the difference was clear. While quality of life scores declined in all subjects (as it does in so many people as they age), the decline was significantly less sharp in the supplemented CoQ10/selenium group than in the placebo group.3

In addition, over the 4-year period, the people in the supplemented group spent 246 fewer days in the hospital than those in the placebo group.
...
A further analysis from the initial Swedish study reveals perhaps the most surprising finding from this major study which was that CoQ10 and selenium were still effective at reducing cardiovascular deaths 10 years after the start of the study.4 This means that CoQ10 and selenium continued to extend their life-saving benefits years after the participants stopped taking the supplements!

At the ten-year mark, the risk of dying from any cardiovascular cause (heart attack, stroke, congestive heart failure, and others) was 49% lower in those who had originally received supplementation, compared with those who had not.4 This effect was evenly divided across the various forms of heart disease, including ischemic heart disease and in those with diabetes. Both men and women in the study experienced the same degree of protection.



http://www.lifeextension.com/Magazine/20...rtality/Page-01

#19 RE: Selen- zuviel des Guten? von Julie 19.10.2016 22:18

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Hallole, ich supplementiere mit 200 Mikrogramm Selen täglich. Schneide ich mir vllt. damit ins eigene Fleisch, als Hashimoto-Patientin?

Zu viel Selen ist schädlich

Aber auch geringere Dosierungen können Nebenwirkungen verursachen. Eine zusätzliche Aufnahme von Selen kann bei Personen, die mit Jod unterversorgt sind, wie dies in der deutschen Bevölkerung häufig der Fall ist, dazu führen, dass selenhaltige Enzyme des Schilddrüsenhormon-Stoffwechsels verstärkt aktiviert werden. Als Folge würden weniger Schilddrüsenhormone gebildet und damit die bereits hohe Anzahl von Erkrankungen der Schilddrüse weiter zunehmen. Außerdem ist bisher unklar, ob die Anlage von Selenspeichern im Organismus unbedenklich ist. Diese erfolgt bereits bei einer Menge, die die Sättigung der selenabhängigen Proteine nur geringfügig übersteigt. Dabei könnte es zur Speicherung von Selenschwermetallkomplexen in inneren Organen kommen.

Die unzureichende Datenlage sowie die komplexen Wirkungsmechanismen erfordern weitere intensive Forschung. Erst dann lässt sich der Nutzen einer höheren Aufnahme von Selen eindeutig beurteilen und neue Zufuhrempfehlungen ableiten.

Quelle: Schulze, M.; Krahl, N.; Schulz, M.: UGB-Forum 4/01, S. 180-182

Liebe GRüße von Julie

#20 RE: Selen- zuviel des Guten? von Windsurfer 20.10.2016 14:14

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ob 0,2 mg/Tag schon zu viel des Guten ist kann ich nicht sagen aber es ist genau die Tagesdosis in 2 "Two per Day" von LEF. Auf der Seite Webmed.ch gibt es u.a. ein 28 seitiges PDF-Download über Selen mit dem Titel "Neue Entdeckungen erweitern unsere Erkenntnisse über die Wichtigkeit von Selen".

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