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#81 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 12.07.2019 11:33

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Es liegt was in der Luft
Auf der Spur von Feinstaub, Stickoxiden und Co

Luftbelastungen und Grenzwerte sind zu politischem Sprengstoff geworden. Aber was ist eigentlich gute Luft – und woher kommen Schadstoffe wie Stickoxide, Ozon oder Feinstaub? Mit diesen Fragen beschäftigen sich auch Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich. Denn nicht immer sind Ursachen und Quellen der Luftverschmutzung so leicht auszumachen, wie es vielleicht scheint.

https://www.scinexx.de/dossier/es-liegt-der-luft/

#82 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 16.08.2019 21:26

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Das gilt sicher, für so ziemlich jeden Flughafen!

Bis zu 400.000 winzige Partikel pro Kubikzentimeter Luft
https://www.welt.de/regionales/nrw/artic...meter-Luft.html

#83 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 21.08.2019 07:04

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Makuladegeneration durch Verkehrsabgase?
Starke Belastung mit Luftschadstoffen könnte das Risiko für AMD verdoppeln

Zitat
Schon zuvor war bekannt, dass die Belastung mit Luftschadstoffen Bindehautentzündungen oder krankhaft trockene Augen begünstigen kann. Eine Beteiligung auch bei anderen Erkrankungen der Sehorgane schien daher zumindest denkbar.

Ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen „dicker Luft“ und dem AMD-Risiko gibt, untersuchte Changs Team anhand der Daten von 39.819 Erwachsenen aus Taiwan. Alle Probanden waren über 50 Jahre alt und die meisten von ihnen lebten in urbanisierten Gegenden. Für ihre Studie kalkulierten die Wissenschaftler für den Zeitraum von 1998 bis 2010, wie sehr die Studienteilnehmer an ihrem Wohnort Stickstoffdioxid (NO2) und Kohlenmonoxid (CO) ausgesetzt waren – Luftschadstoffen, die unter anderem in Abgasen von Autos enthalten sind.

Fast doppelt so hohes Risiko
In einem zweiten Schritt glichen sie diese Informationen dann mit der Krankengeschichte der einzelnen Personen ab. Dabei zeigte sich: Eine moderate Belastung mit den Luftschadstoffen schien zwar nicht wesentlich zum individuellen AMD-Risiko beizutragen – eine hohe Belastung allerdings sehr wohl.

So hatten Probanden, die in Regionen mit den höchsten NO2-Werten lebten (mehr als 9825,5 parts per billion), ein fast doppelt so hohes Risiko zu erkranken wie diejenigen aus den am wenigsten belasteten Gebieten. Konkret stellten die Forscher ein um 91 Prozent erhöhtes Risiko fest. Für Kohlenmonoxid ergab sich ein ähnliches Bild: Hier war die Wahrscheinlichkeit einer AMD-Diagnose bei den Personen aus den am stärksten belasteten Regionen (mehr as 297,1 parts per billion) im Vergleich 84 Prozent höher.

Kausaler Zusammenhang?
„Unsere Studie zeigt zum ersten Mal einen signifikanten Zusammenhang zwischen AMD und hohen Konzentrationen von NO2 und CO in der Umgebungsluft auf“, konstatieren die Wissenschaftler. Damit zeichnet sich ab, dass die Luftverschmutzung das Risiko für diese Netzhauterkrankung erhöhen könnte.


https://www.scinexx.de/news/medizin/maku...verkehrsabgase/

#84 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 27.08.2019 04:53

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Feinstaub
Tief durchatmen? Besser nicht

Feinstaub ist heute vor allem in Großstädten allgegenwärtig. Wir atmen Ruß und feine Schwebteilchen ein und handeln uns damit erhebliche Gesundheitsrisiken ein. Woher aber kommt der Feinstaub? Und was lässt sich dagegen tun?

https://www.scinexx.de/dossier/feinstaub/




Luftschadstoffe machen die Haare kaputt
Organische Schadstoffe schädigen die Feinstruktur und fördern UV-Schäden im Haar

Haarschäden durch dicke Luft: Wenn die Haare strohig und fleckig werden, dann ist nicht immer falsche Pflege schuld. Denn auch eine starke Luftverschmutzung kann die Haarstruktur messbar schädigen, wie nun eine Studie enthüllt. Demnach führen organische Luftschadstoffe zur Zerstörung von Pigmenten und zu feinsten Brüchen. Zudem verstärken sie die Schadwirkung der UV-Strahlung der Sonne, wie die Forscher berichten.

Zitat
Nach Ansicht der Forscher demonstriert dies, dass Luftschadstoffe wie PAKs nicht nur unserer Gesundheit schaden, sondern auch unseren Haaren. Sie verursachen Schäden an der Mikrostruktur der Haare und verschlimmern die Schadwirkung von UV-Strahlung. „Unsere Ergebnisse deuten zudem daraufhin, dass diese negativen Effekte der PAKs auch in anderen menschlichen Geweben wie der Haut auftreten könnten“, sagen Naudin und seine Kollegen.


https://www.scinexx.de/news/medizin/luft...e-haare-kaputt/

#85 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 30.08.2019 09:45

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Luftverschmutzung so gefährlich wie eine Schachtel Zigaretten
Verschmutzte Luft und insbesondere das mit dem Klimawandel zunehmende Ozon beschleunigt das Fortschreiten von Lungenemphysemen. Dabei kann die Luftverschmutzung ähnlich schädliche Effekte haben, als würde man täglich eine Schachtel Zigaretten rauchen, so die Ergebnisse einer neuen Studie, die in mehreren US-Großstädten durchgeführt wurde.

Zitat
Die langfristige Wirkung aller wichtigen Luftschadstoffe und hängt mit der Entwicklung von Lungenemphysemen zusammen. Das zeigt die in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlichte Langzeitstudie. Bei einem Emphysem ist das Lungengewebe geschädigt, so dass es zu einer Überblähung der Lungenbläschen kommt, was Husten und Atemnot zur Folge hat.

Die Forscher stellten fest, dass über einen Zeitraum von zehn Jahren ein um 3 ppb höherer Ozongehalt des Wohnortes zu mehr Emphysemen führt. Das entspricht etwa dem Effekt vom Rauchen einer Schachtel Zigaretten pro Tag für 29 Jahre. Und es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Ozongehalt in großen US-Städten durch den Klimawandel weiter steigt, sagen die Forscher. Die jährlichen Ozon-Durchschnittswerte in den Untersuchungsgebieten lagen zwischen 10 und 25 ppb.

"Wir waren überrascht zu sehen, wie stark sich die Luftverschmutzung auf das Fortschreiten des Lungenemphysems auswirkte. Es spielt etwa in der gleichen Liga wie das Rauchen von Zigaretten, das bei weitem die bekannteste Ursache für Lungenemphyseme ist"
, sagte Dr. Joel Kaufman, Professor für Umwelt- und Arbeitsmedizin und Epidemiologie an der School of Public Health der Universität Washington. "Die Rate chronischer Lungenerkrankungen steigt in diesem Land, und das zunehmend bei Nichtrauchern."


https://www.aponet.de/aktuelles/aus-gese...zigaretten.html
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/1...ysemen-foerdern

Wikipedia zu Ozon: https://de.wikipedia.org/wiki/Ozon#Schadwirkungen





Warum die Luft immer dreckiger wird und wie wir uns besser schützen können
Eine neue Studie zeigt, dass die Gefahren von Feinstaub durch den Klimawandel wachsen. Das Umweltbundesamt will die Luftqualität nun mithilfe einer App sichtbar machen – und ein Umdenken anstoßen.

Zehn Millarden Euro – so teuer waren die Schäden, die durch verkehrsbedingte Luftschadstoffe im Jahr 2017 entstanden sind. Schäden an der Gesundheit der Menschen, an der Ernte der Landwirte, an Gebäuden und an der Artenvielfalt.

Zitat
Eine enorme Summe, die in Zukunft wohl noch durch den Klimawandel steigen könnte. Denn welche Gefahren für die Gesundheit durch Abgase künftig entstehen, zeigte ein internationales Forscherteam kürzlich in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ am Beispiel China. Dort sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation derzeit mehr als eine Million Menschen pro Jahr vorzeitig, weil sie verschmutzte Luft einatmen. Die Studie legt nun nahe, dass sich die Luftqualität für mehr als 85 Prozent der chinesischen Bevölkerung in Zukunft durch den Klimawandel noch weiter verschlechtern könnte. Grundlage für die Hochrechnungen ist eine Kombination aus Klima- und Luftqualitätsmodellen und die Annahme, dass bis 2050 der Temperaturanstieg auf etwa 1,4 Grad Celsius gehalten wird. Die Schlussfolgerung der Forscher ist verheerend: Jedes Jahr könnten ab der Mitte des Jahrhunderts bis zu 20.000 weitere Todesfälle hinzukommen. Liegt der Temperaturanstieg höher, was im Augenblick als realistischeres Szenario gilt, würde sich diese Zahl drastisch erhöhen.

Städte werden zu tödlichen Fallen
Die Ursache der Luftverschmutzung sind hauptsächlich emissionsintensive Industrieanlagen und der Verkehr. Die Forscher errechneten nun, dass stagnierende Wetterlagen und zunehmende Hitzewellen, die mit dem Klimawandel in vielen Teilen der Welt zunehmen werden, die Luft noch weiter verschlechtern. Die Hitzewellen steigern die Ozon-Konzentration in der Luft und ohne Windbewegung oder bei sogenannten Inversionswetterlagen (eine Warmluftschicht hält die darunterliegende Kaltluftschicht über längere Zeit am Boden) sind die Menschen wochenlang der verschmutzten Luft ausgesetzt. Sie atmen höhere Konzentrationen von Feinstaub und Ozon ein, was Schäden in Lunge und Gehirn anrichtet. Besonders die Städte werden so zu tödlichen Fallen für ihre Bewohner.

„Es ist ein bisschen wie im 19. Jahrhundert mit dem Londoner Smog“, sagte Hans Joachim Schellnhuber, ehemaliger Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Mitautor der Studie gegenüber dem Portal Inside Climate News.


https://www.greenpeace-magazin.de/nachri...huetzen-koennen

#86 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Dijaa 31.08.2019 10:43

Da kann ich dir schon zustimmen

#87 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 01.09.2019 09:30

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Innenraumbelastungen und Sick Building Syndrom
https://www.uni-saarland.de/fileadmin/us...m-abschluss.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Sick-Building-Syndrom



Farben, Kosmetika, Reinigungsmittel
Auslöser für dicke Luft im Alltag

Autoabgase sind längst nicht die einzige Quelle von Luftschadstoffen. Auch viele Alltagsprodukte wie Kosmetika und Putzmittel setzen flüchtige organische Verbindungen frei, die die Feinstaubbelastung in der Umwelt erhöhen. Und das deutlich mehr als bislang gedacht.

Zitat
Klebstoffe, Farben und Anstriche, Druckertinten. Putzmittel und Körperpflegeprodukte – sie alle enthalten organische Lösungsmittel: Stoffe mit niedrigem Dampfdruck, die leicht verdunsten. Deswegen entweichen sie in die Atmosphäre, als sogenannte flüchtige organische Verbindungen oder VOC – so die englische Abkürzung. Dazu zählen Substanzen wie Aceton, Ethanol und Terpene. Mit diesen Substanzen befasst sich Brian McDonald, Umweltingenieur an der Universität von Colorado in Boulder in den USA:

„Haben Sie sich jemals gefragt, wo die Chemikalien aus Ihren Kosmetika oder Farben abbleiben? 40 Prozent davon entweichen in die Atmosphäre und tragen zur Luftverschmutzung in der Stadt bei.“

Farben und Körperpflegeprodukte gleichauf mit dem Verkehr
Das liegt daran, dass VOC in der Stadtluft weiterreagieren. Aus ihnen entstehen so zwei unerwünschte Schadstoffe: zum einen das Sommersmog-Gas Ozon, und zum anderen Feinstaub. Als dominierende VOC-Quelle in Städten gilt bisher der Autoverkehr. Denn auch das Abgas von Pkw, Lkw und Motorrollern enthält solche Stoffe. Außerdem entweichen VOC beim Betanken. Doch offenbar sind die Emissionen aus Farben, Parfums und anderen Verbraucherprodukten ähnlich hoch. Zu diesem Schluss kommen Brian McDonald und 19 andere Forscher jedenfalls in einer neuen US-Studie. Sie erscheint heute im Fachjournal „Science“:

„Wir haben herausgefunden, dass in Los Angeles durch die Benutzung von Verbraucherprodukten heute genauso viele VOC freigesetzt werden wie durch den Verkehr. Und dass sie stärker als erwartet zur Bildung von Feinstaub-Partikeln beitragen. Das ist ein Problem. Denn Mediziner betrachten Feinstaub als den gefährlichsten von allen Luftschadstoffen.“

Farben und Körperpflegeprodukte gleichauf mit dem Verkehr. Warum? Vor allem, weil Autos mit der Zeit viel sauberer geworden sind. Der 3-Wege-Katalysator hat seinen VOC-Ausstoß drastisch verringert. Die Ausdünstungen von Putzmitteln und Parfums aber gingen nicht zurück. Dadurch ist ihr Beitrag relativ gesehen immer größer geworden. Hinzu kommt, dass die VOC-Emissionen aus Verbraucherprodukten wohl viel größer sind als bisher angenommen. Die US-Forscher korrigieren sie jetzt stark nach oben – nach aufwendigen Recherchen in Stoff- und Emissionsdatenbanken und eigenen Schadstoffmessungen. Christopher Cappa, Professor für Atmosphärenwissenschaft an der Universität von Kalifornien in Davis:

„Durch unsere Studie kann möglicherweise eine bestehende Lücke in den Computermodellen geschlossen werden, die man nutzt, um Feinstaubquellen zu bestimmen und sie zu regulieren. Wir gehen jetzt davon aus, dass fast die Hälfte der Partikel, die luftchemisch entstehen, auf das Konto der Verbraucherprodukte geht. Das sollte man fortan in den Modellen berücksichtigen.“

Die Ergebnisse sind wohl auf Deutschland übertragbar
Die Studie ist allerdings kein Persilschein für den Autoverkehr. Sie geht lediglich auf Feinstaub ein, der indirekt gebildet wird, durch chemische Folgereaktionen in der Atmosphäre. Diesel- und auch Benzin-Pkw stoßen Partikel aber bekanntlich auch direkt aus. Dazu die Atmosphärenchemikerin Jessica Gilman. Sie arbeitet bei der nationalen Fachbehörde für Ozean und Atmosphäre in den USA.

„Autos sind heute viel, viel schadstoffärmer. Aber immer noch der Hauptproduzent von schädlichen Stickoxiden, aus denen auch Ozon entsteht. Und sie sind auch unverändert eine wichtige Quelle für Feinstaub-Partikel in der Stadtluft.“


https://www.deutschlandfunk.de/farben-ko...ticle_id=410980




Schadstoffbelastung:
Drinnen ist vielleicht giftiger als draußen

Giftig, vor allem zu Hause: Partikel aus Parfüms und Reinigern verdrecken die Luft. So stark, dass Forschende warnen, sie könnten gefährlicher werden als Autoabgase.


Zitat
Bisher konzentrierten sich Wissenschaftlerinnen und Forscher darauf, dass ein Großteil der Schadstoffbelastung durch Verbrennungsprozesse im Verkehr und in der Industrie entstehen. Doch mit den Versuchen diesen Anteil zu verringern, rückt eine andere Quelle in den Vordergrund: Chemieprodukte, die auf Erdöl basieren. Gemeint sind zahlreiche Produkte wie Seifen, Parfüm, Farben, Lacke, Putzmittel, Klebestoffe bis hin zu Pestiziden. Zusammen sorgen sie für weitaus mehr schlechte Luft als bislang gedacht.

VOCs, eine verkannte Gefahr?
Erstaunliche Ergebnisse dazu präsentieren Forschende der US-Behörde für Ozean- und Atmosphärenforschung (Noaa) im Magazin Science (McDonald et al. 2018). Das Team um den Umweltwissenschaftler Brian McDonald hat Schadstoffdaten aus dem Verkehr in der US-amerikanischen Metropole Los Angeles mit Messungen aus Labortests mit chemischen Produkten verglichen. "Lotionen, Farben und andere Produkte tragen (demnach) genauso zur Luftverschmutzung bei wie der Transportsektor," sagt McDonald. Erst jetzt, wo sich viele Autos mit umweltfreundlicheren Motoren fortbewegen würden als früher, konnte das deutlich werden. Denn Messgeräte, die etwa Feinstaubbelastung in der Luft ermitteln, können zwar sehr genau feststellen, welche Partikel in der Luft schweben. Rückschlüsse darüber, woher sie stammen, lassen die Daten aber nicht zwangsläufig zu.

Viele Schadstoffe sammeln sich in der Luft, sobald etwa Diesel, Kohle oder Holz verbrennen. Zu den wichtigsten gehören Stickoxide, Ozon und Feinstaub, die auf unterschiedliche Weise entstehen. Meist ist das unerwünscht und manchmal auch nicht sofort offensichtlich. So entstehen viele schädliche Teilchen einfach auch durch mechanische Reibung, wenn sich winzige Partikel von Autoreifen lösen oder auch durchs Bremsen abgerieben werden. Oder aber sie verdampfen einfach. Wie flüchtige organische Verbindungen – die VOCs (Volatile Organic Compounds). Das sind gasförmige Kohlenstoffverbindungen, wie beispielsweise Alkohole, Terpene oder Aldehyde, die aus allen möglichen Chemieprodukten entweichen, die uns täglich im Haushalt begegnen. VOCs sind sehr reaktionsfreudig und können in vielen Gestalten durch die Luft schweben. Beispielsweise können sie mit anderen Gasen reagieren, sodass Ozon oder kleinste Feinstaubpartikel entstehen. Ihre Folgen für die Gesundheit sind längst bekannt: In hoher Konzentration reizen sie die Augen und Schleimhäute, machen müde oder verursachen Kopfschmerzen und Schwindel.

VOCs, eine verkannte Gefahr also? Tatsächlich konnten die Forscherinnen und Wissenschaftler zeigen, dass nur ein kleiner Teil der Feinstaubvorboten durch Verbrennungsprozesse im Verkehr und in der Industrie entstehen. Obwohl mehr als 95 Prozent des geförderten Rohöls zu Kraftstoffen verarbeitet werden. Die Forschenden werteten unter anderem Statistiken aus der chemischen Produktion und bereits vorhandene Messungen zur Luftqualität in Gebäuden aus. Zudem erhoben sie Daten zur Qualität der Außenluft an zahlreichen Orten. So sei besonders in industrialisierten Metropolen in den USA der Anteil luftverschmutzender VOCs hoch. Schätzungsweise entweicht etwa die Hälfte der Feinstaubvorboten aus Kosmetika, Reinigungs- und Haushaltsprodukten.

Schadstoffe in Innenräumen sind das Problem
"Weil das Verkehrswesen sauberer wird, werden diese anderen Quellen immer wichtiger", sagt Hauptautor McDonald. Die VOC-Menge, die in den USA aus Konsum- und Industrieartikeln stammt, könnte nunmehr zwei- oder dreimal so hoch liegen wie bislang angenommen. Vor allem Schadstoffe in Innenräumen seien ein Problem: "Ihre Konzentrationen sind oft zehnmal so hoch wie draußen." Flüchtige chemische Produkte, die in gängigen Lösungsmitteln und Körperpflegeprodukten verwendet würden, seien zudem "buchstäblich dazu gemacht, zu verdampfen", sagte Jessica Gilman von der US-Klimabehörde Noaa, die an der Studie mitgearbeitet hat. Das gelte für viele Reinigungsmittel, Parfums und dergleichen.


https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-0...-chemieprodukte

#88 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 11.09.2019 11:44

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652-Städte-Studie: Feinstaub erhöht Sterberisiko auch in niedrigen Konzentrationen

Zitat
Die Ergebnisse bestätigen zunächst einmal die bekannten Tatsachen: Eine Zunahme des 2-Tages-Durchschnittswertes der PM10-Konzentration um 10 µg/m3 war mit einem Anstieg der Gesamtsterblichkeit am gleichen Tag um 0,44 % (95-%-Konfidenzintervall 0,39 bis 0,50 %) verbunden. Die kardiovaskuläre Tagesmortalität stieg um 0,36 % (0,30 bis 0,43 %) und die Tagesmortalität an Atemwegserkrankungen um 0,47 % (0,35 bis 0,58 %).

Jeder Anstieg von PM2,5 um 10 µg/m3 war mit einer Zunahme der Gesamtmortalität um 0,68 % (0,59 bis 0,77 %) verbunden. Die kardiovaskuläre Mortalität nahm um 0,55 % (0,45 bis 0,66 %) und die Tagesmortalität an Atemwegserkrankungen um 0,74 % (0,53 bis 0,95 %) zu.


Kein Grenzwert für Schädlichkeit von Feinstaub erkennbar
Interessant sind die Dosis-Wirkungs-Kurven. Ein Anstieg der Mortalität war zum einen auch unterhalb der derzeitigen Grenzwerte der Welt­gesund­heits­organi­sation von 50 µg/m3 für PM10 und 25 µg/m3 für PM2,5 vorhanden. In der Studie war kein Grenzwert für die Schädlichkeit von Feinstaub erkennbar.

Zum anderen waren die Dosis-Wirkungs-Kurven non-linear. Der Anstieg des Sterberisikos war unterhalb der Grenzwerte mit jeder 10µg/m3-Erhöhung größer als bei einer höheren Exposition. Dies bedeutet, dass Länder mit vergleichsweise niedrigen Feinstaubwerten wie die USA und Teile Europas bei einer weiteren Senkung mehr für die Gesundheit der Bevölkerung erreichen können, als etwa China, wo die höchsten Feinstaubbelastungen gefunden wurden.


https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/1...Konzentrationen

#89 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Prometheus 11.09.2019 12:01

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Ehrlich gesagt verstehe ich die unkritische Berichterstattung im Ärtzeblatt nicht.

Da wird allen Ernstes die allgemeine Sterblichkeit in chinesischen Städten mit Städten in Europa und den USA verglichen! Die unterscheidet sich, und eine Verbindung zum Feinstaub wird suggeriert. Als ob es da keine anderen Faktoren (Klima, Zugang zu medizinischer Versorgung etc. gäbe!).

Richtig absurd wird die Argumentation, warum ausgerechnet niedrige Werte noch weiter gesenkt werden sollen...

Was ist diese Studie wert?

#90 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 11.09.2019 13:41

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Zitat von Prometheus im Beitrag #90

Da wird allen Ernstes die allgemeine Sterblichkeit in chinesischen Städten mit Städten in Europa und den USA verglichen! Die unterscheidet sich, und eine Verbindung zum Feinstaub wird suggeriert.

Es wird der prozentuelle Unterschied, in der Häufigkeit von verschiedenen Todesursachen verglichen, der auftritt, wenn die durchschnittliche Feinstaubbelastung von 2 aufeinanderfolgenden Tagen sich verändert hat.

#91 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Prometheus 11.09.2019 15:56

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Egal ob die Statistik-Daten aus #89 belastbar sind oder nicht:
Es ist sinnvoll, möglichst wenig Feinstaub Stickstoffdioxid und Kohlenmonoxid in der Luft zu haben.

#92 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Prometheus 16.09.2019 11:49

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Feinstaub könnte Retrotransposonen aktivieren:

Zitat
Thus, we suggest that LINE-1 methylation is a possible mechanism underpinning environment-related health effects


Mediterranean Diet and Particulate Matter Exposure Are Associated With LINE-1 Methylation: Results From a Cross-Sectional Study in Women
https://www.frontiersin.org/articles/10....2018.00514/full

#93 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 18.09.2019 07:14

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Umweltamt startet App für Luftqualität
Bürger können sich jetzt per App über die Luftqualität an vielen Orten informieren. In der kostenlosen Anwendung gibt es aktuelle Messdaten zu Feinstaub, Stickstoffdioxid (NO2) und Ozon stundengenau aufs Handy oder Tablet, wie das Umweltbundesamt (UBA) mitteilte.

https://m.lr-online.de/ratgeber/technik/...45230061?pgnr=0



Feinstaub, Ozon, NO2
Umweltamt startet App für Luftqualität

Über die Luftqualität an vielen Orten in Deutschland können Bürger sich jetzt per App informieren.

https://www.focus.de/finanzen/boerse/wir...d_11050631.html

#94 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Julie 18.09.2019 08:36

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@La_Croix
Aluminium und Barium werden bestimmt nicht gemessen.
Habe gerade gestern wieder etwas über Chemtrails gehört auf Youtube. Es haben jetzt schon einige Blutmessungen machen lassen und lagen weit über den Grenzwerten, sozusagen Akutvergiftungen.

#95 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Dr.Faust 18.09.2019 10:05

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@ #95:
http://www.bund-rvso.de/chemtrails.html

Haltet den Dieb! und alles rennt in die falsche Richtung :-|

#96 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Julie 18.09.2019 13:18

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@Dr.Faust
wenn du denen vertraust ist ja gut.
Ich schaue zum Himmel und sehe, dass da sehr wohl etwas nicht in Ordnung ist.


https://www.weather-modification-journal...en-k%C3%B6pfen/

#97 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Dr.Faust 18.09.2019 14:01

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#97 Also ich vertraue dem BUND (Bund für Umwelt und naturschutz) auf jeden Fall mehr
als dieser skurilen webseite.

Natürlich gibt es Pläne einerseits zur Beeinflussung von Wetter und Klima, andererseit
denken sich die Militärs die perversesten Dinge aus.
Es war in den 50igern ganz offiziell bekannt, dass z.B. die Russen Regen durch Ausbringen
von Silberjodid fördern wollten. Hab das nicht weiter verfolgt, vermutlich gibt es das heute
noch.

Aber ich kann nicht sagen, dass ich je am Himmel irgendetwas in der Richtung gesehen
habe.

Der BUND hat wohl recht. Solche Theorien können ja auch deshalb in Umlauf gebracht
wrden, um von den wahren Umweltzerstörungen und Vergiftungen abzulenken. gegen Chemtrail
ist ja Glyphosat Kinderkram ...

#98 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Dr.Faust 17.10.2019 16:26

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Hat jemand Erfahrungen oder Meinungen zu einer Radon-Messung?

Hier gibt es diverse Messgeräte, auch zum Ausleihen, für EMF, Radon und radioaktive
Strahlung, was mich alles interessieren würde.

Scheint mir solide zu sein.

https://www.radonshop.com/Start

Wenn wir schon beim Messen sind, was ist mit Feinstaub. Ohne Messung keine
Theorie.

https://laseregg.eu/?gclid=EAIaIQobChMI_...AyAAEgIT2vD_BwE

#99 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von La_Croix 20.10.2019 10:49

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Zitat von Dr.Faust im Beitrag #99
Hat jemand Erfahrungen oder Meinungen zu einer Radon-Messung?


Es gibt für Sachsen ein kostenloses Radonmessprogramm, bei dem wohl jeder mitmachen kann:
https://www.kemski-bonn.de/index.php?show=fv_beschreibung
https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/1751.htm


Ansonsten, hier Radonkarten von Sachsen und Dresden:
https://www.stoller-dresden.de/index.php...age=Radonkarten

Zitat von Dr.Faust im Beitrag #99
Wenn wir schon beim Messen sind, was ist mit Feinstaub. Ohne Messung keine
Theorie.

Ich habe einen Feinstaubmesser in einem Luftreiniger, das haben inzwischen fast alle höherpreisigen eingebaut denk ich.


EDIT: Oh, entschuldige, die Studie ist Deutschlandweit und die teilnehmenden Haushalte standen schon ende August fest.

Zitat
Ende August 2019 standen die an der Studie teilnehmenden Haushalte fest.


http://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/r...ten/studie.html
Man kann sich also leider nicht mehr anmelden...
Es wird aber sicher wieder so eine Studie geben!

#100 RE: Allgemeine Luftqualität und der Einfluss auf die Gesundheit von Dr.Faust 20.10.2019 15:23

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#100 Danke für die Infos! Ich habe jetzt für 40€ mal ein Gerät geliehen für 2 Wochen
zur ersten Orientierung. Mein Problem ist, dass mein Büro, wo ich mich meist auhalte,
1,5 m unter Straßenniveu liegt. Es hat aber genügend viele große Fenster. Das Haus liegt
zwar nahe an der Elbe, aber trotzdem ca 12 m über dem Normal-Pegel. Mal sehen ob
ich was messe wenn das Gerät da ist.

Zitat von La_Croix im Beitrag #100
Ich habe einen Feinstaubmesser in einem Luftreiniger, das haben inzwischen fast alle höherpreisigen eingebaut denk ich.


Ich möchte gern einen kaufen. Mein Sohn hat zwei WINIX Zero:
https://www.airsain.de/Luftreiniger-Wini...ASABEgIsHfD_BwE

Der zeigt über die Farbe an, wie hoch die Belastung ist. Meinst du das mit dem
eingebauten Feinstoffmesser?

Ich neige momentan zu
https://www.amazon.de/dp/B01KWWYJXO/?tag...=1&linkCode=osi

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