@parcel, "Man sollte das Problem nicht verharmlosen oder schönreden, es gibt schon genug Süchtige und es werden immer mehr, je mehr alles legalisiert wird und angeblich normal ist"
Ich denke auch, Schmerzmittelsucht ist eine der meistverbreitesten und unterschätztesten Suchtkrankheiten. Insbesondere weil vielfach auch kombiniert mit Alkohol oder/und anderen Drogen und dann ist das Ganze auch noch völlig "legitimiert", weil massenhaft vom Krankheitssystem verschrieben und verordnet, nicht nur bei der Generation der Älteren, oder anderweitig legal erhältlich. Da existiert mit Sicherheit eine riesige Grauzone, weil es zu den vielen "normalen" Schmerzpatienten auch viele Menschen gibt, die wiederum nicht zu Alkohol oder den gängigen illegalen Drogen greifen wollen, aber dann eben zu den "harmlosen" Schmerzmitteln, um ihre körperlichen oder psychischen Beschwerden zu betäuben und zu lindern.
Betroffene berichten zudem ja auch immer wieder, wie problemlos der Einstieg ist und wie schnell eine Abhängigkeit entsteht. Fatalerwiese oftmals eben durch die Verschreibungsflut der Ärzte ausgelöst.
Unter dem Deckmantel "Schmerzen" verstecken die Leute ihre Sucht. Niemand hat täglich über viele Jahre hinweg unerträgliche Schmerzen, die eine ständige Einnahme von Opiaten rechtfertigen würde.
Ich denke auch, dass es mittlerweile viel zu leicht geworden ist, sich ein Opiat verordnen zu lassen. Warum sollten die Menschen sich dann noch mit einem gesunden Lebenswandel quälen und viel Geld für gesunde Produkte und Nems ausgeben, da ziehen viele das Wohlbefinden auf Kosten der Beitragszahler doch vor und man blockiert zu dem noch alle Sorgen und Ängste, wenigstens bis zur nächsten Tablette.
Und wenn es dann zu spät ist und die Leute todkrank durch ihre Sucht geworden sind, begeben sie sich in psychologische Behandlung, nehmen Antidepressiva ect. oder in eine Entzugsklinik und bleiben so dem Beitragszahler mit sehr hohen Kosten erhalten.
natürlich gibt es Menschen die tagtäglich unerträgliche Schmerzen haben und selbst täglich überhaupt Schmerzen zu haben, wenn auch nicht unerträglich, können einen depressiv machen. Sei froh, dass du keine Schmerzpatientin bist.
Wer sagt denn, dass ich keine Schmerzen hatte oder habe? Ich hatte schon Arthrose bedingt sehr starke Schmerze und in meiner Familie gibt es ebenfalls Verwandte mit sehr starken Schmerzen, aber niemand hier nimmt Opiate.
Ich denke, wie bei vielen anderen Substanzen auch, ist nicht DAS Opiat das "Böse", im Gegenteil. Wenn es z. B. Morphium nicht geben würde, müßte man es umgehend "erfinden", allein schon weil es die Schmerzen und Qualen unendlich vieler Schwerstkranker, Verletzter, Verwundeter wirkungsvoll gelindert hat.
Es ist die Flut an den verschiedensten Schmerzmitteln, die leicht, massenhaft und legal verschrieben werden oder auch illegal zu bekommen sind. Es ist ein gigantischer Markt, der vielen tatsächlich Betroffenen helfen kann, aber eben auch viele dieser Betroffenen und Andere in eine fatale Abhängigkeit und Sucht treiben kann, die durch das Krankheitssystem verharmlost und in Kauf genommen wird.
Das Problem ist also nicht die Substanz, wie z. B. bei Alkohol oder vielen anderen Drogen, sondern wie Menschen damit umgehen und wie ein System daraus einen höchstlukrativen Markt erschafft. Im Falle von Schmerzmitteln auch noch völlig legal und profitabel.
Dass du und niemand in deiner Familie sie benötigt ist schön zu hören. Aber es gibt nun mal sehr schwerwiegende Fälle, die dankbar sind dafür und das hat rein gar nichts mit Sucht zu tun. Aber klar, Gottes Erdreich ist groß und es gibt immer solche und solche.
ZitatBesteht eine Opioidabhängigkeit, die als unerwünschte Wirkung schmerztherapeutisch verschriebener und erworbener Opioide auftritt, und werden die Opioide missbraucht, im Sinne einer beabsichtigten, ständig oder sporadisch erhöhten Verwendung einer Dosis oberhalb der ärztlich verordneten Menge mit körperlichen und/oder psychischen Folgen, soll folgende Hierarchie an Therapieoptionen angeboten werden:
Opioiddosisreduktion/-entzug im Rahmen einer interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie (schmerztherapeutische Einrichtung ambulant/stationär).
Qualifizierter Entzug in einer suchtmedizinischen psychiatrischen Einrichtung mit nahtlos anschließender Postakutbehandlung, insbesondere bei psychischer Komorbidität (teil-)stationär.
In seltenen Fällen (Notwendigkeit einer analgetischen Therapie mit Opioiden bei anhaltender Abhängigkeit mit Missbrauch der Opioide trotz optimierter Schmerz- und suchtmedizinischer Behandlung): Fortführen der Opioidtherapie als Schmerztherapie mit suchtmedizinischer Begleitung.
Bei weiterhin bestehender Abhängigkeitserkrankung mit anhaltendem Opioidmissbrauch und negativen psychosozialen Folgen und nach Versagen zumindest der unter 1-2 genannten angemessenen suchtmedizinischen und schmerztherapeutischen Maßnahmen zur Begrenzung des unkontrollierten Gebrauchs soll die Indikation für eine Substitutionsbehandlung gemäß § 5 BtMVV geprüft werden. Die Substitutionsbehandlung soll schmerzmedizinisch begleitet werden (weitere Informationen zu den Voraussetzungen und zu beachtenden Rahmenbedingungen s. 3.1-16 S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen).
Ich habe mal den Link von der Bundesärztekammer eingestellt und was sie über den Umgang mit Opiaten schreibt. Es sind sicherlich Leitlinien für Ärzte, denn die Verschreibung erfordert höchste Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit.
Erst hat man aus Schlafmohn Opium gewonnen, dann gereinigt zu Morphin, Bayer hat dann Heroin vermarktet und jetzt Opioide wie Fentanyl. Opiumkrieg gegen China, jetzt schickt China die Rohstoffe nach Mexiko um dort das feine Fentanyl zu brauen. Karma? Gut das es was gegen starke Schmerzen gibt! Fraglich ob sich das weiter entwickelt hat. Fentanyl Zombies sind erschreckend. Selber Schuld?
VT...ich denke in den Hochburgen wird auch direkt vom "Staat" geliefert um es kostengünstig zu lösen das Problem.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12331301/ Nitazene sind noch stärker! Ich denke ist gern gesehen in Ländern mit viel Rohstoffen. Wird so laufen wie Damals in den Opium Kriegen. Ein paar seelenlose Strategen und Gier als Motor der den Teufelskreis antreibt. Alles wie immer.
ZitatCannabis auf Rezept wird zum Risikofaktor Die Zahl der Notfälle ist seit der Teil-Legalisierung der Droge gestiegen. Im Fokus steht vor allem hochdosiertes Cannabis auf Rezept. Ministerin Warken will dem nun entgegentreten.
Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, dass in Deutschland Cannabis legalisiert worden ist. Viele Kritiker warnten damals vor den gesundheitlichen Folgen, die in ihren Augen durch die Freigabe der Droge drohen könnten. Nun haben Hamburger Forscher eine Studie veröffentlicht, die den Befürchtungen recht zu geben scheint. Die Zahl der Fälle, bei denen Menschen wegen eines akuten Rauschzustands durch Cannabis ins Krankenhaus kamen, stieg nach den Recherchen der Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) seit der Teil-Legalisierung um etwa ein Drittel. Die Zahl der Psychosen nach Cannabis-Konsum nahm um ein Sechstel zu.
Allerdings, so die Studie, könnte das gar nicht nur am frei verkäuflichen Cannabis liegen, sondern vielmehr am medizinischen Cannabis, das von Ärzten verschrieben werden muss. Durch die Gesetzesänderung wurden auch hier die Hürden gesenkt. Der Haken: Das Medizinalcannabis ist nicht nur günstiger, es hat auch einen hohen THC-Gehalt. THC ist der Wirkstoff der Hanfpflanze, der schließlich zum Rausch führt. Die Nachfrage nach Medizinalcannabis sei sprunghaft gestiegen. „Da der Konsum von Cannabis mit mehr als 10 Prozent oder 15 Prozent THC mit einem erhöhten Risiko für psychische Probleme verbunden ist, kann der Umstieg auf Medizinalcannabis selbst für erfahrene Konsumierende sowie für Patientinnen und Patienten ein Risiko darstellen“, heißt es in der Studie. Oft enthält das Cannabis auf Rezept sogar rund 24 Prozent THC. Das ist selbst für erfahrene Konsumenten oft zu viel.
Jeder klardenkende Mensch wusste, dass es so kommen wird, nur einige Politiker der SPD konnten sich das nicht vorstellen. Für den Beitragszahler wird es wieder richtig teuer, zuerst muss er den teuren Rausch finanzieren und später die noch viel teureren Therapien für die psychischen und oft auch körperlichen Wracks.
Ja klar. Cannabis auf Rezept kostet mehr als günstig gekauft oder selbst angepflanzt. Die Krankenhäuser sollen sich um Notfälle jeglicher Art kümmern, geimpft oder ungeimpft Selbstverschuldet oder Soldat. Und es gibt halt Psychologen, die werden schon für irgend was gut sein. Zu guter Letzt..... Pleite! Das waren nicht die Kranken!!!!
Ja, die kämpfen jetzt gegen THC‑Blüten und für "kontrollierbare" Fertigarzneimittel, weil zufälligerweise eine Firma für Cannabis‑Fertigarzneimittel über eine halbe Million Euro an verschiedene Parteien der Mitte gespendet hat. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/v...fb2cd78b8a7dea3 Dass die "Die Nachfrage nach Medizinalcannabis sei sprunghaft gestiegen" ist, ist auch klar. Die Menschen wollen nicht mehr von der Straße irgendeinen Dreck kaufen, der mit allen möglichen künstlich hergestellten Cannabinoiden besprüht wurde, sondern gesundheitsbewusst wissen, was sie einnehmen und ohne Angst vor der Polizei. Wenn jemand das Zeug unbedingt nehmen will, dann bitte selbstangebaut, als Blüten aus der Apotheke.
Zitat von Aluhut im Beitrag #112Ja, die kämpfen jetzt gegen THC‑Blüten und für "kontrollierbare" Fertigarzneimittel, weil zufälligerweise eine Firma für Cannabis‑Fertigarzneimittel über eine halbe Million Euro an verschiedene Parteien der Mitte gespendet hat. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/v...fb2cd78b8a7dea3 Dass die "Die Nachfrage nach Medizinalcannabis sei sprunghaft gestiegen" ist, ist auch klar. .
Trotzdem ist es gut, dass das passiert. Ich bin ja dafür, dass Cannabis ganz aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkasse gestrichen wird. Es gibt genug Schmerzmittel, eine Erweiterung mit Cannabis ist absolut nicht erforderlich, wer es in irgendeiner Form konsumieren möchte, sollte es wenigstens selber zahlen müssen.
ZitatMit dem Gesetz wird auch die Cannabisversorgung eingeschränkt. Blüten fallen komplett aus der Erstattung, zudem haben cannabishaltige Fertigarzneimittel in der Therapie zunächst Vorrang vor Rezepturen.
Ich habe so eine chronisch Kranke Schwägerin, die nimmt kein Cannabis aber das andere Zeug kostet auch Geld. Wer kennt den Leute die es verschrieben bekommen und Geld damit sparen?