„Im Hirn ist es wie im Muskel: Ist der Kohlenhydratspeicher leer, wird auf Fett zurückgegriffen“
Laufen ist gesund, heißt es – und dann diese Nachricht: Hirnforscher weisen nach, dass das Gehirn von Marathonläufern die eigene Materie als Energiequelle nutzt. Leiden darunter die geistigen Fähigkeiten?
Timing schlägt Tempo: Was die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns bestimmt
Unsere Hirnregionen arbeiten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, aber trotzdem im Team. Ihre Verdrahtung entscheidet, wie gut die Zusammenarbeit von Schnell und Langsam gelingt
Wie das Gehirn uns abhält, schwierige Aufgaben anzugehen
Auf die lange Bank schieben, was dringend erledigt werden müsste. Das ist nur allzu menschlich. Japanische Forscher haben nun entschlüsselt, was dabei im Gehirn passiert. Es könnte ein Ansatz für neue Medikamente sein.
Wie Übergewicht das Gehirn umprogrammiert – und welche Folgen es mit sich bringt Adipositas wirkt nicht nur auf den Körper. Die Erkrankung verändert auch unsere Schaltzentrale, das Gehirn – mit Folgen für Appetit, Motivation und Therapieansätze
Der BMI täuscht: Wie die Fettverteilung die Gehirnalterung beeinflusst Nicht nur der BMI spielt eine Rolle dabei, wie das Gehirn altert und vor Abbau geschützt ist, auch die Verteilung von Körperfett beeinflusst neurodegenerative Risiken
ZitatZudem konnten auch Stoffe wie der Serotonin-5-HT1A-Rezeptor Antagonist WAY-100635 und Resveratrol identifiziert werden, die den Alterungsprozess und die Neurodegeneration vorantreiben und als Nervengifte wirken könnten.
ZitatZudem konnten auch Stoffe wie der Serotonin-5-HT1A-Rezeptor Antagonist WAY-100635 und Resveratrol identifiziert werden, die den Alterungsprozess und die Neurodegeneration vorantreiben und als Nervengifte wirken könnten.
Wie Bewegung das Gehirn reinigt – und warum es an einen Schwamm erinnert
Hirnwasser spült im Schlaf molekularen Müll aus unseren Köpfen, das ist bekannt. Nun legt eine Studie nahe, dass auch ein Anspannen der Bauchmuskeln den Waschgang starten könnte
Was es nicht alles gibt und das Gehirn "anstellt".
"Ich bin tot": Das steckt hinter dem mysteriösen Cotard-Syndrom Manche Menschen sind überzeugt, sie hätten keine Organe mehr, ihr Körper verwese, sie seien gestorben. Forschende finden verblüffende Erklärungen für das bizarre Phänomen
Gottlob ist es ein seltenes Symptom, pardon, aber der Bericht erheitert mich
ZitatTrotz der dramatischen Symptome können Mediziner das Cotard-Syndrom behandeln. Entscheidend ist vor allem die zugrunde liegende Erkrankung. So können bei Betroffenen mit schweren Depressionen oder Psychosen entsprechende Antidepressiva, Neuroleptika oder eine Kombination aus beidem helfen, dass die Wahnsymptome schwächer werden oder gänzlich verschwinden.
Auch Graham Harrisons Überzeugung, tot zu sein, gehört inzwischen der Vergangenheit an. Mithilfe von Medikamenten und Psychotherapie gelang es ihm, seine schwere Depression weitgehend zu überwinden.
Er weiß mittlerweile, dass er gar nicht tot ist , dank moderner Therapien und vielen Psychomedikamenten ist ihm der entscheidende Durchbruch doch noch gelungen.
ZitatSchlaf- und Beruhigungsmittel Benzodiazepine, die als Schlaf- und Beruhigungsmittel dienen, können bei einer PTBS kurzzeitig verordnet werden, um die Angst und die Symptome der erhöhten Erregung zu verringern und die Schlafqualität zu verbessern.
Allerdings besteht bei Benzodiazepinen das Risiko einer Suchtentwicklung. Da Patienten mit PTBS ein erhöhtes Risiko für Suchterkrankungen haben, sollten Benzodiazepine hier nur mit besonderer Vorsicht und nur über einen kurzen Zeitraum (höchstens vier bis acht Wochen) verordnet werden.
Zudem gibt es Hinweise, dass Benzodiazepine sich ungünstig auf die Verarbeitung des Traumas in einer Psychotherapie auswirken können und somit der Heilung womöglich eher im Weg stehen.
parcel: Letzteres finde ich besonders interessant. Ich habe mich schon oft gewundert (FB Gruppen), dass Menschen die psychologisch betreut werden oder eine Psychotherapie machen oft trotzdem Benzodiazepine oder ähnliche Medikamente nehmen. Vor einigen Tagen kam mir die Erleuchtung in Form einer kurzen Studie , die Mittel verändern die Gehirnchemie derart, dass Trauma gar nicht mehr überwunden werden können, das Gehirn ist unter einer Dauertherapie gar nicht mehr in der Lage sich zu verändern und somit bleiben sie an dem Erlebtem gedanklich hängen.
Die Psychotherapie kann ja dann auch neue Probleme schaffen, denn unter dem Einfluss obiger Medikamente bleiben sie ja dann auch wieder an diesem Gedankenkreislauf hängen. Somit ist es verständlich, dass die Menschen jahrzehntelang eine Therapie wünschen und immer wieder von Ängsten und Depressionen geplagt werden, sobald sie aus therapiert sind und Abschied vom Therapeuten nehmen müssen.
Das müsste doch den Ärzten und Therapeuten auch bekannt sein, es gibt also nicht zu wenig hochbezahlte Analytiker, sondern zu viele. Auf dem Gesundheitssektor muss sich wirklich vieles verändern, vor allem muss man auch anfangen Menschen vor sich selber zu schützen.
Auch Psychotherapie ist Angebot und Nachfrage. Ich mag da nicht hin dazu bin ich zu eigen. Benzos und Bier sind Gaba und Gaba ist sucht. Jetzt merkt man das ja selber und bitte gib mir kein Gesetz um mich vor mir selbst zu schützen. Da bin ich durch seit Corona und der Menschlichkeit der Leute. Wenn ein Süchtiger stirbt ist der Staat nicht traurig. Fentanyl und co sind in meiner Schwurbel Blase auch ein Abräumer der dysfunktionaler Steuerzahler des Systems.
Escitalopram verändert das Gehirn innerhalb von wenigen Stunden Wirkstoff gegen Depressionen verringert die Kommunikation zwischen Ruhe-Netzwerken in manchen Gehirngebieten und erhöht sie in anderen
ZitatEine einzige Dosis eines der weltweit am häufigsten verwendeten Medikamente zur Behandlung der Depression führt innerhalb weniger Stunden zu messbaren Veränderungen im gesamten Gehirn. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben entdeckt, dass der Wirkstoff Escitalopram, der die Verfügbarkeit des Botenstoffes Serotonin beeinflusst, Vernetzungen zwischen funktionellen Vernetzungen stark verändert - also die synchrone Gehirnaktivität in verschiedenen Hirnarealen in Ruhe. Escitalopram beeinflusst dabei, welche Netzwerke des Gehirns gleichzeitig aktivieren, also im Gleichklang „schwingen“, wenn sich das Gehirn im Ruhezustand befindet. Dieser schnelle und weitreichende Effekt von Escitalopram ist außergewöhnlich, denn die antidepressive Wirkung dieser Medikamentenklasse benötigt meist zwei bis drei Wochen, um sich voll zu entfalten. Die aktuelle Studie lässt vermuten, dass die Wirkung der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer auf die Ruhe-Vernetzung des Gehirns nur wenige Stunden nach der ersten Einnahme beginnt.
Wie beeinflussen Sexualhormone Gehirn und Verhalten?
Das „Glückshormon“ Serotonin im Ungleichgewicht
ZitatDer Neurotransmitter Serotonin ist ein essenzieller Botenstoff, der die Übertragung von Informationen zwischen Nervenzellen im Gehirn steuert. Serotonin erfüllt eine Vielzahl von Funktionen im menschlichen Gehirn und ist besonders wichtig für Stimmung und zum Abfedern von Stress-Situationen. Serotonerge Ursprungskerngebiete liegen im Mittelhirn, genauer in den sogenannten Raphe-Kernen, und projizieren nahezu ins gesamte Großhirn (Abb. 1). Bei der Depression geht man von einem Ungleichgewicht im Serotoninhaushalt aus. Diese Annahme bildet den Grundstein für die „Monoamin-Hypothese“. Zur Behandlung dieses Ungleichgewichts werden Antidepressiva, beispielsweise die besagten SSRIs, eingesetzt. Diese Medikamente blockieren den Serotonintransporter und führen damit zu einem längeren Verbleib des Botenstoffs Serotonin zwischen den Nervenzellen. Obwohl diese Medikamente bereits seit knapp 40 Jahren wichtiger Bestandteil der Depressionsbehandlung sind, ist ihre genaue Wirkung auf die Vernetzung und die Kommunikation zwischen einzelnen Hirnregionen, die für die Stimmung wichtig sind, nicht genau verstanden.
Patienten mit akuter depressiver Symptomatik konzentrieren ihre Wahrnehmung und Bewertung oft hauptsächlich auf negative Informationen. Eine mögliche Erklärung für die zeitlich verzögerte antidepressive Wirkung der SSRIs auf Verhaltensebene könnte eine graduelle Abschwächung dieses Negativitäts-Bias darstellen: Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese schrittweise Verringerung der negativen Verzerrung bereits relativ zeitnah nach der ersten Medikamenteneinnahme beginnt, jedoch nicht unmittelbar und im gleichen Ausmaß auch subjektiv vom Patienten wahrgenommen wird [5]. Bisher ist ungeklärt, wie dieser stimmungsaufhellende Effekt durch wechselnde kognitive Belastung beeinflusst wird.
Denken Menschen unter dem Einfluss von SSRIs anders, nehmen sie die Welt positiver wahr? Wenn sie beispielsweise ein Verhalten negativ beurteilen oder einen Menschen aufgrund seines Charakters ablehnen oder eine Sache für schlecht halten, verändert sich dann durch das Medikament ihre Sichtweise auf die Dinge? Oder soll das einfach heißen, dass sie nur auf negative Dinge fixiert sind und das verändert sich dann durch diese Medikamente?
Persönlichkeitsstörungen Wenn Medikamente das »Ich« verändern Psychiatrische Nebenwirkungen von Medikamenten sind eine besondere Herausforderung. Ethisch stellt sich die Frage, wie weit eine Therapie in das »Ich« eingreifen darf. Wie hoch darf der Preis für die Therapie sein?
ZitatWie häufig psychiatrische Nebenwirkungen auftreten, ist unklar. Während Exantheme oder Laborwertveränderungen objektivierbar sind, basieren Verhaltensänderungen häufig auf Fremdbeobachtung. Mitunter werden sie als Krankheitsprogression fehlinterpretiert oder aufs Alter geschoben und ein Zusammenhang mit dem Arzneimittel wird oft erst spät erwogen. Klinische Studien erfassen Nebenwirkungen strukturiert, jedoch nicht immer differenziert genug hinsichtlich subtiler Persönlichkeitsveränderungen. Spontanmeldesysteme sind auf Initiative von Heilberuflern und Patienten angewiesen. Veränderungen des Ichs werden möglicherweise gar nicht als meldepflichtige Nebenwirkung wahrgenommen.
Persönlichkeit umfasst unter anderem Temperament, Impulskontrolle, emotionale Reaktivität, Empathiefähigkeit, Risikobereitschaft und soziale Interaktionsmuster (1). Neurobiologisch entsteht sie durch komplexe Vorgänge im Gehirn, die durch Neurotransmittersysteme moduliert werden. Dabei spielen Dopamin (Belohnung, Motivation, Risikoverhalten), Serotonin (Impulshemmung, emotionale Regulation), Noradrenalin (Vigilanz, Stressreaktion), GABA (inhibitorische Kontrolle) und Acetylcholin (Kognition, Aufmerksamkeit) eine Rolle.
Arzneimittel, die in diese Systeme eingreifen, beeinflussen daher potenziell auch affektive und verhaltensbezogene Muster (2). Persönlichkeitsveränderungen werden für etliche Arzneistoffgruppen beschrieben
Dieses Ich Muster bei Depression ist halt durchaus Schuld fürs Leid. Ein Depri ist nach der Heilung auch nicht mehr der selbe. Man merkt dieses Entwickeln auch bei vertrauten Leuten die Psychotherapie machen, die werden anderst. Wobei ich da oft Zweifel ob dieses anderst auch der richtige Kurs ist. Aussage einer Bekannten, Psyche ist das Schlimmste und die hatte viel chronische Schmerzen davor. Also brauche ich mich nicht Schämen seit einer Woche dagegen verloren zu haben.
Die Psychotherapie muss aber doch zwangsläufig anders wirken als es Medikamente tun. Beispielsweise verändern wohlwollende, aufklärende Gespräche nicht das Cytochrom-System, worauf Medikamente einen großen Einfluss haben.
Das Cytochrom System ist nur der Abbauweg, die Nebenwirkung und nicht die Wirkung. Bier braucht diesen Weg kaum, da arbeitet ADH. Es ist vielleicht sinnvoll bevor man so Pillen nimmt eine pharmakogenetische Testung (PGx-Test) zu machen. Ich sollte Pilze sammeln, statt nur sinnlose Gefühle oder Gedanken nachzugeben.