Mehr Proteine im Alter? Warum Sport der entscheidende Faktor ist Brauchen Ältere wirklich mehr Proteine? Eine Metaanalyse niederländischer Forscher belegt: Nur mit Sport zeigt sich ein Effekt auf die Muskelkraft
Wie starke Muskeln an Brust und Rücken das Herz schützen Die Qualität der Muskeln im Oberkörper spielt laut Forschern eine wichtige Rolle für die Herzgesundheit. Sie untersuchten den Einfluss mehrerer großer Muskelgruppen auf das Herzinfarktrisiko. Ein Faktor senkte es besonders deutlich.
Es sind sicher nicht die Muskeln, die das Herz schützen, sondern die für das Herzkreislaufsystem positive Anstrengung (Kraftsport), die den Muskelaufbau auch an Rücken und Brust stimuliert und verursacht, aber naja...Korrelation und Kausalität spielen offensichtlich in der "Wissenschaft" immer weniger eine Rolle.
Am interessantesten ist dieser Abschnitt:
"In Großbritannien werden jährlich bereits etwa 350.000 Herz-CTs aufgenommen. So werden Verengungen und Blockaden in den Herzkranzgefäßen sichtbar. Diese versorgen die Herzmuskeln mit Blut und können der Ursprung von Herzinfarkten sein.
In Deutschland ist die häufigste Diagnostik zur Beurteilung der Herzkranzgefäße noch immer die Herzkatheteruntersuchung. Die Methode gilt zwar als sicher, ist jedoch invasiv. Erst seit dem Jahr 2024 werden Herz-CTs von deutschen Krankenkassen übernommen."
Wir sind mal wieder ganz "vorn" dabei, im zweitteuersten Gesundheitssystem der Welt.
es gibt einen Effekt, dass beim Training bestimmter Muskelgruppen auch die anderen Muskelzellen des Körpers gestärkt werden (Stärke des Effekts je nach Entfernung), aber beim Herzmuskel sind evtl. noch genaue Untersuchungen notwendig.
es gibt einen Effekt, dass beim Training bestimmter Muskelgruppen auch die anderen Muskelzellen des Körpers gestärkt werden (Stärke des Effekts je nach Entfernung), aber beim Herzmuskel sind evtl. noch genaue Untersuchungen notwendig.
VG
Roger
Also so einen Effekt wage ich zu bezweifeln, Roger. Natürlich arbeiten generell bei einer körperlichen Bewegung, nicht nur beim Sport, verschiedene Muskelbereiche zusammen, insbesondere die großen Muskelpartien mit "Hilfs"muskeln, z. B. Brustmuskel und Trizeps oder Rückenmuskelatur und Bizeps etc, diese dann beim Kraftsport und entsprechenden Geräten und Bewegungen auch besonders intensiv, weil sie eben für eine bestimmte Bewegung/Übung auch anatomisch zwangsläufig zusammenarbeiten (müssen), aber das sind eben für bestimmte Muskelgruppen anatomische Zusammenhänge und ist kein genereller Effekt, der den ganzen Körper betrifft, nur weil irgendwo ein Muskel bewegt wird, egal wie nah oder fern.
Wenn ich also z. B. Waden trainiere, wird nur stimuliert, was diese spezielle Bewegung anatomisch notwendig macht. Selbst die nahegelegene Oberschenkelmuskelatur wird durch Wadentraining weder beansprucht noch dort irgendein Muskelwachstumsreiz ausgelöst.
Andererseits gibt es Verbundsübungen, die eine Vielzahl von Haupt-und Nebenmuskelbereiche im gesamten Körper beanspruchen, z. B. Kreuzheben oder Kniebeuge und diese damit auch stimulieren, aber auch da sind wir dann ebenfalls wieder beim anatomischen Zusammenhang dieser speziellen Bewegung/Übung und nicht bei einem generellen "Effekt".
Und natürlich wird auch die Herzmuskelatur durch z. B. Kraftsport gestärkt (Sportlerherz mit Herzwandverdickung), aber das ist kein Effekt, der durch andere Muskelbereiche ausgelöst wird, sondern durch die Pumpmehrleistung ensteht, die die Herzmuskelatur durch die körperliche Anstrengung erzeugen muss.
Dr. Strunz hatte schon vor einigen Jahren von diesem Effekt berichtet und viele Sportärzte wissen evtl. auch, dass man mit dem Training der Beinmuskeln auch den Oberkörper (geringfügig) stärken kann. Es ist allgemein bekannt, dass Muskelzellen Botenstoffe bilden (Myokine etc.) und die Wirkung hängt u.a. von der Entfernung ab.
Dr. Strunz hatte schon vor einigen Jahren von diesem Effekt berichtet und viele Sportärzte wissen evtl. auch, dass man mit dem Training der Beinmuskeln auch den Oberkörper (geringfügig) stärken kann. Es ist allgemein bekannt, dass Muskelzellen Botenstoffe bilden (Myokine etc.) und die Wirkung hängt u.a. von der Entfernung ab.
VG
Roger
Man kann nicht allg. sagen, daß ein Training der Beinmuskeln praktisch automatisch die Muskeln des Oberkörpers stärkt. Wie ich oben schrieb, bestimmte Übungen bzw. Bewegungen unter Last wie z. B Kreuzheben tun das. Aber nicht quasi automatisch (unter dem Motto" trainiere Deine Beine, dann trainierst Du auch automatisch Deinen Oberkörper"), sondern nur die an dieser Bewegung beteiligten Muskeln im OK werden stimuliert, weil dies für diese spezielle Bewegung anatomisch notwendig ist und sie daran beteilgt sind und sei es nur durch entsprechende Körperspannung in den entsprechenden Bereichen.
Man kann stundenlang in der Beinpresse oder in einer Maschine für Beinstrecker/Beinbeuger sitzen und im OK wird praktisch nichts passieren. Genauso wie in den Beinen nichts passiert, wenn ich Bankdrücken mache oder Zugbewegungen für den Rücken etc.
Doc Strunz mag sich im Laufen und Ausdauersport hervorragend ausgekannt haben, das reicht dann auch durchaus, aber deshalb ist man nicht gleich auch Experte für Krafttraining.
Natürlich schütten Muskeln Botenstoffe aus, aber die haben in erste Linie entzündungshemmende und andere heilende Wirkungen, auch für die durch Training geschädigten Muskeln selbst, aber nicht wachstumsstimulierende Wirkungen auf andere Muskeln. Dazu sind ganz andere hormonelle Prozesse notwendig.
Unstrittig ist, daß z. B. schweres Beintraining mehr Wachstumshormone ausschüttet als z. B. ein Armtraining. Aber dieser werden dann auch vermehrt für diese große Muskelgruppe benötigt. Deshalb haben Leute mit dicken Beinen nicht automatisch auch dicke Brustmuskeln oder dicke Arme. Und umgekehrt.