zur Erhöhung der max. Lebenspanne müsste man evtl. den Nitrostress bzw. oxidativen Stress, der z.B. durch parasitär lebende Mikroorganismen verursacht wird (Cell-Danger-Response), mit geeigneten Mitteln senken: siehe auch Link.
Alle drei plädieren für „Lifestyle zuerst“, sind aber offen für frühzeitigen (on‑label) Einsatz von Medikamenten wie GLP‑1‑Agonisten, SGLT2‑Hemmern, Lipidsenkern oder Schilddrüsenhormonen, wenn Risiko und Nutzen sauber abgewogen sind. Off‑label‑Einsatz (z.B. Rapamycin, SGLT2‑Hemmer bei Gesunden) halten sie für vertretbar, wenn Patient gut aufgeklärt ist, ein kompetenter Arzt involviert ist und Sicherheitsdaten zumindest solide sind. Für unzugelassene/experimentelle Therapien sehen sie nur einen ethisch sinnvollen Weg über klar regulierte Settings mit Ethikkommission, transparenter Aufklärung und systematischer Datenerhebung (Publikationen statt „Schubladendaten“).
Peptide sehen sie als riesiges, bisher unzureichend erforschtes Feld mit großem Potenzial, aber auch enormem Risiko durch Fälschungen und fehlende Qualitätskontrolle. Marcus beschreibt ein Selbstexperiment mit BPC‑157 (Kapsel + Injektion), das keine klaren Effekte zeigte und bei dem sich im Nachhinein herausstellte, dass das injizierte Präparat sehr wahrscheinlich gefälscht war – ein Beispiel dafür, wie selbst Fachleute Fakes kaum erkennen können. Sie betonen, dass bei vielen Peptiden interessante Tierdaten existieren, aber robuste Human‑Studien zu Wirksamkeit, Dosierung und Langzeit‑Sicherheit fehlen.
Zum epigenetischen Reprogrammieren (z.B. Lifespan Bio, erste Sicherheitsstudien am Auge) sind sie grundsätzlich optimistisch, aber vorsichtig, da Technologie, Zielorgane (v.a. Gehirn) und Langzeitrisiken noch sehr unklar sind. Sie erwarten keine schnelle „Verjüngung für alle“, sondern einen mehrjährigen Weg über enge Indikationen, viel Sicherheitsforschung und begrenzte Anwendungen.