Nun kennen ja sicherlich die Meisten Geschichten, in denen Komapatienten nach Jahrzenten wieder aufwachen, also deren Gehirn plötzlich wieder anfängt Bewusstsein aufzuspannen/erzeugen. Die also irgenwie wieder gesunden, zumindest was die Hirnfunktionen angeht.
In diesem Zusammenhang würde ich gerne Fragen wollen, ob jemand die Zusammensetzung von der parenteralen Ernährung dieser Patienten kennt. Reine Glucose? Astronautenmäßig?
Irgendwie überleben diese Körper ja mitunter sehr sehr lange Zeit, wo ich erwarten würde, dass etwaige vorher Bestehende Spurenelement-, Vitamin- und Mineralstoffvorräte aufgebraucht werden...
Kennt jemand oder hat jemand Zugang zu Stationen mit Komapatienten und altern diese so wie wir, die wir uns so fleissig bemühen genau dies zu verlangsamen?
In der parenteralen Ernährung sind alle essentiellen Bestandteile enthalten: - Kohlenhydrate - Aminosäuren - Fette - Vitamine - Mengenelemente (im Volksmund "Mineralien" genannt) - Spurenelemente - Wasser
Eigentlich ist das schlecht, da ja sekundäre Pflanzenstoffe fehlen, von denen wir so viel erhoffen usw... Andererseits trinkt ein Parenteral Ernährter ja auch keinen Alkohol und isst nix Ungesundes.
Somit wird es sich wohl die Waage halten und er wird vermutlich normal altern. Jedenfalls ist noch niemandem etwas aufgefallen, dass es anders wäre. Kenne persönlich niemanden, kann mich in der Hinsicht also irren.
Danke für die Antworten. Da diese Patienten ja sozusagen eine definierte Ernährung über lange Zeit erhalten, ist zumindest bei diesen Fallbeispielen keine Veränderung in der Alterung erkennbar. Auch wenn diese Leute keine besonderen Schadstoffe aufnehmen fehlt es sicherlich an einer Menge an Nährstoffen. Man denke da nur an das Vitamin PQQ was erst vor kurzem entdeckt wurde, und an all das, was noch nicht entdeckt wurde, und somit in der Infusion fehlt.
Auch die verabreichten Mengen/Dosis der Nährstoffe wäre mal interessant. Wenn sich die Mengen an der DGE, bzw, ausländischen Pendants orientieren könnte es doch sein, dass dies für Gerontologen noch zu wenig ist.
Glaube mir, die parenterale Ernährung ist eine Wissenschaft für sich. Das sind alles studierte Leute. Den Patienten fehlt nichts, auch keine Nährstoffe.
Über die normale Zeitspanne lebensverlängernde Maßnahmen kommen natürlich nicht zum Einsatz bei der parenteralen Ernährung. Das wäre aus allgemeiner Sicht unethisch, jemanden zu verjüngen, der das gar nicht will oder nicht zustimmen kann, weil er z.B. im Koma liegt.
Meiner Meinung nach sind die meisten Menschen "Deathisten", d.h. sie wollen sterben und sie nicht natürlich altern und sterben zu lassen, wäre für sie die Hölle. Das ist das Grundproblem unserer Gesellschaft, dass der Tod als Erlösung gesehen wird, was er aber nicht ist.
Als Immortalist sehe ich Leben und Tod vollkommen anders als die meisten. Aber ich gestehe anderen das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Sterben zu.
Somit können wir es ethisch nicht verantworten, Komapatienten zu verjüngen. bzw. jung erhalten. Sie wollen auch sicher keine Versuchskaninchen sein. Ideen wie man das technisch machen könnte, gäbe es genug.
Trotzdem ist es natürlich schlimm, wenn man aufwacht und auf einen Schlag 20 Jahre älter ist. Da fühle ich mit den Patienten.
Wie kommst du eigentlich darauf, dass Komaptienten ausschließlich parenteral ernährt werden? Ich glaube das nicht. Das wäre doch nur notwendig, wenn die Verdauung nicht funktioniert, also in den seltensten Fällen.
Ich denke in erster Linie wird man enteral ernähren, über Magensonde. Die Infusionen sind dann nur zusätzlich, wenn das nicht ausreicht?