man hat ja seit kurzem relativ viel über die bislang nicht bekannte oder von der Nahrungsmittelindustrie etc. verheimlichte oder zumindest heruntergespielte durchaus vorhandene Ungesundheit von zu viel Fructose und damit vor allem vor übergroßen Verzehr von gezuckerten Obst, insb. Südfrüchten gelesen, gehört usw.
Die Frage ist, was ist da wirklich dran? Grapefruit soll sehr gesund sein, sogar auf den Blutzuckerspiegel bezogen. Wie sieht das bei anderen bei uns seit einigen Jahrzehnten stets erhältlichen und vor dem raren Südfrüchten, wie Bananen, Orangen, Ananas aus? Und auf den Thread konkret bezogen, wie gesund oder ungesund ist eigentlich der noch bis heute in praktisch jedem Hotel obligatorische Orangensaft, egal ob Natur oder Konzentrat, auf die Wertigkeit und heutige Maßstäbe bezogen? Ist der Mythos des gesunden O-Saftes anhand der heute bekannten "Risiken" von Süßobst und Fruktose noch aktuell, gibt es aktuelle Studien zu diesem Thema, betrifft das Südfrüchte vielleicht sogar gar nicht?
also um industriell gefertigten O-Saft mache ich eher einen großen Bogen... frisch gepresst und mit Fruchtfleisch trinke ich Orangensaft aber sehr gerne! Ich versuche aber die tägliche Fruktosemenge nicht ausufern zu lassen. Ich denke die Menge machts. Ananas und Grapefruit esse ich gelegentlich, aber keine Säfte.
Naja, industriell gefertigter O-Saft hat zumindest auch einen Vorteil. Die Schale wird mit verarbeitet, wodurch mehr Polyphenole und Karotinoide im Saft sind als im selbst gepressten.
Orangensaft reduziert Gicht-Risiko Einer Studie zufolge senkt ein Glas Orangensaft täglich den Harnsäure-Spiegel signifikant
ZitatIn der ersten Untersuchung stand die Frage im Mittelpunkt, wie Cola und Orangensaft die Harnsäure beeinflussen, die für das zunehmende Auftreten von Gichterkrankungen in den Industrienationen verantwortlich gemacht wird. Das Ergebnis: "Selbst bei diesem sehr hohen Konsum führte Orangensaft im Unterschied zu Cola zu keiner Beeinträchtigung des Glukosestoffwechsels. Der Harnsäurespiegel wurde sogar signifikant gesenkt. Für diesen Effekt kommt sowohl die Vitamin C-Aufnahme durch den Saft als auch dessen Gehalt an Flavonoiden, insbesondere Hesperidin, in Betracht," erklärt Ernährungsmedizinerin Anja Bosy-Westphal. Eine mögliche Begründung: Vitamin C fördert die Ausscheidung von Harnsäure. Deshalb könnte der regelmäßige Verzehr von Orangensaft zur Prävention erhöhter Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) beitragen, wie die Forscher betonen.
Nichts für Zwischendurch In der zweiten Studie deckten die Probanden ebenfalls 20 Prozent ihres täglichen Energiebedarfs über Orangensaft ab, doch diesmal konsumierten sie zunächst zwei Wochen lang dreimal täglich 400 Milliliter Orangensaft zu den drei Mahlzeiten, das andere Mal nahmen sie den Saft zwischen den Mahlzeiten zu sich. "Wir konnten zeigen, dass auch dieser sehr hohe Konsum keine negativen Auswirkungen auf das Körpergewicht hatte – wenn der Saft nicht zwischendurch, sondern zum Frühstück, Mittag- und Abendessen getrunken wurde", berichtet Bosy-Westphal. Bei einem Konsum zwischen den Mahlzeiten konnten die Wissenschafter dagegen einen leichten Anstieg des Körperfetts verzeichnen.