wer von Euch hat Erfahrung mit Blaulichtfilterbrillen für den PC? Ich sitze jobtechnisch oft stundenlang vor dem Bildschirm (ist zwar ein ziemlich neues teures Laptop, wohl mit hochwertigem Bildschirm) und hab ab Mittag oft Kopfdrücken / Kopfschmerzen. Bin letztens auf das Thema Blaulicht gekommen und dachte, das passt zu meinen Symptomen auf der Arbeit. Eine Kollegin sagte das letztens auch, ihr würde es ab mittags immer sch.... gehen. Sie dachte schon, das liegt irgendwie am Gebäude.
Hab mir jetzt von Amazon eine Mittelpreisige für 55 Euro bestellt. Die Hochwertigen liegen wohl so ab 80 Euro (auch bei ebay.co.uk....hab verglichen, US Ware war etwas billiger-aber durch Zoll etc sicher genauso teuer).
Wer von Euch benutzt auch so etwas bei der Arbeit und hat Langzeiterfahrungen?
Vielleicht liegt es ja auch in erster Linie am langen Sitzen und dem dann schon automatischen und meist nicht bermerkten Verschlechtern der Sitz-und Kopfhaltung? Das da dann ab Mittag oder im Laufe des Tages Hals, Kopf, Rücken usw. verspannt sind und weh tun ist völlig klar.
Insbesondere der Kopf wandert immer mehr unbewußt in Richtung Bildschirm und verspannt. Mein Orthopäde hat selbst einen Zettel an seinem PC-Bildschirm mit "Kopf zurück" geklebt, um sich zu erinnern. Ich habe das jetzt auch ein paar Wochen gemacht und mich immer wieder selbst korrigiert und siehe da, die Verspannungen sind sehr selten geworden.
Was die geschilderten Symptome betrifft kann ich - aus eigener Erfahrung - Tizian nur beipflichten. Nackenverspannungen durch das lange Sitzen und eine dauerhaft asymetrische Kopfhaltung sind die wahrscheinlichere Ursache. Das passiert inbesondere im Winter schnell, wenn man dann noch zusätzlich kalte Zugluft abbekommt. Ich arbeite daher mit zwei Bildschirmen, die beide leicht angewinkelt zueinander stehen und versuche, keinen davon als "Hauptbildschirm" zu gebrauchen, sondern die Fenster so darauf zu verteilen, dass ich beide möglichst gleichmäßig benutze und die Kopfhaltung entsprechend oft wechsle. Ein guter Bürostuhl ist ebenfalls sehr wichtig - am besten einer mit einem flexibel aufgehängten Sitz, der zur Seite hin nachgibt um das Becken in Bewegung zu halten. Damit lässt sich möglicherweise auch die gesundheitschädliche Wirkung des langen Sitzens abmildern. Am wichtigsten ist diesbezüglich und auch zur Vermeidung von Verspannungen aber, regelmäßig aufzustehen und Dehnübungen zur machen, wobei ich mir angewöhnt habe, auch im Sitzen immer wieder kleine Übungen mit dem Oberkörper zu machen.
Manchmal hilft aber auch alles nichts, und man hat sich eine hartnäckige Verspannung "eingefangen" die sich nicht so einfach wieder lösen lässt. In so einem Fall helfen meist schon eine oder zwei Sitzungen beim Physiotherapeuten, die Ursache zu finden und zu beseitigen.
Blaulichtbrillen sind hingegen vollkommen überflüssig und reine Geldverschwendung - ich empfehle von dem Rücksenderecht Gebrauch zu machen.
Nicht weil sie nichts bringen würden - es ist tatsächlich zu empfehlen in den Abendstunden eine übermäßige Blaulichtexposition zu vermeiden, um den Zirkadianen Rythmus nicht durcheinander zu bringen, was zu einer verringerten bzw. verzögerten Melatoninauschüttung und Schlafstörungen führen kann - und damit natürlich auch zu Kopfschmerzen beitragen. ABER: das ist ohne weiteres mit den Helligkeits- und Farbtemperatur-Einstellungen eines gängigen Monitors und/oder mit kostenlosen Apps wie das hervorragende, Julie bereits empfohlene f.lux möglich. Dafür eine Brille zu benutzen ist in etwa genauso sinnvoll, wie Ohropax zu benutzen um die Lautstärke der Stereoanlage zu reduzieren... oder sich mit Sonnenblocker eingeschmiert ins Solarium zu legen (obwohl ich bei letzterem nicht daran zweifle, dass es Leute gibt, die genau das tun )
Ich weiß nicht, ob es die Verspannungen sind. Ich sitze (freiwillig) auch bis in die Nacht vor dem Bildschirm. Nicht ununterbrochen, gibt auch mal einen Spaziergang oder andere Ablenkung. Kopfschmerzen hab ich praktisch nie. Sitze auf einem ganz normalen Stuhl mit ganz leichter Sitzpolsterung. Versuche etwas Anstand vom Bildschirm zu halten, lieber etwas größere Schrift.
Was ich denke zum Thema Kopfschmerzen: es ist die Tätigkeit, die man vll. ablehnt. Den Kopf zum Denken oder Lesen oder Schreiben von Sachen zu zwingen, gegen die man sich innerlich wehrt. Ich hab das Glück, dass ich ausschließlich Sachen mache, die ich will und die auf Eigenmotivation basieren. Wenn ich mich erinnere, hatte ich früher im Angestelltenverhältnis auch mitunter Kopfschmerzen.
Und seitdem ich trainiere, hab ich weder Verspannungen noch Kopfschmerzen noch sonstwas Unangenehme.
An den Sinn der (Anti-)Blaulichtbrille glaube ich auch nicht. Ich benutze am Bildschirm eine "Sehhilfe" aus dem Drogeriemarkt (4,95 €). Anstrengungen beim Lesen können auch zu Kopfschmerzen führen. Eine zweite Brille über der ersten würde doch stören, oder? Es würde sicher nerven, und sowas geht natürlich garnicht.
So, ich benutze die Brille heute den vierten Tag und bin restlos zufrieden. Hatte kein Augenbrennen, Kopfdrücken oder Kopfschmerz mehr seitdem. Ärgere mich nur, dass ich sie mir nicht früher gekauft habe. Gravierende Verspannungen habe ich so keine. Ich mache jeden Tag Yoga (bin auch ausgebildete Yogalehrerin ) und jogge jeden Tag meine sieben km vor der Arbeit. In der Mittagspause gehe ich stramm mit meinem Hund spazieren (die darf mit zur Arbeit). Wenn ich am Tippen bin und es fängt an, irgendwo zu ziepen im Körper, setze ich mich oft im Lotussitz auf den Bürostuhl zum Weiterschreiben. Kollegen fanden das erst witzig.....würden es aber, glaube ich, gerne selber machen.
Der einzige, der das echt lustig fand, war unser Sohn "Mama hat ne Gamerbrille wie die Youtuber ;)"
Am Arbeitslaptop kann ich keine Blaulichtfilterapps oder Einstellungen vornehmen, da bräuchte ich die Administratorrechte, die hab ich nicht, nur die IT.