Es steht völlig außer Frage, dass Quecksilber eine extrem giftige Substanz ist. Aber: Selbst für Quecksilber existiert eine hormetische Dosis!
Qin Shihuangdi wollte mit Quecksilber unsterblich werden. Leider hat man sich damals bloß in der Dosis vertan... Trotzdem interessant, dass die Idee nicht völlig aus der Luft gegriffen ist - Hier der Beweis im Tierexperiment:
Heutzutage dürfte die Quecksilberbelastung der wir alle ausgesetzt sind, oft bereits suprahormetisch sein. (Umweltverschmutzung durch die Industrie, Anreicherung von Methylquecksilber in der Nahrungskette, Amalgam-Füllungen, Impfungen etc.)
Fazit: Es ist durchaus vernünftig, seine Quecksilberexposition nach Möglichkeit zu minimieren, aber das braucht andererseits auch nicht in eine Quecksilber-Paranoia auszuarten!
"Bei der Einschätzung der Strahlenwirkung folgte bisher die Lehrmeinung dem LNT-Modell (engl. Linear No Threshold), das davon ausgeht, dass die Gefährlichkeit von Strahlung linear mit abnehmender Dosis fällt. Dr. O’Leary und ihr Team konnten nun aber nachweisen, dass beispielsweise die Expression von MAT2A, einem Tumor-Suppressor-Gen, durch einen Abschnitt der nicht-kodierenden RNA** mit dem Namen PARTICLE reguliert wird. Dieser wiederum lässt sich bereits durch sehr niedrig dosierte Strahlung aktivieren. Sie scheint Auswirkungen auf die Methylierung zu haben. Diese steuert die Expression oder Stilllegung von bestimmten Genen im Zellkern.
„Ob das einen Einfluss auf das Krebsrisiko hat, lässt sich mit unseren heutigen Untersuchungen noch nicht sagen, aber es ist nicht ausgeschlossen“, sagt Dr. O’Leary. „Viel wichtiger aber ist die Tatsache, dass wir zeigen konnten, dass es Strahlenwirkungen gibt, die bisher überhaupt nicht bekannt waren. Das ist ein völlig neues Forschungsgebiet.“
Die Forscher konnten damit untermauern, dass die Auswirkungen auch geringster Dosen physiologische Veränderungen in den Zellen nach sich ziehen, die über die Mutation von Genen, wie man sie als Strahlenschäden bisher kannte, weit hinausgehen. Das LNT-Modell verliert damit seine Gültigkeit bei schwacher Bestrahlung. http://www.helmholtz-muenchen.de/aktuell...index.html".
Kürzlich konnte die Lebensverlängerung durch Radiohormesis auch für Säugetiere bewiesen werden:
Man müsste natürlich auch mal die allgegenwärtige Handy- WLAN- oder Hotspot-Strahlung ins Auge fassen. Da wurden ja bisher praktisch immer nur auf die thermischen Effekte fokussiert. Diese sind aber vermutlich unerheblich. Viel schädlicher ist die Stärke der ionisiernden Strahlung, noch hinzukommt, dass es sich dabei um gepulste Strahlung handelt, die in der Natur nicht vorkommt und ebenfalls - vermutlich - zur Schädlichkeit beiträgt.
Trotzdem scheinen viele Mitmenschen geradezu sklavisch an ihrem Handy zu kleben und verhalten sich geradezu wie Süchtige. Selbst die WHO klassifiziert Handys als "möglicherweise karzinogen":
Inflammatory modulation of exercise salience: using hormesis to return to a healthy lifestyle
Abstract
ZitatMost of the human population in the western world has access to unlimited calories and leads an increasingly sedentary lifestyle. The propensity to undertake voluntary exercise or indulge in spontaneous physical exercise, which might be termed "exercise salience", is drawing increased scientific attention. Despite its genetic aspects, this complex behaviour is clearly modulated by the environment and influenced by physiological states. Inflammation is often overlooked as one of these conditions even though it is known to induce a state of reduced mobility. Chronic subclinical inflammation is associated with the metabolic syndrome; a largely lifestyle-induced disease which can lead to decreased exercise salience. The result is a vicious cycle that increases oxidative stress and reduces metabolic flexibility and perpetuates the disease state. In contrast, hormetic stimuli can induce an anti-inflammatory phenotype, thereby enhancing exercise salience, leading to greater biological fitness and improved functional longevity. One general consequence of hormesis is upregulation of mitochondrial function and resistance to oxidative stress. Examples of hormetic factors include calorie restriction, extreme environmental temperatures, physical activity and polyphenols. The hormetic modulation of inflammation, and thus, exercise salience, may help to explain the highly heterogeneous expression of voluntary exercise behaviour and therefore body composition phenotypes of humans living in similar obesogenic environments.
Wenn es mental mit der "Exercise" nicht so furchtbar schwer wäre. Keine Lust, keine Zeit, keine Ahnung. Das sind die Ursachen für das metabolische Syndrom, nicht die "Hormone" oder sonstwas.
Gerade heute wieder in der Zeitung: Fettbeseitigung mit Ultraschall, die Sitzung zu 89 EUR ... Immer dasselbe Argument: Sie müssen nicht trainieren ...
In der Publikation aus #29 geht es vor allem darum, dass unterschwellige Entzündungen die Lust an körperlicher Aktivität rauben - und außerdem den Trainingseffekt zunichte machen können.
Sport und andere hormetische Reize können den Körper hingegen in einem antinflammatorischen Grundzustand halten.
ZitatThus humankind may be suffering from an "intelligence-driven health paradox", as intelligence has enabled us to remove the very hormetic factors that have been responsible for ensuring our biological fitness.
[...]
Whether we like it or not, a long and healthy life needs to include regular exposure to occasional doses of environmental stressors, including fasting, natural temperature changes, polyphenols and exercise. Although human intelligence has enabled us to remove most stressors from the environment, common sense may be required to re-introduce some of them.
Wenn man seinen Körper vom metabolischen Syndrom hin zu einem gesunden, fitten Zustand umprogrammieren möchte, kann es Sinn machen, erst einmal den chronischen Entzündungszustand konsequent zu blocken und anschießend mit Sport & Co anzufangen.
#32. Soweit die Theorie. Lust hin, Lust her. Bei edubily habe ich gelesen sinngemäß, lies nicht erst 10 Bücher, geh in ein Studio und nimm ein Stück Eisen in die Hand ...
Meine Meinung ist, dass man beginnen sollte, Sport (ich meine natürlich Kraftsport) zu betreiben, ob man unterschwellige Entzündungen hat oder nicht, was die meisten sowieso nicht bemerken.
Es ist wohl eine psychologische Grundtatsache, dass der Geist (die Intelligenz) ständig Begründungen für Entscheidungen erfindet, die das Unterbewußtsein längst getroffen hat. Das gilt in beide Richtungen. Also, wenn das Unterbewußtsein entschieden hat, dass sich was ändern muss, dann werden sich Gründe finden, den Körper zu ändern. Fehlt eventuell noch das know how, und es gibt Irrwege. Aber der moderne Mensch findet im Internet hinreichend Anleitungen. Eine Anleitung zum Faulsein und Dickwerden habe ich noch nicht gesehen, aber auch nicht gesucht.
Es dauert, aber es funktioniert. Learning by Doing. Ich glaube nicht, dass der Durchschnittsmensch da sehr wissenschaftlich herangeht. Er schaut oft, was andere machen.
"Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn! Indes ihr Komplimente drechselt, Kann etwas Nützliches geschehn...."
Zitat Schluss mit dem Leben nach dem Formel-1-Prinzip! Besser runterschalten und jeden Augenblick in aller Ruhe genießen. Prof. Dr. Peter Axt und Dr. Michaela Axt-Gadermann liefern den medizinischen Beweis, dass es gut ist, öfter mal faul zu sein, dass zu viel Sport den Körper belastet, Langschläfer mehr leisten, Gelassenheit schlau macht und dass der Winterurlaub im Süden das Leben verlängert. Auf der Grundlage der Stoffwechseltheorie haben sie ein revolutionäres Programm entwickelt, mit dem man kostbare Lebensenergie spart und in gesunder und munterer Verfassung steinalt wird.
Zitat We show evidence for low doses of γ rays preventing spontaneous hyperplastic foci and adenomas in the lungs of mice, presumably via activating natural anticancer defenses. The evidence partly relates to a new study we conducted whereby a small number of female A/J mice received 6 biweekly dose fractions (100 mGy per fraction) of γ rays to the total body which prevented the occurrence of spontaneous hyperplastic foci in the lung. We also analyzed data from a much earlier Oak Ridge National Laboratory study involving more than 10,000 female RFMf/Un mice whereby single γ-ray doses from 100 to 1,000 mGy prevented spontaneous lung adenomas. We point out the possibility that the decrease in lung cancer mortality observed in The National Lung Screening Trial Research Team study involving lung tumor screening using low-dose computed tomography (CT) may relate at least in part to low-dose X-rays activating the body’s natural anticancer defenses (i.e., radiation hormesis). This possibility was apparently not recognized by the indicated research team.
Radiohormesis: Eine CT-Untersuchung ist möglicherweise nicht nur diagnostisch! Single CT Scan Prolongs Survival by Extending Cancer Latency in Trp53 Heterozygous Mice http://www.rrjournal.org/doi/abs/10.1667/RR14576.1
Trotzdem ist Vorsicht geboten, weil gerade bei Toxinen der hormetische Bereich sehr klein sein kann und man die Exposition zu Toxinen nicht gut zu steuern ist (z.B. Akkumulation in einigen Geweben!) Gerade das unter anderem in dem Paper erwähnte Cadmium ist aus diesen Gründen meiner Meinung nach UNGEEIGNET!
Chronic inflammation in the etiology of disease across the life span.
Abstract
Although intermittent increases in inflammation are critical for survival during physical injury and infection, recent research has revealed that certain social, environmental and lifestyle factors can promote systemic chronic inflammation (SCI) that can, in turn, lead to several diseases that collectively represent the leading causes of disability and mortality worldwide, such as cardiovascular disease, cancer, diabetes mellitus, chronic kidney disease, non-alcoholic fatty liver disease and autoimmune and neurodegenerative disorders. In the present Perspective we describe the multi-level mechanisms underlying SCI and several risk factors that promote this health-damaging phenotype, including infections, physical inactivity, poor diet, environmental and industrial toxicants and psychological stress. Furthermore, we suggest potential strategies for advancing the early diagnosis, prevention and treatment of SCI.