ich substituiere seit ca. 2 Jahren DHEA 25 mg. Habe im Februar schon einmal zur Sicherheit den Estradiol-Wert messen lassen, lag im mittleren Normbereich. Jetzt nach nochmaliger Überprüfung liegt der Wert knapp über dem oberen Referenzbereich. DHEA liegt knapp unterhalb der oberen Grenze, Testosteron im oberen Drittel. Ist der leicht erhöhte Estradiol-Wert bedenklich? Bin 44 Jahre/männlich.
Ergänzend ist noch zu sagen, dass auch das DHEA (s) im Vergleich zur letzten Messung gestiegen ist auf 4,15 mg/l Referenz: 0,89 - 4,3 mg/l, vorher 3,2 mg/l. Testosteron (s) 6,9 yg/l Referenz 2,8 - 8,0 yg/l. Testosteron hatte ich vorher noch nicht messen lassen.
Der gestiegene DHEA-Wert spricht eigentlich dafür, dass die Substitution von DHEA 25 mg ursächlich auch für den gestiegenen Estradiol-Wert ist. Denn Estradiol wird ja auch aus DHEA gebildet. Mich wundert nur, dass jetzt nach 2 Jahren plötzlich ein solcher Anstieg erfolgt ist. Andere externe Umstände haben sich eigentlich nicht verändert. Ernährung gleich, NEM gleich - Ausnahme seit September Johanniskrautpräparat zusätzlich, Sport gleich etc.
Den Internisten (Chefarzt Klinikum), den ich mal angerufen habe, reagierte sehr unwirsch und forderte, ich solle sofort "alles" absetzen und ich bräuchte mich ja nicht zu wundern, bei einer solchen unsinnigen und nicht erforschten Substitution.
@Ununheilig, was Du schreibst ist interessant, welches Johanniskraut Präparat nimmst Du?
@Prometheus, dass Johanniskraut eine derartige Wirkung hat lese ich heute zum ersten Mal. Ich nehme zur Zeit auch 2 Dragees niedrig dosiertes Johanniskraut (von dm) und habe auch beobachtet, dass ich nach längerer Einnahme leichter an Gewicht zulege. Wenn die Wage dann so ungefähr ein Kilo mehr anzeigt, lasse ich das Johanniskraut immer ein paar Tage weg und dadurch nehme ich dann schnell wieder ab.
ich nahm Laif 900, hatte aber sowieso vor, es wieder auszuschleichen. Keine nennenswerte Wirkung bemerkt, im Gegensatz zu meiner Frau.
Habe jetzt gelesen, dass Johanniskraut den Abbauprozess von Estradiol in der Leber sogar verstärkt und somit die Wirkung einer Estradiolsubstitution abschwächen würde. Bedeutet doch aber, dass durch Johanniskraut eher niedrigere Blutpegel von Estradiol zu erwarten wären?
vermutlich hast du recht damit, dass es durch Johanniskraut eher zu einem verstärkten Abbau der Hormone kommt. Ich hatte eben keine Zeit zur Recherche.
Johanniskraut hat unterschiedliche Auswirkungen auf das CYP 450-System:
Zahlreiche körpereigene Substanzen wie Gallensäuren, Nebennierenrindenhormone, Vitamin D und Sexualhormone bestehen aus einem Steroid-Grundgerüst. An der Herstellung dieser Substanzen ist Vitamin C als Co-Faktor bei Hydroxylierungsreaktionen notwendig. In der Folge dient Vitamin C zur Aktivierung der freigesetzten Hormone. Auch die Synthese von Adrenalin und Noradrenalin ist Vitamin C-abhängig.
Ein Vitamin C-Mangel kann dazu führen, dass bei der Frau der Zyklus ausfällt, beim Mann die Potenz geschwächt ist, Kinder langsamer wachsen, die Stressregulation gestört, das Immunsystem geschwächt und die Wundheilung verzögert wird.
Der hier dargestellte Überblick zum Vitamin C zeigt, dass die Stärkung des Immunsystems nur eine von vielen wichtigen Funktionen darstellt. Vitamin C ist ein unentbehrlicher Faktor im Stoffwechsel, in jeder einzelnen Zelle des Körpers.
Biologische Funktionen von Vitamin C
unentbehrlich für Kollagenbildung
Glykosaminoglykan-Synthese von Proteoglykanen Steroidsynthese Aufbau von Nebennierenrindenhormonen ..."
Hatte in den Tagen vor Messung der Hormonwerte Vitamin C hochdosiert zugeführt wegen einer Erkältung. Könnte eine Erklärung sein für die plötzlich höheren Werte. Leider wieder nur spekulativ.