Hier wird Blutdruck-Senkung angepriesen für 60 €/Monat: https://www.wellpursan.com/sangioton-ext...ASAAEgIbivD_BwE Ich möchte das keineswegs empfehlen, ich poste das nur wegen der Liste der Inhaltsstoffe. Bis auf Olivenblatt-Extrakt das ganz "normale" Programm. Hat jemand Erfahrungen mit Olivenblatt-Extrakt (Oleuropein)?
Auswahl wissenschaftliche Studien zu den Wirkstoffen in Sangioton® Extra: (1) Meininger/Wu: Arginine nutrition and cardiovascular function. Journal of Nutrition, S. 2626-2629, 2000 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11053497
(2) Daniel Menzel, Hermann Haller, Manfred Wilhelm, Horst Robenek: l-Arginine and B vitamins improve endothelial function in subjects with mild to moderate blood pressure elevation. In: European Journal of Nutrition. 5. November 2016, S. 1–12 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27817128
(3) Gonzales J. U, Raymond A, Ashley J, Kim Y. (2017). Department of Kinesiology and Sport Management. Texas Tech University, Lubbock, TX, USA. Experimental Physiology. Does l-citrulline supplementation improve exercise blood flow in older adults? www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28940638
(4) Ochiai, Masayuki, et al. "Short-term effects of L-citrulline supplementation on arterial stiffness in middle-aged men." International journal of cardiology 155.2 (2012): 257-261 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21067832
(5) Romero M, Toral M, Gómez-Guzmán M, Jiménez R, Galindo P, Sánchez M, Olivares M, Gálvez J, Duarte J., Antihypertensive effects of oleuropein-enriched olive leaf extract in spontaneously hypertensive rats, Food Funct. 2016 Jan;7(1):584-93. doi: 10.1039/c5fo01101a. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26593388
(6) Shargorodsky M et al., "Effect of long-term treatment with antioxidants (vitamin C, vitamin E, coenzyme Q10 and selenium) on arterial compliance, humoral factors and inflammatory markers in patients with multiple cardiovascular risk factors. Nutr Metab (Lond). 2010 Jul 6;7:5 www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20604917
(7) Geleijnse JM et al., "Dietary intake of menaquinone is associated with a reduced risk of coronary heart disease: the Rotterdam Study" J Nutr. 2004 Nov;134(11):3100-5. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15514282
Olivenöl gehört seit sehr langer Zeit zum Frühstück. Hoffe ohne Mineralöl. Ich kaufe ein regionales aus Italien (Region Bari, mit allen Siegeln :-)) 30 je Liter). Auf den Salat. Zusammen mit etwas Kokosöl, Omega3-Öl, D3 + K2-Tropfen, neuerdings A-Tropfen.
Kommentar Prometheus: Das auch die arterielle Hypertonie einen Einfluss auf die Epigenetik hat ist klar - weniger klar ist, welchen Einfluss sie hat und woran man ihn messen könnte. Ob - und wenn ja, wann - diese Marker im klinischen Alltag verwendet werden können, hängt davon ab wie teuer so eine Analyse in Zukunft ist und wie gut diese Marker zum Monitoring taugen.
Warum im Alter die Blutgefäße versteifen: Der Einfluss von Hypertonie
ZitatEine häufig auftretende Erkrankung im Alter ist die Hypertonie, ebenfalls bekannt als Bluthochdruck. Dabei handelt es sich um einen dauerhaft erhöhten Blutdruck der zu einer großen Belastung für die Blutgefäße führen kann. Doch warum kommt es im Alter vermehrt zu dieser Versteifung der Gefäße?
Die Ergebnisse dieser Studie sind von großer Bedeutung, da sie helfen die Mechanismen hinter der Versteifung der Blutgefäße im Alter besser zu verstehen. In Zukunft könnten gezielte Therapien entwickelt werden die darauf abzielen die Aktivität von YAP/TAZ zu erhöhen und damit den Versteifungsprozess zu verlangsamen oder gar aufzuhalten. Dadurch ließe sich das Risiko für Komplikationen wie Aneurysmen reduzieren und die Lebensqualität älterer Menschen optimieren.
High blood pressure? Supplementation with olive leaf extract reduces the risk of a heart attack
Supplementation with olive leaf extract lowers systolic blood pressure and blood triglyceride concentrations. According to a meta-study published in Diabetology & Metabolic Syndrome, people with hypertension in particular may benefit from these effects.
Nicht zu hoch und nicht zu niedrig Welche Blutdruckwerte im Alter empfohlen werden
ZitatViele ältere Menschen sorgen sich vor Bluthochdruck. Doch die wenigsten wissen: Ein zu niedriger Blutdruck kann sogar riskanter sein.
Allgemein empfohlene Zielwerte der Deutschen Hochdruckliga für Menschen ab 65 Jahren:
Systolisch (oberer Wert): 130 bis 139 mmHg Diastolisch (unterer Wert): 70 bis 79 mmHg
für hochbetagte Menschen (ab ca. 80 Jahren):
systolisch: 140 bis 150 mmHg diastolisch: 70 bis 80 mmHg
Bei sehr alten oder gebrechlichen Menschen liegt der Fokus auf einem ausreichend hohen systolischen Wert, um die Durchblutung von Gehirn, Nieren und Herz zu sichern.
Die hier genannten Blutdruckzielwerte sind für die Mehrzahl der älteren Patienten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu hoch. Große, randomisierte, kontrollierte Studien legen nahe, dass eine intensivierte antihypertensive Therapie Morbidität und Mortalität senkt.
Selbstverständlich sollte das Hypertonie-Managment individualisiert und engmaschig kontrolliert erfolgen, besonders bei älteren Menschen, bei denen Polypharmazie (Beispiel: https://flexikon.doccheck.com/de/Triple_Whammy), Komorbiditäten, individuelle Präferenz und verbleibende Lebenszeit das Kosten-Nutzen-Verhältnis beinflussen können.
Hypotonie ist üblicherweise weniger riskant als Hypertonie, auch für alte Menschen. Die Mehrheit würde von einer stärkeren Blutdrucksenkung - ob pharmakologisch oder durch Lebensstilmaßnahmen - profitieren.
Bedauerlicherweise scheint sich diese Erkenntnis in der Praxis schleppend durchzusetzen. Selbst alte Hausärzte nutzen zwar nicht mehr die Faustformel "Lebensalter + 100" wenn sie den systolischen Blutdruck einordnen, doch 140/90 mmHg wird fast universell als akzeptabel betrachtet. Der in Industriestaaten oft beobachtete Blutdruckanstieg mit zunehmendem Lebensalter ist keine physiologische Adaption, sondern vorrangig Ausdruck einer systemischen (vaskulären) Dysfunktion. Indigene Bevölkerungen zeigen, zumindest bis weit über das mittlere Lebensalter hinaus, keinen - oder lediglich einen geringfügigen- altersassoziierten Anstieg der Blutdruckwerte:
Blood pressure in four remote populations in the INTERSALT Study.
Auch alte Menschen, die kalorische Restriktion mit optimaler Nährstoffversorgung praktizieren (CRONies), haben Blutdruckwerte unter 110/70 mmHg (ohen Symptome einer Hypotonie). Meines Erachtens nach genügt die Evidenz um solche Blutdruckwerte als physiologisch aufzufassen.
Man darf ja auch nicht vergessen, dass ein niedriger Blutdruck im Alter das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet. Viele ältere Menschen leiden unter Tinnitus und der kann sich nachweislich bei schlechter Durchblutung verstärken. Auch kann ein zu niedriger Blutdruck zu trockenen und endzündeten Augen führen (ich spreche hier aus Erfahrung, mir hat das ein Professor für Augenheilkunde gesagt) auch das ist heute bekannt. Der Blutdruck kann auch auf zu niedrige Werte gesenkt werden, man kann einen älteren Menschen nicht grundsätzlich und in jeder Beziehung mit jungen Menschen vergleichen.
Der Blutdruck wird ja auch fast immer dauerhaft mit Medikamenten gesenkt, die alle viele Nebenwirkungen haben. Nicht wenige Menschen bekommen von blutdrucksenden Präparaten Wasser in den Beinen oder neigen unter der Einnahme zu Ödemen, dann müssen sie zwangsläufig wieder sogenannte Wassertabletten nehmen, die ebenfalls eine ganze Reihe an Nebenwirkungen haben. Aber auch wenn man von diesen beträchtlichen Nachteilen absieht, sehe ich es so, wie in dem von mir verlinkten Artikel geschrieben wurde.
Es gibt immer positive Studien zu Medikamenten, aber oft gibt es auch einige andere und mittlerweile auch Ärzte, die bei einem normalen Blutdruck davon absehen, Patienten blutdrucksenkende Präparate zu verordnen.
Ich habe mir das verlinkte Video zu Gemüte geführt und bin entsetzt, dass esoterische Sender wie QS24 via YouTube eine große Reichweite generieren und diesem "Professor" Thomas Rau eine Plattform bieten, auf der er seinen brandgefährlichen, wissenschaftsfeindlichen, approbationsentzugswürdigen Unfug zum Besten geben kann. Patientenleben scheinen eher nachrangig zu sein, doch es darf sich jeder durch eigene Recherchen ein Bild verschaffen (...).
Genug emotionalisiert. Inhaltlich werde ich nicht jede Falschaussage korrigieren (dafür gab es zu viele). Zum Wesentlichen: Dauerhafter Bluthochdruck ist keine gesunde Schutzfunktion des Körpers um Minderperfusion zu vermeiden. Das gilt selbst für den Goldblattmechanismus (https://flexikon.doccheck.com/de/Goldblatt-Mechanismus). Es handelt sich vielmehr um einen pathologischen Circulus vitiosus, der durch evidenzbasierte Therapien (Lebensstilmaßnahmen, Antihypertensiva) kausal durchbrochen werden kann.
Der arterielle Blutdruck ist das Produkt aus Herzminutenvolumen und totalem peripheren Widerstand. Beide Faktoren können durch Antihypertensiva addressiert werden. Beispielsweise senken Beta-1-Rezeptorblocker das Herzminutenvolumen durch kardiale Hemmung des Symphatikus und RAAS-Inhibitoren wirken vasodilatativ. Logischerweise gibt es kein Antihypertensivum, das keinen dieser Faktoren verändert. Damit ist auch die Aussage, dass entsprechende Medikamente - im Gegensatz zu nicht näher konkretisierten "alternativen Therapien"- das vegetative Nervensystem und die Mikrozirkulation nicht günstig beeinflussen könnten, falsch.
Jede therapeutische Blutdrucksenkung wirkt - egal ob sie durch Medikamente oder Lebensstilinterventionen (Beispiel einer von mir bevorzugten antihypertensiven Diät, siehe Dateianhang) erzielt wird - pathophysiologischen Prozessen (endotheliale Dysfunktion, Gefäßelastizitäsverlust, Nierenschädigung, etc.), die eine Hypertonie langfristig verstärken ursächlich, entgegen. Es muss - zumindest bei primärer Hypertonie - kein "verborgener" Grund gefunden werden.
Kardiovaskuläre Risikofaktoren wirken synergistisch. Auch eine Hypercholesterinäme sollte leitliningerecht behandelt und nicht - wie im Video geschehen - verharmlost werden. Lebensstilmaßnahmen können ausreichen, doch in therapierefraktären Fällen sind Statine oder andere zugelassene Cholesterinsenker wirksam und gut verträglich.
CRONos
hat folgende Dateien an diesen Beitrag angehängt
nun bin ich positiv überrascht, dass Du dieses Video angesehen hast (das Video ist schon älter und Dr. Thomas Rau ist bereits Professor, einige Mitglieder des Forums "verweigern" die Videos) und Emotionen spielen in diesen Fällen nur eine untergeordnete Rolle: wer heilt, hat Recht. In Deiner Praxis werden häufig Patienten mit weit fortgeschrittenem Bluthochdruck behandelt und hier ist Eile geboten: Medikamente (z.B. ACE Hemmer etc., Sartane schützen sogar die Gefäße). Ich kritisiere nur die sinkenden Grenzwerte, bei denen eine ursächliche Therapie viel größere Vorteile für die Patienten bietet. Übrigens wäre die Verordnung von Statinen ohne die Gabe von Q10 evtl. ein "Kunstfehler" (Dr. Kuklinski). Prof. Dr. Thomas Rau behandelt in seiner Klinik viele schwer kranke Patienten sehr erfolgreich (auch Krebspatienten) und bei einer schulmedizinischen Therapie werden die Patienten sehr fachkundig begleitet (hohe Erfolgsquote).
ZitatUS-Wissenschaftlern zufolge wirken sich Statine ungünstig auf die Gehirnfunktion aus. «Die Einnahme von Statinen führt nicht nur dazu, dass die Cholesterolsynthese in der Leber blockiert wird. Die Lipidsenker können auch ins Gehirn gelangen und reduzieren dort die Bildung des Steroids», sagte Professor Dr. Yeon-Kyun Shin von der Iowa State University. Das wirke sich negativ auf die Ausschüttung von Neurotransmittern aus, was infolgedessen die Gedächtnisleistung reduziere. Shins Studienergebnisse werden diesen Monat im Fachjournal «Proceedings of the National Academy of Sciences» veröffentlicht. In seinen Experimenten hatte der Wissenschaftler die Neurotransmitter-Ausschüttung in Gehirnzellen in beziehungsweise ohne Anwesenheit von Cholesterol verglichen. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass in Zellen, denen Cholesterol zur Verfügung stand, die Proteinfunktion fünfmal höher war.
ZitatMan darf ja auch nicht vergessen, dass ein niedriger Blutdruck im Alter das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet.
Da klingt zwar plausibel, dürfte jedoch, insbesondere bei Patienten ohne hochgradige stenosierende Gefäßprozesse, nicht der Fall sein. Eine antihypertensive Therapie ist bei alten Patienten nicht mit einer reduzierten Gehirndurchblutung assoziiert:
Effect of Antihypertensive Treatment on Cerebral Blood Flow in Older Adults: a Systematic Review and Meta-Analysis
Es verhält sich vermutlich eher so, dass ein erhöhter Blutdruck, den cerebralen Blutfluss verringert und damit eine Schädigung der weißen Substanz auslöst:
Association of Blood Pressure, White Matter Lesions, and Regional Cerebral Blood Flow
Solche Strukturveränderungen gehen mit kognitiven Einschränkungen einher und es gibt Hinweise dafür, dass eine intensive Blutdrucksenkung (systolisch < 120 mmHg) deren Auftreten entgegenwirkt:
Clinical trials in vascular cognitive impairment following SPRINT-MIND: An international perspective
Letzlich bleibt die Entscheidung für oder gegen eine antihypertensive Therapie eine individuelle Angelegenheit. Alte Menschen könnten profitieren, aber größere Effekte wird man durch frühere Interventionen erzielen, weil Risikofaktoren lebenslang einwirken. Hypertonie ist schon im Kindes- und Jugendalter mit kognitiven Defiziten vergesellschaftet:
Blood Pressure and Cognitive Function in Children and Adolescents
All das spricht dafür, es durch Lebensstilmaßnahmen erst gar nicht zum Auftreten prognostisch nachteiliger Blutdruckwerte oder gar einer Hypertonie kommen zu lassen. Tritt eine solche dennoch auf, sollten pharmakotherapieassoziierte Befindlichkeitsstörungen (Tinnitus, dicke Beine, etc.) sachlich gegen die gesundheitlichen Vorteile abgewogen werden und nicht zum Therapieabbruch führen. Viele Hypertoniker sind so adaptiert, dass eine zu rasche, starke Blutdrucksenkung das Wohlbefinden kurzfristig verringern kann, wohingegen die Hypertonie selbst häufig über viele Jahre symptomlos bleibt. Das erklärt die oft mangelnde Therapieadhärenz. Eine Anpassung der Medikation ist üblicherweise möglich.
ZitatEs gibt immer positive Studien zu Medikamenten, aber oft gibt es auch einige andere und mittlerweile auch Ärzte, die bei einem normalen Blutdruck davon absehen, Patienten blutdrucksenkende Präparate zu verordnen.
Deshalb wird versucht die Gesamtheit der Evidenz zu berücksichtigen. "Normal" ist ein rein statistisches Konzept. Für die Verlängerung der Gesundheits- und Lebensspanne geht es um optimale Werte (diese können durchaus "anormal" sein). Ärzte sollten dies in ihren Empfehlungen mMn stärker berücksichtigen.
die Kritik richtet sich nicht gegen die Behandlung von weit fortgeschrittenem Bluthochdruck, sondern gegen die zunehmende Reduzierung der Grenzwerte (die Genetik des Menschen hat sich in so kurzer Zeit nicht wesentlich geändert). Dass die Patienten immer jünger werden, wird mit großer Wahrscheinlichkeit vom Lebensstil verursacht und hier wäre eine langfristige ursächliche Therapie sehr erfolgversprechend, um die weitere Verbreitung der sog. "Zivilisationskrankheiten" einzudämmen.
die Kritik richtet sich nicht gegen die Behandlung von weit fortgeschrittenem Bluthochdruck, sondern gegen die zunehmende Reduzierung der Grenzwerte (die Genetik des Menschen hat sich in so kurzer Zeit nicht wesentlich geändert). Dass die Patienten immer jünger werden, wird mit großer Wahrscheinlichkeit vom Lebensstil verursacht und hier wäre eine langfristige ursächliche Therapie sehr erfolgversprechend, um die weitere Verbreitung der sog. "Zivilisationskrankheiten" einzudämmen.
Gestern gesund, heute Patient Gewicht, Blutdruck, Cholesterin: So machen uns neue Grenzwerte plötzlich krank
ZitatViele Grenzwerte – etwa für Cholesterin oder den Blutdruck – haben sich in den letzten Jahren verändert. Dadurch haben heute Menschen Bluthochdruck, die früher als völlig gesund galten. Wir erklären, warum und wann Sie sich wirklich Sorgen machen müssen.
Ob Blutzucker, Blutdruck, Blutfette oder Gewicht: Kaum ein Grenzwert, der die Grenze zwischen gesund und krank(haft) definieren soll, ist heute noch identisch mit den Normwerten vergangener Tage.
Das hat zum einen etwas mit neuen Erkenntnissen aus klinischen Studien zu tun. Zum anderen vermuten Kritiker hier den Einfluss der Pharmaindustrie auf die ärztlichen Fachgesellschaften. „Es gibt oft keine seriösen oder korrekt durchgeführten Studien, die belegen, dass eine solche Normwert-Senkung das Leben verlängert oder vor Erkrankungen schützt“, kritisiert der Heidelberger Arzt Gunter Frank.
Experten kritisieren die Absenkung der Normwerte „Nehmen wir etwa ein leichtes Übergewicht bei ansonsten gesunden älteren Menschen: Das müsste man eigentlich Idealgewicht nennen, da Mollige seltener nach Operationen oder vorzeitig durch Krankheiten sterben. Stattdessen erhalten die Leute fragwürdige Ernährungs-Tipps und Medikamente.“
Der Arzt sieht die Absenkung vieler Grenzwerte kritisch. Seine Vermutung: „Mithilfe neuer Normwerte zaubert man neue Patienten – und Abnehmer von Medikamenten aus dem Hut.“
hier kann ich nur zustimmen, aber es gibt eine kleine Einschränkung: der Langzeitblutzucker sollte im Idealfall < 5 Prozent betragen, damit die Proteine nicht verzuckern (weniger AGE durch gesunde Ernährung). Die Grenzwerte waren in der Vergangenheit ausreichend niedrig, wenn man auf niedrige Insulinwerte im Blut achtet (z.B. Low Carb Ernährung mit viel Gemüse, Eiweiß und gesunden Fetten). Cholesterin sinkt u.a. durch eine gesunde Ernährung, Sport und weniger oxidativen Stress. Prof. Dr. Thomas Rau (Schweiz) hat im Video bereits auf eine verbesserte Mikrozirkulation zur Blutdrucksenkung hingewiesen (z.B. Magnesium je nach Vollblutwert bzw. > 1 mmol/l im Blut, Stressreduktion sowie Aktivierung des Vagusnervs: Senkung des Adrenalin/Cortisol Verbrauchs, in Schweren Fällen evtl. Ozontherapie, Dr. Wiechert/Bremen: Therapiekontrolle mittels Kapillarmikroskop etc.) und die Medikamente können während der Therapie bei Bedarf weiterhin eingenommen bzw. in kleinen Schritten reduziert werden.
If your blood pressure is too high, a diet rich in apples can almost halve your risk of premature death, Chinese epidemiologists report in Frontiers in Nutrition.
Die Arbeit legt nahe, dass eine beschleunigte epigentische Alterung als Biomarker helfen könnte, Hypertoniepatienten mit erhöhtem Risiko für Komplikationen zu identifizieren, etwa um Lebensstilinterventionen gezielter einzusetzen. Die Autoren regen an, künftig eher klinisch gemessene als selbst berichtete Hypertonie zu verwenden und zu prüfen, ob eine Reduktion der EAA die Prognose bei Hypertonie verbessert.
Ich habe gerade (19.30 Uhr) meinen Blutdruck gemessen, weil ich heute wieder so müde bin. Der erste Wert lag bei 135/66 Puls 67 und der zweite 130/67 Puls wieder 67. Ich nehme nun morgens zum Kaffee häufig eine Coffein Kapsel, damit ich besser in Schwung komme. Kennt jemand ein pflanzliches Mittel, das den Blutdruck etwas erhöht?