Softdrinks verkürzen die Telomere, wenn sie sowohl Zucker wie auch Kohlensäure enthalten. Mit Süßstoffen oder ohne Kohlensäure verhalten sie sich in dieser Hinsicht neutral, reine Fruchsäfte verlängern dagegen die Telomere leicht. Zumindest in einer Nicht-Placebo-kontrollierten Recall-Studie.
Zitat von Scout im Beitrag #654Softdrinks verkürzen die Telomere, wenn sie sowohl Zucker wie auch Kohlensäure enthalten. Mit Süßstoffen oder ohne Kohlensäure verhalten sie sich in dieser Hinsicht neutral, reine Fruchsäfte verlängern dagegen die Telomere leicht. Zumindest in einer Nicht-Placebo-kontrollierten Recall-Studie.
Zitat von La_Croix im Beitrag #655 Hat jemand eine Erklärung, warum Zucker nur mit Kohlensäure, die Telomere verkürzen soll?
Vermutlich durch die von Softdrinks hervorgerufenen Entzündungsreaktionen:
Low to moderate sugar-sweetened beverage consumption impairs glucose and lipid metabolism and promotes inflammation in healthy young men: a randomized controlled trial http://ajcn.nutrition.org/content/94/2/479.short
Der hs-CRP-Wert hat sich in der Studie ungefähr verdoppelt! Und das durch gerade einmal 600ml Getränk, also weniger als zwei kleine Dosen mit Softdrinks!
Zitat von Scout im Beitrag #657Aber es ging doch gerade um die Kohlensäure. ohne diese verkürzten sich bei Zückergetränken die Telomere ja gerade nicht, mit CO2 dagegen schon.
Die Autoren der Studie diskutieren, dass die Studienteilnehmer die kohlensäurefreie Softrdinks konsumieren, einen deutlich geringeren Konsum hatten (ca. alle Tage einen Softdrink!). Zu gering, um schon eine Assoziation zu den Telomerlängen zu zeigen?
ZitatThe lack of association might be attributed to the large degree of heterogeneity in sugar content across beverages. In the study population, the average consumption of noncarbonated SSBs (0.3 servings/day) was substantially lower than the average consumption of sugar-sweetened sodas
Danke Scout für die Studie, ich finde die Daten sind wirklich aufschlussreich! (Trotzem im Hinterkopf behalten: Assoziation ist noch keine Kausalität!)
Zitat von Scout im Beitrag #4Aber es ging doch gerade um die Kohlensäure. ohne diese verkürzten sich bei Zückergetränken die Telomere ja gerade nicht, mit CO2 dagegen schon.
Die Autoren der Studie diskutieren, dass die Studienteilnehmer die kohlensäurefreie Softrdinks konsumieren, einen deutlich geringeren Konsum hatten (ca. alle Tage einen Softdrink!). Zu gering, um schon eine Assoziation zu den Telomerlängen zu zeigen?
Ok, dann ist ja doch einfach nur Zucker der Übeltäter... Das erscheint mir auch logisch.
Vielleicht ist doch das CO2 schuld an Telomerverkürzung, weil es zu mehr Kalorienaufnahme führt?
Studie: Macht Kohlensäure dick? Fett und Zucker gelten als Dickmacher. Auch Bewegungsmangel sorgt für überschüssigen Speck. Forscher attestieren nun auch der Kohlensäure ein dickmachendes Potenzial.
Zitat Dieses Studienergebnis kommt überraschend: Kohlensäure kann zur Gewichtszunahme beitragen, wie Forscher herausgefunden haben. Veröffentlicht wurde die Untersuchung im Obesity Research and Clinical Practice Journal. Den Erkenntnissen der Wissenschafter liegen ein Experiment mit Mäusen und eines mit Menschen zugrunde. Die Erhebungen fanden unter der Leitung von Johnny Stiban, Professor für Biologie und Biochemie an der palästinensischen Universität Bir Zait, statt. Hungerhormon erhöht
In einem ersten Schritt wurden männliche Ratten vier Untersuchungsgruppen zugeteilt. Je nach Gruppenzugehörigkeit bekamen die Ratten Leitungswasser, Limonade mit Kohlensäure, ein Zuckergetränk ohne Kohlensäure und eine Diät-Limonade mit Kohlensäure und Süßstoffen statt Zucker. Der Konsum der Ratten wurde nicht kontrolliert, sie konnten so viel trinken, wie sie wollten. Nach einem Jahr folgte die Bestandsaufnahme. Es zeigte sich, dass die Ratten die Kohlensäure zu sich nahmen, schneller zugenommen hatten als die Ratten aus den anderen Gruppen. Auch die Leberfettwerte der Leber waren erhöht.
Verantwortlich für die Gewichtszunahme sind aber nicht etwa Kalorien, die Kohlensäure an sich ja gar nicht besitzt, sondern eine Reaktion des Organismus auf die Kohlensäure. So konnten die Forscher nachweisen, dass Kohlensäure den Ghrelin-Spiegel im Blut der Ratten ansteigen ließ. Ghrelin wird im Volksmund als Hungerhormon bezeichnet (mehr dazu hier) und wird mit einem gesteigerten Appetit in Verbindung gebracht. Auch nach einer durchzechten Nacht mit wenig Schlaf sind die Ghrelin-Werte im Körper erhöht, was wiederum zum klassischen Katerhunger führt.
In einem Testverfahren mit 20 männlichen Studenten wurden ebenfalls gesteigerte Ghrelin-Werte durch den Konsum von kohlensäurehaltigen Getränken nachgewiesen. Ob man durch Kohlensäure aber tatsächlich zunimmt, ist dennoch fraglich. Um dies zu klären seien weitere Studien notwendig.
#7 Die Überschrift ist etwas "reißerisch". Nein, Kohlensäure macht ebensowenig dick wie Hormone oder Tabletten. Nahrung in Verbindung mit Bewegungsmangel macht dick. Wenn man gedankenlos jedem kleinen Hunger nachgibt und garnicht registriert, dass man schon wieder was gegessen hat, wird man dick. Man sollte Nahrung genauso bewußt aufnehmen wie man Tabletten schluckt. Da liest man den Beipackzettel und achtet genau darauf, dass Menge und Zeit stimmen. Warum liegt der Pralinenschachten kein Beipackzettel bei? Es geht letztlich um das bewusste Handeln, auch bei der Kalorienzufuhr. Wenigstens sollte man die Gesamtsumme im Auge behalten. Manche Leute können nicht mit Geld umgehen, aber noch viel weniger Leute mit Kalorien.
Abgesehen davon, ist das Thema CO2 dennoch interessant, denn es geht um Wasser (siehe Thread). Wie verändert CO2 die Wassereigenschaften? Wie wechselwirkt CO2 mit Geweben bzw. Zellen, mit denen es in Kontakt kommt? Der Druck der Bläschen könnte wegen der geringen Fläche hoch sein.
Zitat Abgesehen davon, ist das Thema CO2 dennoch interessant, denn es geht um Wasser (siehe Thread). Wie verändert CO2 die Wassereigenschaften? Wie wechselwirkt CO2 mit Geweben bzw. Zellen, mit denen es in Kontakt kommt? Der Druck der Bläschen könnte wegen der geringen Fläche hoch sein.
Also, wenn man bedenkt, dass in allen Geweben unseres Körpers ständig CO2 gebildet wird, scheint mir persönlich da doch die Erhöhung des Hormons Ghrelin etwas entscheidender zu sein... Ob es wirklich zielführend ist darüber zu spekulieren, ob CO2 irgend welche quantenphysikalischen Eigenschaften des Wassers verändern könnte?
Icxh bin aus eigener Erfahrung sicher, dass der Hunger aufhört, wenn man ihm nicht nachgibt. Der Körper stellt sich um, wenn man die Nahrungszufuhr reguliert. Hunger ist oft auch "toxischer" Hunger, der überhaupt nicht auf dem Fehlen von Nahrung, insbesondere Glucose resultiert. Besonders deutlich nach dem Genuss von süßen Getränken, z.B. Cola. Ein bisschen ein Suchverhalten. Wenn man das nicht erkennt und bewußt gegensteuert, wird man natürlich Opfer des hormonellen Spiels, hervorgerufen durch eher unnatürliche Zufuhr.
Zum Thema Wasser und CO2-Bläschen kann ich nicht wirklich was sagen, habe ich bisher nicht gesucht. Ich habe mal etwas gelesen zum erheblichen Druck der Bläschen (schon lange her). Und dann kam mir die Veränderung der Wassereigenschaften an den Grenzflächen in den Sinn. Wie gesagt, man müsste das mal gezielt suchen. Bisher gefunden habe ich nur etwas über Elektronen-Angereicherten Wasserstoff, über H2 und Sauerstoff im Wasser.
das ist doch aber nicht gesund, dem Hunger nicht nachzugeben? Damit kann man seinem Körper auch schaden. Softdrinks und Brausen sollten nun mal einfach als eine Süßigkeit genossen werden. Wenn man sich daran hält, ist das schon ganz gut, denke ich.
"das ist doch aber nicht gesund, dem Hunger nicht nachzugeben?"
Inwiefern sollte es nicht gesund und evolutionär sinnvoll sein, Hunger nicht immer sofort nachgeben (zu können)? Wie sollten sonst Autophagie oder Mitophagie deiner Meinung nach funktionieren, wie die HGH oder BDNF-Ausschüttung optimiert werden?
Ach ja, der Kühlschrank ist gerade mal etwas über 100 Jahre alt...
Zitat von Bäumeumarmer im Beitrag #11das ist doch aber nicht gesund, dem Hunger nicht nachzugeben? Damit kann man seinem Körper auch schaden. Softdrinks und Brausen sollten nun mal einfach als eine Süßigkeit genossen werden. Wenn man sich daran hält, ist das schon ganz gut, denke ich.
Bis noch vor kurzer Zeit kannten auch die Menschen z. B. in Deutschland zumindest temporär Hunger (Mißernten waren häufiger als man sich heute vorstellen kann), die Nahrungsauswahl im Vergleich zu heute eher sehr mager. Diese Menschen waren in der Masse schlank, zäh, haben lange Zeit des Tages und des Lebens zumeist körperlich hart gearbeitet und besaßen eine heute nicht mehr übliche körperliche Konstitution und waren hart im Nehmen (Witterung, körperliche und psychische Belastungen, Hungersnöte usw.) , und das nicht nur die ländliche Bevölkerung. Geschadet hat das offensichtlich nicht.
Und ich wage zu behaupten, daß der menschliche Organismus evolutionär auch genetisch so veranlagt ist, zumindest kurzzeitige Hungerphasen nicht nur irgendwie zu überstehen, sondern daraus auch Nutzen zu ziehen.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #8#7 Die Überschrift ist etwas "reißerisch". Man sollte Nahrung genauso bewußt aufnehmen wie man Tabletten schluckt. Da liest man den Beipackzettel und achtet genau darauf, dass Menge und Zeit stimmen.
Zwar etwas off Topic, aber nachdem meine Mutter vom Kardiologen wieder einen Cholesterinsenker verschrieben bekam, ging sie in die Apotheke und sagte dort, das sie jetzt das neue Medikament abholt, dann den Beipackzettel durchliest und sich danach entschliessen wird, die Tabletten nicht zu nehmen. Da sagte ihr die Apothekerin darauf "den Beipackzettel darf man nie durchlesen".
Um nicht missverstanden zu werden: Ich wollte nur sagen, dass man Nahrung "schluckt", ohne die Wirkung zu hinterfragen, aber bei Tabletten zumindest mal schaut, was man da nimmt. Ich folge da Tim Ferris, der das alles unter dem Begriff "Intake" summiert. Das wird jetzt die Gourmets schrecken, aber aus biochemischer Sicht stimmt es. Dass es auch eine psychologische Komponente gibt, ist mir schon klar.
Ich nehme keine pharmazeutischen Mittel, nur bestimmte Ergänzungsstoffe. Statine sind eines meiner Spezialthemen, da gibt es eine Menge Literatur. Ich staune, dass man das schon anhand des Beipackzettels ablehnt. Steht da was drin, was zur Ablehnung führt? Ich musste dazu mehr lesen, um zu erkennen, dass es nicht gut ist.
Satine sind auch mein Spezialthema. Aber wenn ein Patient mit einem HDL von zirka 95, einem LDL von zirka 150 und einem LP(a) von über 350 zum Arzt geht, fällt denen nicht mehr ein als Satine zu verschreiben. "Sie spielen mit ihrem Leben wenn sie die nicht nehmen" waren die Worte des Arztes.
Limonade zum Essen schadet doppelt Süßes Getränk hemmt Fettabbau und verstärkt den Hunger auf Fettiges "Pfundiger" Nebeneffekt: Wenn wir Limonade zum Essen trinken, dann kann dies auf doppelte Weise Übergewicht begünstigen. Zum einen hemmt das zuckerhaltige Getränk die Fettverbrennung und fördert so das Anlagern von Fettpölsterchen. Zum anderen verstärkt die Limonade zur Mahlzeit den Appetit auf noch mehr Essen – obwohl wir satt sind, haben wir Lust auf Deftiges, wie ein Experiment belegt.
ZitatDie Versuchspersonen bekamen jeweils zwei Mahlzeiten in der Messkammer, bei einem Besuch mit 15 Prozent Proteingehalt und beim anderen mit 30 Prozent. Der Kaloriengehalt aller Mahlzeiten war jedoch gleich. Zu einer Mahlzeit gab es eine zuckerhaltige Limonade, zur anderen nicht. Anschließend werteten die Forscher aus, wie sich Stoffwechsel, Hungergefühl und Kalorienverbrennung entwickelten.
Fettverbrennung reduziert Das Ergebnis: Die Limonade machte sich nicht nur wegen ihres Zucker- und Kaloriengehalts bemerkbar, sie beeinflusste auch die Verdauung der Mahlzeit. Wie die Forscher feststellten, verringerte der Softdrink den Fettabbau um immerhin rund acht Prozent. Dadurch wurden bei der 15-prozentigen Proteinmahlzeit sieben Gramm weniger Fett verbrannt, bei der 30-prozentiger gut zwölf Gramm.
"Wir waren überrascht, welch großen Einfluss die zuckerhaltigen Getränke auf den Stoffwechsel hatten, wenn sie mit proteinhaltigen Mahlzeiten kombiniert wurden", sagt Casperson. "Rund ein Drittel der zusätzlichen Kalorien aus diesen Getränken wurde dadurch nicht verbrannt und der Körper benötigte zudem weniger Energie, um das Essen zu verdauen."
Mehr Hunger auf Deftiges Und noch ein Effekt trat auf: Tranken die Probanden Limonade zum Essen, fühlten sie sich weniger satt und verspürten früher wieder Hunger. "Die Kombination erhöhte ihren Appetit auf deftige und salzige Speisen", berichtet Casperson. "Diese Wirkung hielt bis rund vier Stunden nach dem Essen an." Das bedeutet: Obwohl wir eigentlich satt sind, bekommen wir direkt nach einer proteinreichen Mahlzeit plus Limonade Lust auf fettreiche, salzige Kost – nicht gerade figurschonend oder gesund.