Getreide haben ja bei vielen auf Gesundheit bedachten Menschen einen schlechten Ruf. Die Paleo-Bewegung hat dazu auch einiges beigetragen.
Allerdings, tut man den Getreiden wohl unrecht. Zumindest als Vollkornprodukte, sind sie für die meisten Menschen wohl durchaus gesund.
Wenn bei Weizenprodukten etwa die Keime enthalten sind, nimmt man einiges an Spermidin mit auf. Mit der Schale, nimmt man Ballaststoffe auf, die die Gallensäure binden, wodurch die Leber neue bilden muss und dabei Cholesterol verbraucht. Der Cholesterinspiegel sinkt in folge. Die Ballaststoffe, dienen auch Darmbakterien als Nahrung, die Buttersäure herstellen und auf vielfältige Weise Immunmodulierend wirken. Ganz zu schweigen, von den relativ großen Mengen an B-Vitaminen und Mineralstoffen, in Vollkornprodukten!
Das sind alles Fakten, die mich schon länger daran zweifeln ließen, das Getreide generell schädlich für Menschen sein soll.
Gerade gab es eine größe Metastudie, die auch eine wirkliche Lebensverlängerung durch den größeren Verzehr von Vollkornprodukten nachgewiesen hat. Alle Todesarten, die mit dem Alter zunehmen, wurden durch den zusätzlichen Verzehr von Vollkornprodukten unwahrscheinlicher.
Vollkorn: Je mehr, desto besser? Vollkorn kann einer aktuellen Studie zufolge vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Infektionen schützen. Demnach helfen schon kleine zusätzliche Portionen.
ZitatIn einer im "British Medical Journal" veröffentlichten Metaanalyse hat ein internationales Forscherteam aus Norwegen, Großbritannien und den USA insgesamt 45 Studien mit unterschiedlichen Krankheitsschwerpunkten ausgewertet, in denen es um die schützende Wirkung von Vollkornprodukten ging. Die Ergebnisse:
Wer statt gar keinem Vollkorn täglich 90 Gramm zu sich nimmt, senkt sein Risiko um 19 Prozent, an einer koronaren Herzkrankheit zu erkranken. Eine klare lineare Verbindung zwischen konsumierter Menge und schützender Wirkung ließ sich den Forschern zufolge nicht erkennen. Beim Verzehr von raffiniertem Mehl oder Weißbrot gab es keine Unterschiede.
Auch das relative Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten reduzierte sich um 22 Prozent für jene Konsumenten, die 90 Gramm täglich zu sich nahmen, und das allgemeine Risiko, an Krebs zu erkranken, reduzierte sich um 15 Prozent - jeweils im Vergleich zu jenen, die gar kein Vollkorn aßen.
Anhand der Daten ließ sich auch erkennen, dass die Gefahr, frühzeitig an Infektionskrankheiten , Diabetes und Atemwegserkrankungen zu sterben, durch Vollkornmahlzeiten abnahm.
Vollkorn schützt vor chronischen Krankheiten Vollkorn ist gesund? Ja! Das belegt nun auch eine aktuelle Studie: Je mehr Vollkorn man isst, desto geringer ist das Risiko an Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Diabetes zu erkranken.
Es zeigte sich: Wer mehr Vollkorn isst, hat ein geringeres Risiko an schweren Leiden wie Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken. Auch das Risiko an Schlaganfällen, Diabetes oder Lungenkrankheiten zu sterben, sank. Das fanden Forscher des Imperial College London in einer Studie heraus, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Ernährungsempfehlung
"Unsere Ergebnisse unterstützen Ernährungsempfehlungen für die Bevölkerung, den täglichen Konsum von Vollkornprodukten zu erhöhen, um so das Risiko eines vorzeitigen Todes zu senken", sagt Studienautor Dagfinn Aune. Der größte Nutzen wurde bei Menschen beobachtet, die ihren Konsum von kein Vollkorn auf 32 Gramm Vollkornmehl (oder 60 Gramm eines Vollkornprodukts) pro Tag gesteigert haben.
In Zahlen drückte sich die Risikoreduktion so aus: Das Herz-Kreislaufrisiko sank um 22 Prozent, die Sterblichkeit durch einen Schlaganfall um 14 Prozent, durch Krebs um 15 Prozent, durch eine Lungenkrankheit um 22 Prozent und durch Diabetes sogar um 51 Prozent - und das bei einem täglichen Konsum von 90 Gramm an Vollkornprodukten pro Tag. Vollkornbrot und Müsli
Die Produkte, die dabei gegessen wurden, waren vor allem Vollkornbrot und Vollkorn-Müsli. Die Empfehlung der Autoren lautet: "Man sollte seinen Konsum von Vollkornprodukten steigern und so oft wie möglich Vollkornprodukte statt Weißmehl-Produkten wählen."
Vollkorn beugt Diabetes, Bluthochdruck und Krebs vor Vollkorn steckt voller Ballaststoffe, Vitamine, Öle und Mineralstoffe. Wie gesund das Getreide tatsächlich ist, haben Forscher nun analysiert. Sie nahmen 14 Studien mit mehr als 750.000 Teilnehmern unter die Lupe. Wer 50 Gramm Vollkorn am Tag aß, senkte sein Risiko für bestimmte Krankheiten.
ZitatVollkorn ist gesund. Aber wie gesund, das fasst erst jetzt eine aktuelle Metaanalyse zusammen.
Wer täglich eine Portion Vollkorn isst, der verringert sein Sterberisiko für die folgenden sechs Jahre um sieben Prozent. Eine Portion sind 16 Gramm, also beispielsweise zwei gut gehäufte Esslöffel Vollkornflocken.
Die Wahrscheinlichkeit eines Herz-Kreislauf-Todes verringert sich um neun Prozent. Die eines Krebstodes um fünf Prozent.
Mehr Vollkorn, mehr Nutzen für die Gesundheit
Einen noch deutlicheren Zusammenhang fanden die Forscher für einen höheren täglichen Verzehr von Vollkornprodukten.
Wer täglich drei Portionen Vollkorn – 48 Gramm – isst, verringert sein Gesamt-Sterberisiko mindestens für die folgenden sechs Jahre um 20 Prozent. Das Risiko eines Herz-Kreislauf-Todes sinkt um 25 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, infolge einer Krebserkrankung zu sterben, verringert sich um 14 Prozent.
Nachteil von Getreiden, sind natürlich der hohe Methionin-Gehalt des Eiweiß und der hohe Omega-6 Fettsäure Gehalt.
Allerdings, glaube ich nicht, dass man Getreide so verteufeln sollte, wie es viele tun. Wer nicht gerade eine Allergie gegen einen Inhaltstoff hat, sollte Vollkorngetreide ruhig in seine Ernährung einbauen.
Zu meiden ist ausschließlich stark raffiniertes Getreide.
Ja aber die "Glycemic load per serving" ist etwas niedriger. Ich mag Brot! Und ich esse es weiter egal was geschrieben wird. Butter ist ja auch wieder "gesund" obwohl die Magarinenwerbung mal etwas anders behauptete. Meine Mutter isst nur Magarine, wegen der damaligen Werbung.
Zitat von jayjay im Beitrag #3Ja aber die "Glycemic load per serving" ist etwas niedriger. I
Das verstehe ich nicht-- wenn der Index identisch ist kann eine unterschiedliche Last nur aus einer unterschiedlichen Portionsgröße resultieren- also 50 Gramm Vollkornbrötchen gegen 70 Gramm Kaisersemmel. Das ist aber kein Vergleich!
Zitatich esse auch viel Brot..mehr Vollkorn als Weizen.
Du meinst Weizen-Vollkorn? Weil "Vollkorn" ist ja kein Getreide an sich sondern nur ein Überbegriff für die Zubereitungsart von Getreiden.
Das verstehe ich nicht-- wenn der Index identisch ist kann eine unterschiedliche Last nur aus einer unterschiedlichen Portionsgröße resultieren- also 50 Gramm Vollkornbrötchen gegen 70 Gramm Kaisersemmel. Das ist aber kein Vergleich!
Hallo Scout,
ich glaube, und ich schau jetzt nicht auf Wiki nach, der glykämische Index vergleicht die Kohlenhydrate der Speisen miteinander. Also 100g Traubenzucker gegen z.B. 100g Apfel-Kohlenhydrat. Oder das normale Mehl-Kohlenhydrat mit Vollkornmehl-Kohlenhydrat, was ja identisch ist. Aber auf eine Portion bezogen ist dann ein Unterschied, weil ja weniger Kohlenhydrate im Volkornmehl sind. Ich denke der Glykämische Index ist sehr Theoretisch und nicht Praxisfreundlich.
Mein aus dem "Kopf Wissen" kann natürlich auch fehlerhaft sein.
wir essen (als Brot) fast ausschließlich Vollkornbrot, nur bei wenigen Gerichten oder im Hotel im Urlaub zum Salat etc. auch mal etwas Baguette. Beim Vollkornbrot versuchen wir möglichst unterschiedliche Brotsorten zu bekommen. Auf das morgendliche Müsli wollen wir auch nicht verzichten, haben aber Fertigmüsli ersetzt durch eine eigene Mischung aus Dinkel- und Haferflocken, den Anteil aber reduziert und den frischer Früchte deutlich erhöht.
Also, ich bin ja im Moment etwas auf der Suche. Seit 9 Jahren überzeugter Low-Carbler mit positiven Effekten nach der Umstellung auf Low Carb (Gewichtsabnahme, deutliche Zunahme an Fitness, kaum noch Unterzuckerungen etc). Aufgrund von relativ hohem Homocystein (schon im Homocystein-Thread diskutiert) nunmehr der Versuch: Unter der Woche Vegan, Mittwoch und Samstag Low Carb. Dabei habe ich als Low Carbler logischerweise insbesondere beim Konsum von Vollkornprodukten, aber auch bei Kartoffeln u. Reis ein schlechtes Gewissen.
Beim Ansehen des obigen ersten Videos dachte ich zunächst, Strunz hat also doch Recht. Vollkornbrot ist genauso schlecht wie Weißbrot. Das Ergebnis änderte sich jedoch offensichtlich dann, wenn Vollkornbrot mit ganzen Körnern gegessen wurde. Liegt das nun an den ganzen Körnern, oder war das erste gemahlene Vollkornbrot gar kein richtiges Vollkorn, sondern eher gefärbtes Weißmehl?
Die Veganer-Szene (Dr. Jakobs etc.) preisen ja insbesondere Vollkornprodukte als einen sehr wichtigen Bestandteil einer gesunden Ernährung.