Eine Bekannte, die eine Ausbildung zur Krankenpflegerin machte, hat mir mal gesagt, dass es einen Stoff geben würde, der die Wirkung von Koffein blockiert.
Ich habe mir den Namen der Substanz nicht genau gemerkt und habe jetzt mal versucht raus zu finden, welcher Stoff dies ist. Allerdings habe ich leider bei meiner Suche nichts gefunden, was eine solche Wirkung hat...
Es war eine Wirkstoff, den man anscheinend in der Apotheke kaufen konnte, den sie hatte damals etwas davon gerade gekauft, so sind wir zufällig darauf zu sprechen gekommen. Sie würde es nutzen, um nach einem Nachmittag mit zu viel Kaffee einschlafen zu können.
Hat jemand eine Ahnung, welcher Stoff das gewesen sein könnte? Oder ist sie da einfach nur einer Falschinformation aufgesessen und dieser Stoff hatte gar keine Wirkung in die Richtung?
Dann fallen mir Adsorbentien (wie Kohle, Zeolith ...) ein, Muskat, Kardamom und Natriumhydrogencarbonat "gleichen" ein wenig aus, Milch scheint dahingehend wirksam, aber keinesfalls! ratsam zu sein, Alkohol ebenfalls nicht anzuraten ...
Da Koffein die Rückresorption von Wasser zu hemmen scheint, ist der alte Brauch, ein Gläschen H2O zum/nach dem Käffchen zu nehmen, ein guter.
Die These, dass Koffein den Flüssigkeitshaushalt beinflusst, also dehydrierend wirkt, gilt mittlerweile als widerlegt. Sämtliche aktuellen, methodisch sauber durchgeführten Studien kommen zu dem Ergebniss, dass Koffein im normalen Zufuhrbereich keinen solchen Effekt hat.
Caffeine ingestion and fluid balance: a review.
ZitatCONCLUSION: The most ecologically valid of the published studies offers no support for the suggestion that consumption of caffeine-containing beverages as part of a normal lifestyle leads to fluid loss in excess of the volume ingested or is associated with poor hydration status. Therefore, there would appear to be no clear basis for refraining from caffeine containing drinks in situations where fluid balance might be compromised.
Dennoch wirkt Koffein, wie wohl jeder aus eigener Erfahrung weiß, diuretisch. Allerdings erhöht sich nur die Frequenz (man "muss" halt öfter) und nicht die Gesamtmenge der ausgeschiedenen Flüssigkeit. Da man aber geneigt ist dies anzunehmen, hat sich wohl der Glaube entwickelt, Kaffee würde zu Flüssigkeitsverlust führen, und daher auch der Brauch ein Glas Wasser zum Kaffee zu servieren.
@La_Croix: Mir ist leider auch keine solche Substanz bekannt. Meiner Erfahrung nach gibt es nur ein wirksames Mittel gegen durch Koffeinkonsum bedingte Einschlafstörungen.... es hat drei Buchstaben
Zitat von Timar im Beitrag #3 @La_Croix: Mir ist leider auch keine solche Substanz bekannt. Meiner Erfahrung nach gibt es nur ein wirksames Mittel gegen durch Koffeinkonsum bedingte Einschlafstörungen.... es hat drei Buchstaben
Zitat von Timar im Beitrag #3 @La_Croix: Mir ist leider auch keine solche Substanz bekannt. Meiner Erfahrung nach gibt es nur ein wirksames Mittel gegen durch Koffeinkonsum bedingte Einschlafstörungen.... es hat drei Buchstaben
Angesichts des Nebenwirkungsprofils von Omeprazol dürfte allerdings die Wirkung des Koffeins dann vermutlich doch das kleinere Übel sein!?
Wenn CYP1A2 beim Abbau maßgeblich ist, dann könnte man ja mal mit Ginkgo-Extrakt versuchen, der hat jedenfalls in vitro einen interessanten, biphasischen Effekt: in niedriger Konzentration (~2 µg/ml) induziert es CYP1A2 recht stark, mit steigender Konzentration dann immer weniger:
Danke Prometheus, vielleicht hat sie diesen Stoff gemeint. Sie sagte zwar, die Wirkung würde blockiert, aber eventuell beschleunigt der Wirkstoff in wirklichkeit ja nur den Abbau.
Zitat von Speedy im Beitrag #8Baldrian würde ich jetzt einfach mal so sagen. Koffein blockiert die Adenosin A1-Rezeptoren und Baldrian bindet an diese.
Ja, darauf bin ich gestern auch gestoßen. Scheint auch eine Studie mit einem Baldrian/Hopfen-extrakt zu geben, die zeigte, dass man damit die negative Wirkung des Koffeins auf den Schlaf aufheben kann.
ZitatWirkung über A1-Rezeptoren In einer Pilotstudie erhielten 48 gesunde männliche Freiwillige im Alter von 18 bis 35 Jahren zunächst 200 mg Coffein. Coffein bindet an die A1-Rezeptoren, bewirkt dort aber keine Reaktion, sondern blockiert sie lediglich. Die Folge: Kaffeetrinker werden wach. Bereits nach einer halben Stunde zeigte die Coffeineinnahme im EEG spezifische Veränderungen. Die a-Wellen, die Entspannung signalisieren, gingen zurück und stattdessen zeichneten sich b-Wellen ab: die Probanden waren sichtlich nervös.
Testpersonen, die anschließend statt Placebo zwei bis sechs Tabletten eines Hopfen-/Baldriangemischs erhielten, zeigten eine dosisabhängige Kompensation des Coffeineinflusses. Nach Einnahme von sechs Tabletten zeigte das EEG wieder die für Entspannung stehenden a-Wellen.
Der neutralisierende Effekt wird als Beweis dafür gesehen, dass die Baldrianwirkung tatsächlich über den A1-Rezeptor vermittelt wird und das dort ebenfalls bindende Coffein verdrängt.