Krillöl ist in der Regel auch deutlich teurer. Entweder von NKO oder Aker Biomarine. EPA + DHA sind in Krillöl geringer enthalten, so dass man es deutlich höher dosieren muss. Sechs Kapseln Krillöl (N = 36; 3,0 g / Tag, EPA + DHA = 543 mg.
ZitatInsbesondere EPA kann bei gesteigerter Aufnahme einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel bedingen. Dies ist insbesondere bei bestimmten Fettstoffwechselstörungen problematisch. Aufgrund der genannten Risiken empfiehlt das BfR unbedingt Höchstmengen für Omega-3-Fettsäure-Produkte festzulegen, die es bisher leider nicht gibt und an die sich die Hersteller auch nicht gebunden fühlen. Laut BfR sollten pro Tag nicht mehr als 1,5 g Omega-3-Fettsäuren aus allen Quellen (inkl. Lebensmittel wie Fisch, Margarine, Nüsse) aufgenommen werden.
Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten geboten. So kann sich durch die Verwendung hoch dosierter Omega-3-Fettsäure-Produkte beispielsweise die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS) verstärken. Daher sollte die Verwendung und die Dosierung von Omega-3-Fettsäure-haltigen Produkten grundsätzlich nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen!
Fisch enthält jedoch eine Menge an Schwermetallen! Das wird offenbar vergessen.
Momentan nehme ich noch 1400 mg Fischöl (Doppelherz) zu mir und kann aber eine deutliche Verbesserung der Gelenkschmerzen feststellen. Besser als mit MSM, das bei mir stark harntreibend wirkte.
Momentan nehme ich 2 Kapseln Krillöl verteilt am Tag. Habe gemerkt, dass 3 Kapseln durch das enthaltene Astaxanthin ziemlich anregend wirken und bin dann bei 2 Kapseln geblieben. Das Krillöl ist durch die Phospholipide besser verfügbar als herkömmliches Fischöl.
Ich bin hier auch noch am "herumdoktoren" was mir besser tut. Als ich zirka 4 g Fischöl am Tag genommen hatte war meine Konzentration besser als jetzt (und davor) als ich zirka 6 g Leinöl am Tag zu mir nehme/nahm. Aber mit dem Fischöl war auch der Cholesterinspiegel höher ( zirka LDL 135). Also bei Omega 3 aus Fischöl muß ich aus meiner Erfahrung der Verbraucherzentrale recht geben. Beim Wort "alle Quellen" habe ich aber gegenteilige Erfahrung gemacht. Mein Cholesterin war noch nie so niedrig als zu der Zeit als ich Leinöl genommen hatte (zirka LDL 105). Ich weiß das Leinöl kurzkettige Fettsäuren sind und vom Körper erst in Langkettige umgewandelt werden müßen und dies vom Körper "nicht so erfolgreich" gemacht werden dürfte.
Krillöl wird von einigen Organisationen kritisch gesehen, wegen der zunehmenden Fangmengen in den polaren Gewässern und der Befürchtung dass damit den darauf angewiesenen Meerestieren die Nahrungsgrundlage entzogen werden könnte.
ZitatA larger iAUC for EPA and DHA in plasma phospholipid fatty acids was detected after krill oil (mean 89.08 ± 33.36% × h) than after krill meal (mean 44.97 ± 18.07% x h, p < 0.001) or after fish oil (mean 59.15 ± 22.22% × h, p=0.003). Mean iAUC’s after krill meal and after fish oil were not different. A large inter-individual variability in response was observed.
Setzt man diese bessere Bioverfügbarkeit mit dem Preis pro Einheit EPA/DHA in Relation, ist Fischöl auf jeden Fall die deutlich kosteneffektivere Art der Supplementation. Aber natürlich spielen bei der Auswahl noch andere Faktoren eine Rolle:
- Oxidativer Zustand des Öles: wer hier vermutet, dass Krillöl aufgrund des darin enthaltenen Astaxanthins besser vor Oxidation geschützt ist als Fischöl, der irrt. Die Phospholipide sind oxidationsanfälliger als die Triglyceride im Fischöl und das wird auch vom Astaxanthin nicht ausgeglichen, wie eine großangelegte Untersuchung der auf dem US-Markt erhätlichen Produkte gezeigt hat (vgl. Fig 2). Die selbe Untersuchung zeigt aber auch für Fischöl bedenkliche Werte. Die sicherste Quelle, sowohl was den oxidativen Zustand des Öles als auch Schadstoffbelastungen betrifft, ist EPA/DHA aus Algenöl, das in den letzten Jahren deutlich preiswerter geworden ist und damit auch günstiger als Krill-Öl. Das Öl ist hier potenziell am frischesten und reinsten, weil es direkt "von der Quelle" kommt (Fische reichern EPA und DHA auch nur über die marine Nahrungskette an, die bei Mikroalgen beginnt).
- Nachhaltigkeit: hier gibt es was Krill-Öl betrifft, einige Bedenken. Zwar droht aktuell noch keine Überfischung des Krills, aber dieser hat eine so zentrale Rolle im marinen Ökosystem, dass auch strikt reglementierte Fangmengen langfristig schwer absehbare Auswirkungen haben können. Bei Fischöl, jedenfalls wenn es mit einem "Friends of the Sea" oder ähnlichen Nachhaltigkeitslabel zertifiziert wurde, sieht es hingegen etwas besser, aus da die hauptsächlich verarbeiteten Spezies (Clupeidae, also Heringe, Sardellen und Sardinen) stabile Bestände aufweisen und im übrigen auch "Abfälle" wie die fettige Haut zu Fischöl verarbeitet werden, die bei der Fischverarbeitung ohnehin anfallen. Aber auch hier gilt natürlich: die unproblematischste und nachhaltigste Quelle für EPA und DHA ist logischerweise Algenöl.
Zitatmuß es immer Fisch sein, was hältst Du denn hiervon?
Die Frage ging zwar nicht an mich, aber der erste Teil sollte bereits beantwortet sein. Zum zweiten Teil: ein Produkt, das mit "Complete Omega" beworben wird würde ich normalerweise nicht einmal eines näheren Blicks würdigen, weil es sich in fast allen Fällen um reinen Nepp handelt: Fischöl, das mit billigem Pflanzenöl verschnitten ist, oder noch sinnfreier: eine Mischung aus Leinöl und anderen Pflanzenölen. Niemand - aber wirklich Niemand - muss Omega 6 (Linolsäure) oder 9 (Ölsäure) supplementieren. Bei diesem Produkt handelt es sich allerdings wider Erwarten um reines Sanddornkernöl welches einen hohen Gehalt an Palmitoleinsäure (Omega 7) aufweist, die in einer Reihe von Studien sehr vielversprechende Anti-Diabetische Wirkungen gezeigt hat.
Die von mir bevorzugte, deutlich kostengünstigere und genussvollere Art Palmitoleinsäure zu supplementieren ist aber, regemäßig ein paar Macadamianüsse zu essen. Macadamiaöl hat mit ca. 15-20% einen ähnlichen hohen Gehalt an Palmitoleinsäure wie Sanddornkernöl und die Nüsse haben ein Ölanteil von ca. 75% - damit enthält eine einzige(!) Macadamianuss (2-3 g) mehr Palmitoleinsäure als eine der o.g. Sanddornölkapseln und dazu eine Menge andere gesunder Stoffe, die Nüsse eben so enthalten.
Das somit gesparte Geld würde ich dann lieber in ein paar Flaschen leckeren Sanddornmuttersaft investieren