Zitat von Dr.Faust im Beitrag #24#249: Ursprünglich ging es um die Frage einer "Sexualassistenz" für Behinderte und Pflegebedürftige.
Das ist mir schon klar, aber am Ende ging es doch um die Frage, ob es nur mit Liebe Sinn macht oder nicht. Und ich behaupte jetzt mal, daß keine 30% der Entscheidungen für Sexualkontakte aus Liebe getroffen werden. Historisch schon gar nicht. Diese Kombination von Liebe und Sex ixt ein bürgerliches Konstrukt, daß historisch sehr neu ist. Körperliche Attraktion und Nutzenerwägungen aller Art sind seit Jahrtausenden, die Haupttreiber für Sex. Neben den oben genannten Gründen z.B. Kinderprodukttion als Altersvorsorge und dynastischen Gründen.
Nicht erst ein bürgerliches Konstrukt, schon seit den Zeiten des mittelalterlichen Minnesang und in der Romantik dann auf die Spitze getrieben, wurde das Ideal der ewigen Liebe und der nur dann zu erfolgenen körperlichen Hingabe beschworen, sondern eher ein religiöses Konstrukt, so wie die Verklärung von Monogamie, die aus meiner Sicht unnatürlich ist. Nicht im ethischen Sinne, aber im biologischen und hormonellen Sinne. Wir leben eben immer noch in einem verordneten Sittenkonstrukt, so wie die protestantische Arbeitsethik, die dem Menschen nur Fleiß und völlige Hingabe in die berufliche Tätigkeit vorschreibt. Es ist eben nicht erstaunlich, daß viele Länder und Regionen die nicht in diesem Konstrukt sondern wesentlich freier leben zu den lebenslustigsten Regionen der Welt gehören. Und deshalb wundert sich der gestresste und nach Reichtum strebende Westeuropäer auch immer wieder, daß gerade diese Menschen trotz materieller Armut zu den glücklichsten Menschen auf Erden gehören. (Obwohl, selbst in Europa gibt es da ja schon gravierende Unterschiede! )
#27: Ansätze, wahrscheinlich schon mehr als diese, dies zu überwinden, zeigen sich auch in Westeuropa, nur ist man sehr bemüht, es "unter der Decke" zu halten. Und ich meine jetzt nicht nur bezahlte sexuelle Kontakte, diese sind sicher sogar in der Minderheit. Denke, die Jugend kümmert sich eher nicht so um eine lebensfremde Ethik, sie will einfach leben.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #28#27: Ansätze, wahrscheinlich schon mehr als diese, dies zu überwinden, zeigen sich auch in Westeuropa, nur ist man sehr bemüht, es "unter der Decke" zu halten. Und ich meine jetzt nicht nur bezahlte sexuelle Kontakte, diese sind sicher sogar in der Minderheit. Denke, die Jugend kümmert sich eher nicht so um eine lebensfremde Ethik, sie will einfach leben.
Wobei sie dann ja durchaus wieder im noch urreligiösen Sinne "richtig" handeln, frei nach dem wohlbekannten Bibeltext "Seid fruchtbar und mehret euch...", der jedenfalls für mich mit der von der Kirche propagierten Monogamie und der göttlichen Bestrafung aller, auch kleinster Abweichungen davon nicht so recht zusammenpassen will!
Obwohl man dabei ohne jede Prüderie zumindest aus meiner Sicht feststellen muß, daß eine Übersexualisierung der Gesellschaft und vor allem eine staatliche Frühsexualisierung von Kindern und Jugendlichen, wie wir sie im Rahmen von Genderisierung & Co. gerade erleben, nichts mit einem freien und selbstbestimmten Erleben von Sexualität mehr zu tun hat. Das Erste geht dann schon wieder in die Kommerzialisierung und das Letztere in eine Ideologisierung. Beides ist sexueller Ethik und Freiheit fremd und konträr.
#29: Wobei die Jugend weniger "fruchtbar und mehret Euch" im Sinn hat, im Gegenteil, das wird mehr und mehr auf später verschoben (als Eltern freut man sich, wenn es doch noch passiert, nur man muss ggf. lange warten :( ).
Bei der Kommerzialisierung fragt man sich, ob die Bedürfnisse der Antrieb sind oder ob hier Bedürfnisse erzeugt werden sollen. Aber das ist in anderen Branchen ja auch so. Was Genederisierung betrifft, da musste ich erstmal nachsehen, was genau das ist. Ist bei uns irgendwie nicht angekommen. Ich verwende immer beide Anreden, wenn es natürlich passt und beide (oder wiviele?) Geschlechter angesprochen werden sollen. Mit Zwischenformen hatte ich noch nicht zu tun.
Liebestod: Zwei von Tausend erwischt es beim Sex Autopsien aus 45 Jahren zeigen: Gar nicht so selten endet das Liebesspiel im Sarg - vor allem für Männer. Als gefährlich erweist sich offenbar jede Form von Seitensprung.
ZitatDer typische Sextote ist Ende 50, übergewichtig und hat sich seine Geliebte oder eine Prostituierte nach Hause geladen. Zu groß wird der Stress, zu stark die körperliche Belastung – am Ende macht das Herz nicht mehr mit. Es kommt zu einem Infarkt oder anderen Herzproblem, schließlich tritt der Tod ein.
Das jedenfalls geht aus einer Analyse von insgesamt 38 000 Autopsien aus 45 Jahren hervor, die die Frankfurter Rechtsmediziner um Lena Lange und Markus Parzeller vorgenommen haben. Bei 99 oder rund 0,26 Prozent dieser Fälle stand Sex als Auslöser im Raum, berichten sie in ihrer im "Journal of Sexual Medicine" veröffentlichten Studie. Der Liebestod erwies sich dabei als überwiegend männliches Problem: Nur bei acht Fällen handelte es sich um Frauen.
Damit Sex tödlich endet, muss zumeist eine entsprechende Vorerkrankung vorliegen, zum Beispiel eine Arteriosklerose. Als Todesursache fanden die Forscher neben den diversen Herzproblemen seltener auch Hirnblutungen oder geplatzte Aneurysmen, also krankhafte Ausweitungen einer Schlagader.
Wir merken uns, wenn man als Mann bereits über 50 ist, sowie Übergewichtig und/oder sonstige Risikofaktoren für das Herzkreislauf-System vorliegen, bergen Liebesabenteuer ein geringes Risiko .
Zitat von Julie im Beitrag #36@Tizian Ich habe keinen Hexensmiley gefunden :-D
Hexen, das sind doch die liebenswerten Damen mit dem Besen, die tolle Partys feiern und Warzen besprechen oder? Die sind doch gar nicht böse, sondern cool und nett!
Zitat von Julie im Beitrag #38Jaaa ..aber ein paar beherrschen auch die Kunst der schwarzen Magie
Angeblich beherrschen manche Hexen, Schamaninnen etc. sogar ein "Harvest moon Ritual zur verjüngung". Für ein bisschen Geld, kann jeder einmal im Jahr an dem Ritual teilnehmen und so sein biologisches Alter wieder um ein Jahr zurück drehen.
Kann das jemand bestätigen? Vielleicht so ein jamaikanischer-Rastafari? Die sollen ja den ganzen Tag davon reden und ihrem Geschlechtsteil. Vielleicht meinen Kiffer sie hätten mehr Sex...hm. Naja auf jedenfall braucht man eine Partnerin die viel Zeit auf der Couch mitchillt. Das mögen Frauen eher bedingt. Der Traumsexpartner ein phlegmatischer Dauergrinser???
Ich fand diese Studie interessant, weil wir als Alkoholtrinker früher ohne jeden wissenschaftlichen Beleg behauptet haben, wir hätten mehr Sex als die Kiffer. Und wie sah es dann aus? Mann saß gemeinsam in der unromantischen, lauten Kneipe, irgendwann hatten die Jungs durch Alkohol mehr Lust als Potenz und schleppten die Freundinnen auf die dreckige Toilette oder ins Gebüsch bei Minustemperaturen. Und die kiffenden Kumpels erzählten das sie heimlich kiften zu zweit mit der Freundin im kuschelig warmen Zimmer mit netter Musik. Im Abstand von ein paar Jahrzehnten vermute ich zumindest jetzt mal, das ihre Freundinnen mehr in Stimmung gekommen sind als unsere.
Ich verstehen nicht ganz, was an dieser Studie so bemerkenswert sein soll. Der Effekt, obwohl statistisch hochsignifikant, ist doch eher gering. Hätte man genauere Daten zum Umfang des Cannabis-Konsums, ließe sich mit Sicherheit eine U-Kurve feststellen: bei starken Konsumenten wird sicherlich irgendwann ein negativer Effekt eintreten, während jeder, der selbst gelegentlich Cannabis konsumiert (hat), die auch sexuell anregenden Effekte aus eigener Erfahrung kennen und sich daher über die Studienergebnisse wenig wundern dürfte. Vielsagend (im Sinne von unserer m.E. völlig verfehlten Drogenpolitik und der öffentlichten Wahrnehmung auf der sie fußt) finde ich aber, wie im Bezug auf Cannabis-Konsum immer gleich im abwertenden Sinn von "Kiffer" die Rede ist - man stelle sich einmal vor, die Schlagzeilen zu jeder Studie, die gesundheitliche Vorteile von (mäßigem) Alkoholkonsum aufzeigft, würden analog dazu lauten "Trinker leben länger", "Saufen gut fürs Herz", etc.
Wie ist den eigendlich der politisch korrekte Ausdruck für Kiffer? Leider war mir die U-Kurve Total egal in der "Jugend"... Und ich leide auch schon an Vorurteilen, ist wohl der Altersstarrsinn.
Bei mir hat sich das gedreht. Ich wurde konsequent gegen Drogen erzogen und kiffen galt als Einstiegsdroge. Heute sehe ich in Cannabis das medizinische Potential.