Calcium: Gut im Essen, schädlich als Zusatz? Positive Wirkung des Minerals verkehrt sich bei Ergänzungsmitteln ins Gegenteil Überraschender Unterschied: Calcium ist keineswegs in jeder Form gut für die Gesundheit. Wie eine US-Studie enthüllt, hat eine calciumreiche Ernährung zwar positive Effekte auf Knochen, Gefäße und Herz. Das jedoch verkehrt sich ins Gegenteil, wenn man viel Calcium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nimmt. Dann steigt das Risiko für eine Arteriosklerose sogar deutlich an.
Calcium gilt als wertvolles Mineral für den Knochenaufbau und soll vor allem einer Osteoporose vorbeugen helfen. Lange galten daher Milch und Milchprodukte daher als besonders gesund. Inzwischen allerdings mehren sich Hinweise darauf, dass viel Milchtrinken den Knochen wenig bringt, dafür aber der Milchzucker sogar negative Gesundheitswirkungen entfalten kann. Viele Menschen greifen daher auf Calcium-Tabletten zurück – in fester Überzeugung, ihrem Körper damit etwas Gutes zu tun.
ZitatPositiv in der Nahrung, schädlich als Tablette Das überraschende Ergebnis: Eine calciumreiche Ernährung wirkte sich positiv nicht nur auf die Knochen, sondern auch auf die Herz- und Gefäßgesundheit aus. Diejenigen, die mehr als 1.400 Milligramm Calcium täglich aufnahmen, entwickelten innerhalb von zehn Jahren 27 Prozent weniger häufig Arteriosklerose oder Herzerkrankungen.
Völlig anders wirkte sich dagegen die Aufnahme von Calcium über Nahrungsergänzungsmittel aus: Diejenigen, die eine ähnliche Menge Calcium als Tablette eingenommen hatten, entwickelten 22 Prozent häufiger eine Arteriosklerose, wie die Forscher berichten.
Abgelagert statt aufgenommen "Es gibt ganz offensichtlich Unterschiede darin, wie unser Körper Calcium aus Ergänzungsmitteln oder aus der Nahrung aufnimmt und verarbeitet", sagt Anderson. "Das könnte daran liegen, dass Nahrungsergänzungsmittel Calciumsalze enthalten oder daran, dass bei ihnen das Calcium in einer großen Dosis auf einmal eingenommen wird und der Körper dies nicht verarbeiten kann."
Tatsächlich haben früherer Studien bereits gezeigt, dass Calcium aus Nahrungsergänzungsmitteln häufig gar nicht dort ankommt, wo es benötigt wird – in den Knochen. Gleichzeitig wird dieses Calcium aber auch nicht vollständig mit dem Urin ausgeschieden. "Das legt nahe, dass es sich in den Geweben des Körpers anreichert", sagt Anderson. Dieses überschüssige Calcium könnte daher auch die Kalkablagerungen in den Arterien fördern.
Ich kann natürlich nichts beweisen - glaube ich aber so nicht ganz. (In Kapsel- oder Tablettenform würde ich es ohnehin nicht nehmen - eher ins Essen gemischt)
Schönen guten Morgen, du willst die Nahrungsergänzung ins Essen mischen und meinst, das wäre dann etwas anderes? Das ist ja lustig. Nahrungsergänzung bleibt Nahrungsergänzung in meinen Augen. Ich denke der Artikel ist so gemeint, dass man Nahrung, die natürliches Calcium enthält konsumieren sollte, wie Sesam z.B. Liebe Grüße von Julie
b) ist es nicht nur trocken oder wässrig (was tatsächlich ein Diskussionspunkt sein kann) - auch in Fett, quasi liposomal ;)
c) können Ca und Mg dann direkt den Phosphorlastigkeiten gewisser "Lebensmittel" (z. B.: Milchprodukte) und meines Vit-B- und Amino-Lieferanten Bierhehefe entgegenwirken. (als Carbonate sind sie ohnehin für die meisten gut verträglich)
Wichtig ist auch, dass man zusammen mit Calcium Vitamin D nimmt. Liegt ein Vitamin D Mangel vor, hilft die Einnahme von Calciumergänzungen nicht, das Calcium wird einfach verschwendet, und die Knochen können sogar auf lange Sicht geschwächt werden.
Bewohner von Pflegeheimen, die Ergänzungen mit Calcium plus Vitamin D einnahmen, hatten ein um 43 Prozent geringeres Risiko einer Hüftfraktur; das Risiko von Brüchen, die nicht die Wirbelsäule betrafen, verringerte sich um 32 Prozent.
Calzium, Vitamin D und Vitamin K2 sind immer zusammen zu betrachten. Wer seinen Calzium-Stoffwechsel durch Vitamin D hochfährt, sollte tunlichst vermeiden, zu wenig Vitamin K2 zuzuführen. Das gibt sonst so nette Ablagerungen in den Arterien....
Magnesium ist in diesem Zusammenhang bitte nicht zu vergessen..denn dieses und Ca sind Antagonisten, das Verhältnis zwischen den beiden sollte stimmen.
The effect of calcium supplementation in people under 35 years old: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials https://elifesciences.org/articles/79002
Zitat von Speedy im Beitrag #9The effect of calcium supplementation in people under 35 years old: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials https://elifesciences.org/articles/79002
ZitatUnsere Ergebnisse lieferten neue Erkenntnisse und Beweise für die Kalziumsupplementierung, die zeigten, dass die Kalziumsupplementierung die Knochenmasse signifikant verbessert, was darauf hindeutet, dass eine vorbeugende Kalziumsupplementierung vor oder um das Erreichen von PBM eine Verschiebung des Interventionsfensters für Osteoporose sein kann.
diese Aussage halte ich für abenteuerlich und veraltet: Vitamin A/D/K2 ist für die Knochengesundheit essentiell (siehe auch "Verborgene Therapien", Teil 1). Alle anderen Mängel von Mikronährstoffen sollten auch beseitigt werden (siehe auch Liste der Laborwerte von Dr. Strunz).
Bei sportlicher Aktivität steigt der Bedarf an Kalzium:
ZitatIm Vergleich zum Nichtsportler ist der tägliche Kalziumbedarf des Sportlers erhöht. Dies ergibt sich unter anderem aus einer höheren Schweißmenge, aber auch aus Kalziumverlusten durch den Urin. Man kann davon ausgehen, dass pro Liter Schweiß 20-40 mg Kalzium ausgeschieden werden. Somit kann der Bedarf eines Sportlers leicht um das Doppelte im Vergleich zum Nichtsportler ansteigen und bei rund 2000 mg/Tag liegen. Bedenkt man diesen Punkt und die über alle Altersklassen hinweg bestehende Unterversorgung mit Kalzium in Deutschland, nimmt das Mineral für den Sportler einen wichtigen Stellenwert ein. Häufig liegt gerade bei Frauen die Kalziumaufnahme deutlich zu niedrig. Wird sich dann noch längerfristig energiereduziert ernährt und wenig Milchprodukte zugeführt, sollte besonders darauf geachtet werden, dass sich keine „athletische“, also durch den Sport bedingte, Osteoporose entwickelt.
Das war mir zu viel zu lesen. Habe es Mal von KI zusammenfassen lassen:
Der Artikel beschreibt die Rolle von Kalzium als wichtiger Faktor für die Muskelkontraktion, die Homöostase und die Zellkommunikation. Er erklärt, wie Kalzium-Signalgebung im Laufe des Alterns beeinträchtigt wird und zu Sarkopenie, Entzündung und zellulärer Seneszenz führt. Der Artikel untersucht auch die Veränderungen in der Kalzium-Homöostase und -Dynamik in seneszenten Zellen, insbesondere in Bezug auf die Mitochondrienfunktion, die ROS-Produktion und die Apoptose-Resistenz. Er beleuchtet auch die komplexen Wechselwirkungen zwischen Kalzium und anderen Mineralien wie Zink und Eisen, die sowohl die Muskelalterung als auch die zelluläre Seneszenz beeinflussen können. Der Artikel enthält viele Referenzen zu relevanten Studien und Quellen, die die Aussagen und Hypothesen des Autors unterstützen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kalzium eine wichtige Rolle im Körper spielt und für viele Prozesse unerlässlich ist. Eine ausgewogene Ernährung kann in der Regel den täglichen Kalziumbedarf decken. Medizinische Fachgesellschaften empfehlen Erwachsenen eine Kalziumaufnahme von 700 mg bis 1200 mg täglich1. Reich an Kalzium sind insbesondere Kuhmilch, Joghurt, Käse wie Gouda und Emmentaler, grünes Gemüse wie Blattspinat und Broccoli sowie kalziumreiches Mineralwasser (über 150 mg Kalzium pro Liter)1. Einige Lebensmittel sind mit Kalzium angereichert, beispielsweise bestimmte Frühstückszerealien, Milchersatz-Getränke wie Soja- oder Haferdrinks und Säfte1. Wer über den Tag verteilt zum Beispiel folgende Lebensmittel isst und trinkt, nimmt insgesamt etwa 1000 mg Kalzium auf: 2 Scheiben Graubrot oder Vollkornbrot, 2 Scheiben Gouda, Edamer oder Emmentaler, 1 Portion Broccoli, 2 Gläser Mineralwasser (à 200 ml) und 1 Becher Joghurt (200 g)1.
Es gibt jedoch keine klaren Beweise dafür, dass eine zusätzliche Kalziumsupplementierung bei gesunden Menschen notwendig oder vorteilhaft ist1. Es ist wichtig, dass Sie sich von einem Arzt oder Ernährungsberater beraten lassen, bevor Sie Kalziumpräparate einnehmen.
auch ich habe die Ergebnisse der Studie gelesen (vollständig), kann mich aber nicht an die Verzehrempfehlungen erinnern. Mit zunehmendem Alter könnte die erhöhte Zufuhr von Zink Vorteile für die Gesundheit haben, während bei Eisen sowohl ein Mangel als auch erhöhte Werte schädlich sind. Bei der Seneszenz wird Komplex II der Atmungskette nicht vollständig gehemmt und die glutaminergen Enzyme bleiben aktiv (Glutamin wird zur Energiegewinnung verwendet und es entstehen größere Mengen Ammoniak). Der Einfluss der intrazellulären Magnesium Konzentration wurde in der Studie nicht untersucht.
Was ist hier der Konsens zu Calcium in NEMs? Da meine Venen die letzten Jahre immer sichtbarer wurden, würde ich gerne wissen, ob es daran liegen könnte. Andererseits könnte es genauso gut an Covid oder allgemeiner Alterung liegen. Zudem war ich oft unterwegs und habe aus Kostengründen viel Leitungswasser getrunken. Evtl. wäre Diosmin (Flavonoid aus Zitrusfrüchten) mal einen Versuch wert?
ZitatPeople may also take diosmin for other blood vessel disorders, including varicose veins, blood clots, retinal hemorrhage (bleeding in the retina of the eye), venous leg ulcers, and venous stasis (slow blood flow in the legs) (8, 9).
Research suggests that this compound may reduce inflammation in the veins and thus improve blood flow (2).
Zitat von version2 im Beitrag #23Da meine Venen die letzten Jahre immer sichtbarer wurden,
Du Trainierst doch? Da ist es doch normal, daß man die Adern besser sieht. Auf so einen Prallen Bizeps und anderen Körperteilen sieht es doch schick aus. Ist natürlich Geschmackssache. Zu dem Link möchte ich noch sagen, daß Hämorrhoiden keine Venen sind, mögen meine in Frieden Ruhen. Versuchacht klug, probiere es.