Zitat von Prometheus im Beitrag #14Ein wichtiger Punkt ist es wohl auch, sich ganz einem Thema verschreiben zu können. Als Life-Extender Pionier braucht man mitunter tatsächlich einen gewissen "religösen Eifer"!
Aber: Wo liegt die Grenze zum Fanatismus?
Als Fanatiker bezeichnet man umgangssprachlich meist Menschen, deren ganze Gedanken und Handeln nur noch um ein Thema kreisen, oder Menschen die für eine Sache andere Menschen verbal und körperlich angreifen, ja sogar selbst dafür in den Tod gehen.
Gut, also andere Menschen angreifen oder für die Überzeugung sterben wird man als life-Extender natürlich kaum. Widerspricht ja im Kern der Sache. Also muss man sich darüber Gedanken machen, ab wann der Einsatz an zeitlichen-, finanziellen- sowie geistigen- und körperlichen-Ressourcen, den "Gewinn" durch life-Extension deutlich zu übersteigen beginnt...
Ich habe jetzt auch mal in das Video reingehschaut. Auch ich hatte immer ein wenig Zweifel am Nonprofit-Status der Life Extension Foundation, welcher sich im Video ja irgendwie bestätigt. Auch wenn da ein "Kirchenboss" sitzt und reich wird, so halte ich die Produkte wie Two per day oder das Fischöl der LEF immer noch von der Zusammensetzung her am besten für den Preis welchen man berappen muss.
Ich werde trotzdem weiter NEMs von der LEF nehmen, bis mir was Besseres unterkommt. :)
Mit dem im Video angesprochenen Mindupload in einen Computer gehe ich nicht d'accord. Sollte das mal gehen wird eine Kopie von meinem Geist in der Maschine stecken und für diese Kopie wirkt es so, dass das Bewusstsein erfolgreich transferiert wurde. Dem ist ja auch so, nur mir als biologischem Wesen hilft das leider nicht.
Dass unbegrenzt langes Leben möglich ist, ist ja bereits bewiesen! Also zumindest für ein paar Milliarden Jahre. Leider war es evolutionär anscheinend zwingend notwendig dieses ewige biologische Leben, also das Leben an sich, auf kurzlebige Individuen aufzusplittern, weil: - Ein Gruppe reproduktionsunfähiger ewiglebender Individuen wäre durch Unfälle etc ausgestorben - die Frage wo die herkamen mal ausgeblendet - reproduktionsfähge Ewiglebende (ohne gewisse höhere Kognition) funktioniert nicht, denn sie würden sich zu einer Überbevölkerung und dann zur Plage entwickeln und wohl aussterben. - Über die Veränderungen in all den Milliarden Jahren waren Anpassungen an die veränderte Erde notwendig, welche durch das Aufsplittern in Individuen begegnet wurde. (Angepasste Mutationen, Landgang der Lebewesen etc.) - genetisch verankertes Wissen bleibt trotz der Aufsplitterung über diese lange Zeit erhalten (wir nennen es Instinkte) und passt über Veränderungen bei den Individuen sich an. Und dies sind nur die Punkte die mir adhoc so einfallen.
Von daher finde ich den Ansatz von Prometheus als vielversprechensten. Also die Fähigkeit zum Ewigleben jetzt herstellen, nachdem ordentlich Evolution passiert ist, und die Anpassung an die verändernde Umwelt auch kognitiv und mittels Technologie passieren kann. Bleibt - falls es funktioniert - noch das Problem der Überbevölkerung.
Zitat von bul im Beitrag #28 - reproduktionsfähge Ewiglebende (ohne gewisse höhere Kognition) funktioniert nicht, denn sie würden sich zu einer Überbevölkerung und dann zur Plage entwickeln und wohl aussterben. ...
Bleibt - falls es funktioniert - noch das Problem der Überbevölkerung.
Sonst guter Beitrag!
Der einzige Fehler, den du machst, ist dass Immortalismus zur Überbevölkerung führen würde. Das wird - hauptsächlich von Deathisten - als Totschlagargument verwendet.
- Erstens gibt es so gut wie keine Immortalisten - Zweitens gibt auch kaum Menschen, die eine Lebensverlängerung wünschen, also kaum Life-Extender
Selbst wenn es diese Menschen in großer Menge gäbe, wäre das letzte was sie tun würden, mit 100 Jahren noch mal Eltern zu werden.
- Drittens sind diese Menschen, also eigentlich jeder der sich mit dem Thema Lebensverlängerung beschäftigt, überdurchschnittlich intelligent. Intelligente vermehren sich durchschnittlich weniger.
Die Dummen vermehren sich wie die Karnickel (es gibt Ausnahmen!), das sind aber alles Deathisten. Kennst du den Film "Idiocracy"?
Was für ein Unsinn, sich vor Überbevölkerung durch Anti-Aging oder "Immortalistn" zu fürchten. Ungelegte Eier. Es gibt nicht ein Mittel, die Lebensdauer und die fitness signifikant zu verlängern. Die Zunahme der Weltbevölkerung hat ganz andere Ursachen.
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Zitat von Joker im Beitrag #29Selbst wenn es diese Menschen in großer Menge gäbe, wäre das letzte was sie tun würden, mit 100 Jahren noch mal Eltern zu werden.
Das würd ich nicht sagen. Wenn ich mit 100 frisch und fit wäre und auch so in etwa aussähe, hat ich natürlich auch Lust auf Kinder :-) Hab ich jetzt bereits, mit 70. Aber es würde sich jetzt nicht auf die Welbevölkrung auwirken ...
Alles reine Theorie, das ist klar. Und fürchten muss sich auch keiner. :)
Aber wo soll denn ein R-Wert größer 1 bei gleichzeitiger Unsterblichkeit ansonsten hinführen außer zu Überbevölkerung? Ich denke da auch nicht an Zeitabschnitte von wenigen Jahrtausenden sondern ganzen Erdzeitaltern. :-)
Zitat von bul im Beitrag #31Alles reine Theorie, das ist klar. Und fürchten muss sich auch keiner. :)
Aber wo soll denn ein R-Wert größer 1 bei gleichzeitiger Unsterblichkeit ansonsten hinführen außer zu Überbevölkerung? Ich denke da auch nicht an Zeitabschnitte von wenigen Jahrtausenden sondern ganzen Erdzeitaltern. :-)
LG B
Ja klar, wenn jeder unsterblich sein wollte, sogar die Unterschicht, wäre es evtl. ein Problem, das ist das klar.
Der Punkt ist, es will nicht jeder! Ich sag mal, das wären weniger als 1% und bis sich das auswirkt, hätten wir sowieso interstellare Raumfahrt. Da fehlen dann eher die Menschen.
Hast du schon mal rumgefragt, ob jemand ewig leben wollte, wenn es möglich wäre? Ich hab das gemacht, erschreckend. Die meisten sagen Nein, mich hat das überrascht.
Da kommen dann so Sätze wie "Das Leben ist die Hölle!" und "Bin froh, wenn es endlich vorbei ist!".
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #22Mein Schlussfolgerung: Kü,mmert euch nicht um den Tod. Soviel Ehre hat er nicht verdient. Ich verschwende daran keinen Gedanken. Deshalb ist es mir auch egal, ob ich zu den "Deathisten" oder den anderen gezählt werde. Ständig dreht es sich um Tod. Psychologisch voll kontraproduktiv.
Also: "Stop in the name of love"
Der Tod ist aber allgegenwärtig, wir leben schließlich nicht allein auf der Welt. In meiner Gegenwart sind in den letzten Jahren zwei enge Verwandte verstorben und ich bin froh und dankbar darüber, dass ich ihnen in den letzten Stunden ihres Lebens beistehen konnte. Das hat ausschließlich etwas mit Liebe zu tun, ich habe sie im Leben geliebt und durfte sie in den Tod begleiten, in ihren letzten Stunden hier auf der Erde war ich bei ihnen, für mich hat es etwas Befreiendes an sich.
@Dr.Faust Ich habe eher den Eindruck, dass Du den Tod gerne verdrängen möchtest, eventuell zugunsten einer ewigen, unrealistischen "Verliebtheit". Noch leben wir nicht ewig, auch wenn wir es noch so gerne möchten und deshalb gehört, egal für welche Weltanschauung wir uns entscheiden, der Tod noch zum Leben mit dazu. Und der Schmerz über einen Verlust wird erträglich, wenn wir die Hoffnung haben, dass wir geliebte Menschen einmal wieder sehen werden.
Zitat von parcel im Beitrag #33Und der Schmerz über einen Verlust wird erträglich, wenn wir die Hoffnung haben, dass wir geliebte Menschen einmal wieder sehen werden.
Das weiß ich nicht genau, ob man die Verstorbenen wieder sehen kann. Ausschließen würde ich das nicht. Entweder gibt es ein Leben nach dem Tod, was aktuell keiner genau weiß, oder aber Zeitreisen machen es irgendwann möglich, Menschen wieder "auferstehen" zu lassen, indem man sie aus der entsprechenden Zeit holt? Schade dass das Thema "Zeitreisen" nicht noch intensiver bearbeitet wird. Im Labor gibt es schon erfolgversprechende Versuche in der Quantenhexenküche (bisher nur an kleinsten Teilchen).
Mit kryonischer Konservierung, pardon, *pietvoll* mit Eisbestattung, steigen auf jeden Fall die Chancen für eine Wiederauferstehung.
Am besten man lebt in den USA, gleich neben der kryonischen Nekropolis, die gerade für 315 Millionen Dollar gebaut wird, dann sind die Chancen am höchsten, dass man schnell ins Eis gehen kann als Plan B.
#33 Logisch ist mir klar, also vom Verstand her, dass Mensch und Tier so konstruiert sind, dass sie nicht ewig halten, wenn man da nicht eingreift.
Mental spielt der Tod keine Rolle. Ich sehe ihn als fremdartig an. Ich muss nicht extra was verdrängen. Wir sterben nur bzw. werden krank, weil wir fest daran glauben. Friedhofsspaziergänge machen mir nichts aus. Im Gegenteil, Mutter, Schwester und ein Neffe liegen in 15min Entfernung.
Der Tod meiner Mutter 2011 mit 98 Jahren hat mich viel Trauerarbeit gekostet. Ich hatte die Wohnung lange unberührt gelassen und war da. Aber irgendwann war es vorbei. Ich habe ein Buch über sie geschrieben mit vielen Bildern und mit allen bekannten Vorfahren. Das ist eine Form der Vergangenheitsbwältigung. Ich habe auch den Sandstein-Grabstein komplett entworfen und mit einem Bildhauer zusammen realisiert.
Ich habe nicht wirklich eine Weltanschauung. Oder ist Ingenieur eine? Ich danke überhaupt nicht darüber nach, ob man Menschen nach dem Tod wiedersieht. Verstandesmäßig glaub ich eher nicht, und mental spielt es keine Rolle.
Zitat von Joker im Beitrag #25Also aus dem letzten Video nehme ich 2 Erkenntnisse mit:
1.) Ich werde niemals Metformin nehmen
2.) Alles nicht so einfach mit dem Immortalismus
Welches Video meinst du? In dem eingebundenen konnte ich nichts kritisches zu Metformin finden.
Bill Faloon preist im hinteren Teil des Videos Metformin an und nimmt es. Wenn du andere Reden von ihm gehört hast, kommt er immer wieder auf das Metformin zu sprechen. Das scheint ihm sehr wichtig zu sein, da er ständig darüber spricht.
Also ich guck mir immer die Leute an, wenn sie ihre Supplemente anpreisen. Wenn dann zwischen den Aussagen und der Realität Welten liegen, dann kommen mir manchmal Zweifel.
Es ist zwar etwas ungerecht und ungenau, weil jede Lebensgeschichte ihre Eigenheiten hat, z.B. Vorerkrankungen. Auch ist nicht jeder Mensch als strahlende Schönheit geboren, Genetik ist einfach nicht fair.
So gesehen komme ich auch schlecht weg, denn auch ich habe Alterungsanzeichen. Jedoch reflektiere ich mich selbst und versuche mich zu verbessern. Das ist es, was vielen Anti-Aging-Gurus fehlt, Selbstreflektion. Einmal festgefahren, sind sie oft nicht in der Lage, ihre Richtung zu ändern.
Das, was bisher am besten (nach meiner Meinung) zu wirken scheint, ist DNA Reprogramming (Epigenetik). Allerdings gibt es da viele Fallen zu überwinden, sonst kann man auch gegenteilige Effekte erreichen. Daher hatte ich die Bremse gezogen, sicherheitshalber! Daher kann ich aktuell kein "echtes" Reverse Aging praktizieren, noch nicht! Sowie die theoretischen Probleme beim Reprogrammieren gelöst sind, kann ich wieder Gas geben.
Zitat von Joker im Beitrag #38Das, was bisher am besten (nach meiner Meinung) zu wirken scheint, ist DNA Reprogramming (Epigenetik). Allerdings gibt es da viele Fallen zu überwinden, sonst kann man auch gegenteilige Effekte erreichen. Daher hatte ich die Bremse gezogen, sicherheitshalber! Daher kann ich aktuell kein "echtes" Reverse Aging praktizieren, noch nicht! Sowie die theoretischen Probleme beim Reprogrammieren gelöst sind, kann ich wieder Gas geben.
Man sollte auch nicht die Menschen mit gesunder Ernährung und/oder Sport vergessen:
Ein paar Kapslen düften wenig ausrichten, wenn die Ernährung Mist ist. Dazu kommt das Problem, dass Supplements oft erst im mittleren Alter und dann unregelmäßig genommen werden - somit kann man schlecht sagen, ob die wirken. Die Genetik macht - wie du schon sagtest - auch noch einen großen Teil aus und kann der Grund sein, wieso jemand mit schlechtem Lifestyle trotzdem jünger aussieht als jemand mit gutem.
Zitat von lupor im Beitrag #39 Man sollte auch nicht die Menschen mit gesunder Ernährung und/oder Sport vergessen:
Korrekt, das darf ich nicht vergessen.
Sollte ich die Formel finden, werde ich mich als 120-jähriger rosiger Jüngling mit glatter Haut wie Babypopo in einer Talkshow einfinden.
Gefragt nach dem Geheimnis meiner Jugendlichkeit, werde ich antworten:
"Mein Geheimnis ist gesunde Ernährung und Sport!"
Erstaunte Blicke: "Aber wie... das machen wir doch alle!?"
"Ja, aber ihr macht das alle nicht richtig! Ihr müsst mehr Sport machen und noch gesünder essen!"
Und dann, nach einer längeren Künstlerpause, zünd ich mir genüsslich langsam eine Zigarette an, hol einen Flachmann mit Whisky raus und nehme eine ordentlichen Schluck und blase der Moderatorin den Rauch ins Gesicht....
Ein spannender Kanal für Biohacker! Auch wenn Josiah nach Jokers Kategorisierung wohl als "Deathist" gelten dürfte.
Ich bin überzeugt, dass mit einer "Open Source" oder DIY-Biologie der Immortalismus sehr viel schneller erreicht werden könnte. Wenn viele Leute zu Hause Experimente durchführen, sinkt zwar die Qualität der Experimente, doch hat man viel mehr Daten. Leider ist der Gesetzgeber hier noch sehr restriktiv.
Zitat von Joker im Beitrag #34 Schade dass das Thema "Zeitreisen" nicht noch intensiver bearbeitet wird. Im Labor gibt es schon erfolgversprechende Versuche in der Quantenhexenküche (bisher nur an kleinsten Teilchen).
Vielleicht interessiet dich das da:
Zeitreisen theoretisch möglich: Kein Widerspruch zu Gesetzen der Physik Wissenschafter aus Wien, der Schweiz und Australien stellten neue Überlegungen zum Thema Zeitreisen in Fachblatt „Classical and Quantum Gravity“ vor.
ZitatGemäß der Allgemeinen Relativitätstheorie wären Zeitreisen zwar theoretisch möglich, viele Details der dabei auftretenden zeitlich-kausalen Zusammenhänge sind aber noch ungeklärt. Einem internationalen Forscherteam unter Beteiligung eines Wiener Physikers ist es nun gelungen, eine der Lücken in der Theorie zu schließen, wie die Forscher im Fachjournal Classical and Quantum Gravity berichten.
Es war der österreichische Mathematiker und Philosoph Kurt Gödel, der bereits 1949 erkannte, dass Albert Einsteins Beschreibung des Universums theoretisch nicht nur Zeitreisen an sich, sondern auch das Zusammentreffen eines Objekts mit einer jüngeren Version seiner selbst erlaubt. Die Widersprüche, die im Rahmen einer solchen Reise auftreten könnten, beschäftigen Wissenschafter dagegen bis heute.
Großvaterparadoxon als Beispiel Ein besonders anschauliches Beispiel für einen solchen Widerspruch ist das sogenannte Großvaterparadoxon. Es handelt von einem Zeitreisenden, der in der Vergangenheit seinen eigenen Großvater tötet und so die Ursache seiner eigenen Existenz auslöscht. Das einleuchtende Grundproblem dabei: Da er dann nie existiert hat, kann er aber auch nicht in Vergangenheit gereist sein, um den Mord zu begehen.
Die so illustrierten Probleme mit Ursache und Wirkung (Kausalität) bei Zeitreisen wurden allerdings bereits Ende des zwanzigsten Jahrhunderts ausgeräumt. Damals stellte man fest, dass es sehr wohl in sich geschlossene Zeitkurven gibt, entlang derer sich ein Objekt in seiner Vergangenheit selbst beeinflussen kann, ohne dabei Widersprüche zu verursachen.
Sind Zeitreisen theoretisch möglich? Ein internationales Team mit Quantenforscher/innen der ÖAW hat eine Lücke in der Physik-Theorie zu Zeitreisen geschlossen. Damit ist der Weg für neue theoretische Untersuchungen von zeitreisenden Objekten geebnet, wie sie im Fachjournal „Classical and Quantum Gravity“ berichten.
ZitatZeitreise widerspricht klassischer Physik nicht Einen möglichen Ausweg fand nun ein internationales Forscher/innenteam. Gemeinsam mit Wissenschaftler/innen der Università della Svizzera Italiana im Schweizerischen Lugano und der australischen University of Queensland, griffen Forscher/innen des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation Wien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) dieses Problem mit Methoden der klassischen theoretischen Physik auf. In einer im Fachmagazin „Classical and Quantum Gravity“ publizierten Studie stießen sie auf eine überraschende Erkenntnis. „Wir nahmen an, dass die klassische Physik auch in lokalen Bereichen gilt“, erläutert ÖAW-Quantenforscher Ämin Baumeler. „Auf dieser Basis konnten wir nicht nur feststellen, dass die mit Zeitreisen verbundenen Fragen auch ganz ohne Quantenphysik erklärt werden können – sondern vor allem, dass Zeitreisen in keinerlei Widerspruch zu den lokalen Gesetzen der Physik stehen“, wie Baumeler schildert.
Der erfolgreiche Rückgriff auf klassische theoretische Physik ist dabei als klarer Fortschritt in der Untersuchung von Zeitreisen zu sehen. Nicht zuletzt, so hoffen die Forscher, ergeben sich daraus zahlreiche neue Möglichkeiten, um die Dynamik von zeitreisenden Objekten noch besser zu untersuchen.
Originalpaper: Reversible time travel with freedom of choice
ZitatAbstract: General relativity allows for the existence of closed time-like curves, along which a material object could travel back in time and interact with its past self. This possibility raises the question whether certain initial conditions, or more generally local operations, lead to inconsistencies and should thus be forbidden. Here we consider the most general deterministic dynamics connecting classical degrees of freedom defined on a set of bounded space-time regions, requiring that it is compatible with arbitrary operations performed in the local regions. We find that any such dynamics can be realised through reversible interactions. We further find that consistency with local operations is compatible with non-trivial time travel: three parties can interact in such a way to be all both in the future and in the past of each other, while being free to perform arbitrary local operations.
Zeitreisen ohne Paradox möglich Mathematiker finden eine Lösung für das Großvaterparadoxon Verbotene Eingriffe: Zeitreisen führen gängiger Annahme nach zu kausalen Paradoxa – zu physikalisch unmöglichen Veränderungen der Zeitlinie. Doch es gibt eine Lösung, wie nun zwei Mathematiker entdeckt haben. Demnach sorgt eine Art Rekalibrierung verknüpfter Ereignisse automatisch dafür, dass alle Aktionen eines Zeitreisenden dennoch zum selben Endergebnis führen. Zumindest mathematisch lässt sich das „Großvaterparadoxon“ demnach umgehen. https://www.scinexx.de/news/kosmos/zeitr...radox-moeglich/
Reversible dynamics with closed time-like curves and freedom of choice
ZitatAbstract: The theory of general relativity predicts the existence of closed time-like curves (CTCs), which theoretically would allow an observer to travel back in time and interact with their past self. This raises the question of whether this could create a grandfather paradox, in which the observer interacts in such a way to prevent their own time travel. Previous research has proposed a framework for deterministic, reversible, dynamics compatible with non-trivial time travel, where observers in distinct regions of spacetime can perform arbitrary local operations with no contradiction arising. However, only scenarios with up to three regions have been fully characterised, revealing only one type of process where the observers can verify to both be in the past and future of each other. Here we extend this characterisation to an arbitrary number of regions and find that there exist several inequivalent processes that can only arise due to non-trivial time travel. This supports the view that complex dynamics is possible in the presence of CTCs, compatible with free choice of local operations and free of inconsistencies.