Seneszente Zellen fürdern Atherosklerose- ein Auszug aus der vorliegenden Arbeit für den ersten von drei Schritten bei deren Entstehung ist bereits erstaunlich:
Senescent cells, atherosclerosis progression appear to be linked
Zitat Healthy mice on a high-fat diet that promotes atherosclerosis develop plaque-promoting lesions within days. Bennett Childs, Mayo graduate student, the lead author of the study, found that these so-called "fatty streaks" contained many senescent cells. When mice were treated with a drug that selectively eliminates senescent cells, these fatty streaks disappeared within days.
Auf diese Arbeit habe ich aktuell leider keinen Zugriff, aber interessant ist sie sicherlich - Wie sich Atheriosklerose von Polyphenolen in der Ernährung epigenetisch beeinflussen lässt:
Atheriosklerose-Inverter. Eine neue Substanzklasse von Molekülen, sozusagen "Anti-Cholesterin":
Preclinical Reversal of Atherosclerosis by FDA-Approved Compound that Transforms Cholesterol into an Anti-Inflammatory “Prodrug”
ZitatIn effect, CD inverts the role of its cargo, cholesterol, from inflammatory to anti-inflammatory by converting cholesterol into a “prodrug” that when modified to 27-hydroxycholesterol reduces atherosclerosis. This mechanism defines a new class of pharmaceuticals, “inverters”: compounds that cause innate biomolecules to act opposite to their normal function. However, chronic CD treatment in animal models damages auditory cells, which must be addressed before CD can be developed as a systemic drug for atherosclerosis.
Kommentar Prometheus: Natürlich ist es KEINE Option, diese spezielle Substanz zu anzuwenden, wenn sie Hörschäden verursacht. Da haben Pharmazeuten vorher noch eine Menge Arbeit zu leisten.
Cholesterin-Mythos widerlegt: Nicht Blutfette, sondern Versorgungsstörungen der Arterienwand lösen Verkalkung aus
Der Herzchirurg Professor Dr. Axel Haverich, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), vertritt jedoch in seinem aktuell in der renommierten Fachzeitschrift „Circulation“ erschienenen Artikel eine ganz andere Theorie: Die Fettablagerungen kommen nicht aus dem Blut, sondern sind vielmehr Überreste abgestorbener Zellen der Gefäßwand. Aufgrund jahrelanger Beobachtungen während Herz- und Gefäßoperationen und aufgrund von Erkenntnissen, die er dank intensiver Nachforschungen gewonnen hat, stellt Professor Haverich nun eine neue Theorie zur Ursache der Arteriosklerose vor, die der bisherigen Meinung widerspricht.
„Während hunderter Bypassoperationen konnten wir feststellen, dass immer nur bestimmte Abschnitte der Herzkranzgefäße verkalkt waren, während dasselbe Gefäß an anderen Stellen niemals krankhaft verändert ist“, berichtet Professor Haverich.
Wie kann man diese Erkenntnis, der gestörten Blutversorgung von Gefäßen, mit dem Vitamin K Spiegel kombinieren? Warum beschleunigt Coumadin Atheriosklerose? Es sollte doch die Blutversorgung der Gefäße erleichtern?
"Das erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verursacht eine Situation, die gemeinhin als „Verhärtung der Arterien“ bekannt ist. Tatsächlich enthält gesundes Arteriengewebe 100mal mehr K2 als verkalkte Arterien.
Das erklärt auch, warum Patienten, die Blutgerinnungshemmer einnehmen (z. B. Coumadin®, welche die Wirkung von Vitamin K im Körper blockieren), unter beschleunigter Arteriosklerose leiden."
Vielleicht verkalken ja die Versorgungsblutgefäße der Arterie???
"Versorgungsblutgefäße in der Außenwand der Arterie, die sogenannten Vasa vasorum. Verschließen sich diese Vasa vasorum, sterben Zellen vor allem in der mittleren Wandschicht ab: Es kommt zu einem Infarkt der Arterienwand."
Das tolle an meiner "Theorie" alle hätten recht :)
Ich bin nicht der Ansicht, dass die wahre Ursache so einfach zu definieren ist. Arteriosklerose ist wahrscheinlich eine Multi-Faktorielle Erkrankung. Einige Eckpunkte:
Ungefähr 80% aller Patienten hat Plaques mit Verkalkung, die anderen 20% haben Plaques ohne Verkalkung. Das bedeutet, dass Plaques eine Ursache haben, und Verkalkung hat eine Ursache, und sie sind verschieden.
Die Verkalkung hängt mit Vitamin K2 zusammen, mit den GLA-Proteinen und der Carboxylierung derselben. Die Plaques haben eine andere Ursache, sie basieren auf einer Entzündung der Arterienwand, und zwar in der mittleren der 3 Schichten. Auf den Plaques bilden sich dann die Verkalkungen - oder auch nicht.
Die genaue Ursache der Entzündung ist noch unklar.
Mit hochempfindlichen Geräten, die Kalk in den Arterien messen können, konnte man nachweisen, dass die Verkalkung schon mit 20 Jahren beginnt. Es handelt sich also um einen lebensbegleitenden Prozess, der im Alter soweit fortgeschritten ist, dass er lebensbedrohlich wird.
Was kann man heute als Betroffener tun? Zwei Dinge: - man kann dafür sorgen, dass die GLA-Proteine carboxyliert sind und damit die Verkalkung stoppen. - man kann durch entzündungshemmende Mittel dafür sorgen, dass sich keine weiteren Plaques bilden.
So kann man zumindest Lebenszeit gewinnen.
Deine Theorie mit "Vielleicht verkalken ja die Versorgungsblutgefäße der Arterie?" ist übrigens falsch, denn sie erklärt nicht die Fälle, wo sich zwar Plaques bilden, aber keine Verkalkung.
Also ich glaube nicht wirklich da eine universelle Theorie zur Arteriosklerose zu haben. Es war halt ein Gedanke dazu. 80% sind mit Verkalkung, ist ja der größte Teil. Ich finde es aber schon logisch das eher die kleinen Versorgungsgefässe verkalken und dadurch die Versorgung der Aterie mit Sauerstoff/Nährstoffe zusammen bricht. Die unterversorgten Zellen können bestimmt Entzündungen auslösen, oder ist das unlogisch? An Entzündungen die schlecht versorgt werden, greifen bestimmt auch Entzündungshemmer schlecht. Auf jedenfall kann sich dann Plaque bilden, oder? Bei den Blutgefäßen kann ich mir richtig vorstellen wie sie mechanisch verschleißen und ohne optimale Versorgung nicht standhalten.
Ic fand das Schaubild, das LEF mal gebracht hat, sehr anschaulich bzw. erhellend. DIE eine Ursache für Arteriosklerose wird man vermutlich NIE finden. Es ist immer ein Zusammenspiel von vielen Faktoren. Da kann man sich dann aussuchen, welche Faktoren man vordringlich angehen möchte, so das möglich ist.
Curious
hat folgende Dateien an diesen Beitrag angehängt
#35 Das Bild ist sicher richtig. Die Frage ist nur, ob diese Faktoren wirklich alle unabhängig voneinander sind? Ob man sie alle einzeln bekämpfen muss? Im Sinne des Anbieters von NEW wäre das schon.
Wer das Ganze auf "natürlichem" Weg machen will, der greife zu NATTO. Der Geschmack ist - Original genossen - zwar unterirdisch aber mit ein paar feinen Gewürzen, ein bisschen Senf, ggf. Olivenpaste etc. ist Natto durchaus genießbar. Natto hat die höchste natürliche Konzentration von Vitamin K bzw. MK7, das in MK4 umgewandelt werden kann. http://www.vitamind.net/vitamin-k/
Abgesehen von Verkalkungen ist die Fibrose in der Tunica intima eigentlich die härteste Nuss, die es zu knacken gilt. Einige Überlegungen dazu finden sich z.B. hier: Fibrose
Ich habe jetzt gerade 6 Monate daran gearbeitet, meine kollagenen Fasern (Gelenke, Sehnen) zu stärken. Da werde ich den Teufel tun, und Mittel einsetzen, die Kollagen abbauen...
Information von heute morgen, von einem fachkundigen Arzt: der heutige Stand der Medizin ist, dass man mit selektiven LDL-Senkern behandelt, die aber auch nur in der Lage sind, sichtbare Auflösung von verkalkten Arterien im Bereich von 5-10 Jahren zu erzeugen. Die eigentliche "Arbeit" wird von Makrophagen verrichtet, und die schaffen in der Größenordnung von 1% pro Jahr (ganz grob geschätzt).
Sorry, das war eine dumme Frage. Mir geht es nur darum, dass ich in meiner Jugend geraucht habe und nach 8 Nichtraucher-Jahren vor vier Jahren wieder angefangen habe. Ich brauche mir da nichts vormachen, Arteriosklerose habe ich auch, ich habe nur keinen Grund zum Kardiologen zu müssen. (zum Glück) Ich interessiere mich einfach dafür wie man das feststellt, also die medizinischen Methoden und ob man da schon vorher Leiden hatte und zum Arzt geht oder das bei Routineuntersuchungen im Alter auch festgestellt werden kann.
Bei mir war es eine gezielte Untersuchung. Ich hatte Schmerzen in der Brust. Das wurde dann mit den verschiedenen Methoden untersucht. Die beste Untersuchungsmethode mit dem präzisesten Ergebnis, ist zur Zeit ein MRT.
Kennst du Schisandrabeeren? Die stärken und schützen das Herz und bauen das Lungen-Chi auf. Dazu wird ein Teelöffel gründlich zerkaut und die Wirkung stellt sich unmittelbar ein. Je nach Bedarf zwei, drei mal am Tag. Die Beere gilt als ein Adaptogen wie Ginseng, hat aber eine andere Zielwirkung als Ginseng, nämlich Herz und Lunge und Niere. Das ist wirklich eine herzerfrischende Beere, ich nehme die leider zu selten weil ich davon Zahnschmerzen bekomme weil ich ein "Beisser" bin. (nächtliches Pressen) Gibt es am günstigsten bei Naturkost Schulz. Hier noch eine Seite mit Infos. https://www.therapeutika.ch/Wu+Wei+Zi
ZitatIch habe bei meinem Sportnahrungsdeealer ein Kombipräparat mit 75 Pythogramm K2(MK-7) und 50 Pythogramm D3. Ist das für meine Artheriosklerose ok?
wmmues berichtete hier von etwa der Tausendfachen Menge an K2- etwa 50 Milligramm, nicht wie du hier von 75 Mikrogramm. Als Prophylaxe (und einer von vielen Schritten) sicherlich ausreichend (ich würde 2 von denen nehmen), die 2000 IE Vit D je Einheit passen gut dazu. Aber es ist nichts zur Reversion bestehender Probleme.
Zitat von Peptid_Ger im Beitrag #45 Mir geht es nur darum, dass ich in meiner Jugend geraucht habe und nach 8 Nichtraucher-Jahren vor vier Jahren wieder angefangen habe. ....
Als erste AA-Maßnahme solltest Du das Rauchen wieder aufgeben. Du hast es ja schon einmal geschafft 🙄