Ich weiß nicht ob das hier hinpasst aber positives Denken halte ich für sehr wichtig! Gesunder Optimismus
Zuversichtliche Menschen erholen sich schneller von Operationen, haben einen niedrigeren Blutdruck und werden seltener depressiv: Wissenschaftler entdecken die heilende Kraft des positiven Denkens – und fragen sich, ob man es dann nicht trainieren sollte.
Über Peters’ Forschungsschwerpunkt Optimismus haben Ärzte in den vergangenen Jahren eine Reihe erstaunlicher Zusammenhänge aufgedeckt. So erholen sich Optimisten schneller von Operationen als Pessimisten, sie spüren weniger Schmerz, gehen seltener zum Hausarzt, haben einen niedrigeren Blutdruck und stecken sich in Studien weniger häufig mit Erkältungsviren an. Verletzen sie sich, heilen ihre Wunden schneller. Statistiken zufolge werden sie seltener dement oder depressiv und entwickeln nicht so häufig die Parkinson-Krankheit oder Herzleiden. Peters möchte herausfinden, warum das so ist. Doch ihr Ehrgeiz reicht noch weiter. »Was, wenn man die Lebenseinstellung beeinflussen könnte?«, fragte sie einmal in einem Artikel. Diese Überlegung hat die Psychologin zu einem so simplen wie radikalen Plan geführt. Über die vergangenen Jahre hat sie begonnen, manchen ihrer Versuchspersonen Hausaufgaben zu geben. Jeden Tag sollen sie ein Denktraining absolvieren, das sie schult, fröhlicher in die Zukunft zu blicken.
Denn wenn man Menschen beibringen könnte, optimistischer zu denken, spekuliert Peters, könnte das eine neue Waffe im Arsenal der Ärzte werden.
Zuvor sah Madelon Peters, wie die meisten Psychologen, lange Zeit nur, dass die Psyche Kranken das Leben schwer machen kann. Sie arbeitet seit fast 20 Jahren mit Patienten, die – oft aus medizinisch unerfindlichen Gründen – chronische Schmerzen in Gliedmaßen haben, etwa im Knie. Und während viele lernten, sich damit zu arrangieren, gab es immer einige, deren Leben daran zugrunde ging. Aus Angst vor der Pein trauten sie sich kaum noch, den betroffenen Körperteil zu bewegen, sagten Unternehmungen mit Freunden ab, wurden arbeitsunfähig, depressiv und sozial isoliert. Die Psychologin erforschte, welche Einflüsse besonders anfällig dafür machten. »Und dann dachte ich irgendwann, dass es sich lohnen würde, auch einmal zu gucken, was davor schützt«, erzählt sie. »Die stärksten Belege für einen Schutz gab es beim Optimismus.«
Untersuchungen zeigen, dass Optimisten gelassener auf Stress reagieren. Sie sorgen sich weniger und suchen kreativer nach Lösungen. Deswegen schütten sie weniger Stresshormone wie Adrenalin aus, ihr Herzschlag bleibt ruhiger, der Blutdruck niedriger. Konfrontiert mit Problemen, bildet das Immunsystem von Optimisten mehr Abwehrzellen. Nach Impfungen produzieren Optimisten mehr Antikörper. Und sie haben zusätzlich bessere Lebensgewohnheiten – vielleicht weil sie größere Hoffnungen haben, dass das etwas nutzt. Sie bewegen sich im Durchschnitt mehr, rauchen und trinken weniger und ernähren sich besser als pessimistisch denkende Altersgenossen.
Für eine andere Studie rekrutierten US-Forscher in den dreißiger Jahren 268 Absolventen der amerikanischen Harvard-Universität, deren Gesundheit sie bis heute regelmäßig überprüfen. Dabei zeigte sich: In jungen Jahren waren Pessimisten und Optimisten vergleichbar gesund. Doch vom 45. Lebensjahr an entwickelten die Schwarzseher eher Gesundheitsprobleme, die zudem noch schwerer waren als bei ihren zuversichtlichen Kommilitonen.
Aber kann man umprogrammieren, wie jemand die Welt sieht? Zwillingsstudien zeigen, dass eine optimistische oder pessimistische Lebenshaltung nur zu etwa 25 Prozent angeboren ist – weniger als andere Persönlichkeitsmerkmale. Den Rest gucken wir uns vielfach ab, besonders von den Eltern. Wenn diese unken, tun wir das als Erwachsene auch. Doch solche Muster sind umkehrbar. Menschen, die in Studien ein paar Tage lang bewusst aufschrieben, was sie glücklich macht, fühlten sich bald insgesamt glücklicher – und klagten während der folgenden Monate weniger über körperliche Beschwerden und gingen seltener zum Arzt als Probanden, die über neutrale Themen geschrieben hatten. Madelon Peters glaubt, dass alle Menschen »Spielraum« für zuversichtlichere Gedanken haben, bis auf die eingefleischtesten Pessimisten. Sie setzt auf sogenannte Visualisierungstechniken, um eine positivere Zukunftsperspektive zu bewirken. Dabei schreiben Probanden unter Anleitung eines Mitglieds von Peters’ Team zunächst auf, was sie sich für ihre Persönlichkeit, ihre Beziehungen und ihr Arbeitsleben wünschen. Anschließend bekommen sie einen MP3-Spieler mit nach Hause und malen sich jeden Abend vor dem Schlafengehen mithilfe eines Sprechers Szenarien aus, in denen ihre Wünsche wahr werden. Erste Ergebnisse zeigen: Die Methode wirkt. Wer täglich nur fünf Minuten über eine Wunschzukunft tagträumt, denkt bereits nach kurzer Zeit optimistischer.
Hallo Tabea, ich glaube nicht, dass das mit dem Optimismus so einfach ist. In manchen Situationen, etwa bei einer Krebserkrankung, ist eine positive Einstellung sicherlich von Vorteil. In anderen Situationen nicht.
Ich habe langjärige Freunde, die Optimisten sind. Immer gut drauf. Die rauchen, saufen, fressen was das Zeug hält. Wird schon gut gehen. Heute sind wir alle über 60. Und diesen Optimisten geht es ausgesprochen dreckig. Einige sind depressiv.
Ich bin immer schon Pessimist gewesen. Aus Angst vor Krebs und anderen Krankheiten habe ich Zeit meines Lebens konsequent gesund gelebt. Heute, mit 63, geht es mir großartig. Ich bin gesund, aktiv und voller Lebensfreude. Auch finanziell geht es mir sehr gut. Aus Angst vor Altersarmut habe ich immer genügend Geld zurückgelegt. Die Optimisten sind dicke Schlitten gefahren, ich kleine Gebrauchte. Einige der einstigen Frohnaturen haben heute massive Geldsorgen. Ich nicht. Was soll bitte an Geldsorgen im Alter gesund sein?
Ein aktuelles Beipiel für meinen Pessimismus: Ich habe Angst vor einem allgemeinen wirtschaftlichen Niedergang, vor einer globalen Finanzkrise. Nein, da bin ich wirklich kein Optimist. Seit ein paar Jahren tausche ich deshalb Aktien in Goldbarren um. Ein Optmist dageben würde vermutlich glauben, es wird schon gut gehen und die Aktien werden immer weiter steigen.
Naja, sollte die Weltwirtschaft crashen haben die Optimisten ein geiles Leben gehabt und du viel (Vor)sorge. Es hört sich für mich auch etwas nach Schadenfreude an, wenn jemand depressiv wird weil er gesoffen und geraucht hat, quasi selber schuld. Ich denke/weiß das so mancher Säufer nicht depressiv wurde, sondern schon immer war und er es so besser erträgt. Naja Rauchen ist halt echt ungesund und Saufen auch. COPD ist kein Krebs aber langsam zu ersticken ist sehr unschön. Krebs ist auch nicht immer der Gipfel des Leidens. Vorsorge funktioniert nicht immer, Sicherheit eine Illusion.
Interessantes Thema, passt ein wenig auch zum Thema Psychologie ...
Ich weiß nur nicht, ob diese strikte Einteilung in Optimisten und Pessimisten die Realität trifft. Was ist mit Realisten? Es gibt sicher viele Abstufungen. "Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust .." - ist zwar etwas anders gemeint, aber trifft wohl auch hier zu. In der Philosophie, die wir im Unterricht hatten, gab es das "dialektische" Prinzip vom "Kampf und Einheit der Gegensätze" . Das hat mir schon oft weitergeholfen, bestimmte Dinge und Vorgänge zu sehen.
Eine eher optimistische Haltung entsteht wohl, wenn man Projekte (was auch immer beginnt) und diese zum Erfolg führt, d.h. man muss davon überzeugt sein, dass es wird. "Yes, we can", "Geht nicht gibs nicht", "Wir schaffen das" (ja, was denn sonst :-) ). "You can get it if you really want" (wäre super). Es gibt allerdings Leute, die fangen erst garnichts an, weil sie schon vorher wissen, dass es nichts wird (woher eigentlich ?). Nur der Erfolg kann einem zum eher optimistisch denkenden Menschen machen, aber wenn man dem Erfolg keine Chance gibt ...
Was ich auch für wichtig halte: eine Fähigkeit zur Selbstanalyse. Ob andere Personen oder Literatur da soviel leisten können?
Ja, Frau Merkel ist eine Realistin, nur ist sie von Pessimisten umgeben ... Ein direktes Ende hat das "Projekt" wohl nicht, aber dass es insgesamt gut läuft, davon bin ich als optimistischer Realist überzeugt. Und was wäre jetzt die Alternative?
Ich denke, Optimismus und Pessimismus, als grobe Einteilungen und deren vielfältige Unterteilungen, sind auch eine Frage des Lebensalters. Sind Kinder und junge Menschen in der Regel optimistisch bis euphorisch und naiv, sind ältere Menschen auch ohne Krankheiten oder körperlichen Gebrechen allein aufgrund ihrer Lebenserfahrung oftmals eher pessimistisch oder zumindest skeptisch oder eher realistisch. Das geht dann bis dahin, daß viele dann auch ganz einfach irgendwann "lebensmüde" (des Lebens müde) sind. Auch das Wissen um die Vergänglichkeit bzw. das nahende Lebensende mit der erstaunlichen Erkenntnis, daß die Zeit zu rasen scheint, je älter man wird, unterscheidet ältere Menschen von den jungen, für die diese Themen entweder noch gar nicht relevant sind oder aber über lange Zeit noch erfolgreich verdrängt werden, bis man sich dann doch eines Tages damit befaßt und u. a. ja auch beim Thema AA landet.
Man sollte auch nicht Zweckoptimismus oder Hoffnung mit Optimismus verwechseln. Natürlich schließt das alles nicht aus, daß auch viele ältere Menschen trotz oder gerade aufgrund der Lebenserfahrung lebensbejahende Menschen sind, aber ich bin davon überzeugt, daß sich im Alter auch zum Thema Optimismus einiges wandelt. Aber wie gesagt, daß ist nur rein meine pers. Meinung zum Thema.
zu #7 Optimismus ist halt ein Gefühl. Realismus reiner Verstand und Fakten.
Wir werden sehen was Bob der Baumeister Merkel vollbracht hat. Ich bin in der Flüchtlingsfrage total zerrissen. Ich bin froh so was nicht entscheiden zu müssen, ich brauche nur ein Kreuzchen alle paar Jahre machen und schaue zu was "die" dann so alles machen
Wikipedia: Optimismus (von lat.: optimum, „das Beste“) ist eine Lebensauffassung, in der die Welt oder eine Sache von der besten Seite betrachtet wird; er bezeichnet allgemein eine heitere, zuversichtliche und lebensbejahende Grundhaltung sowie eine zuversichtliche, durch positive Erwartung bestimmte Haltung angesichts einer Sache hinsichtlich der Zukunft.
Ich kann der These nicht ganz folgen, dass Optimismus/Pessimismus eine Frage des Alters ist. Im Alter überlegt man sich vielleicht aufgrund der Erfahrung, was für "Sachen" man beginnen sollte, um das Ende noch erleben zu können. Man kann das besser einschätzen, das heißt aber nicht, dass man nichts mehr anfangen sollte. Die Anti-Aging-Leute sollten doch eigentlich alle Optimisten sein ? Sofern es besonders die geistigen Fähigkeiten zulassen, sollte man immer Interesse an neuen "Projekten" haben. Man kann dann eigentlich nicht lebensmüde sein. Wichtig wäre es natürlich, sich eine gewisse Bildung anzueignen, die einen in die Lage versetzt, etwas zu tun. Warum sollen Leute mit 65+ nicht mehr in die Computerwelt oder das Internet einsteigen, wenn sie es nicht ohnehin schon beherrschen? Da bin ich vielleicht schon zu optimistisch, man kann sich eben in die Menschen nicht hineinversetzen. Aber generell hat es vielleicht mehr mit Bildung als mit dem Alter zu tun.
Interessant fide ich auch (Wikipedia):
Martin Seligman untersuchte die Frage, was Optimisten von Pessimisten unterscheidet. Er fand, dass sie andere Ursachenzuschreibungen vornehmen, dass nämlich Optimisten die Ursache für angenehme Ereignisse, Erfolge usw. stabil in sich selbst sehen, aversive Ereignisse hingegen vorübergehenden situationsbedingten Ursachen zuschreiben. Bei Pessimisten ist es umgekehrt.
- Dauerhaftigkeit. Pessimisten halten die Ursachen für unangenehme Ereignisse, in die sie geraten, für dauerhaft und bleibend. Optimisten dagegen halten die Ursachen für zeitweilig und vorübergehend. - Geltungsbereich. Pessimisten übertragen Fehlschläge, die sie in einem bestimmten Bereich hinnehmen müssen, ins Allgemeine, während Optimisten durch einen Fehlschlag in einem bestimmten Bereich andere Bereiche ihres Lebens unbeeinflusst sehen. - Personalisierung. Pessimisten geben sich selbst die Schuld für Fehlschläge, unangenehme Ereignisse usw. und haben daher eher ein schwaches Selbstwertgefühl. Optimisten suchen die Gründe für Fehlschläge dagegen eher bei anderen Menschen oder den Umständen und haben ein starkes Selbstwertgefühl.
Nach Seligman ist eine optimistische Lebenseinstellung erlernbar.
zu #9: Ist hier zwar kein politisches Forum. Ich denke auch, dass der Einfluss des Einzelnen auf die Poltik nicht so groß ist, und das ist wohl auch gut so. Ich sehe gerade hier in Dresden Leute, die ich nicht als Entscheider sehen möchte, hat nichts mit Flüchtlingen zu tun.
So ist das halt mit der "Dialektik", Kampf und Einheit der Gegensätze. Was die Flüchtlinge betrifft, so sollte man sich die Verhältnisse auch mal aus deren Sicht anschauen. Und ob man nun eher optimistisch oder pessimistisch die Sache betrachtet, es gibt die "normative Kraft des Faktischen". Das ist "alternativlos".
Eine Wenn-Hätte-Argumentation bringt garnichts, zum Glück gibt es keine Zeitreisen ... Es geht darum, vom gegebenen momentanen Zustand die nach dem jeweiligen Kenntnisstand bestmögliche Fortsetzung zu wählen. Allerdings streitet man sowohl über Zustand als auch über die Fortsetzung. Und da sind wir wieder bei Anti-Aging.
Das ist übrigens auch der Unterschied zwischen Optimisten und Pessimisten. Der Optimist trauert der Vergangenheit nicht lange hinterher und denkt: Ok, du hast einen Fehler gemacht, jetzt machst Du es besser. Viele Menschen halten sich endlos an Fehler der Vergangenheit fest und vergeben damit die Chance, jetzt neu zu starten.
Zitat von Tizian im Beitrag #8 Man sollte auch nicht Zweckoptimismus oder Hoffnung mit Optimismus verwechseln. Natürlich schließt das alles nicht aus, daß auch viele ältere Menschen trotz oder gerade aufgrund der Lebenserfahrung lebensbejahende Menschen sind, aber ich bin davon überzeugt, daß sich im Alter auch zum Thema Optimismus einiges wandelt. Aber wie gesagt, daß ist nur rein meine pers. Meinung zum Thema.
Es gibt ja auch viele Menschen die ständig positiv tun und alles was nur irgendwie ihr Weltbild stören könnte, möchten sie gar nicht zur Kenntnis nehmen. Sie lächeln viel, es kommt aber doch nicht von Herzen und ihr Optimismus ist sehr störanfällig.
Ich sehe es ähnlich wie Tizian, wer realistisch ist, kann gar nicht alles gut und richtig finden, schon gar nicht, was deutsche Politik betrifft.
#12. Optimismus ist nicht gleich "positiv tun", hat auch nicht mit Lächeln zu tun. Man merkt nach kurzem Kennenlernen, ob ein Mensch Optimist ist oder ein "Bedenkenträger". Eine selektive Wahrnehmung ist sicher nicht gut, aber man muss sich auch nicht über alles den Kopf zerbrechen. Leider werden in den Nachrichten eher negative Meldungen gebracht und eine verzerrte Sicht auf die Realität vermittelt. Kein Wunder, wenn man da zum Pessimisten erzogen wird. Also durchaus auch mal ignorieren und sich den wirklich wichtigen Dingen zuwenden.
Ich muss auch nicht alles gut und richtig finden, was in der Politik passiert. Ein Wunder, dass es trotzdem ganz gut läuft. Das bestärkt mich in der optimistischen Annahme, dass es irgendwie doch gut gehen wird. Und wenn nicht, dann gilt: das Leben wird schon eine Lösung finden ... Hat mal ein Chef zu mir gesagt, wenn ich mit einem Problem kam, auf das er auch keine Antwort hatte. Ich rege mich allerdings nicht über die Politik auf, sondern nehme sie zur Kenntnis und versuche, falls möglich, mich darauf einzustellen. Viele Dinge aus der Politik sind für mich völlig irrelevant. Sich ständig über Dinge aufzuregen, die einen garnicht betreffen, erhöht den Blutdruck und steigert Cortisol. Nicht gut im Sinne von A-A.
Also, ich will vermitteln, dass es wirklich optimische Menschen gibt, die es nicht spielen.
Manchmal ist auch "Zweckoptimismus" angebracht. Auch wenn man selbst einige Zweifel am Erfolg einer Sache hat, sollte man dies nicht allgemein verbreiten (z.B. unter Kollegen, die am selben Projekt arbeiten). Sonst riskiert man eine "selbsterfüllende Prophezeiung". Das kann nicht nur andere betreffen, sondern auch sich selbst. Wenn man das Scheitern ständig vor Augen oder im Hinterkopf hat, dann scheitert man höchstwahrscheinlich auch. Man darf sich allerdings nicht zu weit von der Realität entfernen, dann ist es irgendwann nicht Optimismus, sondern Dummheit. Also, ich sage: Anti-Aging und Reverse Aging ist möglich, aber nicht ins Unendliche.
Hab mich mal ein wenig mit Murphy, The Secret und so nem Zeug befasst, die Polarität und der jungsche Schatten lassen aber immer grüßen.
Ob wir "Sphären", in denen dies keine Gültigkeit hat (Jane Roberts' Seth), erreichen können, stelle ich dahin ... Dahlke hat es mal gut ausgedrückt:"Dem Lieben Gott auch mal sagen, dass Er da Scheiße gebaut hat", ist Schattenarbeit und damit auch "Licht"-Arbeit. Oder wie in den Abraham-Channelings angeraten: Anerkennen, dass etwas nicht so ist, wie man es gerne hätte, und dann etwas Besseres beabsichtigen.
Wir können nicht alles zwangsoptimieren, und Dr. Faust hat recht: Es beginnt mit einem Erfolg, dann kann es zum Loop werden.
Dass unsere Wahrnehmung und deren Interpretation "Realität" erst mitgestalten, wage ich (u. a. mit J. A. Wheeler) zu behaupten.
#14: Ja, ist alles sehr interessant. Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich etwas tiefer eindringen. Habe beim Lesen solcher Dinge (früher) immer die Erfahrung gemacht, dass es keine praktischen Konsequenzen hat und wenn es spannend wird, ist das Buch zuende.
Ob alles real ist oder simuliert oder nur durch unsere Wahrnehmung erst ensteht, weiß ich auch nicht. Aber als Denkmodell scheint mir am zweckmäßigsten, von der sog. "objektiven Realität" auszugehen, die unabhängig von der Wahrnehmung existiert, die ggf. einen Sinnesreiz hervorruft, der dann im Gehirn zur Wahrnehmung und Interpretation führt. Dann weiter zur Veränderung der "objektiven Realität". Wie gesagt, ein Denkmodell, dass sich bewährt hat. So funktiniert das auch mit der Mitgestaltung der Realität. Ohne uns Menschen und der Wahrnehmung hat auch alles existiert und sich verändert, wir sollten uns nicht zu wichtig nehmen.
Habe natürlich ganz andere Bücher gelesen, z.B.: Lenin, Materialismus und Empiriokritizismus. Letztere Richtung war auch mal als Positivismus bekannt, Vertreter war z.B. der Physiker Ernst Mach. Lenin hatte natürlich die gesellschaftliche Realität im Fokus, die er verändern wollte. Er bezieht sich aber auch auf Realität in der physikalischen Welt. Ich frage mich nur, was hat die positivistische Richtung für Ergebnisse gebracht, die nur sie hervorbringen könnte. Und was bringen andere Denkmodell für Anti-Aging? Erlangen wir über diesen Weg neue Möglichkeiten, Altern zu verstehen und dem entgegenzuwirken? Wenn dem so ist, bin ich gern bereit, mein Denkmodell zu überprüfen. Will ja nichts ausschließen, sollte ein Wissenschaftler nicht tun. Bin aber auch Ingenieur und damit am Ergebnis interessiert.
Und wenn alles nur ein Programm ist ("Matrix"): Sollte jemand einen Softwarefehler bemerken, wäre ich daran interessiert.
Und zum Abraham-Channeling: Fast nichts ist so, wie ich es gern hätte, da muss ich garnicht lange suchen. Ich erkenne das ohne Wenn und Aber an. Aber ich bin optimistisch.
Ich seh es ja ähnlich praktisch: Was haben wir und was können wir daraus/damit machen ... ? (Vieles ist interessant, bringt einen aber nicht weiter. Hast mit Schall- oder mit Lichtgeschwindigkeit gelesen?;)
Es gibt auch langlebige Pessimisten, unglückliche Menschen und sogar unausstehliche A...löcher und Miesepeter, die sehr, sehr alt werden. So wie es auch langlebige Menschen gibt, die vollkommen ungesund leben. Und das nicht nur nach hiesigen Forenkriterien!
Habe ich irgendwo gesagt, dass Optimismus wenigstens statistisch zu langem Leben führt? Da bin ich mir nicht sicher. Sicher gibt es die Vebindung zwischen Geist und Körper, vielleicht kann man einer Krankheit aus dem Wege gehen und lebt deshalb länger? Aber so im Sinne von A-A?
Optimismus führt aber ev. dazu, dass man sich überhaut mit A-A befasst und daran gleubt, dass es möglich sein wird. Pessimisten wären da vielleicht äußerst skeptisch (viele Optimisten auch), das heißt aber nicht, dass sie dadurch nicht lange leben. Denke, die bisherigen Ansätze haben noch nicht zu einer signifikanten Lebensverlängerung geführt, und genaugenommen muss man ja unterscheiden zwischen A-A, Reverse Aging und Lebensverlängerung. Implizit wollen wir wieder alles auf einmal haben!
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #7Ja, Frau Merkel ist eine Realistin, nur ist sie von Pessimisten umgeben ... Ein direktes Ende hat das "Projekt" wohl nicht, aber dass es insgesamt gut läuft, davon bin ich als optimistischer Realist überzeugt. Und was wäre jetzt die Alternative?
Bei allem "Optimismus" in dieser Sache, die meiner Meinung nach eher wie Naivität oder zumindest Nichtsehenwollen anmutet, aber selbst einige der ansonsten ja flächendeckend in den sog. "etablierten" Parteien anzutreffenden devoter, karrieregeiler und kadavergehorsamer Parteisoldaten haben mittlerweile den Mut Wahrheiten und Tatsachen offen auszusprechen, wollen nicht mehr schweigen und den ganzen Merkelschen Wahnsinn als "alternativlos" und quasi "gottgegeben" in einer Demokratie hinnehmen. Nicht nur in Dresden. Das würde zumindest ich dann nicht als "Pessimismus" sondern wirklich als Realismus bezeichnen. Wer sich aber bei diesem praktischen Feldversuch der Politik an den eigenen Bürgern gut aufgehoben fühlt, der braucht dann auch in der Tat eine gehörige Portion Optimismus um sich das Ganze weiter und in Zukunft schönzureden.
Also bitte jetzt nicht hier im Forum die Junge Freiheit posten. Da muss ich protestieren. Ich bin für Meinungsvielfalt. Wer sich bei der Jungen Freiheit gut aufgehoben fühlt - bitte sehr. Ich will da auch garnicht argumentieren. Aber das Forum beschäftigt sich mit A-A, oder?
Ich stehe keiner politischen Richtung nahe, aber einigen stehe ich eben fern. Und von den ewigen Montags-Spaziergängern, die uns hier das Leben nicht leicht, sondern schwer machen, habe ich noch keinen einzigen konstruktiven Vorschlag gehört. Und was die sog. "Flüchtlingskrise" betrifft, habe ich das angeblich so riesige Problem noch garnicht verstanden. Ich sehe nur, wie viele junge Männer und Frauen das Geschäft hier ankurbeln und mit vollen Tüten die Warenhäuser verlassen. Und das ist gut so. Und ein paar neue Gene können uns auch nicht schaden ... bin da optimistisch :-)
Dr. Faust, Du wurdest zuerst politisch, Tizian antwortet nur und ich sehe es genauso wie er. Ich habe hierzu nichts weiter gesagt, weil es kein politisches Forum ist und mir bekannt ist, dass die Leute hier unterschiedlicher Meinung sind. "Die junge Freiheit" lese ich auch gerne, ich kann sie nur wärmstens empfehlen.
Tizian, wir beide würden uns auch auf FB gut verstehen .
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #23Also bitte jetzt nicht hier im Forum die Junge Freiheit posten. Da muss ich protestieren. Ich bin für Meinungsvielfalt. Wer sich bei der Jungen Freiheit gut aufgehoben fühlt - bitte sehr. Ich will da auch garnicht argumentieren. Aber das Forum beschäftigt sich mit A-A, oder?
Ich stehe keiner politischen Richtung nahe, aber einigen stehe ich eben fern. Und von den ewigen Montags-Spaziergängern, die uns hier das Leben nicht leicht, sondern schwer machen, habe ich noch keinen einzigen konstruktiven Vorschlag gehört. Und was die sog. "Flüchtlingskrise" betrifft, habe ich das angeblich so riesige Problem noch garnicht verstanden. Ich sehe nur, wie viele junge Männer und Frauen das Geschäft hier ankurbeln und mit vollen Tüten die Warenhäuser verlassen. Und das ist gut so. Und ein paar neue Gene können uns auch nicht schaden ... bin da optimistisch :-)
Ich möchte Ihre aus meiner Sicht naive und "optimistische" Weltanschauung weiß Gott nicht stören und daher auch nicht weiter kommentieren, aber in welcher Welt leben Sie denn, wenn Sie heute noch die JF als liberal-konservatives Blatt "stört"? Das "Neue Deutschland" oder die Zeitung " Deutschland ist bunt" hat das Interview leider nicht gedruckt, mit dem ich eigentlich nur Ihren zuvor geschriebenen Post und Ihre Sicht beantworten und mit einer Quelle belegen wollte.
Und letztlich, vielleicht sind Sie noch gar nicht darauf gekommen, daß diese vielen jungen Männer und Frauen, die uns "geschenkt" wurden und die Warenhäuser mit vollen Tüten verlassen, das Geld dafür nicht selbst erwirtschaftet haben, sondern diese vollen Tüten von anderen bezahlt und erarbeitet werden müssen! Von den anderen seit einem Jahr tagtäglichen Problemthemen in diesem Zusammenhang, die Ihnen vielleicht entgangen sind oder von Ihnen ausgeblendet oder ignoriert werden, möchte ich jetzt gar nicht reden.