Christoph Steinhauser Du wirst nicht älter, sondern besser
Im Mittelpunkt steht eine offenbarte Schriftrolle, die Gebote der Verjüngung enthält. Diese sollen morgans und abends gesprochen werden.
Das klingt jetzt esoterisch, aber es ist eine Form der Autosuggestion. Die "Gebote" sind aber inhaltlich völlig ok. Der Autor geht davon aus, das der Körper generell durch die mentale Welt stark beeinflusst wird. Das Buch ist ziemlich "jugendlich" geschrieben und enthält vieles, was mir inzwischen auch klar geworden ist (man liest ja so gern seine eigenen Überlegungen ;-) ).
Ich finde auch wieder bestätigt, dass der Ansatz ganzheitlich sein muss, d.h. Körper, Bewußtsein und "Seele" umfassen muss. Es schließen sich noch einige Meditationsübungen an. Insgesamt leicht zu lesen, allen "Reverse-Agern" sei es empfohlen.
Mir ist eigentlich klar, dass man es nur mit "Chemikalien" nicht erreichen wird, wenn das Mentale nicht mitspielt. Vor allem das Unterbewusste ist schwer umzustimmen.
Gibt es u. a. ja auch im Kopp-Verlag. Ich schlage vor passend dazu auch diesen Buchvorschlag des Verlages zu prüfen! Ich könnte mir vorstellen, eine wunderbare Ergänzung!
#28: Das Buch ist nicht vom KOPP-Verlag (hatte ich befürchtet), sondern vm Herbig-Verlag. KOPP handelt jetzt auch mit Büchern.
Die Rezensionen sind durchwachsen, es bietet nichts, was nicht schon bekannt ist. Und außerdem ist mir Faulheit sowieso unsympathisch, nichts tun geht mir unheimlich auf die Nerven. Das heißt ja nicht, dass man pausenlos im Stress stehen muss. Aber was machen. Denke, ich werde es nicht lesen. Bei Amazon habe ich die Verjüngungsliste schon durchgescannt, mir fürs erste 5 Bücher geholt, die nicht so viel taugen. Über 2 davon werde ich nochmal was schreiben, über 2 habe ich schon geschrieben.
Der "Ergänzungsbuchtip" war als Spaß gemeint, Dr. Faust. Ein Zwinkersmiley sollte doch reichen oder!? Und ich habe nichts gegen den Kopp-Verlag und halte nichts von dem ewigen Verlagsbashing der politisch-korrekten Verlage und ihrer Sprachrohre in Politik und Parteien gegen unliebsame Konkurrenten. Das war nur Zufall, daß ich dort geklickt hatte, da ich auf die Schnelle nichts bei Amazon gefunden hatte. Also, keep cool!
Hallole, also so schlecht ist das Buch vom Kopp Verlag gar nicht und ich glaube sogar, dass da viel Wahres dran ist. Meine Oma war ein Sportmuffel, wurde uralt, mein Vater war ein Lahmarsch und wurde sehr alt. Meine Freundinnen die allesamt keinen Sport machen, bis auf eine, die ein bisschen Yoga praktiziert, sehen 10 Jahre jünger aus. Dagegen sind einige meiner Sportskollegen im Alter zwischen 50 und 60 verstorben und auch meine Mutter, die eine durchtrainierte Sportlerin war hat die 60 nicht erreicht. Natürlich heißt das nicht, dass man nun keinen Sport mehr machen soll, aber ich glaube Ruhephasen und Sportpausen sind durchaus sinnvoll für den Körper. Liebe Grüße von Julie
Schluss mit dem Leben nach dem Formel-1-Prinzip! Besser runterschalten und jeden Augenblick in aller Ruhe genießen. Prof. Dr. Peter Axt und Dr. Michaela Axt-Gadermann liefern den medizinischen Beweis, dass es gut ist, öfter mal faul zu sein, dass zu viel Sport den Körper belastet, Langschläfer mehr leisten, Gelassenheit schlau macht und dass der Winterurlaub im Süden das Leben verlängert. Auf der Grundlage der Stoffwechseltheorie haben sie ein revolutionäres Programm entwickelt, mit dem man kostbare Lebensenergie spart und in gesunder und munterer Verfassung steinalt wird.
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Manche Menschen sind glücklich, wenn sie faul sein dürfen, und für andere ist das schrecklich. Die Erfahrung hat man doch schon oft gemacht. Für jede Ansicht gibt es unterstützende Literatur. Jeder kann sich auf eine "wissenschaftliche" Theorie berufen.
Und bitte nicht immer von "Sport" sprechen, Sport an sich gibt es nicht.
Wenn jemand es liest und dann hier die Kerntheorie beschreibt - würde mich freuen.
Es ist doch wahrscheinlich, wie bei praktisch allem, eher eine Kopfsache, siehe hier.
Und außerdem ist mir Faulheit sowieso unsympathisch, nichts tun geht mir unheimlich auf die Nerven.
Und natürlich auch eine Erziehungssache. Die protestantische Arbeitsethik, die nicht "zufällig" mit Beginn der Industrialisierung und des Kapitalismus ihren vollen Einfluß auf die westliche Gesellschaft entfaltete, hat Generationen von Menschen im wahrsten Sinne eingebläut, daß Faulenzen Sünde und Arbeit eine Pflicht sei und man vom ersten Morgenlicht, bis zum Sonnenuntergang fleißig sein und schaffen möge um gottgefällig zu leben. Nun ja, nicht erst seit Erfindung der Glühlampe auch davor und danach, 24 Std. Auch bei Kerzenlicht hat man früher geschuftet, für die Kirche, für einen Hungerlohn, für Steuern.
Dieser Wahn ist natürlich völlig unnatürlich, auch im Tierreich nicht zu finden, und war selbst den Menschen bis dato nicht bekannt. Danach wurde er zum unumstößlichen Dogma und zwar von denjenigen in Staat, Wirtschaft und Kirche, die davon am meisten profitierten, in jeglicher Hinsicht.
Die protestantische Arbeitsethik ist gekennzeichnet durch die Vorstellung von Arbeit als Pflicht, die man nicht in Frage stellen darf. Die Arbeit bildet den Mittelpunkt des Lebens, um den herum Freizeit gestaltet wird. Diametral zur vorreformatorischen Auffassung erklärte der reformierte Geistliche Johann Kaspar Lavater im 18. Jahrhundert, "[selbst im Himmel] können wir ohne eine Beschäftigung nicht gesegnet sein" (Aussichten in die Ewigkeit, 1773).
Pekka Himanen fasst die Grundzüge der protestantische Arbeitsethik folgendermaßen zusammen: "Arbeit muss als gottgewollter Lebenszweck betrachtet werden, sie muss so gut wie möglich verrichtet werden und Arbeit muss als Pflicht gelten, die man erledigt, weil sie erledigt werden muss" (Himanen 2001, S. 27).
Max Weber führt die Entstehung dieser Auffassung auf den im 16. Jahrhundert auftauchenden Kapitalismus zurück:
"Jener eigentümliche, uns heute so geläufige und in Wahrheit doch so wenig selbstverständliche Gedanke der Berufspflicht, einer Verpflichtung, die der einzelne empfinden soll und empfindet gegenüber dem Inhalt seiner "beruflichen" Tätigkeit, gleichviel worin sie besteht, gleichviel insbesondere ob sie dem unbefangenen Empfinden als reine Verwertung seiner Arbeitskraft oder gar nur seines Sachgüterbesitzes (als "Kapital") erscheinen muss – dieser Gedanke ist es, welcher der "Sozialethik" der kapitalistischen Kultur charakteristisch ist" [...] "Die Fähigkeit der Konzentration der Gedanken sowohl als die absolut zentrale Fähigkeit, sich der Arbeit gegenüber verpflichtet zu fühlen, finden sich hier besonders oft vereinigt mit strenger Wirtschaftlichkeit, die mit dem Verdienst und seiner Höhe überhaupt rechnet und mit einer nüchternen Selbstbeherrschung und Mäßigkeit, welche die Leistungsfähigkeit ungemein steigert. Der Boden für jene Auffassung der Arbeit als Selbstzweck, als "Beruf", wie sie der Kapitalismus fordert, ist hier am günstigsten" (Die protestantische Ethik und der "Geist" des Kapitalismus, 1904/05).
Noch präziser charakterisiert der puritanische Moraltheologe Richard Baxter:
"Um des Handelns willen erhält uns Gott und unsere Aktivitäten; Arbeit ist sowohl die Moral als auch der natürliche Zwecke der Macht. Zu sagen "ich werde beten und meditieren [anstatt zu arbeiten], ist als ob ein Diener die schwerste Arbeit verweigern und sich selbst einer geringeren, leichteren Arbeit widmen würde" (Christian Dictionary).
Das paßt hierzu sehr schön. Das heißt ja nicht, dass man pausenlos im Stress stehen muss. Aber was machen.
Weshalb? Wer oder was zwingt einen dazu, immer etwas machen zu müssen? Körper und Geist sicher nicht, die brauchen zumeist eher etwas mehr Ruhe und Entspannung, als man ihnen mit dieser Einstellung zugesteht. "Ich muß etwas machen" - ist ein Zwang. Und Zwänge sind nicht natürlich und ungesund. Auch evtl. Schuldgefühle und eine Stigmatisierung des "Faulenzen", aus welchen Gründen auch immer, sollten doch beim Thema Ruhe und Erholung völlig fehl sein. Das mal so am Rande.
Archimedes machte bekanntlich seine Entdeckung beim Faulenzen in der Wanne, Newton beim Faulenzen und Dösen unter einem Baum. Wer weiß, wieviele Erfindungen oder Ideen überhaupt in so einer Phase der Ruhe, der Entspannung. des Faulenzens, der Grundlage von Kreativität entstanden sind?
Ich bin leider auch so programmiert immer etwas tun zu müssen. Aber ich arbeite an mir in Richtung mehr Faulheit. im Grunde ist man im Job schon nur ein Sklave des Sytems und in der Freizeit ein Opfer seiner Zwänge. Ich halte das auch für nicht sehr gesund. Liebe Grüße von Julie
#34 Danke für die sehr schöne historische Darstellung. Ich stimme dem voll zu.
Aber: ich habe Arbeit nie als Pflicht betrachtet, sondern immer als bezahltes Hobby. Habe immer versucht, das zu machen, was ich gern machen möchte. Ich kenne auch nicht die Einteilung zwischen Arbeit und Freizeit bzw. Hobby. In 20 Jahren Selbstständigkeit sowieso nicht, und davor als eher Wissenschaftler an der Uni gibt man seine Gedanken zum Thema auch nicht an der Garderobe ab.
Natürlich habe ich auch viel Urlaub gemacht, aber nicht im Ferienhaus in der Heide (außer einmal, danach war ich in der Neurologie :-( ).
Ich liebe diese Art Leben und bin glücklich damit. Wäre ich Millionär, wäre es nicht anders, da müsste ich denn bloß kein Geld verdienen.
Weshalb? Wer oder was zwingt einen dazu, immer etwas machen zu müssen? Körper und Geist sicher nicht, die brauchen zumeist eher etwas mehr Ruhe und Entspannung, als man ihnen mit dieser Einstellung zugesteht.
Im Unkehrschluss zwingt mich aber niemand, im Zustand der Ruhe zu verharren. Ob Körper und Geist wirklich die Ruhe brauchen, ist nicht bewiesen und von Person zu Person anders. Ich rede nicht von nervenaufreibendem Stress oder irgendwelchen Tätigkeiten (Regale im Supermarkts bestücken oder so). Man muss eben auf seinen Körper hören. Wenn der sich im Faulheits- Zustand schlecht fühlt, ist es nicht gut. Aber wer will, kann ruhig faul sein. Habe nichts dagegen.
So ist es Julie, es ist letztlich ein Programm, ein Glaubenssatz. In der Regel fängt der an mit "Ich darf nicht... oder Ich kann doch nicht..." Oder "Ich muß doch..." Und dann mit einem schlechten Gewissen etc. kämpft
Um nochmal kurz Dr. Faust zu zitieren "Und außerdem ist mir Faulheit sowieso unsympathisch, nichts tun geht mir unheimlich auf die Nerven. Das heißt ja nicht, dass man pausenlos im Stress stehen muss. Aber was machen."
Zugespitzt könnte man sagen, nach dieser Denkweise wäre ein Gebet, Meditation oder gar Schlaf der Höhepunkt von "Faulheit" und vergeudeter Zeit, denn man "macht" ja nix. Jedenfalls wohl nichts im Sinne des Dr. Faust. Allein die für alle Lebewesen so wichtige Muße und Ruhe mit dem schon religiös negativ besetzten Begriff "Faulheit" zu verknüpfen ist ein Programm. Man könnte ja auch sagen "Schöpferische oder Kreative Pause", wobei egal ist, ob diese für den einen regelmäßig eine Stunde oder für den einen oder anderen ein Jahr bedeutet. Nein, man entscheidet sich ganz konkret und gezielt für diesen Begriff, weil er zu dem inneren Programm paßt und dieses widerspiegelt.
Ich denke ja, das Menschen, die meinen rastlos sein zu müssen entweder mit sich allein nicht viel anfangen können oder sich schlichtweg für zu bedeutend halten. Und dann gibt es natürlich auch Menschen, die an Ängsten leiden, Todesängsten z. B., und dabei dem Zwang in der verbleibenden Zeit, die ja nur noch sehr kurz und jederzeit zu Ende sein könnte, möglichst viel zu erleben oder zu schaffen. Aber das ist nur meine Theorie!
Gemeint sind damit auch nicht die vielen Menschen, die immer nur in Bewegung oder Aktion sind, weil sie im Job, in der Freizeit und sogar auch in der Familie nicht Nein sagen können. Die sind zwar auch getrieben, aber da kommen die Zwänge nicht nur von innen, sondern auch von außen, weil diese Menschen sehr oft ganz gezielt ausgenutzt werden.
Wie auch immer, jeder hat seinen Lebensrythmus und eine Wertung desselben von außen steht nicht zu und war auch nicht gemeint, sondern der Versuch zu ergründen, wie kommt jemand darauf, im Leben auch mal sich aus allem herauszunehmen und einfach nur zu sein "Faulheit" sei und dies negativ betrachtet.
Dr. Faust, seine Arbeit zu mögen und auch gern und viel zu arbeiten schließt doch nicht aus, sich auch gezielt und oft Zeit und Pausen zum "Faulenzen" zu nehmen. Und damit meine ich nicht den von Millionen jedes Jahr heiß ersehnten Jahresurlaub, der für die meisten dann doch nur im immer wiederkehrenden Jahresmegastress endet.
Der Spruch, ich lebe nicht, um zu arbeiten, sondern ich arbeite, um zu leben, beschreibt es aus meiner Sicht sehr gut, was ich meine. Oder Ying und Yang.
Viele Workoholics arbeiten übrigens nicht so viel, weil ihnen die Arbeit besonders viel Spaß macht, sondern weil sie dort die größte Anerkennung und Befriedigung finden, mehr als in Familie und im Freundeskreis. Diese Leute können mit sich allein und ihren Angehörigen praktisch nichts anfangen, auch weil sie eben immer auf der Suche nach dieser bestimmten Art der Befriedigung sind. Nicht ohne Grund als Sucht und Zwangshandlung anerkannt und in Therapie. Viele Menschen leben im Job auch einfach ihre Psychosen aus, die einen im Treten und Schikanieren nach Unten, die anderen im devoten Buckeln nach Oben. Dafür bietet sich das in vielen Unternehmen ja nach wie vor vorhandene Hierarchiesystem hervorragend an. Da ist für jeden was dabei und viele Psychopathen sind damit absolut happy! Das haben die zu Hause nicht, da hat Frauchen die Hosen an.
Wie man sieht, daß Thema Arbeitsethik-und Moral ist ein weites Feld! Und auch Faulenzen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen gehört meiner Meinung nach zum leider viel zu kurzen Leben dazu!
#37 Ich bin da auch nicht der typische Fall und kann das auch nicht wirklich beurteilen. Außer 4 Jahre, die ich in einem sozialistischen Großbetrieb zugebracht habe, war ich immer nur an "Unitäten und Akemien" oder privat. Und jetzt ist es so, dass man nicht immer weiß: ist das jetzt Arbeit oder schon Faulheit?
Ideal ist es, wenn man diese Abgrenzung von ARbeit und Leben nicht macht. Arbeit ist auch Leben! Es gibt nur Leben, mal macht man eben dies und mal was anderes. Leute mit Psychosen sind halt krank, ich hoffe, es betrifft nicht die Mehrheit der Bevölkerung. Wichtig ist immer die Selbstkontrolle, das eigene Verhalten beurteilen können.
Eine "Arbeitsethik", also der Gedanke, dass ich arbeiten um der Arbeit willen muss, ist mir eigentlich irgendwie fremd. Nur, wenn ich was mache, möchte ich, dass es möglichst gut wird. Es geht mir eigentlich um das "Werk", so wie einem Künstler. Deswegen würde ich auch nie "Dienstleister" sein wollen.
Ich lass den lieben Gott einen guten Mann sein und mache, sofern die Umstände es erlauben, einfach mein Ding, wie man es auch nennt. Zwänge mag ich überhaupt nicht, weder zur "Arbeit" noch zur "Erholung".
PS: Was sind also die Folgerungen zur Verjüngung: m.E. Abschalten aller Programme, die uns Zwänge suggerieren, selbstbestimmtes Handeln, Kreativität und "Machen" und nicht alles akzeptieren, was so von einem gefordert wird.
Wer britischen Humor mag, der kann sich hier bei Tom Hodgkinson, einem der Vorreiter der britischen "Müßiggangbewegung" auf sehr amüsante Art einlesen und unterhalten lassen und sich gleichzeitig über die interessante Historie dieses Themas informieren.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #38 Ideal ist es, wenn man diese Abgrenzung von Arbeit und Leben nicht macht. Arbeit ist auch Leben! Es gibt nur Leben, mal macht man eben dies und mal was anderes. ... Zwänge mag ich überhaupt nicht, weder zur "Arbeit" noch zur "Erholung".
So sehe ich das auch. Faulenzen, Urlaub machen ist einfach nicht mein Ding. Gerne mal einen Roman lesen und ich lese in allen Lebenslagen, wenn ich mich nicht auf irgendwas konzentrieren muß, auch viel triviales. Aber in der Sonne liegen, Spazieren gehen, nix tun, ohne Ziel in der Gegend rum fahren oder lange Strecken reisen um mich zu erholen das langweilt mich zu Tode.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #38 Ideal ist es, wenn man diese Abgrenzung von Arbeit und Leben nicht macht. Arbeit ist auch Leben! Es gibt nur Leben, mal macht man eben dies und mal was anderes. ... Zwänge mag ich überhaupt nicht, weder zur "Arbeit" noch zur "Erholung".
So sehe ich das auch. Faulenzen, Urlaub machen ist einfach nicht mein Ding. Gerne mal einen Roman lesen und ich lese in allen Lebenslagen, wenn ich mich nicht auf irgendwas konzentrieren muß, auch viel triviales. Aber in der Sonne liegen, Spazieren gehen, nix tun, ohne Ziel in der Gegend rum fahren oder lange Strecken reisen um mich zu erholen das langweilt mich zu Tode.
Faulenzen, Müßiggang wie zumindest ich das verstehe und auch begrüße meint doch gerade nicht das sinnlose Vergeuden von Zeit, bis hin zur Langeweile, wofür ich z. B. sich auch mal sonnen oder Spazierengehen allein schon der Gesundheit wegen überhaupt nicht halte, sondern das gezielte Herausnehmen aus dem Alltag für eine gewisse Zeitspanne. Auch entspanntes Lesen z. B. von Trivialiteratur ist da doch eine schöne Form der Entspannung, des Müßigganges und des Faulenzens. Ich denke, es ist eher eine Definitions-und Interprätationsfrage, als das Handeln selbst.
Entscheidend ist doch weniger das Was sondern das Wie, und das es hier eben nicht darum geht Zeit sinnlos totzuschlagen, sondern sich Freiräume, Ruhe-und Entspannungsphasen zu schaffen und zu gönnen, die nicht immer nur mit aktivem Handeln zu tun haben und gerade die dann oftmals nicht nur gut tun, sondern sehr kreativ sein können. Jeder Künstler, Schriftsteller, Musiker wird das bestätigen können.
Wie auch schon gesagt, was macht ein Betender, ein Meditierender? Er nimmt sich bewußt aus der Gegenwart heraus und ist mit sich allein oder mit Gott im Zwiegespräch etc. Auch das ist kein aktives Tun, sondern eher ein Mitsichgeschehenlassen und schauen, was passiert.
Das Problem dabei ist, viele Menschen können einfach nicht mit sich allein und ohne gleichzeitige Ablenkung und sei es irgendeine eigene belanglose Aktivität sein. Wie heißt es doch so schön, sich selbst zu ertragen ist eine hohe Kunst, die die meisten Menschen nicht (mehr) beherrschen.
Das ist schon alles ok. Ich bin als ausschließlich geistig "arbeitend" auch nicht unbedingt repräsentativ. Ich empfinde alles als einheitlichen "Fluss", habe auch nie das Wochenende als "break" empfunden. Was ist der Unterschied zwischen Freitag und Sonnabend? Eigentlich kein Unterschied, ein Tag mit 24 h. Wenn man natürlich früh um 7 auf Arbeit sein muss, dann noch Kinder, Haushalt etc., sieht es ganz anders aus. Da muss der "break" schon sein.
Gehe auch täglich 2km an der Elbe spazieren, mal raus aus dem Büro und über verschiedenes nachdenken. Ich muss ja fast den ganzen Tag mit mir allein sein, habe da kein Problem. Wenn man was lesen oder schreiben will, sind Zuschauer eher nicht erwünscht. Sehr erholsam finde ich events, z.B. Rockkonzerte oder morgen, Dresdner Stadtfest. Das Gehirn braucht auch mal anderen Input, deswegen wechsle ich auch die Tätigkeit. Also auf jeden Fall, die Entspannung ist da, nur ist die Trennung eher "unscharf". Habe auch genügend Trivialliteratur zum Thema A-A, die noch zu lesen wären.
"... eher ein Mitsichgeschehenlassen und schauen, was passiert." Na das ist nichts für mich, die Kontrolle will ich schon behalten.
Aber was hat das jetzt mit Verjüngung zu tun? Man muss die "Seele" davon überzeugen, dass man nicht alt und krank werden möchte, bzw. dass man es nicht wird. Wie tut man es?
Erholung und "Relaxen" oder "Chillen" sind eher körperliche Maßnahmen, vom Verstand geboten? Ist das schon eine Umprogrammierung? Es braucht ein Motiv, dass die Seele überzeugt und das ist wahrscheinlich nicht in sich selbst zu finden. Vielleicht denken wir ein wenig zuviel mechanistisch, in Physik und Chemie. Wenn ich dies und jenes nehme, geschieht eine Art "Zwangsverjüngung". Obwohl die Seele ihr "Script" weiter fährt.
Ganz passend zum Thema, auf jeden Fall zum Thema Gesunderhaltung.
Wir brauchen mehr Stille
Urlaubszeit ist auch die Zeit der Stille. Und der menschliche Körper braucht sie, um funktionsfähig zu bleiben. Wir gönnen ihm die absolute Ruhe heute aber viel zu selten. Das ist schade.