Erschöpfung: Burnout glimmt lange nach Müdigkeit, Gedächtnisprobleme und eine verringerte Stresstoleranz: Viele Symptome eines Burnouts bleiben auch nach einer erfolgreichen Psychotherapie noch bestehen, zeigt eine schwedische Studie. https://www.spektrum.de/news/burnout-gli...ge-nach/1755456
ZitatNicht einmal jeder Fünfte betrachtet sich als genesen Ergebnis: Nur 16 Prozent der Probanden hielten sich nach sieben Jahren für vollständig genesen. Vier Prozent sagten, ihr Befinden sei gleich oder schlechter als damals. Die große Mehrheit von 80 Prozent fühlte sich zwar besser, litt aber noch immer an einem oder mehreren belastenden Symptomen.
Für mich ist das keine Überraschung. Psychotherapie kann kaum die Stressresistenz erhöhen und ähnliche Probleme beseitigen. Durch Einsicht in psychologische Fakten kann man eventuell lernen, sich etwas klüger zu verhalten, aber die Auslöser bleiben ja nach wie vor bestehen, damit meine ich nicht, belastende Alltagssituationen, sondern beispielsweise kurze Telomere ect..
Mehr Krebs durch Arbeitsstress? Forscher finden Zusammenhang zwischen einigen Krebsformen und der Stressbelastung Arbeit kann krank machen – auch was Krebs betrifft: Forscher haben einen Zusammenhang zwischen dauerhaft erhöhtem Arbeitsstress und zwei Krebsarten entdeckt. Demnach kann die Stressbelastung das Risiko für Darmkrebs und Speiseröhrenkrebs signifikant erhöhen. Auch Lungenkrebs tritt bei Gestressten offenbar häufiger auf – selbst wenn man das Rauchen als Risikofaktor berücksichtigt und ausschließt.
ZitatBisherige Studien hatten zwar bereits Indizien für eine krebsfördernde Wirkung einer chronischen Stressbelastung gefunden. Es blieb aber unklar, ob dies auf den Stress selbst zurückgeht oder auf die mit ihm verbundenen Verhaltensweisen wie vermehrtem Rauchen, verringerter Bewegung und ungesunderer Ernährung.
Um diese Frage zu klären, haben Tingting Yang vom Volkshospital in Henan und sein Team nun die Gesundheitsdaten von mehr als 280.000 Teilnehmern von Langzeitstudien in Nordamerika und Europa ausgewertet. Dabei untersuchten sie gezielt, ob es Zusammenhänge zwischen dem jeweiligen Arbeitsstress der Probanden und verschiedenen Krebsarten gibt.
Mehr Darmkrebs und Speiseröhrenkrebs Und tatsächlich: Bei zwei Krebsarten – Darmkrebs und Speiseröhrenkrebs – fanden die Wissenschaftler eine signifikante Korrelation. Zusätzlich zeigte sich auch bei Lungenkrebs eine auffällige Häufung bei sehr gestressten Menschen. Diese Zusammenhänge bleiben auch dann noch erhalten, wenn die Forscher andere Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Lebensweise berücksichtigten.
Interessant allerdings: Für welche Krebsart einen der Arbeitsstress anfälliger macht, scheint auch vom Wohnort abzuhängen: „In Nordamerika war der Effekt des Arbeitsstresses auf den Darmkrebs statistisch signifikant, nicht aber in Europa“, berichten die Forscher. Beim Speiseröhrenkrebs dagegen stieg in Europa das Risiko signifikant mit der Stressbelastung an, nicht aber in Nordamerika.
Fördert der Dauerstress im Job das Krebsrisiko? Die tägliche Hektik und psychische Belastung im Job ist einer chinesischen Metaanalyse zufolge ein wichtiger Risikofaktor für die Malignomentwicklung. Signifikante Zusammenhänge zwischen Arbeitsstress und Krebserkrankungen zeigten sich für drei Krebsarten.
ZitatStress kann Menschen auf vielfältige Weise schaden. Der Blutdruck steigt, Herz und Gefäße leiden, Kopf- und Rückenschmerzen breiten sich aus, das Diabetesrisiko und die Infektionsneigung nehmen zu und es kann u. a. zu Tinnitus und Impotenz kommen. Ob die psychische Belastung im Berufsleben auch Einfluss auf die Entstehung von Krebserkrankungen nehmen kann, haben jetzt erneut chinesische Wissenschaftler untersucht. Im Rahmen einer Metaanalyse haben Tingting Yang vom Henan Provincial People’s Hospital in Zhengzhou und Kollegen die Ergebnisse von neun geeigneten Beobachtungsstudien aus Europa und Nordamerika zusammengefasst. Insgesamt wurden die Daten von 281.290 Studienteilnehmern aus sieben Ländern analysiert, von denen 9090 eine Krebserkrankung entwickelt hatten.
Teilnehmer mit hohem Arbeitsstress hatten in der multivariaten Analyse im Vergleich zu solchen, die keinem beruflichen Stress ausgesetzt waren, ein um insgesamt 17% höheres Krebsrisiko. Wurden die Tumoren im Einzelnen bewertet, ergab sich für drei Krebsarten ein signifikant erhöhtes Risiko: + 24% für den Lungenkrebs, + 36% für das Kolorektalkarzinom und + 112% für das Ösophaguskarzinom. Keine klaren Zusammenhänge zwischen Arbeitsstress und Krebserkrankung ließen sich dagegen für den Prostatakrebs, den Brustkrebs oder das Ovarialkarzinom erkennen.
Weitere Krebsarten waren nur in einer Studie untersucht worden. Hier war das Risiko für ein Blasenkarzinom signifikant um 37% erhöht und für ein Magenkarzinom um 53%. Zusammenhänge zwischen Stress und Krebserkrankungen der Niere, des Pankreas, des Gehirns, der Verdauungsorgane, viren- oder hormonassoziierten Tumoren sowie Non-Hodgkin-Lymphom konnten in dieser Studie nicht nachgewiesen werden.
Allerdings unterschieden sich in Subgruppenanalysen, in denen auch Lebensstilfaktoren berücksichtigt wurden, die Ergebnisse für Europa und Nordamerika: Während der signifikante Zusammenhang zwischen Stress und Kolonkarzinom nur für Nordamerika galt (RR 1,51 vs. 1,16 in Europa), verhielt es sich beim Ösophaguskarzinom umgekehrt (Europa: RR 2,82 vs. Nordamerika: 1,44). Zudem ergab sich für Männer ein höheres Risiko beim Lungen- und Kolorektalkarzinom als für Frauen.
Stress fördert die Ausbreitung von Krebs In einer Studie wurde herausgefunden, dass Stress zu einer schnelleren Ausbreitung von Krebs bei Patienten führen kann. Allerdings wurde ein einfaches Mittel entdeckt, um einen Teufelskreis zu verhindern.
ZitatFür viele Menschen ist Stress zu einem täglichen Begleiter geworden, der sich zwischen anstehenden Terminen und fälligen Arbeiten kaum mehr abschütteln lässt. Wer regelmäßig unter starker nervlicher Anspannung steht, der ist bewiesenermaßen auch einem höheren Gesundheitsrisiko in vielen Bereichen ausgesetzt. Wie nun belegt werden konnte, fördert Stress sogar eine schnellere Ausbreitung von Krebs. Verbreitung beschleunigt
Das haben Wissenschafter an einer australischen Universität im Rahmen eines Tierexperiments herausgefunden. Prinzipiell kann sich eine bereits bestehende Krebserkrankung im menschlichen Körper über Blutgefäße und über das lymphische System ausbreiten. Stresshormone begünstigen beide Varianten, die Verbreitung wird also wesentlich beschleunigt.
Stress im Beruf: Höheres Risiko für Typ-2-Diabetes
ZitatGibt es einen Zusammenhang zwischen Stress und Diabetes? Das wird seit längerem diskutiert. Jetzt fand eine internationale Übersichtstudie mit knapp 125.000 Erwachsenen1 heraus: Wer einen stressigen Job hat und gleichzeitig nur geringe Entscheidungsspielräume, für den ist das Risiko, an Diabetes mellitus Typ-2 zu erkranken erhöht – ganz gleich, welchen Lebensstil er pflegt.
Kann Stress zu Diabetes führen? Stress erhöht den Blutzuckerspiegel und kann eine Diabetes-Erkrankung verschlechtern. Möglicherweise löst anhaltende Überbelastung die Stoffwechselerkrankung sogar mit aus.
ZitatDie Forscher von der Universität in Tel Aviv hatten insgesamt 677 berufstätige Männer und Frauen untersucht. Mit einem Fragebogen ermittelten die Wissenschaftler, ob bei den Studienteilnehmern ein sogenanntes „Burn-out Syndrom“ vorlag – ein chronisches Erschöpfungssyndrom, das durch übermäßige Belastung am Arbeitsplatz entsteht. Über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren überprüften die Wissenschaftler zudem, ob die Teilnehmer einen Typ 2 Diabetes entwickelten.
Das Ergebnis: Probanden, die unter einem Burn-out Syndrom litten, hatten ein gut 1,8-fach erhöhtes Risiko für Typ 2 Diabetes. Andere mögliche Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Alkoholgenuss hatten die Forscher in dieser Berechnung bereits berücksichtigt. Bezogen die Forscher in ihre Berechnungen auch den Blutdruck mit ein, der nur von einer Teilgruppe der Probanden bekannt war, vervierfachte sich sogar das Risiko, an Diabetes zu erkranken.
Gesundheit im Management Wenn Chefsein tödlich ist Die CEOs von großen Unternehmen werden fürstlich entlohnt. Doch sie zahlen unter Umständen einen hohen gesundheitlichen Preis für ihre Verantwortung, wie eine neue Studie zeigt.
Zitat
Von James Donald existieren zwei Fotos, die nahelegen, dass dem ehemaligen Starbucks-Chef die Zeit an der Spitze der Kaffeekette nicht gut getan hat. Das eine wurde nur wenige Monate, bevor er im April 2005 den CEO-Job antrat, aufgenommen. Das andere stammt aus dem Mai 2009. Vier Jahre liegen zwischen den Fotos, doch ein darauf trainierter Algorithmus schätzte: der Mann sei um sieben Jahre gealtert. Wer nach den Ursachen für die beschleunigte Alterung sucht, der landet schnell bei einem Ereignis, das Donald mitten in seiner Amtszeit traf: 2007 erwischte die Finanzkrise Starbucks mit voller Wucht und ließ den Aktienkurs zwischenzeitlich um mehr als 40 Prozent einbrechen. Offensichtlich ein entscheidender Grund für die vorschnelle Alterung, wie eine aktuelle Studie einer Forschergruppe um den Ökonom Mark Borgschulte von der Universität von Illinois nahelegt.
Borgschulte hat zusammen mit Canyao Liu (Yale School of Management), Marius Guenzel (Wharton School of Management) und Ulrike Malmendier (Universität von Berkeley) für ein neues Arbeitspapier untersucht, wie die immensen Anforderungen in den obersten Vorstandsrängen von Unternehmen den hochbezahlten Firmenlenkern an die Substanz gehen. Die Forscher diagnostizieren „signifikante Gesundheitskosten“.
ZitatAls Grundlage ihrer Untersuchung haben die Forscher eine Datenbasis von mehr als 1600 Vorstandsvorsitzenden von großen US-amerikanischen Unternehmen zusammengetragen, inklusive ihrer genauen Geburts- und falls nötig Sterbedaten und mehrerer Fotos. In drei Studien versuchten sie daraus die Effekte von besonders belastenden Arbeitssituationen auf das Altern und die Sterberate zu berechnen.
Für den ersten Teil ihrer Arbeit untersuchten Mark Borgschulte und seine Kollegen zunächst die Einführung bestimmter Gesetze zwischen 1985 und 1997, die es erschweren sollten, dass strauchelnde Unternehmen von Konkurrenten aufgekauft werden. Die Angst vor drohenden Übernahmen habe Manager stets stark unter Druck gesetzt, so die Forscher. Dass sie gesetzlich erschwert wurden, habe dagegen zu größerer Entspannung und damit längerem Leben beigetragen, so die Vermutung. Die Zahlen bestätigen das: Insgesamt zwei Jahre länger lebten die CEOs aus dem Datensatz der Forscher, wenn sie in einem Bundesstaat arbeiteten, in dem ein solches Gesetze verabschiedet wurde.
In einer zweiten Studie betrachteten die Forscher den umgekehrten Fall: Was passiert, wenn ein Vorstandsvorsitzender unter größeren Druck gerät? Dazu untersuchten sie Situationen, in denen die von ihnen beobachteten CEOs damit umgehen mussten, dass der durchschnittliche Aktienkurs aller Unternehmen um mehr als 30 Prozent einbrach. Anders gesagt: Sie erlebten einen klassischen Börsencrash. 40 Prozent der beobachteten Firmenlenker mussten einen solchen gesamtwirtschaftlichen Abschwung überstehen – und deshalb damit rechnen, früher zu sterben. Eine ordentliche Krise machte die Vorstandsvorsitzenden im Datensatz um durchschnittlich 1,5 Jahre älter.
Sichtbar gealterte Bosse Aus dem dritten Teil der Untersuchung stammt auch das Beispiel von James Donald. Hier suchten Borgschulte und seine Kolleginnen und Kollegen nach sichtbaren Zeichen des Alters im Gesicht der Bosse. Dazu nutzten sie eine Software, die zuvor mit mehr als 250.000 Fotos von Menschen darauf trainiert wurde, das Alter eines Menschen an seinem Äußeren zu erkennen. Sie fütterten den Algorithmus mit mehr als 3000 Fotos der Konzernlenker der größten 500 US-Unternehmen im Jahr 2006 zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihrer Amtszeit. Vor allem interessierte sie der Vergleich der Chefs, die in besonders stark von der Finanzkrise 2007/2008 getroffenen Branchen arbeiteten, mit denen, die weniger hart getroffen wurden. Das Ergebnis: Nach zehn Jahren sahen sahen die krisengebeutelten CEOs im Schnitt ein Jahr älter aus.
Im Ergebnis konstatieren die Forscher: „Striktere Corporate Governance Richtlinien und finanzielle Notlagen erlegen den CEOs erhebliche gesundheitliche Kosten auf.“ Dem hohen Gehalt der Chefs steht also auch ein erhebliches Berufsrisiko gegenüber.
Auch Diktatoren scheinen darunter zu leiden. Man sehe sich nur mal an, wie schnell sich Stalins gesundheitszustand nach dem zweiten Weltkrieg verschlechterte, obwohl er Welpolitisch der große Sieger des Krieges war.
ZitatStalin hat immer viel gearbeitet, besonders während des Zweiten Weltkriegs. Er nahm an endlosen Beratungen mit seinen Mitarbeitern und Kommandeuren teil, fünf bis sieben pro Tag, zehn bis zwölf Stunden. Diese Sitzungen fanden zu jeder Tages- und Nachtzeit statt. Die Generalstabschefs trafen sich fast jeden Tag und manchmal auch mehrmals täglich mit Stalin.
Wladimir Winogradow, der in den 1940er Jahren Stalins behandelnder Arzt war, hielt Schlaflosigkeit und arterielle Hypertonie für die akutesten gesundheitlichen Gefahren für den sowjetischen Führer. Nach seiner Rückkehr von der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 2. August 1945, wo stressige Nachkriegsverhandlungen stattfanden, verschlechterte sich Stalins Zustand. Er klagte über Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.
Zwischen dem 10. und 15. Oktober 1945 erlitt Stalin einen Schlaganfall. Dieser führte jedoch nicht zu einer Gehirnblutung, sondern nur zu einem Verschluss eines gehirnversorgenden Gefäßes. Zwei Monate später weigerte sich Stalin plötzlich, während er Zeit in seiner Datscha verbrachte, mit irgendjemandem zu sprechen, nicht einmal mit denjenigen aus seinem inneren Kreis und auch nicht am Telefon.
Ab 1946 reduzierte Stalin seine Arbeit. Treffen dauerten nur noch zwei bis drei Stunden. Sie fanden auf seiner Datscha in Kunzewo statt und nicht im Kreml.
Bluthochdruck, Schwindel, Atemprobleme - all dies sind Symptome von Arteriosklerose, einer Verkalkung der Gefäße. Alexander Mjasnikow, Stalins behandelnder Arzt in den letzten Jahren seines Lebens, war auch während Stalins Autopsie anwesend und berichtete von „schwerer Sklerose der Hirnarterien“. Diese Krankheit machte Stalins letzte Jahre unerträglich.
Im Oktober 1949 erlitt er einen zweiten Schlaganfall, gefolgt von einem teilweisen Sprachverlust. Stalin zog sich immer länger von der Arbeit zurück, so von August bis Dezember 1950, dann von August 1951 bis Februar 1952. Er begann, kognitive und Gedächtnisprobleme zu entwickeln. Nikita Chruschtschow berichtete, dass Stalin manchmal den Namen einer Person nicht mehr wusste, die er seit Jahrzehnten kannte. „Ich erinnere mich, als er sich einmal an Bulganin wandte (Wladimir Bulganin, Mitglied des Politbüros) und sich nicht an seinen Nachnamen erinnern konnte. Er sah ihn lange an und fragte ihn danach. Bulganin antwortete ihm sofort“, schrieb Chruschtschow.
Obwohl Stalin sich in seinen letzten Jahren immer mehr von der Arbeit zurückzog, verbesserte sich sein Zustand nicht. Ende 1952 erlitt er häufig Ohnmachten und er konnte ohne Hilfe nicht mehr die Treppe hinaufsteigen. Stalin starb am 5. März 1953 in seiner Datscha in Kunzewo. Die offizielle Todesursache lautete intrazerebrale Blutung.
Nur mal am Rande, diese Ode an den sowj. Führer und seinen "Fleiß" vergisst, daß Stalin quasi Kettenraucher war und die Masse dieser Termine bei und mit ihm endlose Sauf-und Fressgelage waren. Das alles wird grundsätzlich einer Gesundheit dauerhaft nicht zuträglich sein. Aber diesen Mann mit den Topmanagern von Großkonzernen in einem Zug im Zusammenhang mit Arbeistleistung und Fleiß zu nennen, entbehrt nicht schon einer gewissen Ironie.
Übrigens, wenn wir schon bei gestressten Diktatoren sind, auch Hitler war mit Mitte 50 bekanntermaßen ein körperliches und psychisches Wrack, trotz streng asketischer und veganer Lebensweise übrigens. Oder vielleicht gerade deshalb?!
Zitat von Tizian im Beitrag #59Nur mal am Rande, diese Ode an den sowj. Führer und seinen "Fleiß" vergisst, daß Stalin quasi Kettenraucher war und die Masse dieser Termine bei und mit ihm endlose Sauf-und Fressgelage waren.
Tizian, unser Meister der freien Assoziation Von Fleiß war dort niemals die Rede, ich habe ihn einfach nur als Vergleich zu Obama genommen, der optisch sehr stark während seiner 8 Jahre als Präsident gealtert ist. Und nein, ich will jetzt nicht sagen, dass Obama und Stalin beides Marxisten oder Linksextremisten sind. Es ging doch nur um den gesundheitlichen Einfluss von viel Stress und Arbeit. Und dass sowohl ein gewählter Präsident (allein schon der Wahlkampf ist stressig), als auch ein Diktator, der sich in einem autoritären System nach oben gebissen und gekämpft hat, viel Arbeit darin gesteckt hat und auch im Amt viel Stress und Arbeit haben wird (ganz ohne Bewertung der Tätigkeit!) wird ja wohl kaum wer bestreiten.
Zitat von Tizian im Beitrag #59Aber diesen Mann mit den Topmanagern von Großkonzernen in einem Zug im Zusammenhang mit Arbeistleistung und Fleiß zu nennen, entbehrt nicht schon einer gewissen Ironie.
Weder in dem von mir zitierten Artikel, noch sonst wo in meinem Beitrag stand "Fleiß" oder "Arbeistleistung". Das hast du dir einfach so rein gedacht. Ganz neutral betrachtet, ist die Arbeitsbelastung eines Diktators, der versucht so ziemlich alles in einem Weltreich zu regeln, wohl sicher vergleichbar mit dem eines CEOs eines Topunternehmens, ganz ohne Ironie...
Zitat von Tizian im Beitrag #59Übrigens, wenn wir schon bei gestressten Diktatoren sind, auch Hitler war mit Mitte 50 bekanntermaßen ein körperliches und psychisches Wrack, trotz streng asketischer und veganer Lebensweise übrigens. Oder vielleicht gerade deshalb?! clown]
Ja, Hitler ist da auch ein gutes Beispiel dafür, der hatte ja genauso wie Stalin extremen Stress in den Jahren des Krieges. Er hat ihn allerdings ja nicht überlebt und ist keinen natürlichen Tod gestorben. Aber man kann wohl annehmen, dass wenn es anders gelaufen wäre, er wie Stalin ohnehin nicht mehr lange gelebt hätte nach den Kriegsjahren.
Zitat von Tizian im Beitrag #59Übrigens, wenn wir schon bei gestressten Diktatoren sind, auch Hitler war mit Mitte 50 bekanntermaßen ein körperliches und psychisches Wrack, trotz streng asketischer und veganer Lebensweise übrigens. Oder vielleicht gerade deshalb?!
Er war längst am Ende, bevor er sich im Führerbunker 1945 das Leben nahm. Wenn man Dokumentationsfilme mit Originalaufnahmen von Hitler sieht, kann man erkennen, dass er extrem gealtert war und am Ende seines Lebens, wie ein 80-jähriger wirkte. Sicherlich hat er die letzten Jahre seines Lebens auch nur im Führerbunker verbracht, weil er zu einem normalen Leben gar nicht mehr fähig war und neben seinen vielen Erkrankungen auch psychisch sehr leidend war. Er hatte sogar Angst davor, er könne als Leiche noch in russische Hände geraten, um das zu verhindern hat er befohlen, dass er nach seinem Selbstmord sofort verbrannt wird. Dieser großartige Führer , auf den ganz Deutschland gehört hat und der fähig war, es in Schutt und Asche zu legen, hat sich vor lauter Angst schon lebendig begraben.
Unter dem entsetzlichen Vermächtnis haben wir alle, allen voran aber unsere Elter sehr gelitten. Egal was er gegessen hat, das hat ihn mit Sicherheit nicht zu diesem Wrack gemacht.
Wenn man den Wildbeuter als den normalem Menschen betrachtet (also vor der Seßhaftwerdung und Ackerbau) oder von mir aus Steinzeitsippen ist ein Bürojob jedenfalls einfach nur widernatürlich verbrachte Zeit. Wenn man dann 50-60 Stunden die Woche also ca 60% seiner Wachzeit widernatürlich verbringt, kann man sich schon mal fragen ob das Gesund sein kann. Dazu noch Mittags zerkochten werweißwielang warmgehaltenes Futter in der Kantine aus dem Konvektomaten. Zusätzlich dauerhafter Streß. Noch fragen?
Naja es kann leider nicht jeder wie und in den Bluezones leben.
La_Croix, was ich sagen wollte, egal ob als "Meister der freien Assoziation", was ich als Freigeist durchaus als Kompliment empfinde, ist, das sich aus meiner Sicht so ein Vergleich nicht ziemt. Nicht aus prinzipiellen Gründen, mit Sicherheit hat auch ein Diktator und Massenmörder sehr viel Stress und sieht womöglich älter aus als notwendig und man kann über die These "Länger leben durch weniger Arbeit" im Sinne des Thread auch zu Diktatoren gern diskutieren, aber allein aus ethischen Gründen verbietet sich zumindest aus meiner Sicht ein Vergleich mit den Managern eines Industriekonzerns, um es mal so zu sagen.
Nicht mehr und nicht weniger. Oder anders gesagt, klar, Stress is overall. Am meisten aber sicher nicht bei den Diktatoren sondern deren Opfern. Und auch bei den heutigen Arbeitsverhältnissen wage ich die Aussage, daß die meisten Sorgen und den größten Stress die Arbeitsbienen haben und nicht die dicke Hummel.
Zitat von bul im Beitrag #62Wenn man den Wildbeuter als den normalem Menschen betrachtet (also vor der Seßhaftwerdung und Ackerbau) oder von mir aus Steinzeitsippen ist ein Bürojob jedenfalls einfach nur widernatürlich verbrachte Zeit. Wenn man dann 50-60 Stunden die Woche also ca 60% seiner Wachzeit widernatürlich verbringt, kann man sich schon mal fragen ob das Gesund sein kann. Dazu noch Mittags zerkochten werweißwielang warmgehaltenes Futter in der Kantine aus dem Konvektomaten. Zusätzlich dauerhafter Streß. Noch fragen?
Ein interessantes Argument. Die niedrige Lebenserwartung der Wildbeuter scheint ja v. a. aus der geringen Überlebensrate ihrer Kinder zu folgen. Aber ob jemand, der immer körperlich aktiv ist (bzw. sein muss) wirklich besser altert als jemand, der sich schont? Von Sportlern hört man nicht selten von Gelenkproblemen (die Knie bei Joggern oder die Gelenke allgemein bei Bodybuildern). Die alten Germanen hatten meines Wissens auch keine besonders gesunde Küche, sondern haben häufig bevorzugt gekochten Haferbrei genossen. Ich glaube aber auch, dass Jobs mit Bewegungsmangel ungesund sind, wenn man keinen Ausgleich hat. Bin da aktuell leider wegen den geschlossenen Fitnessstudios ebenfalls betroffen.
Die Kindersterblichkeit, schwierige Verfügbarkeit von hochwertigen Lebensmitteln, blutige Konflikte, Risiken bei der Nahrungsbeschaffung, Wind, Wetter und Jahreszeiten ausgesetzt zu sein usw usw. spielte alles in die niedriegere Lebenserwartung der Steinzeitmenschen. Da bin ich schon froh, dass wir in Mitteleuropa diese Probleme eigentlich kaum mehr haben....
Und ja, auch jene Tiere, die noch am natürlichsten leben, sterben auch irgendwann. Vielleicht aufgrund des Alters? Ich denke ein nicht unsignifikanter Anteill wird von anderen Tieren niedergestreckt. Außer vielleicht die Riesen, wie Wale, Elefanten usw..... bzw die mit wenigen Freß-Feinden (Schildkröte)..... Diese sind doch irgendwie recht langlebig oder?
Ich sag ja nur, dass unsere (also die der meisten in der Zivilisation) aktuelle Lebensweise widernatürlich ist. Egal wie sehr ich darüber nachdenke, ich kann mir nicht vorstellen dass dies gesund ist. Epigenetisch geht vielleicht sogar mehr als wir aktuell wissen, aber die Feinjustierung des Körpers über Millionen von Jahren innerhalb von 10.000 Jahren auf links drehen? Glaub ich einfach nicht. Vielleicht werde ich zukünftig eines Besseren belehrt.
Zitat von bul im Beitrag #65Ich sag ja nur, dass unsere (also die der meisten in der Zivilisation) aktuelle Lebensweise widernatürlich ist. Egal wie sehr ich darüber nachdenke, ich kann mir nicht vorstellen dass dies gesund ist. Epigenetisch geht vielleicht sogar mehr als wir aktuell wissen, aber die Feinjustierung des Körpers über Millionen von Jahren innerhalb von 10.000 Jahren auf links drehen? Glaub ich einfach nicht. Vielleicht werde ich zukünftig eines Besseren belehrt.
Gut möglich. Meine Theorie ist wie folgt: Der (europäische) "Urmensch" hatte nicht jeden Tag Nahrung. Die Menschen, die zu Adipositas neigen hatten womöglich Vorfahren, die längere Zeit ohne Nahrung auskommen mussten. Wir finden Zucker so lecker, weil es der perfekte Energielieferant ist (Konvertierung zu Fett). Fasten wäre demzufolge ein normaler Bestandteil des (Urmenschen-)Lebens. Der Körper ist dazu fähig, auch längere Zeit ohne Zufuhr von Nahrungsmitteln auszukommen und nur von seinen Fettreserven und Wasser zu leben. Diese Perioden geben dem Körper Zeit für verbesserte Regeneration, da er auch weniger beansprucht wird. Ohne Vitamin D (Sonne) wird man müde, weil der Körper denkt es wäre Zeit für die Winterruhe. Auch die Rolle von Vitamin D in Bezug auf Knochenfestigkeit und Infektionsresistenz spricht aus meiner Sicht dafür, dass im Winter bevorzugt geruht wurde. Wenn jemand kaum Fett ansetzt, entsprachen seine Vorfahren dieser Theorie zufolge mehr einem Jäger-Typus, der auch im Winter leichter Zugang zu Nahrung hatte. Übergewichtige Menschen haben auch niedrigere Vitamin D Level, wobei man die genaue Ursache noch nicht kennt. Ferner gehe ich davon aus, dass der Mensch ein "Allesfresser" war, da er sonst Probleme mit einigen Vitaminen und Mineralstoffen bekommen hätte. Die Folge dieser hochspekulativen Theorie wäre dann, dass vor allem zu Übergewicht neigende Menschen häufiger mal Fastenperioden in Betracht ziehen und mit ihrem Arzt besprechen sollten. Wenn ich noch weiter spinnen darf, würde ich ebenfalls davon ausgehen, dass der Urmensch in dunklen Höhlen geschlafen hat. Nur absolute Dunkelheit ermöglicht optimale Melatoninlevel. Außerdem musste man sich vor wilden Tieren schützen. La Croix hat ja auch mal einen Bericht zitiert, in dem für einige Urmenschen (wohl Neanderthaler) der Winterschlaf vermutet wurde: RE:News aus der Forschung 2020 (10) Als Kind habe ich mit anderen Kindern immer gerne Höhlen gebaut. Ob das nur ein Zufall ist, oder ein Instinkt ist, der in uns drin sitzt? Man muss auch bedenken, dass wir keine Neandertaler sind, sondern die meisten von uns nur ein paar % aller Gene von ihnen haben.
Das meiste ist wilde Spekulation, aber ich finde sowas auch nützlich, um zu neuen ganzheitlichen Theorien gelangen zu können.
Also das Übergewichtige weniger Vitamin D (25) haben, wundert mich wenig. Bei jedem ernstzunehmenden Dosierungsrechner fließt immer das Körpergewicht mit ein. Je größer die Fettmasse, desto mehr brauchts um einen bestimmten Blutlevel dieses fettlöslichen Vitamins zu erhalten. Beim Abnehmen wird dieses in den Fettdepots gespeicherte Vitamin D (nebst Toxinen und anderem Krams) wieder freigesetzt. Dazu kommt noch, dass fettleibige sich tendenziell weniger (im Freien) bewegen (schätze ich einfach mal) und wer weiß ob eine vergleichsweise große Masse an Unterhautsfett nicht auch den zur Synthese notwendigen Cholesterintransport beeinflusst?
Zitat von lupor im Beitrag #66Ohne Vitamin D (Sonne) wird man müde, weil der Körper denkt es wäre Zeit für die Winterruhe.
Na das nenne ich mal eine kühne Behauptung. Demnach müsste die ganze Republik im Dauerschlaf sein, bei dem epidemischen Mangel.... Man könnte hier auch deine angenommend Ursache-Wirkung umdrehen und argumentieren: Winterschläfer haben kein VD, weil die nicht raus in die Sonne gehen.
Jedenfalls halte ich übermäßige Büroarbeit (Höhlenaufenthalt) für schädlich. Und das schreibe ich als Bürohengst.
Zitat von lupor im Beitrag #66Ohne Vitamin D (Sonne) wird man müde, weil der Körper denkt es wäre Zeit für die Winterruhe
Der Körper denkt nicht. Aber Vitamin D beeinflusst die Schilddrüse (es wird mehr Hormon produziert), so dass größere Mengen Vitamin D zu Wachheit und Anregung führen. Habe ich in der Familie beobachten können.
Tödliches Risiko Zu viel Arbeit: Jährlich sterben der WHO zufolge 745 000 Menschen an Überarbeitung Von innen sieht das Laufrad vielleicht wie eine Karriereleiter aus: Das kann ein gefährlicher Trugschluss sein. Jährlich fordern zu lange Arbeitszeiten einer Studie zufolge 745 000 Tote.
ZitatImmer schneller, immer weiter, immer höher. Wer beruflich nach dieser Maxime lebt und sich keine angemessenen Erholungsphasen gönnt, setzt sein Leben aufs Spiel: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzen, dass im Jahr 2016 weltweit rund 398.000 Menschen an Schlaganfällen und etwa 347.000 an koronarer Herzerkrankung starben, weil sie 55 Wochenstunden oder mehr gearbeitet hatten.
Tod durch Überarbeitung WHO warnt: 'Karoshi' ist ein globales Problem Lange Arbeitszeiten über 55 Wochenstunden kosten einer UN-Studie zufolge jährlich Hunderttausende Menschenleben. Schuld daran sind die körperliche und psychische Belastung sowie indirekte Faktoren wie Rauchen, Alkohol, zu wenig Bewegung und Schlafmangel. Die WHO fordert Maßnahmen.
ZitatDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gehen davon aus, dass im Jahr 2016 weltweit rund 398 000 Menschen an Schlaganfällen und etwa 347 000 an koronarer Herzerkrankung starben, weil sie 55 Wochenstunden oder mehr gearbeitet hatten.
Kein Job sei dieses Risiko wert, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. «Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen sich gemeinsam auf Limits zum Schutz der arbeitenden Menschen einigen.»
Durch Überarbeitung gingen 2016 der Analyse zufolge weltweit rund 23 Millionen gesunde Lebensjahre verloren - mehr als durch Verletzungen oder Fehlbelastungen, die bislang als die größten Verursacher von Gesundheitsschäden am Arbeitsplatz gesehen wurden. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt demnach ab 55 Stunden Wochenarbeitszeit stark an.
Einerseits verursache die körperliche und psychische Belastung diese Krankheiten, erklärte Mitautor Jian Li von der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Zusätzlich gebe es indirekte Faktoren wie Rauchen, Alkohol, zu wenig Bewegung und Schlafmangel.
Im Japanischen gibt es ein eigenes Wort für Tod durch Überarbeitung: «Karoshi». «Karoshi wurde in vergangenen Jahren als einzigartiges ostasiatisches Phänomen gesehen, doch durch unsere systematischen Untersuchungen und globalen Schätzungen wissen wir, dass es sich um ein globales Problem handelt», sagte Li.
Im Auftrag von WHO und ILO wurden Umfragen zu Arbeitszeiten aus 154 Ländern ausgewertet. Die Daten wurden mit Studien über Schlaganfälle und Herzkrankheiten mit insgesamt 1,6 Millionen Teilnehmern abgeglichen.
ZitatLaut der Studie nahmen tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle mit Arbeitsbezug zwischen 2000 und 2016 stark zu. Die Corona-Krise könnte diese Entwicklung noch verstärken, warnte WHO-Chef Tedros: Im Homeoffice verschwömmen Arbeit und Freizeit. Stellenkürzungen erhöhten die Belastung für verbliebene Mitarbeiter. WHO und ILO fordern deshalb, bestehende Arbeitszeitregeln umzusetzen und fehlende Gesetze einzuführen.
UN untersucht Arbeit weltweit Überstunden-Studie: Hunderttausende Tote im Jahr - Risiko steigt ab Stunden-Grenzwert extrem an Eine Analyse der UN liefert erstmals Zahlen zu den tödlichen Folgen von zu vielen Arbeitsstunden auf der ganzen Welt - und erschreckende Ergebnisse.
ZitatÜberall auf der Welt arbeiten sich Menschen buchstäblich zu Tode. Zu diesem Ergebnis führte jetzt eine UN-Studie, deren globale Schätzungen das weltweite Ausmaß erstmals in Zahlen fasste. Wie die dpa berichtet, nehmen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) an, dass im Jahr 2016 auf der ganzen Welt rund 398.000 Menschen an Schlaganfällen und etwa 347.000 an einer koronaren Herzerkrankung starben. Der Grund: Eine Arbeitswoche von mindestens 55 Stunden.
Es ist eine gewerkschaftliche Aufgabe. Leider sind die Gewerkschaften gerade da entmachtet wo es nötig wäre. Meine Frau arbeitet in einem größeren Betrieb der Strombranche (versorgt Ostsachsen) mit elektronischer Zeiterfassung, und wenn die tägliche Arbeitszeit überschritten wird, gibt es Ärger und Hinweise.
Profit auf Kosten der Gesundheit der Beschäftigten geht garnicht.
Bei Selbstständigen - bin ich seit 25 Jahren - hängt es natürlich an der Geschäftslage. Aber ich muss sagen, es hat mich auch stark gemacht. Ich kann ohne Probleme 15 Std arbeiten, bin sogar glücklich wenns gut geworden ist.
Es hängt auch von der psychischen Einstellung zur Arbeit ab. Als Beschäftigter ist man doch manchmal frustriert, z.B. vom Verhalten der Chefs bzw. Firma. Viele Firmen haben das nicht begriffen und sehen in den Mitarbeitern Kostenstellen mit 2 Beinen.
Zitat von mithut im Beitrag #72das Beste ist, gern zu arbeiten ... leider ein seltenes Phänomen ...
Wenn die Arbeit Spaß macht und man mit einem guten Team zusammenarbeitet kann es schon Spaß machen. Nur leider ist es selten im gesamten Berufsleben so, das ist das Problem.
Vier-Tage-Woche: Weltweit größtes Experiment in Island war "überwältigender Erfolg" Das weltweit größte Experiment einer Vier-Tage-Woche plus reduzierter Arbeitszeit in Island war laut den Organisatoren ein "überwältigender Erfolg". Gewerkschaften verhandeln nun über Arbeitszeitverkürzungen. Auch Großbritannien will das Experiment durchführen. https://de.rt.com/europa/120238-vier-tag...igender-erfolg/
Island Viertagewoche als „Erfolgsgeschichte“ In Island ist die Viertagewoche über Jahre in zwei umfassenden Versuchen getestet worden – der Forschungsbericht dazu liegt nun vor. Das Projekt sei eine „Erfolgsgeschichte“, heißt es darin. So hätten sich die Work-Life-Balance sowie das Wohlbefinden der teilnehmenden Personen verbessert, während sich deren Produktivität bei verkürzter Arbeitszeit und gleich bleibender Bezahlung nicht verschlechterte. https://orf.at/stories/3219997/
Experiment Island hat die Vier-Tage-Woche ausprobiert. Das sind die Ergebnisse Ein Prozent der isländischen Bevölkerung hat nur noch vier Tage pro Woche gearbeitet. Es war das weltweit größte Experiment in dieser Hinsicht – und die Ergebnisse fielen rundherum positiv aus. https://www.stern.de/wirtschaft/job/vier...--30603426.html
Feldexperiment zur Viertagewoche Island kürzt Arbeitszeit, Produktivität steigt Der Traum vieler Angestellter: Weniger arbeiten, gleich viel verdienen – und dabei am besten sogar mehr erledigen. Die Auswertung eines groß angelegten Experiments in Island deutet darauf hin: Das könnte funktionieren. https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial...18-aabec76c822b
Sorgen Der Job raubt Arbeitnehmern den Schlaf Mehr als die Hälfte haben laut einer aktuellen Umfrage Probleme beim Ein- oder Durchschlafen. Vielen graut vor dem nächsten Arbeitstag
ZitatDie Arbeit raubt Österreichs Arbeitnehmern den Schlaf – und das bereits vor der Einführung des Zwölfstundentags. Mehr als die Hälfte aller Österreicher (57,9 Prozent) haben Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen. Dabei sind Frauen mit 58,6 Prozent etwas häufiger betroffen als Männer (55,5 Prozent), zeigt eine Umfrage der Online-Jobbörse Stepstone.at, für die im Juni mehr als 1.000 Arbeitnehmer im Alter von 25 bis 54 Jahren in ganz Österreich befragt wurden.
Der häufigste Grund für die Schlafprobleme: der Job. 32,1 Prozent können oft nicht einschlafen, weil sie an die Arbeit denken, und etwas mehr als ein Viertel (27,2 Prozent) geben an, dass Stress aus der Arbeit sie auch nachts belastet. Ein weiteres Viertel (24,3 Prozent) geht vor dem Einschlafen den vergangenen Arbeitstag im Kopf nochmals durch oder denkt schon daran, was am nächsten Tag im Büro alles erledigt werden muss. Und 16,9 Prozent denken statt zu schlafen darüber nach, den Job zu wechseln oder zu kündigen.
Zum Vergleich: Nur 9,6 Prozent aller Befragten geben an, dass Familiensorgen der Grund für Ein- oder Durchschlafprobleme sind. Fast gleich vielen der Befragten, nämlich 9,7 Prozent, graut einfach nur vor dem nächsten Arbeitstag. Auch nach dem Aufwachen gelten für 19,2 Prozent aller Befragten die ersten Gedanken gleich wieder dem Job – ein Teufelskreis.
Stress im Beruf häufigste Ursache für Schlafstörungen
ZitatStress im Beruf ist Ursache Nummer eins für Schlafstörungen. Das Gedankenkarussell rund um die Arbeit bringt fast jeden Zweiten von rund 1.000 Befragten (41 Prozent) gelegentlich um den Nachtschlaf, wie eine heute veröffentlichte Forsa-Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) ergab.
Mehr als jeder Dritte (37 Prozent) fühlt sich demnach durch private Sorgen der Nachtruhe beraubt. Jeder Achte (12 Prozent) sagt, dass er kurz vor dem Zubettgehen noch länger mit Smartphone, Tablet oder PC beschäftigt ist und daher keinen Schlaf findet.