Emotionale und kognitive Auswirkungen der Menopause- und Hormonersatztherapie
ZitatDie Menopause ist ein natürlicher physiologischer Prozess, aber ihre Auswirkungen auf das Gehirn sind weiterhin wenig verstanden. In England nutzen etwa 15 % der Frauen eine Hormonersatztherapie (HRT) zur Behandlung der Wechseljahresbeschwerden. Die psychologischen Vorteile der HRT sind jedoch nicht gut belegt. Diese Studie zielt darauf ab, die Auswirkungen von Wechseljahren und HRT auf die psychische Gesundheit, kognitive Funktion und Gehirnstruktur zu untersuchen.
Die Menopause war mit erhöhten Angst-, Depressions- und Schlafproblemen verbunden. Frauen, die HRT verwenden, berichteten von größeren psychischen Herausforderungen als postmenopausale Frauen, die keine HRT verwenden. Post-hoc-Analysen zeigten, dass Frauen, denen HRT verschrieben wurde, höhere Vorerkrankungssymptome aufwiesen. Hinsichtlich der Gehirnstruktur waren die MTL- und ACC-Mengen bei postmenopausalen Frauen geringer als bei prämenopausalen Frauen, wobei die niedrigsten Volumina in der HRT-Gruppe beobachtet wurden.
Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Menopause mit negativen psychischen Folgen und einer Verringerung des Volumens der grauen Substanz in wichtigen Hirnregionen zusammenhängt. Der Einsatz von HRT scheint diese Effekte nicht abzumildern und könnte mit ausgeprägteren psychischen Herausforderungen verbunden sein, möglicherweise aufgrund zugrundeliegender Unterschiede im Ausgangsbereich. Diese Ergebnisse haben wichtige Auswirkungen auf das Verständnis der neurobiologischen Auswirkungen der HRT und verdeutlichen den ungedeckten Bedarf an der Behandlung psychischer Gesundheitsprobleme während der Menopause.
Ich denke, dass die HET meistens viel zu hoch dosiert ist, so hohe Mengen an Östradiol und Progesteron werden in der Menopause gar nicht mehr benötigt und es stimmt, sie steigern auch nicht das Wohlbefinden. Kleine Mengen, die für die Gesunderhaltung der Knochen und anderer Körperfunktionen wichtig sind, kann man lebenslang bedenkenlos nehmen und die haben auch einen geringen aber eher guten Einfluss auf das Befinden.
Von Östradiol weiß ich auch aus Erfahrung, dass es zu Depressionen prädestiniert, wobei ich eine Frau bin, die keine besondere Veranlagung zu depressiven oder ängstlichen Verhalten hat.
hier kann ich nur zustimmen und in schweren Fällen wären evtl. bioidentische Hormone zu empfehlen! Wenn die Ursache beseitigt wird (z.B. stille Entzündungen, falsche Ernährung, Mängel an Mikronährstoffen, Bewegungsmangel etc.) steigt häufig die Hormonsynthese (Pregnenolon, Progesteron etc.) und die Substitution kann reduziert bzw. eingestellt werden: https://www.youtube.com/watch?v=NUA8BA3Di1g .
Im Prinzip alles, was ROS-Belastung senkt, Mitochondrien stabil hält und die ovarielle Mikroumgebung jung hält, könnte helfen, die funktionelle Ovarialreserve länger zu bewahren.
Darunter:
-Vermeidung von hohen Temperaturen/Fieber: Starke Hitzebelastungen reduzieren die Reserve (!) -Expositionsreduktion gegenüber Mikroplastik, Schwermetallen, Rauchen -Fokus auf ein gesundes Darm-Mikrobiom, weil Dysbiose mit mehr ROS und Inflammaging assoziiert ist