Körper, Geist und Seele bilden eine "untrennbare???" Einheit.
Ich hatte mich zu einer alternativen und falschen Jobwahl hinreißen lassen, aus der Not heraus, da ich in meinem eigentlichen Metier, als zwar zeitweise gefragter, aber eben nur "unstudierter Spezialist" keine Chance auf eine Festeinstellung hatte. Es endete im Mobbing und einer, plötzlich "aus dem Nichts kommenden" psychosomatischen Problematik, die meiner Gesundheit schadete. Vitalität und Ausdauer - sowohl geistig wie auch körperlich - waren plötzlich dahin, die Bewegungen oft wacklig und in Zeitlupe...
Auch 14 Jahre danach bin ich nicht mehr "der Alte". Meine Leistungsfähigkeit habe ich nie wiedererlangt und meine Lebensqualität ist dadurch deutlich eingeschränkt. Ihr seid hier eine Ansammlung intelligenter Leute. Hat jemand ähnliches durch und ist er da - wie? - wieder rausgekommen?
1)Soziale Rolle und Ansehen in der Gesellschaft 2)Lebenssinn
Beide Bereiche sind eng miteinander verknüpft und ENTSCHEIDEND für die eigene Lebensqualität!
Die Erwerbstätigkeit ist oft ein wichtiger Grundpfeiler der sozialen Rolle. Wer hier kein Ansehen genießt und/oder kaum Anerkennung bekommt, der leidet! Auch körperlich!
Um es mal positiv zu sehen: Im Grunde bist du ja in einer sehr guten Ausgangsposition, wenn du über große Teile deiner Zeit frei verfügen kannst ohne dadurch in Existenznot zu geraten! Wenn du Tipps annehmen möchtest:
Hör auf, über die unschönen Aspekte der Vergangenheit nachzugrübeln - schließ das Kapitel mental ab!
Überlege dir, welche Themenbereiche dir liegen, wofür du dich begeistern kannst - und engagiere dich aktiv und langfristig dafür!
Es kann eine Weile dauern, bis diese Strategie Früchte trägt. Die Anerkennung, die du bekommen wirst, löst einen großen Motivationsschub aus - deine Leistungsfähigkeit und Lebenszufriedenheit werden deutlich steigen!
Zitat von Prometheus im Beitrag #3Um es mal positiv zu sehen: Im Grunde bist du ja in einer sehr guten Ausgangsposition, wenn du über große Teile deiner Zeit frei verfügen kannst ohne dadurch in Existenznot zu geraten! Wenn du Tipps annehmen möchtest:
Hör auf, über die unschönen Aspekte der Vergangenheit nachzugrübeln - schließ das Kapitel mental ab!
Überlege dir, welche Themenbereiche dir liegen, wofür du dich begeistern kannst - und engagiere dich aktiv und langfristig dafür!
Es ist mir schon mal aufgefallen, dass Rentner, die sich in irgendwelchen Vereinen aktiv beteiligen (Feuerwehr, Rettung, Musik und Trachtenverein, diverse Umweltschutzvereine...) meist glücklicher wirken und auch körperlich in besserer Verfassung sind. Auch solche, die sich um einen grossen Garten kümmern, sind meist um einiges "rüstiger".
Kannst ja mal unverbindlich schauen, ob es in deiner Gegend irgendwelche Vereine gibt, die sich in Dingen engagieren, die dich auch persönlich interessieren. Dort kann man Anerkennung finden, die wohl aus psychologischer Sicht mit der zu vergleichen ist, die man sonst aus der Arbeit bezieht.
Wenn es nur um Sozialkontakte geht, gehen auch Sportvereine, oder sonstige Hobbyvereine (Modelfliegervereine usw.).
@La_Croix ,ja wobei ich meistens in einem Zustand der Ausgeglichenheit und Ruhe bin, was aber seltsamerweise nicht weiterbringt. Ich bin oft im Wald, täglich im Garten, brauche und genieße das.
@Prometheus , du liegst in beiden Punkten richtig, wobei das eigentlich Schlimme ist, dass ich das schon länger weiß. Ich habe neue Inhalte gesucht und gefunden, der Lebenssinn ist somit ausreichend vorhanden. Die Verknüpfung von 1) und 2) aber, die Du als ENTSCHEIDEND für die Lebensqualität bezeichnest, geht mir erst seit einiger Zeit ergebnislos durch den Kopf. Ich muss zugeben, dass mich diese kranke Gesellschaft schon lange nicht mehr interessiert, weil ich einerseits weiß, dass ich nicht "passe" und weil ich mich andererseits auch nicht in neue Abhängigkeiten begeben möchte, die im Ewigkeitskreislauf der Desillusion enden. Ich habe mich wahrscheinlich zum Misanthropen "weiterentwickelt"; mit dem Ergebnis, dass meine Abkehr von der Gesellschaft eher das Problem verstärkt als löst. Ok, darüber werde ich nachdenken. Müssen.
@Asgalus , ich habe in meinem Leben eine solche Entkopplung von Körper und Geist erlebt, in dem Sinne, dass es meinem Körper immer schlechter ging, bis hin zu Schwächeperioden am Arbeitsplatz, mein Geist jedoch noch normal denken konnte. Nur das "Wollen" ging nicht mehr.
Bei mir war die Ursache Testosteronmangel, hervorgerufen durch eine Schädigung der Hirnanhangdrüse (LH und FSH erniedrigt). Ich habe dann testweise ein Testosteronpflaster erhalten, und am nächsten Morgen gab es eine wahre Offenbarung: ich wachte auf, schwang mich aus dem Bett und konnte die Einheit von Körper und Seele richtig spüren. So als wenn jemand ins Zimmer gekommen wäre und hätte das Licht angemacht.
Was Depressionen angeht, habe ich keine persönlichen Erfahrungen. Du könntest mal testweise für 2 Monate eine Vitamin D Kur machen: 20.000 iU Vitamin D3 (ölgefüllte Kapseln) pro Tag, dazu Vitamin B2, 2 x 50mg/Tag, und Magnesium, 400mg über den Tag verteilt. Depressionen werden oft durch Mangel an Vitamin D bzw. eine Stoffwechselstörung im Bereich des Vitamin D ausgelöst.
Asgalus, zumindest Dein letzter Beitrag klingt gar nicht so unglücklich, finde ich. Was wohl generell am schwersten ist, ist zum einen mit Vergangenem abzuschließen und zum anderen sich mit dem zufrieden geben zu können, wie es ist. Wer das kann, ist ein glücklicher Mensch. Sagten zumindest die alten Stoiker, die überhaupt eine sehr pragmatische Lebenseinstellung-bzw. philosophie hatten/haben, denke ich.
Soziale Rolle und Ansehen in der Gesellschaft sind doch zumeist nur von der Gesellschaft vorgegebene Kriterien. Die man erfüllen kann, aber nicht muß, um glücklich zu sein und seinen pers. Lebenssinn zu finden.
Und was Deine Einstellung zu den Menschen und der Gesellschaft betrifft; wie sagte schon ein kluger Mann?
"Wer mit vierzig nicht Misanthrop ist, hat die Menschen nie geliebt." Nicolas Chamfort
Erst kürzlich ist bekannt geworden, dass Autisten häufig erhöhte Werte von Interleukin-17 aufweisen. Coimbra ordnet deswegen Autismus als Autoimmun-Erkrankung ein und behandelt sie mit gutem Erfolg mit seinem Hochdosis-Vitamin-D-Protokoll. Autismus und Depression sind also schon 2 Indizien, die auf Vitamin D als Ursache weisen.
PS: "häufig" heißt: nicht alle. Aber es sollte sich auf alle Fälle lohnen, dem Ganzen mal nachzugehen.
Hallo, ich hab ja hier schon im Tread Psychologie einiges geschrieben, das vll hier nicht 100% und für jeden anwendbar ist.
Es ging darum, dass das Mentale den Körper stark beeinflusst. Die Logik ist dann, wenn der Körper in Richtung "jung" entwickelt werden soll, geht das nur wenn das Mentale davon überzeugt wird, dass man jung ist. Wenn man aber alt aussieht, Schmerzen hat etc. ist das schwierig. Möglicherweise kann man aber ein anderes Leitbild "installieren".
Alte "Scripte" müssen hinterfragt und ggf. gelöscht werden. Ich sehe auf mein Leben jetzt wie ein Beobachter, ich weiss zwar sehr viel darüber, aber es ist mir in gewissem Sinne "fremd". Man kann seine "Persönlichkeit" schon umkrempeln. Geht eben nicht darum, dass man "der Alte" bleibt (jetzt nicht im Sinne von "alt"). Nee, bin eben nicht mehr der "Alte".
Was so die empfohlenen Massnahmen betrifft, also Meditation oder sich irgendwelchen Senioren-Klubs anschließen, auch Waldspaziergänge, kommen die für mich nicht infrage. Alles was psychisch alt macht, lehne ich schon instinktiv ab.
Man sollte auch nicht allzuviel über sich nachdenken. Etwas neues entwickelt sich vor allem durch Machen". Ich habe eine Stelle als Entwickler angenommen, macht mir sehr viel Spaß. Hoffentlich wird sie über das Projekt hinaus verlängert.
Ich meine das Thema Aging sorgt als solches schon für so viel Stoff, eigendlich tagesfüllend. Und etwas sportliche Betätigung braucht es auch. Mein Tag geht so von 9 bis 1 Uhr.
Eine gute Idee (war vor meinem Neustart) ist auch das Schreiben einer Familienchronik. Bin da viel gereist, Leute aufgestöbert, am Ende waren es 500 Seiten. Also irgendwie immer produktiv sein. Über das Problem nachdenken, nicht immer sich selbst.
Einfach auch mal Schranken durchbrechen. Siehe Fitness-Studio.
Zitat von Tizian im Beitrag #7sich mit dem zufrieden geben zu können, wie es ist. Wer das kann, ist ein glücklicher Mensch. Sagten zumindest die alten Stoiker, die überhaupt eine sehr pragmatische Lebenseinstellung-bzw. philosophie hatten/haben, denke ich.
Ja kommt drauf an, was das Problem ist. Aber mit dem Zustand zufrieden geben? Wozu zB dann das ganze Anti-Aging? Das ist ja das genaue Gegenteil. Ich muss deshalb ja nicht unglücklich sein, weil ich versuche Missstände zu ändern.
Stoiker sind mir suspekt. Keine Trüme, keine Begeisterung, urealistische Projekte anzugehen? Das ist nichts für mich.
Zitat von Tizian im Beitrag #7Soziale Rolle und Ansehen in der Gesellschaft sind doch zumeist nur von der Gesellschaft vorgegebene Kriterien.
Das sehe ich auch so, wobei es natürlich "die Gesellschaft" als solche nicht gibt. Hängt von den Kreisen ab. Während du an der Uni ohn Dr-Titel 2.Klasse bist, kommst du mit Dr in bestimmte Kreise erst garnicht rein. Da zählt dann irgendwas anderes. Die Gesellschaft ist sehr heterogen.
Also ich war nie Misanthrop. Natürlich liebt man nicht jeden Menschen sofort, aber potentiell sollte man erstmal offen sein
Wie sagte Mielke: "Ich liebe euch doch alle" :-(
Es gibt auch den Spruch "Ab 40 ist jeder für sein Gesicht selber verantwortlich". Das Gesicht ist der Spiegel der Seele, soviel man auch um ein Poker-Face bemüht ist.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #9Hallo, ich hab ja hier schon im Tread Psychologie einiges geschrieben, das vll hier nicht 100% und für jeden anwendbar ist.
Es ging darum, dass das Mentale den Körper stark beeinflusst. Die Logik ist dann, wenn der Körper in Richtung "jung" entwickelt werden soll, geht das nur wenn das Mentale davon überzeugt wird, dass man jung ist. Wenn man aber alt aussieht, Schmerzen hat etc. ist das schwierig. Möglicherweise kann man aber ein anderes Leitbild "installieren".
Alte "Scripte" müssen hinterfragt und ggf. gelöscht werden. Ich sehe auf mein Leben jetzt wie ein Beobachter, ich weiss zwar sehr viel darüber, aber es ist mir in gewissem Sinne "fremd". Man kann seine "Persönlichkeit" schon umkrempeln. Geht eben nicht darum, dass man "der Alte" bleibt (jetzt nicht im Sinne von "alt"). Nee, bin eben nicht mehr der "Alte".
Was so die empfohlenen Massnahmen betrifft, also Meditation oder sich irgendwelchen Senioren-Klubs anschließen, auch Waldspaziergänge, kommen die für mich nicht infrage. Alles was psychisch alt macht, lehne ich schon instinktiv ab.
Man sollte auch nicht allzuviel über sich nachdenken. Etwas neues entwickelt sich vor allem durch Machen". Ich habe eine Stelle als Entwickler angenommen, macht mir sehr viel Spaß. Hoffentlich wird sie über das Projekt hinaus verlängert.
Ich meine das Thema Aging sorgt als solches schon für so viel Stoff, eigendlich tagesfüllend. Und etwas sportliche Betätigung braucht es auch. Mein Tag geht so von 9 bis 1 Uhr.
Eine gute Idee (war vor meinem Neustart) ist auch das Schreiben einer Familienchronik. Bin da viel gereist, Leute aufgestöbert, am Ende waren es 500 Seiten. Also irgendwie immer produktiv sein. Über das Problem nachdenken, nicht immer sich selbst.
Einfach auch mal Schranken durchbrechen. Siehe Fitness-Studio.
Das sind nur ein paar Gedanken dazu.
ich finde es äußerst schwierig in dieser Gesellschaft in einem mentalen Jung Programm zu bleiben. Alleine schon mein Gatte vermasselt mir das ständig gündlich. Er ist ein äußerst negativ programmierter Mensch was die Altersthematik angeht. Wenn ich in den Sport gehe, höre ich regelmäßig. Übernimm dich nicht, du bist nicht mehr die Jüngste. Wenn ich seiner Meinung nach zu lange im Fitnessstudio war kommt: Hast du dich wieder übernommen? Er ist auch dafür, dass ich meine grauen Haare rauswachsen lasse, weil wir sind ja jetzt schließlich schon Großeltern und sollten zu unserem Alter stehen., Von Anti Aging hält er nichts und er schimpft über meine vielen Nems. Dabei vergisst er, dass vor ca. 3 Jahren ein Prof. in einer Klinik uns fragte, wer der alte Mann an meiner Seite sei. Da musste er dann doch schlucken, hat er aber verdrängt. Uns trennen nur 2 Jahre. Der Prof. bei dem ich Patientin war, konnte mein Alter partout nicht glauben. Er hat immer wieder damit angefangen. :-D.
Manchmal fehlen eben auch mehrere der kleinen Rädchen im Getriebe... essentielle Spurenelemente und Nährstoffe wie zum Beispiel Lithium und Tryptophan können einem schwer zu schaffen machen, wenn sie nur unzureichend vorhanden sind!
Zitat von Asgalus im Beitrag #5Ich muss zugeben, dass mich diese kranke Gesellschaft schon lange nicht mehr interessiert, weil ich einerseits weiß, dass ich nicht "passe" und weil ich mich andererseits auch nicht in neue Abhängigkeiten begeben möchte, die im Ewigkeitskreislauf der Desillusion enden. Zwar bin ich verheiratet, lebe aber sonst zurückgezogen, ohne Kontakte und Freunde und finde das gut so. Ich bin Autist und habe mich wahrscheinlich zum Misanthropen "weiterentwickelt"; mit dem Ergebnis, dass meine Abkehr von der Gesellschaft eher das Problem verstärkt statt löst. Ok, darüber werde ich nachdenken. Müssen.
Ich finde es sehr bemerkenswert, wie gut du die eigene Situtation reflektieren und analysieren kannst! Autistische Tendenzen können ja durchaus auch eine Stärke darstellen...
Wir leben nun einmal in einer Gesellschaft, die uns beeinflusst. Die einzige Möglichkeit, nicht nur passiver Spielball zu sein: Selbst die Gesellschaft beeinflussen, wie man es für richtig hält!
Wer selbst hohe Ansprüche an sich stellt, neigt oft auch dazu, an andere Menschen hohe Ansprüche zu stellen - Frustration und Desillusion sind die Folge.
Ich denke, man darf seine eigene Motivation nicht primär davon abhängig machen, wie viel "zurück kommt". Hauptsache man ist in erster Linie selbst davon überzeugt, dass man das Richtige für die Gesellschaft tut, dann wird man damit langfristig gesehen aber auch andere überzeugen, und dann kommt - unverhofft - eben doch mehr zurück als man dachte!
#11 Ja die Familie ist manchmal ein Problem. Immer diese Äußerungen. Mir ist das relativ egal, ich mache sowie so mein Ding und frage nicht groß. Wenn du einmal die Mentalität hast, dann kann das nicht erschüttern.
Habe auch drei Enkel. Ja, süß. Aber ich muss mich ja nun nicht so verhalten, wie es irgendwann mal gesellschaftlicher Konsenz war für "Großväter". Zum Glück hat sich auch die Gesellschaft zum Positiven geändert und alte Konventionen gelten nicht mehr flächendeckend.
Meine Frau sieht relativ jung aus mit 63 zum Glück. Allerdings macht sie in Richtung A-A nicht sehr viel, ist aber "genetisch" schlank und nicht von Falten geplagt.
Zitat von Tizian im Beitrag #7sich mit dem zufrieden geben zu können, wie es ist. Wer das kann, ist ein glücklicher Mensch. Sagten zumindest die alten Stoiker, die überhaupt eine sehr pragmatische Lebenseinstellung-bzw. philosophie hatten/haben, denke ich.
Ja kommt drauf an, was das Problem ist. Aber mit dem Zustand zufrieden geben? Wozu zB dann das ganze Anti-Aging? Das ist ja das genaue Gegenteil. Ich muss deshalb ja nicht unglücklich sein, weil ich versuche Missstände zu ändern.
Faustus, ohne das vertiefen zu wollen und nur am Rande, Stoiker zu sein heißt nicht, Dinge, Umstände etc. die zu ändern möglich sind nicht zu ändern oder sich damit zufrieden zu geben, sondern zu akzeptieren, daß es Dinge, Umstände etc. gibt, die nicht in Deiner Hand liegen und nicht zu ändern sind. Das ist etwas völlig anderes! Marc Aurel z. B., einer der bekanntesten Stoiker des Altertums, wäre nicht so ein erfolgreicher römischer Kaiser gewesen, wenn er nicht die in seiner Macht liegenden Dinge entschieden angegangen und getan hätte.
Also speziell in diesen Bereichen eine Gelassenheit und innere Ruhe zu finden, wo sich drumherum alle aufregen, sorgen, in Panik geraten etc. würden, das ist Stoizismus. Wenn man so will, die Kunst, eine Art der Selbstbeherrschung und innere Ruhe zu erlangen, die das Leben leichter und erträglicher machen.
Ein Stoiker würde z. B. natürlich auch das A-A angehen, ganz pragmatisch und rational, sich aber nicht verrückt machen, verzweifeln oder sich Sorgen machen, wenn es nicht so klappt wie gewünscht. Auch die Gelassenheit gegenüber dem Tod und der Erkenntnis der Unmöglichkeit diesen zu verhindern und dies zu akzeptieren, sich stattdessen auf das Jetzt und das Leben zu konzentrieren und das zu genießen, kann für viele Menschen ganz pragmatisch sehr befreiend sein und ist es letztlich auch.
Die Grundidee des Stoismus ist also der Pragmatismus, das Rationale, zur Erlangung von tiefer und konsequenter innerer Ruhe und Gelassenheit, egal was kommt, sein Leben bestmöglich zu nutzen, aber eben auch zu akzeptieren, das es Dinge gibt, die man nicht ändern kann, ohne dabei aus dem inneren und seelischen Gleichgewicht zu geraten. Der Bhuddismus ähnelt da dem Stoizismus in vielem sehr.
Das alles ist sicher nicht einfach zu erreichen, es muß und wird natürlich auch nicht jedem zusagen, aber es erleichtert das Leben oftmals ungemein.
Es ist auf jeden Fall eine, wie ich finde, sehr interessante Lebenseinstellung und Lebensphilosophie. Und es lohnt sich durchaus und kann auf jeden Fall nicht schaden, sich da einfach mal etwas näher einzulesen. Man wird da Erstaunliches finden, nicht nur bei den alten weisen Griechen und Römern.
Ich danke Euch erst einmal für Eure Gedanken, Ansichten, Ratschläge, es hat zumindest erst einmal nachdenklich gemacht, bin aber auch gerade etwas "unordentlich" im Kopf, so dass ich lieber später darauf zurückkomme. Vorweg: nein, Rentnervereine brauche ich nicht, mein Garten ist auch Einzelgänger. Und Waldspaziergänge sind top!, im Wald fühle ich mich immer besonders wie ein uraltes kleines Kind, frei von aller Zeit und Alterung, das ist Balsam für die Seele.
#14 Richtig, eine gewisse Resilenz schadet nicht. Haben viele Jugendlich ja auch, wenn es um Aufräumen und andere ungeliebte Sachen geht. Ich reagiere auch nicht gleich auf jede Aufforderung, mach jetzt dies und das. Würde vielen im Beruf helfen, und ich finde es erhöht letztlich den Output.
Pragmatismus ist schon ok, die Leute schaffen dann schon was. Aber Innovationen werden es idR nicht sein.
Wer weiss schon genau, was nicht zu ändern ist? Der Tod? Es gibt denker, die glauben selbst das nicht.
Ich hab ja innere Ruhe und Gelassenheit, vor allem, seit ich jeglicher Politik, Fernsehen und Zeitung den Rücken gekehrt hat. Das heisst nicht, dass ich gar keine Infos bekomme. Aber halt nur minimal.
Hab ja familiäre Bindungen zum Buddhismus. Allerdings mag ich das nicht. Ich glaube nicht, dass da was Innovatives herauskommt.
Ich mein, ich hab ja gar kein Problem in dieser Richtung, das ich lösen müsste. Mich interessiert halt Reverse/Anti-Aging, ohne Stress. Wer darüber was schreibt das lese ich gern.
Ich bin weder mit Selbstfindung beschäftigt noch muss ich mein Leben erleichtern. Aber wie gesagt das kann bei anderen anders sein und sie finden etwas was sie stärkt, beruhigt oder was immer, was ihr Leben besser macht. Aber meine Überzeugung ist, dass man erst einmal ein Ziel braucht und es dann aus einem selbst kommen muss.
Meditation und Waldspaziergänge sind für mich langweilig. Aber wie gesagt andere empfinden das total anders.
PS: Hab gestern das Buch von David Sinclair bekommen, schon mal quer gelesen. nein die entscheidende Strategie gegen Alterung ist auch nich drin. Sehr viel über die Geschichte der Forschun, Gegenwart und Zukunft. Viel persönliches, und minimal Tipps, was man aber auch schon kennt. Mehr lifestyle-Sachen. Aber viel Optimismus. Muss es halt nochmal genauer lesen. Aber die Einstellung gefällt mir!
Ich denke, es ist die Wut und die vernarbte Seele. Habe Jahre im Natur- und Artenschutz gearbeitet und vernehme mit müden Augen, wie man jetzt mal wieder das Artensterben ausgräbt, das mir schon seit meiner Kindheit bewusst ist und jetzt sehe ich den neuen "Weltrettern" zu......... Nie gab es soviel Heuchelei wie heute und ich erkenne meinen Schmerz, nicht genug getan zu haben.
Die Sache mit dem Testosteronmangel finde ich sehr interessant, das werde ich beim nächsten Check ansprechen. Vit. D gehört, B-Komp., Mg gehören eh zu meinem Standard. Was die soziale Rolle und das Ansehen in der Gesellschaft betrifft, da weiß ich tatsächlich nicht, ob das noch eine Bedeutung für mich hat oder je hatte. Was ich aber weiß ist, versagt zu haben. Ich habe nicht tatkräftig genug mitgestaltet und bin somit von mir enttäuscht, was einer positiven Entwicklung entgegensteht und dringend überdacht (von denken) werden muss.
Was die Installation eines anderes Leitbild betrifft, kann ich sagen, dass ich mich alle paar Jahre neu sortiere und gerade dabei bin, aber es mir dies mal nicht so recht gelingen will. Gut Ding will Weile haben. Ich versuche, meine innere Wut zu positiver Energie zu machen, der einzig sinnvolle Weg, wie mir scheint. Die Seele durch den Geist heilen, um den Körper zu heilen. Und nein, ich denke, ich bleibe zu meinem Schutz abseits der Gesellschaft und arbeite an meiner Evolution, ungeachtet dessen, was andere darüber denken. "Jenseits von richtig und falsch gibt es einen Ort. Hier können wie einander begegnen." (Rumi)
Nein, da war ich etwas vorsichtiger. D3 u. B2 je 25% deiner empfohlenen Dosis. Mg hingegen liegt mein Bedarf bei 600-700mg/d, sonst melden sich Herz.rhth.st. an.
Naja, also mit den Vereinen hatte ich jetzt eigentlich nicht "Senioren-Klubs" oder "Rentnervereine" gemeint. Ich meinte eben etwas, wo man im Verband mit anderen etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit tut, um Anerkennung zu erhalten, wie man sie sonst in der Arbeit bekommt. Da sind wohl auch genug junge Semester. Typische Rentnervereine sind (zumindest vor meinem geistigen Auge) eher so Vereine, in denen eben ein Hobby gepflegt wird.
#21 Ja ist ok. Wer sowas gern macht, der soll das tun. Allgemeinheit ist gut, aber ich hab ja auch noch Familie. Im Prinzip hab garkeine zeit, bin total beschäftigt. Ein Job wäre besser. Man tut was und kriegt noch Geld dafür. So das Helfer-Syndrom hab ich nicht.
Mein Problem ist, ich bin nicht gern abhängig. Hab 6 Jahre überlegt, ob ich heiraten sollte. Dabei war mein Sohn schon 5. Auch Parteien sind mir unsympathisch. In der DDR hab ich meine Hochschulkarriere geopfert dafür. Was ich nicht will will ich nicht. Koste es was es wolle.
Wenn wir das Anti-Aging Problem lösen, haben wir doch was für die Allgemeinheit getan.
Seit ich seit gestern das Sinclair-Buch lesen bin ich optimistisch. "wir schaffen das"
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #23#21 Ja ist ok. Wer sowas gern macht, der soll das tun. Allgemeinheit ist gut, aber ich hab ja auch noch Familie. Im Prinzip hab garkeine zeit, bin total beschäftigt. Ein Job wäre besser. Man tut was und kriegt noch Geld dafür. So das Helfer-Syndrom hab ich nicht.
Mein Problem ist, ich bin nicht gern abhängig.
War ja auch an Asgalus gerichtet, weil Prometheus darauf aufmerksam gemacht hat, dass eben sein Problem auch mit fehlender sozialer Anerkennung usw. zusammen hängen könnte...
ZitatIch meinte eben etwas, wo man im Verband mit anderen etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit tut, um Anerkennung zu erhalten, wie man sie sonst in der Arbeit bekommt.
Es kann sein, dass ich diese Art der Anerkennung nicht brauche, ich kann das nicht wirklich empfinden.
ZitatAllgemeinheit ist gut, aber ich hab ja auch noch Familie. Im Prinzip hab garkeine zeit, bin total beschäftigt. Ein Job wäre besser. Man tut was und kriegt noch Geld dafür. So das Helfer-Syndrom hab ich nicht. Mein Problem ist, ich bin nicht gern abhängig.