@Prometheus also, das würde bedeuten, dass auch die Vitaminpillen von Lifeextension für die Mülltonne sind? Scheinbar ist ja überall der zeiwertige Kupfer drin. Auch gut, dann wird es monatlich immer günstiger. Es fällt immer mehr raus aus dem Nem Programm. Ich bleib dann bei meinem B Komplex und Vitamin D. Liebe Grüße von
Julie
P.s. habe gerade gesehen..in den 2 per day ist gar kein Kupfer drin... super!
Klingt ziemlich hart und konsequent. Hat jemand ein Getgenbeispiel, also wo Medizin heilt? Ich denke, Medizin kann ein Hilfe zur Heilung sein, idem sie dem Körper Hilfestellung leistet.
Aber ansonsten denke ich genauso. Es gilt auch für ANti-Aging. Nur der Körper selbst kann es tun. Wir können nur etwas helfen.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #253Klingt ziemlich hart und konsequent. Hat jemand ein Getgenbeispiel, also wo Medizin heilt? Ich denke, Medizin kann ein Hilfe zur Heilung sein, idem sie dem Körper Hilfestellung leistet.
Manchmal ist Tod verhindern doch auch nicht schlecht, auch wenn keine echte Heilung durch die Medizin möglich ist:
Ein offener Knochenbruch wächst ohne Medizin krumm und schief zusammen Ein abgetrenntes Gliedmaß führt unbehandelt oft zum verbluten und zum Tod. Eine unbehandelte Unterkühlung kann zum Tod führen Eine unbehandelte Überhitzung kann zum Tod führen Asthmatiker ohne ihre Medizin können ersticken.
Also wo die Medizin heilt, fällt mir spontan ein:
Ein unbehandelter Blinddarmdurchbruch kann zur Sepsis und Tod führen. Nach der Behandlung ist der Patient geheilt. Eine nicht operativ entfernte Gefäßverengung oder -verkalkung kann zu Tod führen. Nach der Behandlung ist der Patient geheilt.
Auch die Pharmaerzeugnisse möchte ich nicht missen, z.B.: Narkose/Betäubungsmittel: Unbetäubte Schmerzen bei Verbrennungen können zum Schock (Tod) führen. Antibiotika heilen, indem sie Keime fertigmachen mit denen der Körper nicht fertig wird. (Was gab es da in der Vergangenheit nicht alles an unheilbaren Krankheiten, die durch Antibiosen geheilt werden konnten)
Dr. Faust, ich verstehe zwar worauf du hinaus willst, aber ich möchte die Aklutmedizin definitiv nicht missen.
Fragwürdig ist natürlich die arrogante Haltung der Leitlinienmedizin bei chronischen Geschichten. Sie stellt sich hin und nur weil sie selbst keine Heilung kennt, heisst das es gibt keine. Eine noch arrogantere allwissens-Haltung kann ich mir nichtmal in der Phantasie vorstellen.
Es ging um einen Artikel von edubily. Ich habe deren Meinung nicht übernommen, das wurde vll. missverstanden.
Akkutmedizin ist unbestritten. Natürlich ist es bei den genannten Beispielen oft so, dass auch der Körper sich heilt und von der Medizin die Hilfestellung kommt.
Der Bruch wächst zu sammen, die Medizin sorgt dafür, dass es ordentlich passiert und die Schmerzen erträglich bleiben.
Wunden heilt der Körper, aber nicht jede beliebig große.
Natürlich kann der medizinische Eingriff leben retten, niemand will die Medizin abschaffen. Impfstoffe retten leben. Aber auch hier muss der Beitrag vom Körper kommen.
Schmerz- und Betäubungsmittel sind unbedingt segensreich (allerdings nicht so häufig wie es durch die Werbung suggeriert wird), aber sie sind keine Heilung. Sie geben dem Körper ev. die Möglichkeit zur Heilung.
Allerdings bleibt die Kritik an der "Behandlung" vieler "Disorder", insbesonderer Systemkrankheiten. Jeder Spezialist doktert an den Symptomen rum, die in sein Fachgebiet fallen, kalkuliert die Nebenwirkungen nicht und dringt nicht zu den Ursachen vor. Aber ich bin da nicht mehr in dem System drin, ich will da garnicht drübr diskutieren.
"Es ist nicht alles schlecht".
Eigentlich ging es ja um das Bradensen-Protokoll. Wobei ich auch nicht weis, ob das der Stein der Weisen ist. Aber es zumindest ein ganzheitlicher Ansatz und im Prinzip kann nur der funktionieren.
Natürlich ist Heilung immer Selbstheilung, aber der Körper ist damit eben auch oft überfordert. Die "robusten" Teile (Haut, Muskeln, Skelett und Organe) kann er wohl recht gut selbst heilen. Aber bei offenen Wunden und vor allem bei Viren und Bakterien sieht es deutlich anders aus. Hier ist bei Ersterem die Unfallchirurgie der Hauptlebensretter, damit es zur Heilung dieser Strukturen überhaupt erst kommen kann. Bei Letzterem ist leider das Immunsystem sehr schnell überfordert. Bekanntlich sind Viren und Bakterien der größte Feind der Menschheit und haben entsprechende Epidemien große Teile der Weltbevölkerung ausgerottet und insg. mehr Tote gefordert, als alle Kriege, Naturkatastrophen oder die immer erwähnten heutigen Todesfaktoren Krebs und Herz-Kreislauf zusammen. Wie verhängnisvoll und wie groß die Zahl der Opfer ist, die selbst an einer "kleinen" Sepsis heute noch sterben, kommt ja auch stückweise immer mehr ans Licht. Wer denkt heute noch daran, daß noch im letzten Jahrhundert allein im seinerzeit hochmodernen und auf allen erdenklichen Gebieten, auch der Medizin, fortschrittlichen Europa, Hunderttausende Menschen in kurzer Zeit an Grippe starben oder weiß es überhaupt, gerade aus der jüngeren Generation?
Hier ist die moderne Medizin und sind entsprechende Medikamente, Seren usw. natürlich ein wertvoller und auch entscheidender Helfer. Nicht nur für den Einzelnen, sondern für das Überleben der gesamten Menschheit.
Der Punkt der Kritik sind nicht Knochenbrüche und offene Wunden etc. Unfallmedizin hat sich sehr gut entwickelt, insbesondere um Autoopfer wieder zusammenzuflicken.
Der Punkt ist, dass Systemkrankheiten, wozu auch Alzheimer und Demenz gehört - auch Krebs - nicht ganzheitlich erkannt wurden, angefangen mit Quantenprozessen in der Zelle. Die Wissenschaft ist da weiter, aber es dringt nicht durch. Welcher Arzt hat schon mal von mitochodraler Medizing gehört.
Demenz ist eben ein bekanntes Beispiel. Wie Michalk schreibt, wird es keine Anti-Demenz-Pille geben. Es ist eine Systemkrankheit. Übrigens bei Osteoporose, die erst zu Brüchen führt, ist es ähnlich. Es ist im wesentlichen eine lifestyle-Krankheit. Wir führen eben kein artgerechtes Leben, rasant immer weiter davon entfernt.
Alzheimerprävention durch gesunde Lebensweise, kann gar nicht früh genug beginnen!
Übergewicht schädigt schon junge Gehirne Bei fettleibigen Teenagern zeigen sich Hinweise auf Schäden an der weißen Hirnsubstanz Dickes Problem: Starkes Übergewicht beeinträchtigt offenbar schon bei jungen Menschen auch das Gehirn. Wie eine Studie enthüllt, zeigen sich bei fettleibigen Teenagern krankhafte Veränderungen der weißen Hirnsubstanz. Betroffen sind dabei unter anderem Regionen, die für Emotionen und wichtige kognitive Funktionen zuständig sind. Möglicherweise sind Entzündungsprozesse im Gehirn für dieses Phänomen verantwortlich.
ZitatAuch im Gehirn hinterlässt das Übergewicht seine Spuren. So haben Wissenschaftler unter anderem Hinweise darauf gefunden, dass die weiße Hirnsubstanz bei Adipositas-Patienten früher abbaut als bei schlankeren Menschen – das Denkorgan altert demnach schneller.
Weiße Substanz im Blick Wie sehr sich solche schädlichen Veränderungen bereits im Gehirn Jugendlicher abzeichnen, hat nun ein Forscherteam um Pamela Bertolazzi von der Universität Sao Paulo in Brasilien untersucht. Für ihre Studie blickten die Wissenschaftler 59 adipösen und 61 normalgewichtigen Teenagern im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren ins Denkorgan.
Mithilfe der sogenannten diffusionsgewichteten Magnetresonanztomografie (MRT) nahmen sie dabei die Diffusionsbewegungen von Wassermolekülen im Nervengewebe der weißen Substanz unter die Lupe. Der Grund: Anhand dieser Ergebnisse lassen sich Werte zum Zustand des Hirngewebes ableiten – zum Beispiel der sogenannte fraktionale Anisotropiewert (FA-Wert). Ist dieser reduziert, deutet dies auf Schäden hin.
Messbare Veränderungen Die Ergebnisse offenbarten: Tatsächlich gab es deutliche Unterschiede zwischen den dicken und den normalgewichtigen Jugendlichen. So gingen die überflüssigen Pfunde oftmals mit reduzierten FA-Werten einher, wie die Forscher feststellten. Vor allem Regionen im Corpus callosum, das die beiden Hirnhälften miteinander verbindet, waren demnach betroffen.
Darüber hinaus zeigten sich auch im mittleren orbitofrontalen Cortex – dem Stirnhirn – Hinweise auf Schädigungen der weißen Substanz. „Die Hirnveränderungen bei den übergewichtigen Heranwachsenden betrafen wichtige Bereiche, die für Appetitkontrolle, Emotionen und kognitive Funktionen zuständig sind“, erklärt Bertolazzi.
Ultraschall gegen Gedächtnisverlust bei Alzheimer Sechs Jahre lang haben Forscher der Universitätsklinik für Neurologie in Wien an einer Therapiemethode für Alzheimer und andere neurologische Erkrankungen gefeilt, mit beeindruckendem Ergebnis: Mit ihrer weltweit neuen, nicht-invasiven Ultraschall-Methode können sie Nervenzellen aktivieren und damit zur Regeneration von Hirnfunktionen bei Alzheimer-Kranken beitragen.
ZitatMit der neuen Methode, die sogenannte transkranielle Pulsstimulation mit Ultraschall (TPS), kann man von außen alle Bereiche des Hirns erreichen, ohne in den Körper einzudringen. Prof. Beisteiner von der MedUni Wien erläutert: "Die TPS macht es weltweit erstmalig möglich, mit einem Ultraschall-Puls direkt am Schädelknochen, nicht-invasiv, schmerzfrei und bei vollem Bewusstsein in alle Bereiche des Gehirns vorzudringen und dort ganz gezielt Hirn-Areale anzusteuern und diese zu aktivieren."
Originalstudie: Transcranial Pulse Stimulation with Ultrasound in Alzheimer's Disease—A New Navigated Focal Brain Therapy
Zitat
Ultrasound‐based brain stimulation techniques may become a powerful new technique to modulate the human brain in a focal and targeted manner. However, for clinical brain stimulation no certified systems exist and the current techniques have to be further developed. Here, a clinical sonication technique is introduced, based on single ultrashort ultrasound pulses (transcranial pulse stimulation, TPS) which markedly differs from existing focused ultrasound techniques. In addition, a first clinical study using ultrasound brain stimulation and first observations of long term effects are presented. Comprehensive feasibility, safety, and efficacy data are provided. They consist of simulation data, laboratory measurements with rat and human skulls and brains, in vivo modulations of somatosensory evoked potentials (SEP) in healthy subjects (sham controlled) and clinical pilot data in 35 patients with Alzheimer's disease acquired in a multicenter setting (including neuropsychological scores and functional magnetic resonance imaging (fMRI)). Preclinical results show large safety margins and dose dependent neuromodulation. Patient investigations reveal high treatment tolerability and no major side effects. Neuropsychological scores improve significantly after TPS treatment and improvement lasts up to three months and correlates with an upregulation of the memory network (fMRI data). The results encourage broad neuroscientific application and translation of the method to clinical therapy and randomized sham‐controlled clinical studies.
Es gab schon 2015 mal Berichte zur Bekämpfung von Demenz durch Ultraschall, aber damals nur im Ratten- und Schaf-Tiermodel.
Demenzerkrankung: Mit Ultraschall gegen Alzheimer? Mediziner wollen die krankhaften Proteinablagerungen im Gehirn von Alzheimerpatienten auflösen. Bei Mäusen klappt das verblüffend einfach - mit Ultraschall.
ZitatEine verblüffend simple mögliche Bekämpfung der Alzheimererkrankung ohne den Einsatz von Medikamenten beschreiben Gerhard Leinenga und Jürgen Götz von der University of Queensland in Australien im Magazin "Science Translational Medicine": Die Forscher haben die für die Demenzerkrankung typischen Ablagerungen von Amyloid-Beta im Gehirn kranker Mäuse durch eine Behandlung mit fokussiertem Ultraschall zerstört. Dabei wurden bei den Tieren offenbar nicht nur die Proteinverklumpungen im Gehirn, sondern auch einige Symptome der Demenzerkrankung beseitigt: In Gedächtnistests im Irrgarten schnitten die behandelten Nager anschließend besser ab.
Australische Studie Mit Ultraschallwellen gegen Alzheimer-Demenz Mithilfe von Ultraschallwellen wollen australische Hirnforscher Alzheimer-Demenz bekämpfen. Bei Mäusen und Schafen wurden bereits Erfolge erzielt. Nun geht es um die Anwendbarkeit des Verfahrens beim Menschen. https://www.mdr.de/wissen/ultraschall-be...demenz-102.html
Auch interessant: Alzheimer: Blut-Hirn-Schranke sicher öffnen und schließen
ZitatMittels fokussiertem Ultraschall lässt sich die Blut-Hirn-Schranke sicher öffnen und schließen. Das hat eine Phase-I-Studie mit fünf Alzheimer-Patienten ergeben, berichten kanadische Forscher im Fachjournal «Nature Communications». Die Methode funktioniert wie folgt: Die Forscher injizieren den Probanden intravenös gasgefüllte Mikroblasen, die über die Blutbahn an die Blut-Hirn-Schranke gelangen. Dann richten die Forscher den fokussierten Ultraschall-Strahl, bei dem Schallwellen aus dem niedrigen Frequenzbereich gezielt gebündelt werden, genau auf diese Stelle. Durch den Energieschub fangen die Mikroblasen zu vibrieren an, wodurch sich die Verbindungen zwischen den Endothelzellen der Blutgefäße, die sogenannten Tight Junctions, vorübergehend lockern. Mit der nicht invasiven Methode konnte die Blut-Hirn-Schranke im Bereich des rechten Frontallappens geöffnet werden – eine besonders β-Amyloid-reiche Region. Arzneimittel wurden den Probanden jedoch bei dieser Untersuchung nicht appliziert.
Die Methode könnte in Zukunft helfen, gezielt Medikamente ins zentrale Nervensystem zu bringen, die bislang an der Blut-Hirn-Schranke scheitern. Aber auch schon die zeitweise Öffnung selbst könnte helfen, β-Amyloid-Ablagerungen und τ-Fibrillen zu reduzieren, legen Ergebnisse aus Tierversuchen nahe.
Nach 13 Seiten wäre eine Zusammenfassung der gängigsten Studien sehr stark. :-) Vielleicht in einem neuen thread mit der Zusammenfassung als Startpost und einem Link zum alten thread.
Schon eine Nacht mit schlechtem Schlaf erhöht Biomarker für Alzheimer
ZitatBereits eine einzige Nacht des gestörten Schlafs führt bei gesunden Männern zu einem höheren Spiegel von Tau-Protein, einem Biomarker für Alzheimer. Dies deutet darauf hin, dass sich schon nach nur einer Nacht mit Schlafproblemen das Risiko für Alzheimer erhöhen könnte.
Alzheimer-Erkrankung ähnlich zu einer Infektion: Zukünftig bessere Therapie möglich? Die Alzheimer-Erkrankung breitet sich wie eine Infektion im Gehirn aus. Das haben Forscher aus dem Universitätsklinikum in München herausgefunden. https://www.infranken.de/ratgeber/gesund...t154607,4780197
Große Männer haben ein geringeres Demenzrisiko Studie bestätigt Zusammenhang zwischen Körpergröße und späterer Demenz Überraschendes Phänomen: Das Demenzrisiko lässt sich möglicherweise auch an der Körpergröße ablesen. Eine Studie hat nun bestätigt, dass große Menschen im Alter seltener an Alzheimer und anderen Demenzen erkranken. Demnach haben Männer, die im jungen Erwachsenenalter sechs Zentimeter größer sind als der Durchschnitt, ein zehn Prozent verringertes Risiko. Ob dies auch für Frauen gilt, ist noch unklar.
ZitatKlarer Zusammenhang zwischen Größe und Demenz Ergebnis der Studie: Für jede sechs Zentimeter, die ein Mann die Durchschnittsgröße seines Geburtsjahrgangs überragt, verringert sich sein Risiko, an einer Demenz zu erkranken, um zehn Prozent. Der Zusammenhang von Größe und Demenzrisiko war dabei nahezu linear, wie die Forscher berichten. Die Korrelation ließ sich zudem bei allen untersuchten Geburtsjahrgängen beobachten.
„Unsere Ergebnisse deuten damit auf einen Zusammenhang zwischen größerer Körpergröße bei jungen Männern und einem geringeren Risiko für eine spätere Diagnose von Demenz hin.“, sagt Jørgensens Kollegin Merete Osler. Effekt bleibt auch bei Brüdern erhalten
Das Interessante: Der Zusammenhang bestand auch dann, wenn sie Zwillinge oder verschieden alte Brüder mit unterschiedlicher Körpergröße betrachteten. Auch in diesem Falle war das Demenzrisiko für den jeweils größeren Bruder geringer. Daraus schließen die Forscher, dass Genetik und Familienmerkmale nicht die maßgeblichen Einflussfaktoren für den beobachteten Effekt sein können.
Es ist unglaublich, wie stark sich einfach nur positiveres Denken auf die Gesundheit auswirken kann
Ablagerung schädlicher Proteine im Gehirn Britische Studie: Negative Gedanken erhöhen das Demenz-Risiko
ZitatForscher vom University College in London haben für ihre Studie 360 Probanden, die 55 Jahre oder älter waren, zwei Jahre lang dazu befragt, wie sie mit negativen Denkmustern wie Zukunftsängste oder Nachdenken über die Vergangenheit zurechtkommen. Außerdem untersuchten die Forscher Angstzustände und Depressionen bei den Studienteilnehmern. Für die Analyse wurden bei der Hälfte der Personen Hirn-Scans durch PET ("Positronen-Emissions-Tomographie") durchgeführt, um die Ablagerung von Tau und Amyloid zu messen. Diese beiden Proteine sind für Alzheimer, die häufigste Demenzerkrankung, verantwortlich.
Bei negativ denkenden Probanden fanden die Forscher die schädlichen Proteine Laut Studienleiterin Natalie Marchant von der Psyichatrischen Fakultät des University College London war bereits bekannt, dass Angstzustände und Depressionen im fortgeschrittenen Alter ein Risiko für eine Demenzerkrankung darstellen: "Jetzt haben wir herausgefunden, dass gewisse Denkweisen, die zu Depressionen und Ängsten führen, die zugrundeliegenden Faktoren für die Entwicklung einer Demenz sein können." Bei Probanden, die häufig negative Gedanken hatten, fanden die Forscher vermehrt die Ablagerung der schädlichen Proteine, Gedächtnisschwund und kognitive Störungen.
Da stellt sich die Frage : entstehen vielleicht die negativen Gedanken durch Ablagerungen oder entstehen Ablagerungen durch negative Gedanken?
Jetzt, mit Ü 80 habe ich natürlich mehr negative Gedanken, z.B. "werde ich dieses oder jenes in 3,4,5... Jahren noch machen können"? Das läßt sich nicht vermeiden. Vor 10 Jahren war ich noch voller Optimismus.
In der Studie aus #270 wurde nur ein Zusammenhang zwischen negativen Gedanken und Ablagerungen gezeigt. @Vera8555 Du könntest durchaus recht haben mit deiner Vermutung, dass die Ablagerungen auch negative Gedanken begünstigen können, z.B. wenn sich daraus Auswirkungen auf die Serotonin-Ausschüttung ergeben. Was hat sich in den letzten 10 Jahren bei dir verändert, dass du weniger Optimismus aufbringen kannst?
Hier ist die Originalstudie: Repetitive negative thinking is associated with amyloid, tau, and cognitive decline
ZitatAbstract Introduction The Cognitive Debt hypothesis proposes that repetitive negative thinking (RNT), a modifiable process common to many psychological risk factors for Alzheimer's disease (AD) may itself increase risk. We sought to empirically examine relationships between RNT and markers of AD, compared with anxiety and depression symptoms.
Methods Two hundred and ninety‐two older adults with longitudinal cognitive assessments, including 113 with amyloid‐positron emission tomography (PET) and tau‐PET scans, from the PREVENT‐AD cohort and 68 adults with amyloid‐PET scans from the IMAP+ cohort were included. All participants completed RNT, anxiety, and depression questionnaires.
Results RNT was associated with decline in global cognition (P = .02); immediate (P = .03) and delayed memory (P = .04); and global amyloid (PREVENT‐AD: P = .01; IMAP+: P = .03) and entorhinal tau (P = .02) deposition. Relationships remained after adjusting for potential confounders.
Discussion RNT was associated with decline in cognitive domains affected early in AD and with neuroimaging AD biomarkers. Future research could investigate whether modifying RNT reduces AD risk.
In der Studie aus #270 wurde nur ein Zusammenhang zwischen negativen Gedanken und Ablagerungen gezeigt. @Vera8555 Du könntest durchaus recht haben mit deiner Vermutung, dass die Ablagerungen auch negative Gedanken begünstigen können, z.B. wenn sich daraus Auswirkungen auf die Serotonin-Ausschüttung ergeben. Was hat sich in den letzten 10 Jahren bei dir verändert, dass du weniger Optimismus aufbringen kannst?
Wir haben noch vor 13 Jahren Radtouren von 1000km durch ganz Deutschland mit Zelt und Selbstversorgung gemacht - jetzt fallen uns schon Radtouren von >15km recht schwer. Wir haben auch keine Lust mehr zu reisen : Malediven, Indonesien, Neuseeland , USA - durch die langen Flüge nicht mehr zu schaffen. Auch den Haushalt locker zu bewältigen- immer schwieriger. Bis vor 3Jahren bin ich noch fast täglich meine 3km gejoggt, jetzt mache ich Nordic Walking. Ich glaube, den Unterschied zu spüren, obwohl wir gesund sind ist recht frustrierend. Wenn man ein 0/8/15 Leben geführt hat, wäre das nicht so gravierend
Kann dich gut verstehen... Ein schrittweiser Verlust der Fitness ist definitiv frustrierend! Wenn du ein "0/08/15 Leben"-geführt hättest, wäre deine Fitness mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl noch schlechter... Ich denke im Vergleich zu vielen anderen Altersgenossen schneidest du vermutlich noch ziemlich gut ab!
Man müsste die biologische Alterung effektiv zurückdrehen können!
Eine wichtige Strategie zur Demenz-Prävention, neben den üblichen Allgemeinmaßnahmen (insbesondere der Vermeidung beschleunigter cerebraler Gefäßalterung) scheint eine Minimierung der anticholinergen Last zu sein. Viele Medikamente wirken anticholinerg. Es ist schon lange bekannt, dass Anticholinergika (vor allem bei älteren, kognitiv vorgeschädigten Personen) teilweise schwerwiegende, zentralnervöse Störungen (Schlaf- und Gedächtnisstörungen, Halluzinationen, Verwirrtheitszustände) verursachen können, die allerdings lange für rein funktionell, und mit der Absetzung der entsprechenden Präparate reversibel, gehalten wurden. Inzwischen mehren sich die Hinweise dafür, dass die Einnahme von Anticholinergika auch langfristig die Wahrscheinlichkeit einer demenziellen Entwicklung erhöht, auch wenn die Kausalität noch nicht endgültig belegt ist. Dazu bräuchte es ein anderes Studiendesigne.
Dieses Resultat überrscht nicht unbedingt. Die Schädigung des cholinergen Systems, besonders des acetylcholinproduzierenden Nucleus basalis Meynert, ist ein zentraler Aspekt in der Pathophysiologie des Morbus Alzheimer (aber auch anderer Demenzen). Acetylcholinesterease-Inhibitoren, die die Konzentration von Acetylcholin im synaptischen Spalt anheben, wirken als zugelassene Antidementiva in beschränktem Umfang den kognitiven Funktionsverlusten entgegen.
Praktisch bedeutet das, dass die Einnahme anticholinerger Substanzen, besonders in hohen Dosen, langfristig und bei älteren Personen, nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Gelegentlich wird ihr Einsatz nicht vermeidbar sein, häufig gibt es jedoch nicht-anticholinerg wirkende Alternativen.