Zitat von Roger im Beitrag #75unverarbeitetes Meersalz bzw. Ursalz mit über 80 Spurenelementen ist wahrscheinlich sehr viel besser geeignet, evtl. Mängel auszugleichen
Nehme Meersalz. Abwiegen, in den Mund und runterspülen. Schmeckt auch gut.
Ist schädlich. Sollten Sie meiden. Führt zu Bluthochdruck, schadet Ihrem Herzen. Das lesen Sie ja seit Jahrzehnten, das glauben viele von Ihnen.
Merkwürdig nur: weshalb drängeln sich dann meine Rehe tagtäglich auf meinem Wald-Grundstück um den Kilo-schweren Salzleckstein, den meine kluge Frau regelmäßig deponiert? Sollte somatische Intelligenz diese Tiere nicht vor etwas Gesundheitsschädlichem schützen?
Also wie nun, was nun? Sie wissen, dass ich mich gerne an besonders leistungsfähigen, gesunden, strahlenden Menschen orientiere. Fällt mir ein:
Bei der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii sind zwei junge Sportlerinnen vom Fahrrad gestürzt. Eine leider mit Schädelbasisbruch. Ursache jedes Mal: Kochsalzmangel. Kreislaufversagen. Die Profis dort auf Hawaii haben regelmäßig – ich habe genau hingeguckt – Salztabletten mit Klebeband am Fahrrad befestigt. Die sie dann während des Wettkampfs lutschen.
Tja. Wie kann dann unser oberster Gesundheitswächter, Hr. Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl Lauterbach so beharrlich vor dem Salzkonsum warnen? Weil der liest. Mehr als Sie. Der liest regelmäßig (nur!) Überschriften. Da findet man die
berühmte „Intersalt study“. Von 1988. 10.000 Teilnehmer. Behauptung: Salzkonsum und erhöhter Blutdruck gingen Hand in Hand. Das war´s.
Guckt man sich die Studie genauer an, studiert man die einzelnen Daten, erschrickt man. Wie kann man solche leichtfertigen Behauptungen aufstellen? Und genau das wurde in den Folgejahren ausführlich von anderen Wissenschaftlern kritisiert. Geblieben ist allenfalls
Reduktion Ihres Salzkonsums von 170 mmol pro Tag auf nur 70 würde den Blutdruck um 2,2 mmHg senken. Nur! Kaum messbar. Sicherlich keine Konsequenzen. Salzkonsum lässt den Blutdruck steigen nur bei Menschen, die von vorneherein an erhöhtem Blutdruck leiden.
Tja. Eine umfassendere Antwort auf die leidige Salz-Frage finden wir in der „Jama-Studie“ von 2011. 3.600 Personen. Resultat:
Verdopplung des Salzkonsums (Verdopplung!) lässt den Blutdruck um 1,71 mmHg ansteigen. Heißt praktisch: Null. Viel wichtiger und entscheidend: bei hohem Kochsalzkonsum waren deutlich weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Todesfällte zu verzeichnen, als bei mittlerem und niedrigem Konsum.
Die letzte Aussage ist entscheidend. Denn es geht wahrlich nicht um 2 mmHg höheren Blutdruck, sondern es geht um Krankheit und Tod.
Dennoch empfiehlt die WHO nur 5 g Salz pro Tag. Wir Deutschen konsumieren 8 – 12 g pro Tag. Also was nun? Lassen Sie mich mit meinem persönlichen Bild zur Frage Salzkonsum enden:
Für mich gilt die 1/3- Regel:
Ein Drittel der Menschen sollte den Salzkonsum tatsächlich einschränken, weil ihr Blutdruck bereits erhöht ist. Und selbstverständlich sind das die mit deutlich erhöhtem BMI, massiv erhöhtem Körperfett, die sich kaum bewegen, an Diabetes leiden etc. Sie wissen alle Bescheid. Ein weiteres Drittel braucht sich um den Salzkonsum nicht zu kümmern. Mehr oder weniger Salz hat für dieses Drittel keine Konsequenzen. Ein letztes Drittel sollte ganz unbedingt auf regelmäßigen, kräftigen Salzkonsum achten. Nämlich genau die besonders fitten, schlanken, sportlichen Menschen, die täglich schwitzen. Also Triathleten auf Hawaii. Ehrgeizige 60-jährige, die unbedingt ihre Marathonzeit verbessern wollen. Jeder Läufer. Also Sie.
PS: Meine Rehe haben Recht. Die sind schlank und rennen herum. Die brauchen Salz. Zusätzlich.
Ah, da steht das Bodybuilding Salz Ding drin. Die essen wenig Salz damit das Körperwasser in die Zellen geht.
Das Reh mag es als Leckerei.(Daher der Name?)
Beim Pferd wirkt es bei zuviel negativ. Säure Basen Haushalt.
Und mir ist es wurst. Schwitzt man, hat man Bock auf salzige Pommes am Badesee, spürt man ja. Und ich mag Eigengeschmack von Produkten, darum salzen ja aber nur zur Unterstützung. Manchmal versalzt man aber auch, das hat dann mit Zuständen wie "verliebt" zu tun? Macht man einen Marathon sollte man es zusätzlich nehmen, damit das Gehirn vom vielen Wassertrinken nicht anschwillt.
Nehme nur noch bis 2 x 2,5 g Meersalz zusätzlich. Sind 2g pures Natrium.
Koffein wirkt übrigens diuretisch und schwemmt Natrium aus. In vielen NEMs sind z.B. Brennesselextrakt oder Heidelbeerextrakt enthalten. Die wirken entwässernd. Auch OPC wirkt harntreibend.
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In einer Tierstudie erhöhte eine salzarme Fütterung Körpergewicht, Körperfett sowie Blutzucker und Plasma-Insulin, während sie in der Leber und im Muskelgewebe eine Insulinresistenz hervorrief. High- or low-salt diet from weaning to adulthood: effect on insulin sensitivity in Wistar rats:https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10642336/
Wer über die Ernährung wenig Salz aufnimmt, schüttet zum Ausgleich mehr Hormone aus, mit denen der Körper Salz zurückhält (wie Renin, Angiotensin und Aldosteron). Doch leider erhöhen diese Hormone letztlich auch die Fettaufnahme.
ZitatEs gibt sogar den Fall, dass euer Blutdruck durch eine salzarme Ernährung ansteigt. Der Körper verfällt dabei in eine Art Alarmzustand.
Blutdruckansteigende Hormone werden dann in die Blutbahn abgegeben und unser sympathisches Nervensystem, also die Fight or Flight Reaktion, wird getriggert. Dadurch steigt unsere Herzfrequenz und dementsprechend unser Blutdruck.[13]
Ich fühlte mich heute Morgen durch die Zufuhr von 1,5 g Meersalz deutlich fitter. Danach fühlte ich einen deutlichen Muskel-Pump. Salzmangel kann auch zu Müdigkeit und Muskelschwäche führen.
Mit zusätzlichem Salz bin ich nun vorsichtiger geworden.
ZitatDominik Müller ergründet, wie unser Lebensstil molekulare Regulationsprozesse im Körper beeinflusst – wie sich etwa ein erhöhter Salzkonsum auf das Immunsystem und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt. Dabei überschreitet er bewusst die Grenzen zwischen den Disziplinen.
Die Idee war wieder einmal ungewöhnlich. Dominik Müller lud 20 Proband*innen ein, unter Laborbedingungen eine salzige Pizza zu essen. Zuvor hatte sein Team untersucht, wie es sich auf molekularer Ebene auswirkt, wenn man Immunzellen zu viel Salz zuführt: Die Natriumionen stören die Funktion der Mitochondrien, der Kraftwerke in den Zellen. Sie können weniger Energie bereitstellen. Im Blut der Pizzaesser*innen ergab sich das gleiche Bild.
„Aber die Mitochondrien erholen sich vollständig, wenn man nicht mehr salzig isst“, sagt Müller. „Acht Stunden später war der negative Effekt abgeklungen.“ Müller sitzt auf der Terrasse vor dem Labor seiner Arbeitsgruppe am Experimental and Clinical Research Center (ECRC) auf dem Forschungscampus Berlin-Buch, seine grauen Locken fallen ihm fast bis auf die Schulter. In seinen Augen funkelt die Freude darüber, dass die ungewöhnliche Idee mit der Pizza eine gute war.
Zitat Prolonged HSD intake induces vascular senescence and dysfunction via immune activation rather than direct endothelial dysfunction, while senolytic therapy prevents HSD‐induced vascular dysfunction.