Studienüberblick: Forscher befürworten Aspirin zur Krebsvorsorge Aspirin senkt das Krebsrisiko - darauf deuten viele Studien hin. Jetzt haben britische Forscher Nutzen und Nebenwirkungen abgewogen. Demnach profitieren vor allem ältere Menschen, die die Tabletten bis zu zehn Jahre lang einnehmen. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnos...e-a-984727.html
Traditionell verwendete Heilkräuter spielen in der modernen westlichen Medizin keine allzu große Rolle. Vielleicht zu unrecht. Es gibt noch viele Schätze zu heben... Hier zum Beispiel ein aktueller Artikel über Heilpflanzen aus Judäa:
Uncovering the Geroprotective Potential of Medicinal Plants from the Judea Region of Israel
Zitatwe undertook a wide screen of dozens of candidate herbal extracts for their cell protective, wound-healing, anti-inflammatory, and anti-cancer activities. The results obtained thus far have clearly shown that the extracts tested (1) protect normal human fibroblasts from genotoxic stress (prevent DNA double-strand beaks, increase cell survival and reduce the number of cells undergoing cellular senescence), (2) decrease secretion of pro-inflammatory cytokines, (3) promote wound healing, and (4) exert more pronounced cytotoxicity toward cancer cells.
Extremes Übergewicht kann die Fruchtbarkeit einschränken, das war schon bisher bekannt. Deutsche Forscher haben nun bei Mäusen einen entgegengesetzten Mechanismus entdeckt. Demnach beeinflussen Nervenzellen im Gehirn, die die Sexualität steuern, auch das Körpergewicht. Lässt die Fruchtbarkeit nach, steigt das Gewicht.
Dieses Ergebnis sei auf den Menschen übertragbar, da es im Kern um ein ganz spezielles Gen gehe, das auch der Mensch trage, sagte Matthias Heil, der Sprecher des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim, wo die Studie gemacht wurde.
ZitatFür ihre Versuche schalteten die Forscher bei einem Typ von Gehirnzellen von Mäusen das Gen Nscl-2 ab. Es regt viele Nervenzellen zu bestimmten Aufgaben an. Zu Beginn der Pubertät sorgt es zum Beispiel für die Ausreifung der Geschlechtsorgane und für sexuelles Verlangen. Wie die Forscher nun herausfanden, steuert es in Wechselwirkung mit einem weiteren Typ von Nervenzellen aber auch die Stoffwechselaktivität. Die so angeregten Nervenzellen geben dem Gehirn zum Beispiel Auskunft über verfügbare Fettreserven und regulieren auf diese Weise das Hungergefühl mit.
Im Alterungsprozess des Menschen fällt dieses Gen wahrscheinlich auf natürliche Weise weg. "Es wird nicht mehr aktiviert, vielleicht ist dieser Typ Nervenzellen auch gar nicht mehr vorhanden", sagt Heil. Dadurch hätten Frauen nach den Wechseljahren unter Umständen kein natürliches Gespür mehr dafür, wann sie aufhören sollten zu essen. Männer blieben von dieser fehlenden "Essbremse" mit zunehmendem Alter aber auch nicht verschont.
Wie sähe ein Jungbrunnen wohl aus molekularbiologischer Sicht aus?
Höchstwahrscheinlich käme eine Wiederherstellung der Homöostase einem Jungbrunnen schon ziemlich nahe. Altern ist immer auch ein schleichender Homöostaseverlust!
Nun gibt es in der Tat einige wichtige Schaltstellen, die so wichtige Dinge wie Stammzellerhaltung, die Autophagie und den Proteinturnover regulieren können. Nennen sich FOXOs.
FOXOs werden durch Wachstumsfaktoren blockiert, und sind bei aktivem Insulin/PI3K-Signalweg logischerweise ausgeschaltet. Angeschaltet werden sie durch freie Sauerstoffradikale (z.B. Sport) und im Hungerzustand. Das Vorhandensein von Altersdiabetes und Krebs ist eigentlich schon beweisend für deregulierte FOXO-Signalwege.
Eine interessante Nachricht aus der Grundlagenforschung.
Diabetes im Winterschlaf Grizzly-Bären liefern Einsichten in Zusammenhang zwischen Diabetes und Übergewicht Zuckerkranke Bären: Auch Grizzlybären bekommen Diabetes – im Gegensatz zum Menschen scheint es sich dabei jedoch um einen normalen Stoffwechselprozess zu handeln: Nach dem Winterschlaf verschwindet die "Krankheit" bei den Bären wieder, berichten US-Forscher im Magazin "Cell Metabolism". Dieses Phänomen wirft den Wissenschaftlern zufolge ein neues Licht auf den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Diabetes und könnte auch neue Therapieansätze ermöglichen.
Eine höhere NAD+ Konzentration in den Zellen dürfte übrigens auch für die Kommunikation der Mitochondrien ziemlich wichtig sein (dazu hatte ich hier bereits gepostet)! Schön, wie sich alles zusammenfügt, nicht wahr?
Wie kann man nun NAD+ steigern? dazu ist es wichtig zu wissen, woraus sich der Körper NAD+ herstellt:
Werden Obst und Gemüse immer ungesünder? Damit Obst und Gemüse süßer, haltbarer und ansehnlicher werden, verändern Züchter das Erbgut vieler Sorten immer weiter. Doch bleiben dabei vielleicht auch jene Inhaltsstoffe auf der Strecke, die sie für uns so gesund machen? Obst und Gemüse sind gesund. Wer viel davon isst, der feit sich gegen Herzkrankheiten, möglicherweise auch noch gegen Diabetes, Krebs und Demenz. Doch seit Jahrzehnten modeln Pflanzenzüchter das Genom der Pflanzen um, optimieren es auf Ertrag, Resistenz, Haltbarkeit und schönes Aussehen. Modernes Obst und Gemüse soll oft möglichst süß und bitterstoffarm sein, um dem Verbrauchergaumen zu schmeicheln. Denn die Evolution hat uns eingeimpft, dass Bitteres giftig ist, während Süße Nährstoffreichtum und Ungefährlichkeit anzeigt. Und so züchtet man bereits Gurken, Chicorée und Grapefruits ohne Bitterstoffe und trimmt Bananen, Orangen und kernlose Trauben auf einen hohen Zuckergehalt. Auch Tomaten oder Äpfel brauchen eine gewisse Süße, allerdings bei gut austariertem Säuregehalt. Die Aromastoffe bleiben bei all dem häufig auf der Strecke, und auch eigentlich als gesund geltende Farbstoffe wurden inzwischen als unerwünscht ausgemacht, etwa das Blau bei Mais, Spargel oder Kartoffeln.
ZitatDie US-amerikanische Journalistin Jo Robinson warnt in ihrem Buch "Eating on the Wild Side", dass mit dieser Verschlankung des Genpools auch so genannte sekundäre Pflanzenstoffe auf der Strecke bleiben, die für zahlreiche gesundheitsfördernden Effekte von Obst und Gemüse verantwortlich sein sollen. Rund 8000 verschiedene solcher Stoffe, die der Pflanze als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde und als Wachstumsregulatoren dienen oder ihren Früchten Farbe verleihen, haben Chemiker in Nahrungspflanzen bislang aufgespürt. Die bekanntesten Vertreter sind: Lykopin in der Tomate, Resveratrol in Trauben und Katechine im Tee. Löwenzahn habe beispielsweise laut Robinson siebenmal mehr gesunde Inhaltsstoffe als Spinat, und manche Apfelsorten sollen gar 100-mal mehr sekundäre Pflanzenstoffe liefern als ein schnöder Golden Delicious. Eine lilafarbene Kartoffel aus Peru enthalte glatt 24-mal so viele Anthocyane wie eine normale Kartoffel. "Allein die Anthocyane haben das Potenzial, Krebs zu bekämpfen, Entzündungen zu lindern, Cholesterinspiegel und Blutdruck zu senken, das alternde Gehirn zu schützen und das Risiko für Übergewicht und Herzkrankheiten zu vermindern", schreibt Jo Robinson. Wissenschaftlich nicht haltbar
Verschiedene Zeitungen griffen Robinsons Warnungen auf. Wissenschaftlich bestätigen lässt sich diese Theorie – so plausibel sie auch erst einmal klingen mag – allerdings nicht. Es stimmt zwar, dass heutige Supermarktsorten teilweise nicht mehr so viele verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe bergen wie alte Sorten oder gar Wildarten. So hat etwa Detlef Ulrich, Chemiker am Julius Kühn-Institut, in eigenen Untersuchungen mit 70 verschiedenen Sorten bei handelsüblichen Erdbeeren geringere Aromastoffgehalte nachgewiesen als bei Wildformen. Von den blumig-zitrusartigen Terpenen fand Ulrich beispielsweise in der wilden Moschuserdbeere (Fragaria moschata) bis zu achtmal mehr als in der Elsantaerdbeere aus dem Supermarktregal. Diese Aromen stehen im Ruf, möglicherweise gegen Mikroben zu wirken und Entzündungen einzudämmen.
Eine depressive Stimmung raubt Lebensqualität, ist schlecht für das Immunsystem und lässt uns schneller altern. Jetzt die gute Nachricht: Durch verblüffend simple Techniken lässt sich die Stimmung verbessern!
Wie das geht? Ganz einfach: An frühere Erfolgserlebnisse denken!
Der Alterungsprozess stellt eine wesentliche Ursache vieler Erkankungen dar. Diesen zu behandeln ist im Zweifelsfall besser, als später einer bereits manifesten Erkrankung hinterher zu rennen. Eine sehr elegante Art der Prävention, die schleichend die Medizin revolutionieren wird.
Drugs that modulate aging: the promising yet difficult path ahead
ZitatAging research has unique features. Not only does it touch upon the major chronic disease states that are currently plaguing humanity, but it offers the potential of aligning medical research with disease prevention. [...] slowing aging is coupled with extending healthspan. The best way to treat a major debilitating disease is to not get it in the first place and aging research has the potential to help achieve that goal. With new small molecule interventions that slow aging emerging, the opportunity is there for aging research to revolutionize medicine. Rapamycin derivatives and STACs may or may not be appropriate to extend healthspan in humans, but as more and more candidates emerge, the likelihood dramatically increases that one will work in humans.
Nicotinamid-Ribosid taugt wohl auch zur Prävention und Therapie von mitochondrialen Muskelerkrankungen:
Effective treatment of mitochondrial myopathy by nicotinamide riboside, a vitamin B3
ZitatHere, we treated mitochondrial myopathy mice with NR. This vitamin effectively delayed early] and late]stage disease progression, by robustly inducing mitochondrial biogenesis in skeletal muscle and brown adipose tissue, preventing mitochondrial ultrastructure abnormalities and mtDNA deletion formation. NR further stimulated mitochondrial unfolded protein response, suggesting its protective role in mitochondrial disease. These results indicate that NR and strategies boosting NAD+ levels are a promising treatment strategy for mitochondrial myopathy
Wie Eidechsen einen Schwanz nachwachsen lassen Forscher haben Gene identifiziert, die Echsen bei der Regeneration ihres Schwanzes helfen. Dabei stellt sich heraus: Die allermeisten davon besitzt auch der Mensch.
ZitatGerät eine Echse wie der Rotkehlanolis in Gefahr, kann sie ihren Schwanz ablösen und sich davonmachen. Die Wunde verheilt nicht nur, sondern dem Tier wächst sogar passender Ersatz. Welche Gene während dieses Vorgangs aktiv sind, haben nun Wissenschaftler um Elizabeth Hutchins erforscht. Dabei zeigte sich: Über die meisten dieser Gene verfügt auch der Mensch.
Die Hoffnung der Forscherin von der Arizona State University und ihrer Kollegen ist es daher, die neuen Erkenntnisse in der Regenerativen Medizin einzusetzen. Einige der identifizierten Gene könnten sich womöglich eines Tages auch bei uns in die Heilung und Wundversorgung einspannen lassen.
Menschen seien mit Echsen vergleichsweise eng verwandt – enger jedenfalls als mit Salamanderartigen wie dem Axolotl, den seine verblüffende Regenerationsfähigkeit zum beliebten Forschungsgegenstand in der Medizin gemacht hat.
Ist das nicht interessant? Und die Studie ist ausgerechnet noch an älteren Typ II-Diabetikern erfolgt. Dr. Strunz hätte denen wohl eher NO- Carb empfohlen... ob sich die oben genannten Werte bei einer No-Carb Ernährung wohl ebenfalls gebessert hätten? Zumindest bei den Punkten Proteinurie und der Nierenfunktion würde ich das stark bezweifeln.
Ist das nicht interessant? Und die Studie ist ausgerechnet noch an älteren Typ II-Diabetikern erfolgt. Dr. Strunz hätte denen wohl eher NO- Carb empfohlen... ob sich die oben genannten Werte bei einer No-Carb Ernährung wohl ebenfalls gebessert hätten? Zumindest bei den Punkten Proteinurie und der Nierenfunktion würde ich das stark bezweifeln.
Prometheus,
hier wirfst Du der Meute wieder Infos zu Spezialthemen zum Fraß vor, die leider von Vielen nicht genau genug gelesen und verstanden werden, und die deshalb von Vielen hier anschließend dann wieder völlig falsch gewertet und auf alles und jeden übertragen werden!!
Bei dieser Studie geht es um Menschen mit Nierenerkrankung! Wenn die Nieren nicht richtig arbeiten, kommen der ganze Proteinhaushalt und noch viel mehr durcheinander. Dass bei Nierenkranken eine an Protein reduzierte Nahrung wichtig ist, ist ja nun wirklich nichts Neues und ist in gar keiner Weise auf „normale“ Menschen übertragbar!
Daher achte doch in Zukunft bitte besser darauf, auf solche Dinge klar und deutlich hinzuweisen, damit nicht immer so Viele hier darauf „hereinfallen“ und dann glauben, sie täten sich etwas Gutes, auf lebenswichtiges Protein (oder ggf. sonstige lebenswichtige und essentielle Nährstoffe) zu verzichten.
Ja,richtig, bei der Studie geht es um Menschen mit Nierenerkrankung. Verallgemeinern kann man das selbstverständlich nicht.
In erster Linie wollte ich damit zeigen, dass eine Proteinreduzierte Ernährung sehr wohl nicht nur an Fruchtfliegen und Mäusen untersucht wurde, sondern auch am Menschen. Und dass die Furcht vor einem Proteinmangel vielleicht auch ein wenig übertieben ist.
Dass wir alle auf Essentielle Aminosäuren angewiesen sind, ist eine Binsenweisheit. Die Schlussfolgerung "Viel hilft viel" kann aber ebenfalls unerfreuliche Effekte haben. Der Körper verfügt über erstaunliche Möglichkeiten, kurzfristige und mittelfristige Mängel zu kompensieren. Diese Kompensation mag vielleicht auf Kosten der Widerstandsfähigkeit des Organismus gehen, kann aber durchaus auch postitive Effekte haben. Zum Beispiel auf die Nierenfunktion.
Ja,richtig, bei der Studie geht es um Menschen mit Nierenerkrankung. Verallgemeinern kann man das selbstverständlich nicht.
In erster Linie wollte ich damit zeigen, dass eine Proteinreduzierte Ernährung sehr wohl nicht nur an Fruchtfliegen und Mäusen untersucht wurde, sondern auch am Menschen. Und dass die Furcht vor einem Proteinmangel vielleicht auch ein wenig übertieben ist.
Hier im Forum wurde es bisher immer so dargestellt, als wären die Studienergebnisse von Bäckerhefe und Fliegen oder Würmern einfach 1:1 auf den Menschen übertragbar. Wie im IGF1-Thread nachlesbar, ist aber genau das Gegenteil der Fall. Trotzdem wird auch weiterhin hier im Forum - sinngemäß - behauptet, der Mensch wäre Bäckerhefe oder Wurm... Dieses stupide Ignorieren, welches hier im Forum auf leisen Sohlen Einzug gehalten hat, ist mit Sicherheit nicht förderlich dafür, dieses Forum als ein ernstes und ernstzunehmendes nach außen hin zu repräsentieren. Das sollte insbesondere Dir als Admin zu denken geben.
Ich möchte mir jetzt nicht noch die Zeit nehmen, hier jetzt auf Zusammenhänge Nieren bzw. Nierenerkrankungen und Protein näher einzugehen. Der Eine oder Andere hier dürfte wissen, dass der Nephrologe mir 2003 mitteilte, dass ich kurz vor der Dialyse stünde. Ich habe mich durch meine eigenen Behandlungen, Ernährung und Lebensweise bis heute davor bewahren können, und derzeit scheinen meine Nieren bis auf leichte chron. Schädigung (die natürlich irgendwann auch wieder schlimmer werden kann) gut zu arbeiten. Dass ich über Nierenerkrankungen also einigermaßen Bescheid weiß, zumindest so viel, mich vor der lt. Nephrologen (= Nierenfacharzt) unvermeidbar anstehenden lebenslänglich notwendigen Dialyse zu bewahren, sollte damit offensichtlich sein.
Es wurde die an Protein reduzierte Ernährung im speziellen Krankheitsfall der Nierenerkrankung als positiv genannt. Wer jetzt genauer verstehen möchte, warum das der Fall ist - und warum das aber beim Nieren-Gesunden NICHT der Fall ist -, der muss sich nun selber mal die Mühe machen und sich darüber kundig tun. Ich kann nicht jedem hier die Arbeit abnehmen.
Dass wir alle auf Essentielle Aminosäuren angewiesen sind, ist eine Binsenweisheit. Die Schlussfolgerung "Viel hilft viel" kann aber ebenfalls unerfreuliche Effekte haben. Der Körper verfügt über erstaunliche Möglichkeiten, kurzfristige und mittelfristige Mängel zu kompensieren. Diese Kompensation mag vielleicht auf Kosten der Widerstandsfähigkeit des Organismus gehen, kann aber durchaus auch postitive Effekte haben. Zum Beispiel auf die Nierenfunktion.
Von „viel hilft viel“ war hier nie die Rede! Das ist genau wieder eine Deiner typischen Suggestionen, die zu unterlassen ich Dich schon mehrfach gebeten habe. Es ging nie um Eiweiß- oder Proteinmast (von der ich selber bereits dringend abgeraten habe!), sondern darum, an lebenswichtigen Nährstoffen keinen dauerhaften Mangel anzustreben, wie es dagegen zum Zwecke der Lebensverlängerung hier im Forum bislang irrwitzigerweise empfohlen worden war.
Und noch einmal: eine an Protein reduzierte Ernährung hat beim Gesunden ohne Eiweißmast KEINE positiven Effekte auf die Nierenfunktion.
Ich schließe mich der Kritik von Lukas an. Vor einiger Zeit hatte ich gebeten, Informationen zu interpretieren und nicht nur einfach einzustellen. Dabei bleibe ich.
ZitatHier im Forum wurde es bisher immer so dargestellt, als wären die Studienergebnisse von Bäckerhefe und Fliegen oder Würmern einfach 1:1 auf den Menschen übertragbar.
Ach ja? Wann den? Wer hat hier jemals behauptet, man kann Tierstudien von Bäckerhefe, Fliege oder Würmer 1:1 auf den Menschen übertragen?
Einzig und allein Studien an anderen Säugern sind im großen und ganzen übertragbar aber auch nicht 1:1...
Habe ich nicht mal gesagt es sei Wahnsinn sich so zu ernähren, wie in einem MR-Tierexperiment weil es die Leistungsfähigkeit verringert?
Prometheus hat nie zu Restriktion wie in einem Tierexperiment geraten, sondern nur zu Zyklen.
Und auch ich habe nie gesagt, dass man die Studienergebnisse der Tiere 1:1 auf Menschen übertragen kann, sondern dazu geraten sich so zu ernähren wie die Menschen in Okinawa oder Sizilien, deren Ernährung ebenfalls weniger Methionin enthält, die aber trotzdem nicht Vegan ist.
Zitat von La_Croix im Beitrag #221Lukas, warum gibst du nicht mal eine Empfehlung (von mir aus auch nur grobe) ab, wann man wie viel von welchem Protein zu sich nehmen sollte?
La_Croix,
Du wirst lachen, das habe ich im Großen und Ganzen bereits. Natürlich gibt es keine Dosierungsempfehlung als konkrete Mengenzahl, die für jeden richtig ist.
Protein-Dosierung richtet sich an den mehrfach gemessenen Serum-Proteinwerten (um Verlauf zu überprüfen), muss also jeder hierüber für sich selber herausfinden. Wer sich natürlich bester Gesundheit und Jugendlichkeit erfreut, braucht sich vermutlich eher weniger Gedanken darüber machen, ob er sich in dem Bereich unvorteilhaft ernährt...
Protein in Form von Milch und Milchprodukten ist grundsätzlich zu meiden. Dass und warum das so ist, habe ich ebenfalls bereits ausführlich erläutert, und auf Diskussionen hierüber habe ich keine Lust, da es am Ende ohnehin jedermanns eigene Entscheidung ist, ob er sich daran halten möchte oder nicht.
Ansonsten wird es auf die persönlichen Vorlieben und Beobachtungen über Auswirkungen bei sich selber ankommen, ob man lieber veganes Protein oder z.B. auch Eier und Fleisch und Fisch seinem Speiseplan beifügt. Hauptsache es finden sich alle essentiellen Aminosäuren in genügender Menge und vernünftigem Verhältnis in der Nahrung bzw. der Nahrungsergänzung.
Ich habe sogar auch schon mehrfach darauf hingewiesen, welche Ergänzungen ich selbst zu mir nehme (Vegan Blend, Big 8).
Wüsstest Du alles, wenn Du meine Beiträge lesen würdest.
Kybernetik (http://de.wikipedia.org/wiki/Kybernetik) ist die die Wissenschaft der Steuerung und Regelung von Maschinen, lebenden Organismen und sozialen Organisationen. Hier ein Artikel von Francis Heylighen, der die Erkenntnisse der Kybernetik auf eine radikale Lebensverlängerung ummünzt. Derartige translationale Ansätze finde ich sehr sympathisch:
Avoiding known dangers Bekannte Gefahren nach Möglichkeit zu vermeiden, ist trivial und der Ratschlag dürfte kaum überraschen. Gehört aber definitiv auch mit in das Gesamtkonzept!
Buffering Die Körperlichen Energiereserven sollten optimiert werden. Prinzipiell bezogen auf alle Makronährstoffe, da Kohlenhydrate allerdings nicht essentiell sind und die Speicherkapazität eh limitiert, empfiehlt der Autor eine Low Carb, High Protein-Ernährung mit vielen Vitaminen, Antioxidantien und Methyl-Donatoren. Auch Ruhezeiten und ausreichend Schlaf erhöhen den "Puffer"
Extending capabilities Je aktiver man am körperlich ist, desto mehr Möglichkeiten hat der Körper auch zum Kompensieren von störenden Einflüssen. Die körperliche Aktivität hat zwei Aspekte: Kraft und Vielfältigkeit.
Increasing knowledge Interessanterweise zählt der Autor hier in erster Linie das in der DNA konvervierte biochemische "Wissen" zu allererst auf, anschließend das Nervensystem, schließlich die Bildung, Wissenschaft und Kultur. Alle Formen des Wissens sollen dahingehend maximiert werden, Prävention und Reparatur zu verbessern.
Zitat While most researchers in the aging field try to manipulate genetic programs via specific metabolic pathways, I have proposed a general counterstrategy that co-opts our evolved program of reactions to redirect resources towards damage repair. Since repair processes depend on the level of challenge and the level of resources or buffers, we can manipulate them simply by controlling these levels.
Dies könnte ein sehr großer Schritt zur biologischen Verjüngung und verlängerung der Menschlichen Lebensphase über, die bisherige maximale Lebenserwartung sein. Man will in etwas mehr als 1 Monat in Kalifornien testen, ob man wie bei alten Mäusen auch bei alten Menschen die Stammzellen durch die Gabe von Blutplasma junger Individuen reaktivieren kann.
Interessanter Artikel, der sich damit beschäftigt warum zu zu NEMs oft wiedersprüchliche Studienergebnisse vorliegen:
Vitamine auf dem Prüfstand Trotz jahrzehntelanger Forschung: Der Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln bleibt unklar.
ZitatTrotzdem wird dies oft ignoriert. Im Auftrag der US-Regierung wurden 2009 in einem Review [10] Studien zusammengefasst, um als Basis beispielsweise für Richtlinien zur Vitamin D-Aufnahme zu dienen. Viele der eingeschlossenen Studien enthielten jedoch keinerlei Information über den Baseline-Status der Probanden, so dass in dem Review wahrscheinlich viele unterschiedlich reagierende Probanden zusammengewürfelt waren. Daher ist es wenig erstaunlich, dass die Ergebnisse zum Vitamin D als "inkonsistent" beschrieben wurden. "Wer über eine Studie nachdenkt, muss sich ein sinnvolles Studiendesign überlegen. Das wurde hier irgendwie nicht beachtet", sagt Heaney.
ZitatAußerdem finden sich darin zwei weitere Störfaktoren. Erstens sind Studienteilnehmer in der Regel gesundheitsbewusster als andere. Auch wenn die Teilnehmerinnen der WHI-Studie im Schnitt relativ hohe Mengen an Kalzium konsumierten, so erreichen 75 Prozent der US-amerikanischen Frauen im Alter zwischen 31 und 50 Jahren die empfohlenen 1000 Milligramm Kalzium pro Tag nicht allein durch Nahrungsaufnahme. Als zweiter Störfaktor fällt die oftmals niedrige Compliance der Studienteilnehmer auf, also die häufige Nichteinhaltung der Vorgaben. So nahmen nur 59 Prozent der Teilnehmer zumindest 80 Prozent ihrer Tabletten bis zum Ende der Studie ein. Probanden, die sich nicht an die Vorgaben halten, können allein dadurch wesentlich von denen abweichen, die den Einnahmeplan tatsächlich beachten. So werden die Ergebnisse letztendlich verfälscht.