Dr. Gundry mag keine Lektine und hält sie für absolut schädlich. Dumm nur, dass man dann so "gesunde" Dinge wie Obst, Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Bohnen, Kartoffeln usw.) nicht mehr essen darf. Er hält Lektine für schlimmer als Gluten. Angeblich machen sie Arteriosklerose, Krebs, Inflammation und alles andere was nichts taugt.
Zitat von Curious im Beitrag #1Dr. Gundry mag keine Lektine und hält sie für absolut schädlich.
Ich mag auch manche Dinge nicht. Zum Beispiel überreife Bananen. Ich halte sie deswegen aber nicht unbedingt für absolut schädlich.
Am allerwenigsten aber mag ich es, wenn Meschen - insbesondere solche, die sich mit einer fachlichen Qualifikation schmücken - hemmungslos von sich selbst eingenommen ihre spekulativen Theorien einem Laienpublikum verkaufen(!), als wären es wissenschaftliche Fakten. Auch wenn die tatsächliche Evidenzlage diesen nicht nur keine Grundlage bietet, sondern sie rundheraus widerlegt. Das halte ich sogar für sehr, sehr schädlich.
Aber vielleicht bin ich da auch ein wenig altmodisch und noch nicht im "Fake News"-Zeitalter angekommen, in dem die "gefühlte Wahrheit" überkommene, wissenschaftliche Wahrheitsanspüche ablöst. Ernährungsgurus wie Gundry, Davies, Pedlmutter etc., gebührt jedenfalls die "Ehre", diese Art von Desinformation schon meisterhaft bedient zu haben, bevor damit Wahlen gewonnen wurden...
ZitatDumm nur, dass man dann so "gesunde" Dinge wie Obst, Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Bohnen, Kartoffeln usw.) nicht mehr essen darf.
Dumm nur, dass man dann die gesamte epidemiologische Evidenz ignoriert, weil... ja weil einem irgendein charismatischer Selbstdarsteller mit seinen spannend erzählten (Verschwörungs-)Theorien überzeugender erscheint als die oftmals trockene und wenig spektakuläre Wissenschaft.
ZitatEr hält Lektine für schlimmer als Gluten.
Du meine Güte - noch schlimmer als Gluten?
ZitatAngeblich machen sie Arteriosklerose, Krebs, Inflammation und alles andere was nichts taugt.
Krieg, häusliche Gewalt und Mundgeruch nicht zu vergessen! Ausserdem sind sie auch für die Ursünde verantwortlich, da Apfelschale ebenfalls Lektine enthält.
Oh mann, jetzt ist es 1 Uhr in der Nacht und ich bin immer noch wach. Und wer ist Schuld? Die verdammten Lektine! Wenn das kein schlagender Beweis für Dr. Gundrys Theorien ist...
du machst es dir etwas leicht mit deiner Argumentation. Du gehst davo aus, dass Davies, Perlmutter, Gundry etc. etc. alle Unrecht haben und DU (bzw. die von dir bevorzugten oder abgelehnten Theorien) Erkenntnis pur sind. Du "weißt" schon, was falsch und richtig ist. Das finde ich zumindest etwas seltsam.
Ich behaupte nicht, dass Gundry Recht hat. Ich stelle nur seine Theorien zur Diskussion.
Es ist eben - auch in der Wissenschaft - umstritten, welche Rolle z. B. Gluten für die Gesundheit spielt. Oder Lektine. Oder gesättigte Fette. Und wenn ja, welche.
Man kann da weder einseitig einen generellen Freispruch noch eine generelle Verdammnis oder Ablehnung proklamieren. Daran wird eben geforscht.
Der Mainzer Professor Detlef Schuppan geht zum Beispiel dem Gluten "zu Leibe":
Das ist ein Beispiel für die Forschung. Die von Dir so einfach zur Seite gewischten Autoren und deren Thesen mögen falsch sein. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Das ist doch der Stand der Diskussion. Und der sollte man sich stellen. Entschieden ist da nichts.
Speziell zu Lektinen kann ich nichts sagen. Nur generell: man kann natürlich nicht jeder Behauptung/Empfehlung glauben. Die Autoren müssen sich schon bemühen, entweder die Biochemie zu analysieren und zu zeigen, wo der Schaden entsteht oder auf eine halbwegs sauber durchgeführte Studie zu verweisen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Hypothesen müssen eindeutig als solche bezeichnet werden.
Man muss vielleicht auch beachten, dass der Gesichtspunkt AntiAging/RA ein anderer ist als das "normale" Leben. Man hört immer wieder das Argument "Das hab ich immer gegessen, bin davon nicht krankgeworden. Alle vor mir haben auch Tomaten gegessen, also was soll die Wissenschaft?" Aber niemand weiß natürlich, ob das im Sinne von A-A gut ist. Aber genau darum geht es hier. Ist schwierig.
Jetzt etwas überspitzt, aber mit wahrem Kern: wenn man sich die Diskussion über Lebensmittel so ansieht, bleibt natürlich wenig übrig, was man überhaupt essen kann. Wenn ich meinen Kühlschrank ansehe, sind da zu 50% Pulver, Kapseln und andere NEM drin. Es wird daraus hinauslaufen, dass wir uns im wesentlichen von einer Nährlösung - personalisiert - ernähren, um uralt zu werden. Wenn Ray Kurzweil mal an die 200 Mittel/ÜPulver/Kapseln täglich konsumiert hat, dann hat er damit den Großteil des Kalorienbedarfs auch gedeckt.
Über Lektine, Gluten und Co. müssen wir dann nicht mehr nachdenken, auch nicht über Marmeladenbrötchen, Nutelle oder Rumpsteak ...
PS: Mein kleiner Enkel konsumiert auch ein aus Pulver bereitets Getränk, wo mindestens 30 Stoffe drin sind. Für Erwachsene: Almased oder Jokebe liegen schon in diesem Trend, vll. muss man sie noch etwas im Sinne A-A aufbohren.
PPS: Wir brauchen keine A-A-Kochbücher, wir brauchen das ultimative Rezept für eine Art A-A-Nährlösung.
Ray Kurzweil sieht aber irgendwie nicht wirklich jünger aus. Ich finde sogar etwas verquollen im Gesicht...verträgt evtl. nicht alles so gut. Diese AA-Nährlösung muss sich erst mal bewähren. Vera ist meine Hoffnung im AA :)
In die technologische Singularität gehe ich nicht mehr...
Wie genau diese Lösung aufgebaut ist, wäre ja Gegenstand der Diskussion/Forschung. Erste Ansätze gibt es ja.
Ich sehe wirklich, dass die Tendenz dahingeht. Zwangsläufig. Denn wir können die konventionellen Lebensmittel und ihre Zubreitung nicht wirklich kontrollieren. Man muss nicht mehr analysieren, was alles schlecht an Lebensmitteln ist, sondern man geht synthetisch vor und kreiert den bestmöglichen "Intake".
Der Unterschied zwischen "Lebensmitteln", "Nahrungsergänzungmitteln" und Pharmaka verschwindet dann. Halte ich sowieso für falsch, mal abgesehen von den Pharmaka. Ist halt alles Intake.
Also jetzt nicht argumentieren mit der "Lust am Essen", Geschmack etc. Das ist Ernährung 1.0. Ernährung 2.0 ist anders, wie eben auch Medizin 2.0. Alles zusammen geht nicht: Essen als Lust, ja fast als Daseinsargument und gleichzeit 200 Jahre bei bester Gesundheit leben. Ist halt meine These.
Interessanter Ansatz. In diese Richtung geht ja auch z. B. die Kosmonautennahrung. Allein schon, wenn man das Thema Raumfahrt, Neuansiedlung von Planeten usw. in Betracht zieht, wird aus naheliegenden Gründen das Thema Ernährung mittels komplexer Nahrungskonserven-und Komprimate etc. zumindest an Bedeutung gewinnen. Auch im milit. Bereich ist das ja schon seit langem ein wichtiger Aspekt. Auch die Survival-Packs, mit hochhkomplexer und gehaltvoller Nahrung in verschiedener Form geht auch in dieser Richtung. Also "Können" tut man es durchaus schon heute.
Wir sind doch eher misstrauisch gegenüber den Produkten der Nahrungsmittelindustrie und jetzt soll es ein Erzeugnis eben dieser Industrie richten, soll alles enthalten was wir für ein langes Leben benötigen? Bei Astronauten, Soldaten geht es wohl eher nicht um AA.
Zitat von Windsurfer im Beitrag #8Wir sind doch eher misstrauisch gegenüber den Produkten der Nahrungsmittelindustrie und jetzt soll es ein Erzeugnis eben dieser Industrie richten, soll alles enthalten was wir für ein langes Leben benötigen? Bei Astronauten, Soldaten geht es wohl eher nicht um AA.
Nun ja, auch die Nahrungsmittelindustrie kann ja nicht schalten und walten wie sie will und muß sich auch in erster Linie nach den Kundenwünschen richten. Und da geht es eben leider immer mehr in Richtung Fertigprodukte, so einfach und so schnell wie möglich. Wer kann denn schon heute von der jungen Generation überhaupt noch kochen? Wer in 20 oder 50 Jahren? Und will das überhaupt? Wer hätte gedacht, daß Hunderttausende sich ihr Essen von einem Gerät wie Thermomix komplett machen lassen, statt selbst zu kochen? usw. usf.
Vor einiger Zeit habe ich eine interessante Doku gesehen, daß die Nahrungsmittelindustrie schon an Fertigprodukten der "neuen Generation" arbeitet. Das ist zwar noch keine reine "Tubennahrung", aber das Thema so günstig wie möglich, so kundengerecht, einfach und klein wie möglich und die Microwelle ist Dein bester Freund spielten da eine wesentliche Rolle. Ein Trend nach "komplexer" Nahrung, die möglichst lecker aussieht und lange aufzubewahren ist etc., statt gesund, war da ganz klar abzusehen.
Und man sollte sich nichts vormachen, die Masse der Menschen wird verdummt und ist dumm und hat mit A-A etc. überhaupt nichts am Hut. Gerade deshalb sind doch schon heute Fastfood und Fertiggerichte so ein gigantischer milliardenschwerer Markt. Das wird weiter forciert und sich rasant auf alle Ernährungsbereiche ausbreiten.
Die Lebensmittel sind wahrscheinlich trotzdem, selbst bei Fertigprodukten, gesünder als vor 50 Jahren. Wenn ich an meine Verwandschaft denke, z. B. Winzer. Die sind vor 50 mit der Spritze auf dem Buckel durch den Weinberg gegangen und haben das giftigste Zeug verspritzt und zwar ohne Atemmasken. Darum ist Krebs bei Winzern heute ein großes Thema. Und die Menschen haben dann diese Trauben gegessen, die heute in keinem Aldi mehr angeboten werden dürften. Ich wette mal, sollte man Weine von heute und Weine von vor 50 Jahren im Labor untersuchen, sind die alten Weine viel ungesünder durch vorhandene Spritzmittel. Und Tiefkühlkost gab es früher eh nicht. Bis das Obst und Gemüse den Endverbraucher erreicht haben, waren die meisten Vitamine schon vergangen. Selbst mit guter Tiefkühlkost z. B. von Frosta, kann man sich heute gesünder ernähren als vor Jahrzenten als Stadtbewohner. Wir wissen halt heute bloß mehr und können uns daher mehr Sorgen machen. Vielleicht sollte man doch mehr meditieren um zur Ruhe zu kommen von all dem Wissen, was wir jetzt haben, was uns schaden könnte? O.K. aber zurück zum Thema Lektine.
Das mag alle stimmen. Es stimmt auch, dass es gute Lebensmittel gibt. Man muss sie nur unterscheiden können von weniger guten. Ich wollte garnichts über die Qualität der Lebensmittel sagen, ob Wein nun gespritzt ist oder Glyphosat flächendeckend verteilt wird.
Es geht um Stoffe, die natürlicherweise in Naturprodukten enthalten sind. Und es geht nicht um "am Leben erhalten", sondern um A-A/R-A. Meinetwegen muss die Masse nichts davon verstehen und es nicht wollen.
Ich wollte nur den synthetischen Ansatz bei der Ernährung dem analytischen Ansatz gegenüberstellen. Synthetisch heißt nicht, dass alle Stoffe synthetisch hergestellt sind, sondern nur, dass die Nahrung nur aus Stoffen aufgebaut wird, die A-A/R-A fördern. Dann muss man nicht mehr über Lektine streiten, man nimmt sie einfach nicht in die "Nährlösung" hinein. Ob das nun die Industrie herstellt, darüber rede ich nicht. Wenn es transparent ist, warum nicht. Mir würde erst einmal das Rezept reichen, mach ich dann selber.
Ich sehe nur, der analytische Ansatz führt letzlich nicht zum Ziel, weil man immer etwas drin hat, was nicht zugeführt werden sollte.
ZitatEs wird daraus hinauslaufen, dass wir uns im wesentlichen von einer Nährlösung - personalisiert - ernähren, um uralt zu werden [...] Ich sehe wirklich, dass die Tendenz dahingeht. Zwangsläufig. Denn wir können die konventionellen Lebensmittel und ihre Zubreitung nicht wirklich kontrollieren. Man muss nicht mehr analysieren, was alles schlecht an Lebensmitteln ist, sondern man geht synthetisch vor und kreiert den bestmöglichen "Intake".
Schwierig, denn schließlich ist das Ganze meist mehr als die Summe seiner Teile. Letzlich kann man durch übertriebene Optimierung auch "Verschlimmbessern". Synthetische Nährstofflösungen schon mal aus dem Blickwinkel der Negentropie betrachtet?
Was Lektine betrifft: Bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten! Wenn Lektine in hoher Konzentration in einer Zellkultur Schäden anrichten, sollte man sie dann meiden um länger zu leben? Oder gilt hier das Hormesis-Prinzip?
Im "Feldtest" schneiden z.B. lektinreiche Hülsenfrüchte ziemlich gut ab:
#12 Es war nur ein Gedanke, den Spieß umzudrehen. Es muss auch keine wäßrige Lösung sein, es geht nur darum, etwas zu "komponieren" statt sich ewif darum zu streiten, ob Tomaten denn nun gut oder eher nicht sind. Narrürlich kann man nicht alles beliebig mischen, vll. gibt es mehrere "Lösungen" - früh, mittag, abends. Leben kann davon auf jeden Fall (Astronatennahrung, Sondennahrung, wie schon erwähnt Almased und Co, Babymilch etc. Smoothies, sofern nicht aus Früchten bereitet. Ist ja schon tw. Realität (mein Whey-Kollagen,-Arginin-Citrullin,-Kreatin,-BCAA-Smothie" , enthält allerdings auch Kakao, Zimt und Curcuma sowie Ei).
Abwehr gegen Stoffe, die wir nicht zuführen, brauchen wir nicht. Allerdings müssen wir uns dann immer nur von dieser Brühe ernähren :-|. Bei Astronaten und Sondennahrung selbstverständlich.
Woher die Negentropie stammt, ist ja noch nicht geklärt. Und wegen der Biophotonen esse ich täglich eine Portion rohen Blattsalat (mit Olivenöl). Man weiß ja nie.
PS: Gehört hier nicht rein, aber über die Frage, was eine lebende von einer toten Zelle unterschidet, denke ich zunehmend nach. Mir scheint das der Schlüssel zu sein. Es wundert mich, dass diese Frage in den SENS-Newslettern nie auftaucht.
#14 "...aber über die Frage, was eine lebende von einer toten Zelle unterscheidet, denke ich zunehmend nach. Mir scheint das der Schlüssel zu sein."
Ich habe erst einen Artikel über die Entstehung des Lebens im PM gelesen...leichte Kost ;)
Auf jedenfall sollte eher eine tote Zelle wieder Auferstehen, als das irgend etwas aus der Ursuppe sich findet und auf einmal lebt...in der toten Zelle wären zumindest alle Bausteine zusammen...doch trotzdem Tod.
Mit der "Ursuppe" scheint es ja funktioniert zu haben, sonst müssten wir hier nicht schreiben mitten in der Nacht.
Ja in der toten Zelle ist noch alles drin, es fehlt die "Lebenskraft". Bisher ist das Leben eine ununterbrochene Weitergabe der "Lebenskraft" seit der "Ursuppe" oder von außen importiert, was an der Kette nichts ändert.
Ich denke mir, es hat was mit Quantenkohärenz und der Halbleitereigenschaft des Wassers in den Kanälen des Zellgerüstes zu tun. Wenn das zusammenbricht, ist die Zelle tot. Wie man es wiederherstellt, wäre halt auch für Anti-Aging interessant. Es geht garantiert um Wasser, thats for shure.