Es gibt genug alte Leute, die sich körperlich und geistig wohl fühlen - selbst mit gewissen Einschränkungen - und die was husten würden, wenn man ihnen ankäme und ihren Zustand als Krankheit bezeichnen würde. Das sind tief zufriedene Menschen, die das Leben schätzen aber auch wissen, dass es eben endlich ist. Und es gibt sehr kranke junge Menschen, krank trotz Jugendlichkeit. Und dann gibt es auch junge Menschen, die vor Gesundheit strotzen und dennoch immerzu unzufrieden und mürrisch sind und nicht leben.
ich habe das große Glück Menschen zu kennen, die hochbetagt und sehr zufrieden mit ihrem Leben sind. Selbstverständlich leiden aber auch diese Menschen unter Gebrechen, wie beispielsweise Osteoporose und noch vielen anderen altersbedingten Krankheiten. Sie fügen sich zwar ziemlich klaglos in ihr Schicksal, aber wenn sie wüssten, wie sich ihre Schmerzen und sonstigen Leiden verringern bzw. beseitigen lassen, würden sie selbstverständlich zugreifen, um sich das Leben etwas zu erleichtern.
Zufriedene Menschen leiden genauso unter ihren Krankheiten wie unzufriedene, da besteht mit Sicherheit kein Unterschied. Eventuell sind sie psychisch belastbarer und ertragen deshalb klagloser ihre Leiden, und was ganz wichtig ist, sie leiden nicht unter Paranoia, dieser generellen Verwundbarkeit, die den Umgang mit anderen Menschen dann so schwer erträglich macht.
Ich denke auch, daß ist der Unterschied zwischen vielen kranken oder gebrechlichen Menschen. Eigentlich egal welcher Altersgruppe. Ich habe festgestellt, neben vielen Zwischentypen gibt es drei Haupttypen.
Die einen kämpfen so gut es eben geht frohgemut und optimistisch gegen diese Dinge an, egal was Ärzte oder Wissenschaft sagen und wollen sich damit nicht abfinden und sich dem auch nicht willenlos ergeben.
Andere haben das Ganze als eine Art "Schicksal" angenommen und akzeptiert und versuchen aus dem was bleibt und noch möglich ist das Beste zu machen, leiden eher still und lassen ihre Umgebung von ihrem Leid nichts anmerken.
Und andere wiederum suhlen sich in Selbstmitleid und Verbitterung, gepaart mit Wut und Enttäuschung über diese vermeintliche "Ungerechtigkeit" und geben Allem und Jeden um sie herum quasi eine Mitschuld an ihrem Leid oder sind bösartig und gehässig einfach aus Neid, weil es anderen ja besser geht, zumindest nach außen hin.
Das soll keine "Verurteilung" sein, sondern nur eine Beschreibung der Erfahrung aus meiner pers. Sicht, denn es ist für jeden von uns schwierig mit Themen wie Krankheit, Schmerz, Leid und Tod umzugehen und alle genannten Reaktionen spiegeln eben die menschliche Psyche und Seele wider.
Selbst wenn das Altern vollständig behandelt werden könnte, wären wir damit nicht unsterblich.
Jede Handlung ist immer auch mit Risiken behaftet, und jeden Tag stellen wir unbewusst eine Kosten/Nutzen-Rechnung auf, wenn wir beispielsweise in ein Auto einsteigen. Wir alle haben Ziele im Leben, die wir erreichen wollen. Zum Erreichen dieser Ziele müssen immer auch Risiken eingegangen werden. Das ist Leben. Natürlich kann man versuchen, die Ziele mit möglichst minimalem Risiko zu erreichen. Aber selbst wenn das Altern heilbar wäre, würden wir dadurch nicht ewig leben. Aber die Lebenserwartung würde sich theoretisch grob geschätzt etwa verzehnfachen!
Knappe Ressourcen waren in der Menschheitsgeschichte immer schon Thema. Dennoch haben wir aktuell mit 7 Millarden Menschen in der Neuzeit mehr Ressourcen als jemals zuvor in der Menscheitsgeschichte mit weniger Menschen auf dem Globus. Hätten wir in einer Zukunft mit 70 Millarden Menschen automatisch weniger Resourcen? Oder vielleicht auch mehr Möglichkeiten? Deshalb Menschen "absichtlich" sterben zu lassen oder deswegen anderen Menschen Therapien gegen das Altern zu verweigern, ist unethisch und absurd. Wer gerne biologisch altern und sterben möchte, sollte dies aber gerne tun dürfen.
Zitat von Prometheus im Beitrag #7Knappe Ressourcen waren in der Menschheitsgeschichte immer schon Thema. Dennoch haben wir aktuell mit 7 Millarden Menschen in der Neuzeit mehr Ressourcen als jemals zuvor in der Menscheitsgeschichte mit weniger Menschen auf dem Globus. Hätten wir in einer Zukunft mit 70 Millarden Menschen automatisch weniger Resourcen? Oder vielleicht auch mehr Möglichkeiten? Deshalb Menschen "absichtlich" sterben zu lassen oder deswegen anderen Menschen Therapien gegen das Altern zu verweigern, ist unethisch und absurd. Wer gerne biologisch altern und sterben möchte, sollte dies aber gerne tun dürfen.
Ich habe nie von einer „Therapie gegen das Altern“ gesprochen. Und auch nicht, diese den Menschen nicht zuzugestehen. Wäre auch Quatsch, da es eine solche Therapie ja gar nicht gibt. Diese könnte ja alleinig so aussehen, die Menschen jung umzubringen. Altern ist eben keine Krankheit, die man therapieren könnte, sondern das Fortbestehen im Sein. Nicht (mehr) altern tun wir ab dem Zeitpunkt, wenn wir sterben (und ab dann verwesen wir - oder lassen uns eben einfrieren). Deshalb gibt es auch keine Therapie (außer den Tod) gegen das Altern.
Was wir versuchen können ist, Krankheiten zu heilen oder zu verhindern, natürlich auch Schmerzen zu beseitigen. Klar, wer wollte das nicht? Altersunabhängig! Doch bitte nicht nur bei alten Menschen. Auch junge Menschen wären lieber gesund und schmerzfrei. Ich hätte auch gerne mal einen Tag ohne Schmerzen, an dem ich mich frei bewegen könnte und Dinge, die mir evtl. Spaß machen könnten, erleben würde. Und wenn es eine Therapie gäbe, würde ich zugreifen. Ist ja keine Frage. Aber das hat nichts mit „ewigem“ Leben zu tun.
Worauf ich hinaus wollte: Immer mehr junge Menschen leiden an den sogenannten Alterserkrankungen. Sei es nun Osteoporose oder auch Demenz etc. Das alleine zeigt schon, dass für diese Erkrankungen nicht - wie bisher vielfach angenommen - das Alter verantwortlich sein kann. Ich habe ja an anderer Stelle auch schon auf einen möglichen Ansatzpunkt hingewiesen: Gifte, Umweltgifte, auch Gifte aus falscher Ernährung etc. Die Menschen reagieren unterschiedlich sensibel auf diverse Gifte (auch in Abhängigkeit von ihrer genetischen Ausstattung). Die eher „Unsensiblen“ schaffen es von alleine, die aufgenommenen Gifte zum Großteil wieder aus ihrem Körper zu schaffen. Alles werden auch sie nicht wieder los, Gifte akkumulieren sich im Organismus mit der Zeit. Aber es dauert bei ihnen deutlich länger, bis sich die schädlichen Auswirkungen durch das Auftreten von Krankheiten bemerkbar machen. Also kommen diese Erkrankungen im Alter dann zu Tage. Aber nicht wegen des Alters. Diejenigen, die sehr sensibel reagieren - evtl. wegen des Fehlens von Entgiftungsenzymen oder eines ganz besonders belastenden Arbeitsplatzes oder sonstigen Gegebenheiten - reagieren bereits in jüngeren Jahren mit diesen Erkrankungen.
Was mich stört ist, dass hier von Manchen jedem alten Menschen, selbst demjenigen, der sich gesund und wohl fühlt, eine Krankheit aufgeschwatzt wird, nämlich alleine der Umstand, alt zu sein. Und selbst wenn es nur die Tatsache ist, graue Haare zu haben. Das ist ein Jugendlichkeitswahn ohnegleichen, der mit einer gesunden Lebenseinstellung längst nichts mehr zu tun hat und unweigerlich zu Unzufriedenheit und Groll im eigenen Alter führen wird. Gesund kann das nicht sein!
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Und das mit den schwindenden Ressourcen bei stetig wachsender Population ist eine reine Rechenaufgabe. Ich denke, darüber muss nun wirklich nicht diskutiert werden. Heute hat man Möglichkeiten, an Ressourcen zu gelangen, die früher nicht zur Verfügung standen, klar. Aber das lässt sich nicht weiter und weiter ausbauen, die Erde lässt sich nicht endlos ausbeuten. Wer glaubt ernsthaft, dass die jetzt schon verzweifelt angewandten neuen Maßnahmen wie z.B. Fracking ohne negative Konsequenzen für die Menschheit und für das gesamte Leben auf der Erde bleiben werden?
die Hypotehese, dass limitierte Ressourcen einer Verlängerung der Lebensspanne entgegenstehen, ist eine Milchmädchenrechnung. Wenn herkömmliche Ressourcen zur Neige gehen werden andere, völlig neue Ressourcen erschlossen. 7 Milliarden Menschen wären im 19. Jahrhundert noch jämmerlich verhungert, weil nicht genügend Nahrungsmittel vorhanden gewesen wären. Und nicht genug Ackerfläche. Die damalige Agrartechnik wäre gar nicht dafür ausgelegt gewesen.
Nur ein Beispiel: Sobald Kernfusion anstelle fossiler Rohstoffe genutzt wird, haben wir nahezu unbegrenzt günstige Energie. Wüsten in blühende Landschaften mit dichter Besiedlung umzuwandeln, ist letztlich nur eine ziemlich teure Angelegenheit, weil dafür viel Energie benötigt wird. Wir leben im 21. Jahrhundert. Aber nach wie vor ist der Mond noch nicht besiedelt - und dort gibt es gigantische Rohstoffvorräte. Von anderen Planeten wie Mars oder gar extraterrestrischen Planeten ganz zu schweigen.
-Ach ja, dafür ist unsere Lebensspanne bekanntlich zu gering... ;)
P.S.: Selbst WENN das Atern tatsächlich vollständig zu verhindern wäre, würde die Population sich dennoch NICHT ständig weiter vergrößern. Gestorben wird trotzdem, denn Unsterblichkeit gibt es nicht. Die zukünftige Populationsgröße wird nahezu ausschließlich durch die Geburtenrate bestimmt.
die Hypotehese, dass limitierte Ressourcen einer Verlängerung der Lebensspanne entgegenstehen, ist eine Milchmädchenrechnung. Wenn herkömmliche Ressourcen zur Neige gehen werden andere, völlig neue Ressourcen erschlossen. 7 Milliarden Menschen wären im 19. Jahrhundert noch jämmerlich verhungert, weil nicht genügend Nahrungsmittel vorhanden gewesen wären. Und nicht genug Ackerfläche. Die damalige Agrartechnik wäre gar nicht dafür ausgelegt gewesen.
Nur ein Beispiel: Sobald Kernfusion anstelle fossiler Rohstoffe genutzt wird, haben wir nahezu unbegrenzt günstige Energie. Wüsten in blühende Landschaften mit dichter Besiedlung umzuwandeln, ist letztlich nur eine ziemlich teure Angelegenheit, weil dafür viel Energie benötigt wird. Wir leben im 21. Jahrhundert. Aber nach wie vor ist der Mond noch nicht besiedelt - und dort gibt es gigantische Rohstoffvorräte. Von anderen Planeten wie Mars oder gar extraterrestrischen Planeten ganz zu schweigen.
-Ach ja, dafür ist unsere Lebensspanne bekanntlich zu gering... ;)
P.S.: Selbst WENN das Atern tatsächlich vollständig zu verhindern wäre, würde die Population sich dennoch NICHT ständig weiter vergrößern. Gestorben wird trotzdem, denn Unsterblichkeit gibt es nicht. Die zukünftige Populationsgröße wird nahezu ausschließlich durch die Geburtenrate bestimmt.
Hallo Methos,
das mit der Geburtenrate hatten wir ja schon mal. Die Menschheit müsste über kurz oder lang das Zeugen von Nachkommen weitestgehend einstellen, wenn sie immer älter und älter wird. Anders funktioniert es nicht. An welchem Punkt wird dabei die Geburtenrate festgelegt? Wie lange darf man Kinder bekommen und ab wann dann plötzlich nicht mehr? Wer wäre dazu bereit, auf Kinder zu verzichten? Wer will wem verbieten, Nachkommen zu zeugen, damit er selber welche zeugen kann? Läuft das Ganze dann über Losverfahren? Werden die Abermilliarden Menschen dabei friedlich bleiben können, wenn sie eines ihrer Grundbedürfnisse nicht mehr befriedigen dürfen? Oder ist das Zeugen von Nachkommen dann urplötzlich kein Grundbedürfnis mehr und völlig uninteressant geworden, weil man ja selber nun „ewig“ leben wird und sich um den Fortbestand der Rasse somit nicht mehr zu kümmern braucht? Wie läuft es denn in heute schon überbevölkerten Ländern wie China? Ohne gesetzliche Regelungen geht es nicht, und wenn sie nicht eingehalten werden (können) oder „unbrauchbare“ Kinder (sprich Mädchen) gezeugt werden, werden die Kinder - ungeboren oder bereits geboren - halt umgebracht. Das will halt nur niemand hören, weil es nicht gibt, was man nicht weiß... und so etwas zu wissen wäre ja irgendwie auch unangenehm...
Mit Ressourcen sind nicht nur Nahrungsmittel gemeint. Tatsächlich ist es ja so, dass heutzutage jeden Tag derart viel Nahrungsmittel weggeschmissen werden (und wenn es nur ist, dass die Banane zu krumm oder nicht krumm genug ist), während andernorts Tausende von Menschen jeden Tag verhungern. In dem Bereich ist also noch recht viel „Platz nach oben“. Leider versündigt sich der Mensch ja lieber schwer... Aber auch das Verteilen statt Wegwerfen wäre letztendlich natürlich nur begrenzt möglich.
Warum passiert das alles? Weil heutzutage (und schon immer) die Mächtigen daran interessiert sind, nichts von ihrer Macht zu verlieren. Zu viele Menschen stören dabei. Warum werden wir Menschen von Wenigen kontrolliert? Warum werden ganze Länder und ganze Menschengruppen gezielt ausgerottet? Und wer glaubt, dass sich an diesem Verhalten etwas ändern wird? Die Reichen und Mächtigen - und damit meine ich nicht die, die halt ein paar Millionen auf dem Konto haben - wollen ihr Leben genießen. Und das funktioniert nicht, wenn es auf der Erde keinen Platz mehr gibt, an dem man das Dasein genießen, an dem man sich vom unwürdigen Mob abgrenzen kann. Und ich halte das nicht für Verschwörungstheorie...
Der Platz auf der Erde ist nun mal limitiert. Wolkenkratzer sind nicht beliebig weit aufstockbar. Irgendwann kann der Mensch nicht weiter und weiter in die Höhe bauen. Bleibt noch der Platz unter der Erde, also in der Erde drin. Wer von Euch wollte dauerhaft auf Sonnenlicht (also das echte, nicht das dann halt nachgebaute, den Menschen künstlich zur Verfügung gestellte) verzichten, weil auf der Erde kein Platz mehr ist? Klar... man kann nun argumentieren, es werden sich schon irgendwelche dann zu bevölkernde neue Planeten finden...
Und die Wüsten, die blühen sollen? Hallo? War da jemand zu oft in Las Vegas gewesen? In Wahrheit passiert ja nun eher das Gegenteil: immer mehr einst fruchtbare Böden sind heute karges Brachland, der Erosion ausgesetzt und unbrauchbar geworden für Mensch und Tier... und das Verhalten der Menschheit zeigt, dass es genau so weitergehen wird... weiter werden die Regenwälder abgeholzt, weiter werden durch riesige Monokulturen den Böden auch noch die letzten Nährstoffe entzogen. Und wer wird bei Nahrung, die ausschließlich auf Kunstdünger gezeugt werden kann, am Ende hunderte von Jahre alt, wo die Menschen heute bei dieser schlechten Ernährung schon krank werden und früher oder später daran sterben...
WANN soll denn bitte das Umdenken der Menschen beginnen?
ich denke, ihr redet und schreibt aneinander vorbei. Der eine beschreibt die aus seiner Sicht möglichen Entwicklungen in der Zukunft, der andere vorwiegend seinen Blick zur jetzigen Lage und seine eher skeptische Sicht auf die Zukunft. Das wird dann schnell keine Diskussion mehr, sondern wie leider zu oft ein Streitgespräch, zumal hier offensichtlich verhärtete Ansichten aufeinanderstoßen. Am besten man kommt wieder zum Threadthema "Osteoporose" zurück.
das mit der Geburtenrate hatten wir ja schon mal. Die Menschheit müsste über kurz oder lang das Zeugen von Nachkommen weitestgehend einstellen, wenn sie immer älter und älter wird. Anders funktioniert es nicht. An welchem Punkt wird dabei die Geburtenrate festgelegt? Wie lange darf man Kinder bekommen und ab wann dann plötzlich nicht mehr? Wer wäre dazu bereit, auf Kinder zu verzichten? Wer will wem verbieten, Nachkommen zu zeugen, damit er selber welche zeugen kann? Läuft das Ganze dann über Losverfahren? Werden die Abermilliarden Menschen dabei friedlich bleiben können, wenn sie eines ihrer Grundbedürfnisse nicht mehr befriedigen dürfen? Oder ist das Zeugen von Nachkommen dann urplötzlich kein Grundbedürfnis mehr und völlig uninteressant geworden, weil man ja selber nun „ewig“ leben wird und sich um den Fortbestand der Rasse somit nicht mehr zu kümmern braucht? -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo,
die Mehrheit der Deutschen bekommen heute freiwillig nur ein oder zwei Kinder, weil sich mehr gar nicht mit ihren Lebensumständen vereinbaren lässt. Ganz so einfach ist das nämlich nicht, Kinder großzuziehen, ihren Begabungen gerecht zu werden und zudem einen Beruf auszuüben. Es ist den wenigsten Frauen heutzutage möglich, sich nur um ihre Familie zu kümmern, denn dazu braucht es gute finanzielle Voraussetzungen. Viele Ehepaare verzichten aus diesem Grunde auf Kinder, weil die Bedingungen ihnen einfach zu hart erscheinen. Der Wunsch Nachkommen zu zeugen ist nicht so ausgeprägt, wie Du es Dir vielleicht vorstellst, sonst würden nicht so viele Menschen zunächst einmal ihren Verstand zu Rate ziehen und die Situation überprüfen und dann abwägen inwieweit sie ihre angeblichen „Grundbedürfnisse“ ausleben.
Ansonsten gebe ich Tizian recht, das ist ein völlig anderes Thema.
das mit der Geburtenrate hatten wir ja schon mal. Die Menschheit müsste über kurz oder lang das Zeugen von Nachkommen weitestgehend einstellen, wenn sie immer älter und älter wird. Anders funktioniert es nicht. An welchem Punkt wird dabei die Geburtenrate festgelegt? Wie lange darf man Kinder bekommen und ab wann dann plötzlich nicht mehr? Wer wäre dazu bereit, auf Kinder zu verzichten? Wer will wem verbieten, Nachkommen zu zeugen, damit er selber welche zeugen kann? Läuft das Ganze dann über Losverfahren? Werden die Abermilliarden Menschen dabei friedlich bleiben können, wenn sie eines ihrer Grundbedürfnisse nicht mehr befriedigen dürfen? Oder ist das Zeugen von Nachkommen dann urplötzlich kein Grundbedürfnis mehr und völlig uninteressant geworden, weil man ja selber nun „ewig“ leben wird und sich um den Fortbestand der Rasse somit nicht mehr zu kümmern braucht? -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo,
die Mehrheit der Deutschen bekommen heute freiwillig nur ein oder zwei Kinder, weil sich mehr gar nicht mit ihren Lebensumständen vereinbaren lässt. Ganz so einfach ist das nämlich nicht, Kinder großzuziehen, ihren Begabungen gerecht zu werden und zudem einen Beruf auszuüben. Es ist den wenigsten Frauen heutzutage möglich, sich nur um ihre Familie zu kümmern, denn dazu braucht es gute finanzielle Voraussetzungen. Viele Ehepaare verzichten aus diesem Grunde auf Kinder, weil die Bedingungen ihnen einfach zu hart erscheinen. Der Wunsch Nachkommen zu zeugen ist nicht so ausgeprägt, wie Du es Dir vielleicht vorstellst, sonst würden nicht so viele Menschen zunächst einmal ihren Verstand zu Rate ziehen und die Situation überprüfen und dann abwägen inwieweit sie ihre angeblichen „Grundbedürfnisse“ ausleben.
Ansonsten gebe ich Tizian recht, das ist ein völlig anderes Thema.
Liebe Grüße, parcel
Hallo,
wo kann denn da von "freiwillig" die Rede sein, wenn der Entschluss, keine oder weniger als eigentlich gewünscht Kinder in die Welt zu setzen daher rührt, dass die finanzielle und soziale Situation es nicht erlaubt? Es ist ja also vielmehr schon jetzt der Fall, dass die Reichen sich ihren Kinderwunsch erfüllen können - die nicht so Reichen eben nicht oder nur eingeschränkt. Aber natürlich ist der Kinderwunsch tatsächlich auch nicht bei jedem Menschen total ausgeprägt, das stimmt schon. Dennoch war die Sicherung des Überlebens der Rasse durch Zeugung von Nachkommenschaft schon immer eines der Grundbedürfnisse des Menschen (und nicht nur des Menschen).
Entgegen Tizians Annahme scheint es überhaupt nicht auf einen Streit hinauszulaufen. Solange La_Croix nicht mitschreibt mit den Unterstellungen und Unwahrheiten scheint es hier ohnehin nie Streit zu geben. Also mir jedenfalls ist auch gar nicht an Streit gelegen. Wir sind verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Ansichten. Das ist ja auch völlig normal. Solange man seine Ansichten mitteilt, ohne den Anderen zu beleidigen und ihm Dinge zu unterstellen, sehe ich persönlich darin überhaupt kein Streitpotenzial.
Ja, es ist ein anderes Thema als das Thema Osteoporose. Aber es hat sich halt einfach daraus ergeben, weil hier im Forum viele Krankheiten gerne als Folge des Alterns dargestellt werden und nicht als das, was sie sind, nämlich Begleitsituation des Älterwerdens aus jedoch anderen Ursachen herrührend. Vermutlich wird es in einem Forum wie diesem, in dem die Themen "Alter" oder "Nicht-altern-wollen" die Grundthemen schlechthin und daher permanent in den Köpfen der Schreibenden sind, immer wieder zu solchen Vermengungen innerhalb der diversen Threads kommen. Ist ja auch nicht so furchtbar schlimm...
wo kann denn da von "freiwillig" die Rede sein, wenn der Entschluss, keine oder weniger als eigentlich gewünscht Kinder in die Welt zu setzen daher rührt, dass die finanzielle und soziale Situation es nicht erlaubt? Es ist ja also vielmehr schon jetzt der Fall, dass die Reichen sich ihren Kinderwunsch erfüllen können - die nicht so Reichen eben nicht oder nur eingeschränkt. Aber natürlich ist der Kinderwunsch tatsächlich auch nicht bei jedem Menschen total ausgeprägt, das stimmt schon. Dennoch war die Sicherung des Überlebens der Rasse durch Zeugung von Nachkommenschaft schon immer eines der Grundbedürfnisse des Menschen (und nicht nur des Menschen). ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo,
Kinder brauchen vor allem Eltern die sich um sie kümmern und gut für sie sorgen. Die fähig sind, ihre eigenen egoistischen Bedürfnisse zurück zustellen eben aus ihrer großen Liebe zu ihnen. Und natürlich verzichten sie zugunsten der bestehenden Familie gerne auf weiteren Zuwachs, es ist kein Grundbedürfnis von veantwortungsvollen Menschen sich rücksichtslos unentwegt zu vermehren.
wo kann denn da von "freiwillig" die Rede sein, wenn der Entschluss, keine oder weniger als eigentlich gewünscht Kinder in die Welt zu setzen daher rührt, dass die finanzielle und soziale Situation es nicht erlaubt? Es ist ja also vielmehr schon jetzt der Fall, dass die Reichen sich ihren Kinderwunsch erfüllen können - die nicht so Reichen eben nicht oder nur eingeschränkt. Aber natürlich ist der Kinderwunsch tatsächlich auch nicht bei jedem Menschen total ausgeprägt, das stimmt schon. Dennoch war die Sicherung des Überlebens der Rasse durch Zeugung von Nachkommenschaft schon immer eines der Grundbedürfnisse des Menschen (und nicht nur des Menschen). ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo,
Kinder brauchen vor allem Eltern die sich um sie kümmern und gut für sie sorgen.
Eben. Und von Liebe und Geborgenheit schenken abgesehen, können sie das nur, wenn die dafür notwendigen finanziellen Mittel vorhanden sind. Denn ein Kind braucht auch gesundes Essen, Kleidung, eine gute Unterkunft, die im Winter geheizt werden kann, soll Hobbys wie Sport und Musizieren etc. verwirklichen können... der Staat bezuschusst, ja, aber das Hartz IV Kind wird sich oftmals ausgestoßen und anderen gegenüber minderwertig fühlen. Deshalb müssen die verantwortungsvollen Menschen, die gerne Nachwuchs hätten, ihn sich aber nicht leisten können bzw. nicht über genügend Mittel verfügen, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, ja auch gegen ihren Willen auf Nachwuchs verzichten... oder eben so gut es geht den Staat zahlen lassen - und dann werden sie wiederum als asozial verschrien...
Die fähig sind, ihre eigenen egoistischen Bedürfnisse zurück zustellen eben aus ihrer großen Liebe zu ihnen. Und natürlich verzichten sie zugunsten der bestehenden Familie gerne auf weiteren Zuwachs, es ist kein Grundbedürfnis von veantwortungsvollen Menschen sich rücksichtslos unentwegt zu vermehren.
Na ja, ich bezweifle, dass Du das so genau beurteilen und von allen Menschen wissen kannst, dass sie alle so wahnsinnig gerne auf Zuwachs verzichten. Ich weiß von genügend verantwortungsvollen Menschen, die gerne Kinder hätten, sich aber keine leisten können, oder die ihrem Einzelkind so gerne ein Geschwisterchen schenken würden, darauf aber verzichten müssen - und dies dann auch tun, und zwar gerade wegen ihres Verantwortungsbewusstseins. Mit Freiwilligkeit hat dies freilich nichts zu tun. Und dass Einzelkind zu sein nun nicht gerade die für das Kind beste Form des Aufwachsens darstellt, ist bekannt. Also zum Wohle des Kindes ist es dann nicht unbedingt, dass es Einzelkind bleiben MUSS. Aber die Alternative wäre, dass das Paar dann eben völlig auf Kinder verzichten MÜSSTE (jetzt wirklich mal davon abgesehen, dass es Leute gibt, die ihr Dasein über Kindergeld zu finanzieren versuchen).
Und von rücksichtsloser Rammelei habe ich hier nie geschrieben... da scheinen wir tatsächlich völlig aneinander vorbeizuschreiben.
Ich akzeptiere natürlich vollkommen, dass Du persönlich keine Kinder magst und es auch nicht als Dein Bedürfnis ansiehst, Mutter zu sein. Das ist ja auch wirklich jedermanns ganz persönliche Entscheidung - und da hat sonst kein Anderer reinzureden. Aber im gegenteiligen Fall eben auch nicht. Wer sein Grundbedürfnis, rücksichts- und liebevolle Eltern zu werden, ausleben möchte, sollte dies auch tun dürfen.
Zitat von Lukasdas mit der Geburtenrate hatten wir ja schon mal. Die Menschheit müsste über kurz oder lang das Zeugen von Nachkommen weitestgehend einstellen, wenn sie immer älter und älter wird.
Nein. Unsterblichkeit gibt es nicht. Wenn man länger jung bleibt, kann man sich halt viele Jahrzehnte mehr Zeit zur Familiengründung lassen (z.B. sich erst einmal selbst verwirklichen und die finanzielle Grundlage schaffen, ohne die biologische Uhr schon ticken zu hören). Selbst wenn man 1000 Jahre lebt, muss die Geburtenrate für jede Frau trotzdem bei über 2 Kindern liegen. (Die aktuelle Geburtenrate in Deutschland kennen wir ja alle!).
Die Diskussion hat das ursprüngliche Thema verlassen, aber sie entspricht anscheinen dem Bedürfnis einiger Forumsmitglieder. Auch meinem! Vlt. macht es Sinn sie in einen oder mehrere neue Threads auszugliedern. Dann kann Prometheus ja die passenden Beiträge verschieben. Vorweg: Alle diese Fragen wurden in der Sience Fiction Literatur von vielen Seiten beleuchtet. Da kommen interessante Ergebnisse raus. 1. Wie wollen wir leben. Mal unabhängig davon ob wir das technisch und ökonomisch hinkriegen. Ich möchte gerne noch viele Jahrhunderte gesund und fit und sexuell aktiv leben. Ich bin sicher, daß wir mit dem wissenschaftlichen Fortschritt dahin kommen können, wenn uns nicht ein großes Unglück zurück in die Steinzeit wirft oder die ausrottet. Die Frage ist für mich nur wann. 2. Was für Folgen hat eine solche Entwicklung. 2.1. Wer kann sich die entsprechenden Mittel leisten? M.E. wird das ein schleichender Prozess sein in dem zuerst die wirklich Reichen und dann nachlaufend immer mehr Schichten der Bevölkerung und der unterschiedlich reichen Länder sich das leisten können. 2.2. Was bedeutet das für die Resourcen, für die Bevölkerungsentwicklung, für die Produktion, und die Konsumtion, die Vermögensverteilung? Es gibt einen Haufen Beispiele in der Geschichte für Kulturen, die an Resourcenübernutzung zu Grunde gegangen sind. Diese Beispiele beziehen sich aber immer auf eine Ökonomie, die auf einer oder wenigen Resourcen gründet. Alle Theorien die einen Kollaps seit dem Beginn des wissenschaftlichen Zeitalters vorhergesagt haben, sind gescheitert. Angefangen mit Malthus bis zum Bericht an den Club of Rome. Die Bevölkerungsentwicklung wird sich wahrscheinlich auf einem Niveau knapp oberhalb von 10- 12 Milliarden einpendeln. Bei der Argumentation zur Problematik der Geburtenbeschränkung weise ich darauf hin, daß die nicht nötig sein wird. In allen Ländern mit einigermaßen funktionierender Altersversorgung geht sie unter 2,0 zurück. Das wird m.E. bei Arbeitsfähigkeit bis zum Tod erst Recht so sein. Die Kurve entwickelt sich schon jetzt auf diese Range zu. Bei Produktion (inclusive Arbeitsplatzfrage) und Konsumtion und gibt es auch verschiedene Szenarien die hier zu viel Platz einnehmen würden. Ich bin da aber auch an einer Diskussion interessiert. Die Reichtumsverteilung ist am Ende eine politökonomische Frage. die aber für unser Thema eine untergeordnate Bedeutung hat, außer in der Frage 2.1. 2.3. Welche Folgen hat das für die Gesellschaft. Wahrscheinlich wird sie mit hohem Anteil an sehr alten Leuten statischer, weniger innivativ und risikobereit. Auch individuell werden die Leute bei langer Lebenserwartung körperlich weniger risikobereit. Ob es eine zunehmende Selbstmordneigung gibt und ab welchem Altersbereich sie einsetzt wird eine sehr interessante Frage. In dem Roman aus dem mein Nick stammt ist Selbstmord aus Lebensüberdruss (Schwerpunktmäßig Langeweile) nach einigen Jahrhunderten die häufigste Todesursache. 2.4. Gerade die Bewältigung der sozialen und ökonomischen Umwälzungen in den nächste Jahrzehnten wird ein riesiges Forschungsfeld. Das gilt übrigens auch, wenn es tatsächlich noch lange eine Lebensaltergrenze von ca 120 Jahren gibt. Denn auf jeden Fall werden die Leute länger gesund und arbeitsfhig sein und eine Rentenzahlung von durchschnittlich mehr als 12-15 Jahrenwird nicht finanzierbar sen.
2.1. Wer kann sich die entsprechenden Mittel leisten? M.E. wird das ein schleichender Prozess sein in dem zuerst die wirklich Reichen und dann nachlaufend immer mehr Schichten der Bevölkerung und der unterschiedlich reichen Länder sich das leisten können.
Den aktuellen "Goldstandard", die Kalorienrestriktion, gibts umsonst.
Zitat2.2. Die Reichtumsverteilung ist am Ende eine politökonomische Frage. die aber für unser Thema eine untergeordnate Bedeutung hat, außer in der Frage 2.1.
Therapien, die eine deutliche Lebenszeitverlängerung bei guter Gesundheit ermöglichen, werden zu nachhaltigen Gesellschaftlichen Veränderungen führen, die selbstverständlich auch politökonmisch relevant sind. Die Anti-Baby Pille hat die Gesellschaftsstrukturen ja ebenfalls nachhaltig verändert.
Zitat2.3. Welche Folgen hat das für die Gesellschaft. Wahrscheinlich wird sie mit hohem Anteil an sehr alten Leuten statischer, weniger innivativ und risikobereit. Auch individuell werden die Leute bei langer Lebenserwartung körperlich weniger risikobereit. Ob es eine zunehmende Selbstmordneigung gibt und ab welchem Altersbereich sie einsetzt wird eine sehr interessante Frage. In dem Roman aus dem mein Nick stammt ist Selbstmord aus Lebensüberdruss (Schwerpunktmäßig Langeweile) nach einigen Jahrhunderten die häufigste Todesursache.
Ist eine geringere Risikobereitschaft ausschließlich Resultat eines großen Erfahrungsschatzes oder ist diese vielleicht auch mit nachlassender körperlicher Verfassung verknüpft?
Zitat von Lazarus LongAuch individuell werden die Leute bei langer Lebenserwartung körperlich weniger risikobereit. Ob es eine zunehmende Selbstmordneigung gibt und ab welchem Altersbereich sie einsetzt wird eine sehr interessante Frage. In dem Roman aus dem mein Nick stammt ist Selbstmord aus Lebensüberdruss (Schwerpunktmäßig Langeweile) nach einigen Jahrhunderten die häufigste Todesursache.
Hallo Lazarus,
die Selbstmordrate im Alter ist der Statistik nach auch heute sogar höher als bei Jugendlichen. Aber ich denke, das hat auch viel damit zu tun, das im Alter der Körper marode wird mit entsprechenden Schmerzen und vielleicht auch der Ausweglosigkeit der Situation (z.B. bei fortgeschrittenem Tumorleiden) der Freitod als einziger Ausweg gesehen wird.
Falls tatsächlich Therapien gegen das Altern entwickelt werden sollten, müsste man dennoch aktiv daran mitwirken, zumindest in dem man zum Arzt geht. Wer das nicht möchte, der altert und stirbt dann eben auf "normalem" Weg. Aktiv umbringen bräuchte man sich gar nicht, das erledigt die Natur dann von selbst (Für die Justiz ergäbe sich übrigens eine interessante Option als Alternative zur Todesstrafe: Entzug des "Menschenrechts" auf Lebensverlängerung. Oder "lebenslänglich" bekäme eine völlig neue Dimension).
Langeweile ist übrigens ein sehr schwaches Argument gegen Lebensverlängerung. Langeweile stellt sich erst ein, wenn sich alles wiederholt und sich nichts ändert. Aber allein schon bei dem ständigen Wandel von Gesellschaft und Technik "am Ball" zu bleiben wird immer spannend genug sein. Zumindest wenn man körperlich und geistig jung ist und das Gehirn nicht einfach "wegaltert".
Zitatyou'll soon realize that you are never going to be any more likely to become bored of life than you are right now. There is simply too much to do, too many different things to think, feel, do and accomplish. In fact, the advance of technology means there is always more to do with each new passing year. New possibilities, activities and enhancements to the quality and variety of life are constantly opening up.
Ich akzeptiere natürlich vollkommen, dass Du persönlich keine Kinder magst und es auch nicht als Dein Bedürfnis ansiehst, Mutter zu sein. Das ist ja auch wirklich jedermanns ganz persönliche Entscheidung - und da hat sonst kein Anderer reinzureden. Aber im gegenteiligen Fall eben auch nicht. Wer sein Grundbedürfnis, rücksichts- und liebevolle Eltern zu werden, ausleben möchte, sollte dies auch tun dürfen. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo,
ich bin Mutter und liebe Kinder und Tiere über alles, ich habe hier aus meiner eigenen Erfahrung und meinen eigenen Kenntnissen geschrieben. Du solltest nur über die Dinge werten und schreiben, die Du wirklich beurteilen kannst. Was Du oft so von Dir gibst, entspricht keineswegs irgendwelchen Tatsachen, sondern stammt einzig aus dem Reich der Fantasie, Deiner Fantasie.
Zitat von parcel im Beitrag #16Was Du oft so von Dir gibst, entspricht keineswegs irgendwelchen Tatsachen, sondern stammt einzig aus dem Reich der Fantasie, Deiner Fantasie.
Ich finde, Du solltest solche haltlosen Vorwürfe und Unterstellungen unterlassen.
Zitat von Methos im Beitrag #15 Falls tatsächlich Therapien gegen das Altern entwickelt werden sollten, müsste man dennoch aktiv daran mitwirken, zumindest in dem man zum Arzt geht. Wer das nicht möchte, der altert und stirbt dann eben auf "normalem" Weg.
Nun ja, vielleicht mag es ja anders sein, falls es tatsächlich einmal Therapien gegen etwas geben sollte, gegen das es außer dem Tod keine "Therapie" gibt...
Zitat2.3. Welche Folgen hat das für die Gesellschaft. Wahrscheinlich wird sie mit hohem Anteil an sehr alten Leuten statischer, weniger innivativ und risikobereit. Auch individuell werden die Leute bei langer Lebenserwartung körperlich weniger risikobereit. Ob es eine zunehmende Selbstmordneigung gibt und ab welchem Altersbereich sie einsetzt wird eine sehr interessante Frage. In dem Roman aus dem mein Nick stammt ist Selbstmord aus Lebensüberdruss (Schwerpunktmäßig Langeweile) nach einigen Jahrhunderten die häufigste Todesursache.
Ist eine geringere Risikobereitschaft ausschließlich Resultat eines großen Erfahrungsschatzes oder ist diese vielleicht auch mit nachlassender körperlicher Verfassung verknüpft?
Gruß Methos[/quote]
Mit beidem würde ich sagen. Vor Allem aber mit der Chance noch ewig Zeit zu haben. Man muß also für die Erreichung eines Ziels nicht schnell agieren und auch keine großen Schritte machen. Man sollte nur keine Rückschritte riskieren und darf vor Allem seine Gesundheit und sein Leben nicht riskieren.
Zitat von Lazarus LongAuch individuell werden die Leute bei langer Lebenserwartung körperlich weniger risikobereit. Ob es eine zunehmende Selbstmordneigung gibt und ab welchem Altersbereich sie einsetzt wird eine sehr interessante Frage. In dem Roman aus dem mein Nick stammt ist Selbstmord aus Lebensüberdruss (Schwerpunktmäßig Langeweile) nach einigen Jahrhunderten die häufigste Todesursache.
Hallo Lazarus,
die Selbstmordrate im Alter ist der Statistik nach auch heute sogar höher als bei Jugendlichen. Aber ich denke, das hat auch viel damit zu tun, das im Alter der Körper marode wird mit entsprechenden Schmerzen und vielleicht auch der Ausweglosigkeit der Situation (z.B. bei fortgeschrittenem Tumorleiden) der Freitod als einziger Ausweg gesehen wird.
Falls tatsächlich Therapien gegen das Altern entwickelt werden sollten, müsste man dennoch aktiv daran mitwirken, zumindest in dem man zum Arzt geht. Wer das nicht möchte, der altert und stirbt dann eben auf "normalem" Weg. Aktiv umbringen bräuchte man sich gar nicht, das erledigt die Natur dann von selbst (Für die Justiz ergäbe sich übrigens eine interessante Option als Alternative zur Todesstrafe: Entzug des "Menschenrechts" auf Lebensverlängerung. Oder "lebenslänglich" bekäme eine völlig neue Dimension).
Langeweile ist übrigens ein sehr schwaches Argument gegen Lebensverlängerung. Langeweile stellt sich erst ein, wenn sich alles wiederholt und sich nichts ändert. Aber allein schon bei dem ständigen Wandel von Gesellschaft und Technik "am Ball" zu bleiben wird immer spannend genug sein. Zumindest wenn man körperlich und geistig jung ist und das Gehirn nicht einfach "wegaltert".
Ich sehe das genauso wie Du! In dem Roman ist es allerdings so, daß die Leute im Laufe der Jahrhunderte jeweils so viel zwischenmenschliche Interaktion erlebt haben, daß jeder davon ausgehende Reiz verloren gegangen ist, Ich bin hauptsächlich an einer Lebensverlängerung interessiert weil meine Neugier auf das was in der Zukunft, politisch, gesellschaftlich, wissenschaftlich passiert mir noch unstillbar vorkommt. Ich will noch andere Planeten sehen, andere intelligente Spezies kennenlernen usw, usf. Also brauch ich noch diverse Jahrhunderte. Aber vielleicht hört das ja auch irgendwann auf. Wer weß schon, wie er dann zum Weiterleben steht.
Zitat von Lazarus Long Mit beidem würde ich sagen. Vor Allem aber mit der Chance noch ewig Zeit zu haben. Man muß also für die Erreichung eines Ziels nicht schnell agieren und auch keine großen Schritte machen. Man sollte nur keine Rückschritte riskieren und darf vor Allem seine Gesundheit und sein Leben nicht riskieren.
Demnach müssten auch heutzutage Jugendliche am vorsichtigsten sein, weil sie bei einem Unfall ja relativ gesehen am meisten Lebenszeit verlieren? Wenn unsere Lebensspanne länger wäre, würdest du dann aus Angst, 200 Jahre zu verlieren, nicht mehr in ein Auto einsteigen? Wohl kaum, auch wenn es vielleicht rational wäre.
Zitat Ich sehe das genauso wie Du! In dem Roman ist es allerdings so, daß die Leute im Laufe der Jahrhunderte jeweils so viel zwischenmenschliche Interaktion erlebt haben, daß jeder davon ausgehende Reiz verloren gegangen ist, Ich bin hauptsächlich an einer Lebensverlängerung interessiert weil meine Neugier auf das was in der Zukunft, politisch, gesellschaftlich, wissenschaftlich passiert mir noch unstillbar vorkommt. Ich will noch andere Planeten sehen, andere intelligente Spezies kennenlernen usw, usf. Also brauch ich noch diverse Jahrhunderte. Aber vielleicht hört das ja auch irgendwann auf. Wer weß schon, wie er dann zum Weiterleben steht.
Der Fehler des Buchautors liegt meiner Meinung nach in der Annahme, dass man sich hinterher auch noch an jede Interaktion detailliert erinnern würde. An wie viele zwischenmenschliche Einzelinteraktionen aus dem Kindergarten kannst du dich noch erinnern? Wenn Erfahrungen zu lange her sind und man sie erneut macht, hat das Ergebnis wieder eine neue Qualität. Schon Heraklit in der Antike wusste das ("Ich kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen. Beim zweiten Mal habe sowohl ich mich, als auch der Fluss sich verändert"). Alte Erinnerungen verblassen, da unser Gehirn sich mit jedem Schlaf erneuert. Nicht mehr benötigte Synapsen werden abgebaut, neue aufgebaut.
Zitat von Methos im Beitrag #20[quote="Lazarus Long"] Mit beidem würde ich sagen. Vor Allem aber mit der Chance noch ewig Zeit zu haben. Man muß also für die Erreichung eines Ziels nicht schnell agieren und auch keine großen Schritte machen. Man sollte nur keine Rückschritte riskieren und darf vor Allem seine Gesundheit und sein Leben nicht riskieren.
Demnach müssten auch heutzutage Jugendliche am vorsichtigsten sein, weil sie bei einem Unfall ja relativ gesehen am meisten Lebenszeit verlieren? Wenn unsere Lebensspanne länger wäre, würdest du dann aus Angst, 200 Jahre zu verlieren, nicht mehr in ein Auto einsteigen? Wohl kaum, auch wenn es vielleicht rational wäre.
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Das ist sicher falsch. Jugendliche sind ungeduldiger. Sie haben zwar das Gefühl noch ewig zu leben, aber noch stärker das Gefühl etwas zu verpassen, was sie nie wieder erleben oder tun können. Natürlich bedeutet weniger Risikobereitschaft nicht, sich zu Hause einzubunkern wie Howard Hughes. Das ist ja eine psychische Deformation. Aber es bedeutet. bei Projekten, Investitionen, Forschungsvorhaben usw langfristiger und ruhiger an die Sache zu gehen. Bei solchen gesellschaftlichen Veränderungen geht es nie um Extreme sondern um Tendenzen.
Zitat Ich sehe das genauso wie Du! In dem Roman ist es allerdings so, daß die Leute im Laufe der Jahrhunderte jeweils so viel zwischenmenschliche Interaktion erlebt haben, daß jeder davon ausgehende Reiz verloren gegangen ist, Ich bin hauptsächlich an einer Lebensverlängerung interessiert weil meine Neugier auf das was in der Zukunft, politisch, gesellschaftlich, wissenschaftlich passiert mir noch unstillbar vorkommt. Ich will noch andere Planeten sehen, andere intelligente Spezies kennenlernen usw, usf. Also brauch ich noch diverse Jahrhunderte. Aber vielleicht hört das ja auch irgendwann auf. Wer weß schon, wie er dann zum Weiterleben steht.
Der Fehler des Buchautors liegt meiner Meinung nach in der Annahme, dass man sich hinterher auch noch an jede Interaktion detailliert erinnern würde. An wie viele zwischenmenschliche Einzelinteraktionen aus dem Kindergarten kannst du dich noch erinnern? Wenn Erfahrungen zu lange her sind und man sie erneut macht, hat das Ergebnis wieder eine neue Qualität. Schon Heraklit in der Antike wusste das ("Ich kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen. Beim zweiten Mal habe sowohl ich mich, als auch der Fluss sich verändert"). Alte Erinnerungen verblassen, da unser Gehirn sich mit jedem Schlaf erneuert. Nicht mehr benötigte Synapsen werden abgebaut, neue aufgebaut.
Gruß Methos[/quote]
Ich habe eine Betrachtung eines Science Fiction Autors zitiert und ich finde solche Spekulationen interessant. Wirklich wissen werden wir das erst wenn jemand empirische Sozialstudien über das Verhalten von Langlebigen machen wird.
Ein lesenswerter Artikel passend zum Thema, hier in Auszügen von mir zitiert:
“It’s ridiculous that aging hasn’t been treated as a disease”.
Zitat Here are three reasons why treating at aging as a disease (if not calling it one) might make some sense:
You start measuring data. If we arbitrarily assign some number (say 40) as when you start “having the disease” of aging, then a number of things happen. The individual and medical establishment start a relationship. Important questions are asked, and people start to put their affairs in order. (Advanced healthcare directives can save 25-40% of medical bills during the last month of life for example.) Tests and surveys are taken (genetic, physiological and behavioral) and baselines are set. Most of these things would otherwise be left unexamined. The individual will already know who to turn to with questions, and be less reticent about contacting a professional. It also means that a personalized plan will be developed. Ask anyone who’s successfully coping with diabetes or other chronic diseases – they live with the disease, but don’t let it dominate their life.
It forces a systemic, person-centric approach to health. Our health care system is really sick care system – it responds reactively and sequentially as situations arise. This could mean that a drug taken for stress may cause complications requiring antibiotics, which themselves cause issues and so on. The result is that older people often take 10-15 medications at a time with high complication rates (after a few drugs, the complexities of understanding interactions becoming mind-bogglingly complex), widespread confusion and non-compliance (according to the PillPack CEO at Aging2.0 Boston last week, 75% of people with over 7 medications are taking the wrong medication) and unnecessary expense. Aging is necessarily broader than individual ailments. For example, if feeling lonely raises the risk of death of people over 52 by over a quarter, then solving loneliness becomes medically relevant. If falls are a $30bn problem, affecting 1 in 3 over 65-year olds each year, and result in over six hundred thousand deaths per year, then fall prevention should be as of much interest to the doctor as a blood test. It’s not, because apart from geriatrics, medicine tends to specialize, yet as our society ages it needs to generalize.
Resources get prioritized. This is perhaps the biggest argument in favor. Despite the rapidly increasing elderly population, geriatrics is in crisis - attracting fewer people and fewer dollars than ever. Alzheimer’s is now the sixth biggest killer, in terms of non-communicable diseases in the US, growing 68% between 2000-2010, while all other killers such as cancer, heart disease, diabetes and HIV saw fatalities fall (see graphic). If everyone was “affected” there would be much more awareness about the issues of aging and engagement within the population. Although there’s little likelihood of an all-out top level plan to cure the ‘disease of aging’, a new approach to understand aging and its constituent parts could yield interesting breakthroughs in any number of areas, and by the sound of it what Calico is going to be working on.
Die Antwort darauf, ob Altern eine Krankheit ist, ist eindeutig: Ja
Selbstverständlich ist Altern eine Krankheit und zwar eine mit tödlichem Ausgang!
Es ist aber auch richtig, dass manche Menschen zufrieden damit sind, ebenso wie es auch glückliche Aidskranke gibt oder glückliche Krebskranke. Für jede noch so dumme Lebenssituation findet sich ein Idiot, der schreit: "Ich bin glücklich, hurra!". Das ist natürlich auch eine Form der Bewältigung, die Verleugnung des Negativen, letztenendes Realitätsverleugnung.
Die Mehrzahl der Menschen wird aber damit eher nicht so glücklich sein.