Hypnose statt Diät: Wie uns das Unterbewusstsein beim Abnehmen helfen kann | Quarks
ZitatHypnose findet in der Hypnotherapie, auch Hypnosepsychotherapie genannt, Anwendung. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich gut belegt. Insbesondere wurden mit den Methoden der Kernspinresonanztomographie (MRT) und der Elektroenzephalographie (EEG) hirnphysiologische Korrelate von Trance-Zuständen klar nachgewiesen. Bereits wenige Sitzungen können eine deutliche Veränderung bewirken; entsprechend vielseitig werden die Hypnose und ihre Techniken in der (Psycho-)Therapie verwendet.
Man kann sie beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprechstörungen, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen einsetzen. Auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzen in Verbindung mit einem verhaltenstherapeutischen Kurzprogramm[10] konnte Reduzierung der Schmerzstärke nachgewiesen werden.
Hypnose: Behandlung unter Trance Lassen sich Schmerzen, Ängste und chronische Beschwerden allein durch Hypnose lindern? Ärzte setzen vermehrt auf die Macht der Suggestion.
ZitatDie Kraft der Gedanken -Unter Trance lassen sich mittels Suggestionen Körperfunktionen beeinflussen, die sonst nicht willentlich veränderbar sind. -Die Effekte beruhen auf Gehirnmechanismen, die per Hypnose aktiviert und so gezielt genutzt werden. -Ärzte wenden die Technik unter anderem in der Schmerztherapie, bei Operationen sowie gegen chronische Beschwerden oder Ängste an.
ZitatEs war ein ganz besonderer Gesang, mit dem Alama Kante 2014 die Weltöffentlichkeit bewegte. Der Französin musste wegen eines erhöhten Krebsrisikos die Schilddrüse entfernt werden. Einen solchen Eingriff führen Chirurgen normalerweise unter Vollnarkose durch. Doch Kante war professionelle Sängerin, und die Operation hätte leicht ihre Stimmbänder schädigen können. Deshalb entschied sie sich zusammen mit ihrem Anästhesisten im Hôpital Henri Mondor in Créteil bei Paris zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie würde eine lokale Betäubung erhalten – zusammen mit einer Hypnosedierung. Die gesamte Operation hindurch blieb Alama Kante wach, sang traditionelle afrikanische Folklore und teilte dem Ärzteteam so mit, wie es um ihre Stimmbänder stand. Der Bericht der singenden Frau auf dem Operationstisch ging durch die Medien. Es habe sich angefühlt, als hätte sie den Eingriff nur geträumt, sagte die Sängerin danach in Interviews. Sie habe zwar Schmerzen gespürt, doch diese seien ihr weit weg vorgekommen, fast so, als hätten sie nichts mit ihr zu tun.
Spektakuläre Berichte wie diese zeigen, wie machtvoll eine Hypnose sein kann. So manchem sind die Effekte aber nicht ganz geheuer. Die Vorstellung, dass Hypnotiseure die Kontrolle über Menschen übernehmen und sie ihrem Willen unterwerfen, hält sich hartnäckig. Dabei hat das, was heute in der medizinischen Hypnose passiert, das Gegenteil zum Ziel: Der Patient schlüpft aus seiner passiven, ausgelieferten Rolle in eine Situation, in der er aktiv an der Behandlung teilnimmt.
Richtig eingesetzt fördert die Methode immense Kräfte im Körper zu Tage. Sie kann Heilungsprozesse beschleunigen, körperliche Leiden erträglicher machen und den Einsatz von Medikamenten reduzieren. Profitieren könnten davon viele: nervöse Zahnarztpatienten, Gebärende, Krebskranke, Menschen mit schweren Brandverletzungen. Auch bei psychosomatischen Leiden, deren körperliche Symptome durch seelische Prozesse aufrechterhalten werden, hilft Hypnose. Sie lindert etwa Fibromyalgie – eine Krankheit, die heftige Schmerzen überall im Körper auslöst und zu großer Erschöpfung und Konzentrationsproblemen führt – und hilft Menschen mit Neurodermitis, Migräne, Reizdarmsyndrom sowie anderen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Patienten mit solchen Beschwerden stehen oft vor Winfried Häusers Tür. Es sind schwere Fälle, die der Internist seit über 40 Jahren am Klinikum Saarbrücken behandelt. Manche Betroffene essen kaum noch, weil ihr Körper auf jegliche Nahrung mit Krämpfen, Blähungen oder Durchfall reagiert. Andere finden trotz enormer Erschöpfung nur unzureichend Schlaf, weil ihre Schmerzen so überwältigend sind. Medizinische Hypnose bietet ihnen eine Chance auf Linderung.
Large UK study indicates hypnosis could tackle painkiller crisis Hypnosis can reduce pain by up to 42% and may offer a genuine alternative to painkillers, according to UK researchers.
ZitatThey said their findings suggest that hypnotic intervention could deliver “meaningful pain relief for most people” and, therefore, may be an “effective and safe alternative” to drug intervention.
Besserer Schlaf durch Hypnose Suggestion beim Einschlafen verlängert die wichtigen Tiefschlaf-Phasen Suggestion statt Schlafmittel: Ein Experiment Schweizer Forscher belegt, dass Hypnose ein probates Mittel gegen Schlafstörungen und für einen erholsamen Tiefschlaf ist. Schon ein viertelstündiger Hypnosemonolog, beim Einschlafen eingespielt über Lautsprecher, reichte aus, um bei den Probandinnen die Tiefschlafphasen um 80 Prozent zu verlängern. Gerade für ältere und Menschen mit ausgeprägten Schlafstörungen könnte diese Methode daher eine sanfte Alternative zur chemischen Einschlafhilfe sein, so die Forscher im Fachmagazin „Sleep“.
ZitatEin guter Schlaf ist entscheidend für unsere körperliche und geistige Erholung. Denn in dieser Ruhepause regenerieren sich Körper und Gehirn. Wichtig ist dabei vor allem der Tiefschlaf, denn in dieser Phase werden unter anderem Wachstumshormone ausgeschüttet, die die Reparatur von Zellen anregen und das Abwehrsystem stimulieren. Doch viele Menschen leiden unter Schlafstörungen, sie können nur schwer einschlafen, wachen ständig auf und besonders der Tiefschlaf kommt dann zu kurz. Bisher greifen dann viele Betroffenen zu Medikamenten, in der Hoffnung, so ihre Schlafqualität zu verbessern.
Mittagsschlaf mit Hypnosegemurmel Doch es gibt eine schonendere Methode, wie Björn Rasch von der Universität Zürich und seine Kollegen nun in ihrer Studie belegen: die Hypnose. Schon länger ist bekannt, dass sich mit dieser Methode psychische und körperliche Prozesse beeinflussen lassen, die willentlich nur schwer steuerbar sind. Patienten mit Schlafstörungen können zwar erfolgreich mit Hypnotherapie behandelt werden – ob sich dadurch aber die Qualität des Schlafs und insbesondere der Tiefschlaf verbessern, war unklar. Rasch und sein Kollegen haben dies daher gezielt untersucht.
Im Rahmen der Studie kamen 70 weibliche Versuchspersonen jeweils mittags ins Schlaflabor, um dort einen 90-minütigen Mittagsschlaf zu absolvieren. Vor Beginn des eigentlichen Versuchs prüften die Forscher anhand eines standardisierten Tests, wie gut jede einzelne Teilnehmerin auf Hypnose ansprach. Diese Empfänglichkeit ist individuell unterschiedlich, rund die Hälfte der Menschen spricht mittelgut an, Frauen meist etwas besser als Männer.
Für das eigentliche Experiment hörten die Probandinnen über Lautsprecher entweder eine 13-minütige Tiefschlafhypnose, die von einer auf Schlaf spezialisierten Hypnotherapeutin entwickelt worden ist oder einen neutralen Text. Während die Teilnehmerinnen schliefen, wurden ihre Hirnströme mittels Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen, denn an ihnen ist die Tiefschlafphase gut erkennbar: Sie zeichnet sich durch eine sehr gleichmäßige und langsame Wellenbewegung der elektrischen Aktivität im Gehirn aus.
Mehr Tiefschlaf, weniger Wachzeiten Die Auswertung nach dem Mittagsschlaf ergab: Die Hypnose wirkt – zumindest bei den Menschen, die dafür grundsätzlich empfänglich sind. Die Frauen, die beim Einschlafen erfolgreich hypnotisiert worden waren, hatten einen um 80 Prozent erhöhten Tiefschlafanteil im Vergleich zur Kontrollgruppe, wie die Forscher berichten. Zudem lagen sie rund ein Drittel weniger lange wach.
„Das eröffnet neue, vielversprechende Möglichkeiten, ohne Medikamente die Schlafqualität zu verbessern“, sagt Rasch. Vor allem für Patienten mit Schlafproblemen und für ältere Menschen könnte sich diese schonende Methode gut eignen, um den Schlaf zu verbessern. Und im Gegensatz zu Schlafmitteln ist die Hypnose frei von Nebenwirkungen. Und noch ein Vorteil: Die Hypnose scheint auch ohne aufwändige Sitzungen mit einem Hypnotiseur zu funktionieren. Im Experiment reichte ein per Lautsprecher gehörter Text.
Hypnosis Intervention Effects on Sleep Outcomes: A Systematic Review
ZitatStudy Objectives: Sleep improvement is a promising target for preventing and modifying many health problems. Hypnosis is considered a cost-effective and safe intervention with reported benefits for multiple health conditions. There is a growing body of research assessing the efficacy of hypnosis for various health conditions in which sleep was targeted as a primary or secondary outcome. This review aimed to investigate the effects of hypnosis interventions on sleep, to describe the hypnotic procedures, and to evaluate potential adverse effects of hypnosis.
Methods: We reviewed studies (prior to January 2017) using hypnosis in adults for sleep problems and other conditions comorbid with sleep problems, with at least one sleep outcome measure. Randomized controlled trials and other prospective studies were included.
Results: One hundred thirty-nine nonduplicate abstracts were screened, and 24 of the reviewed papers were included for qualitative analysis. Overall, 58.3% of the included studies reported hypnosis benefit on sleep outcomes, with 12.5% reporting mixed results, and 29.2% reporting no hypnosis benefit; when only studies with lower risk of bias were reviewed the patterns were similar. Hypnosis intervention procedures were summarized and incidence of adverse experiences assessed.
Conclusions: Hypnosis for sleep problems is a promising treatment that merits further investigation. Available evidence suggests low incidence of adverse events. The current evidence is limited because of few studies assessing populations with sleep complaints, small samples, and low methodological quality of the included studies. Our review points out some beneficial hypnosis effects on sleep but more high-quality studies on this topic are warranted.
Wirksamkeit, Sicherheit und Anwendungsmöglichkeiten medizinischer Hypnose Eine systematische Übersicht von Metaanalysen
ZitatHintergrund: Für die Wirksamkeit und Sicherheit hypnotischer Techniken in der somatischen Medizin, der sogenannten medizinischen Hypnose, gab es bisher keine ausreichende Evidenz.
Methode: Es wurde eine systematische Übersicht von Metaanalysen randomisierter kontrollierter Studien (RCTs) zu medizinischer Hypnose erstellt. Gesucht wurde nach relevanten Publikationen für den Zeitraum Januar 2005 bis Juni 2015 in den Cochrane-Datenbanken CDSR und DARE sowie in PubMed. Metaanalysen mit mindestens 400 Patienten wurden in die Analyse eingeschlossen. Die methodische Qualität wurde mit AMSTAR („A Measurement Tool to Assess Systematic Reviews“) bewertet. Zusätzlich wurde in den Datenbanken Central und PubMed nach RCTs mit Wachsuggestionen (therapeutische Suggestionen ohne formale Tranceinduktion) in der somatischen Medizin recherchiert.
Ergebnisse: Von 391 identifizierten Arbeiten erfüllten fünf Metaanalysen die Einschlusskriterien. Die methodische Qualität war bei einer Metaanalyse hoch, bei dreien mäßig und bei einer gering. Hypnose war der Behandlung in den Kontrollgruppen im Hinblick auf die Reduktion von Schmerzen und psychischer Belastung (34 RCTs, 2 597 Patienten) sowie die Verringerung von Reizdarmbeschwerden (8 RCTs, 464 Patienten) überlegen. Zwei Metaanalysen fanden keine Unterschiede in der Verträglichkeit und Sicherheit im Vergleich der Hypnose- zu den Kontrollgruppen. Die Effektstärke zur Behandlung emotionaler Belastung war in einer Metaanalyse gering, in einer mäßig und in einer hoch. Die Effektstärke zur Schmerzbehandlung war gering. Fünf RCTs wiesen auf die Wirksamkeit von therapeutischen Wachsuggestionen bei medizinischen Eingriffen hin.
Schlussfolgerung: Die medizinische Hypnose ist eine wirksame und sichere komplementäre Methode bei medizinischen Eingriffen und Reizdarmbeschwerden. Wachsuggestionen können Bestandteil einer effektiven Kommunikation mit Patienten in klinischen Alltagssituationen sein.
Sehr interessant. Kernaussage: Über das Unterbewusstsein läßt sich der Körper beeinflussen. Also z.B. Abnehmen kann man.
Ich würde mich nie Hypnotisieren lassen. Die Vorstellung dass mein Geist in einen komischen Zustand kommt, ist mir unheimlich. Ich meditiere auch nicht im eigentlichen Sinne. Ich träume mitunter, wach. Ich kann sehr gut Bilder und Dinge visualisieren.
Aber ich sehe natürlich eine Parallele zur Verjüngung über das Unterbewusstsein, so wie ich und andere es beschrieben haben. Mich so zu programmieren braucht es keine Hypnose. Dauert aber auch länger als eine Hypnosesitzung.
Bekannt ist die Körper-Seelen-Beziehung ja schon lange. Man muss sie halt zur Verjüngung anwenden als Dauerzustand.
#3 Also ich trinke fast kein Bier. Und Alkohol nur in hormesischer Dosis. Mein Geist ist der Teil des Körpers mit dem ich Geld verdiene. Der Rest dient nur zur Ver- und Entsorgung. Die Finger braucht man noch für Maus und Tastatur.
Bei Hypnose und Meditation fürchte ich mich echt vor einer Art Schleife, aus der ich nicht mehr rauskomme. Ist echte Angst. Ein bisschen wie bei ganz schlechten Träumen. Ist vll unbegründet, aber wozu sollte ich es machen? Ich mache auch keine "Sessions" irgendwelcher Art, kein Rauschmittel. Es geht mir um einen dauerhaften positiven eher jugendlichen mindset, und den herzustellen dauert schon ein bisschen. Ist nicht mit einer Session zu machen. Eher dynamisch.
PS: Mit Bier und anderen Alkoholika haben wir lange Erfahrung. Wir wissen wie das läuft, deshalb keine Angst. Wer sich täglich hypnotisieren lässt, hat auch keine Angst. Vll.
da Bewusstsein (irgend-wie) DAS Menschen-Thema ist, ...
"un"-hypnotiserbar gibt es nicht!
auf die eine oder andere Art sind wir immer (ab Zeugung) in Trance ...
Meditation ist der Versuch, sich zu de-hypnotisieren ... (sich ordnen zu lassen) ...
und dann haben wir noch viele weitere Möglichkeiten, diese Zustände zu gestalten ... wem das alles zu "un"-heimlich ist, ...
der kann mit ein wenig (Auto)-NLP ... "nüchtern" und pragmatisch ein-greifen ... (VAKOG, Trance, Anker, Modalitäten) ... einfach mal das Glossar durch-fliegen ...
und hier ein EBook, das vll. hilft, Hypnose ein wenig zu verstehen ...
Was für eine Realität würde das Gehirn erzeugen,wenn wir mehr Sinne hätten? Wenn wir mehr Informationen hätten? Wenn wir Magnetismus bewusst wahrnehmen könnten, wenn wir noch mehr elektromagnetische Wellen wahrnehmen könnten. Wenn wir Infraschall wahrnehmen könnten? Elektrizität/statische Aufladung....
Es gibt ja diese "Fehlschaltungen" wo akkustische Signale ins Sehzentrum geleitet werden wo die Betroffenen berichten, sie könnten Töne sehen. Und das ist subjektiv sogar korrekt.
Sehr spannendes Thema wo ich auch die Hypnose und Meditation verorten würde, da die auch das Bewusstsein verändern.
#6 Diese Fähigkeit nennt sich Synästhesie. Kandinsky hatte sie wohl (u.a).
Ich habe mich sehr lange mit dem Thema beschäftigt, obwohl ich diese Gabe nicht habe. U.a. habe ich eine 20seitige Bibliographie erstellt, habe viel Literatur. Der Höhepunkt war die Herstellung von drei größeren Klangtafeln für das Bauhaus unter dem Thema "Hommage a Kandinsky" in Zusammenarbeit mit einer Malerin und einem Komponisten. Die Klänge sind Bildelementen zugeordnet. Sie ertönen wenn man die Hand in die Nähe bringt.
Es gibt auch die sog. Farblichtmusik, wo mit dem Klavier statt Tönen farbiges Licht generiert wird.
Hypnose nimmt Angst auf der Intensivstation Suggestion verbessert Wohlbefinden und Angst bei der künstlichen Beatmung Heilende Hypnose: Schon eine kurze hypnotische Suggestion könnte Patienten auf der Intensivstation psychisch stark entlasten – indem sie belastende Reize positiv umdeuten. Vermittelte ihnen eine Psychologin, dass Atemmaske und piepsende Geräte Sicherheit bedeuten, steigerte sich das Wohlbefinden der Patienten, während Angst und Stress abnahmen – auch über die Intervention hinaus. Einen wissenschaftlich geprüften Hypnosetext stellen die Forscherinnen als Download zur Verfügung. https://www.scinexx.de/news/medizin/hypn...ntensivstation/
Hypnose fördert die Heilung nach einer Operation Hypnose, die von Psychotherapeuten längst zur Behandlung von Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten oder Zwängen eingesetzt wird, wirkt auch auf Körperfunktionen. In einer Auswertung zahlreicher Studien konnten Psychologen aus Jena und Bern zeigen, wie Hypnose bei Operationen Psyche und Körper helfen kann.
ZitatDie Hypnose könne dazu beitragen, im Rahmen von Operationen oder schmerzhaften medizinischen Eingriffen Schmerzen zu lindern, so die Forscher. Dies führe zu der positiven Begleiterscheinung, dass Patienten mit Hilfe der Hypnose-Therapie weniger Schmerzmittel benötigen als Patienten ohne Hypnose. Darüber hinaus verringere sie die psychische Belastung und fördere die Genesung. Auch konnten Operationen in kürzerer Zeit durchgeführt werden, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Clinical Psychology Review.
Die Wissenschaftler hatten hierzu die Ergebnisse aus 34 Studien analysiert, in denen Patienten vor, während oder nach einem operativen Eingriff beziehungsweise einer medizinischen Behandlung eine Hypnose erhalten hatten. Es handelte sich dabei zum Beispiel um Eingriffe wie eine gynäkologische oder eine Herz-Bypass-Operation oder die Versorgung von Brandwunden. Die Hypnose, die zwischen einer halben und einer Stunde dauerte, wurde entweder von einem Therapeuten durchgeführt oder von den Patienten eigenständig mit Hilfe einer CD.
Bei einer Hypnose wird der Bewusstseinszustand einer Person so verändert, dass sie in eine Art Trance-Zustand kommt. Mit Hilfe von Suggestionen lasse sich dann bei einem operativen Eingriff das Gefühl von Entspannung vermitteln, das Schmerzempfinden verändern und eine schnelle, komplikationslose Wundheilung fördern, erklären die Forscher.
ZitatHypnose ist ein effektives Werkzeug in der Behandlung von verschiedenen medizinischen und psychologischen Problemstellungen. Die Wirksamkeit von hypnotischen Techniken wurde in den letzten Jahren immer wieder in klinischen Studien gezeigt. Während einer Hypnose sind Patienten in einem veränderten Bewusstseinszustand, der zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen führt und Türen zu unbewussten Ressourcen öffnet. Die Hinwendung zu inneren Prozessen bewirkt, dass die Suggestionen des Therapeuten besser und nachhaltiger wirken können. Einsatzgebiete der medizinischen Hypnose umfassen somatoforme Störungen genauso wie rein somatische Krankheitsbilder. Besonders wirksam sind hypnotische Techniken in der Schmerzmedizin. In der Anästhesie kann Hypnose erfolgreich prä-, intra- und postoperativ genutzt werden, um ein besseres Resultat zu erzielen. Klinische Studien zeigen, dass Hypnose erfolgreich zur präoperativen Anxiolyse und zum Stressabbau genutzt werden kann. Außerdem können postoperative Übelkeit und Erbrechen, Schmerz und Analgetikabedarf durch hypnotische Techniken signifikant erniedrigt werden. Weitere klinische Untersuchungen zeigten kürzere Erholungsphasen und damit kürzere Krankenhausaufenthalte in den Hypnosegruppen. Dennoch sind die Akzeptanz und die Verbreitung dieser interessanten Therapieform noch gering.
ZitatBerger et al. konnten in einer retrospektiven Studie 2009 an 40 Verbrennungs-Patienten zeigen, dass Hypnose dazu beiträgt Schmerz und Angst zu reduzieren, durch Hypnose die Opioideffizienz verbessert wurde und bessere Wundheilung stattfand. Die Patienten hatten auch eine kürzere Aufenthaltsdauer, was die Kosten gesenkt hat [52].
ZitatStudien zeigen, dass Hypnose vor allem Angst und Schmerz reduziert [61, 62] und den Krankenhausaufenthalt verkürzen kann [63]. Weiters gibt es einzelne Studien, die darlegen, dass Hypnose Übelkeit und Erbrechen lindert [64], zur Wundheilung beiträgt [65], zur Reduzierung von Hypnotika führt [66], den Blutverlust nach Kieferoperationen erniedrigt [67] und zu einer rascheren Rückkehr einer normalen Darmmotilität nach Operationen beiträgt [68]. Hypnose trägt folglich zu einer Kostenersparnis bei [66] und erhöht die allgemeine Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Patienten [69]. Eine Metaanalyse von Montgomery et al. 2002 über die Effektivität von Hypnose als Ergänzung anästhesiologischer Verfahren konnte zeigen, dass Hypnose (Live-Hypnose und Tape-Hypnose) eine kostengünstige Erweiterung des medizinischen Repertoires darstellt, da sie die Patientenzufriedenheit erhöht, die Behandlungsdauer verkürzt, sich Schmerz durch Hypnose erniedrigen lässt und die Mengen von perioperativen Analgetika reduziert werden [7]. Eine weitere Metaanalyse von Schnur et al. 2008 über Hypnose bei medizinischen Eingriffen konnte zeigen, dass eine richtige formale Hypnose signifikant besser gegen emotionalen Stress wirkte als nur positive Suggestionen. Weiters wurde gezeigt, dass eine Live-Hypnose bessere Ergebnisse erbringt und dass hypnotische Techniken nachhaltiger wirken, wenn sie vor und während medizinischen Eingriffen und Operationen angewendet werden [70
Hypnose als Unterstützung der Wundheilung nach einer OP
ZitatStress vermeiden und Haut so schützen Stress wirkt sich direkt auf die Haut aus. Stress fördert das Hormon Cortisol, welches die Bewegung der Hautzellen verlangsamt. Diese brauchen länger, um an die Hautoberfläche zu gelangen und abzublättern. Es kommt vermehrt zu toten Zellen, welche die Haut fahl und trocken aussehen lassen. So kann Stress beispielsweise die Abheilung von Wunden beeinträchtigen. Durch Tiefenentspannung und einer positiven Einstellung zur Wundheilung können Sie Stress vermeiden sowie alle Faktoren, die die Wundheilung verlangsamen können.
Medikamentenbedarf senken Die wohltuende Tiefenentspannung der Hypnose wirkt sich positiv auf körperlicher und geistiger sowie emotionaler Ebene aus.
Hypnose kann nicht nur die Wundheilung fördern und sogar beschleunigen, sondern trägt außerdem dazu bei, die Schmerzen nach einer Operation zu lindern. Man fühlt sich nicht nur viel besser, sondern kann auch auf eine Medikamenteneinnahme – und damit mögliche einhergehende Nebenwirkungen – verzichten.
Je weniger synthetische Stoffe man zu sich nimmt, desto besser ist das für die Haut. Diese kann sich regenerieren und Wunden leichter und schneller heilen lassen.
Aktivierung der Selbstheilungskräfte Jeder Mensch verfügt über starke innere Selbstheilungskräfte. In dem Moment, in dem wir uns verletzen oder erkranken, werden diese von Natur aus aktiviert und beginnen die Wunde zu schließen oder die Krankheit zu bekämpfen. Innere Blockaden oder Gefühle wie Wut oder Angst können die Selbstheilungskräfte in Ihrer Wirkung hemmen. Hypnose trägt durch den Zustand der Tiefenentspannung dazu bei, dass die Selbstheilungskräfte aktiviert werden und schnell sowie ungehindert ihren Zweck erfüllen können.
Hypnose kann also aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet die Wundheilung fördern. Vorteile einer Hypnosetherapie
Effektivität Sofern es keine anderen gesundheitlichen Probleme gibt, lässt sich jede Wunde mit einer Hypnosetherapie erfolgreich schließen und die reibungslose Wundheilung fördern. Die Effektivität von Hypnose ist sogar wissenschaftlich belegt.
Schmerzfrei und schonend Hypnose ist reine Kopfsache! Die Wunde wird gar nicht berührt. Deshalb ist diese Therapieform schonend und schmerzfrei für Sie im Gegensatz zu einer medikamentösen Behandlung oder einem erneuten Aufschneiden und Zunähen der Wunde.
Jederzeit einsetzbar Die Hypnose ist für die Wundheilungsförderung jederzeit einsetzbar – ganz gleich, ob die Wunde erst vor kurzem entstanden ist oder sie schon länger besteht und einfach nicht vollständig abheilen möchte. Wundheilung fördern mit Hypnose – Überzeugen Sie sich selbst
Während der Hypnose wird der Bewusstseinszustand einer Person so verändert, dass sie in eine Tiefenentspannung und somit in eine Art Trance-Zustand kommt. Mit Hilfe von Suggestionen lässt sich das Schmerzempfinden verändern und eine schnelle, komplikationslose Wundheilung fördern. Die Tiefenentspannung verhindert zudem Stress – ein Faktor der für die Wundheilung eher kontraproduktiv ist.
Zitat von La_Croix im Beitrag #11Die Kraft der Gedanken sollte man nicht unterschätzen.
A ja. Immer mehr Evidenz. Ist zu erwarten und hab ich nie unterschätzt. Aber Hypnose lehne ich für mich ab. Glaub auch nicht dass es bei mir möglich wäre. Mein Geist ist viel zu selbstbestimmt. Da müsst ich schon irgendwas psychodelisches nehmen. Wie gesagt: gleich aufs Ganze gehen: jung werden.
Zitat von bul im Beitrag #6Wenn wir Magnetismus bewusst wahrnehmen könnten, wenn wir noch mehr elektromagnetische Wellen wahrnehmen könnten.
Ich fürchte, bei der Strahlenverschmutzung um uns herum würde sich das erst einmal richtig sch... anfühlen und danach würde man anfangen. Bögen zu laufen, sehr zur Verwirrung anderer.
Es gibt ja Menschen (mich hat es ausnahmsweise mal nicht getroffen, glücklicherweise) die sehr stark (und doppelblind nachweisbar) auf elektrische Felder reagieren (z.B. sofortiger Bewusstseinsverlust bei starke Feldern), Von denen werden schwächere Felder "gefühlt" bzw. wahrgenommen. Evolutionsbiologisch war außerdem die Fähigkkeit, Magnetismus zu fühlen, beim Menschen , glaube ich, angelegt. Muss das mal suchen.
Das Problem ist nicht die fehlende Fähigkeit, vermute ich, sondern die Stärke des Filters, das Bewusstsein lässt solche Dinge kaum durch.
Empathen sagen oft, sie können spüren /sehen, wie es jemandem geht, weil dessen Energie anders ist - das sind nicht zwingend alles Spinner. Vielleicht sind es die "elektrosensiblen" des Feinstofflichen.
Viele der Empathen haben traumatische Zeiten / Ereignisse hinter sich, möglich dass starke oder langwährende Cortisolausschüttungen die Wahrnehmungsschwelle verschieben, zum Schutz. Kinder von Alkoholabhängigen Aggressiven z.b. wurden vermutlich älter, wenn sie Stimmungen früher wahrnahmen.
Selbst hypnotisieren kann man sich ja nicht, dafür braucht es einen anderen Menschen, gegen den man tiefgläubig ist, egal was er einem mitteilt, man glaubt es. Ich habe in früheren Zeiten in den Büchern von Sigmund Freud darüber gelesen, der ja auch zunächst mit Hypnose gearbeitet hat und damit einige Patienten kurzfristig geheilt hat. Sobald der Patient aber dann negativ auf ihn reagiert hat, kamen seine alten Symptome wieder zurück.
Freud hat die Psychoanalyse genau aus diesem Grunde entwickelt, in der Hoffnung, dass sie eine dauerhafte Heilung bringen könnte/würde.
Clinical Hypnosis for Pediatric Gastrointestinal Disorders: A Practical Guide for Clinicians
ZitatUse of hypnosis in pediatric FAPDs is supported by evidence and has long-term benefits of up to at least 5 years beyond completion of treatment, highlighting the importance of incorporating this therapy into the care of these patients. The mechanisms by which clinical hypnosis is beneficial in the treatment of FAPDs is not completely understood, but there is growing evidence that it impacts functioning of the brain-gut axis, potentially through influence on central pain processing, visceral sensitivity, and motility. The lack of side effects or potential for significant harm and low cost makes it an attractive option compared to pharmacologic therapies.
Hypnose bei chronischen noziplastischen Schmerzen:
Immediate hypnosis effects and outcome predictors in chronic nociplastic pain
ZitatEach hypnosis session results in an immediate reduction in chronic nociplastic pain intensity, and a fruitful first session may be a positive signal to continue therapy. Even patients with low hypnotizability can obtain beneficial outcomes. Pain medication use may become a new predictor in hypnosis research, as significant decreases in pain intensity and pain quality occurred only in the absence of pharmacotherapy. However, the results of this study require confirmation in further research with longer treatment periods.